DIE BEFREIUNG GOTTES - Karl Alexander Wächter - E-Book

DIE BEFREIUNG GOTTES E-Book

Karl Alexander Wächter

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Beschreibung

Wenn es um eine Wertediskussion geht, werden immer zu aller erst religiöse Gründe bevorzugt, dabei ist ein sehr großer Teil der gesamten Menschheit technisch hochgradig gebildet und hat tagein und tagaus mit den physikalisch-technischen Einheiten zu tun. Diese sehr irdischen Maßstäbe beinhalten zwar keine pekuniären Größen haben aber auch mit Besitz u. a. von Gewicht, Größe, Masse, Temperatur und Zeit zu tun. Das Streben nach Größe, Masse und Zeit ist dabei verhältnismäßig natürlich, bei der Temperatur dagegen gibt es für jeden örtlich und zeitlich geschieden ein individuelles Optimum - viel ist eben nicht immer besser. Und so gibt es in der Technik Beispiele, die sich sehr wohl auch auf Menschen und ihre Gesellschaft übertragen lassen, so kann beispielsweise die Parole: "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" in Freiheitsgrade, Gleichgewichts- und Verträglichkeitsbedingungen umgewandelt werden, wodurch es möglich wird zu verstehen, warum und wie die Menschheit um ihre Souveränität betrogen wird. Mit dem Zwiespalt aktiv in einem Unrechtsstaat gelebt und geliebt zu haben, kam in der Folge der erworbenen Erkenntnisse die Erleuchtung, dass es eigentlich nur mehr oder weniger Unrechtsstaaten geben kann, denn vor allem der Besitz an Grund und Boden zwang zur religiösen Staatenbildung, um diese Schätze erfolgreich auch noch durch unantastbare Autoritäten schützen zu können. Der eigene Stammbaum und die Biografie bildeten ebenfalls eine wesentliche Begründung, warum der Autor zu schreiben angefangen hat, und zur Begabung für Mathematik und zum Interesse für Physik war jedoch schon während des Studiums die Neugier an der Logik gekommen. Und die berufliche Niederlage erinnerte ihn nun nach der Wende wieder an die Problematik der Weltanschauung, welche er natürlich unter dem Blickwinkel des Bauingenieurs und Staatsbürgers betrachtet hat, denn er konnte sich immer noch nicht daran gewöhnen, dass die Völker von ihren Politikern gleich welcher Partei verraten wurden.

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Seitenzahl: 214

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Karl Alexander Wächter

DIE BEFREIUNG GOTTES

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Einführung

I. Metaphysik - das Unberechenbare des Seins

II. Physik - das Berechenbare des Seins

III. Natur

IV. Gesellschaft

V. Kommunen

VI. Staat

VII. Eliten

VIII. Der Allwissenheit letzter Schluss

Impressum neobooks

Einführung

Als Statiker ist man nicht notwendig der Literatur verpflichtet, hat aber einen ausgeprägten Sinn für objektive Systematik, die nun auch hier angewendet werden soll.

Während jedoch eine Statik mit den nachfolgenden acht Punkten abgeschlossen wäre und zur Prüfung durch die Staatliche Bauaufsicht ginge, wäre hier in diesem Fall nicht damit zu rechnen, dass sie einen grüner Stempel als Beleg für eine Genehmigung bekommen würde. Bei aller Sachlichkeit, die durchaus gewollt ist, sollte trotzdem nicht vergessen werden, dass es sich hier um einen individuellen Versuch handelt ein natürliches Wertesystem zu beschreiben, welches in einer utopischen zweidimensionalen Gesellschaft gipfelt, und eigentlich erst nach dieser Einführung beginnt.

Geometrie

Der kalte Krieg hat beispielsweise einen ganz konkreten Bezug zur Geometrie, hat er doch die Welt in Ost und West geteilt, wobei dann schließlich der Süden gegen den Norden verloren hat. Andere Spaltungen der Menschheit in Arm und Reich haben allerdings ihre ganz eigenständige Geometrie, die sich dann allerdings auch wieder in mehr oder eher weniger Vermessbarem ausdrücken kann, nämlich im Besitz von Grund und Boden, wozu von den Eliten die Wissenschaften ebenso missbraucht werden wie Religionen oder Parteien.

