Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die deutschen Automobilhersteller sich in Design und Technik ihrer neuen Modelle zu überbieten. Diese gegenseitige Inspiration und das Streben nach immer moderneren, stärkeren und gleichzeitig sichereren Fahrzeugen bescherte dem Markt eine faszinierende Modellvielfalt. Unvergessene Konstruktionen wie der Messerschmitt Kabinenroller oder die BMW Isetta, der Porsche 911 oder die S-Klasse von Mercedes-Benz setzten optisch wie technisch wichtige Meilensteine in der Fahrzeugentwicklung. Und der Fortschritt geht unaufhörlich weiter, was Supersportwagen wie der Audi R8 oder der brandneue Porsche Panamera eindrucksvoll unter Umfangreich bebildert, mit informativem Text und detaillierten Angaben zu Hubraum, PS, Bauzeit und Stückzahl, widmet sich das vorliegende Werk bekannten, aber auch weniger bekannten Klassikern aus sieben Jahrzehnten deutscher Fahrzeuggeschichte. Fast 500 Modelle aller Hersteller dokumentieren automobile Faszination made in Germany. Dabei dürfen natürlich auch Marken aus der ehemaligen DDR wie Wartburg oder der millionenfach gebaute Trabant nicht fehlen, der eine ganze Republik bewegte.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 252
Veröffentlichungsjahr: 2013
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Joachim Hack
DEUTSCHE
AUTOS
Die schönsten Modelleseit 1945
HEEL
Impressum
HEEL Verlag GmbH
Gut Pottscheidt
53639 Königswinter
Tel.: 02223 9230-0
Fax: 02223 9230-26
E-Mail: [email protected]
Internet: www.heel-verlag.de
© 2009 HEEL Verlag GmbH, Königswinter
Alle Rechte der Vervielfältigung und Verbreitung einschließlich Film, Funk und Fernsehen sowie der Fotokopie und des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten. Wir sind bei der Auswahl der Fotos mit Umsicht vorgegangen, um keine Rechte Dritter zu verletzen. Falls dies dennoch geschehen sein sollte, bittet die Redaktion um kurze Nachricht.
Verantwortlich für den Inhalt:
Joachim Hack
Lektorat:
Joachim Hack
Gestaltung, Satz und Lithographie:
Ralf Kolmsee
F5 Mediengestaltung
Königswinter
ISBN 978-3-86852-177-1eISBN 978-3-86852-774-2
Inhalt
Adler
Audi
AWS
Bitter
BMW
Borgward/Lloyd
Colani
Champion
DKW/Auto Union
Ford
Fuldamobil
Goggomobil
Glas
Goliath
Gutbrod
Hansa
Heinkel
Horch
Kleinschnittger
Lloyd
Maico
Maybach
Melkus
Mercedes
Messerschmitt
FMR
NSU
Opel
Porsche
Rometsch
Trabant
Dyna/Veritas
Victoria
Volkswagen
Wartburg
Zündapp
Index
Die deutsche Automobilindustrie – das darf man wohl behaupten – hat in den letzten rund sechzig Jahren eine atemberaubende Entwicklung genommen. Wenn man bedenkt, dass in der Vorkriegszeit der Motorisierungsgrad in Deutschland deutlich geringer war als in den großen europäischen Nachbarländern und im zweiten Weltkrieg fast alle Industriebetriebe total zerstört wurden, ist das bis heute Erreichte noch umso eindrucksvoller.
Der Grund für diesen Erfolg ist einfach zu beschreiben. Die Manager und Ingenieure der deutschen Hersteller haben – bei allen Höhen und Tiefen der letzten Jahrzehnte und trotz mancher Irrwege – insgesamt exzellent gearbeitet. Sie haben hervorragende Autos geschaffen, die weltweit große Anerkennung erfuhren und erfahren. Stärker denn je stehen heute Automobile aus Deutschland im internationalen Wettbewerbsumfeld für Wertigkeit, Innovation, Qualität und Effizienz. Sie nehmen damit vielfach eine weltweit führende Position ein – trotz stärkster Konkurrenz.
