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Was würdest Du tun, wenn der König der Vampire Dich in seinem Harem will?
Der Vampirkönig Matheus Lindgern interessiert sich nur für zwei Dinge: Er will die schlechten Beziehungen zu den angrenzenden Königreichen verbessern und eine Partnerin finden, die Königin an seiner Seite werden soll.
Von dem Moment an, in dem Alice sein Schloss betritt, kocht sein Blut. Er weiß, dass er sie will. Aber er ahnt nicht, dass Alice eine mächtige Hexe ist, die ihn spielend leicht vernichten könnte, wenn sie es nur wollte.
Alice ist eine kurvenreiche und wunderschöne Kriegerin, die schon im Krieg gegen Vampire gekämpft hat. Als der Krieg schließlich ein Ende findet, werden Alices Pläne durchkreuzt, ihre Kräfte als Heilerin einzusetzen, als sie auf das Schloss des Vampirkönigs entführt wird.
Alice ist entschlossen, den König zu hassen und so schnell wie möglich zu fliehen. Aber sie weiß, dass sie in Schwierigkeiten steckt, als sie entdeckt, wie sexy Matheus Lindgern wirklich ist.
Selbst als all ihre Instinkte sie vor diesem fatalen Fehler warnen, kann sie nicht anders, als sich in den König zu verlieben, der vielleicht nicht das Monster war, das sie erwartet hat. Ihr Entschluss, nach Hause zurückzukehren, beginnt zu wanken. Vor allem, als sie feststellen muss, dass da noch etwas in ihrem Bauch heranwächst …
Doch schon bald schon muss Alice lernen, dass nicht alle am Hof des Vampirkönigs gute Absichten hegen. Eine tödliche Falle ist im Begriff zuzuschnappen und Alice muss alles dran setzen, um zu überleben und diejenigen zu beschützen, die sie liebt …
Dies ist eine eigenständige Geschichte mit kurvigen Frauen, Vampiren, Magie und Action. Es gibt ein Happy End, also keine Cliffhanger.
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Veröffentlichungsjahr: 2021
Inhaltsverzeichnis
Kapitel Eins
Kapitel Zwei
Kapitel Drei
Kapitel Vier
Kapitel Fünf
Kapitel Sechs
Kapitel Sieben
Kapitel Acht
Kapitel Neun
Kapitel Zehn
Kapitel Elf
Kapitel Zwölf
Kapitel Dreizehn
Über Eliza Moon
Bücher von Eliza Moon
Neumondnacht
Ein paranormaler Liebesroman
Eliza Moon
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Impressum:
Heartbeat Reads
Der Sonnenuntergang malte den Himmel in satten, goldenen Farbtönen über den hoch aufragenden Nadelbäumen. Gemütlich richtete sich die Welt auf eine ruhige Nacht ein. Alice schritt mit einem Korb voller erster Frühlingsblumen und Kräutern an der Hüfte auf einem nebeligen Pfad hinab, der zu ihrer Hütte führte. Sie war entschlossen, diese zu erreichen, bevor der Tag gänzlich in die Nacht glitt. Alice zog die Tür zu ihrem Häuschen auf, das gleichzeitig auch ihren Laden beherbergte, trat ein, zog den feuchten Umhang von ihren Schultern und ließ ihr lockiges, kastanienbraunes Haar wie ein Wasserfall auf ihre Schultern fallen.
„Du warst aber lange weg“, kam eine samtige Stimme gedehnt aus einem Winkel des Raums. Auf Alices unordentlichem Schreibtisch lag über einem Stapel Bücher ausgestreckt ein schlanker schwarz-weißer Kater, der sie mit seinen gelb-leuchtenden Augen anstarrte. „Ich dachte mir, du würdest dich vielleicht beeilen nach Hause zu kommen, wo heute Nacht Neumond ist“, fuhr er fort, während er seine Pfote mit einem gleichgültigen Gesichtsausdruck leckte.
„Hätte ich Zweifel, dass die Dörfler meine vorübergehende Schwäche ausnützen könnten, hätte ich mich beeilt. Aber da ich nicht länger als Söldnerin diene, muss ich mir keine Sorgen machen. Trotzdem danke für deine Anteilnahme, Talon“, antwortete Alice und stellte ihren Korb mit ihrer Ausbeute auf den Tisch, um sie zum Trocknen herauszunehmen und zu sortieren.
Seit fast hundert Jahren war Talon nun ihr Gefährte. Alice hatte ihn aufgenommen, nachdem sie ihn in den verfallenen Ruinen einer Stadt gefunden hatte, die durch einen der vielen Kriegsherren zerstört worden war. Damals war sie angeheuert worden, gegen sie zu kämpfen. Talon war nur ein Kätzchen gewesen und jetzt, nach all den Jahren, denen er Magie ausgesetzt gewesen war, hatte er nicht nur Unsterblichkeit, sondern auch einen Platz an ihrer Seite als Vertrauter erlangt. Er war ihr liebster Gefährte und seit Langem schon ihr einziger Freund.
