Der werdende Mensch. - Max Falkenberg - E-Book

Der werdende Mensch. E-Book

Max Falkenberg

0,0

Beschreibung

Ist der Mensch seinem Mitmenschen ein Wolf? Wo kommen wir her? Warum gibt es unsere Welt? Aus welchem Grund leben wir in einer Illusionswelt und halten diese oft für die Wirklichkeit? Warum ist die wirkliche Welt für uns unsichtbar? Wie funktioniert unser Gehirn, unsere Denkprozesse, unsere Persönlichkeitsentwicklung sowie unser Bewusstsein? In diesem Buch werden Stück für Stück einige Erkenntnisse auf diese Fragen diskutiert. Das Buch bietet Anregungen, sensibilisiert unser Nachdenken und motiviert zur Selbstbestimmung.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 128

Veröffentlichungsjahr: 2015

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Für meine Eltern…

Inhaltsverzeichnis

Einführung

A. Wer ist der Mensch?

B. Wurde der Mensch verflucht?

C. Wozu brauchen wir Werte?

D. Welche Beziehung haben Sie zur Natur?

E. Was heißt Persönlichkeit eines Menschen?

F. Welcher Menschentyp sind Sie?

G. Was heißt Intelligenz?

H. Wie funktioniert Psychologie von Verstand und Gefühlen?

I. Was geht in unserem Gehirn vor?

J. Wo ist unsere Persönlichkeit verankert?

K. Wer und was formt unsere Persönlichkeit?

L. Was sind Gefühle und wo haben sie im Gehirn ihren Sitz?

M. Wo entstehen menschliche Gefühle?

N. Was heißt Bewusstsein?

O. Wie groß ist das Universum?

P. Literaturliste

Einführung

Mit unserer Sinneserkenntnis sind wir Menschen nicht in der Lage die komplette Wirklichkeit zu erfassen, da wir jedes Mal nur einen Bruchteil der Welt sehen. Das bedeutet, dass wir immer nur ein kleines Stück des Seins erfassen, nur ein kleines Stück eines Bildes, auf das unsere Aufmerksamkeit gerade gerichtet ist. Aus diesem Grund leben wir in einer Illusionswelt, die wir leider oft für die Wirklichkeit halten. Die wirkliche Welt ist für uns unsichtbar, wir können sie nicht sehen. Gerade dieses Nichtwissen und Nichtsehen der wirklichen Welt verursacht viel Unheil auf der Erde. Dieses Buch soll uns Stück für Stück einige Erkenntnisse der wirklichen Wirklichkeit offenbaren. Vielmehr soll es unser Bewusstsein für das wahre Leben sensibilisieren.

„Der werdende Mensch“, in diesem Buch wird die grundlegende Entstehung und Entwicklung eines Menschen diskutiert. Ich gehe auf solche Fragen ein wie: Wie funktionieren unsere Denkprozesse, unsere Persönlichkeitsentwicklung, unser Gehirn sowie unser Bewusstsein. Ich gehe auf Fragen ein wie: Wer bin ich? Wo komme ich her? Warum gibt es die Welt? Gibt es einen Gott? und finde dazu einige Antworten in den Weisheitslehren von Laotse, Bibel und in anderen heiligen Schriften. Diese Antworten verstehen sich als Anregungen für weitere individuelle Überlegungen und Recherchen. Sicherlich ist dieses Buch keine Darstellung neuer Forschungserkenntnisse, sondern es unterzieht das vorhandene Wissen einer persönlichen Sichtung und Ordnung. Es soll als nützlich für den praktischen Gebrauch im eigenen Leben sein.

Durch unseren Zeitgeist verspüren wir in uns ein wachsendes Bedürfnis nach Selbstverstehen und Fremdverstehen. Oft suchen wir nach Deutung und Wesenserfassung des Menschen. Dabei versuchen wir den Charakter des Menschen in begründeten Gesetzlichkeiten, in seinen Erbfaktoren und Anlagefaktoren zu finden und zu erfassen. In unserem eigenen Leben und im Zusammenleben mit anderen Menschen kommt jeder von uns zu einer mehr oder weniger guten und erfolgreichen Technik des sozialen Umgangs mit unseren Mitmenschen. Jedoch sind uns diese Sozialisierungs-Prozesse keineswegs immer bewusst und veranlassen uns nur in einigen Fällen zu einer bewussten Auseinandersetzung mit diesen Prozessen. Oft sind es unsere persönlichen Krisen, die solche bewusste Auseinandersetzungen mit unseren Mitmenschen auslösen. In solchen Momenten stellen wir fest, dass unsere Menschenkenntnis äußerst gering ist. Gewöhnlich von diesem Punkt an folgt eine bewusste und erweiterte Suche nach dem Wesen des Menschen, die uns zu den Erkenntnissen bringt, dass das Wesen eines Menschen in der summarischen Intuition des Ganzen, in der ursprünglichen Einheit und in der Mannigfaltigkeit der Erscheinungen verborgen ist.