In diesem Buch haben wir fast 500 deutsche Autos aus acht Jahrzehnten zusammengestellt, die in Wort und Bild porträtiert werden. Sie legen Zeugnis ab von der Kreativität ihrer Ingenieure und Gestalter, von der Weitsichtigkeit und gelegentlich auch vom Mut ihrer Hersteller. Nicht alle Fahrzeuge in unserer Auswahl sind im eigentlichen Sinne schön – zumal Schönheit ja bekanntlich im Auge des Betrachters liegt. Aber sie zeigen, dass deutsche Autos in der Vergangenheit wie in der Gegenwart stets interessant und in ihrer Art unverwechselbar waren und sind. Man darf zuversichtlich sein, dass sich dies auch in Zukunft, unter immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen und ständig neuen Herausforderungen nicht ändern wird.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Autofans, viel Spaß beim Schmökern in diesem Buch.
Joachim Hack
Baujahr
1932-1941
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
995, 1504, 1645
Leistung (PS/U/min)
25/4000, 32/4000, 38/3800
Vmax in (km/h)
90 bis 100
Bauart
Limousine (2-türig), Roadster, Cabriolet
Produktionszahl
100.000
Die renommierte Frankfurter Automobil- und Motorradfirma Adler überzeugte das deutsche Publikum mit dem 1935 auf den Markt gebrachten Trumpf. Ein kleiner Wagen, nach modernsten Prinzipien mit Frontantrieb konzipiert, und nach typisch deutscher Manier eher nüchtern, durchdacht und praxisgerecht gestaltet. Attraktiv war die große Palette an lieferbaren Karosserieaufbauten. Zur Auswahl standen Limousine, Cabriolimousine, Cabrio und Roadster. Die robusten Vierzylinder-Triebwerke stellten bis zu 38 PS bereit und sorgten zwar nicht für überschäumendes Temperament, boten dafür aber – gemessen am seinerzeitigen Standard – hohe Betriebssicherheit.
Baujahr
1961-1968
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1147
Leistung (PS/U/min)
38/4750
Vmax in (km/h)
115
Bauart
Cabriolet
Produktionszahl
3500
Wer schon immer ein Auto haben wollte, das auch als veritables Boot eingesetzt werden konnte, war mit Hans Trippels Amphicar-Konzept nicht schlecht bedient. Man musste sich aber darüber im Klaren sein, dass dieses Fahrzeug Beides nicht besonders gut konnte: Als Straßenfahrzeug war es mit seinem kleinvolumigen Triumph-Herald-Motor zu langsam, und das Fahrverhalten ist nicht allzu Vertrauen erweckend. Als Boot ist es schwerfällig und mangels eines echten Ruders kaum zu manövrieren.
Baujahr
1928-1932
Motor-Bauart
Achtzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
4872
Leistung (PS/U/min)
100/3300
Vmax in (km/h)
120
Bauart
Limousine (4-türig), Cabriolet (2-/4-türig)
Produktionszahl
145
Für August Horch, den früheren Gründer und Direktor der gleichnamigen Automobilfirma und jetzigen Audi-Chef, war klar, dass dieses imposante Fahrzeug vor allem eines musste: gegen die Horch-Fahrzeuge antreten und eine gute Figur machen – um auch nach fast 20 Jahren jene Scharte auszuwetzen, die ihn 1909 zum Verlassen der eigenen Firma bewogen hatte. Der Imperator zeigte sich technisch und formal sehr konservativ, verfügte aber über die Insignien eines Automobils der Superluxusklasse, zum Beispiel einen Reihenachtzylindermotor mit 5 Litern Hubraum und legendärer Laufruhe. Verkauft werden konnte das noble Modell in schwierigen Zeiten aber kaum.
Baujahr
1933-1938
Motor-Bauart
Sechszylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1950, 2257
Leistung (PS/U/min)
40/3500, 50/3300, 55/3800
Vmax in (km/h)
100 bis 105
Bauart
Limousine, Cabriolet, Roadster (Einzelstück)
Produktionszahl
4408 (davon: 25 Spezial-Cabriolets, 1 Roadster)
Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Firma Audi war im neuen Markenverbund Auto Union aufgefangen worden und profitierte in Sachen Frontantrieb vom technischen Know-how, das DKW darin eingebracht hatte. Das 1933 präsentierte Modell Front verfügte erstmals über diesen und machte den Wagen zu einem hochmodernen Angebot der gehobenen Mittelklasse. Mit den 2 bzw. 2,3 Liter großen Sechszylinder-Triebwerken und Leistungen bis 55 PS war man seinerzeit mehr als angemessen motorisiert – aus der Krise konnte der Front die Marke aber nicht befreien.
