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Was ist der Sinn des Lebens? Die Frage kann vom Autor zunächst nicht beantwortet werden. Es ist wahrscheinlich die wichtigste Frage überhaupt, weil der Mensch ein Wesen ist, das nach Sinn im Leben strebt. Die Sinnfrage bleibt ein unergründliches Mysterium, da sie aufgrund ihrer Komplexität und Dynamik von uns nicht vollständig begriffen werden kann. Man kommt irgendwann an eine Grenze, an der uns der Verstand nicht mehr weiterhilft und man auf sein Gefühl hören muss. Die Meditation kann uns dabei von Nutzen sein. Dieses Ebook richtet sich an alle interessierten Leser, die gerne ihren "Sinnhorizont" erweitern möchten.
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Seitenzahl: 72
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Impressum
Text, Umschlag: © Copyright by Sascha Müller
Verlag: Image Notion UG
Druck und Vertrieb: epubli, ein Service der Neopubli GmbH Berlin
Baden-Baden, im November 2019
ISBN 978-3-750255-25-8
Was ist der Sinn des Lebens?
Die Frage kann vom Autor zunächst nicht beantwortet werden.
Es ist wahrscheinlich die wichtigste Frage überhaupt, weil der Mensch ein Wesen ist, das nach Sinn im Leben strebt.
Die Sinnfrage kann aufgrund ihrer Komplexität und Dynamik von uns nicht vollständig begriffen werden.
Auf dem Weg zum Sinn hilft uns der Verstand irgendwann nicht mehr weiter und darum wird man auf sein Gefühl hören müssen. Die Meditation kann uns dabei von Nutzen sein.
Dieser Essay ist ein ernstgemeinter Versuch, die Frage der Fragen zu beantworten.
Autor
Sascha Müller, geboren 1977, ist aus Baden-Baden.
Er hat Betriebswirtschaft und Philosophie studiert.
Die Frage nach dem Sinn des Lebens gilt als das philosophische Problem schlechthin.[1]
Wer nach dem Sinn des Lebens fragt, der sucht nach einer möglichst endgültigen Antwort, die belastbar ist und nicht nach kurzfristigen Sinngebungen oder sonst einer Notlösung.
Wird der Sinn des Lebens als eine besondere Art von Wert betrachtet, der unserem Leben zukommen kann, so bleibt offen, wie dieser Wert entsteht.
Ist er von Gott geschaffen oder durch uns selbst oder besteht er an sich?[2] Gibt es überhaupt einen Sinn?
Wir fragen nach dem Sinn des Ganzen (metaphysisch), nach dem sinnvollen Leben (ethisch) und nach dem persönlichen Sinn (psychologisch).[3]
Dieser „Weg zum Sinn“ ist ein Bewusstwerdungsprozess.
Sinn ist die Übereinstimmung mit dem „Unbedingt-Absoluten“ in uns. Sinn sehen heißt, eine Ganzheit erfassen, uns in Zusammenhängen verstehen.
Zu Beginn der Sinnsuche gibt es mehrere Schwierigkeiten, so dass sich die gesamte Thematik immer wieder unserem Verstehen entzieht.
1.) Wir verwechseln die grundlegenden Begriffe, sowie auch die Frage nach dem Sinn unseres eigenen Lebens mit der Frage nach dem Sinn der menschlichen Existenz, oder von Leben überhaupt.[4]
2.) Der menschliche Verstand kann einen zuvor angenommenen Standpunkt immer wieder hinterfragen sowie auch die Urteilsperspektive beliebig wechseln.[5]
3.) Sinn ist nichts Inhärentes, das einem Phänomen oder Gegenstand anhaftet, sondern bezieht sich von diesem ausgehend immer auf etwas anderes.
Im Grunde denkt man über Wechselwirkungen und Entwicklungszusammenhänge nach und nicht über eine Substanz.[6]
Man muss zuerst die relevanten Begriffe klären, über die man nachdenkt.
