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Liebe und Verrat im Land der aufgehenden Sonne Ein englisches Segelschiff gerät vor der Küste Japans in Seenot, und eine Frau springt von Bord. Als Annabel Smith auf dem Strand die Augen aufschlägt, stehen fremdartig aussehende Männer vor ihr. Sie wird dem brutalen Feldherrn Nakano vorgeführt, der sich vom Anblick der Frau mit den goldenen Haaren verzaubern lässt. Auf seiner Festung Shimoyama soll die milchhäutige Frau aus dem Land der Barbaren in die tausend Geheimnisse der japanischen Liebeskunst eingeführt werden ... Ein erotischer Roman aus dem Japan des Shoguns – sinnlich, fremd, verführerisch.
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Seitenzahl: 392
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Charlotte Royal
Die englische Geisha
Erotischer Roman
Aus dem Englischen von Ulrich Georg
Ihr Verlagsname
Liebe und Verrat im Land der aufgehenden Sonne
Ein englisches Segelschiff gerät vor der Küste Japans in Seenot, und eine Frau springt von Bord. Als Annabel Smith auf dem Strand die Augen aufschlägt, stehen fremdartig aussehende Männer vor ihr. Sie wird dem brutalen Feldherrn Nakano vorgeführt, der sich vom Anblick der Frau mit den goldenen Haaren verzaubern lässt. Auf seiner Festung Shimoyama soll die milchhäutige Frau aus dem Land der Barbaren in die tausend Geheimnisse der japanischen Liebeskunst eingeführt werden ...
Ein erotischer Roman aus dem Japan des Shoguns – sinnlich, fremd, verführerisch.
Charlotte Royal ist Autorin mehrerer erotischer Romane.
Nach dem Sturm fegte der Wind aus fremden Gefilden über die Halbinsel Izu. Frisch, salzig und tosend wehte er von Westen heran und peitschte die weißen Wellenkämme der Brecher auf, die gegen die felsige Küste Japans krachten.
Ein einfacher, kräftig gebauter Fischer leckte sich mit zusammengekniffenen Augen das Salz von den Lippen, hielt seinen kegelförmigen Strohhut fest und stemmte sich gegen die immer noch steife Brise unten am Meer. Er war nicht der Erste am Strand. Der schmale Sandstreifen war gesprenkelt mit gebückten Gestalten, die für ihn winzig aussahen und die schroffen Felsen der Bucht absuchten. Der Fischer verspannte sich kurz, blieb dann aber gelassen. Kein Eindringling durfte den Küstenstreifen absuchen, der traditionell der seine war.
Er lief zu seiner schäbigen, windschiefen Hütte, um ein paar geflochtene, runde Körbe zu holen – für die eventuellen Fundstücke, die der Taifun hinterlassen hatte. Trotz der Sturmschäden an seiner Bleibe und an den Fischernetzen pfiff der Mann vergnügt durch die Lücke seiner Vorderzähne, sammelte die Körbe zusammen und trottete hinunter zu der Stelle, wo das Wasser am höchsten stand. Nach einem Sturm wie dem gestrigen musste doch einfach etwas Gutes in den Haufen von Treibgut zu finden sein, die sich jetzt entlang des Meeressaumes auftürmten.
Es war noch früh am Tag, aber die Wintersonne schien bei der Arbeit heiß auf seinen Rücken. Systematisch und voller Staunen, wie hoch der Sturm das Wasser an den Strand getrieben hatte, suchte er die schmutzigen Trümmer ab. Zunächst legte er das nasse, silbrig glänzende Treibholz zur Seite, das er später einsammeln würde, um es als Feuerholz zu verwenden. Dann sammelte er den verknoteten, leicht vergänglichen Seetang ein, dessen grüne, salzige Bänder er auf mehrere Haufen sortierte. Die besten Stücke würde er auf dem Markt verkaufen, den Rest zu Hause selbst essen.
Als der Fischer eine glänzende, rosafarbene Muschelschale entdeckte, wurde seine Aufmerksamkeit einen Moment lang von dem Seetang abgelenkt. Er drehte das Fundstück in seinen knochigen Händen hin und her und untersuchte die fleischigen, komplizierten Windungen. Diese Muschel war ein besonders schönes Exemplar. Vielleicht konnte er sie ja verkaufen.
Er hatte sich gerade wieder aufgerichtet und wollte die Schale beiseite legen, da erblickte er einen unheimlichen Umriss in dem Durcheinander der Trümmer. Er war starr vor Schrecken. Die Sonne brannte auf seinen Kopf, und die Brandung dröhnte in seinen Ohren. Seine Augen suchten den Haufen ab. Er hatte die Form eines menschlichen Körpers.
Er schloss die Augen, musste schwer schlucken und sah erneut hin. Es gab keinen Zweifel. Die Gestalt war zwar unter einem Haufen Seetang und Treibgut verborgen, aber eindeutig als menschlicher Körper auszumachen – als großer, nackter Körper. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, und er trat einen Schritt zurück. Innerlich verfluchte er sein Pech. Eine Leiche am Strand könnte die Aufmerksamkeit des schrecklichen Herren der Provinz, des Daimyo, erregen. Die Knie des Fischers wurden weich wie Butter, als er an Lord Nakano und seine scharfen, glänzenden Schwerter dachte. Er stöhnte leise und sah sich vorsichtig um. Bisher hatte niemand seinen Fund bemerkt. Vielleicht konnte er ihn ja verschweigen und es der See überlassen, ihn bei der nächsten Flut wieder mit sich zu nehmen.
Sein Mund war trocken und sein Puls raste. Die Beine des Fischers zitterten noch immer, als er sich auf dem feuchten Sand niederließ, um zu beten, wie er noch nie zuvor gebetet hatte. Die anderen schwarzen Umrisse bearbeiteten unter dem klaren blauen Himmel immer noch ihre jeweiligen Stellen. Der Fischer verstärkte sein Gebet. Er wollte doch nichts weiter als ein ruhiges Leben! Je höher die Sonne stieg, desto mehr dampfte der Seetang vor ihm. Der aromatische Fischgeruch, der seine Nase kitzelte, schien den Kopf klarer zu machen und half ihm beim Nachdenken.
Zögernd betrachtete er den Körper. Gut erkennbar war nur ein ausgestreckter Arm, die milchweißen Finger der Hand waren fast flehentlich in den Sand gekrallt. Er musste den Arm bedecken, damit niemand ihn sah. Der Mann griff nach dem Korb voller Seetang und breitete die leuchtend grünen Bänder, ungeachtet ihres Marktwertes, über die helle Haut. Doch plötzlich hielt er inne. Wieder musste er schwer schlucken. Konnte es nicht jemand sein, den er kannte? Für die Menschen, denen das Meer Lebensunterhalt bot, war es ein ernstes Vergehen, die Leiche eines Seemannes den Fischen zu überlassen.
Seine zitternden, sonnengegerbten Finger wanderten zu der Stelle, wo der Kopf sein musste. Sachte wischte er einen verdrehten Seetangballen beiseite und legte das Gesicht frei. Daraufhin machte sein Herz einen erneuten Satz, und leise, klagende Laute der Angst drangen aus seinem Mund. Der Körper gehörte zu einer Frau – einer Frau, die er noch nie gesehen hatte.