Baujahr
1938-1940
Motor-Bauart
Sechszylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
3281
Leistung (PS/U/min)
75 bei 3000
Vmax in (km/h)
130
Bauart
Limousine, Cabriolet
Produktionszahl
1281
Der zweite Weltkrieg warf bereits seinen Schatten voraus, da brachte Audi den modern gezeichneten und konzipierten Typ 920 auf den Markt. Das mit einem 3,2-Liter-Sechszylinder mit obenliegender Nockenwelle ausgestattete Fahrzeug war als Limousine und Cabriolet lieferbar und befand sich auch stilistisch voll auf der Höhe. Leider verlangten die Zeiten nicht gerade Autos solchen Zuschnitts, und wenn, dann konnte sie nur Mercedes-Benz in nennenswerten Stückzahlen verkaufen. So versank die Vorkriegsgeschichte der Marke Audi in den Trümmern – wiederbelebt wurde der einstmals berühmte Name erst unter völlig neuen Strukturen im Jahr 1965.
Baujahr
1965-1972
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1496, 1696, 1770
Leistung (PS/U/min)
55 bei 4750 bis 90 bei 5200
Vmax in (km/h)
137 bis 163
Bauart
Limousine (2-türig), Limousine (4-türig), Kombi
Produktionszahl
416.852
Die neuen Audi-Modelle entstanden nach dem Verkauf der Auto Union GmbH durch Daimler-Benz unter der Ägide des neuen Besitzers Volkswagen. Nach dem Schwanengesang des Zweitaktheulers DKW F 102 hatte man schon mit dem schlicht „Audi“ genannten Viertakt-Erstling einen gelungenen Anfang gemacht. Die nachfolgenden Typen 60, 75, 80 und Super 90 setzten mit ihren sogenannten Mitteldruckmotoren technische Akzente, die die Basis für Audis sensationelle Aufwärtsentwicklung darstellten.
Baujahr
1968-1976
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1760, 1871
Leistung (PS/U/min)
80 bei 5000 bis 112 bei 5700
Vmax in (km/h)
156 bis 180
Bauart
Limousine (2-türig), Limousine (4-türig)
Produktionszahl
796.787
Audis Einstieg in die gehobene Mittelklasse begann 1968. Der „100“ markierte einen wichtigen Schritt heraus aus dem Schatten der DKW-Vergangenheit. Frontantrieb, üppiges Raumangebot und solide Technik kennzeichneten die neuen Modelle. Zahlreiche Ausstattungsvarianten konnten im Laufe der Jahre mit Motoren von 80 bis 112 PS kombiniert werden. Die Baureihe wurde zu einer echten Konkurrenz für die mittelgroßen Mercedes- und BMW-Modelle, litten aber zu Unrecht etwas unter ihrem Image als Beamtenauto.
Baujahr
1970-1976
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1871
Leistung (PS/U/min)
112 bei 5700, 115 bei 5500
Vmax in (km/h)
185
Bauart
Coupé
Produktionszahl
30.687
Die sportliche Version der bürgerlichen Limousine sicherte sich rasch eine treue Fangemeinde. Mit etwas leistungsgesteigertem Antriebsaggregat und noblerer Ausstattung sprach es eine individualistischere Klientel an, denn Konkurrenz in diesem Marktsegment gab es bei inländischen Mitanbietern kaum. Auch heute noch gibt es einen harten Kern von Audi Coupé-Enthusiasten.
Baujahr
1972-1978
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1297, 1471, 1588
Leistung (PS/U/min)
55 bei 5500, 100 bei 6000, 110 bei 6100
Vmax in (km/h)
147 bis 181
Bauart
Limousine (2-türig), Limousine (4-türig)
Produktionszahl
1.103.766
Der moderne Mittelklassewagen war Wegbereiter der späteren Erfolgsmodelle VW Passat, Golf und Scirocco, die dem angeschlagenen VW-Konzern den Weg aus der Krise wiesen. Es gab das völlig neu konstruierte Auto ab Sommer 1972 in sechs Ausstattungs- und vier Motorisierungsvarianten von 55 bis 100 PS. Besonderen Anklang fanden neben der hohen Praxistauglichkeit auch die guten Fahreigenschaften des 80ers, der die Ingolstädter auf einen steilen Erfolgsweg brachte.