Belastungen

An sich ist jeder Mensch erst einmal durch sich am meisten belastet, aber den Menschen selbst als seine Belastung hinzustellen, trifft nicht den Kern dessen, worum es hier geht. Denn die Allgemeinheit wird in diesem Fall als Maßstab für das menschliche Sein als solches genommen, weil da, wo er sich gemein verhält, müsste selbst Gott eingestehen, ihn so geschaffen zu haben. Der Mensch an sich ist gut und konservativ, es sind die Eliten, welche die Entwicklung individuell vorantreiben und deshalb uneins sein müssen, wodurch sie die Gesellschaft überdurchschnittlich belasten.

Schnittkräfte

Die gesellschaftlichen Schnittkräfte werden immer erst dann öffentlich, wenn das Unglück bereits passiert ist, wenn Kriege, Krisen oder andere menschliche Katastrophen nicht mehr aufzuhalten sind. Naturkatastrophen heißen nur so, denn sie sind echter Bestandteil der Natur und die eigentliche Katastrophe besteht darin, mit ihr menschlich umzugehen. Einerseits also dem unerträglichen gewaltsamen Tod ins Auge zu sehen und andererseits eine menschlich verträgliche Gegenwart und Zukunft zu gestalten. Es gibt dabei nur eine einzige Möglichkeit, zwischen unausweichlichem Schicksal und menschlichem Versagen zu unterscheiden, und diese liegt in der subjektiven Kunst der Erforschung der Natur und der dadurch möglich werdenden objektiven Anwendung der Naturwissenschaft. Verantwortung kann nur dort getragen werden, wo wissenschaftliche Gebrauchsanweisungen vorhanden sind, weil nur dort bestimmbar wird, wie genau sie von wem eingehalten wurden, alles andere ist Willkür.

Bemessung

Wenn die Menschheit als Maßstab verwendet werden soll, dann ist allerdings ihr Naturzustand nur theoretisch rekonstruierbar. Durch vor allem aber jüngste Ereignisse sind Horrorszenarien entstanden, welche sehr wohl erkennen lassen, was alles durch menschliches Versagen möglich wird und was notwendig wäre, um vorhandene Möglichkeiten optimal zu nutzen. Der Erhalt des Istzustandes der Bevölkerung muss dabei vor der Weiterentwicklung Vorrang haben, weil Eliten wie Drachenköpfe immer wieder nachwachsen, während schon Völkerstämme sinnlos ausgerottet wurden. Der größtmögliche Gau besteht also nicht nur darin, dass uns das Geld plötzlich verlässt, sondern darin, dass sämtliche Eliten gleichzeitig versagen - Computerchaos und/oder Stromausfall.

Normen

[VOB/B Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teil B; ; .Ausschuss für Bauleistungen; Fassung 2009]

§ 4 Ausführung

(2) 1. Der Auftragnehmer hat die Leistung unter eigener Verantwortung nach dem Vertrag auszuführen. Dabei hat er die anerkannten Regeln der Technik und die gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen zu beachten. Es ist seine Sache, die Ausführung seiner vertraglichen Leistung zu leiten und für Ordnung auf seiner Arbeitsstelle zu sorgen.

Dieses Buch ist demgemäß ein verantwortungsloses und damit nur der individuelle Versuch einer allgemeinen Ethik, wobei der zitierte Absatz der VOB/B jedoch sehr deutlich zeigt, wie anders zukunftsträchtige Ordnungen gegenüber sogenannten Gesetzen formuliert werden können, was nicht heißen soll, dass sie selbst nicht noch verbesserungswürdig wäre. Aber beispielsweise Erpressung des Staates, gleichgültig ob von der Energie- oder der Finanzwirtschaft, der Industrie, der Wissenschaft oder wem auch sonst, ist eine vorsätzliche Kriegserklärung an das Volk und auch so zu behandeln, unabhängig von jeder Gesetzgebung. Wer beispielsweise nukleare Materialien ansammelt, deren Halbwertzeit größer ist als die von Cobalt [www.de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite], handelt verantwortungslos gegenüber der Menschheit, weil er nach Ablauf der 10-fachen Halbwertzeit, denn erst dann kann ein Schaden kaum noch zugeordnet werden, aus rein biologischen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen kann.

