Die Bibel und der Quran - Gerhard Nehls - E-Book

Die Bibel und der Quran E-Book

Gerhard Nehls

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Beschreibung

Zu welchen Zweck und Ziel hat Gott uns erschaffen? Wie nimmt Gott uns wahr? Wie werden schlechte Taten gesühnt? Wo ähneln sich die Lehren von Jesus und Muhammad? Wie unterscheiden sie sich? Was ist Gott bei der Ausübung unseres Glaubens wichtig? Was muss ich tun, um in den Himmel zu kommen? Dieses Buch bietet Antworten auf diese und andere Glaubensfragen, direkt zitiert aus der Bibel und dem Quran. Leserinnen und Leser, ob Muslim oder Christ, machen sich auf eine Entdeckungsreise in die Kernthemen der zwei Bücher. Eine große Vielfalt an Textauszügen der heiligen Schriften stehen einander thematisch geordnet und ohne Auslegung gegenüber. Leserinnen und Leser entdecken für sich oder gemeinsamen mit ihrem (andersgläubigen) Nachbarn, was die zwei Bücher wirklich über Gott und die Welt lehren.

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Dieses Buch ist denen gewidmet, die mir viele Jahre als Freunde und Mitarbeiter zur Seite standen. Besonders gilt das meiner Frau, die seit über sechs Jahrzehnten meine Freundin, Kameradin, Partnerin und Mitarbeiterin ist. Sie hat wesentlichen Anteil an dem Zusammentragen des Inhalts.

Über allem, jedoch, gilt unser Dank Dem, der unser Leben in Seiner liebenden Hand hält.

„Mögen die Worte, die ich spreche,

und die Gedanken, die mein Herz ersinnt,

dir gefallen, Herr,

mein Fels und mein Erlöser!“ (Ps 19,15).

INHALTSVERZEICHNIS

Warum dieses Buch?

Einführung in die Materie

Der Ausgangspunkt

Das Konzept dieses Buches

Der Nennwert der beiden zwei Bücher

Die zeitliche Einordnung der zwei Schriften

Herausforderungen der Gegenüberstellung

Die deutschen Übersetzungen der zwei Schriften

Die Begriffe „Gott“, „HERR“ und „Allāh“

Ein Überblick über die Bibel

Ein Überblick über den Qur’ān

Hinweise zur Auslegung der beiden Bücher

Anmerkungen zum Text

Gott und Allāh: Wer sind sie?

Gott und Allāh - was ist ihre Identität?

Gott und Allāh - was sind ihre Attribute?

Allegorische Darstellungen von Gott

Allegorische Darstellungen von Allāh

Die Liebe Gottes und die Liebe Allāhs

Gott ist die Liebe und liebt bedingungslos

Allāh ist der Liebevolle und liebt bedingt

Satan: Der Widersacher Gottes

Der Ursprung und Fall Satans

Die Identität Satans

Die Machenschaften Satans

Wie wir uns vor Satan schützen können

Das endgültige Los Satans

Satan: der Widersacher Allāhs

Der Ursprung und Fall von Iblīs

Die Identität Satans

Die Machenschaften Satans

Wie wir uns vor Satan schützen können

Das endgültige Los Satans

Der Bezug Gottes zu uns Menschen

Wie Gott uns Menschen wahrnimmt

Wozu Gott uns Menschen erschuf

Gottes Ziel und Wille für uns Menschen

Der Bezug Allāhs zu uns Menschen

Wie Allāh uns Menschen wahrnimmt

Wozu Allāh uns Menschen erschuf

Allāhs Ziel und Wille für uns Menschen

Die Rebellion des Menschen gegen seinen Schöpfer

Auflehnung gegen Gott bedeutet Sünde

Die Auswirkungen der Rebellion gegen Gott

Wie der Qur’ān Sünde definiert

Das Gesetz Gottes in der Bibel

Der Bund Gottes und das mosaische Gesetz

Die Funktion des Gesetzes

Die Folgen von Gehorsam und Ungehorsam

Die Dynamik von Gottes Gesetz im NT

Allāhs Gesetz, Grenzen und Gebote

Religiöse Handlungsvorgaben im Islam

Die Gerechtigkeit und Gnade Gottes

Die Gerechtigkeit Gottes

Gottes Gerechtigkeit und Gnade werden vereint

Die Grundlage der Gnade Gottes

Kriterien der Vergebung Allāhs

Vergebung ist an Allāhs Willen gebunden

Wer kann Vergebung erhoffen?

Wer empfängt keine Vergebung?

Allāh vergilt gute und schlechte Taten

Was die Bibel über Jesus offenbart

Wer ist Jesus?

Die übernatürliche Geburt Jesu

Das irdische Leben Jesu

Das Leiden und Sterben Jesu

Die Auferstehung Jesu von den Toten

Die Himmelfahrt Jesu

Warum kam Jesus als Mensch auf die Erde?

Was Jesus über sich offenbarte

Jesus wird vor aller Augen wiederkommen

Die Wundertaten Jesu

Heilungswunder

Wunder Jesu in der Naturwelt

Göttliche Wahrheiten, die Jesus lehrte

Jesus lehrte mit Vollmacht und Weisheit

Jesus lehrte oft durch Gleichnisse

Jesus offenbarte, was vor Gott wirklich zählt

Was der Qur’ān über al-Masīh ‘Īsā bezeugt

Wer ist 'Īsā al-Masīh?

Allāh selbst bestätigte und lehrte 'Īsā

Das Leben von al-Masīh 'Īsā

Der Auftrag von al-Masīh 'Īsā

Muammad, ein Prophet und Diener Allāhs

Wer ist Muammad?

Muammads Sonderstellung

Der Heilige Geist Gottes

Wer ist der Geist Gottes?

Die Tätigkeiten des Geistes Gottes

Der Heilige Geist Allāhs

Wer ist der Geist von Allāh?

Wem hauchte Allāh von seinem Geist ein?

Wem sendet Allāh seinen Geist?

Die Tätigkeiten des Geistes von Allāh

Der dreieine Gott der Bibel

Das biblische Verständnis des dreieinigen Gottes

Wie der Qur’ān die biblische Dreieinigkeit versteht

Leute der Schrift gesellen Allāh Götter bei

Wer sind echte Christen?

Die Identität echter Christen

Kennzeichen echter Christen

Das Kernstück ihres Glaubens

Wer sind echte Muslime?

Kennzeichen echter Muslime

Das Kernstück ihres Glaubens

„Leute der Schrift“

Das Königreich Gottes

Was ist das Königreich Gottes?

Wer regiert im Reich Gottes?

Was sind die Merkmale des Himmelreichs?

Was zeichnet die Bürger des Reiches aus?

Was disqualifiziert vom Königreich Gottes?

Die Zukunft der Bürger ist in Gottes Herrlichkeit

Feinde des Königreich Gottes

Dār al-Islam: der Herrschaftsraum des Islam

Allāh gehört alle Herrschaft

Muammad ist der Übermittler des Islam

Die Herrschaft des Islam und der Wille Allāhs

Wer sind Feinde des Islam?

Die Ausbreitung der Herrschaft Allāhs

Wie Gott sich uns Menschen offenbart

Wie Allāh sich uns Menschen offenbart

Allāh offenbart Sich durch seine Zeichen

Was zählt zu Allāhs Zeichen?

Was bezwecken Allāhs Zeichen?