Wenn man nicht genau weiß wonach man eigentlich sucht, dann wird gerade die Sinnsuche vergeblich bleiben!
Dieser Essay orientiert sich vor allem an Fachpublikationen von Viktor Frankl zur Existenzanalyse und an fernöstlicher Meditationspraxis.
Dies ist der Eindruck aus einem fundierten Quellenstudium, der meine Überlegungen zur Sinnfrage entscheidend gefestigt hat.
Zuerst wird der Begriff „Leben“ definiert, denn es kann allgemein das Leben als biologisches Phänomen oder spezieller das Leben eines einzelnen Individuums gemeint sein.[7]
Aus biologisch / naturwissenschaftlicher Sicht versteht man Leben als ein organisches Geschehen, das durch bestimmte Prozesse charakterisiert ist wie ff. der Energie- und Stoffwechsel, Organisiertheit und Selbstregulation, Reizbarkeit, Fortpflanzung, Vererbung und Wachstum.
Das einfachste heute bekannte System, das alle diese Forderungen erfüllt, ist eine Zelle.
Eine Zelle ist die kleinste lebende Einheit aller Organismen.
Als selbständiger Organismus ist das der Einzeller.
Besteht ein Lebewesen aus vielen Zellen können Zellen zu funktionellen Einheiten verbunden sein und dadurch Gewebe bilden.
Der menschliche Körper besteht aus mehreren hundert verschiedenen Zell- und Gewebetypen.
Das menschliche Gehirn ist der komplexeste Organismus von allen.[8]
Die Veränderung und Entwicklung gewisser vererbbarer Merkmale lässt sich von Generation zu Generation bei allen Lebewesen feststellen und dass alle Lebewesen letzten Endes von einem Einzeller abstammen.[9]
Leben weist darüber hinaus verschiedene Merkmale im Verhalten auf wie die Beendigung des Aktes mit Zielerreichung, Beharrlichkeit des Tuns bei Nichterreichen des Ziels, sowie Variationsmöglichkeit der Methoden oder Kombinierfähigkeit von solchen bei Nichterreichen des Ziels.
Das Verhalten ist entweder stereotyp auf das Normale oder adaptiv auf das Ungewohnte.
Das gerichtete Verhalten wird begrenzt durch die äußeren Bedingungen, allerdings nicht von ihnen bestimmt.[10]
Das Instinktverhalten des Tieres ist angeboren und funktioniert nach Reiz und Reflex.
Das menschliche Streben wird einerseits auch von natürlichen Trieben, andererseits von der Vernunft bestimmt.
Das Leben des Menschen als Subjekt ist sein gesamtes, leiblich-seelisch-geistiges Werden, Wirken und Schicksal in der Welt von seiner Geburt bis zum Tod.[11]
Der Lebenslauf ist ein Lebenswandel, ein permanenter Übergang und Entwicklungsprozess.
Alles Sein ist Veränderung.[12] Alles entsteht und vergeht. Das Werden und Vergehen beruht auf dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik.[13]
Jede Ruhe ist relativ und nur vorübergehend. Alles was sich entwickelt, existiert weiter, was sich nicht entwickelt, zerfällt irgendwann.
Dafür sorgen naturwissenschaftliche Gesetze, wie z.B. die der Anziehung und Abstoßung bei Atomen.
Der Tod ist das Ende des Lebens durch das endgültige Versagen aller lebenserhaltenden Funktionsabläufe.
Die Veränderung ist ein eher langsamer aber stetiger Prozess, den man erst in erheblich größeren Zeitabständen bemerkt im Kontrast zwischen vorher und nachher.
Im Anblick der Natur und ihrer Gezeiten sieht man die Bewegung, den ewigen Wandel, der niemals stillsteht.
Im Laufe der Zeit verändert sich nicht nur unsere Außenwelt, sondern auch wir selbst verändern uns.
Ist die Seele des neugeborenen Kindes noch leer und aufnahmebereit etwa wie ein unbeschriebenes Blatt, so wird es im weiteren Verlauf des Lebens von Erkenntnis und Erfahrung geprägt sowie auch von den Interaktionen mit seiner Umwelt.
