Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Eine Schülerin fragte ihre Zen-Meisterin: »Meisterin, was tust du, wenn du mit etwas, was du nicht möchtest, konfrontiert wirst?« Die Weise öffnete ihre Arme, atmete tief ein, lächelte über das ganze Gesicht und gab zur Antwort: »So ist es!« Gute Geschichten sind etwas Wunderbares. Sie vermitteln uns Lebensweisheiten, spenden Trost, regen zum Nachdenken und Nachahmen an und setzen Veränderungen in uns in Gang. Die kurzen Erzählungen aus dem Zen-Buddhismus eröffnen uns mit viel Humor tiefgründige Weisheiten und oft überraschende Einsichten zu universellen Themen wie innerer Friede, Dankbarkeit, Achtsamkeit, Glück, Gelassenheit oder Selbstliebe. Schenke dir eine wertvolle Auszeit, und lass dein Herz berühren und deinen Geist anregen.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 128
Veröffentlichungsjahr: 2026
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
ISBN Printausgabe 978-3-8434-1590-3
ISBN E-Book 978-3-8434-6565-6
Sandy Taikyu Kuhn Shimu:
Der Wind, der Blüten trägt Berührende Zen-Geschichten der Erneuerung und Hoffnung für dich
© 2025 Schirner Verlag GmbH & Co. KG,
Birkenweg 14a, 64295 Darmstadt
E-Mail: [email protected]
Umschlag: Jennifer Maar, Schirner, unter Verwendung von # 2145450627 (© Elina Li) und # 1354840724 (© samui), www.shutterstock.com
Print-Layout: Jennifer Maar, Schirner, unter Verwendung von # 2145450627 (© Elina Li), www.shutterstock.com
Lektorat: Katja Hiller, Schirner
E-Book-Herstellung: Zeilenwert GmbH, Rudolstadt, Germany
www.schirner.com
1. E-Book-Auflage Dezember 2025
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten
Vorwort
Die Blüte des Herzens
Der tiefe Brunnen
Der Schmetterling
Im Auge des Orkans
Das Notsignal
Die Belohnung
Das Puzzle
Die Zeit ist vorbei
Die drei Siebe
Der Löwenzahn
Der Klang von Wasser
So einfach ist das
Wie man in den Wald hineinruft
Nur die Absicht zählt
Das Wesentliche
Die List
Eine Reise zu sich selbst
Was ist Erleuchtung?
Etwas Besonderes
Die wahre Natur
Die Wahrheit
Moribundus
Wenn du es eilig hast
Gutes Wetter
Die Erleuchtung
Aber
Was lehrst du mich?
Gelassenheit ist alles
Der Optimist und der Pessimist
Das Papierschiff
Zwei neue Schüler
Wo die Liebe ist
Tradition
Der Sinn des Lebens
Der Aufdringling
Das Gelübde
Der Seuchengott
Man kann es nicht allen recht machen
Das kraftvolle Mantra
Es macht einen Unterschied
Himmel oder Hölle
Buddha oder ein Stück Hundescheiße
Wer ist arm?
Die Lösung
An Widerständen wachsen
Die Todesliste
Strohschuhe oder Regenschirme
Mandeln des Glücks
Der blühende Baum
Mach es dir nicht so schwer
Der neue Abt
Die Feldmaus
Wie würdest du leben?
Löcher im Zaun
Nur eine Regel
Wahrer Reichtum
Die perfekte Frau
Der schwere Korb
Auf der Durchreise
Wer ist schuld?
Zwei Samen
Ein Blick in die Zukunft
Der einfache Weg
Der beste Reis im Dorf
Ja oder Nein
Der Steinmetz
Zwei Freunde
Keine Nebenwirkungen
Die erste Erkenntnis
Der Feldherr
Die Schneeflocke
Die Taube
Das Echo
Die Schale ist voll
Die Schildkröte
Keine Zeit, die Säge zu schleifen
Schöne Haare
Man tut, was man kann
Sieger oder Verlierer?
