Die Gefährtin des Wolfes - Eliza Moon - E-Book

Die Gefährtin des Wolfes E-Book

Eliza Moon

0,0
2,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Was passiert, wenn die Liebe deines Lebens ein glücklicher Single ist?

Die Gestaltwandler-Bärin und Jungfrau Iduna Hudson will keinen Gefährten, aber sie möchte ein Baby. Sie hat sich einer künstlichen Befruchtung unterzogen und ist bereit für das Leben als alleinerziehende Mutter. Wer braucht schon einen Mann?

Werwolf Stephen Jackson ist sich dessen bewusst, dass seine einzige Chance auf eine Familie darin besteht, die Frau aufzuspüren, die sein Sperma erhalten hat. Sein Wolf weiß sofort, dass er seine Gefährtin gefunden hat, als er sie sieht.

Aber Liebe ist keine Option. Iduna ist viel jünger als Stephen. Hinzu kommt, dass die Beziehung zwischen Wölfen und Bären bestenfalls angespannt ist. Und es waren nicht die besten Zeiten.

Es brechen mörderische Zeiten für Stephen und Iduna an, als sie den brutalen und bewaffneten Anti-Gestaltwandler-Fanatikern von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten.

Stephen sucht allerdings bereits seit Jahrzehnten nach seiner Gefährtin und wird nun, da er sie endlich gefunden hat, nicht aufgeben. Selbst wenn das bedeuten sollte, dass er den Kampf seines Lebens führen muss.

Können Stephen und Iduna ihren Feinden entkommen? Können sie sich und ihr Baby retten? Wird Liebe Hass überwinden?

Dies ist eine eigenständige Geschichte mit kurvigen Frauen, Formwandlern, Magie und Action. Es gibt ein Happy End, also keine Cliffhanger.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2021

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 – Iduna

Kapitel 2 – Stephen

Kapitel 3 – Iduna

Kapitel 4 – Stephen

Kapitel 5 – Iduna

Kapitel 6 – Stephen

Kapitel 7 – Iduna

Kapitel 8 – Stephen

Kapitel 9 – Iduna

Kapitel 10 – Stephen

Über Eliza Moon

Bücher von Eliza Moon

Die Gefährtin des Wolfes

Ein paranormaler Liebesroman

Eliza Moon

Copyright © 2021Heartbeat Reads - Alle Rechte vorbehalten.

Es ist in keiner Weise legal, Teile dieses Dokuments in elektronischer Form oder in gedruckter Form zu reproduzieren, zu vervielfältigen oder zu übertragen. Die Aufzeichnung dieser Publikation ist strengstens untersagt und jegliche Speicherung dieses Dokuments ist nur mit Genehmigung des Herausgebers gestattet. Alle Rechte vorbehalten.

Impressum:

Heartbeat Reads

[email protected]

Kapitel 1 – Iduna

Es war ein wunderschöner Tag im südlich gelegenen Landesinneren von British Columbia, Kanada. Die Berge waren grün und gelb gesprenkelt. Der Kontrast zwischen den Laub- und Nadelbäumen zeichnete einen malerischen Übergang von Sommer zu Winter. Iduna Hudson saß auf einer Parkbank direkt vor der Bibliothek und zog es ausnahmsweise vor, die Natur zu genießen, anstatt ihre Nase in ein Buch zu versenken.

Es half, dass sie allein war. Niemand gab vor, an einem Gespräch interessiert zu sein, nur um die Konversation dann plötzlich uninteressiert abzubrechen, wenn sie darüber sprechen wollte, warum die Blätter im Herbst ihre Farbe wechselten.

Ein Tritt ihres ungeborenen Babys ließ sie zusammenzucken, die Bärin legte eine Hand auf ihren Bauch. Nach acht Monaten Schwangerschaft wollte sie die letzten vier Wochen einfach nur noch hinter sich bringen. Sie war es leid, schwanger zu sein. So sehr sie auch das Gefühl genoss, ein Lebewesen in sich heranwachsen zu lassen, so sehr wollte sie die Rückenschmerzen, die geschwollenen Füße und die Weigerung ihres Körpers, es sich nachts bequem zu machen, nun auch wieder loswerden.