Methoden

Der Zwiespalt war der eigentliche Motor und nicht etwa die Perfektion, um Ideen miteinander zu vereinigen, die scheinbar nebeneinander wirken. Die Rede von Aberglauben und Wissenschaftsglauben wie die von atheistischen wie monotheistischen Religionen, aber auch solche von linken und rechten Ideologien, waren Ansporn, einen wissenschaftsgläubigen Statiker in die scheinbar geisteswissenschaftliche Informatik zu drängen und damit auch für die Systemanalyse zu begeistern. Denn dem Hexenkessel der Verlogenheit kann man als einzelner Mensch doch nur dann entkommen, wenn man der natürlichen Weisheit folgend sich demütig der Natur beugt und, mangels Zahlenmaterial auf Statistik und mangels Entscheidungshilfe wegen Betroffenheit auf Wahrscheinlichkeit verzichtend, den Einzelfall dort zum Maßstab erhebt, wo er das sogenannte Gesetz verletzt: "Wenn beispielsweise einige gleicher sind als andere". Ausnahmen mögen Regeln bestätigen, Gesetze führen sie ad absurdum.

Ablaufplanung

Zeitlich ist bei der Bearbeitung eine Spanne von Gilgamesch bis gestern betrachtet worden (ca. 4000 Jahre). Durch die verschiedensten Übersichten und Kompendien ist auch nach mehrjähriger Arbeit ein breites Spektrum sowohl religiöser wie philosophischer Texte beim Autor als bekannt voraussetzbar. Die Aufgabe selber bleibt jedoch unerfüllbar, und das nicht nur für eine einzige Person, sondern auch für eine zeitliche Begrenzung - Entwicklung wäre nicht, was sie ist, wenn sie vorhersehbar wäre.

Nutzungsbegrenzungen

Weltreiche kommen und gehen. Wenn es der Menschheit gelingt, bevor der Super Gau eintritt, die Regionen so zu stärken, dass sie selbstbestimmt lebensfähig sind, können die Eliten auf sehr kleinen Spielfeldern so lange üben, bis ihre Produkte das halten können, was in den dazugehörigen Gebrauchsanweisungen steht. So lassen sich Bestand und Entwicklung friedlich vereinigen und Politiker durch Mangel an Wahlbeteiligung zu Hartz IV Empfängern machen - für immer, d.h. jeden falls für eine nicht mehr durch allein menschliches Versagen begrenzte Dauer.

I. Metaphysik - das Unberechenbare des Seins

Nicht die Welt muss notwendig einen Anfang haben, sondern die Definitionen möchten nach Möglichkeit aufeinander aufbauen, Das Folgende sollte aus dem Vorhergehenden ableitbar sein und nach Möglichkeit mit dem Satz enden: "Was zu beweisen war!" Ist jedoch das Erste nur definiert, so handelt es sich faktisch beim Ganzen um eine Hypothese, auch wenn es mit dem schönen Wort Axiom (nicht ableitbarer Grundsatz, auch wenn er noch so einleuchtend erscheint) belegt wird, wie sollen daraus dann Beweise abgeleitet werden können? Auch das dem Ersten Folgende muss also definiert werden, und dabei ist dann die Reihenfolge individuell und somit streitbar. Dieses Buch ist zwar in mehreren Überarbeitungen auch in seiner Reihenfolge entstanden und sollte deshalb auch in mehreren Durchläufen gelesen und so verstanden werden, weil sich das Einzelne und das Allgemeine doch nur gegenseitig und zyklisch erschließen, aber es macht dabei trotzdem keine Ausnahme.

Was dem einen Beweis, ist dem anderen Gotteslästerung - nützlich sollte es sein!

Ein Problem bei der Erkundung der Grundlagen liegt darin, dass wir zwar Relatives erkennen können, aber dadurch das Absolute noch lange nicht beschrieben ist. Wir können die Welt beispielsweise als Linien- und/oder Punktmassen im leeren Raum definieren, um in der Dynamik Schwingungen von Schornsteinen berechnen zu können. Aber damit ist noch keine Aussage über das absolute Sein und die absoluten Fähigkeiten von Punkten und Linien gemacht, sondern nur bestätigt worden, dass wir eben nichts Absolutes wissen können. Auf die Einheit des "unentstandenen, unvergänglichen, ganzheitlichen, unbeweglichen, zeitlosen, kontinuierlichen" Seins, wie die Lehre des Parmenides sie bezeichnet, können wir nur aus der Vielfalt des Relativen schließen - von uns auf die Welt, wie auch einst schon Plotin einen "direkten, begrifflich differenzierten Zugang" zum Absoluten ausgeschlossen hat. Und wenn wir den antiken Elementen: Erde, Feuer, Luft und Wasser nicht folgen können, weil wir sie durch eine größere Vielzahl von allerdings selbst weiter teilbaren trotzdem aber weiter so genannten Atomen ersetzt haben, so wird das Eine eben aus einer unvergleichlichen mehrdimensionalen beseelten Vielfalt bestehen müssen. Denn wir werden den noch kleineren Teilchen neben dem Willen auch ein Gedächtnis geben, um diese nicht später zufällig entstehen lassen zu müssen.