Hier werde ich auch das Phänomen des Universums – menschliches Gehirn, diskutieren. Es werden komplexe Sachverhalte über die Arbeitsweisen, Regionen und Fähigkeiten des menschlichen Gehirns diskutiert. Ich habe mich bemüht, hier die Grundkenntnisse über die Hirnstrukturen, seine Schaltungen und seine Funktionen auf eine allgemeinverständliche Weise mit entsprechenden Bildern vorzustellen. Jedoch soll man beachten, dass das menschliche Gehirn das komplexeste materielle Gebilde im Universum ist und uns dieser Exkurs ein wenig Geduld abverlangen wird. Die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Gehirn und das Verstehen der Arbeitsweisen, seiner wichtigsten Funktionen halte ich jedoch für wichtig für die Erweiterung unseres eigenes Bewusstseins. Der Lohn dafür ist, dass wir uns damit ein plastisches Bild von den Arbeitsweisen des Gehirns erarbeiten werden und dieses Bild wird uns bei unseren eigenen Entwicklungsprozessen eine Hilfe sein. Zum Schluss wird in diesem Buch das Mysterium des menschlichen Bewusstseins diskutiert. Diese Kenntnisse halte ich für unabdingbar, wenn wir an der Neu-Gestaltung unseres Selbst, an der Selbstbestimmtheit und an der Gestaltung unserer Zukunft aktiv mitwirken wollen.

A. Wer ist der Mensch?

Mit der Frage: – „Wer ist der Mensch?“, haben sich Philosophen, Wissenschaftler, Dichter und viel Anderen seit je beschäftigt. Die Antworten auf diese Fragen bewegen sich auf der einen Seite in einer völligen Fremdbestimmung, die sich im Glauben an eine göttliche Macht findet, die das Schicksal der Welt und jedes Einzelnen determiniert. Oder noch radikaler, die auf ehernen Gesetzen des ablaufenden Weltgeschehens ohne Sinn und Ziel basiert, denen die Menschen und selbst die Götter ausgeliefert sind. Auf der anderen Seite werden Antworten in der Eigensteuerung des Individuums gesehen, das bewusst und frei über sein Schicksal bestimmt. Dies entspricht unserem Empfinden, da wir bei den meisten Handlungen, die wir ausführen, das Gefühl haben, dass wir als bewusst denkendes, fühlendes und planendes Subjekt, als ICH, Verursacher des Großteils unserer Handlungen sind. Dieses ICH ist seinerseits bestimmt von Vernunft, von der Einsicht in die Sachlage und die Randbedingungen unseres Handelns und insbesondere in die Konsequenzen dieses Handelns.1

Die Entstehung des Menschen wird in der Bibel folgendermaßen beschrieben. Der Mensch ist ein Geschöpf innerhalb der Schöpfung der Welt. Gott schuf innerhalb von sieben Tagen – Himmel und Erde, Licht und Finsternis, Pflanzen, Tiere und Menschen. In sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen. Der Mensch wurde am sechsten Tage zusammen mit den Tieren erschaffen und am siebten Tag wurde Sabbat gehalten. Der Mensch ist das letzte göttliche Geschöpf, nach ihm kommt in der Welt nur noch Gott selbst. Der Mensch ist ein Geistwesen, er fragt über sich hinaus und durstet nach Gott, so wie es uns die folgende Bibelstelle lehrt:

„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib.“ (1. Mose 1; 26-28)

Aus diesen Worten folgt, dass der Mensch zwar auch ein Geschöpf Gottes ist aber gleichzeitig wird der Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen. Der Mensch wurde von Gott als sein Idealbild geschaffen. Es war aber solch ein Mensch, der noch nicht im Sündenfall gestürzt war, so wie es das Bild „Die Erschaffung des Adams“ von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle den Menschen darstellt.2 In diesem Bild ist der Augenblick dargestellt, in dem Gott dem Menschen den Lebensodem einhaucht, wodurch der Mensch zu einem lebendigen Seelenwesen wird. Die symbolische Darstellung von Gott in diesem Bild ist in einem oval geformten Gewand dargestellt. Dieses ähnelt einem Längsschnitt mitten durch das menschliche Gehirn, siehe dazu auch das Abbild „Menschliches Gehirn (Langschnitt entlang der Mittellinie)“ und das Abbild „Verbindung zwischen Geist und Gehirn“.