Alles hat seine Zeit
Tee und Kekse mit Buddha
Welche Kriegerin gewinnt den Kampf?
Das Geheimnis der Zufriedenheit
Die Zeit steht nie still
Der Sprung in der Schüssel
So spielt das Leben
Wie man einen Fluss überquert
Die Fahne im Wind
Vier Meister
Ein Tag ohne Arbeit
Tun und Sein
Es ist nichts Persönliches
Das Gesetz der Resonanz
Der Hammer
Der kleine Lin
Die Rezession
Eine Schale frisches Wasser
Das Erbe
Sollte ich etwas tun?
Diese Schuhe passen
Drei Bedingungen
Der Hofnarr
Die Weisheit
Frieden im Geist
Die besten Dinge im Leben
Der stille Tanz der Blätter
Über die Autorin
Geschichten haben die Kraft, Wahrheiten und Erkenntnisse auf wunderbare Weise in Worte zu fassen. Sie beflügeln unsere Fantasie, zaubern ein Lächeln auf die Lippen, regen zum Nachdenken an oder machen uns Mut. Besonders Zen-Geschichten vermitteln mit Humor und Leichtigkeit tiefgründige Weisheiten und lassen uns den Geschmack des Tao, des Weges der höchsten Wahrheit und Wirklichkeit, kosten. In meinem Unterricht sind sie ein wichtiger Bestandteil. Sie vertiefen das Gesagte und erschaffen einen Raum, in dem sich der Herz-Geist in seiner ganzen Fülle entfalten kann.
Die weisen Zen-Geschichten in diesem Buch sind ein Werk vieler kreativer Geister, wacher Augen, heller Ohren und fleißiger Hände. Sie leben und werden durch mündliche und schriftliche Überlieferung von Generation zu Generation gereicht. Daher ist es mir nicht möglich, die Urheber der einzelnen Geschichten zu benennen. Ich bedanke mich herzlich bei allen kreativen Geistern und freue mich, diesen Schatz nun mit meinen eigenen Worten, aus meinem Herz-Geist, nacherzählen zu dürfen und so zum Erhalt der Geschichten beizutragen.
Das Schöne an guten Erzählungen ist, dass wir sie immer wieder lesen, vortragen oder hören können. Manchmal erschließt sich uns der Sinn unmittelbar, oft offenbart sich der Kern erst nach mehrmaliger Auseinandersetzung. Nicht selten entdecken wir plötzlich neue Aspekte, die wir zuvor nicht wahrgenommen haben. Das Verständnis, das Wesen und die Bedeutung einer Geschichte verändert sich mit dem Stand unserer spirituellen Entwicklung – das macht sie so wertvoll und zeitlos.
Ich wünsche mir, dass die Geschichten dieses Buches die Tiefe besitzen, dich zu berühren und zu inspirieren, und zugleich die Stärke haben, deine eigene Lebensgeschichte zu bereichern.
Herzlichst
Sandy Taikyu Kuhn Shimu
Mein Tipp an dich: Zen-Geschichten eignen sich wunderbar, um eine Yogastunde, Meditationslektion oder Coachingsitzung achtsam zu beginnen oder ruhig abzuschließen. Sie schaffen einen klaren Fokus und laden zum Innehalten ein — perfekt als sanfter Einstieg oder entspannter Ausklang.