Baujahr
1974-1978
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1093, 1272
Leistung (PS/U/min)
50 bei 5800, 60 bei 6000, 60 bei 5600
Vmax in (km/h)
142, 152
Bauart
Limousine (2-türig)
Produktionszahl
180.812
Der neue Audi 50 wurde 1974 sofort zum Verkaufsschlager. Prompt machte ihn die Konzernmutter VW ein halbes Jahr nach Serienanlauf zu seinem optisch identischen VW Polo. Damit war das Schicksal des kleinen noblen Ingolstädters besiegelt: Im Juli 1978 wurde seine Produktion nach nur 181.000 Exemplaren eingestellt. So wurde der Kompaktwagen zu einer interessanten Fußnote der Automobilhistorie: Als erster deutscher Kleinwagen erschloss er jene Marktlücke, die bis dato von einheimischen Herstellern vernachlässigt worden war. Es gab den Audi 50 in den zwei Ausstattungsversionen LS und GLS, seine Motoren leisteten 50 oder 60 PS.
Baujahr
1975-1978
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1588
Leistung (PS/U/min)
110 bei 6100
Vmax in (km/h)
178
Bauart
Limousine (2-türig), Limousine (4-türig)
Produktionszahl
k.A.
Mit 100 PS, Breitreifen und sportlichen Ausstattungsmerkmalen hatte Audi seinen 80 GT versehen und damit zwei Jahre vor dem Golf GTI erahnt, wohin der Trend laufen würde. Im Herbst 1975 kam dann der noch einmal aufgewertete 80 GTE mit Bosch K-Jetronic-Benzineinspritzung, den es bald darauf auch viertürig zu kaufen gab. Seine gut im Saft stehenden 110 PS reichten für eine Spitze von über 180 km/h aus, womit er sich auch im Konkurrenzvergleich nicht verstecken musste.
Baujahr
1976-1982
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1588, 1984, 2144
Leistung (PS/U/min)
85 bei 5600, 115 bei 5500, 136 bei 5700
Vmax in (km/h)
160 bis 190
Bauart
Limousine (2-türig), Limousine (4-türig)
Produktionszahl
896.299
Die zweite Generation des Audi 100 setzte die Erfolgsgeschichte der Modellreihe ungebremst fort. Sicherheit und Komfort hatten im Fokus der Entwicklungsarbeit gestanden. Das Motorenangebot umfasste zwei Vierzylinder mit 1,6 bzw. 2 Litern Hubraum sowie einen innovativen 2,2-Liter-Fünfzylinder, der – laut Audi – die Vorzüge eines Sechszylinders wie Laufkultur und Leistungsniveau aufwies ohne dessen Nachteile in Sachen Fertigungskosten, Wartung und Wirtschaftlichkeit in Kauf nehmen zu müssen.
Baujahr
1980-1982
Motor-Bauart
Fünfzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
2144
Leistung (PS/U/min)
136 bei 5700 bis 170 bei 5300
Vmax in (km/h)
184 bis 203
Bauart
Limousine (4-türig)
Produktionszahl
ca. 50.000
Audis erster Versuch, in der Oberklasse mit den dort marktbeherrschenden Konkurrenten aus Stuttgart und München zu konkurrieren, konnte immerhin als Achtungserfolg gelten. Der 200 ähnelte noch zu stark dem 100er und litt vor allem unter einem massiven Imagenachteil. Technisch befand er sich schon auf Augenhöhe mit den Wettbewerbern und vor allem der 2,2-Liter-Fünfzylinder-Turbomotor hatte seinen ganz eigenen Reiz und war ein erstes markantes Indiz für das, was sich im Lauf der nächsten zwei Jahrzehnte bei Audi tun sollte. Der „Vorsprung durch Technik“ sollte sich als weit mehr erweisen, denn als bloßer Werbespruch.
Baujahr
1980-1987
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1781, 1921, 1944, 2226
Leistung (PS/U/min)
75 bei 4500 bis 90 bei 5200, 115 bei 5900 bis 136 bei 5700
Vmax in (km/h)
170 bis 200
Bauart
Coupé
Produktionszahl
207.657
Ein voller Erfolg wurde das viersitzige Coupé auf Audi-80-Basis, das die Ingolstädter 1980 auf den Markt brachten. Der Schachzug war geschickt: Die optische Verwandtschaft zum innovativen Prestige-Modell quattro gab dem bürgerlich motorisierten und spezifizierten Normal-Coupé den nötigen Schub. An den grundsätzlichen Qualitäten der Baureihe gab es ohnehin nichts zu mäkeln. Grundsolide, sparsam, mit ordentlichem Raumangebot und den lebhaften Vier- und Fünfzylindermotoren war das Coupé eine rundweg gute Wahl für sportlich gesonnene Kleinfamilien, denen Manta und Capri nicht seriös genug waren.