Abbild: „Die Erschaffung des Adams“ von Michelangelo.

Quelle: Die Sixtinische Kapelle. Eine bebilderte Führung. Edizioni Musei Vaticani. S. 40.

Nach den biblischen Darstellungen wird der Mensch von Gott als „Herrscher“ über andere Geschöpfe Gottes eingesetzt. Gott hat die Erde dem Menschen anvertraut, dass er sie wie einen Gottesgarten pflegen soll:

„Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ (1. Mose 1; 28-29)

Sicherlich stellt sich gleich an dieser Stelle die Frage, ob der Mensch als gut oder böse von Gott erschaffen wurde. Zu diesem Thema existieren zahlreiche Analysen und Theorien, die von Wissenschaftlern und Philosophen erstellt und diskutiert wurden, und an vielen weiteren wird noch gearbeitet. Beispielsweise Erich Fromm stellte diese Frage so: „Ist der Mensch Wolf oder Schaf?“ und gab dazu folgende Antworten:

„Viele sind der Ansicht, die Menschen seien Schafe; viele andere halten sie für reißende Wölfe. Beide Seiten können für ihren Standpunkt gute Argumente vorbringen. Wer die Menschen für Schafe hält, braucht nur darauf hinzuweisen, dass sie sich leicht dazu bringen lassen, die Befehle anderer auszuführen, und diese selbst dann, wenn es für sie selbst schädlich ist; dass sie ihren Führern immer in den Krieg folgen, der ihnen nichts einbringt als Zerstörung. Sie schenken jedem Unsinn Glauben, wenn er nur mit dem gehörigen Nachdruck vorgebracht und von Inhabern der Macht bekräftigt wird – von den schroffen Drohungen der Priester und Könige bis zu den sanften Stimmen der mehr oder weniger geheimen Verführer. Es scheint, dass die meisten Menschen so leicht beeinflussbar sind wie halbwache Kinder und dass sie bereit sind, sich jedem willenlos auszuliefern, der mit drohender oder einschmeichelnder Stimme eindringlich genug auf sie einredet. Ein Mensch mit einer Überzeugung, die so stark ist, dass er dem Widerstand der Menge trotzt, ist die Ausnahme und nicht die Regel und wird oft noch von späteren Jahrhunderten bewundert, von den eigenen Zeitgenossen aber meist verlacht. Auf der Annahme, dass die Menschen Schafe seien, haben die Großinquisitoren und Diktatoren ihre Machtsysteme aufgebaut. Und eben diese Überzeugung, dass die Menschen Schafe seien und daher Führer brauchten, die für sie die Entscheidungen treffen, hat den Führern oft die ehrliche Überzeugung verliehen, dass sie geradezu eine moralische – wenn auch gelegentlich tragische – Pflicht erfüllten, wenn sie den Menschen gaben, was sie wollten: wenn sie die Führung übernahmen und die Last der Verantwortung und der Freiheit abnahmen“.3

Wenn aber die meisten Menschen Schafe sind, wie kommt es dann, dass sie ein so völlig anderes Leben führen als Schafe? Die Geschichte der Menschheit ist mit Blut geschrieben; es ist eine Geschichte nie abreißender Gewalttaten, denn fast immer hat man sich die anderen mit Gewalt gefügig gemacht. Hat Talaat Pascha Millionen von Armeniern allein umgebracht? Hat Hitler Millionen von Juden allein umgebracht? Hat Stalin Millionen seiner politischen Gegner allein umgebracht? – Nein! Diese Männer standen nicht allein; sie verfügten über Tausende, die für sie töteten, für sie folterten und die es nicht nur willig, sondern sogar mit Vergnügen taten. Stoßen wir nicht überall auf die Unmenschlichkeit des Menschen – bei seiner erbarmungslosen Kriegsführung, bei Mord und Vergewaltigung, bei der rücksichtslosen Ausbeutung des Schwächeren durch den Stärkeren? Und wie oft begegnen die Seufzer der gemarterten und leidenden Kreatur tauben Ohren und verhärteten Herzen! Aus all dem zog ein Denker wie Hobbes den Schluss: „homo homini lupus“ – der Mensch ist seinem Mitmenschen ein Wolf. Heute folgern viele von uns daraus, dass der Mensch von Natur bösartig und destruktiv sei, dass er ein Mörder sei, den nur die Angst vor noch stärkeren Mördern von seiner Lieblingsbeschäftigung abhalte.4

