Die Kunst, du selbst zu sein - Daniel Bürgi - E-Book

Die Kunst, du selbst zu sein E-Book

Daniel Bürgi

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Beschreibung

Der Bauch sagt ja. Der Kopf sagt nein. Im harmonischen Tanz zwischen Kopf und Bauch, zwischen Verstand und Bewusstsein, zwischen dem Kleinen Ich und dem Wahren Ich gipfelt die «Kunst, du selbst zu sein». Der Bauch hat fast immer recht. Trotzdem vertrauen wir lieber unserem rationalen Verstand als unserem intuitiven Bewusstsein. Seit Generationen sind wir so programmiert und konditioniert. Verstand, Logik und Gedanken werden uns weiterhin in unserem Alltag begleiten, und das ist auch gut so. Aber gleichzeitig müssen wir im alles ermöglichenden Bewusstsein unserer Seele und der universellen Intelligenz existieren. Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben liegt im Erwecken deines Potenzials und deines intuitiven Bewusstseins, das immer weiß, was für dich am besten ist. Dieses Buch gibt dir den Schlüssel dazu in die Hand.

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Seitenzahl: 179

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Der Bauch sagt ja. Der Kopf sagt nein.

Im harmonischen Tanz zwischen Kopf und Bauch, zwischen Verstand und Bewusstsein, zwischen dem Kleinen Ich und dem Wahren Ich gipfelt die «Kunst, du selbst zu sein».

Der Bauch hat fast immer recht. Trotzdem vertrauen wir lieber unserem rationalen Verstand als unserem intuitiven Bewusstsein. Seit Generationen sind wir so programmiert und konditioniert. Verstand, Logik und Gedanken werden uns weiterhin in unserem Alltag begleiten, und das ist auch gut so. Aber gleichzeitig müssen wir im alles ermöglichenden Bewusstsein unserer Seele und der universellen Intelligenz existieren.

Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben liegt im Erwecken deines Potenzials und deines intuitiven Bewusstseins, das immer weiß, was für dich am besten ist.

Dieses Buch gibt dir den Schlüssel dazu in die Hand.

Es ist ein schwieriges Unterfangen, in dieser sich so rasch verändernden Welt, in der konditionierten Ego-Gesellschaft, du selbst zu sein. Es ist jedoch eine anspruchsvolle Kunst, die jede und jeder erlernen kann. Nur wenige Menschen sind sich der Diskrepanz zwischen dem rationalen Verstand des Kleinen Ichs und dem intuitiven Bewusstsein des Wahren Ichs bewusst. Im Erkennen dieser Diskrepanz verbirgt sich die «Kunst, du selbst zu sein».

Dieses Buch führt die Leserinnen und Leser in vier Etappen zum Bewusstsein und zum Potenzial des Wahren Ichs. Selbstbetrachtung: Wo stehe ich in dieser Welt im rasanten Umbruch? Selbsterkennung: Wer bin ich? Was sind meine Talente, Freuden, Werte? Selbstbestimmung: Was will ich? Welche Wünsche und Absichten habe ich? Selbstentfaltung: Wie gelange ich zu innerer Freiheit?

Diese vier Etappen sind der Schlüssel zu einem erfüllten Leben und werden abgerundet durch die elf Regeln der «Kunst, du selbst zu sein».

Daniel Bürgi, 18.November 1953

Als Kommunikations- und Marketingstratege hat Daniel Bürgi namhafte Firmen aus der Privatwirtschaft, Bundesämter, Staatssekretariate, Branchenverbände und viele andere Unternehmen beraten. Er hat sich immer für die Belange einer ehrlichen und integren Kommunikation eingesetzt und zum Thema «Wertewandel und Unternehmenskultur» viele Workshops durchgeführt. Dabei stellte er immer wieder fest, wie stark die meisten Menschen durch Gesellschaftsnormen konditioniert und wie weit sie davon entfernt sind, sie selbst zu sein. Diese Erkenntnis hat Daniel Bürgi vom Kommunikations-Strategen zum Herzblut-Strategen in Sachen Selfness und Selbstentfaltung werden lassen.

1. Auflage 2024

Copyright ©2024 Cameo Verlag GmbH, Bern

Alle Rechte vorbehalten.

Der Cameo Verlag wird vom Bundesamt für Kultur

für die Jahre 2021–2025 unterstützt.