Dem Absoluten ist weder ein Objekt noch ein Subjekt zuordenbar.

Wenigstens das, was wir einem materiellen Computer zuschreiben, sollten wir als in der Welt absolut vorhanden ansehen: Gedächtnis (Speicher), Wille (Rechenwerk) und Kommunikationsmittel (Bildschirm, Drucker, Tastatur, ...). Beim Menschen würden wir allerdings nicht von Kommunikationsmitteln sprechen, sondern allgemein von Sinnen bzw. Organen, wenn sie entsprechend funktionieren, während der ideale Computer nur aus "toter" Materie besteht. Aber wo liegen die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine und wann sind sie, aus der Erde aus der sie beide stammen, entstanden? Wer organisiert diese tote Materie, wenn nicht ein unbewegter, nicht weiter erkannt sein wollender Beweger. Und wer sollten die Opfer sein, wenn nicht wir selber. Sind wir aber keine Opfer, so ist auch die tote Materie nicht Opfer sondern - belebt, jedenfalls so weit, wie es Individualismus in minimalster Auslegung benötigt. Zu den absoluten Fähigkeiten gemeinsam mit den relativen Möglichkeiten müssen so auch Denken, Erkennen, Freiheit, Gefühl, Glauben, Meinung, Nutzen, Sein, Seele, Sinn, Trieb, Wahrheit, Wissen u. a. m. gehören, welches wiederum nicht ohne wenigstens minimales Bewusstsein möglich ist. Wer dem Zufall ein Sein gibt, ignoriert die gelebten Leiden.

Naturgesetze sind das Ergebnis bewussten Handelns individueller Teilchen.

Materielle Kategorien

Alles fließt (griech. panta rheï)

Angeblicher Lehrsatz des Heraklit... [Wörterbuch der Philosophie; Dr. Rainer Hegenbart; Humboldt-Taschenbuchverlag Jacobi KG, München 1984]

Die Relativitätstheorie mit ihren relativen Anteilen des absoluten Ganzen hat keine Väter sondern bestenfalls zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Sprachen verschiedene Namensgeber, weil sie lediglich die relativen Möglichkeiten der absoluten Fähigkeiten ausdrückt und so von Allem in der Welt enthaltenen sinngebend gelebt wird. Als philosophisches Modell des ständigen Fließens galt seinerzeit das Wasser eines Flusses, in dem man angeblich nicht zweimal baden kann. Dass man den Fluss jedoch zweimal betreten konnte, ist mehr der Sprachoptimierung geschuldet als der geringeren Veränderbarkeit seines Bettes, denn wenn alles fließt, gibt es kein zweites Mal! Bis heute haben jedoch die Physiker kein ewiges Modell für ständiges Fließen gefunden. Sie brauchen eine Schöpfung aus dem Nichts für ihren Urknall am Anfang und ein Verschwinden im Nichts für das Ende und mittendrin ein Trägheitsgesetz, welches kraftlos die Massen mit konstanter Geschwindigkeit auf allerdings gekrümmten Bahnen fließen lässt.

Wo alles fließt, gibt es weder Anfang noch Ende.

Äther - die Welt als Billard

Alles stößt und wird gestoßen - unberechenbar, aber nicht zufällig.

Kontinuum - ohne ein zweites Mal!