Baujahr
1980-1990
Motor-Bauart
Fünfzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
2144
Leistung (PS/U/min)
200 bei 5800
Vmax in (km/h)
235
Bauart
Coupé
Produktionszahl
11.429
Der quattro war das Auto, das die Marke Audi in bisher nie gekannte Höhen katapultierte und als ernst zu nehmenden Herausforderer im Premium-Segment etablierte. Nicht mehr unspannende Familienkutschen waren das Thema, sondern mit einem Mal die sexy Welt des Motorsports auf Weltniveau und eindrucksvolle Hochtechnologie. Mit seinem 200 PS starken Turbo-Fünfzylinder samt Vierradantrieb sowie seinem martialischen Auftritt mit bauchigen Kotflügelverbreiterungen setzte er einen ersten starken Impuls für einen nachhaltigen Wandel des Markenimage. Auch in Sachen Fahrdynamik setzte der quattro neue Maßstäbe. Der Markt akzeptierte ihn ohne Wenn und Aber “ fast 11.500 Exemplare des teuren Nischenmodells fanden in der rund achtjährigen Produktionszeit einen Käufer.
Baujahr
1982-1984
Motor-Bauart
Fünfzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1944, 2144
Leistung (PS/U/min)
115 bei 5400, 136 bei 5900
Vmax in (km/h)
184, 195
Bauart
Limousine (2-türig), Limousine (4-türig)
Produktionszahl
k.A.
Im Glanz des „großen“ quattro sonnte sich auch der Audi 80. 1982 präsentierten die Ingolstädter ein allradgetriebene Spitzenversion des 80ers, die nur von Fünfzylinder-Triebwerken befeuert wurde, entweder mit 2 oder 2,2 Litern Hubraum, aber stets ohne Turbolader. Das machte insgesamt ein durchaus interessantes Paket, es geriet aber ein wenig zu teuer, um Kunden vom 190er Mercedes-Benz oder 3er BMW zu einem Auto zu ziehen, das wie ein Audi 80 aussah und letztlich auch einer war. Die Publikumsresonanz blieb deshalb mau: Nach nur knapp drei Jahren verschwand der 80 quattro sang- und klanglos wieder vom Markt.
Baujahr
1984-1984
Motor-Bauart
Fünfzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
2133
Leistung (PS/U/min)
306 bei 6700
Vmax in (km/h)
250
Bauart
Coupé
Produktionszahl
220
Ein ganz heißes Eisen, auch wenn es ein wenig skurril aussah. Der Sport quattro war ein nur in limitierter Stückzahl als reines Motorsport-Basisfahrzeug hergestelltes Spezialmodell, das Belange der Ästhetik und unbedingter Alltagstauglichkeit bewusst außer Acht ließ. Handlichkeit, Leistung und Fahrdynamik waren die alles entscheidenden Faktoren. Ein radikal gekürzter Radstand, satte 306 PS aus dem aufgeladenen 2,2-Liter-Fünfzylinder und hochentwickelte Fahrwerkstechnik prädestinierten den Sport quattro zu einem Auto für Spezialisten – aber auch sein Preis: Wer eines der 220 gebauten Exemplare sein Eigen nennen wollte, musste 1984 stolze 200.000 D-Mark berappen.
Baujahr
1988-1994
Motor-Bauart
V8
Hubraum (cm3)
3562, 4172
Leistung (PS/U/min)
250 bei 5800, 280 bei 5800
Vmax in (km/h)
235 bis 252
Bauart
Limousine (4-türig)
Produktionszahl
ca. 21.000
Die Ingolstädter näherten sich ihrem Ziel, sich als dritter Oberklasse-Wettbewerber neben Mercedes-Benz und BMW zu positionieren, langsam aber stetig. Der nächste Schritt auf der Leiter – nach dem 200 – war der Audi V8, eine optisch dem seinerzeitigen Audi 100 sehr nahe stehende Nobel-Limousine, die erstmals in der jüngeren Audi-Geschichte von einem Achtzylindermotor angetrieben wurde. Der edel ausgestattete Wagen verfügte serienmäßig über Vierradantrieb und war mit seinen maximal 280 PS souverän motorisiert – aber auch er litt noch unter mangelnder Akzeptanz bei der potenziellen Käuferschicht.