Allāh offenbart sich in seinen Offenbarungsbüchern

Die Bibel: Das geschriebene Offenbarungswort Gottes

Die göttliche Quelle der Bibel

Die Wirkung und Eigenschaften des Wortes Gottes

Der Qur’ān: Die Offenbarung Allāhs in arabischer Sprache

Die Offenbarung des Qur'ān

Wozu der Qur’ān dient

Attribute des Qur'ān

Indizien für die Bibel als göttliche Offenbarung

Erfüllte Prophezeiungen bezeugen die Glaubwürdigkeit Gottes

Vorhersagen über Israel, die sich erfüllt haben

Prophetien über den Messias und ihre Erfüllungen

Augenzeugen belegten das Leben und Sterben Jesu

Indizien für den Qur’ān als Offenbarung Allāhs

Unregelmäßigkeiten zwischen Bibel und Qur’ān

Was die Bibel über Sterben und Tod kundtut

Was der Qur’ān über Sterben und Tod kundtut

Was die Bibel über die Endzeit und Wiederkunft Jesu kundtut

Die Wiederkunft Jesu

Was Gläubige bei der Wiederkunft Jesu erwartet

Das Endgericht und die Vernichtung aller Ungerechtigkeit

Kriterien von Gottes gerechtem Urteil

Alle gottfeindlichen Mächte trifft der zweite Tod

Der Beginn von Gottes ewigem Himmelreich

Was der Qur’ān über den Jüngsten Tag kundtut

Die Abrechnung aller Taten

Die Strafe des ewigen Höllenfeuers

Der Lohn des ewigen Paradiesgartens

Das biblische Glaubensverständnis

Das islamische Glaubensverständnis

Das biblische Gebetsverständnis

Das islamische Gebetsverständnis

Gerechtigkeit, Gesetz, Schuld und Sühne aus biblischer Sicht

Gerechtigkeit, Gesetz, Schuld und Sühne aus islamischer Sicht

Auswertung der Gegenüberstellung

Hinweise für eine offenherzige Evaluierung

Leitfragen zur persönlichen Auswertung

Anhänge

Gewichtung der Themen im NT und im Qur'ān

Das islamische Konzept der Vorherbestimmung alles Geschehens

Das Konzept der Abrogation nach islamischer Theologie

Glossar

Bücher der Bibel

Bücher des Alten Testaments

Bücher des Neuen Testaments

Entsprechende Namen in der Bibel und im Qur'ān

Literaturverzeichnis

WARUM DIESES BUCH?

In einer Zeit tiefen Misstrauens, bis hin zu Gewalttätigkeiten aufgrund religiöser Überzeugungen, erstrebt dieses Buches ein tieferes gegenseitiges Verständnis der Anhänger zweier religiöser Weltanschauungen. Allzu oft verurteilen Muslime und Christen sich gegenseitig. Oftmals ist das Verständnis ihrer eigenen Glaubensinhalte und die der „Anderen“ sehr oberflächlich und beruht auf Hörensagen oder Medienberichten. Vermeintliches oder gar falsches Wissen sind Brutstätten religiöser Vorurteile und Angst. Das wiederum schürt gegenseitige Intoleranz und Ausgrenzung und fördert Hass und Gewaltbereitschaft.

Durch die Auseinandersetzung mit biblischen und quranischen Texten bietet dieses Buch Leserinnen und Lesern, ob Christ oder Muslim, ein grundlegendes Verständnis der Glaubensauffassung des andersgläubigen Nachbarn. Damit wird eine Basis für einen offenen, unvoreingenommenen Umgang miteinander und für sinnvolle Gespräche geschaffen. Es lädt aber auch zu einer Neuentdeckung der eigenen Glaubensinhalte und Glaubenswerte ein.

Die Bibel und der Qur'ān verstehen sich beide als Offenbarungen Gottes bzw. Allāhs. In diesem Buch wird eine thematisch geordnete Gegenüberstellung dieser Offenbarungen präsentiert. Im Kontrast zu der politisch korrekten Gleichschaltung und Gleichwertung unterschiedlicher Standpunkte und Positionen ermutigt das Buch Sie, liebe Leserinnen und Leser, die tatsächlichen Glaubensinhalte und Werte der sich als göttliche Offenbarung verstehenden Bücher selbst zu entdecken und den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Lassen Sie sich überraschen!

TEIL 1

Vorstellung der zwei Schriften und Handhabung der thematischen Gegenüberstellung

1. EINFÜHRUNG IN DIE MATERIE

DER AUSGANGSPUNKT

Die Schöpfung ist ein klares Zeichen (arab. āya) einer schöpferischen Intelligenz, die wir auf Deutsch „Gott“ und auf Arabisch „Allāh“ nennen. Dennoch bleibt der Schöpfer selbst uns Menschen ein Mysterium. Unsere Endlichkeit beeinträchtigt unser Verständnis von dem Ewigen, der außerhalb von Zeit und Raum das Weltall beherrscht. Der Schöpfer des Universums kann letztlich nicht von Seinen Geschöpfen ergründet werden.

Menschliche Traditionen, Weltanschauungen, Überzeugungen, Erfahrungen und der religiöse Hintergrund formen jedoch unsere Vorstellung von einem höheren Wesen, sei es die Vorstellung eines Supermanns, die eines Strafrichters oder die eines gleichgültigen Gottes, dem unser Schicksal letztendlich egal ist. Wie weit unser Gottesbild von der göttlichen Wirklichkeit entfernt ist, kann nur an dem gemessen werden, was der ewige, allmächtige Schöpfergott uns Menschen über sich selbst offenbart.

Die Bibel und der Qur'ān einigen sich darüber, dass es nur einen Gott gibt. Beide Bücher verstehen sich als Offenbarungen Gottes bzw. Allāhs. Dieses Buch präsentiert eine Gegenüberstellung dieser Offenbarungen, die mancherlei Übereinstimmung zeigen, oftmals aber sehr konträr sind. Sie, liebe Leserinnen und Leser, ziehen Ihre eigenen Schlüsse über Inhalt, Form und Glaubwürdigkeit der beiden Schriften.

Lesen Sie die Texte nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit unvoreingenommenem Herzen, denn „man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ (Antoine de Saint-Exupéry aus Der kleine Prinz).

DAS KONZEPT DIESES BUCHES

Dieses Buch ist keine Gegenüberstellung von Auslegungen oder Kommentaren über die beiden Schriften, sondern lässt die Texte beider Bücher größtenteils für sich sprechen. Um die sechzig Prozent des Buches besteht daher aus thematisch geordneten biblischen und quranischen Texten. Was sind die Grundaussagen beider Glaubensrichtungen? Sind sie gleichartig, gleichwertig? Wo finden wir Übereinstimmungen und worin liegen ihre fundamentalen Unterschiede?

Einander thematisch zugeordnete Kapitel aus Bibel und Qur'ān eignen sich durchaus auch für eine gemeinsame Betrachtung mit gegenseitigem Austausch zwischen interessierten Muslimen und Christen.

DER NENNWERT DER BEIDEN ZWEI BÜCHER

Die Bibel, auch das Buch der Bücher genannt, gilt weltweit als das meistgekaufte Buch und ewiger Bestseller. Der Qur'ān steht laut Die Besten Bücher aller Zeiten (2017) auf Platz drei. Beide Bücher werden von ihren Anhängern wertgeschätzt und geliebt, doch von Kritikern heftig umstritten. Unzählige Buchbände wurden über und zu den beiden Schriften verfasst. Milliarden von Menschen weltweit gründen ihren Glauben, ihre Weltanschauung und ihre Hoffnung auf sie.