In einem malerischen Dorf, umgeben von sanften Hügeln und blühenden Wiesen, lebte eine weise Zen-Meisterin. Jedes Jahr, wenn der Frühling mit seinen leuchtenden Farben und dem fröhlichen Gesang der Vögel das Land erweckte, versammelten sich die Menschen im Dorf, um den tiefgründigen Einsichten der Meisterin über das Leben und die Natur zu lauschen. Eines Morgens, als der Duft des neuen Tages die Luft erfüllte und die Sonnenstrahlen die zarten Blätter eines Ahorns küssten, saßen alle in einem großen Kreis um die Meisterin. Ihr strahlendes Lächeln schien die Umgebung zu erhellen. »Der Frühling ist wie das sanfte Erwachen eines schlafenden Herzens«, begann sie mit warmer Stimme. »In den stillen Monaten des Winters haben wir Geduld geübt. Nun werden wir belohnt mit dem Geschenk neuen Lebens.« In der Menge erhob sich ein neugieriges Kind. Die funkelnden Augen verrieten einen unstillbaren Wissensdurst: »Warum müssen wir warten, Meisterin? Warum können die Blumen nicht sofort blühen?« Die Meisterin lächelte weise und blickte in die fragenden Augen des Kindes. »Die Blumen wissen, dass ihre Zeit kommen wird. Sie vertrauen dem Rhythmus der Natur. Wenn wir wie die Blumen leben, lernen wir, den richtigen Moment zu erkennen und zu warten, bis unser Herz bereit ist, sich zu öffnen.« Die Sonne stieg höher am Himmel, warm und einladend, und die Menschen spürten die sanfte Berührung des Lichts auf ihrer Haut. Die Meisterin erhob sich und wandte sich einem majestätischen Kirschbaum zu, dessen erste Knospen sich entfalteten. »Seht«, sagte sie und deutete auf die zarten Knospen, »wie sie sich langsam öffnen, während das Licht sie umarmt. Jede Blüte trägt die Hoffnung auf eine neue Geschichte, auf Freude und Schönheit. Sie entfaltet sich nicht unter Zwang – sie entwickelt sich in ihrem eigenen, einzigartigen Tempo.« In diesem Moment setzte eine sanfte Brise ein, die die Kirschblüten wie rosafarbene Schneeflocken in die Luft wirbelte. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes schauten ehrfurchtsvoll zu, während die Blütenblätter zu Boden sanken und einen Teppich aus duftiger Schönheit bildeten. »Wie die Blüten müssen auch wir den Mut finden, die Veränderungen in unserem Leben zu akzeptieren«, führte die Meisterin weiter aus. »Der Frühling lehrt uns, loszulassen und die Fülle des Lebens zu umarmen.« Die Augen aller leuchteten, als ein neues Gefühl von Frieden und Erneuerung in ihren Herzen aufstieg. »Der Frühling ist nicht nur eine Jahreszeit, sondern ein steter Prozess des Wachsens, Erblühens und Loslassens«, erklärte sie. »Das Warten auf das Licht des Lebens ist Teil der Schönheit des Daseins. Wie die Kirschblüten haben auch wir unsere eigene Zeit, um zu erblühen.«
Ein Zen-Mönch stand an einem Brunnen und schöpfte Wasser. Ein junger Mann kam des Weges und erkundigte sich neugierig, weshalb der Mönch den Weg der Entsagung, der Stille und der Abgeschiedenheit gewählt habe. Er selbst könne sich den Nutzen eines Lebens in Meditation und Askese nicht vorstellen. Der Mönch stellte seinen Wasserkrug beiseite und sprach: »Schau in den Brunnen. Was siehst du?« Der Mann blickte in den dunklen Brunnen, konnte aber nichts erkennen. »Nichts!«, gab er zur Antwort. Nach einer Weile bat der Mönch den Mann erneut, einen Blick in den Brunnen zu werfen. »Was siehst du?« Der Mann sagte: »Ich sehe mich!