Der Fischer schloss die Augen und betete in die Dunkelheit und die roten Sprenkel, die darin umherschwirrten. Am liebsten hätte er nie wieder auf diesen Fund geblickt. Der Körper glich in keiner Weise den schlanken, dunkelhaarigen, mandeläugigen Menschen, an die er sein ganzes Leben lang gewöhnt war. Vor ihm lag ein blasser, milchiger Körper, dessen Haut in der Sonne glitzerte und der so fremd und so durch und durch bizarr in seiner Form war, dass es sich nur um eine Art übernatürliche Kreatur handeln konnte.
Sein Atem zischte durch die Zähne, und er jammerte leise. Nur das schreckliche Zittern seiner Knie hielt ihn davon ab, aufzuspringen und zur Heimeligkeit seiner Hütte und seiner Frau zurückzurennen. In diesem Moment gab es keinen Ort, an dem er nicht lieber gewesen wäre. Selbst das Gefängnis des Provinzherren hätte er jetzt vorgezogen. Überall, nur nicht hier an diesem Strand und in so greifbarer Nähe des nackten Körpers einer toten Seejungfrau.
Die Zeit verstrich, und die Sonne stieg immer höher, während der Fischer mit sich kämpfte. Die schwarzen Silhouetten der Dorfbewohner blieben gnädig in der Ferne. Die Brise zerrte an seinem Kimono und an dem langsam trocknenden Seetang, der die Gestrandete bedeckte. Nach und nach legte sich die Panik des Fischers. Der nackte Körper bewegte sich nicht – ein kleiner Trost.
Der Wind ließ jetzt langsam nach, war aber immer noch kräftig genug, um die Stränge des Seetangs nach und nach fortzuwehen und immer mehr von dem nackten Körper freizulegen. Trotz seiner Angst fielen dem Mann mittlerweile Einzelheiten auf. Die Haut der Seegöttin leuchtete in einem überirdischen Perlweiß. Dunkelrosa schimmernd glich sie beinahe dem Farbton der Muschel, die er vorhin bewundert hatte. Er dachte an die hinreißenden Frauen auf den Gemälden, die den kaiserlichen Hof wie Blumen schmückten und über denen er als junger Mann masturbiert hatte. Die Haut der Meereshexe war noch feiner und blasser als die der Gemahlinnen des Kaisers.
Als der Wind ein weiteres Knäuel des smaragdgrünen Tangs wegfegte und in einer aufreizenden Entblößung noch mehr von der nackten Schönheit freilegte, spürte er Lust in sich aufsteigen. Brustwarzen – in einer Farbe, wie er sie zuvor noch nie gesehen hatte. Sie hatten nicht den Braunton von Kastanien, sondern waren hell und rosa – wie die doppelblütigen Anemonen, die in Obstgärten tanzten. Der Fischer leckte sich die Lippen. Ob ihre Schamlippen von derselben, begehrenswerten Farbe waren? Und ihr Mund? Wie es wohl wäre, die rosa Lippen einer Frau aus der Unterwelt zu küssen …
Über seinem Kopf kreischten die Möwen in der Luft. Die Brise des Windes wehte immer mehr Grün von ihrem Körper. Da beugte der Fischer sich wie im Traum nach vorn und begann vorsichtig, an den ledernen, dunklen Halmen zu zupfen, um die Geheimnisse des kurvigen weißen Körpers, der vor ihm lag, zu lüften. Er war wie in Trance – eine schreckliche Faszination, die dafür sorgte, dass er die Augen nicht mehr von der Frau abwenden konnte. Dabei kannte er die Gefahren. Alle Seemänner zitterten vor den sexuellen Kräften der Meerjungfrauen und Dämonen, die in den kobaltfarbenen Tiefen der See lebten. Schon oft genug hatte er von den tödlichen Verlockungen gehört, die von diesen Wesen ausgingen – aber nichts von ihrer Schönheit. Doch diese Frau war so reizvoll, dass sie ihn leichtsinnig machte. Ja, sogar so schön, dass er sein Leben für sie riskierte.
Er griff hinab und schob mit seiner gebräunten Hand die Seetangbüschel weiter an die Seite. Wie hypnotisiert streichelte er über feine Strähnen glänzender Seide. Die Schönheit der Frau ließ ihm das Herz aufgehen. Haare wie goldene Spinnenweben! Sollte er diese Begegnung überleben, könnte er den Rest seines Lebens damit verbringen, Gedichte über dieses Wesen zu schreiben. Er hob die leuchtenden Strähnen an und ließ sie wieder fallen. Die glitzernden Goldfäden vor dem strahlend blauen Himmel nahmen ihn geradezu gefangen. So verging eine Ewigkeit, bis er seine Aufmerksamkeit ihrem Gesicht zuwandte.
Auch ihr Antlitz schimmerte in perligem Weiß – eine ovale, elfenbeinfarbene Blüte, die auf ihrem schwanenhaften Hals thronte. Ihre Gesichtszüge waren sehr ausgeprägt. Starke, hohe Wangenknochen, ein geschwungener, entschlossener Mund, eine fein gemeißelte Nase und dunkle Brauen über großen, tief liegenden Augen. Die langen, seidigen Wimpern bildeten einen wunderschönen Bogen unterhalb ihrer geschlossenen Lider. Mit zitternden, rauen Fingern berührte der Fischer zunächst die Wimpern, um dann ehrfürchtig über die feine, hauchdünne Haut des Augenlides zu gleiten. Wie schwarz sich die sonnenverbrannte Haut seiner Hände doch gegen das elfenbeinhafte Weiß ihrer Haut abhob. Und wie merkwürdig die Augen der Meeresnymphe geformt waren, nicht wie Mandeln, sondern eher wie zwei große Haselnüsse. Etwa damit sie unter Wasser sehen konnte?
Sofort stellte er sich vor, wie sie mit weit geöffneten Augen und schimmerndem, blassem Körper in dem smaragdgrünen Wasser schwamm. Vor seinem geistigen Auge zog die Meerjungfrau ihr Haar wie einen sich kräuselnden Umhang hinter sich her, und ihre Brüste zeigten in seine Richtung. Wagemutig schwamm er auf die Schönheit zu und nahm einen ihrer rosa Nippel in den Mund. Die Vorstellung entlockte ihm einen tiefen Seufzer. Seine derben Hände wanderten nach unten, um über die blassvioletten Wangen der Fremden zu streichen. Der Fischer erschauderte bei der Berührung. Oder zitterte sie? Es war ein winziges, nervöses Vibrieren. Er sah erneut hin. Das konnte doch nicht sein! Sanft fuhr er mit einem Finger über ihre vollen, sinnlichen Lippen.
Die dunklen Wimpern flatterten und öffneten sich dann. Der Fischer taumelte nach hinten. Für Ängstlichkeiten war es jetzt zu spät, und so starrte er nur in ihre gebieterischen, kreisrunden Augen. Sie waren blau. Blau wie der Himmel im Hochsommer. Blau wie Eis, das unter der Sonne glitzert. Blau wie die See, wenn sie vor tieferen Gewässern warnt. Und sie sahen zornig aus. Das klare, fast unnatürliche Blau der Iris brannte vor unerbittlichem Zorn, und die Pupillen glänzten wie schwarze Stecknadelköpfe. Die fremde Schönheit fixierte ihn mit ihrem eiskalten Blick und brachte sein Herz zum Schmelzen. Entmutigt beugte der Fischer sich nach vorn, legte seine Stirn in den Sand und wartete auf den Hieb, der ihn in das Land seiner Vorfahren schicken würde.