Wir ändern uns durch den physiologischen Alterungsprozess wie auch durch unseren persönlichen Lebensstil.[14]
Unser Aussehen sowie Teile unserer Persönlichkeit ändern sich so sehr, dass man sich richtigerweise fragen kann, ob wir über die Dauer unseres Lebens tatsächlich ein und derselbe Mensch bleiben.
Der Begriff „Sinn“ ist abstrakt, da er etwas nicht Gegenständliches bezeichnet und mehrere Bedeutungen hat.[15]
Sprachlicher Sinn: Bedeutung im Unterschied zum Handlungssinn: Ziel der Handlung (Zweck).[17]
Das weniger bekannte Verb „sinnen“ wurde im Mittelhochdeutschen verwendet für „begehren“, „streben nach“ oder „sich ausrichten auf“ etwas.[16]
Im alltäglichen Gebrauch wird meistens mit dem Sinn einer Sache nach dem Zweck gefragt.
Bei den meisten Gütern ist der Zweck der Verwendung offensichtlich, d.h. Sinn und Zweck können synonym verwendet werden.
Sinnvoll ist etwas dann, wenn etwas den richtigen Weg geht, wenn es eine richtige Handlung oder Entscheidung darstellt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Bei der Einschätzung der Bedeutung oder des Sinngehalts geht es also um die Einordnung einer Handlung,einer Situation o.ä. in einen größeren Zusammenhang.[18]
Als Sinn wird auch die physiologische Wahrnehmung der Umwelt mit Sinnesorganen bezeichnet.
Die fünf klassischen Sinne des Menschen sind Hören, Riechen, Schmecken, Sehen und Tasten.[19]
Sinnlichkeit ist das den Sinnen zugewandte Sein und die Empfänglichkeit für die verschiedenen Sinnesempfindungen.[20]
Sinn kann außerdem das Gefühl oder das Verständnis für etwas oder die innere Beziehung zu etwas ausdrücken.[21]
Der Sinnbegriff lässt sich weiterhin nach der Dimension unterteilen in "Metasinn" und "persönlichen Sinn".[22]
Ich verwende fortfolgend die Bezeichnung "Metasinn" für den Sinn des Lebens, den Sinn des Ganzen.
Beim "persönlichen Sinn" wird das wertende Subjekt schließlich in die Sinnfrage mit einbezogen.
Der Sinn nach philosophischem Verständnis ist "der verborgene, tiefere Sinn einer Sache"!
Der Metasinn ist nicht das, was unser Leben wertvoll oder nützlich macht, sondern ferner das, was unser Leben überhaupt erst dazu macht, was es ist.[23]
Wenn man nach dem Sinn des Lebens fragt, dann betrachtet man zuerst das Bezugssystem Mensch-Kosmos.[24]
Die Fragen nach einem letzten Sinn und einem systematisch beschreibbaren „großen Ganzen“ sind nach Kant auf natürliche Weise im Menschen angelegt, als ein „unhintertreibliches Bedürfnis“.
„Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse dass sie mit Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann, denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft.“[25]
Der Metasinn ist nicht nur der absolute Sinn (Gott), sondern der Sinn des Ganzen.
Dazu gehört auch die Frage nach dem Sinn des Menschseins, der Geschichte, des Leidens, der Unterschiede zwischen Mann und Frau usw.[26]
Die entsprechende metaphysische Frage lautet
„Was bedeutet das alles?“ oder
„Was ist der Sinn des Ganzen?“
Ist ein allgemeiner Sinn des Lebens, ein Metasinn auszumachen?
Religion ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte[27a] ist, sowie häufig auch an heilige Objekte.[27b]
Religionen erklären die Welt, vermitteln Sinn und begründen Lebensregeln.
Im Verständnis der christlichen Religion hat unser Dasein einen Sinn, weil Gott uns erschaffen hat.
