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Stukas über Polen Ein fesselndes Kriegsdrama über Kameradschaft, Pflichtgefühl und den Verlust der Unschuld. September 1939: Der junge Leutnant Hans Müller und sein erfahrener Bordfunker Erich "Ete" Schulz stehen an der Schwelle eines Konflikts, der die Welt verändern wird. Als Piloten einer Junkers Ju 87 der berüchtigten Stuka sind sie die Speerspitze des deutschen Überfalls auf Polen. Was als technischer "Spaziergang" und strategischer Triumph angekündigt wurde, entwickelt sich für die Besatzung der "Anton-Berta" schnell zu einem brutalen Erwachen. Inmitten von brennenden Städten wie Warschau und den erbitterten Kämpfen im Kessel von Bzura wandelt sich Müller vom pflichtbewussten Soldaten zum "Handwerker des Todes". Während die berüchtigten Jericho-Trompeten ihrer Maschine den Gegnern das Mark in den Knochen gefrieren lassen, wachsen in Müller die Zweifel an der eigenen Menschlichkeit.
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Seitenzahl: 27
Veröffentlichungsjahr: 2026
Stukas über Polen
IMPRESSUM:
Ralf Hagedorn
c/o IP-Management #4887
Ludwig-Erhard-Str. 18
20459 Hamburg
Mithilfe von ChatGPT geschrieben
Coverbild Gemini
Kapitel 1: Der graue Morgen von Neudorf
Die Luft im Bereitschaftszelt schmeckte nach abgestandenem Kaffee, billigem Tabak und der unterdrückten Elektrizität der Angst. Leutnant Hans Müller starrte auf die Karte, die auf dem provisorischen Holztisch ausgebreitet war. Draußen, auf dem Feldflugplatz Neudorf in Schlesien, herrschte noch die Dunkelheit des 1. September 1939. Doch es war keine friedliche Nacht; es war das angespannte Luftholen eines Raubtiers vor dem Sprung.
Müller! Aufwachen, Mensch“, raunzte ihn Hauptmann Hennes an. „Die Motoren laufen warm. In zwanzig Minuten sind wir in der Luft.“
Müller nickte nur. Er griff nach seiner Fliegerhaube. Er war jung, erst dreiundzwanzig, doch das Training bei der Sturzkampfgeschwader-Einheit hatte ihn gezeichnet. Seine Hände waren ruhig, aber sein Magen fühlte sich an, als hätte er Bleischrot geschluckt. Er trat ins Freie. Der Geruch von verbranntem B-4-Kraftstoff und heißem Öl schlug ihm entgegen für einen Stuka-Piloten der Geruch von Heimat und Schicksal gleichermaßen.
Dort standen sie: die Junkers Ju 87 B-1. In der fahlen Morgendämmerung wirkten sie wie riesige, bösartige Flugsaurier mit ihren Knickflügeln und dem starren Fahrwerk. Müller ging auf seine Maschine mit der Kennung „Anton-Berta“ zu. Sein Bordfunker und Heckschütze, Unteroffizier Erich „Ete“ Schulz, wartete bereits am Rumpf und klopfte gegen das Blech.
Alles klar, Herr Leutnant. Das Mädel singt heute besonders schön“, sagte Ete mit einem schiefen Grinsen, das seine Nervosität nur mühsam verbarg.
Müller kletterte in das enge Cockpit. Das vertraute Gefühl des Anschnallgurtes, der Geruch von Leder und Metall. Er begann mit den Checks. Instrumente kontrollieren, Ruder prüfen.
Der erste Start
Um 04:40 Uhr schoss eine grüne Leuchtrakete in den Himmel. Das Signal. Müller schob den Gashebel nach vorne. Der Junkers-Jumo-211-Motor brüllte auf, eine gewaltige Kraft, die die Maschine über die unebene Graspiste riss. Staub wirbelte auf, das Flugzeug bebte, bis die Schwerkraft schließlich nachgab.
Als sie an Höhe gewannen, sah Müller unter sich die Grenze. Er sah die Blitze der schweren Artillerie, die den Horizont in ein gespenstisches Licht tauchten. Es gab kein Zurück mehr.
Ete, Funkstille wahren“, befahl Müller über das Bordverständigungssystem.
„Verstanden, Chef. Wir sind über der Linie.“
Das Ziel
Ihr Auftrag war klar: Zerschlagung von Nachschublinien und Nervenzentren. Müller sah die ersten Sonnenstrahlen, die das polnische Land in ein trügerisches Gold tauchten. Dann sah er die Stadt vor sich. Er fühlte einen Stich im Herzen, als er die Sturzflugbremsen aktivierte.
Ziel in Sicht. Gehe auf 4.000 Meter. Wir stürzen in der Kette.“
Müller drückte die Nase der Ju 87 nach unten. Das war der Moment, für den sie trainiert hatten. Das Blut schoss ihm in den Kopf, die Schwerkraft drückte ihn in den Sitz. Und dann setzte das Geräusch ein, das den Krieg in Polen definieren sollte: Die Jericho-Trompete. Die Sirenen an den Fahrwerksbeinen begannen zu heulen, ein kreischendes, unmenschliches Kreischen, das den Verteidigern am Boden das Mark in den Knochen gefrieren ließ.
Der Horizont stand senkrecht. Müller fixierte das Fadenkreuz auf den Bahnhofsbereich.
800 Meter.
600 Meter.
„Bomben los!“