« Wieder verging eine kurze Zeit, und der Mönch forderte den Mann nochmals auf, in den Brunnen zu schauen. »Was siehst du?«, erkundigte er sich. »Ich sehe bis auf den Grund. Ich kann sogar die einzelnen Steine erkennen!«, erwiderte der Mann. »Gut«, sprach der Zen-Mönch und ergänzte: »Meditation bedeutet, den Krug beiseitezustellen und aufzuhören, das Wasser aufzuwühlen. Das Wasser – also die Gedanken – beruhigen sich, Stille und Klarheit treten ein. Zuerst erkennst du dein wahres Wesen. Wenn du weiterübst, dich in Gelassenheit schulst, zur Ruhe kommst und Klarheit findest, siehst, verstehst und durchdringst du den Grund aller Dinge im Leben.«
Eine aufgeweckte Schülerin fragte ihre Kampfkunstmeisterin: »Meisterin, wie kann ich das Glück ergreifen?« Die Meisterin antwortete: »Das Glück ist wie ein schöner Schmetterling. Sobald du ihn jagen und fangen möchtest, entwischt er dir. Wenn du dich aber hinsetzt und wartest, dann lässt er sich auf deiner Schulter nieder.« Die Schülerin antwortete enttäuscht: »Dann kann ich also nichts tun, um das Glück zu erlangen?« – »Doch«, erwiderte die Meisterin lächelnd, »du kannst versuchen, dich ruhig hinzusetzen!«
Die Zen-Meisterin hielt wie jeden Samstag einen kurzen Lehrvortrag nach der mehrstündigen Sitzmeditation. »Ruhe, Sicherheit und Klarheit findet ihr nur in eurem Inneren.« Mit diesen Worten begann sie ihre Rede vor ihren Schülerinnen und Schülern und fuhr fort: »Es ist wichtig, dass ihr auch in heiklen und schwierigen Situationen im Leben einen kühlen Kopf bewahrt und klare Gedanken fassen könnt. Gerade dann, wenn euch äußere Umstände verunsichern, euch Unerwartetes aus dem Gleichgewicht zu werfen droht oder ihr Angst habt und glaubt, dass ihr den Boden unter den Füßen verliert. Ein versierter Kapitän weiß, dass er am Rande eines heftigen Sturmes nicht Kurs halten kann und sein Schiff kentern könnte. Nur, wenn er das Auge des Orkans erreicht, kann er das Schiff und seine Besatzung retten.« Die Meisterin schloss für einen kurzen Moment die Augen, atmete tief durch die Nase ein und aus und fügte hinzu: »Auch wir befinden uns immer wieder einmal allein auf weiter Flur. Wir sind der Umgebung hilflos ausgesetzt, den Umständen ausgeliefert und haben das Gefühl, dass alles über uns zusammenbricht. Der sicherste Ort, an dem wir dann Schutz finden können, ist immer in uns selbst. Nur in unserer Mitte, in der Ruhe und Klarheit, kommen wir mit unserer wahren Natur in Kontakt. Durch sie erfahren wir Stabilität und Sicherheit. Dieser edle Kern in uns ist unser Auge des Orkans. Aus unserer Kraft und Klarheit heraus sind wir in der Lage, weise, mitfühlend und richtig zu handeln.«
Vor einiger Zeit ereignete sich ein schweres Schiffsunglück auf dem Indischen Ozean. Nur ein Mann mittleren Alters überlebte. Er schwamm mit letzter Kraft ans steinige Ufer und rettete sich auf eine kleine einsame Insel. Völlig erschöpft hielt er Ausschau nach weiteren Überlebenden und hoffte auf rasche Hilfe. Die Tage vergingen, und weder andere Überlebende noch Rettung waren in Sicht. Die Insel war unbewohnt, das Gelände nur schwer zugänglich, und der Mann war dem wechselhaften Wetter schutzlos ausgeliefert. So beschloss er, sich aus dem herumliegenden Holz und einigen großen Palmwedeln eine kleine Hütte zu bauen, die ihm vor Wind, Sonne und dem nächtlichen Regen etwas Schutz bieten sollte