Da hörte er, wie der nackte Körper sich im Seetang bewegte, und spürte gleichzeitig ihre Hände in seinem Haar, die seinen Kopf wieder nach oben zogen. Sie wollte, dass er ihr ins Gesicht schaute. Ganz schwach vor Grauen hob er sein Haupt und sah in die Tiefen ihrer Augen. Sie glänzten wie geschmolzene Saphire unter der heißen Sonne. Und weiter unten bewegten sich ihre roten Lippen. Der Fischer spürte trotz seiner Angst, wie sein Geschlecht sich beim Anblick dieser zuckenden Lippen versteifte. Der Rest seines Körpers war taub. Er sehnte sich danach, hinab in ihre Tiefseehöhle gezogen und dort durch perverse Freuden von ihr getötet zu werden.
Durch halb geschlossene, schwärmende Augen sah er, wie ihre blassen Brüste in der Sonne glänzten. Er sah ihre köstlichen pinkfarbenen Nippel. Langsam trocknete auch ihr Haar in der immer stärker werdenden Sonne und legte sich wie ein Mantel aus Gold um ihren Oberkörper. Der hilflose Mann spürte eine Mischung aus Angst und herrlicher Lust in seiner Magengrube. Der milchige Körper der Göttin beugte sich dicht über ihn. Die unglaublich blauen Augen bohrten sich in die seinen. Wie köstlich fühlten sich ihre Hände doch an, als sie leicht über seine Schulter strichen. Zwar war er sich ihrer kurvigen Weiblichkeit bewusst, doch die Realität ihrer Berührung war zu viel für ihn. Er schrie laut auf und kam zum Höhepunkt. Sein Schwanz zuckte hilflos, während sein Saft durch einen Spalt in dem groben indigoblauen Kimono auf den Strand spritzte. Als sie ihn schließlich losließ, beugte der Mann sich erneut vor und erwartete zitternd den süßen Tod.
Doch der erwartete Hieb kam nicht. Sein Herzschlag beruhigte sich langsam wieder, und er spürte nur, wie die Meeresschönheit wieder in seinen Haarschopf griff und ihre zuckenden roten Lippen leise Sangeslaute von sich gaben. Schützend umfasste er seinen Schritt. Die Angst hatte seine Gedanken verwirrt – er verstand nicht, was sie von ihm wollte.
Plötzlich stieß die Nixe ihn ungeduldig beiseite und sprang auf die Füße. Sie schrie ihn so laut an, dass der Fischer sich am liebsten im körnigen Sand vergraben hätte – so klein kam er sich vor. Seine sonnenverbrannten Glieder fühlten sich angesichts ihrer übermenschlichen, weißen Schönheit ganz und gar schwach. Er blickte sie kurz an, vergrub sein Gesicht aber sogleich wieder in den Händen. Sie war furchterregend. Sie war wie ein weißer Berg inmitten des Himmels, dessen klares Blau sich in ihren Augen widerspiegelte. Doch noch immer schien der Tod nicht nah zu sein. Er wartete und wartete. Sein Herzschlag schien selbst die Brandung und die kreischenden Möwen zu übertönen. Doch plötzlich verstand er. Sie war kein übernatürliches Wesen, sie war aus Fleisch und Blut – genau wie er.
Jetzt wusste er, dass ihre langen, schlanken Gliedmaßen und ihr schöner Leib nicht der einer Meeresbewohnerin waren, sondern zu einem weitaus schrecklicheren Wesen gehörten. Sie war eine Gaijin – eine Fremde. Eine Frau, die nicht aus Japan kam. Der Fischer hatte schon die verworrensten Geschichten über diese Art Frau gehört. Hinreißende Frauen mit runden Augen – rund wie Bälle. Obwohl er sie die ganze Zeit betrachtet hatte, konnte er es kaum glauben. Und doch war ihr blasser, nackter Körper real. Genau wie ihre schimpfende, zornige Stimme. Sie stand jetzt aufrecht und mit wehendem Haar in der heißen Sonne und kreischte wie ein wütender Falke.
Der Fischer schaute sich ängstlich in der Bucht um und erschauderte. Ihre Rufe zogen langsam die Aufmerksamkeit der anderen auf sich. Ein gebeugter Umriss in der Ferne richtete sich auf. Ein Mann mit Strohhut führte die Hand ans Ohr und horchte ungläubig, was die Barbarin da herausschrie. Nachdem er einige weitere Strandbesucher auf das Schauspiel aufmerksam gemacht hatte, kam die Gruppe erst langsam, dann immer schneller auf das Paar zu.
Der Fischer bedeckte seine Augen und stöhnte. Das Tosen des Meeres dröhnte in seinen Ohren und verschluckte fast die herrischen Laute dieser groben Frau. Jetzt gab es kein Verstecken mehr. Der Führer würde davon erfahren, und man würde nach dem Daimyo, Lord Nakano, schicken. Er durfte nicht zulassen, dass die anderen Dorfbewohner ihn hilflos im Sand liegen sahen. Er verdrängte die Anwesenheit der Meereshexe so gut es ging und erhob sich mit einer schnellen Bewegung. Das Adrenalin in seinem Körper ließ ihn ein wenig schwanken, doch er gab sich alle Mühe, seine Unsicherheit unter Kontrolle zu bekommen.
Es kamen immer mehr Dorfbewohner zusammen, die sich nach und nach in einem Halbkreis vor dem barbarischen Wesen aufbauten. Die Frau strahlte vor Stärke, vor Leben und vor Sinnlichkeit. Die schnellen Schritte, die sie vor ihm vollführte, ließen die winzigen Sandkörner von ihren Schenkeln fallen. Die Einheimischen konnten die Augen nicht von ihr lassen. So dauerte es nicht lange, bis der Fischer verdächtige Bewegungen unter den dunkelblauen Gewändern seiner Freunde sah und erkannte, dass ihre Glieder sich genauso versteiften wie eben bei ihm selbst. Aber das war bei dieser Schönheit nur natürlich. Schließlich hatte sie auch ihn sexuell erregt – ein Zustand, den er mit seinen zweiundvierzig Jahren längst hinter sich wähnte. Verstohlen verwischte er mit einem Fuß die Spuren seines Ergusses im Sand. Dann richtete sein Blick sich wieder auf die nackte Wilde.
Sie zeigte mit einem ihrer zierlichen Finger auf die vollen Lippen. Endlich verstand der Fischer. Sie wollte natürlich Wasser und etwas zu essen. Schließlich war sie trotz ihrer Erscheinung ein Mensch und hatte daher auch menschliche Bedürfnisse. Sie brauchte Beistand nach den Qualen, die sie in der stürmischen See durchlitten hatte. Der Fischer bedeutete ihr mit Gesten, ihm ins Dorf zu folgen. Er war ein wenig traurig, dass das aufregende, intime Abenteuer damit beendet war – denn Stärkung und Unterkunft würde ihr der Aufseher des Dorfes gewähren. Und er würde es auch sein, der Lord Nakano die Ankunft der Fremden melden würde.
«O Herrin», keuchte der junge Mann, dessen seidige Haut mit Schweißtropfen bedeckt war. «Ich tue alles für Euch! Alles! Befehlt mir! Quält mich! Beglückt mich! Ich gehöre ganz Euch!»