„Ich bin auf einen fantastischen Fleck voller Blumen gestoßen, nahe dem Bach, den wir neulich entdeckt haben. Außerdem habe ich endlich auch das Mutterkraut gefunden, das ich für den Schild-Zauberspruch benötige. Du weißt doch, ich wollte damit meinen Talisman besprechen“, sagte Alice, während sie fortfuhr, Blumen zu sortieren. Anschließend ging sie hinüber zu ihrem Herd, um Teewasser aufzusetzen.
„Ich entsinne mich. Du hast mich in den Strom fallen lassen, als ich dieser Maus nachgestellt habe, du boshaftes Weib“, sagte Talon verschnupft und bedachte Alice mit einem wütenden Blick, worauf sie schnaubte und sich neben ihm an den Tisch mit ihrem Tee setzte.
„Du wärst nicht hineingefallen, wenn du auf mich gehört und das arme Mäuschen in Ruhe gelassen hättest“, summte die junge Frau, während sie eines ihrer Notizbücher aufschlug und hastig die Anleitung für das Mutterkraut notierte. Alice hatte die Tendenz, Dinge zu vergessen, wenn ihr zu viele Sachen im Kopf herumschwirrten. Sie war eben keine 140 mehr. „Ist irgendwas Spannendes in der Stadt passiert, während ich unterwegs war? Ich nehme doch an, dass du die Dörfler ausspioniert hast?“, lächelte Alice, als der Kater sie anfunkelte.
„Ich habe nicht spioniert, ich habe lediglich Feldforschung betrieben. Aber ja, ich habe tatsächlich etwas Sonderbares bemerkt“, sagte Talon, während er gähnte und sich streckte. Erst dann fuhr er fort: „Ich habe eine Gruppe Neuankömmlinge gesehen, die mir doch eher verdächtig erscheinen. Die sind ums Gasthaus herumgeschlichen. Fahle, rote Augen ... Ich denke, du verstehst schon, warum mich ihre Ankunft neugierig macht.“ Alice silberne Augen blitzten interessiert.
„Vampire? So weit im Norden? Das ist tatsächlich merkwürdig.“ Sie runzelte ihre Stirn und drehte sich auf ihrem Stuhl, um ein Buch vom Regal zu angeln. „Ich dachte, sie würden niemals ihr Territorium im Westen verlassen. Zumindest nicht, nachdem sie ihr Gebiet an die Gestaltwandler vor zwanzig Jahren verloren haben“, murmelte Alice und schlug ihr Buch auf, um sich die Karte im Buchinneren anzusehen. „Ostende mihi“, befahl sie. Die Buchseite leuchtete auf, nur um kurz darauf wieder zu erlöschen. Alice fluchte.
„Neumond, meine Liebe. Du wirst deine Zauberkräfte mindestens bis morgen nicht nutzen können“, erinnerte sie Talon mit einem wissenden Summen.
Alice funkelte den Kater mit einem irritierten Blick an, schloss das Buch und lehnte sich zurück auf ihren Stuhl. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen konnte, waren Vampire, die in der Nähe ihres Dorfes herumschlichen. Die gutmütigen Dörfler standen seit dem Ende des letzten großen Krieges, in dem Menschen, Wandler und Feenwesen vereint gegen die Kreaturen der Nacht gekämpft hatten, unter ihrem Schutz.
„Meinst du, ich habe genug Energie, um einen Abwehrzauber um die Stadt zu legen?“, brummte Alice, während sie mit ihrer feingliedrigen Hand ihre vollen, braun gebrannten Wangen gedankenverloren rieb.
„Ich nehme an, das hängt davon ab, ob du meinen Anweisungen gefolgt bist und tatsächlich ein wenig Magie aufgespart hast oder nicht“, murrte Talon und blickte seine Herrin an. Als diese nur stöhnte und ihren Kopf schüttelte, ließ der Kater ein spöttisches Lachen erklingen.
„Tja, dann müssen wir es eben mit altbewährten Mitteln angehen“, sagte Talons Herrin wütend und sprang vom Stuhl auf, um schnell ihre Uniform anzuziehen, die sie seit Jahren nicht mehr getragen hatte: ein Paar Kniebundhosen, durchwoben mit Magie, und einen passenden Waffenrock, der sich ein wenig zu eng um ihre üppigen Formen schloss. „Da hab ich vermutlich seit meiner Zeit als Soldatin ein wenig zugelegt. Das werde ich wohl weiter machen müssen“, beschwerte Alice sich.
