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Wer sich mit Glücksforschung befasst, stößt früher oder später auf die Bücher von Mihaly Csikszentmihalyi, Ed Diener, Daniel Gilbert, Jonathan Haidt, Sonja Lyubomirsky, Martin Seligman u.a.: lauter US amerikanische Autoren. Ist es ein Zufall, dass ein Großteil der bekannten Literatur in diesem Fachgebiet aus den USA kommt, oder hat das einen ganz bestimmten Grund? Das ist die Frage, die dieses Ebook behandeln will. Aus einer globalen Perspektive ist nämlich einiges in den Vereinigten Staaten ziemlich ungewöhnlich, vieles davon erschreckend und sogar grausam für ein modernes Land. Diese potentiellen Unglücksfaktoren werden in diesem Ebook aufgezählt.
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Seitenzahl: 19
Veröffentlichungsjahr: 2019
Wer sich mit Glücksforschung befasst, stößt früher oder später auf die Bücher folgender Autorinnen und Autoren: Mihaly Csíkszentmihályi, Ed Diener, Daniel Gilbert, Jonathan Haidt, Sonja Lyubomirsky, Martin Seligman – lauter US amerikanische Autoren.
Ist es ein Zufall, dass ein Großteil der bekannten Literatur im Feld der Glücksforschung aus den USA kommt – oder hat das einen ganz bestimmten Grund? Das ist die Frage, die dieser Artikel / dieses Ebook behandeln will.
Aus einer globalen Perspektive ist vieles in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich, manches erschreckend und sogar grausam für ein modernes Land: einige dieser negativen Aspekte werden in diesem Artikel aufgezählt.
Daraus abgeleitet stellt sich die Frage: Wenn es in den USA mehr strukturelle Unglücksfaktoren (wie etwa Gewalt, soziale Ungleichheit) gibt als in der restlichen modernen Welt, tragen dann die vielen US Glücksforscher mit ihren Büchern dazu bei, diese politisch verursachten Probleme des Landes zu verschleiern, indem sie den einzelnen Menschen vermitteln: Wenn Du zufriedener werden willst, musst du nur die Tipps unserer Glücksratgeber befolgen (und nicht etwa politisch aktiv werden und protestieren)? Liefern sie damit sogar eine Entschuldigung für die US Regierung, einige gravierende gesellschaftliche Missständen nicht lösen zu müssen?
Die Amerikaner selbst sehen die Probleme im eigenen Land anscheinend nicht so – denn in vielen Glücksindizes ( „Happiness Index“) sind sie weiterhin vorne mit dabei. Offen bleibt dabei, ob die Antwort „Ich bin glücklich“ in den USA einer „social desirability“ unterliegt, also einer sozialen Erwünschtheit: der Erwartungshaltung dass man so eine Frage als guter Amerikaner ja wohl mit ja beantwortet, weil es vermutlich die meisten tun und weil es „Pflicht“ ist, glücklich zu sein in einem Land, in dem das Glück ja sogar in der Verfassung erwähnt wird.