Lektorat: Susanne Schulten, Duisburg

Umschlaggestaltung, Layout und Satz: Cameo Verlag GmbH, Bern

E-Book: CPI books GmbH, Leck

Inhaltsverzeichnis

Ein paar einleitende Worte

Zu meiner Person

Die Triebfeder zum Schreiben dieses Buches

Die Phasen des spirituellen Erwachens

Die Zeit des spirituellen Säens

Die Zeit des spirituellen Wachstums

Die Zeit der Selbstentfaltung

Der Prozess der Selbstentfaltung

Das verwirrende spirituelle Vokabular entwirren

Die Metamorphose des Kleinen Ichs zum Wahren Ich

Die Welle erkennt, dass sie der Ozean ist

Die alten Verhaltensmuster verlieren an Bedeutung

Die Befreiung von Konditionierung und Manipulation

Das Erwachen der Intuition

Die einzigartigen Talente entdecken

Das Ende des Ego-Ichs und die Wiedergeburt des Seelen-Ichs

Die Bewusstwerdung unserer Göttlichkeit

Zeit nur für uns

Erste Etappe: Selbstbetrachtung

Wo stehe ich?

Wo stehe ich in dieser Welt im Umbruch?

Was unser Leben ganz besonders beeinflusst

Der Wertewandel «From Wellness to Selfness»

Digitale Revolution und Achtsamkeit

Der Individualisierungs-Turbo

Das Erwachen der Spiritualität

Bildungslust kontra Ausbildungsfrust

Glokalisierung kontra Globalisierung

Die Rückbesinnung auf das Jetzt

Ein gesunder Körper braucht einen gesunden Geist

Zweite Etappe: Selbsterkennung

Wer bin ich?

Unser Wahres Ich kennenlernen

Glück ist das Ziel aller anderen Ziele

Die TFW-Analyse (Talente, Freuden, Werte)

Die drei Fragen der TFW-Selbstanalyse

Gesamtbeurteilung der eigenen Lebenssituation

Dritte Etappe: Selbstbestimmung

Was will ich?

Die Angst, das zu tun, was wir wirklich wollen

Was wir alle wollen

Wie formulieren wir unsere Wünsche und Absichten?

Wichtige «Was-ich-will»-Themen

Die persönliche «Was-ich-will»-Liste

Vierte Etappe: Selbstverwirklichung

Wie verwirkliche ich mich?

Bewusstsein ist die Quelle aller Schöpfung

Die Religionen tun sich schwer mit dem Bewusstsein

Denken hat nichts mit Bewusstsein zu tun

Denken löst Emotionen aus, Bewusstsein ist ein Gefühl

Der harmonische Tanz von Kopf und Bauch

Die Wissenschaft beginnt, das Bewusstsein zu entdecken

Das Spinnennetz unserer Ängste

Die Magie des Bewusstseins

Die elf goldenen Selfness-Regeln

1. Vertrauen in unsere Seele

2. Stille und Zeit nur für uns

3. Voruteilslosigkeit

4. Bewusste Entscheidungn treffen

5. Weniger tun und mehr erreichen

6. Aufmerksamkeit und Absicht

7. Absichten für uns behalten

8. Loslassen

9. Es gibt nichts mehr zu bekämpfen

10. Die Sichtweise verändern

11. VLEE: Vertrauen, Loslassen, Erlauben, Empfangen

EIN PAAR EINLEITENDE WORTE

Zu meiner Person

Dieses Buch hat eine lange Vorgeschichte, die eng mit meinem beruflichen Werdegang und mit meinen vielfältigen Erfahrungen auf dem persönlichen Weg der Selbstentfaltung und des spirituellen Erwachens verknüpft ist. Ich bin in der Stadt Bern geboren und groß geworden, viel herumgereist und trotzdem verwurzelt, weltoffen und tolerant, verheiratet mit einer Tessinerin, Vater und Großvater, spreche nebst meiner deutschen Muttersprache fließend Italienisch, Französisch und etwas holpriger Englisch.

Ich liebe die Spaziergänge mit meinen beiden Hunden in der Stille der Natur. Die schönen und freudvollen Seiten des Lebens sind mir wichtig, sonst bräuchten wir ja unsere fünf Sinne nicht. Ich bin Mitinitiant der Slow-Food-Bewegung in der Schweiz und passionierter Hobbykoch mit Vorliebe für die mediterrane Küche.

Die ersten Schritte auf dem Weg des spirituellen Erwachens habe ich bereits im Jugendalter gemacht. Heute bin ich schon ziemlich weit vorangekommen auf diesem Weg – aber am Ziel, dort, wo Selbstentfaltung und innere Freiheit warten, bin ich, so wie vermutlich die meisten Leser dieses Buches, immer noch nicht angelangt. Es ist ein manchmal sonniger und manchmal gewittriger Weg, mal gradlinig und mal kurvenreich, aber immer herausfordernd und faszinierend, und ich hoffe, dass ich, dank meiner vielfältigen Erfahrungen auf meinem persönlichen Weg der Selbstentfaltung, einen echten und nützlichen Beitrag für alle spirituell erwachenden Mitmenschen leisten kann.

