Die Beute - Phoebe Müller - E-Book

Die Beute E-Book

Phoebe Müller

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Beschreibung

Geschichten vom Wunsch nach Selbstauflösung in der Lust, von liebe- und schmerzvollen Abhängigkeiten, von bedrohlichen und befreienden Aspekten einer Sexualität jenseits geordneter Beziehungs- und Partywelten. Phoebe Müller wendet sich in ihren neuen Erzählungen existenziellen Gefühlen in der Sexualität zu. Die Protagonistin entfernt sich von Geschichte zu Geschichte, die man auch inFolge wie einen Roman lesen könnte, weiter von der Welt routinierter Sexualität in liebevoll eintönigem Beziehungsalltag. Die „Spielwiese" härterer Sexualität, S/M genannt, wird in poetischer Dichte hinterfragt. Phoebe Müller erzählt von liebe- und kraftvollen Inszenierungen, von dem Wunsch nach Selbstauflösung in der Lust, von lust- und schmerzvollen Abhängigkeiten, auch vom Älterwerden, von der Erinnerung. Von Gefühlen an der Grenze. Sie spürt diesen sexuellen Gefühlen in ihren bedrohlichen und befreienden Aspekten nach. Hat man sich einmal auf den Weg in diese „andere" Welt begeben, wohin gelangt man? Ein atemberaubender Einblick in widersprüchliche erotische Welten.

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Seitenzahl: 218

Veröffentlichungsjahr: 2009

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Phoebe Müller

Die Beute

Erotische Erzählungen

konkursbuch  Verlag Claudia Gehrke

Zum Buch:

Erotische Geschichten von liebe- und schmerzvollen Abhängigkeiten, von bedrohlichen und befreienden Aspekten einer Sexualität jenseits geordneter Beziehungs- und Partywelten. Die Protagonistin entfernt sich von Geschichte zu Geschichte, die man auch in Folge wie einen Roman lesen könnte, weiter von der Welt routinierter Sexualität. Die „Spielwiese“ härterer Sexualität, S/M, wird in poetischer Dichte hinterfragt. Sie erzählt von kraftvollen Inszenierungen, von dem Wunsch nach Selbstauflösung in der Lust, auch vom Älterwerden, von der Erinnerung. Hat man sich einmal auf den Weg in diese „andere“ Welt begeben, wohin gelangt man?

To boldly go, where no man has gone before...

(Star Trek)

Inhaltsverzeichnis

Titelseite & Klappentext

Dem Wahren Schönen Guten

Nirwanatrilogie

1. Einfach atmen

2. Apollo 23

oder Ein Hauch von Sattwa

3. Die Beute

Unter Wasser atmen

Reduktion

Im Garten

Rustikal

Natur-Gewalt

Was ich mag 

The last days of the leather queen

Draußen

Zur Autorin Phoebe Müller

Impressum

Dem Wahren Schönen Guten

My sex has a wanting wardrobe I still explore

of all the bodies I knew

and those I want to know                  

(My sex, Ultravox)

Über dem Türbogen grinste mich ein Löwenkopf aus Sandstein an. An einer Seite bereits etwas angemoost, vom Zahn der Zeit benagt. Ich nahm das als gutes Zeichen. Als ich in das geräumige, lichte Altbauzimmer trat, wusste ich, dass meine Zimmersuche an diesem Ort ihr Ende gefunden hatte.

Schwindelerregend hohe Decken mit dezenten Stuckabsätzen, dunkles, leicht gealtertes Parkett. Genau die Mischung, die ich mochte. Klasse, die bereits etwas angeschlagen war. Die Frau, die mir geöffnet hatte, gehörte ebenfalls zu dieser Sorte. Ihre Haare, die weder ganz schwarz noch ganz rot waren, fielen ihr ins Gesicht, als wäre sie gerade aus dem Bett gekommen. Ihr Lippenstift war über einen Mundwinkel hinaus verschmiert. Sie roch nach etwas, das mich an meine Jugendjahre erinnerte. Patchouli vielleicht. Bilder von Apfelkornorgien, Flaschendrehen und Cola mit Rotwein, sämtliche Teenagerperversitäten zogen kurz an mir vorbei, als sie „Wie ein kleiner Ballsaal, nicht?“ sagte und mich fragend und prüfend ansah. Ich nickte, während sie mich in die Küche führte. Dort fiel mir als Erstes der überall gegenwärtige Anflug von Schmutz auf. Die Kaffeetassenränder auf dem hellen Holztisch, der überquellende Mülleimer. In einer Ecke die ansehnliche Sammlung von Sekt und Weinflaschen, die aussahen wie Leute, die resigniert am Bahnsteig warteten. Am Tisch saß ein junger Mann mit betonten Koteletten, der seine Motorradstiefel bequem auf dem Tisch abgelegt hatte. Er sah mich rauchend an. „Und du bist also die neue Mitbewohnerin“, sagte er und grinste. Vielleicht hatte er mich auch nur freundlich angelächelt. Ich hatte das noch nie gut unterscheiden können. Obwohl ich Schmutz, Verwahrlosung, im Grunde alles Hässliche dieser Erde ablehnte, nickte ich. Die Frau lächelte und warf ihr Haar nach hinten. Als sie mir die Hand gab, sah ich, dass sie einen dunkelroten Fleck am Hals hatte. So einen hatte ich seit Jahren nicht mehr gehabt. Bei ihr gefiel er mir.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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