Aber sie bedauerte die Entscheidung, schwanger geworden zu sein, keineswegs. Sie wollte ein Kind – und das sollte sie auch haben. Iduna atmete die frische Luft tief ein. Ihre kleine Gestaltwandler-Bärengemeinde, die hauptsächlich aus Landwirten und Obstbauern bestand, die es bevorzugten, ihre Arbeit zu Fuß oder mit ihren Bären zu erledigen, lag relativ abgelegen. Nur sehr selten benutzen die Leute der Gemeinschaft Fahrzeuge, obwohl jeder ein Auto hatte. Das führte dazu, dass nicht nur die Luft sauber und frisch, sondern die Gemeinschaft zudem auch gemütlich und ruhig war. Dies war einer der Gründe, warum Iduna es so liebte, hier zu leben. Sie konnte frei atmen, ohne sich über ihre Gesundheit Gedanken machen zu müssen.

Ein unbekannter Geruch flatterte ihr vor die Nase und sie drehte sich um.

Ihre Augen öffneten sich weit und ihr Herzschlag schoss nach oben, als sie den Mann erblickte, der auf sie zulief. Er war kein Bär, soviel war klar. Er ging mit einem gewissen Grad an Beherrschtheit und Grazie, es handelte sich nicht um die bleifüßigen Schritte, die sie gewohnt war. Sein dunkles Haar war an wenigen Stellen bereits ergraut, um seine Augen herum zeichneten sich Krähenfüße ab. Iduna schätzte, dass er so um die vierzig sein musste. Sein leicht blasser Hautton ließ darauf schließen, dass er wohl eher im Büro als draußen arbeitete.

Er war einfach wunderschön. Iduna befahl ihrem Herzen, langsamer zu schlagen. Ihre Reaktion beunruhigte sie etwas. Es gab so viele gutaussehende Männer in der Gemeinschaft, warum wurden ihre Hormone gerade jetzt in Wallung gebracht? Das war an und für sich schon seltsam. Sie konnte an einer Hand abzählen, wie oft sie sich sexuell von jemandem angezogen fühlte.

Na ja, es würde auch wieder schnell vorbeigehen. Sowie sie ins Gespräch kämen, würde er klingen wie ein Idiot und ihre Anziehung würde genauso schnell wieder vergehen wie sie zuvor aufgeblüht war.

„Hallo“, sagte sie.

„Hallo.“ Er nahm seine Baseballkappe ab. „Bist du Iduna Hudson?“

Iduna blinzelte überrascht. „Kennen wir uns?“

„Nein. Ich . . . ich weiß, es ist seltsam und ich entschuldige mich, wenn ich dir Unannehmlichkeiten bereite. Aber ich bin der Spender.“

Was für ein Spender? Iduna schnappte nach Luft; ihr Baby begann wieder zu treten. Ihre Augen öffneten sich weit. Natürlich. „Du meinst den Samenspender, den ich für meine künstliche Befruchtung ausgewählt habe?“

„Ja, ich bin der Spender.“

„Ich verstehe.“ Sie blickte ihn prüfend an und nickte. Er war genauso so, wie es ihr in der Klinik versichert worden ist. „Wie hast du mich gefunden?“

„Du hast einige Papiere unterschrieben, die es der Klinik erlaubten, mir deine Kontaktdaten zu geben. Darf ich mich setzen?“ Iduna nickte und rückte zur Seite, um Platz für ihn zu schaffen. Der Mann setzte sich hin. Jetzt, da er näher war, erkannte die Bärin, wonach er roch: Es war ein würziger Duft, vermischt mit Druckerfarbe. Unbewusst beugte sie sich nach vorne, um seinen Duft zu erschnüffeln. Ihr Herzschlag beschleunigte sich wieder und sie spürte, wie ihre Hände zu zittern begannen. Ihre Reaktion überraschte und ängstigte sie ein wenig.

Sie hatte sich trotz ihres jungen Alters letztendlich für die künstliche Befruchtung entschieden, da sie mit ihrem Kind all die Dinge unternehmen wollte, die ihre Eltern mit ihr nicht erleben konnten. Alle hatten sie gefragt, warum sie sich für diese Methode entschieden habe, anstatt den richtigen Partner zu suchen und finden. Die Antwort war einfach. Sie kannte meilenweit jeden Gestaltwandler-Bären und zudem auch einige Menschen-Männer. Der Richtige war nicht dabei. Niemand hatte ihr Blut bisher so in Wallung gebracht wie dieser Mann.

Und sie kannte nicht mal seinen Namen.

„Du bist ein Wolf!“, rief sie plötzlich überrascht. Sie hatte diesen unverkennbaren Hundegeruch bei ihm festgestellt. „Oder du lebst mit einem zusammen.“

„Ich bin ein Wolf“, bestätigte er. „Hat dir die Klinik das nicht mitgeteilt?“

Sie schüttelte ihren Kopf. Sie hatte nach einer Gestaltwandler-Bärenspende verlangt, aber anscheinend wurden die Proben vertauscht, oder es hatte sich einfach niemand genügend Mühe gegeben. Angesichts der Art und Weise, wie sie behandelt wurde, nachdem sie bekanntgegeben hatte, eine Gestaltwandler-Bärin zu sein, würde sie Letzteres kaum wundern. Anti-Gestaltwandler-Strömungen gab es hier überall.