Sein Kopf fiel nach vorn, sodass die blonden Locken über seine Handgelenke strichen. Das Haar war so hell, dass es vor den dunklen Holzwänden der winzigen Kajüte förmlich leuchtete. Der Jüngling zerrte ekstatisch an den Hanfseilen, mit denen er an die rauen Balken gebunden war. Annabel Smith trat einen Schritt zurück. Die lange, schwarze Peitsche in ihrer Hand schleifte über dem Eichenholzboden hinter ihr her – die Riemen fielen durch die Wellenbewegungen des Schiffes mal nach links, mal nach rechts. Das Licht, das aus dem einzigen, in Messing eingefassten Bullauge nach innen drang, wechselte durch die schwappenden grünen Wellen immer wieder seine Intensität und warf kräuselnde Schatten auf ihr steifes, elisabethanisches Kleid. Durch lange Übung war sie in der Lage, sich dem Schaukeln des Schiffes anzupassen. Sie beobachtete den jungen Mann skeptisch.
Er war dürr und sah wie alle anderen fast ausgezehrt aus. Die Rippen waren unter der weißen Haut deutlich sichtbar, doch er hatte Kraft in den festen Muskeln seines Körpers. Die Haut war blass, aber rein. Der Junge gehörte zu denjenigen, die ihre Früchte getrocknet und auf ihre Ernährung geachtet hatten, sodass der Skorbut ihn noch nicht erwischen konnte. Sein weites, weißes Hemd lag zerknittert in der hölzernen Koje, doch die Seemannshosen aus Segeltuch hatte er noch an den wohlgeformten Beinen. Zwischen den Schenkeln verriet eine dicke Beule, dass er die Behandlung genoss, die Annabel ihm gerade zuteil werden ließ.
Sie hob die Peitsche und ließ die Riemen fast zärtlich über seinen breiten, muskulösen Rücken gleiten. Die weiße Haut war bereits mit roten Striemen übersät, doch er wollte noch mehr. Sein Körper zitterte leicht, als sie ihn mit der schwarzen Peitsche streichelte. «Wirklich alles würdest du tun?», fragte sie mit sanfter Stimme.
«Alles», wimmerte er. Er stemmte sich gegen die Sisalschnüre, die seine Hände über dem Kopf und seine Pobacken nach oben hielten und warf sich Annabel in stummem Flehen entgegen. Die Meisterin ging mit raschelndem Rock vor ihm in die Knie und legte die Hände auf seine Hüften, um seinen Körper ruhig zu stellen. Dann neigte sie den Kopf nach hinten und schaute in seine gequälten, lustverhangenen Augen. Neckend ließ sie ihre Finger leicht über seinen Waschbrettbauch gleiten und musste lächeln, als sie hörte, wie er zischend den Atem einzog. Er befeuchtete seine zitternden Lippen mit der Zunge. Sein immer schneller werdender Atem ließ seine Brust auf und ab pumpen. Annabels streichelnde Finger hatten jetzt die Stelle des Stoffes erreicht, die sein steifer Schwanz bereits ausbeulte. Dort hielten sie einsatzbereit inne.
«Dann zeig mir doch mal dein Logbuch», flüsterte sie.
Sein Kopf zuckte nach vorn, und der Seemann starrte sie ungläubig an. «Meine Aufzeichnungen einer Frau zeigen? Wieso wollt Ihr die denn unbedingt sehen?»
Über Annabels Stirn rann ein kleiner Schweißtropfen. Die Koje in ihrer Kajüte war nur eine hauchdünne Trennwand von dem schwarzen, gusseisernen Ofen in der Kombüse entfernt. So hatte sie es immer warm. Das war zwar angenehm, doch manchmal bereitete das Nachdenken in der stickigen Luft Schwierigkeiten. Sie musste behutsam vorgehen. Immerhin hatte der Lotse sie nicht sofort abgewiesen. Vielleicht würde sie ihr Ziel tatsächlich erreichen. Annabel gab sich alle Mühe, so sanft wie möglich dreinzuschauen, als sie mit leiser Stimme erwiderte: «Oh, ich bin nur neugierig. Du weißt doch, wie gern ich Sachen mag, die für Frauen als unpassend gelten.»
«Unpassend? Undenkbar, würde ich eher sagen. Es heißt, dass man niemals vergisst, was man liest oder hört. Aber nur der Herr weiß, was eine Frau mit einem Buch will.»
Er hatte ihr Gesuch nicht rundweg abgelehnt. Annabel ließ ihre Finger erneut federleicht über seinen Bauch gleiten. Unter ihren Händen bildeten sich winzige Schweißtropfen, und ihr Mund verzog sich in verstohlener Freude. Wie herrlich, endlich die Macht zu haben und Männer sexuell zu beherrschen.
«Zeig mir doch deine Seekarten», gurrte sie ein zweites Mal. «Sie wären schrecklich interessant für mich und ein netter Zeitvertreib auf dieser endlosen, anstrengenden Reise.»
Er warf ihr sein Becken entgegen. «Ist das denn nicht angenehmer Zeitvertreib genug?»
Ihre Finger glitten jetzt unter den Stoff seiner Hose, neckten ihn und ließen sich alle Zeit der Welt, bis sie endlich seinen Riemen berührten. «Sicher», gab sie zu, «aber das ist nur für den Körper angenehm. Und auch mein Geist will stimuliert sein.»
Er starrte sie aufrichtig verblüfft an. «Welche Annehmlichkeit könnte eine Frau denn aus den Angelegenheiten der Männer ziehen? Außerdem sind die Seepläne und Aufzeichnungen der Lotsen geheim. Ich habe sie nicht mal Eurem Vater gezeigt. Ich zeige sie keinem Mann – und einer Frau schon gar nicht.»
Frustriert ließ Annabel von seinem Schritt ab und setzte sich enttäuscht zurück auf die Fersen. Dass die Stimmung des Lotsen kippte und er aus der sexuellen Gefangenschaft flüchtete, die sie ihm auferlegt hatte, war ihr egal. «Ich würde sie aber trotzdem gern sehen», murmelte sie.
Seine Brauen zogen sich zusammen, und er sprach mit jener Kraft in der Stimme, die ihn zu einem der mächtigsten Männer auf dem Schiff machte. «Wieso verschwendet Ihr Eure Zeit mit derartigen Dingen? Ich bin nicht in Eure Kajüte gekommen, um mich mit Euch zu unterhalten.»
Annabel verbarg ihren Zorn nicht zum ersten Mal, seitdem sie das Schiff ihres Vaters betreten hatte. Ihre Finger zitterten, als sie einen weiteren Knopf seiner Hose öffnete.
«Liebster, verwehre mir nicht den Blick auf die Karten», bettelte sie. Er durfte nicht ablehnen. Sie konnte so lange suchen, wie sie wollte – allein würde sie die Seekarten niemals finden. Er musste ihr die Aufzeichnungen einfach zeigen.
«Natürlich verwehre ich Euch den Blick. Und diese Konversation fängt an, mich zu langweilen. Bedient mich gefälligst, Weib!»