Baujahr
1997-2003
Motor-Bauart
V6, V8
Hubraum (cm3)
1781 bis 4172
Leistung (PS/U/min)
110 bei 4150 bis 300 bei 6200
Vmax in (km/h)
190 bis 250
Bauart
Limousine (4-türig), Kombi (5-türig)
Produktionszahl
k.A.
Die konsequente Weiterentwicklung des Erfolgsmodells Audi 100 führte zum A6. Der sollte das Jahrzehnte lang etwas behäbige Image der Audi-Fahrzeuge mächtig aufpolieren – was ihm auch mühelos gelang. Allgemein gefällige und dennoch nicht beliebige Optik gepaart mit ausgeprägten technischen Talenten und exzellenter Produktqualität machten den A6 zum ernst zu nehmenden Herausforderer für die BMW 5er Reihe und die Mercedes-Benz E-Klasse. Niemand sprach nun noch über Audi als Hersteller von Beamtenautos...
Baujahr
1998-2005
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1781 bis 3189
Leistung (PS/U/min)
150 bei 5500 bis 250 bei 6500
Vmax in (km/h)
210 bis 240
Bauart
Coupé
Produktionszahl
k.A.
Etwas harzig begann 1998 die Karriere des TT: Die ersten ausgelieferten Fahrzeuge des sportlichen 2+2-Sitzers hatten Stabilitätsprobleme im Hochgeschwindigkeitsbereich. Nach einigen schweren Unfällen, die womöglich auf diese Probleme zurückzuführen waren, reagierten die Ingolstädter prompt, riefen die bereits in Kundenhand befindlichen Fahrzeuge zurück und rüsteten ab sofort alle TT mit einem Abtrieb fördernden Heckspoiler aus. Damit waren zwar die Schwächen des Fahrverhaltens kuriert, die Optik des Sport-Audi für manchen Betrachter aber ruiniert. Bald erinnerte sich kaum noch jemand an dieses Thema – der TT etablierte sich fortan in seiner Klasse bestens.
Baujahr
1999-2005
Motor-Bauart
Dreizylinder, Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1390 bis 1598
Leistung (PS/U/min)
75 bei 5000 bis 110 bei 5800
Vmax in (km/h)
170 bis 200
Bauart
Limousine (5-türig)
Produktionszahl
k.A.
Für Audi-Verhältnisse zum Misserfolg geriet der höchst aufwändig konzipierte A2. Aus heutiger Sicht war er seiner Zeit weit voraus, aber vor allem zu teuer. Entwicklungsschwerpunkt war eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, die über geringes Gewicht (mittels Einsatz der Aluminium-Spaceframe-Technologie), eine exzellente Aerodynamik und auf Sparsamkeit getrimmte Motoren erreicht werden sollte. Dies alles hatte seinen Preis und forderte hie und da eine gewisse Kompromissbereitschaft. Das kollektive Umweltbewusstsein war 1999 jedoch noch nicht so weit, und dementsprechend wirkte der A2 ein wenig wie ein erhobener Zeigefinger auf vier Rädern.
Baujahr
seit 2002
Motor-Bauart
V8, V12
Hubraum (cm3)
2773 bis 5998
Leistung (PS/U/min)
210 bei 5500 bis 450 bei 6200
Vmax in (km/h)
220 bis 250
Bauart
Limousine (4-türig)
Produktionszahl
k.A.
Seit jeher hängen die Trauben im Oberklassesegment national wie international sehr hoch. Speziell Mercedes-Benz legte über Jahrzehnte die Messlatte im Bereich der Spitzen-Limousinen. Audi wollte nach eher zaghaften Versuchen mit den Typen 200 und V8 auch hier einen Pflock einschlagen und präsentierte den A8 mit innovativer Aluminium-Spaceframe-Technologie. V8-motorisiert und von seinen Qualitäten ohne Fehl und Tadel tat sich der A8 (und tut es bis heute) recht schwer, sich gegen die Konkurrenz aus Stuttgart und München auf breiter Front durchzusetzen. Das aktuelle Modell überzeugt vor allem durch modernste Triebwerkstechnologie und ein besonders stilsicher und attraktiv gestaltetes Interieur.
