Der Weihnachtsgipfel - Silke Förster - E-Book

Der Weihnachtsgipfel E-Book

Silke Förster

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Beschreibung

Eine einheitliche DIN für Weihnachtskekse oder eine Steuer auf Glühwein und Plumpudding, das sind nur einige der vielen Fragen, die auf dem Weihnachtsgipfel diskutiert werden, um eine weltweite Norm für Weihnachten zu schaffen. Santa Claus, Père Noël, Jultomten und hunderte anderer Weihnachtsmänner versuchen, sich auf ein einheitliches Weihnachten zu einigen. Wird es ihnen gelingen, das Fest der Liebe neu zu gestalten? Satirische Weihnachtsgeschichte für große Kinder und junggebliebene Erwachsene.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 23

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Inhaltsverzeichnis

Der Rentier-Protest

Die Idee

Santa Claus

Father Christmas

Père Noël

Jultomten

Mikołaj

Miss Eurocent

Der Stab

Die Weihnachtsparade

Der Gipfel

Die Agenda

Der Vertrag

Das Protokoll

Der Rentier-Protest

Früher war mehr Lametta. Und da waren Rentiere auch in keiner Gewerkschaft, sondern machten einfach das, was der Weihnachtsmann ihnen sagte:

§I: Das haben wir immer schon so gemacht!

Heutzutage ist jeder mit jedem auf der Welt vernetzt, liest jeden Tag, was andere dürfen und wogegen sie Protest einlegen können. Welche Anzeige Aussicht auf Erfolg hat und welche nicht. Auf dem Weihnachtsmannblog wird pausenlos gepostet und die Rentiergewerkschaft ruft permanent nach höheren Löhnen. Wie soll da ein konservatives Weihnachtsmann-Unternehmen noch wirtschaftlich arbeiten? Die Planung, das Besorgen der Geschenke und das pünktliche Verteilen: unmöglich, wenn die Bediensteten nicht mitziehen, krank werden oder gar auf die Straße laufen und protestieren.

Hat jemand schon mal Rentiere auf der Straße protestieren sehen? Wie sie sich an Bahnschienen ketten, um anschließend abgeschleppt zu werden?

Schlimmer als jede Grünenbewegung gegen AKWs!

Was soll der echte Weihnachtsmann in so einer Situation bloß tun?

Die Idee

Der Weihnachtsmann schlug die Zeitung auf: Der Gipfel in Hamburg mit seinen ganzen Demonstrationen, Ausschreitungen und der nicht erklärbaren Zerstörungswut einiger Menschen sorgte für viel Wirbel in den Medien.

Die Mächtigsten dieser Erde trafen sich, um über Krieg und Frieden zu sprechen. Sie waren nicht alle einer Meinung, aber sie erörterten ihre Probleme und hörten jede Meinung an.

Vielleicht war es ja mal an der Zeit, dass sich alle Weihnachtsmänner dieser Welt an einen Tisch setzten und über den Frieden auf der Welt sprachen?

Sich austauschten, was der Sinn des »Festes der Liebe« wirklich war und wie man die Menschen dazu animierte, innezuhalten.

Wie man Rentieren klarmachte, dass sie nicht immer mehr Geld fordern durften, sondern sich auch mit dem zufriedengaben, was sie hatten: eine gesicherte Anstellung, genug zu essen, einen warmen Stall mit Gleichgesinnten. Die Anerkennungund Liebe der Kinder, weil sie zu Weihnachten eine so wichtige Aufgabe hundertprozentig ausführten. Oder sollte man ihnen einfach mal mit Leiharbeitsfirmen drohen? Die arbeiteten sicherlich deutlich günstiger als die eigenen Rentiere.

Vielleicht konnten sie gemeinsam den Kindern ans Herz legen, nicht endlos lange Zettel mit kommerziellen Wünschen zu verfassen, sondern einen einzigen Herzenswunsch zu äußern.

Alleine für das Lesen und Auswerten der vielen Wünsche brauchte die Weihnachtsdepotbuchhaltung schon viele Wochen. Oft stürzte der Computer ab, da die Festplatte bei so vielen Eingaben überfüllt war.

Vielleicht war die Volkshochschule auch bereit, einen Kursus »Wunschzettel kurz und knackig schreiben« in ihr Programmheft aufzunehmen?