und in der er ein kleines Feuer machen konnte, um sich zu wärmen. Nachdem er seine bescheidene Behausung fertiggestellt und einige Tage und Nächte darin gewohnt hatte, machte er sich auf die Suche nach etwas Essbarem. Er fand ein paar Beeren und sogar eine heruntergefallene Kokosnuss. Sichtlich zufrieden kehrte der Mann zu seiner Hütte zurück. Doch schon von Weitem sah er, dass sein Zuhause lichterloh brannte. Es gab nichts mehr zu retten, und schon wieder hatte er alles verloren. Verzweifelt setzte sich der Mann auf den Boden, resigniert, aß die Beeren und trank den Saft der Kokosnuss. Traurig legte er sich unter freiem Himmel zum Schlafen. Am nächsten Morgen wurde er von einem lauten Geräusch geweckt. Er schreckte auf: der Motor eines Bootes. Der Mann traute seinen Augen und Ohren kaum. Voller Freude sprang er auf und schrie der Mannschaft des Rettungsbootes entgegen: »Wie habt ihr mich gefunden? Woher wusstet ihr, dass ich hier bin?« Der Kapitän lächelte und antwortete: »Das war ganz einfach. Wir haben dein Rauchsignal gesehen!«
In einer kleinen Provinz im Süden Chinas bot der Bürgermeister allen im Dorf eine Belohnung von 50 Goldstücken an, die einen Vorschlag machen könnten, wie das Dorf Geld einsparen würde. Die Zen-Meisterin ging als Erste zum Bürgermeister und schlug vor: »Streichen Sie die Belohnung!«
Ein kleiner Zen-Novize kam zum Meister und bat ihn, mit ihm zu spielen. Der Meister musste sich aber um verschiedene Tätigkeiten kümmern, die den reibungslosen Ablauf des Tempellebens garantierten. Also nahm er eine Zeitschrift und blätterte darin, bis er eine sehr detaillierte Abbildung der Erde entdeckte. Er riss die Seite heraus, nahm eine Schere und schnipselte die Erde in viele kleine Teile. Zum jungen Novizen gewandt, sprach er: »Hier, mein Sohn, versuche, dieses Puzzle wieder zusammenzusetzen!« Eifrig machte sich der Zen-Schüler an die Arbeit. Doch schon nach wenigen Minuten stand er erneut vor dem Meister. »Ich bin fertig!«, sagte er voller Freude und zeigte seinem Lehrer das perfekte Bild der Erde. Der Meister konnte es kaum glauben und fragte den Jungen: »Wie hast du das Puzzle so schnell zusammengefügt?« Der Kleine sprach: »Meister, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Diesen habe ich korrekt zusammengesetzt. Als der Mensch in Ordnung war, da war auch die Erde in Ordnung!«
Ein junger Landwirt hatte eine Verabredung mit seiner Verlobten. Er erschien viel zu früh am vereinbarten Treffpunkt. Geduld war aber nicht seine Stärke, und so fiel ihm das Warten sichtlich schwer. Er ließ sich auf einer Parkbank nieder und haderte mit sich und der Welt. Ganz in Gedanken versunken nahm er weder den Duft der Blumen, das Zwitschern der Vögel, die bunten Wiesen noch die wärmenden Sonnenstrahlen oder die sanfte Brise des lauen Sommerwindes wahr. Unbemerkt saß plötzlich ein kleiner Mann neben ihm auf der Bank und nickte zustimmend: »Oh ja, ich weiß. Warten ist so unnütz. Das macht einen wirklich ganz unruhig! Wie sinnlos es doch ist, einfach nur tatenlos rumzusitzen, da kann einem schon der Geduldsfaden reißen, und die Gelassenheit schwindet. Aber ich kann dir helfen. Schau, ich schenke dir einen ganz speziellen Knopf. Nähe ihn an deine Jacke. Jedes Mal, wenn dir langweilig ist, wenn du genervt von einer Situation bist, wenn du einfach keine Geduld mehr hast oder wenn