In einem einzigen Kontinuum kann sich nichts unabhängig von dem anderen bewegen, wodurch Wiederholungen ausgeschlossen sind, weil das andere sich wenigstens die Zahl der Zyklen merken müsste, um nach endlicher Anzahl den Zyklus beenden zu können. Eine unendliche Anzahl von Zyklen würde dagegen die Einzigartigkeit des Kontinuums aufheben. Es gibt also nur die Möglichkeit, das Kontinuum in Teile zu zerlegen, um es behandeln zu können. Das unendlich teilbare Kontinuum hat schon seinen Reiz - funktionelle Zusammenhänge von jetzt bis zurück zum Urknall bzw. in die Unendlichkeit zu beschreiben. Aber wie steigt man zum zweiten Mal in ein Flussbett, wenn es nur ein einziges Kontinuum gibt - Schritt für Schritt, wie in der Statik bei einem Lastenzug der Deutschen Reichsbahn, wenn er ruckartig über eine "eindimensionale" Brücke geschoben wird. Die Probleme mit dreidimensionalen Räumen werden jedoch nicht geringer, wenn das Flussbett sich noch Steinchen für Steinchen mit auf den Weg machen sollte. Wie zwei Körper, ohne sich zu durchdringen, sich in einem einzigen Kontinuum aneinander vorbei bewegen, ist dabei noch ein besonderes Problem, wenn man bedenkt, dass dort, wo einer ist, kein zweiter sein kann. Außerdem sollte man bedenken, dass Wasser aus Molekülen besteht, wie unsere Welt überhaupt auf atomarem Verständnis aufgebaut ist, in der es trotzdem auch Wellen gibt, weil Teilchen sich nur relativ von ihrem Ort bewegen müssen, um Impulse weitergeben zu können. Grade weil es hier um ein philosophisches Modell geht, ist es wichtig, dass die mathematisch-physikalischen Grenzen nicht von vornherein überschritten werden. Kleinste Teilchen erfüllen in der Quantenmechanik bereits ihre Dienste und können ganz sicher auch noch weiter qualifiziert werden, um letztlich Lichtschein zu transportieren und Trägheit zu erzeugen.

Kontinuum ja - aber in örtlichen und zeitlichen Portionen.

Gedächtnis - die Schatten des Platon

Wir sehen und erkennen doch meistens nur Oberflächliches, selbst davon kann aber auch nur ein verkleinertes Symbol in unser Gedächtnis gelangen und kein Ding an sich. Aber diese Symbole sind wie Baupläne in der Lage, uns zu Meistern des Kopierens zu machen. Wenn wir also auch nur die von Platon erwähnten Schatten an der Höhlenwand sehen, so reichen sie trotzdem aus, Erleuchtung zu erlangen (Erkenntnisse zu gewinnen) und Wirkungen vorherzusagen, so gesehen sind die "Schatten" im Gedächtnis so existent wie das Original. Wenn denn aber auch noch alles fließt, so können die meisten Ideen nicht absolut sein, sondern müssen auch noch einer Entwicklung unterliegen, wozu Handlungen die Voraussetzung sind. Das Gedächtnis muss aber absolut in der Welt vorhanden sein, auch wenn es für manchen scheinbar zeitweise mit dem Zufall oder der Eingebung (Fremdsteuerung) konkurrieren muss. Wo das Gedächtnis bei den kleinsten Teilchen untergebracht ist, kann ich zwar auch nicht sagen, aber es erscheint mir dem Menschen ähnlicher, denn wie das Gedächtnis bei einem Kontinuum aussehen soll, kann ich mir noch weniger gut vorstellen. Zum Gedächtnis gehört auf jeden Fall Funktionalität, und die dazugehörigen Fähigkeiten sind absolut, die Unterschiede ergeben sich wieder nur durch die vorhandenen Möglichkeiten.

Wer ohne Gedächtnis sollte zufällig einen Raum krümmen?

Wille oder gewollt werden

Auch der Wille muss als absolut angesehen werden, denn wenn alles fließt, müssen in einer diskontinuierlichen Welt die kleinsten Teilchen ständig gegeneinander stoßen, wodurch das absolute Fließen geradezu perfekt modelliert wäre. Der Stoß selber erfolgt zwar jeweils durch ein anderes Teilchen, so dass die Erregung zwar fremd erscheint, aber bei beiden gleichermaßen Wirkungen hinterlässt. Es erfolgt also ein Zwang zur Reaktion, aber keine Auswahl der Art derselben, denn was sollte ein Wille ohne wenigstens relative Alternativen? Etwas weniger Hektik finden die ruhelosen kleinen energetischen Teilchen erstmals nach der Umwandlung in Masse, aber damit ist die Sehnsucht nach Stillstand noch längst nicht erfüllt, und so gibt es in der Welt die verschiedensten Methoden, wenigstens für einen Moment die Zeit anhalten zu wollen.

Der Sinn des Daseins besteht darin, die Zeit wenigstens für einen Moment der Freudentränen anzuhalten.

