Die Hebamme und der Baron - Ralf Hagedorn - E-Book

Die Hebamme und der Baron E-Book

Ralf Hagedorn

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Beschreibung

Die Hebamme und der Baron Ein fesselnder historischer Roman über die Macht der Liebe und den Kampf gegen die Finsternis des Mittelalters. Franken, 1452: In einer Zeit, in der das Wissen einer Frau über Leben und Tod entscheidet, kreuzen sich die Wege zweier Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten. Als die erfahrene Hebamme Mary mitten in der Nacht auf die Burg Greifenstein gerufen wird, ahnt sie nicht, dass dieser Einsatz ihr Leben für immer verändern wird. In den prunkvollen Gemächern kämpft sie nicht nur um das Überleben einer jungen Mutter, sondern begegnet auch Heinrich, dem unerbittlichen Baron von Greifenstein. Beeindruckt von ihrem Mut und ihrem tiefen Wissen über die Naturheilkunde, fühlt sich der Baron unaufhaltsam zu der klugen Frau mit den grünen Augen hingezogen. Doch ihre aufkeimende Liebe steht unter einem gefährlichen Stern. Ein dramatisches Epos über eine verbotene Leidenschaft, den Mut zum Widerstand und die unerschütterliche Heilkraft der Wahrheit.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 32

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Die Hebamme und der Baron

IMPRESSUM:

Ralf Hagedorn

c/o IP-Management #4887

Ludwig-Erhard-Str. 18

20459 Hamburg

Mithilfe von ChatGPT geschrieben

Coverbild Gemini

Kapitel 1: Der Ruf in der Nacht

Der Wind zerrte an den kahlen Ästen der Eichen, die wie knöcherne Finger in den wolkenverhangenen Nachthimmel von 1452 ragten. Mary zog den wollenen Umhang enger um ihre Schultern. In ihrer rechten Hand hielt sie eine kleine Laterne, deren Kerzenflamme im Luftzug tanzte, in der linken umklammerte sie ihren hölzernen Kasten mit den Elixieren, Leinentüchern und dem getrockneten Mutterkorn.

Schneller, Frau Mary! Bei Gott, es steht schlecht um sie!“, rief der Reiter, der vor ihr her hetzte. Sein Pferd dampfte in der kalten Nachtluft. Es war ein Bote derer von Greifenstein, der Burg, die drohend auf dem Felsen über dem Tal thronte.

Mary antwortete nicht. Sie brauchte ihren Atem für den steilen Aufstieg. Als Hebamme wusste sie, dass Zeit der Unterschied zwischen Leben und Tod war, besonders wenn das Kind sich weigerte, das Licht der Welt zu erblicken.

Die schweren Eichen Tore der Burg schwangen knarrend auf. Mary wurde durch feuchte Gänge geführt, vorbei an schlafenden Hunden und Fackeltragenden Wachen, bis sie in ein prunkvolles Gemach gelangte, das nach Schweiß, Blut und verbranntem Bienenwachs roch. Auf dem Bett lag eine junge Frau, bleich wie das Linnen unter ihr.

Sie stirbt mir unter den Händen“, sagte eine tiefe, raue Stimme aus der Dunkelheit der Zimmerecke.

Mary schreckte zusammen. Dort stand er: Heinrich, Baron von Greifenstein. Er trug keinen Prunk, nur ein einfaches Hemd, das an den Ärmeln hochgekrempelt war. Seine Augen waren dunkel vor Sorge und Erschöpfung. Er war ein Mann, von dem man sagte, er sei auf dem Schlachtfeld so unerbittlich wie der Stahl seines Schwertes, doch hier, im Angesicht der Geburt, seine Schwester bekam das Kind, wirkte er seltsam verloren.

Tretet zurück, Herr Baron“, sagte Mary fest. Ihre Stimme zitterte nicht, obwohl ihr Herz raste. „Hier regiert nicht das Schwert, sondern die Geduld.“

Heinrich starrte sie einen Moment lang an, überrascht von der Unverfrorenheit dieser einfachen Frau mit den Erdverschmierten Fingernägeln und den klugen, grünen Augen. Doch er gehorchte.

Mary kniete sich an das Bett. Sie legte ihre warme Hand auf den Bauch der Gebärenden. „Hör mir zu, Elisabeth“, flüsterte sie. „Wir holen dein Kind. Aber du musst mir helfen.“

Die nächsten Stunden waren ein Kampf gegen das Unausweichliche. Mary nutzte Öl, um die Haut zu dehnen, sang leise Verse, die älter waren als die Mauern dieser Burg, und ignorierte den Baron, der wie ein Tiger im Zimmer auf und ab ging. Immer wieder trafen sich ihre Blicke, seiner fordernd und verzweifelt, ihrer ruhig und konzentriert.

Als der erste Schrei des Neugeborenen durch den Raum gellte, brach der Morgen an. Mary hielt einen kleinen, strampelnden Jungen in den Händen. Sie reinigte ihn und legte ihn der erschöpften Mutter in den Arm.

Heinrich trat an das Bett. Er sah nicht auf das Kind. Er sah auf Mary. Er sah den Blutflecken an ihrem Kleid, die Schweißperlen auf ihrer Stirn und die unendliche Sanftheit, mit der sie das Tuch faltete.

Ihr habt ein Wunder vollbracht, Mary“, sagte er leise. Er trat so nah an sie heran, dass sie die Wärme seines Körpers spüren konnte. Er roch nach Leder und altem Pergament.

Kein Wunder, Herr Baron“, erwiderte sie und senkte zum ersten Mal den Blick. „Nur die Natur, die ihren Weg findet.“

Vielleicht“, murmelte er und griff nach ihrer Hand, um ihr einen Goldgulden hineinzudrücken. Doch er ließ ihre Hand nicht sofort los. Seine raue Haut rieb gegen ihre, und für einen Wimpernschlag lang stand die Zeit im 15. Jahrhundert still. In diesem Moment wurde ein Bund geknüpft, der gefährlicher war als jeder Krieg.

Kapitel 2: Kräuter und Gebete