Langeweile! Was wusste der schon von Langeweile? Sie verlor langsam den Verstand auf diesem stinkenden Segelschiff mit seiner stinkenden Mannschaft. Jeden endlos langen Tag lang fuhr diese knarrende Holzschale über das endlose Meer auf den endlosen Horizont zu. Die Männer hatten wenigstens ihre Arbeit, aber die Tochter des Schiffsbesitzers war praktisch eine Gefangene in ihrer Kajüte. Zwar hatte sie die Gelegenheit genutzt, um Holländisch zu lernen und ihr Deutsch aufzubessern, aber viel mehr konnten die Seeleute ihr nicht beibringen. Und abgesehen von der alten, schwarzen Bibel, aus der ihr Vater die Trauergottesdienste vortrug, befand sich kein einziges Buch an Bord.
Annabel wollte diese Karten unbedingt sehen. Sie wollte lernen, wie die Männer ihre Reisen in der stürmischen See rund um Japan aufzeichneten. Bei ihrem Gedächtnis würde es schon ausreichen, wenn der Lotse ihr die Logbücher nur ein Mal zeigen würde. Sie musste lernen, was er wusste. Nach all den langen Stunden dieser schrecklichen Fahrt, in denen ihr rastloser Geist sich mit der Frage der Flucht beschäftigt hatte, war ihr endlich ein Plan eingefallen.
Da es für die Weltmeere keine verfügbaren Seekarten gab, waren die Lotsen sehr mächtige Männer, denn nur sie hatten handgeschriebene Aufzeichnungen der Meereswege ins sagenhafte China und noch ferner gelegene Länder. Diese Unterlagen waren der Schlüssel zum schnellen Geld in den Häfen von Arabien, Indien und den Ozeanen darüber hinaus. Jeder Schiffseigner würde eine Menge Geld dafür zahlen.
So viel Geld, dass der Verkauf eines einzigen persönlichen Logbuches – jenen Aufzeichnungen eines Lotsen seiner Fahrten über die Meere – ausreichen würde, um einer Frau für den Rest ihres Lebens Unabhängigkeit zu gewähren. Sogar ein Landhaus mit einer Magd könnte sie sich damit leisten. Wie sehr Annabel sich nach der Bequemlichkeit und der Sicherheit eines solchen Hauses sehnte. So sehr, dass sie die kleine Stimme in ihrem Kopf, die sie immer wieder des Diebstahls und damit der Sünde bezichtigte, zum Schweigen bringen konnte. Annabel wusste genau, dass ihr großartiges Gedächtnis es ihr erlauben würde, eine genaue Aufzeichnung von dem anzufertigen, was sie gelesen hatte. Doch dazu musste sie einen Blick in die Bücher werfen, den der Lotse ihr so vehement verwehrte.
Sie nahm erneut die Peitsche auf und ließ ihre Hand sanft über die gesamte Länge des schwarzen Instruments gleiten. Dabei starrte sie den blonden Seemann durchdringend an. Unmöglich konnte er die Gedanken erraten, die ihr durch den Kopf schwirrten. Seine Augen waren auf ihre Brüste fixiert, die über der eingeschnürten, schmalen Taille hervorquollen. Er entspannte sich wieder ein wenig. «Ja! So ist’s gut! Nehmt meine Lust in Eure Hände! Sagt mir, was ich tun soll!»
«Du sollst bereuen und leiden», erwiderte Annabel mit leiser Stimme. «Und ich werde dich so lange strafen, bis du dazu bereit bist.»
Seine Brustwarzen versteiften sich bei ihren Worten. Die junge Frau beugte sich vor und leckte und knabberte erst an der linken rötlichen Spitze und dann an der rechten. «Sag mir, was du verdient hast!»
Grell erklang sein Stöhnen in der stickigen Hitze der engen Kajüte. «Ich habe Strafe verdient», keuchte er. Die Worte schienen leicht zögernd von seinen feuchten Lippen hinter dem buschigen goldenen Bart zu kommen, doch sein Gemächt war steinhart.
«Was verdienst du?», wiederholte sie voller Gemeinheit und ließ die schwarzen Lederbänder der Peitsche über die Beule in seiner Seemannshose gleiten. Die Luft in der kleinen Kammer war schwer von männlichem Moschusduft. Der Seemann ließ sich Zeit mit der Antwort. Zeit, in der Annabel auf das Ächzen und Knarren des alten Segelschiffs lauschte und dabei zusah, wie der Körper des Jünglings seinen inneren Kampf verriet. Sein Mund öffnete sich, und sein Atem ging immer schneller.
«Strafe», stöhnte es erneut aus ihm heraus, «ich verdiene Strafe!»
Sein Kopf fiel nach hinten und gab einen Blick auf seine glatte Kehle frei. Die Muskeln unter der verschwitzten Haut waren zum Zerreißen gespannt.
Als Annabel eine Fingerspitze über seinen zitternden Bauch gleiten ließ, wusste sie, dass er wieder ihr gehörte. Sie ließ die Peitsche fallen, bückte sich und hielt die Öffnung seiner Hose so weit auseinander, dass sein Schwanz endlich herausspringen konnte. In seinen Augen stand eine Mischung aus Lust und Qual geschrieben. Mittlerweile quoll auch sein helles Schamhaar aus der Hosenöffnung hervor, das übersät war mit funkelnden Schweißperlen. Der Geruch von Männlichkeit wurde immer stärker, und trotz ihres Zornes spürte Annabel, wie beim Freilegen seines Riemens die Wollust in ihr hochstieg. Er war so hart. Herrlich lang und hart – und doch samtweich in ihren Händen.
Sanft strich sie über seinen Schaft, bevor sie ihre Hände auf den Bund seiner groben Hose legte, um sie gleich darauf über seine Schenkel zu ziehen. Dann trat sie einen Schritt zurück und betrachtete den stöhnenden Seemann. Sie ließ ihn warten und genoss dabei die Sehnsucht, die er in sich spüren musste. Endlich griff sie nach oben und befreite seine gefesselten Hände von dem Balken und zog ihn ohne jeden Widerstand zu ihrer Koje.
Auf Annabels Bett brach er zusammen, vergrub sein Gesicht in der leuchtenden seidenen Überdecke und rieb seine harte Männlichkeit wie besessen auf dem glänzenden Stoff. Sein Stöhnen war leise und hilflos, aber voller Lust.
«Beug dich über das Bett und streck die Arme aus», ordnete sie an – ein Befehl, dem er mit eifriger Schnelligkeit nachkam. Sie zog die Schnüre, die seine Handgelenke zusammenhielten, durch einen Haken, den sie genau zu diesem Zweck in der Eichenplanke ihrer Kajüte befestigt hatte. Dann ließ sie energisch eine Hand unter seinen Bauch gleiten und zwang ihn so, seinen zuckenden weißen Po in die Höhe zu recken.
Darauf tauschte sie die bisher benutzte Peitsche gegen eine etwas dünnere Gerte aus, die in ihrer Wirkung genauso bösartig war wie ihre Stimmung. Das Instrument gab einen pfeifenden Laut von sich, als es durch die Luft sirrte. Annabel atmete tief ein. Jeder Schlag hinterließ eine dünne rote Linie auf den blassen Rundungen des Hinterteils, und mit jedem Hieb auf das zitternde Seemannsfleisch erfuhr ihr Zorn ein wenig Befriedigung.