Ideelle Kategorien

Wenn die Philosophie der Griechen sich mit Sokrates schon sehr zeitig von der Physik auf die Ethik verlagert hat, so weil es auch dabei weniger um Wahrheit, als vielmehr um Wirkung und dabei um positive Wirkung ging. Jede Philosophie erfüllt nämlich wenigstens einen Zweck - die eigene Krankheit (Symptom) zu behandeln (therapieren). So könnte man meinen, wenn man deren Individualismus und Zeitgeist betrachtet, weil die Allgemeingültigkeit, wenn man überhaupt davon sprechen kann, meistens gar nicht in der Zielstellung vorhanden war. Dialektiker und Rhetoriker hatten beispielsweise eher die Absicht, durch juristische Spitzfindigkeiten ihren Mandanten gegen deren Ankläger zu verteidigen. Die Bildung von philosophischen Sekten mit ihren Lehrern und Schulen erfolgte berufsmäßig, und damit lässt sich sagen, dass sie allesamt unabhängig von ihrer Philosophie einen Nutznieß haben mussten (selbst wenn einige von ihnen das mit dem Leben bezahlten).

Der Zweck alles Geistigen heißt "prosit" - es möge nützen.

Seele - ich sehe was, was du nicht siehst

Auch hier gibt es wieder das gleiche Problem wie beim Gedächtnis, wenn die kleinsten Teilchen keine Seele haben, wo soll unsere dann plötzlich herkommen. Wenn Organe aus vielen Zellen bestehen, so können komplexe Seelen sich auch aus kleinen Seelchen zusammensetzen, aber aus dem Nichts können sie nicht kommen. Ein weiteres Problem hätte auch schon beim Gedächtnis angesprochen werden können, nämlich für wen arbeitet es eigentlich, doch nicht im eigenen Auftrag, sondern für ein Individuum - für ein kleines Seelchen. Die Allbeseeltheit wäre eine Antwort auf viele Fragen der Entstehung des organischen Lebens, weil sie die Unberechenbarkeit durch das Vorhandensein von individueller Vielfalt erklären würde, aber dieses würde voraussetzen, dass der Zufall ausgeschlossen wird. Für den einen ist die Seele in der Leber, für den anderen im Herz, Kopf oder Bauch. Wir können uns teilweise selbst kontrollieren, aber wo unsere Seele steckt, wissen wir trotzdem nicht, also muss unser Kontrollvermögen doch nicht ganz auf der Höhe sein. Wenn man sie nicht finden kann, kann es sie dann überhaupt geben? Bei einem Kristall könnte man die Seele im Schwingungsmittelpunkt vermuten, in dem sich alle räumlichen Schwingungen kreuzen, aber wo soll der Schwingungsmittelpunkt einer organischen Masse liegen? In der Heisenbergschen Unschärferelation kann ein Seelchen auf jeden Fall verborgen sein, aber auch im Energiestau (als Heiligenschein) um jede einzelne Masse. Der Mensch muss wohl doch ein Energiebündel sein.

Die Seele ist der alles erleidende und entscheidende Nutznießer in uns.

Der nützliche Sündenfall

Wenn Erkenntnis zum Sündenfall gemacht wurde, sagt das doch nichts über die aktuellen Folgen dieser Feststellung aus. Die einmalige Sünde im Paradies hat zwar zu erblicher Strafe geführt - die Ausweisung aus dem Paradies war endgültig, Relatives hat nun mal seinen Preis, den Verzicht auf ewiges Leben. Warum sollten wir uns aber heute nicht um Erkenntnis bemühen und uns wenigstens nachträglich noch eigene Anteile an der Sünde sichern? (Gleiches gilt übrigens auch, falls die Sünde sich mehr auf die Einzelerkenntnis des Sexuellen bezogen haben sollte.) Die Skepsis ist jedenfalls auch nicht ausgestorben, denn Zweifel und Kritik sind fester Bestandteil der Erkenntnis geblieben, auch wenn es sich nur um relative Erkenntnisse handelt, so braucht das Nützliche ja auch nur relativ zu sein. (Und wie hätten wir sonst Papst werden können - ohne Sündenfall?)

Die Sünde ist wie die Freiheit und das Leben selbst bei Göttern und Teufeln an die Relativität gebunden, denn alles Absolute ist wertfrei und ohne jede Alternative.