DIE ZEITLICHE EINORDNUNG DER ZWEI SCHRIFTEN

Abraham/Ibrāhīm lebte um 2000 v. Chr.

Mose/Mūsā, dem Gott die Thora/Taurat offenbarte, lebte circa 1520 bis 1400 v. Chr.

König David/Dāwūd, der Verfasser vieler Psalmen/Zabūr, regierte in Israel zwischen 1011 und 971 v. Chr.

Die Bücher der alttestamentlichen Propheten wurden zwischen ca. 1000 - 445 v. Chr. offenbart und niedergeschrieben.

Die abgeschlossene Form des AT existiert seit etwa 445 v. Chr.

Zwischen 200 - 100 v. Chr. entstand die erste Übersetzung des AT in die griechische Sprache, die sog. Septuaginta LXX.

Jesus/'Īsā lebte von ca. 6-4 v. Chr. bis 30 n. Chr.

Die Niederschrift des NT entstand zwischen ca. 60 - 90 n. Chr.

Muammad lebte von 570 bis 632 n. Chr.

Der Qur'ān wurde unter dem dritten Kalifen Uthman 650 n. Chr. redigiert.

HERAUSFORDERUNGEN DER GEGENÜBERSTELLUNG

Ungleichmäßige Schwerpunktlegung der Bücher

Es wird Ihnen schnell ins Auge fallen, dass beide Schriften gewisse Themen nicht gleichermaßen gewichten. Einige für das eine Buch sehr bedeutsame Themen werden in dem anderen weniger oder gar nicht angesprochen.

Zentrale Themen beider Bücher sind Gott bzw. Allāh, Glaube, Himmel und Erde, das Böse, Sünde, Werke bzw. Taten, das menschliche Herz und die Ewigkeit. Eine auf Wortfrequenzen basierte Studie der Gewichtung wesentlicher Themen verdeutlicht, dass die Gemeinsamkeiten der thematischen Schwerpunkte dann doch weit auseinander gehen.

Im NT steht Jesus Christus, der auch als Sohn Gottes, Menschensohn, Messias, Herr, Meister und Lehrer betitelt wird, eindeutig im Mittelpunkt. Knapp 2500 Mal wird er mit Namen oder Titeln genannt. Der Qur'ān, hingegen, erwähnt al-Masīh 'Īsā namentlich nur 25 Mal. Muammad, der Warner, Gesandte und Prophet, nimmt im Qur'ān zwar eine prominente Stellung ein, aber bei weitem nicht in dem Umfang wie Jesus im NT.

Göttliche und zwischenmenschliche Liebe ist ein weiteres Schlüsselkonzept, das das gesamte NT durchflutet. Im Kontrast dazu liegt der Schwerpunkt im Qur'ān auf der Furcht vor Allāh. Die Liebe zu Allāh und den Mitmenschen wird im Qur'ān nicht thematisiert. Auch Hölle und Strafe werden in beiden Büchern ungleich gewichtet. Im NT gibt es insgesamt nur 20 Vorkommnisse im Vergleich zu den 246 Angaben im Qur'ān.

Die ausführliche Wortfrequenz-Studie mit Auswertung der Gewichtung finden Sie im Anhang I.

Unterschiedlicher Umfang der Bücher

Eine weitere Herausforderung einer fairen Gegenüberstellung der Bücher ist der unterschiedliche Umfang beider Bücher. Die Bibel ist als Gesamtbuch etwa zehnmal so umfangreich wie der Qur'ān. Um eine auf Fakten beruhende und relativ ausgewogene Darstellung beider Schriften zu den vielfachen Themen beider Bücher zu gewährleisten, stammen in dieser Nebeneinanderstellung ca. 40% der zitierten Texte aus dem Qur'ān, im Vergleich zu ca. 60% aus dem Alten und Neuen Testament der Bibel.

Unterschiedliches Verständnis gleicher Begriffe

Der zweite Teil des Buches und die Anhänge bieten einige kontextuelle und historische Hintergrundinformationen und Einsichten, die die Denk- und Glaubensweise des Anderen darlegen. Diese weichen oft stark voneinander ab. Es ist wichtig, die Glaubensinhalte des Anderen aus der Sicht ihrer Religion und ihres Kontexts zu betrachten.

DIE DEUTSCHEN ÜBERSETZUNGEN DER ZWEI SCHRIFTEN

Da die Urtexte des AT der Bibel in der hebräischen, die des NT in der griechischen und die des Qur'ān in der arabischen Sprache verfasst wurden, sind wir auf deutsche Übersetzungen angewiesen. Zum Zweck dieses Buches wurde aus der Reihe verfügbarer deutscher Qur'ān- und Bibelübersetzungen der Schwerpunkt auf die Genauigkeit, Verständlichkeit und Lesbarkeit der Texte gelegt. Beim Qur'ān fiel die Wahl auf die von Saudi-Arabien getragene Übersetzung Der edle Qur'an von Frank Bubenheim (Abdullah as-Samit) und Nadeem Elya (Bubenheim & Elyas, 2003). Diese islamische Übersetzung erstrebt, deutschsprachigen Muslimen zu einem besseren Verständnis des Textes zu verhelfen. Es sollte aber beachtet werden, dass aus islamischer Sicht eine Übersetzung grundsätzlich nicht mehr als eine Deutung des Qur'ān darstellt und keineswegs den arabischen Qur’ān ersetzen kann.

Bibelzitate aus dem NT stammen, wenn nicht anders angegeben, aus der Neue Genfer Übersetzung (NGÜ). Diese legt Wert darauf „so urtextgetreu wie möglich zu sein, ohne dabei die Verständlichkeit zu vernachlässigen“ (www.ngue.info). Da das Alte Testament der NGÜ noch nicht erschienen ist, wurden alttestamentliche Texte weitgehend aus der Gute Nachricht Bibel (GNB) zitiert. Die kommunikative Übersetzungsmethode der GNB ermöglicht eine klare und leichte Verständlichkeit der Texte.

DIE BEGRIFFE „GOTT“, „HERR“ UND „ALLĀH“

Allāh, das arabische Wort für Gott, wurde schon in der vorislamischen Zeit gebraucht und wird bis heute noch von arabischsprachigen Christen und Juden verwendet. Sprachlich gesehen, tragen die Worte „Allāh“ und „Gott“ dieselbe Bedeutung.

Die deutsche Bibel übersetzt sowohl das hebräische Wort Elohim (pl. von Eloah) als auch das griechische Wort theùs mit „Gott“. Das im hebräischen Urtext benutzte Wort Jahweh (alternativ auch als Jahwe oder Jahve geschrieben) hingegen wird in deutschen Bibelübersetzungen grundsätzlich mit „HERR“ (in Großbuchstaben) wiedergegeben. Jahweh ist der Eigenname Gottes, mit dem Er sich dem Mose offenbarte (vgl. Ex 3,6.14). Da Gott den Missbrauch seines Namens eindeutig verboten hat (vgl. Ex 20,7; Dtn 5,11), wird dieser Eigenname Gottes von den meisten Juden nie ausgesprochen, sondern durch Adon oder Adonai ersetzt, was eine ähnliche Bedeutung trägt.

Bubenheim & Elyas deutsche Qur'ān-Übersetzung macht Gebrauch von dem arabischen Wort Allāh, statt das deutsche Wort für Gott anzuwenden.

Um Verwirrung zu vermeiden, bezieht sich daher in diesem Buch die deutsche Bezeichnung „Gott“ ausschließlich auf den Gott der Bibel und das arabische Wort „Allāh“ ausschließlich auf Gott im Qur'ān.

EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE BIBEL

Das Wort „Bibel“ hat seine Wurzel im altgriechischen Wort biblia, was so viel wie „Bücher“ bedeutet. Die Bibel besteht aus einer Sammlung von 66 Einzelteilen, die ungefähr 40 Autoren eingegeben und von ihnen niedergeschrieben wurden. Sie besteht aus zwei Teilen: Das Alte Testament (AT), auch Alter Bund genannt, umschließt alle Bücher der jüdischen Tanach in etwas anderer Anordnung. Die 39 Einzelteile bzw. Bücher richten sich zunächst an das Volk Israel. Das AT bildet die Grundlage für das Neue Testament (NT). Das NT mit seinen 27 Einzelteilen umfasst etwa ein Viertel des Volumens der Bibel.

Das Alte Testament (AT)

Das AT wird in die Gesetzesbücher oder Thora/Tora, die Geschichtsbücher, die sogenannte Weisheitsliteratur (einschließlich der Psalmen) sowie die prophetischen Bücher unterteilt. Die 39 Bücher des Alten Testaments wurden zwischen 1450 und 400 v. Chr. verfasst (was allerdings von liberalen Theologen angefochten wird).

Die Thora, auch die fünf Bücher Mose oder die Pentateuch genannt, beginnt mit dem Schöpfungsbericht, der Sintflut zur Zeit des Noach und der Zerstreuung der Völker nach dem sog. „Turmbau zu Babel“ (vgl. Gen 11). Es folgt eine Schilderung der Geschichte des jüdischen Volkes mit den Patriarchen Abraham, Isaak, Jakob, Josef und Moses. Die Könige David und Salomo spielen vorwiegend in den Geschichtsbüchern eine prominente Rolle.

Das Kernstück der Thora ist der Bund, den Gott mit dem Volk Israel geschlossen hat (vgl. Dtn 7,6-9 und Ex 19,3-6). Die zehn Gebote offenbarte Gott als das Kernstück des Bundes. Sie verpflichten zu einem gottgemäßen, gerechten und reinen Leben nach Gottes Maßstab (vgl. Ex 20,1-17).

Die Geschichtsbücher berichten über den Einzug des Volk Israels in das verheißene Land Kanaan, die Aufteilung des Landes unter den zwölf Stämmen, die Zeit des Königtums in Israel bis hin zur Zerstörung des Landes durch die Assyrer, dem babylonischen Exil und dem Wiederaufbau der zerstörten Stadt, Jerusalem. Parallel dazu plädiert Gott über eine Zeitspanne von 1100 Jahren durch die Propheten mit den Israeliten, dass sie ihm treu bleiben und sich von fremden Göttern abwenden sollten. Er verspricht ihnen Schutz und Hilfe für ihren Gehorsam und warnt sie vor den schwerwiegenden Folgen ihres Ungehorsams.

Die Weisheitsliteratur enthält neben anderen poetischen Büchern 150 Psalmen. In Gedichten und Liedern äußern diese Sehnsucht nach Gott, Fleh- und Dankgebete, Anbetung, Klagen und ein tiefes Gottvertrauen.

Das Neue Testament (NT)

Vierhundert Jahre nach der letzten alttestamentlichen Offenbarung wurde mit der Geburt des im AT angekündigten Messias ein neuer Bund Gottes eingeleitet. In diesem Bund bietet Gott zunächst den Israeliten, dann allen Menschen aller Nationen, Versöhnung mit Gott und Vergebung aller Schuld an (vgl. Hebr 8,10-12; Eph 2,11-19). Jesus wird als der Mittler des Bundes identifiziert (vgl. Hebr 9,15; 12,24). Das NT offenbart diese frohe Botschaft und berichtet aus der Perspektive des jeweiligen Zeitzeugen bzw. Berichterstatters über das Leben und Wirken Jesu auf Erden. Die Apostelgeschichte schildert die Entstehung und Ausbreitung der Urgemeinden. An diese Urgemeinden adressierte Briefe vermitteln die Grundlagen des christlichen Glaubens und geben praktische Anweisungen für ein Gott wohlgefälliges Leben.

Das zentrale Thema aller neutestamentlichen Bücher ist das Leben und Sterben Jesu und seine Auferstehung von den Toten. Letztlich beschreibt das NT die bevorstehende Wiederkunft Jesu, das Endgericht der Nationen und gewährt auch einen Blick in Gottes himmlische Herrlichkeit.

Alle neutestamentlichen Manuskripte wurden zwischen 43 und 96 n. Chr. verfasst. Die Urschriften der Evangelien und Briefe wurden sehr bald unter den ersten Gemeinden ausgetauscht, wuchsen zusammen und konstituierten das NT. Mehr als 5.000 dieser antiken Bibelteile sind bis heute erhalten geblieben.

Bibelgläubige Christen halten daran fest, dass sowohl das AT als auch das NT göttlich inspirierte Offenbarungen sind. Diese göttlichen Offenbarungen wurden nicht unbedingt diktiert, sondern gedanklich durch den Geist Gottes eingegeben:

„21 [...] Keine Prophetie hat je ihren Ursprung im Willen eines Menschen gehabt. Vielmehr haben Menschen, vom Heiligen Geist geleitet, im Auftrag Gottes geredet“ (2Petr 1,121).

EIN ÜBERBLICK ÜBER DEN QUR’ĀN

Der Qur’ān ist die letzte der monotheistischen sog. „Heiligen Schriften“. Das arabische Wort „Qur’ān“ bedeutet so viel wie „rezitieren“ oder „aufsagen“. Nach muslimischem Glauben wurde der Qur’ān Muammad Stück für Stück zwischen 610 und 632 n. Chr. durch den Engel Ğibrīl (Gabriel) in arabischer Sprache, zuerst in Mekka und später in Medina, diktiert. Der Qur'ān bezeugt über sich selbst, dass er eine genaue Kopie der „Mutter des Buches“ (Sure 43,4) ist, welche unerschaffen im Himmel aufbewahrt ist. Muammad rezitierte die ihm eingegebenen Texte, die von einigen seiner Anhänger auswendig gelernt und dann anderen Muslimen vorgetragen wurden. Andere Texte wurden schriftlich auf Pergament, Leder, Palmblättern, Knochen und Steinen festgehalten.

Der Qur'ān besteht aus 114 mit Namen versehene suwar (sing. sūra) oder Suren, die in āyāt (sing. āya) Verse unterteilt sind. Abgesehen von der ersten Sure, al-Fatiha, sind weitere Suren ihrer Länge nach und nicht thematisch oder chronologisch geordnet. Viele der kürzeren Suren zählen zu denen, die Muammad zuerst eingegeben wurden. Für die tafsīr (Auslegung) des Qur’ān ist es wichtig, die richtige Reihenfolge der Offenbarungen zu wissen, welche Verse aus Muammads Zeit in Mekka stammen und welche aus seiner späteren Zeit in Medina. Bei widersprüchlichen Texten gilt die Regel, dass die zeitlich letzte Offenbarung die gültige ist.

Muammad lebte von seiner Geburt (570 n. Chr.) bis zum Jahre 622 in Mekka. Im Alter von 40 Jahren alt zog er sich wiederholt zurück, um in einer Höhle im Berg Hira zu meditieren. Dort empfing er Sure al-Alaq 96,1-6 als seine erste Offenbarung.