Dazwischen griff sie mit einer Hand immer wieder unter seinem Po durch und kitzelte seine schwingenden, haarigen Bälle. Annabel wusste, dass der unglaubliche Orgasmus, den er in sich trug, sofort aus ihm herausschießen würde, wenn sie sein Geschlecht berührte. Doch solange sie nur seine Eier ein wenig neckte, konnte sie ihn noch lange peitschen und quälen und so in Ekstase halten.
Was nur könnte sie noch mit ihm anstellen? Er verdiente etwas ganz Besonderes dafür, dass er ihre Pläne heute so vereitelt hatte. Etwas, das ihn an den Rand des Wahnsinns trieb und ihn zwingen würde, die Natur seiner sexuellen Begierden zu erkennen.
Annabel unterbrach die Hiebe, streichelte sein Sackgehänge aber abwesend weiter. Sie biss sich auf die Lippen. Plötzlich hörte sie an der Tür ein kaum wahrnehmbares Kratzen, das ihr einen Schauder der sexuellen Erregung durch den Körper jagte. Sollte sie es tun? Ihre Haut glühte, und die Lust pochte zwischen ihren Beinen. Es machte zwar überaus großen Spaß, den Lotsen zu quälen, aber die Erfüllung ihrer eigenen Sehnsüchte fand sie darin nicht. Ihren sexuellen Durst stillte sie mit anderen Männern. Und derjenige, der sich da gerade verstohlen an der Tür bemerkbar machte, war ihr erklärter Liebling.
Sollte sie Peter hereinbitten? Die Rohheit ihrer Gedanken ließ Annabel innerlich beben. Zwei Männer gleichzeitig lieben! Sollte sie es wagen?
Sie ging zur Tür.
«Peter?», fragte sie flüsternd.
«Natürlich.»
«Kannst du noch warten? Nur ein paar Sekunden?»
Ein kehliges Lachen erklang. «Für Euch warte ich sogar noch länger.»
«Ich bin gleich so weit», versprach sie und schlich mit weichen Bewegungen zurück in die düstere Kajüte.
Die auf dem Bett ausgestreckte Gestalt zitterte in ihren Fesseln, die Stimme erfüllt von ekstatischem Grauen. «Wer war das? Seid Ihr wahnsinnig? Ich erlaube nicht, dass mich jemand in dieser Situation sieht.»
«Du erlaubst nicht?», entgegnete Annabel leise und betrachtete dabei den steinharten Prügel und die schmelzende Erregung des Körpers, der bebend vor ihr lag. «Ist das deine Art, mit deiner Meisterin zu sprechen?»
Nach einer kurzen Pause ließ sie ihre hauchenden Fingerspitzen über die tiefe Ritze gleiten, die seine Pobacken trennte, und drückte dann einen grausam forschenden Finger in die faltige Rosette ihres Opfers. Sein Schrei glich einem inbrünstigen Flehen. «O nein, Meisterin! Es tut mir schrecklich Leid, Meisterin!»
«Schon besser», befand sie zustimmend, während sie ihren Finger ein wenig tiefer in den fleischigen Muskelring seines Pos drückte und ihn so immer mehr dehnte. Er erzitterte und stöhnte laut. Annabel wusste, dass er jetzt im siebenten Himmel war. «Verkommener, kleiner Kerl», zischte sie zärtlich.
Dann begann sie, ihren Finger zwischen den weichen, warmen Analwänden zu drehen. Dabei lachte sie über seine hilflose Reaktion. Annabel wusste, wie sehr er es genoss, wenn sie dort in ihn eindrang. Während sie den Finger immer noch in seinem Po hatte, beugte sie sich über seine nackte, weiße Schulter und flüsterte ihm quälende Worte ins Ohr.
«Ich weiß doch, was du willst», zischte sie. «Du willst Schwänze lecken. Und genau das habe ich für dich organisiert. Vor meiner Tür steht ein schöner, saftiger Knüppel, und ich werde dich zwingen, an ihm zu lutschen!»
Er keuchte erneut. Die junge Meisterin spürte genau, wie die Spannung in seinem Körper bei der schrecklichen Verzückung nachließ, die ihre Worte auslösten. Nun war es Zeit, wieder eine Hand unter seinen Bauch zu schieben. Der Schwanz, der ihr dort in die Finger sprang, war stramm, unglaublich erregt und nur einen Augenschlag vom Höhepunkt entfernt – wenn sie es denn erlauben würde.
«Du willst doch Schwänze lecken, nicht wahr?», fragte sie fordernd.
Der Lotse schluchzte fast in die purpurrote Daunendecke. Da zog Annabel den Finger aus seinem Po und griff wieder nach der Gerte. Sie fasste zwischen seine Beine und zwang seine Hinterbacken in die Höhe. Sein Körper bebte vor widerstreitenden Gefühlen. Annabel wusste genau um seine Notlage. Er war der Lotse. Er gab die Befehle an Bord, denen alle Folge zu leisten hatten. Doch hier in ihrer Kajüte war er es, der gehorchen musste. Er liebte es, ihren Befehlen nachzukommen. Und je verdorbener die Befehle waren, desto enthusiastischer gehorchte er.
Während Annabel geduldig auf eine Entgegnung wartete, fragte sie sich, ob er ihr wohl diesmal widerstehen könnte. Aber nein – als sie ihre Hand unter seinem Bauch wegzog, hielt er seine weißen Halbmonde gehorsam in der Luft, sodass sie direkten Zugang zu seinem besten Stück hatte. Bei der leisesten Berührung würde er explodieren, doch genau das wollte ihm die junge Frau noch nicht erlauben. Stattdessen strich sie mit der dünnen Spitze ihrer Gerte der Länge nach über seinen harten Penis.
Der Lotse schrie vor Verzückung. Als es erneut an der Tür kratzte, machte Annabel ein paar schnelle Schritte zum Eingang der Kajüte. «Warte noch kurz!», flüsterte sie durch das Holz und ging dann zum Lotsen zurück. Der lag immer noch zuckend und mit vor Lust verzerrtem Gesicht auf der Seidendecke.
«Du wirst jetzt einen Schwanz blasen, und es wird dir gefallen!», befahl sie mit klopfendem Herzen. Das würde ein Riesenvergnügen werden.
«Zwingt mich», kam es leise und gequält flüsternd. «Ich will, dass Ihr mich zu köstlich schändlichen Dingen zwingt. Zu Taten, die ich später bereuen werde, denen ich jetzt aber nicht widerstehen kann!»
Annabel leckte sich ihre geschwollenen, feuchten Lippen. «Bist du sicher?»
«Ja. Aber er darf nicht erfahren, wer ich bin. Wenn meine Männer das wüssten, könnte ich sie niemals mehr in Schach halten …»
«Wenn sie was wüssten?», fragte Annabel gnadenlos.
Sie hörte seinen schnellen, flachen Atem, während seine Wollust ihn zu einer Antwort zwang. «Dass ich ein verkommenes, sündhaftes Monster bin. Dass ich der Versuchung erlegen bin, das Gemächt eines Mannes in meinem Mund zu schmecken.»
«Vertrau mir», lockte Annabel mit sanfter Stimme und kniete sich vor den messingbeschlagenen Schrankkoffer, der einst ihrer Mutter gehört hatte. Sie zog ein riesengroßes Tuch aus chinesischer Seide hervor. Der helle, hauchdünne Stoff fühlte sich kühl und zart zwischen ihren Fingern an. Annabel vergrub ihr Gesicht kurz in seinen parfümierten Falten und atmete den Duft exotischer Ferne ein. Dann breitete sie den leuchtenden orangefarbenen Stoff auf dem nackten Körper des Lotsen aus, sodass er völlig darunter verborgen blieb.