Zeit der Erkenntnis

Es ist nicht schwer, die kleinsten Teilchen auch in Shakespeares Dramen zu verwickeln mit all ihren Anomalitäten und Zweifeln, aber der Versuch, wenigstens diesen Teilchen die Ungläubigkeit zu ersparen, sollte der Einheit der Menschen keinen Abbruch tun. Schließlich wird der berechenbare Teil dieser kleinsten Teilchen kaum kleiner, wenn zur individuellen Vorliebe noch deren individuelle Zweifel dazukommen. Kleinste Teilchen können individuell, örtlich und zeitlich ihre Vorlieben ändern und so entstehen Ausnahmesituationen, die Unsicherheiten in all unsere Erkenntnisse bringen. Sicherheit gibt es also nur dann, wenn alle Teilchen an die Nützlichkeit ihrer Gefühle, Instinkte, Rituale und Vorlieben glauben. (Und wir werden uns hüten, sie davon abzuhalten.)

Alle Erkenntnisse brauchen Zeit, weil sie leidend erfahren werden müssen.

Das Nichtwissen des Sokrates und das der Skeptiker

"Ich weiß, dass ich nichts weiß."

Während für die Skeptiker diese Frage das Ende ihrer Philosophie bedeutete (ohne dass sie wirklich ausgestorben wären), hat Sokrates, ausgehend von dieser Frage, in seiner Philosophie weitere Fragen, die sehr wohl sein Wissen bezeugen, gestellt, bei denen das Absolute zwar vorhanden, aber nicht erkennbar wird. Als er den Schierlingsbecher genommen hat, muss es ihm jedoch annehmbar vertraut vorgekommen sein.

Manche Sprüche sind einfach zu kurz, um die Wahrheit auch nur zu streifen, weil der Kontext fehlt und seit der Relativitätstheorie hätte es eigentlich auch einen Ruck in der Philosophie geben müssen, denn nun müsste man größere Vorsicht beim Umgang mit Absolutem und Relativem üben:

Ich weiß absolut, dass ich Absolutes weiß - nein.

Ich weiß absolut, dass ich Relatives weiß - nein.

Ich weiß relativ, dass ich Absolutes weiß - ja (jedenfalls ich).

Ich weiß relativ, dass ich Relatives weiß - ja.

Für mich persönlich ist, nachdem der erste Teil des Satzes vervollkommnet ist, der zweite Teil der Frage überflüssig: "Ich weiß absolut - nein." und "Ich weiß relativ - ja." Denn was ich absolut und damit zeitlos wissen kann, müsste ich auch schon als kleinstes Teilchen wissen, was ich aber als absolutes Teilchen wissen kann, weiß ich eben nicht, weil es nicht modellierbar, sondern nur definierbar ist. Hier bin ich auf das Spüren des allgemeinen und nicht immer wissenschaftlich messbaren Nutzens angewiesen, um die relative Wahrheit zu erkennen. Wenn allerdings jemand die 4. Zeile nicht mit Ja beantworten kann, sollte man ihn nie wieder fragen. (Er könnte wahnsinnig oder gar Rhetoriker sein, der mit Negationen jonglieren kann, bis einem schwindlig wird.) Es gibt außerdem noch einen anderen Haken an der Fragestellung, denn wenn man die ersten beiden Fragen zugelassen und mit nein beantwortet hat (wie ich), hat man die Existenz des absoluten bereits anerkannt, denn einen Atheisten gibt es auch nur, weil es Theisten gibt, ohne letztere wäre er einfach nur ein Mensch.

Wenn ich denn weiß, dass ich nichts weiß, so geht auch das nicht ohne ein Gedächtnis, wodurch auch das Nichtwissen schon zu einem Problem werden kann, wenn man es absolut betrachtet. Nichtwissen (Agnosie) zu behaupten, kann so zum Albtraum werden, ebenso ist bei anderen Verneinungen oder Negationen äußerste Vorsicht geboten, es gibt sie nur im Relativen und nur stellvertretend für eine Richtung.

Kann, wer nicht weiß, warum er gut ist, wissen was er sagt?

Das Denken des Aristoteles - Tanz und Komposition

Der Schluss vom Individuellen auf das Allgemeine (Induktion) im Wechsel mit dem Schluss vom Allgemeinen auf das Individuelle (Deduktion) der antiken Logik des Aristoteles wird von Hegel durch die Formel: These plus Antithese gleich Synthese zwar statisch ergänzt, bringt aber praktisch die Dynamik und damit auch die Zeit in den Erkenntnisprozess. Die Unterscheidung der zwei Möglichkeiten der antiken Logik könnte, um einen möglichen praktischen Bezug darzustellen, auch folgendermaßen vorgenommen werden:

verstehen oder fühlen (Rationales bzw. Emotionales, aber auch Instinktives)

berechenbar oder unberechenbar

verantwortbares oder unverantwortbar

Vereinzelung (Abstraktion) oder Summation (Integration)

Statistikfähiges, Wissenschaftsfähiges oder Erfinderisches, Kunstfähiges, Religiöses

Teilungen ob örtliche in linke bzw. rechte Gehirnhälfte oder zeitliche in Schritte sind noch keine Erklärungen für eine Funktionsweise. Die Fähigkeiten der kleinsten Teilchen müssen jedenfalls absolut sein, während allein die Möglichkeiten sich in Abhängigkeit vom Verhalten der anderen Teilchen relativieren können.

