Der Weg - William Paul Young - E-Book
oder
Beschreibung

In seinem neuen Bestseller erzählt William Paul Young von der wundersamen Wandlung eines Mannes, der irgendwo zwischen Himmel und Erde feststeckt und von Gott die allerletzte Möglichkeit erhält, endlich einmal das Richtige zu tun. Nach einem Unfall fällt der skrupellose Multimillionär Tony Spencer ins Koma und »erwacht« in einer surrealen Zwischenwelt. Dort trifft er auf einen Fremden, der sich als Jesus zu erkennen gibt, und eine alte Dame, die sich als der Heilige Geist entpuppt.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Die Originalausgabe erschien 2012 unter dem TitelCROSS ROADS im Verlag FaithWords der Hachette Book Group, Inc., New York, NY, USA

Allegria ist ein Verlag der Ullstein Buchverlage GmbH

ISBN 978-3-8437-0401-4

Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.

© der deutschen Ausgabe 2012 byUllstein Buchverlage GmbH, Berlin © der Originalausgabe 2012 by William Paul Young This edition published by arrangement with FaithWords, New York, NY, USA. All rights reserved. Übersetzung: Thomas Görden Lektorat: Marita Böhm Umschlaggestaltung: FranklDesign, München Titelabbildung: Steve Gardner, PixelWorks Studios (männl. Figur) Shutterstock (Landschaft) Coverdesign: Jeff Miller, Faceout Studio Mit freundlicher Genehmigung der FaithWords, New York, NY, USA. Satz und eBook bei LVD GmbH, Berlin

Diese Geschichte ist unseren Enkelkindern gewidmet, von denen jedes ein einzigartiges Spiegelbild seiner Eltern ist, jedes sein eigenes unerforschtes Universum, Boten der Freude und des Staunens, die unsere Herzen und unser Leben tief greifend und für ewig verwandeln.

1

EIN STURM BRAUT SICH ZUSAMMEN

»Am bedauernswertesten sind jene, die ihre Träume in Silber und Gold verwandeln.«

Khalil Gibran

In manchen Jahren ist der Winter in Portland, Oregon, ein Raufbold. Er speit Graupel und Schnee und weigert sich, dem Frühling Platz zu machen, nimmt ein archaisches Recht für sich in Anspruch, das Amt des Königs der Jahreszeiten zu behalten doch letztlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Thron zu räumen. Dieses Jahr war es nicht so. Der Winter trat einfach ab wie eine geschlagene Frau, räumte mit gesenktem Kopf und zerfleddertem, schmutzig weißbraunem Kleid das Feld. Der Unterschied zwischen seiner Anwesenheit und Abwesenheit war kaum spürbar.

Anthony Spencer war das ohnehin gleichgültig. Den Winter betrachtete er als Ärgernis, und der Frühling war nicht viel besser. Hätte man es in seine Macht gestellt, er hätte beide aus dem Kalender gestrichen, zusammen mit dem nassen, regnerischen Teil des Herbstes. Ein Fünf-Monats-Jahr wäre ihm gerade recht gewesen. Jedenfalls hätte er es länger anhaltenden Zeiten der Ungewissheit klar vorgezogen. Immer wenn es Frühling wurde, fragte Tony sich, warum er eigentlich im Nordwesten blieb, aber in jedem Jahr stellte er sich die Frage erneut. Vielleicht lag in enttäuschender Vertrautheit ein ganz eigener Trost. Vielleicht war die Angst davor, irgendwo hinzuziehen, wo ihn niemand kannte, abschreckender als das gewohnte Elend. Eine sattsam bekannte Routine war zwar mitunter schmerzhaft, aber wenigstens vorhersehbar.

Tony war kein fröhlicher Mensch und fest entschlossen, sich keinen Vorteil entgehen zu lassen. Glücklichsein war eine alberne Sentimentalität. Und verglichen mit einem möglichen Deal und dem süchtig machenden Nachgeschmack des Sieges war es flüchtig wie Dunst. Freunde waren eine schlechte Investition, die Rendite war gering. Sich um andere zu kümmern war schlichtweg lästig.

Im Geschäftsleben wurde Anthony Spencer als zäher Verhandler und meisterlicher Manipulator verehrt und gefürchtet. Wie der alte Scrooge liebte er es, den Menschen in seiner Umgebung auch noch den letzten Rest ihrer Würde zu nehmen, besonders seinen Angestellten, die sich, wohl eher aus Angst als aus Respekt, für ihn abrackerten. Ganz sicher verdient ein solcher Mensch weder Liebe noch Mitgefühl.

Er maß seinen Erfolg an den ihm zur Verwaltung und Entwicklung anvertrauten Immobilien, diversen Geschäftsbeteiligungen und einem wachsenden Investment-Portfolio. Nach den meisten Standards war er wohlhabend, erfolgreich und als Single eine überaus gute Partie. Er gefiel sich ein wenig in der Rolle des Frauenschwarms, trieb genug Sport, um mithalten zu können, und leistete sich nur einen ganz leichten Bauch, der sich jederzeit einziehen ließ. Die Frauen kamen, und die klügeren von ihnen gingen meistens schnell wieder.

Wenn Tony lächelte, hätte man ihn fast für attraktiv halten können. Seine Gene hatten ihm eine Statur von über eins achtzig und volle Haare geschenkt, die auch jetzt noch mit Mitte vierzig keine Anstalten machten auszufallen, aber ein distinguiertes erstes Grau zeigten. Er war offenkundig von angelsächsischer Abstammung. Ein Anflug von etwas Dunklerem, Feinerem ließ sein Gesicht weicher erscheinen, vor allem, wenn irgendeine Laune oder ein ihn plötzlich überkommendes Lachen seine gewohnte geschäftsmäßige Nüchternheit durchbrach.

Er war zweimal verheiratet gewesen, beide Male mit derselben Frau. Aus der ersten Ehe, da waren sie beide Anfang zwanzig gewesen, gingen ein Sohn und eine Tochter hervor. Letztere war nun eine zornige junge Erwachsene, die mit ihrer Mutter an der Ostküste lebte. Der Sohn war eine andere Geschichte. Ihre Ehe war wegen unüberbrückbarer Differenzen geschieden worden, ein geradezu schulbuchmäßiges Beispiel für wohlkalkulierte Gleichgültigkeit und einen kaltschnäuzigen Mangel an Zuwendung. In wenigen Jahren schaffte es Tony, Lorees Selbstwertgefühl in Stücke zu zerlegen.

Dummerweise war sie es, die ihm schließlich überaus anmutig den Laufpass gab. Das konnte er nicht als echten Sieg für sich verbuchen. Also verbrachte Tony die folgenden zwei Jahre damit, sie zurückzuerobern. Er schmiss eine großartige Wiederverheiratungsparty, und zwei Wochen später präsentierte er ihr die Scheidungspapiere. Man erzählte sich, er hätte sie schon vorbereitet, noch bevor die Unterschriften unter das zweite Set von Hochzeitsurkunden gesetzt wurden. Aber diesmal ließ sie den ganzen Zorn einer verschmähten Frau an ihm aus, und er machte sie fertig finanziell, juristisch und psychologisch. Das konnte er zweifelsohne als Gewinn verbuchen. Für ihn, aber auch nur für ihn, war es nichts als ein gnadenloses Spiel gewesen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!