„Ich wollte nichts gesagt haben“, brummte Talon und glitt neben sie auf den Fußboden, während sie ein gefährlich aussehendes Messer um ihre Hüfte schnallte. „Willst du diese Typen wirklich bekämpfen? Das scheint mir nicht sonderlich schlau.“
„Gegen die kämpfen? Ich hoffe nicht. Ich möchte sie nur freundlich daran erinnern, dass dies ein geschütztes Gebiet ist und sie sich hier nicht ohne ordnungsgemäße Papiere aufhalten können“, antwortete die junge Frau und versuchte, ihr widerspenstiges Haar zu einem Pferdeschwanz zurückzubinden, bevor sie ihren Umhang wieder umlegte und durch die Tür in die nebelige Nacht hinaustrat.
Als sich ein plötzliches Gewicht um Alices Schultern legte und sie ein angestrengtes Ächzen hörte, blickte sie auf und sah Talon faul um ihren Nacken gewickelte. Alice seufzte.
„Du brauchst mich nicht zu begleiten, weißt du“, betonte sie. „Und falls du doch mitkommst, bin ich mir sicher, dass du auch laufen kannst.“ Statt einer Antwort schüttelte der Kater bloß seinen Kopf und rieb seine Nase an ihrer Wange.
„Ich kann dich doch unmöglich alleine einer Horde Vampire gegenübertreten lassen. Du bist nicht in Form und aus der Übung.“ Seine Stimme klang neckisch, aber es schwang auch etwas Ernsthaftes in ihr. Ein Vampir allein war gefährlich, aber in einer Gruppe? Talon wusste so gut wie Alice, zu was diese Kreaturen fähig waren. „Und natürlich könnte ich laufen. Aber der Boden ist schlammig und ich will mir nicht die Pfoten schmutzig machen.“
„Du bist so ein verzogener Quälgeist.“ Talons Herrin rollte mit ihren Augen, während sie eine Woge der Dankbarkeit durchflutete, wohl wissend, dass ihr bester Freund ihr zur Seite stehen würde. Denn einer Vampirgruppe gegenüberzutreten, im vollen Bewusstsein, dass ihre magischen Kräfte gerade am schwächsten waren, konnte bedeuten, dass sie heute Nacht nicht mehr nach Hause zurückkehren würde. Trotz allem verspürte Alice eine Pflicht den Einwohnern des Dorfes gegenüber, die sie aufgenommen und zu einem Teil ihrer Familie erklärt hatten. Alice würde ihre Familie nicht enttäuschen.
Vampire gehörten zu den tödlichsten Geschöpfen auf dem Planeten. Da sie stärker und schneller als jeder Mensch waren, empfanden sie sich gegenüber bloßen Sterblichen als Götter. Alice hatte sich bereits in der Vergangenheit mit ihnen auseinandersetzen müssen – eine der schlimmsten Narben an ihrem Körper stammte von einem Vampirbiss. Das Biest hatte es geschafft, seine Reißzähne in ihre Körperseite zu schlagen. Zwar hatte Alice es geschafft den Vampir loszuwerden, aber nicht ohne eine beträchtliche Verletzung an ihrer Hüfte davonzutragen.
„Dort!“, grollte Talon. Die weiße Spitze seines Schwanzes tanzte nervös, als sie dem Gasthaus näher kamen und eine kleine Gruppe in ihr Sichtfeld kam. Nickend stützte Alice ihren Kopf auf das Heft ihres Schwertes.
Die Klinge, aus purem Silber geschmiedet und mit Schutzsigillen graviert, war mit dem Blut eines Hohepriesters während der Sommer-Tagundnachtgleiche gesegnet worden. Anschließend war die Klinge in das Heft gesetzt worden, das von einem Drachenreißzahn angefertigt worden war. Das Schwert war eines der wenigen Dinge, die einen Vampir tatsächlich töten konnten. Und Alice hatte jahrelange Übung darin, wie sie die Waffe am besten einsetzen konnte.
Alices volle Lippen verzogen sich zu einem spöttischen Lächeln, als sie sich der Vampirgruppe näherte. Ärgerlich blitzte die junge Frau die Vampire an, als diese ihre Blicke zu ihr wandern ließen und sie anstarrten, als wäre sie eine Delikatesse in der Auslage eines Fleischers.
„Schönen Abend. ‘Tschuldigung, wenn ich euch stören muss, aber ich wollt’ mal fragen, was eine Gruppe von Vampiren, so wie ihr es seid, hier in meinem kleinen Dorf zu suchen hat?“ Alice blickte die Vampire finster an und schätzte dabei deren Stärke ab.
Die Vampirgruppe bestand aus drei Männern, die jeder mindestens einen Kopf größer als Alice waren und reich verzierte Kleidung unter ihren Umhängen trugen. Die Vampire waren so wunderschön wie Marmorstatuen, die Alice in den reich geschmückten Palästen der Kriegsherren gesehen hatte.