Bei der Suche nach einem eventuellen Modell der Erkenntnis entsteht wiederum die Frage, ob denn Einmaliges überhaupt erkannt werden kann, wenn es denn vorher noch nicht gedacht worden ist. Da die Teilchen entweder aneinander abprallen oder miteinander verschmelzen, können die Ereignisse absolut und damit als bekannt vorausgesetzt werden, sie brauchen also nur mehr oder weniger gezählt werden (um ein Atom werden zu können, müsste man wenigstens 5 Schalen unterscheiden und mindestens bis 14 zählen können, aber das sind ja schon Riesen gegenüber den kleinsten Teilchen). D. h. es gibt außer den Zusammenstößen keine weiteren Erkenntnisse, und als Vorlieben würden sich ganz sicher, bei einer Begrenzung auf wenige Noten, das Tanzen und Komponieren anbieten. (Es gibt eine Komposition in der die Geräusche der Maschinenhalle der ehemaligen Brikettfabrik "Louise" nachempfunden wurden.)

Kann man sich höhere Gerechtigkeit vorstellen, als wenn die Welt ein ständiges Tanzen und Komponieren wäre? Tanzen und geführt werden, komponieren und inspiriert werden, blühen und vergehen, fressen und gefressen werden o.ä. sind der Evolution und damit der jeweiligen progressiven Elite und der sie kopierenden bzw. ihnen nachlaufenden Allgemeinheit geschuldet.

Relativität bedeutet in Freiheit und Harmonie tanzend komponieren.

Das Sein des Descartes und das Nichtsein des Hamlet

Cogito ergo sum Ich denke, also bin ich. [Wörterbuch der Philosophie; Dr. Rainer Hegenbart; Humboldt-Taschenbuchverlag Jacobi KG, München 1984]

Dass ich morgen noch sein werde, weiß ich bestimmt, nur ob ihr mich dann noch erkennen könnt, ist ungewiss. Ich war aber auch schon, bevor ich es denken konnte. Wer man war oder sein wird, sind Fragen jenseits der Gegenwart, die nicht zu derartig absurden oder trivialen Abstraktionen führen. Den Moment der Gegenwart auch noch als denkendes Ich zu erfassen, ist absurde Trivialität, weil es sich nur aus der Erfahrung und nicht für den Moment ergeben kann. Und für das "Nicht-zu-sein" hatte selbst Hamlet keine Erfahrung und so stellt er Unvergleichbares alternativ nebeneinander, was allerdings der Absurdität künstlerischen Wirkens durchaus entspricht. Meine Sicherheit kommt von der Erkenntnis der relativen Anteile des Absoluten, wo es Veränderungen geben kann, aber kein Verschwinden. Die Grundlagen der Wissenschaften sind nicht vor der Wissenschaft entstanden, sondern mit ihr oder nach ihr und mitunter, wie bei Aristoteles und Leibnitz, sind sie unvollendet geblieben. Es gibt dabei auch immer wieder sehr unterschiedliche Standpunkte und damit verbunden entsprechende Reformen, und nicht nur in der Philosophie, sondern auch in den anderen Religionen (Axiome sind nichts anderes als Glaubensgrundsätze). In der Mathematik beispielsweise ist es das Parallelenaxiom, welches die Geister und die Räume (Geometrie) in euklidische und Riemannsche trennt. In der Physik wurde früher die Kraft statt der Masse als grundlegend angesehen, während die Unterschiede zwischen einer Physik der Teilchen und einer Physik des Kontinuums noch der Vereinigung harren. Die Geschichte der Wissenschaft allein belegt durch ihren inhaltlichen Wandel schon die empirischen Notwendigkeiten.

Vergessen und vergessen werden - das ist keine Frage sondern relatives Leben.

Das Einsam sein des Kant - zeitlos?