„Ok.“ Iduna schaute ihn an. „Wie heißt du?“

„Entschuldige. Ich heiße Stephen Jackson.“

„Stephen. Das bedeutet Krone, Ehre. Ein königlicher Titel. Griechisch.“

„Wirklich? Das wusste ich nicht.“ Stephen lächelte entspannt. „Ich glaube nicht, dass ich irgendeinen griechischen Vorfahren habe, aber der Name meines Großvaters war Stephen. Seltsam, wenn man darüber nachdenkt, wie Namen sich so weit von ihren Ursprüngen entfernen können.“

Iduna nickte. „Ja, es ist erstaunlich wie Namen durch ganze Kulturen wandern können. Aber warum bist du hier? All deine Spenderdaten waren unter Verschluss. Ich dachte, das bedeutet, dass du nicht kontaktiert werden möchtest.“

„Ich wollte das zuerst auch nicht. Zum Zeitpunkt der Spende war ich . . . rustriert. Ich hatte keine Frau. Aber der Gedanke, trotzdem ein Kind zu haben, der gefiel mir.“

„Und warum hast du jetzt versucht, mich zu finden?“ Stephen drehte sich von ihr weg. „Ich hatte kürzlich einen Unfall und kann nun keine Kinder mehr zeugen.“

„Oh“, Iduna schlug ihre Hände auf die Schenkel. Eine Welle an Mitgefühl vermischt mit einem Hauch Enttäuschung rann durch ihren Körper. Aber worüber war sie enttäuscht? „Nur unfruchtbar oder auch impotent?“

Stephens Kinnlade fiel hinunter. „Was?“

„Kannst du noch Sex haben?“

Iduna zog ihre Stirn in Falten. Es handelte sich hier um eine einfache, direkte Frage, oder nicht? Warum war er so schockiert? Manchmal verblüfften Leute sie einfach.

„Ich, mmm . . . “

„Ich habe etwas Falsches gesagt, oder?“ Iduna biss sich auf die Lippen. „Das passiert mir öfter. Meine Mami sagt, ich hätte keinen Filter.“

„Mami? Wie alt bist du?“

„Fünfundzwanzig. Ich finde Mami klingt einfach besser als alle anderen Koseformen für ‚Mutter‘.“

„Ich . . . verstehe.“ Stephen strich sich mit einer Hand durch sein dunkles, grau werdendes Haar.

„Also, um deine Frage zu beantworten . . . Ich kann keine Kinder mehr haben. Und deshalb habe ich versucht, dich zu finden. Ich erhoffe mir, irgendwie am Leben des Babys teilnehmen zu können. Ich wollte immer schon Kinder haben und das hier ist jetzt meine Chance.“

Iduna biss sich auf die Lippen, um nicht sofort mit einem Ja herauszuplatzen. Sie konnte ihre Entscheidung nicht darauf begründen, dass sie sich sexuell zu ihm hingezogen fühlte. Eine Entscheidung, die auf Hormonen beruht, kann keinen guten Ausgang haben.

Wir müssen uns erst mal besser kennenlernen“, entschied sie. „Wenn du am Leben des Babys teilhaben möchtest, bist du auch ein Teil meines Lebens und ich will sichergehen, dass unsere Charaktere zueinanderpassen, bevor wir irgendeine Entscheidung treffen.“

„Das klingt fair“, sagte Stephen. „Ich meine, ich verstehe voll und ganz, falls du das nicht willst. Du hast dich ja sicherlich nicht ohne Grund zu einer künstlichen Befruchtung entschieden.“

Ihr Gesicht verdunkelte sich. Ihre Eltern hatten ihr über zwei Jahre hinweg regelrecht verboten, die künstliche Befruchtung durchführen zu lassen, damit sie sich ihrer Entscheidung wirklich sicher sein konnte. Fakt war, dass all ihre Bekannten in ihrem Alter bereits einen festen Partner gefunden hatten. Fünfundzwanzig war sicherlich kein Alter, aber sie hatte ihr Leben durchgeplant. Da gab es einfach keine Zeit, auf jemanden zu warten. Die Chancen, dass es überhaupt einen richtigen Gefährten für sie gab, liefen gegen Null.

Außerdem mochte sie es nicht, unter Leuten zu sein.

---ENDE DER LESEPROBE---