Jedoch wirken die von beiden Seiten vorgebrachten Argumente nicht überzeugend. Wir mögen zwar persönlich einigen potentiellen oder notorischen Mördern und Sadisten begegnet sein, die es an Skrupellosigkeit mit Stalin und Hitler aufnehmen könnten, aber es waren doch Ausnahmen und nicht die Regel. Sollen wir tatsächlich annehmen, – dass wir selbst und die meisten Durchschnittsmenschen Wölfe im Schafspelz sind, – und unsere „wahre Natur“ zum Vorschein kommen wird, sobald wir die Hemmungen ablegen, die uns bisher gehindert haben, uns wie wilde Tiere zu verhalten? Man kann dieses zwar schwer widerlegen, aber ganz überzeugend ist es auch nicht. Im täglichen Leben gibt es häufig Gelegenheiten zur Grausamkeit und zum Sadismus, die man wahrnehmen könnte, ohne dass man Angst vor Vergeltung haben müsste; trotzdem lassen sich viele nicht darauf ein; ganz im Gegenteil reagieren sie mit Abscheu, wenn sie auf Grausamkeit und Sadismus stoßen. Gibt es dann vielleicht eine andere, bessere Erklärung für diesen merkwürdigen Widerspruch? Lautet vielleicht die einfache Antwort, dass eine Minderheit von Wölfen Seite an Seite mit einer Mehrheit von Schafen lebt? Die Wölfe wollen töten; die Schafe wollen tun, was man ihnen befiehlt. So bringen die Wölfe die Schafe dazu zu töten, zu morden und die Schafe tun es, nicht etwa weil es ihnen Freude macht, sondern weil sie folgen wollen; und darüber hinaus müssen die Mörder noch Geschichten erfinden, die von ihrer gerechten Sache, von der Verteidigung der bedrohten Freiheit, von der Rache für mit dem Bajonett erstochene Kinder, von vergewaltigten Frauen und von verletzter Ehre handeln, um die Mehrheit der Schafe dazu zu bringen, sich wie Wölfe zu verhalten. Diese Antwort klingt plausibel, doch lässt sie immer noch viele Zweifel bestehen. Besagt sie nicht, dass es sozusagen zwei Sorten von Menschen gibt – die der Wölfe und die der Schafe? Außerdem stellt sich die Frage, woher es kommt, dass sich die Schafe so leicht dazu verführen lassen, sich wie Wölfe aufzuführen, wenn es nicht in ihrer Natur liegt, selbst dann, wenn man ihnen die Gewalttätigkeit als heilige Pflicht hinstellt. Vielleicht ist das, was wir über die Wölfe und Schafe gesagt haben, doch nicht haltbar? Vielleicht trifft es doch zu, dass die wesentliche Eigenschaften im Menschen das wölfische ist, und dass die meisten dieses nur nicht so offen zeigen? Oder handelt es sich überhaupt nicht um eine Alternative? Ist der Mensch vielleicht sowohl Wolf als auch Schaf – oder ist er weder Wolf noch Schaf?

Die Antwort auf diese Frage ist heute von ausschlaggebender Bedeutung, in einer Zeit in der die Nationen zur Vernichtung ihrer Feinde den Einsatz gefährlichster Zerstörungswaffen erwägen und sich offenbar nicht einmal durch die Möglichkeit abschrecken lassen, dass sie bei der Massenvernichtung selbst mit untergehen könnten. Wenn wir überzeugt sind, dass der Mensch von Natur aus zur Zerstörung neigt, dass das Bedürfnis, Gewalt anzuwenden, tief in seinem Wesen verwurzelt ist, dann wird unser Widerstand gegen die ständig zunehmende Brutalisierung immer schwächer werden. Warum sollte man sich den Wölfen widersetzen, wenn wir alle Wölfe sind, die einen mehr und die anderen weniger? Die Frage, ob der Mensch Wolf oder Schaf ist, ist nur die zugespitzte Formulierung einer Frage, die in einem weiteren und allgemeineren Sinn zu den grundlegenden Problemen des theologischen und philosophischen Denkens in der westlichen Welt gehört: Ist der Mensch seinem Wesen nach böse und verderbt, oder ist er seinem Wesen nach gut und fähig, sich zu vervollkommnen?5 Dieses Bibelzitat gibt folgende Antwort auf diese Frage.

„Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt, die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft wider Gott, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag´s auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt.“ (Römer 8; 5-10)

In den nächsten Kapiteln werde ich mich mit der Persönlichkeit des Menschen etwas genauer auseinander setzen. Wir Menschen brauchen Antworten auf die Sinnfragen unserer Existenz. Dieses bedeutet, dass wir gewisse Normen bzw. Richtlinien für uns entdecken müssen, damit diese unserem Leben einen Sinn geben. Es ist unmöglich