Nachdem sie die Bitte des Seemannes erfüllt hatte, trat sie an die Tür und schob den Eichenriegel beiseite. Unmittelbar darauf stürzte ein großer, stämmiger Matrose in ihre Kajüte, drückte sie grob gegen die Wand und brachte ihre Protestlaute mit derben Küssen zum Verstummen. Er biss ihr in den Hals und leckte über das Dekolleté, das ihr tief ausgeschnittenes Kleid offenbarte. Peter war so groß, dass er scheinbar den gesamten Raum in der winzigen, höhlenähnlichen Kammer einnahm. Doch in den Schlitzen seiner lachenden Augen glitzerte eine Fröhlichkeit, die ihn zu Annabels bevorzugtem Liebhaber machte.
Sie lehnte sich gegen die Wand und ließ sich in seine Umarmung fallen. Dabei kicherte sie und warf vor Vergnügen immer wieder den Kopf zurück. Sie zog eine Grimasse und lachte ihn an. Seine heißen, feuchten Lippen weckten die herrlichsten Gefühle in ihr, sodass sich an ihrem geheimsten Ort schnell Hitze und Feuchtigkeit breit machten. Ihr Verlangen zauberte ein Lächeln auf ihren Mund. Wieder warf sie den Kopf zurück und spürte Peters wilde Locken, als er seine Lippen über ihren gesamten Körper gleiten ließ.
Annabel genoss die Bewunderung und das Verlangen in seinen Augen. Der Matrose kniete sich hin, und seine massigen Hände begannen zärtlich, ihre Knöchel zu streicheln. Von dort arbeitete er sich nach oben und schob dabei den Rock ihres Gewands nach oben. Er war immer ganz versessen darauf, ihre nackte Möse zu sehen.
Doch Annabel hielt ihn zurück. «Warte», sagte sie sacht und kniete sich ebenfalls hin, sodass sie auf Augenhöhe mit seinem attraktiven, bärtigen Gesicht war. «Heute habe ich etwas ganz Besonderes für dich», erklärte sie lächelnd.
«Du bist doch immer etwas Besonderes», keuchte er.
Sie lächelte und befreite sich aus seinem Griff. Doch Peter hielt sie an der Taille fest, schob ihren Rock nach oben und küsste jeden Zentimeter ihres nackten Fleisches, an den er gelangen konnte. Zitternd von seinen Zärtlichkeiten beugte Annabel sich zur Seite und griff in den immer noch offen stehenden Schrankkoffer, aus dem sie eine schwarze Samtmaske zog – das Relikt einer Nacht in Venedig. «Ich möchte, dass du die hier heute trägst», bat sie ihn und ließ den Stoff dabei sanft durch ihre Finger gleiten. Der Matrose sah ein wenig schockiert drein, als sie den weichen Samt der Maske liebkoste.
Er beugte sich vor, griff nach ihrer Hand und saugte jeden ihrer Finger in seinen heißen, feuchten Mund.
«Wieso?», fragte er zwischen Lecken und Saugen. Seine Augen blickten sie gierig an. «Du weißt doch, wie gern ich dich ansehe. Es gibt nichts, was mir mehr Lust bereitet als der Anblick deines nackten Körpers.»
«Erinnerst du dich noch an dieses lüsterne Freudenhaus, in dem du in Buenos Aires warst? Du hast mir davon erzählt: Ein heißer, köstlicher Mund hatte dort so lange an deiner Männlichkeit gelutscht und gesaugt, bis es dir schreiend kam, während ein anderer weicher Mund an deinem Hals geknabbert hat.»
«O ja! Du weißt sehr gut, dass das meine Lieblingsphantasie ist.»
Das Pärchen kniete immer noch auf dem Eichenfußboden. Annabel grinste ihr Gegenüber wissend an, und sie mussten beide lachen. Als sie ihre samtweichen Arme um seinen Hals legte, beugte er sich mit der Bewegung des Schiffes vor und küsste sie. Peter roch nach Brandy und frischer Seeluft. Die Locken seiner Haare und seines Bartes waren mit einer feinen Schicht Seesalz überzogen. Er musste direkt von seiner Wache als Steuermann zu ihr heruntergekommen sein. «Wie würdest du es finden, diese aufregenden Gefühle noch einmal zu spüren?», murmelte Annabel, während sie an seinen gierigen Lippen hing.
«Wie soll das denn …» Als er unter der Seidendecke auf dem Bett das Zittern eines Körpers wahrnahm, brach er seinen Satz unvermittelt ab. Seine Augen glitten voller Lust über die Umrisse unter dem zarten Stoff, und Annabel lachte leise über seine Überraschung.
«Aber du musst dabei eine Augenbinde tragen», sagte sie, seinen erstaunten Blick erwidernd. «Du darfst nicht erfahren, wer sich darunter verbirgt.»
Peters Haut wurde immer heißer unter ihren Handflächen. Seine Muskeln zuckten, und er leckte sich lasziv über die Lippen. Die Augen waren vor Wollust eng zusammengekniffen. «Dann bind sie mir ruhig um», entgegnete er mit einem heiseren Knurren.
Annabel beugte sich vor, legte ihrem Liebhaber die schwarze Samtmaske an und prüfte ihre Wirkung vorsichtig mit den Händen. Der Seemann sah in dem düsteren, grünen Licht der Kabine unheimlich, ja geradezu bedrohlich aus. Ihr wurde kurz etwas mulmig, aber sie rief sich gleich darauf in Erinnerung, dass der Mann unter der Maske nur Peter war und nicht irgendein Fremder.
Dann wandte sie sich der stummen Gestalt zu, die da ausgestreckt auf dem Bett lag. Mit einer knappen Bewegung zog sie die Decke weg, die den lustdampfenden Körper bis dahin bedeckt hatte. Der Lotse stöhnte. Sein blasser Körper rieb sich bereits eifrig an der dunkelroten Bettdecke. Annabel nahm die Gerte zur Hand und zog sie ihm über den Hintern. Einmal, zweimal, dreimal.
Als Peter den ersten Schlag hörte, war er noch überrascht. Doch als ihm klar wurde, welches Geräusch da zu hören war und was da nur Zentimeter von ihm entfernt passierte, verzog sich sein Mund unter der Samtmaske zu einem breiten, lüsternen Grinsen. Der Klang einer peitschenden Gerte und das Stöhnen eines von seiner Lust gequälten Mannes schienen eine noch größere Erregung in ihm auszulösen.
Annabel hatte mittlerweile befunden, dass der Lotse zu nahe vor seinem Höhepunkt war, und ihm zur Abkühlung seiner Lust ein paar scharfe Hiebe auf die sensible Schwanzspitze verabreicht. Der Mann schrie in echtem Schmerz auf, doch sie wusste, dass die Freude schon bald zurückkehren würde. Außerdem war dies die einzige Möglichkeit, ihrem Opfer die köstliche Erregung so lange wie möglich zu erhalten.