Der Qur'ān forderte zunächst alle Mekkaner auf, sich vom Götzendienst abzuwenden, der zur Zeit Muammads weit verbreitet war. Sie sollten sich dem alleinigen Gott, Allāh, unterwerfen. Das löste eine sich ständig verschärfende Ablehnung bei den Mekkanern aus. Schlussendlich führte das zu der Hidschra (arab. hira), der Flucht Muammads nach Medina, wo er bis zu seinem Tode (632 n. Chr.) lebte und wirkte.

Der Qur'ān versteht sich auch als die arabische Version der zuvor offenbarten Bücher, nämlich der Taurat/Thora (arab. l-tawrāt), der Zabūr (Psalmen), der Schriften der alttestamentlichen Propheten und der Indschīl/Injil (arab. inīl). Das erklärt den umfangreichen Bezug auf eine Reihe von biblischen Ereignissen, Orten und Menschen. Von den fünfundzwanzig namentlich im Qur'ān erwähnten Propheten finden sich einundzwanzig in der Bibel. Allerdings weicht die quranische Darstellung oft stark von den biblischen Berichtserstattungen ab. Muslime heute sind oft der Ansicht, dass die Diskrepanzen damit zu erklären seien, dass biblische Schriften im Laufe der Jahrhunderte verfälscht wurden.

HINWEISE ZUR AUSLEGUNG DER BEIDEN BÜCHER

Wie wird ein schwer verständlicher Text aus der Bibel oder dem Qur'ān ausgelegt? Im Allgemeinen gilt das Prinzip, dass die Bibel sich selbst erläutert. Das bedeutet, dass einzelne Worte und Texte im Licht des Kontextes der gesamten Schrift gesehen und auch verstanden werden müssen. Biblische Kernthemen ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel, und einzelne Textaussagen fügen sich in das Gesamtbild der göttlichen Offenbarung ein. Einzelne Texte außerhalb des Gesamtkontext zu interpretieren, kann zu einer einseitigen und unausgeglichenen Auslegung oder gar zu einer Falschinterpretation führen.

Nach islamischer Theologie ist eine tafsīr des Qur'ān nicht ohne das Befragen bestehender Traditionen oder Hadithe und der as-Sīra an-nabawīya oder Biografie Muammads möglich. Die in der Sīra zitierten Aussagen Muammads und der aāba, der ersten engen Gefährten des Propheten, werden als Hilfen gesehen, quranische Texte besser zu verstehen und auszulegen. Die Hadithe wurden im Wesentlichen etwa 200 - 250 Jahre nach dem Tod Muammads von sechs Hadith-Sammlern aus den bis dahin meist oral übermittelten Überlieferungen zusammengestellt. Sie bezeugen, was Muammad gesagt, getan und zugelassen hatte. Somit sind sie Sammlungen von Zitaten und Anekdoten Muammads und einiger seiner Gefährten. Muslime glauben, dass dem Propheten nicht nur der Qur'ān offenbart wurde, sondern auch seine Bedeutung und Auslegung.

Zwei Kernfragen können bei der Auslegung und Anwendung der zwei historischen Schriften in unserem heutigen Kontext behilflich sein, nämlich:

Was genau sagt der Text?

Was für eine Bedeutung oder Aussage hat dieser Text für mich heute?

Da eigene Überzeugungen und Vorurteile die Interpretation beeinträchtigen, ist es wichtig, die Aussagen beider Schriften jeweils für sich selbst sprechen zu lassen.

ANMERKUNGEN ZUM TEXT

Im Rahmen dieses Werkes ist es unmöglich alle entsprechenden Stellen aus Bibel und Qur'ān zu den aufgeführten Thema aufzuführen. Zusätzliche Textstellen zu den Themen, die Leserinnen und Lesern behilflich sein können, werden zum selbst nachschlagen aufgelistet.

Eckige Klammern in zitierten Texten enthalten Einschübe, die nicht zum eigentlichen Zitat zählen.

Die Transliteration arabischer Wörter ins Deutsche erfolgt nach Richtlinien der international anerkannte Umschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG). Ausnahme sind die Namen der Suren aus dem Arabischen. Diese wurden von Bubenheim & Elyas Qur'ān-Übersetzung übernommen, die sich diesbezüglich nicht nach der DMG Umschrift orientiert.

Der arabische Begriff für Gott,

Allāh

, bezieht sich in diesem Buch zur besseren Differenzierung ausschließlich auf Gott im Qur'ān.

TEIL 2

Eine Gegenüberstellung thematisch geordneter Textauszüge aus der Bibel und dem Qur'ān

2. GOTT UND ALLĀH: WER SIND SIE?

Welche Identität und welche Attribute messen die Bibel und der Qur'ān Gott bzw. Allāh zu? Beschreiben beide Offenbarungen den ewigen Schöpfer gleichermaßen oder gibt es wesentliche Unterschiede?

GOTT UND ALLĀH - WAS IST IHRE IDENTITÄT?

Gott ist der einzig wahre und lebendige Gott

„10 Aber der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König. [...] 11 [...] 12 Er aber hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Erdkreis bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand“ (Jer 10,10.12).

Weitere auf dieses Thema bezogene Bibelstellen: Ex 15,11; Dtn 6,4-5; 7,9; 4,23-24.35.39; 10,17; 32,39; 2Sam 7,22-23; Ps 42,2-3; 84,3; 86,10; 119,160; Jes 43,10-11; 44,6; 45, 18.22; 46,9-10; 54,5; Jer 10,10; Mt 16,16; Joh 17,3; Apg 14,15; 1Kor 8,4-6; 2Kor 6,16; 1Thess 1,9; 1Tim 1,17; 1Tim 4,10; Hebr 3,12; Hebr 9,14; Hebr 10,31; Hebr 12,22.

Allāh ist der einzig wahre und lebendige Gott

„225 Allah – es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es denn, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte – außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, sie aber umfassen nichts von Seinem Wissen – außer, was Er will. Sein Thronschemel umfasst die Himmel und die Erde, und ihre Behütung beschwert Ihn nicht. Er ist der Erhabene und Allgewaltige“ (al-Baqara 2, 225).

Weitere themenbezogene Verse bzw. āyāt: Suren 2,162-263; 3,2-3.18,62; 4,87; 5,73; 6,102.106; 7,158; 9,31.129; 13,30; 16,2; 17,22.39; 20,8.14.98; 21,25.87; 23,116; 27,26; 28,70.88; 35,3; 38,65; 40,65; 44,8; 47,19; 59,22-23; 64,13; 73,9.

Gott ist der alleinige Herrscher und König über alle Könige

„16 Herrscher der Welt, du Gott Israels, der über den Kerubim thront! Du allein bist der Herr über alle Reiche der Welt. Du hast Himmel und Erde geschaffen“ (Jes 37,16).

Weitere biblische Stellen bezüglich der Herrschaft Gottes: 2Chr 20,6; Ps 8,2; Ps 22,28-29; Ps 47,2-3.8; Ps 74,12; Ps 83,19; Ps 95,1-8; Ps 97,1-2; Ps 115,3; Ps 135,5-6; Ps 147,11; Neh 9,6; Jes 33,22; Jes 37,16; Jes 40,18-20; Lk 1,49-55; Eph 3,20-21; 1Tim 6,15-16; Offb 1,8; 4,11.

Allāh ist der Herr der Herrschaft

„26 Sag: O Allah, Herr der Herrschaft, Du gibst die Herrschaft, wem Du willst, und Du entziehst die Herrschaft, wem Du willst. Du machst mächtig, wen Du willst, und Du erniedrigst, wen Du willst. In Deiner Hand ist (all) das Gute. Gewiß, Du hast zu allem die Macht“ (Al-i-IImran 3,26).