Baujahr
seit 2007
Motor-Bauart
Vierzylinder (Reihe)
Hubraum (cm3)
1798 bis 3197
Leistung (PS/U/min)
120 bei 4200 bis 265 bei 6500
Vmax in (km/h)
190 bis 250
Bauart
Limousine (4-türig), Kombi (5-türig), Cabrio
Produktionszahl
k.A.
Der Nachfolger des Audi 80 katapultierte die Ingolstädter dorthin, wo sie sich schon immer sahen: in den Premiumbereich des jeweiligen Marktsegments. An allen Fronten des neuen Volumenmodells wurden tiefgreifende Qualitätssteigerungen realisiert. In der Gestaltung der Karosserie, des Innenraums, bei den verwendeten Materialien und beim Verarbeitungsstandard. Das seit 2007 auf dem Markt befindliche aktuelle Modell legte dabei noch einmal zu und kann im Wettbewerbsumfeld von BMW und Mercedes-Benz durchaus als bestes Angebot gelten. Die umfangreiche Motorenpalette reicht vom 1,8-Liter-Vierzylinder mit 160 PS über zahlreiche Dieseltriebwerke bis hin zum 3,2-Liter-V6.
Baujahr
seit 2007
Motor-Bauart
V6, V8
Hubraum (cm3)
1798 bis 4163
Leistung (PS/U/min)
170 bei 6200 bis 354 bei 7000
Vmax in (km/h)
220 bis 250
Bauart
Coupé
Produktionszahl
k.A.
Audi erinnerte sich an eine Marktnische, die in Deutschland, aber auch auf Exportmärkten, nicht allzu stark besetzt war und die Markenwerte sowie die Qualitäten der Audi-Fahrzeuge optimal zur Geltung bringen würde: die der 2+2-sitzigen Gran Turismos, kurz GTs genannt. Eine gediegensportliche, nicht allzu auffällige Erscheinung, ein reisetaugliches Raumangebot und souveräne Motorisierung kennzeichneten dann auch den 2007 präsentierten A5. Außer dem Mercedes-Benz CLK war weit und breit keine Fahrzeugbaureihe zu sehen, die sich als ernsthafte Konkurrenz zum A5 hätte aufschwingen können. Auch in dieser Marktnische vermochte es Audi, sich markant in Szene zu setzen.
Baujahr
seit 2007
Motor-Bauart
V8, V10
Hubraum (cm3)
4163 bis 5204
Leistung (PS/U/min)
420 bei 7800 bis 525 bei 8000
Vmax in (km/h)
250
Bauart
Coupé
Produktionszahl
k.A.
Die Strategie von Audi ist darauf abgestellt, früher oder später zum weltgrößten Hersteller von Premiumfahrzeugen aufzusteigen. Mit glasklarer Konsequenz wird diese Zielstellung verfolgt – was auch bedeutet, exklusive automobile Imageträger in die Modellpalette zu integrieren. Mit dem R8 taten die Ingolstädter 2007 diesen Schritt. Der bärenstarke Mittelmotor-Renner sollte aber weniger ein kompromissloser Hochleistungssportwagen sein, sondern vielmehr auch im Alltag und auf Reisen überzeugen. Damit trat er von seinen Fähigkeiten her eher in Konkurrenz zum Porsche 911 – freilich ohne dessen unantastbares Prestige erreichen zu können.
Baujahr
1973-1974
Motor-Bauart
Zweizylinder-Zweitaktmotor
Hubraum (cm3)
247
Leistung (PS/U/min)
13,6 bei 5400
Vmax in (km/h)
80
Bauart
Limousine (2-türig), Cabriolet
Produktionszahl
1400
So sah in den frühen siebziger Jahren Autofahren an der Basis aus. Die vierrädrige Einkaufstasche des Kleinstherstellers AWS war auf technischer Basis des Goggomobils entstanden und eine simple aber clevere Konstruktion aus Kunststoff beschichteten planen Stahlblechen, die mittels Aluwinkeln zusammengesteckt wurden. Vor allem erfreute der Shopper betagtere Herren, die in der Nachkriegszeit nur den alten Führerschein Klasse IV erworben hatten, der sie noch zum Führen eines Automobils bis 250 cm3 berechtigte.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!