Die Adventskranzkerzenfrage - Matthias Luck - E-Book

Die Adventskranzkerzenfrage E-Book

Matthias Luck

0,0
5,49 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Die Adventskranzkerzenfrage enthält die besten und gleichzeitig einzigen satirischen Festtagsdramen des Autors Matthias Luck. Die im Buch aufgeworfene Frage entscheidet über das Wohl und das Wehe in der Vorweihnachtszeit. Laut vorgetragen kommen die Gedichte und die darin enthaltenen weihnachtlichen Todesfälle, Morde, Trennungen und Stubenbrände erwiesenermaßen am besten zur Geltung. Inhalt: 5 packende längere Dramen 5 gleichermaßen packende, jedoch kürzere Dramen

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 29

Veröffentlichungsjahr: 2017

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Der passionierte, gleichwohl erfolglose Briefmarkensammler Matthias Luck, (Jahrgang 1964, BRD komplett, aber wertlos) ist waschechter Hamburger. Seine humoristischen Gedichte übertreffen die seiner Vorbilder Gernhardt, Erhardt, Busch, Ringelnatz und Morgenstern bei weitem – auf jeden Fall in der Länge. Der Autor liebt Pilze, Wein und Leberwurst.

Petra Averesch, Jahrgang 1965, Diplom-Grafikdesignerin, Studium an der FH Münster, lebt mit ihrer Familie seit über 20 Jahren gern in Hamburg.

Inhalt

In der Keksdose

Die Adventskranzkerzenfrage

Was haben Thomas Mann und Hildegard von Bingen gemeinsam?

Weihnachten bei ihrer Schwester

Knickebein

Der wahre Krokant

Neulich auf dem Weihnachtsmarkt

Fidibus

Prost Neujahr

Knickebein zu Ostern

In der Keksdose

In der Keksdose konnten des Nachts die Kekse nicht schlafen.

Das war kein Wunder, denn am Nachmittag trafen

die Kekse den miesen Keksevernichter,

ihren Bedroher, Henker und Richter.

Und der fraß schon die Hälfte ihrer Population,

und nun haben sie Angst, dass als nächstes schon

sie nun vom Henker verschlungen werden,

und dann ist Schluss mit ihrem Dasein auf Erden.

Und, was soll ich sagen, sie fürchteten sich leider zu Recht,

denn am nächsten Tag erging es ihnen sehr schlecht:

Das Monster, das Grauen, es war nur kurz unbewacht

und mit raschem Griff war ihr Versteck aufgemacht,

und helles Licht fiel schräg zu ihnen herein,

blendete alle, ein stummes Aufschreien.

Da wurde schon Schoko aus ihrer Mitte genommen!

Der Ohnmacht nah hörten sie dann verschwommen,

wie die Mama nach dem kleinen Laurens rief:

Laurens, Laurens – – – und sie atmeten tief –

bist du etwa da hinten bei den Keksen dabei?

Und sie atmeten auf, denn die Gefahr war vorbei,

doch ganz sicher leider nur für heute,

denn dazu waren sie eine viel zu fette Beute

für das kleine Monster und seinen gierigen Schlund

und seine scharfmilchigen Zähne im Mund.

Die Adventskranzkerzenfrage

oder warum Konfliktbewältigungskurse in der Vorweihnachtszeit regen Zulauf haben

Die Adventskranzkerzenfrage ist alles entscheidend

und bestimmt über das Wohl und das Wehe der Vorweihnachtszeit.

Ist sie entschieden, so ist sie vermeidend, das heißt erspart uns allen viel Leid.

Ist sie es nicht und ist die Antwort noch offen,

so kann das Ende grausam sein,

und es bleibt uns allen nur noch zu hoffen:

Der verursachte Schaden ist und bleibt klein.

Doch die Frage geht tief und ist philosophischer Natur:

Soll eine Kerze zunächst ganz alleine abbrennen,

individualistisch wie die Gesellschaft und nur

ihr eigenes Schicksal für sich stets erkennen?

Oder soll solidarisch jede Kerze reihum mal entflammen,

sodass ein gleichmäßiges Abbrennbild entsteht?

Bevorzugungen könnte man somit verdammen

und dafür sorgen dass die VWZ1 ausgewogen vergeht.

Sie sehen schon, ich tendiere zum Sozialismus,

für mehr Gerechtigkeit im Kerzenbilde.

Nächstenliebe ist gewiss doch ein Muss

zu Weihnachten, denke ich weise und milde.

Doch meine Frau sagt,

das könne man so nicht machen,

also wenn man sie fragt

oder Konjunktiv: früge,

(da werden Sie lachen)

wäre der Sozialismus eine einzige Lüge.

In Woche eins brenne stets nur ein Licht

und zwar immer das Gleiche!

Und das ändern wir auch in diesem Jahr nicht,

so wär’ das Gesetz und das reiche.

Dasselbe oder das Gleiche?

Der Unterschied ist groß, sage ich.

Mit Gleichbehandlung erreiche

ich viele, dasselbe aber, das ärgert mich.

Ich wüsste schon, was sie meine,

ich betriebe bloß Wortspalterei,

ich suche doch nur zum Scheine

Widersprüche in ihren Worten herbei.

Nun gut, dann zeige mir, wo finde ich diese Gesetze?

Vielleicht im Gesetz über Adventskranzkerzen?