Weitere auf dieses Thema bezogene āyāt: 3,26; 35,13; 37,182; 39,6; 56,77-80; 41,9.

Allāh ist der Allbezwinger

„Bezwingen“ bedeutet, sich jemanden freiwillig oder widerwillig untertänig zu machen. Weil Allāh die Religion gehört (vgl. Sure 3,83), muss jeder sich ihm ergeben.

„65 Sag: Ich [Muammad] bin nur ein Überbringer von Warnungen, und keinen Gott gibt es außer Allah, dem Einen, dem Allbezwinger“ (Sad 38,65).

Weitere āyāt mit Bezug auf Allāh als den Allbezwinger: Suren 6,18.61; 12,39; 13,16; 14,48; 36,83; 39,4; 40,16.

Die Bibel bezeichnet Gott nicht als Allbezwinger, verweist aber auf den Tag, an dem jedes Knie sich vor Gott beugen und jeder Mund Gott die Ehre geben wird (vgl. Röm 14,11, Eph 2,11 und Jes 45,23).

Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde

„6 Du, HERR, allein bist Gott! Du hast den Himmel geschaffen, die Himmelswelt mit dem Heer der Engel. Du hast die Erde und das Meer geschaffen und alle Geschöpfe, die dort leben. Ihnen allen hast du das Leben geschenkt und die Himmelsmächte beten dich an!“ (Neh 9,6).

Weitere Stellen bezeugen Gott als Schöpfer: Gen 1 u. 2 (Schöpfungsgeschichte); Ps 33,8-9; 139,14-15; 148,1-2.5; 149,2; Pred 12,1; Jes 40,25-28; 43,1.15; 45,8.12.18; 64,8; Mal 2,10; Röm 1,25; Eph 2,10; Hebr 1,10; 11,10.

Allāh ist der Schöpfer des Himmels und der Erde

„1 (Alles) Lob gehört Allah, dem Erschaffer der Himmel und der Erde, Der die Engel zu Gesandten gemacht hat mit Flügeln, (je) zwei, drei und vier! Er fügt der Schöpfung hinzu, was Er will. Gewiß, Allah hat zu allem die Macht“ (Fatir 35,1).

Weitere āyāt mit Bezug auf Allāh als den Schöpfergott: Suren 2,21; 3,191; 6,1-2; 6,73.79.94.100-101.143; 7,11.143 u. 179.-185; 10,5-6; 14,19.32; 15,26.27 u. 28.85; 16,3; 17,99; 20,55; 21,16.33; 24,45; 25,54; 27,60; 29,44; 30,20-21.40; 31,10; 32,4; 35,11; 36,36.81; 38,27.71; 39,5; 40,67; 51,56; 65,12; 96,1-2.

Gott ist der Versorger

„14 Er stützt alle, die zusammenbrechen, er richtet die Niedergebeugten auf. 15 Alle blicken voll Hoffnung auf dich und jedem gibst du Nahrung zur rechten Zeit. 16 Du öffnest deine wohltätige Hand, und alles, was lebt, wird satt..“ (Ps 145,14-16 GNB).

Weitere themabezogene Bibelstellen: Ps 23; Jes 40,10-11, Mt 6,26; 1Petr 5,7.

Allāh ist der Versorger

„64 Allah ist es, Der euch die Erde zu einem festen Grund und den Himmel zu einem Gebäude gemacht, euch gestaltet und dabei eure Gestalten schön geformt hat und euch von den guten Dingen versorgt. Dies ist doch Allah, euer Herr. Segensreich ist Allah, der Herr der Weltenbewohner!“ (Gafir 40,64).

Gott ist ein gerechter Richter über die Völker

„Der HERR, der Herrscher der Welt, erweist seine Hoheit, denn er verschafft dem Recht wieder Geltung. Der heilige Gott erweist sich als heilig, denn er hält gerechtes Gericht“ (Jes 5,16).

Weitere Bibelstellen zum Nachschlagen: Ps 7,9.12; 9,8-9; Offb 21,3-8; Jer 17,10; 2Tim 4,8.

Allāh ist der Richter

„56 Die Herrschaft wird an jenem Tag Allah (allein) gehören. Er wird zwischen ihnen richten. Dann werden diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, in den Gärten der Wonne sein“ (al-Hagg 22,56)

Weitere āyāt zum Nachschlagen: 2,62.113; 3,55; 6,57; 22,17.69; 4,141; 32,25; 39,3; 40,20; 45,17; 60,3.10.

GOTT UND ALLĀH - WAS SIND IHRE ATTRIBUTE?

Gott ist heilig

„Heilig“ (hebr. qados, arab. quddūs) bedeutet „absolut rein“.

„15 Er, der hohe und erhabene Gott, der Heilige, dessen Thron ewig steht, sagt: ‚Ich wohne in der Höhe, in unnahbarer Heiligkeit. Aber ich wohne auch bei den Gedemütigten und Verzagten, ich gebe ihnen Hoffnung und neuen Mut!‘“ (Jes 57,15).

Weitere themabezogene Bibelstellen: Ex 15,11; Jes 6,3; 30,15; 40,25; 48,17; Hab 1,13; Offb 4,8; Ps 22,4; 77,14; 99,3.5; Hebr 12,14; 1Jn 3,3; Offb 3,7, 15,4.

Allāh ist heilig

„1 Es preist Allah (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, (Ihn), den König, den Heiligen, den Allmächtigen und Allweisen“ (al-Gumua 62,1).

Siehe auch Sure 59,23.

Gott ist allmächtig

„8 ‚Ich bin das A und das O, der Ursprung und das Ziel aller Dinge‘, sagt Gott, der Herr, der ist, der war und der kommt, der allmächtige Herrscher [griech. pantokratór bedeutet der Allmächtige und der Herrscher des Universums]“ (Offb 1,8).

Weitere Stellen zur Allmacht Gottes: Gen 17,1; 28,3; 35,11; 43,14; 48,3; 49,25; Ex 6,3; Num 24,4.16; 1Chr 16,26-27; Ijob 25,7; Ps 18,30-31; 28,7; 73,26; Jes 32,27; 40,25-26; Jer 10,2; 32,17.27; Lk 1,37; 2Kor 6,18; Offb 1,8; Offb 4,8; Offb 11,17; Offb 15,3; Offb 16,14; Offb 19,6.

Allāh ist allmächtig

„26 [...] Gewiß, Du hast zu allem die Macht. 27 Du läßt die Nacht in den Tag eindringen und läßt den Tag eindringen in die Nacht. Und Du läßt das Lebendige aus dem Toten hervorgehen und läßt hervorgehen das Tote aus dem Lebendigen. Und Du versorgst, wen Du willst, ohne zu berechnen. 28 [...]. 29 [...] Allah hat zu allem die Macht“ (al-i-IImran 3,26.27.29).

Weitere āyāt über die Herrschaft Allāhs: 2,284; 3,26-31.129; 4,32.131; 5,17.40-41; 7,178-180; 10,31-32; 10,62-64.99-100; 13,42; 14,4; 16,10-16; 19,60-61; 20,4-7; 22,14; 24,20-21.42; 29,20-21; 30,5-6.26-27; 31,20; 34,1-2; 37,4-5; 39,4-5.36-38; 40,3; 42,8-10; 43,82.85; 45,27; 50,43; 53,3167,15-16; 81,27-29; 114,1-3.

Gott ist allwissend

„1 HERR, du erforschst mich und kennst mich! 2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. 3 Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; 4 ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht völlig wüsstest“ (Ps 139,1-4 SCHL).