Schließlich beugte sie sich über das Bett und befreite seine Hände. Dann band sie auch die Schnüre los, die seine Handgelenke festhielten. Der Lotse rieb seine Haut, die mit Striemen versehen war, und starrte mit halb geschlossenen Augen auf die roten Spuren. Doch es dauerte nicht lange, bis er die Finger zu seinem lila verfärbten und bereits wieder steinharten Schwanz wandern ließ. Der Schaft war mit knotigen Venen überzogen, und die riesige blassrote Eichel tropfte von seinem Vorsaft.
Irgendwann schaute der Lotse von seinem Riemen auf und warf einen heimlichen, ängstlichen Blick auf den Mann mit der Maske, der fast den gesamten Raum der dunklen, warmen Kabine einzunehmen schien. Vom Ende seines Schwanzes tropfte eine cremige Flüssigkeit auf den Eichenfußboden. Er ging vor Annabel in die Knie und begann wie besessen, ihre nackten Zehen zu küssen. «Herrin!», keuchte er leise. «O Gott! Zu was für abscheulichen Dingen werdet Ihr mich zwingen?»
Der Bart und die Lippen des Seemannes jagten köstlich kitzelnde Schauer über Annabels Füße. Es kostete sie erhebliche Mühe, bei dieser phantastischen Erregung die Kontrolle über ihre Stimme zu behalten.
«Du wirst schmutzige und sündhafte Dinge tun, die dich für immer verfolgen werden», zischte sie boshaft, aber voll heiserer Geilheit. «Ob in Vergnügen oder Reue vermag ich nicht zu sagen.»
Der Lotse packte sie in besinnungsloser Geilheit an den Füßen. Doch keine Minute länger würde ihre Haut seine Berührung ertragen. Sie entzog ihm ihre Zehen und befahl ihm barsch aufzustehen.
Nachdem der Seemann sich ohne Zögern aufgerichtet hatte, stand er mit bebenden Gliedern vor ihr. Jetzt befanden sich zwei Männer in dem Raum, die auf Annabels Befehle warteten und unter ihrer totalen Kontrolle standen. Doch nur einer von ihnen war nackt.
«Zieh diesen Mann aus!», ordnete sie an.
Aufgeregt keuchend trat der Lotse auf Peter zu, der mit der schwarzen Maske wie eine ausdruckslose Statue aussah. Der stämmige Seemann zitterte leicht, als die Finger des Lotsen an seiner Kleidung zogen.
Er hatte natürlich keine Ahnung, wer ihn da entkleidete, und Annabel fragte sich, welche Bilder wohl in seinem Kopf aufstiegen, als die gierigen Hände des nackten Mannes ihn seines bauschigen Hemdes und seiner groben Seemannshosen entledigten. Doch es mussten sehr befriedigende Bilder sein, denn der Schwanz, der aus seiner Hose sprang, war voll ausgefahren, und an seiner Eichel glitzerte ein deutlich sichtbarer Wollusttropfen.
«Knie dich hinter den Mann und leck seinen nackten Hintern», befahl Annabel.
Das Tempo, in dem der Untergebene sich in die verlangte Position begab und mit langer, bohrender Zunge sein Werk begann, verriet seine überaus große Lust.
Als die geheimnisvolle Zunge über den haarigen Po in den Spalt vordrang, der zu seiner Rosette führte, begann Peter leicht zu schaudern und zu schwitzen.
Es war heiß in ihrer Kabine. Annabel wand sich aus ihrem voluminösen Seidenkleid und baute sich nur mit ihrem Korsett bekleidet vor Peter auf. Sie hob seine Hände und führte sie über ihren zarten Körper.
«Schnür mein Korsett auf», wies sie ihn diesmal an.
Annabel genoss die Berührung von Peters Händen, die sie – selbst mit verbundenen Augen – äußerst geschickt von ihrem letzten Kleidungsstück befreiten. Als die schwüle Luft endlich ihre nackte Haut berührte, seufzte Annabel voller Lust auf. Peter vergrub sein Gesicht sofort in ihren jetzt nackten Brüsten und jagte ihr damit hinreißende Stiche durch die Brustwarzen. Annabel spürte wilde Lustwellen in sich aufsteigen. Sie presste ihre nackten Schenkel zusammen und ergab sich den Gelüsten ihres Körpers, versank ganz in diesem Augenblick.
Plötzlich fiel ihr der Lotse wieder ein. Sie zog ihn von Peter weg, stellte sich rittlings über ihn und drückte ihm ihre Möse ins Gesicht. Der Schiffsgang war jetzt deutlich stärker, doch es gelang ihr ohne Schwierigkeiten, sich dem Rhythmus der Bewegungen anzupassen. Der heiße Mund und die Zunge des nackten Lotsen bohrten sich immer tiefer in den Lustschlitz zwischen ihren Beinen. Annabel drehte sich ein wenig zur Seite, sodass Peter ungehindert weiter an ihren Titten saugen konnte. Es dauerte nicht lange, bis die weichen Lippen des Lotsen zu der heißen, pochenden Knospe ihres Kitzlers gelangten.
Sie hatte ihm ganz genau beigebracht, was er dort zu tun hatte. Seine Zunge flitzte über die Oberfläche ihres Lustpunktes, und die Lippen lutschten an der empfindlichen Haut, die ihn umgaben. Indem er abwechselnd hart saugte und ganz leicht an ihr leckte, brachte er sie an den Rand der Ekstase. Dabei pressten sich seine Hände fest in ihre Pobacken, um Annabel noch näher an sich heranzuziehen. Peters Mund schloss sich unterdessen immer wieder fordernd um eine ihrer Zitzen, während er die andere Brustspitze zwischen seinen Fingern hin- und herrollte. Seine freie Hand strich dabei mit leichtem Streicheln über ihren Bauch.
Annabel wurde ganz taub, die Knie weich wie Butter. Sie war so heiß, dass sie das Gefühl hatte, in ihrer Lust zu ertrinken. Das Schiff ging auf und ab und versetzte ihren gesamten Körper in köstliche Schwingungen. Ihre Hüften zuckten in gierigen, schmelzenden Bewegungen. Annabel warf ihren Kopf zurück, sodass ihr Haar weich über ihren Rücken fiel. Ihr Atem dröhnte kreischend in den Ohren, und die empfindliche Haut über ihren Brüsten wurde von einer heißen Wallung erfasst. Ihre glühenden Lippen fühlten sich geschwollen und sinnlich an. Und die Lust – die Lust, die sie zurückzuhalten versuchte und doch so verzweifelt willkommen heißen wollte – wurde immer unerträglicher. Sie war sich nur schwach bewusst, dass Peter sie mit seinen starken Armen festhielt, während die saugenden Lippen und die leckende Zunge des Lotsen herrlichste Zuckungen in ihrem Körper auslösten und sie wieder und wieder kommen ließen. Beim letzten, himmlischen Lustanfall ließ Annabel sich laut schreiend gegen Peters nackte Brust fallen.
Sie lächelte. Peter hielt sie voller Zärtlichkeit fest, während sie langsam wieder auf die Erde zurückkehrte. Ihre Haut fühlte sich weich und empfindlich an. Annabel streckte sich genüsslich, bevor sie sich zufrieden an seinem angespannten Seemannskörper rieb. Sie spürte, wie er seine Männlichkeit an ihren Körper presste. Auf jeden Fall würde sie ihr Versprechen halten. «Und jetzt lasse ich deine Träume wahr werden», murmelte sie immer noch benommen. Er sollte der Nächste sein, der echte Ekstase erlebte.