Weitere Bibelstellen zum Nachschlagen: 1Chr 28,9; 1Sam 2,3; 16,7; Ijob 9,4; Jes 29,15; Jes 40,28; Ps 94,8-11; Ps 139,1-6; Eph 3,10-12; 1Kor 2,9-10; Ps 147,5; Ps 104,24, Spr 5,21, 15,11.

Allāh ist allwissend

„268 Allah ist Allumfassend und Allwissend. 269 Er gibt Weisheit, wem Er will; und wem Weisheit gegeben wurde, dem wurde da viel Gutes gegeben. Aber nur diejenigen bedenken, die Verstand besitzen“ (al-Baqara 2,268-269).

Weitere āyāt zum Nachschlagen: Suren 2,231; 3,164; 4,92.11-113; 5,59.110; 6,3-5; 8,71; 22,76; 24,18; 28,69-70; 31,27.29-34; 32,5-6; 33,34; 34,1; 42,12; 43,63; 57,4; 62,2.

Gott ist unsichtbar

„17 Dem König, der in alle Ewigkeit regiert, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, gebühren Ehre und Ruhm für immer und ewig. Amen“ (1Tim 1,17).

Allāh ist unsichtbar

„103 Die Blicke erfassen Ihn nicht, Er aber erfaßt die Blicke. Und Er ist der Feinfühlige und Allkundige“ (al-Anam 6,103).

Gott ist ewig

„28 Der HERR ist Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit, seine Macht reicht über die ganze Erde; er hat sie geschaffen! Er wird nicht müde, seine Kraft lässt nicht nach; seine Weisheit ist tief und unerschöpflich“ (Jes 40,28).

Weitere themenbezogene Bibelstellen: Ps 145,13; Jes 57,15; Röm 1,20; 1Tim 1,17.

Keine āyāt im Qur'ān besagen direkt, dass Allāh ewig sei. Alle Vorkommnisse der Wortes „ewig“ und „Ewigkeit“ stehen im Qur’ān stets im Zusammenhang mit der ewigen Strafe des Höllenfeuers oder der ewigen Belohnung des Paradiesgartens, nie mit Allāh.

Gott ist allgegenwärtig

Der Name für Gott im hebräischen Urtext „JHWH“ (mit eingefügten Vokalen „Jahweh/Jahwe) und bedeutet „der Seiende“, der „Ich bin“ und somit „der Allgegenwärtige“.

„24 ‚Es gibt keinen Ort im Himmel und auf der Erde, an dem ich [der HERR] nicht wäre!‘“ (Jer 23,24).

Weitere themenbezogene Verse: Ps 139,7-10; Jer 23,23-24; Mt 18,20; Mt 28,20; Apg 7,48; Jes 66,1.

Das Wort „allgegenwärtig“ erscheint im Qur'ān nicht.

Gott ist beständig

„6 Ich, der HERR, wandle mich nicht; und ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein“ (Mal 3,6).

Siehe auch Jak 1,17.

Allāh ist beständig

„2 Allah – es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen“ (Al-i-IImran 3,2).

Gott ist gerecht

„7 Deine Gerechtigkeit ist so beständig wie die Berge, die du geschaffen hast, deine Urteile gründen tief wie das Meer“ (Ps 36,7).

Weitere Bibelstellen zur Gerechtigkeit Gottes: Ps 7,18; 11,7; 25,8; 50,6; 86,15; 89,15; 97,2; 116,5; 119,142.160; 129,4;145,179; Röm 1,17; 2Petr 1,1.

Allāh ist der Wahrer der Gerechtigkeit

„18 Allah bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm; und (ebenso bezeugen) die Engel und diejenigen, die Wissen besitzen; der Wahrer der Gerechtigkeit. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen und Allweisen“ (Al-i-IImran 3,18).

Gott ist vergebend und gütig

„8 Der HERR ist voll Liebe und Erbarmen, voll Geduld und unendlicher Güte. 9 Er klagt nicht immerfort an und bleibt nicht für alle Zeit zornig. 10 Er straft uns nicht, wie wir es verdienten, unsere Untaten zahlt er uns nicht heim. 11 So unermesslich groß wie der Himmel ist seine Güte zu denen, die ihn ehren. 12 So fern der Osten vom Westen liegt, so weit entfernt er die Schuld von uns. 13 Wie ein Vater mit seinen Kindern Erbarmen hat, so hat der HERR Erbarmen mit denen, die ihn ehren.“ (Ps 103,10-14 GNB).

Weitere Bibelstellen zum Thema: 2Chr 7,14; Ps 32,1-5; Ps 78,39; 130,4; Micha 7,18; Apg 10,43; 1Joh 1,9; 2,1-2.

Allāh ist vergebend

„2 (Dies ist) die Offenbarung des Buches von Allah, dem Allmächtigen und Allwissenden, 3 dem Vergebenden der Sünde und dem Annehmenden der Reue, dem Strengen in der Bestrafung und Dem, Der voller Wohltätigkeit ist. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Zu Ihm ist der Ausgang“ (Gafir 40,2-3).

Gott ist barmherzig und gnädig

„8 Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte“ (Ps 103,8).

Weitere Bibelstellen zum Nachschlagen: Ex 34,6; Ps 86,15; 36,6.8; 25,8-10; 57,1; 71,19; 78,38; 89,3.6; 100,5; 63,4; 103,2-18; 111,4; 112,4; 145,8-10; Jes 49,15; 54,8; 55,7; 66,13; Jak 5,11.

Allāh ist barmherzig

Jede Sure im Qur'ān - mit einer Ausnahme - beginnt mit der sogenannten basmala, in welcher Allah der Allerbarmer und Barmherzige genannt wird.

„54 Und wenn diejenigen, die an Unsere Zeichen [arab. āyāt bedeutet „Zeichen“ oder „Verse“] glauben, zu dir kommen, dann sag: Friede sei auf euch! Euer Herr hat Sich Selbst Barmherzigkeit vorgeschrieben: Wer von euch in Unwissenheit Böses tut, aber danach dann bereut und (es) wieder gutmacht, so ist Er Allvergebend und Barmherzig“ (al-Anam 6,54).

Weitere für das Thema empfohlene āyāt: suwar 3,129,5.17; 16,18-19.119; 22,64-66; 24,42; 42,5.19; 25,48; 33,43; 50,43; 57,9; 59,22-24.

Gott hält alles, was er verspricht

„19 Du darfst nicht meinen, Gott sei wie ein Mensch! Er lügt nicht und er ändert niemals seinen Sinn. Denn alles, was er sagt, das tut er auch. Verspricht er etwas, hält er es gewiss“ (Num 23,19).

„14[...] Der HERR, euer Gott, hat alle seine Zusagen erfüllt; nichts ist ausgeblieben von all dem Guten, das er euch versprochen hatte: alles ist eingetroffen“ (Jos 23,14).

Weitere zum Nachschlagen empfohlene Bibelstellen: Num 23,19; Dan 4,34; Eph 1,13, Heb 6,18; 1Petr 1,22; Joh 8,31-32; 1Joh 2,4-5; Röm 1,18.

Allāh Versprechen sind wahr

„55 Sicherlich, Allahs Versprechen ist wahr. Aber die meisten von ihnen wissen nicht“ (Yunus 10,55).

„So sei standhaft. Gewiß, Allahs Versprechen ist wahr. Und bitte um Vergebung für deine Sünde und lobpreise deinen Herrn am Abend und am frühen Morgen“ (Gafir 40,55).

Weitere zum Nachschlagen empfohlene āyāt: suwar 18,21; 31,33; 35,5; 40,77.

ALLEGORISCHE DARSTELLUNGEN VON GOTT

Gott ist ein schützender Fels und feste Burg

[Ein Lied von König David]: „2 ‚Du, HERR, bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, 3 du, Gott, bist meine sichere Zuflucht, mein Beschützer, mein starker Helfer, meine Festung auf steiler Höhe!“ (2Sam 22,2-3).

„4 Setzt für immer das Vertrauen auf den HERRN, der unser Gott ist, unser Fels für alle Zeiten!“ (Jes 26,4).

Siehe auch Ps 31,2.4; Ps 18,3.32; Ps 19,15; Ps 28,1; Ps 31,4; Ps 62,3.7-8; Ps 78,35; Ps 92,16; Ps 94,22; Ps 95,1; 1Sam 2,2.

Gott ist wie ein Vater

„13 Wie ein Vater mit seinen Kindern Erbarmen hat, so hat der HERR Erbarmen mit denen, die ihn ehren“ (Ps 103,13).

„6 Es gibt nur einen Gott – den Vater, von dem alles kommt und für den wir ´geschaffen` sind“ (1Kor 8,6).

Auch in folgenden Stellen wird Gott „Vater“ genannt: Mt 5,48; Lk 6,36; Joh 12,26; 14,23; 15,8; Jk 1,17.

Gott ist wie der Hirte seiner Herde

Die Bibel vergleicht Gott oft mit einem Hirten, der seine Herde führt, versorgt und sogar zum Schutz seiner Schafe sein Leben aufs Spiel setzt.

„11 Der HERR, der mächtige Gott, hat gesagt: ‚Ich selbst will jetzt nach meinen Schafen sehen und mich um sie kümmern. 12 Wie ein Hirt seine Herde wieder zusammensucht, wenn sie auseinander getrieben worden ist, so suche ich jetzt meine Schafe zusammen. […]“ (Hes 34,11-12).

„11 Er [ Der HERR, der mächtige Gott] führt sein Volk wie ein guter Hirt, der die Lämmer auf seinen Arm nimmt und an seiner Brust trägt und der die Mutterschafe behutsam leitet“ (Jes 40,11).

Weitere Stellen mit Bezug zu Gott als Hirten, der sich um seine Schafe sorgt: Ps 23,1-4.6; Jer 31,10; Hes 34,23.31; Ps 28,9; 77,21; 78,52-54; 80,2; Joh 10,2-18; Mt 2,6; Mt 9,36; Mt 25,31-34; Mk 6,34; Hebr 13,20, Offb 7,17.

Gott ist Licht

„5 Gott ist Licht; bei ihm gibt es nicht die geringste Spur von Finsternis“ (1Joh 1,5).

Weitere Stellen bezüglich Gott als das Licht: Ps 27,1; 36,10; 104,2; 2Sam 23,4; Hjiob 33,30; Jes 2,5; 60,20; Dan 2,22; Micha 7,8; 1Tim 6,16; Jak 1,17; Offb 22,5.

Gott ist ein Schild

„12 Denn Gott, der Herr, ist unsere Sonne, er beschützt uns wie ein Schild. Gnade schenkt der Herr, und er lässt uns zu Ehren kommen. Denen, die aufrichtig ihren Weg gehen, enthält er nichts Gutes vor“ (Ps 84,12).

Dazu auch Ps 3,4; Ps 5,13;Ps 7,11; Ps 18,3; Ps 28,7; Ps 33,20; Ps 115,9;Ps 119,114; Ps 144,2.

ALLEGORISCHE DARSTELLUNGEN VON ALLĀH

Allāh ist das Licht der Himmel und der Erde

„35 Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis seines Lichtes ist das einer Nische, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als wäre es ein funkelnder Stern. Ihr Brennstoff kommt von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder östlich noch westlich, dessen Öl beinahe schon Helligkeit verbreitete, auch wenn das Feuer es nicht berührte. Licht über Licht. Allah führt zu Seinem Licht, wen Er will. Allah prägt den Menschen die Gleichnisse, und Allah weiß über alles Bescheid“ (an-Nur 24,35).

Allāh ist der Herr des Tagesanbruchs

„1 Sag: Ich nehme Zuflucht beim Herrn des Tagesanbruchs 2 vor dem Übel dessen, was Er erschaffen hat, 3 und vor dem Übel der Dunkelheit, wenn sie zunimmt“ (al-Falaq 113,1-3).

Allāh ist der Herr der Weltenbewohner

„182 Und (alles) Lob gehört Allah, dem Herrn der Weltenbewohner!“ (as-Saffat 37,182).

3. DIE LIEBE GOTTES UND DIE LIEBE ALLĀHS

GOTT IST DIE LIEBE UND LIEBT BEDINGUNGSLOS

Gott ist der Ursprung aller Liebe

„7 Meine Freunde, wir wollen einander lieben, denn die Liebe hat ihren Ursprung in Gott, und wer liebt, ist aus Gott geboren und kennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe“ (1Joh 4,7.8).

Gottes Liebe übersteigt unser Vorstellungsvermögen

„17 Es ist mein Gebet, [...] dass euer Leben in der Liebe verwurzelt und auf das Fundament der Liebe gegründet ist. 18 Das wird euch dazu befähigen [...] die Liebe Christi in allen ihren Dimensionen zu erfassen – in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe. 19 Ja, ich bete darum, dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles Verstehen hinausreicht, und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist“ (Eph 3,17-19).

„7 Ich will bekennen, wie der HERR uns seine Gnade erwiesen hat; [...] – wie er mit Liebe und Güte das Volk Israel umsorgte und es mit Wohltaten überschüttete. 8 Er dachte: »Sie sind mein Volk, meine Kinder, sicher werden sie mich nicht enttäuschen!« Und so half er ihnen aus ihrer Not. 9 Denn wenn sie in Bedrängnis waren, litt auch er. Immer wieder ist er durch seinen Engel zu ihnen gekommen und hat sie gerettet. Er befreite sie damals vor langer Zeit, weil er sie liebte und Mitleid mit ihnen hatte. Er nahm sie auf die Arme und trug sie Tag für Tag“ (Jes 63,7-9).

Gott liebt alle Menschen bedingungslos

„4 Doch dann ist die Güte Gottes, unseres Retters, und seine Liebe zu uns Menschen sichtbar geworden, 5 und er hat uns gerettet – nicht etwa, weil wir so gehandelt hätten, wie es vor ihm recht ist, sondern einzig und allein, weil er Erbarmen mit uns hatte“ (Tit 3,4-5).

„6 Christus starb ja für uns zu einer Zeit, als wir noch ohnmächtig der Sünde ausgeliefert waren; er starb für Menschen, die Gott den Rücken gekehrt hatten. 7 Nun ist es ja schon unwahrscheinlich genug, dass jemand sein Leben für einen unschuldigen Menschen opfert; eher noch würde man es vielleicht für einen besonders edlen Menschen tun. 8 Gott hingegen beweist uns seine Liebe dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.“ (Röm 5,6-8).

Gottes Liebe ist unbezwingbar

„35 Was kann uns von Christus und seiner Liebe trennen? Not? Angst? Verfolgung? Hunger? Entbehrungen? Lebensgefahr? Das Schwert des Henkers? 36-37 [...] 38 Ja, ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch unsichtbare Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch gottfeindliche Kräfte, 39 weder Hohes noch Tiefes, noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn“ (Röm 8,35.38-39).

Jesus ist das Gesicht der Liebe Gottes

„9