Sprache und Kommunikation haben mich schon früh fasziniert. Ich begann meine berufliche Karriere in zwei bekannten Firmen der Verlags- und Lebensmittelbranche. Dies war der Start meiner Tätigkeit als Kommunikations- und Marketingstratege. Schon bald darauf öffneten sich mir neue Türen. Von der Auftraggeberseite wechselte ich auf die Auftragnehmerseite und war Mitinhaber und Geschäftsleiter einer renommierten Kommunikationsagentur mit Sitz in Zürich und in Bern und danach Geschäftsleiter und strategischer Direktor bei einer der führenden Kommunikationsagenturen in Basel.

Während mehrerer Jahre amtete ich zudem als Dozent und Prüfungsexperte an diversen Instituten. Im Rahmen meiner Kommunikationsberatung war ich für namhafte Kunden aus der Privatwirtschaft, für mehrere staatliche Organisationen wie Bundesämter und Staatssekretariate, für Non-Profit-Organisationen, Branchenverbände und viele andere Unternehmen tätig.

Die Triebfeder zum Schreiben dieses Buches

Ich habe mich bei meiner Beratungstätigkeit immer mit Herzblut für die Belange einer glaubwürdigen, ehrlichen und integren Kommunikation eingesetzt. Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Integrität sind Werte, die am Arbeitsplatz genauso gelebt werden müssen wie im privaten Umfeld.

Aus dieser Haltung heraus habe ich vor mehreren Jahren die sogenannte TFW-Analyse entwickelt, eine Analyse der Talente, Freuden und Werte. Diese Analyse habe ich in vielen namhaften Firmen und Organisationen in Form von Workshops auf allen Hierarchie-Ebenen durchgeführt.

Dabei stellte ich immer wieder mit Erstaunen fest, wie schwer sich die meisten Menschen damit tun, sie selbst zu sein. Fast alle sind, unabhängig ihres hierarchischen und sozialen Status, durch Meinungen und Normen gesteuert und ignorieren dabei ihre Talente, Freuden und Werte. Mir wurde immer mehr bewusst, wie konditioniert und fremdgesteuert viele Menschen sind, wie diffus ihre Wertvorstellungen und wie weit entfernt sie von innerer Freiheit und von Selbstentfaltung sind. Mir wurde auch klar, dass die in unserer Gesellschaft omnipräsente Disharmonie der Talente, Freuden und Werte einer der Hauptgründe für die stetige Zunahme von Burnouts sowohl bei Erwachsenen wie auch immer häufiger bei Kindern und Jugendlichen ist.

Diese Erkenntnis und die Tatsache, dass die meisten Menschen in einem permanenten Kopf-Bauch-Konflikt stehen und die Entfaltung ihres Selbst völlig unkoordiniert angehen, war die Triebfeder zum Schreiben dieses Buches. Du selbst zu sein ist eine anspruchsvolle Kunst, die du erlernen kannst – und jeder andere Mensch auch. Im harmonischen Miteinander zwischen Kopf und Bauch, zwischen Verstand und Bewusstsein, zwischen dem Kleinen Ich und dem Wahren Ich gipfelt diese Kunst.

Obschon die Kommunikation stets im Zentrum meines Lebens stand, habe ich immer gesagt, dass ich nie ein Buch schreiben werde. Nicht, weil ich es à tout prix nicht wollte, sondern weil ich überzeugt war, dass es unzählige Autoren gibt, die nützlichere Botschaften übermitteln können als ich. Autoren, die den Weg der Selbstentfaltung bereits gemeistert und die Kunst, sie selbst zu sein, bereits verinnerlicht haben. Große Autoren wie Deepak Chopra und viele andere, mit denen ich mich nie vergleichen würde. Und nun habe ich trotz all meiner Bedenken dieses Buch geschrieben. Was ist bloß in mich gefahren? Fünf Gründe haben mich zu diesem Schritt bewogen.

Die Patchwork-Spiritualität

Die Patchwork-Spiritualität ist der erste Grund, der mich zum Schreiben dieses Buches animiert hat. Ich weiß nicht, wie es euch erging oder immer noch ergeht. Ich zumindest habe auf meiner Suche nach Selbstentfaltung und innerer Freiheit während Jahren Hunderte von thematisch adäquaten Büchern verschlungen. Ich habe spirituelle Werke von unzähligen Autoren gelesen, von Deepak Chopra über Eckart Tolle, Tom Kenyon, Neale Donald Walsch, Thich Nhat Hanh, Jack Kornfield, Geoffrey Hoppe, Lee Carroll, Edgar Cayce, Drunvalo Melchizedek, Frank Kinslow bis hin zu Gabriel Palacios, Bruce Greyson, Eben Alexander und vielen anderen. Dabei habe ich fast alles ausprobiert: positives Denken, Visualisieren, Meditieren, Mantra-Rezitation, Chanten, Quantenheilung etc. etc. Dies hat mir sicherlich bei der Selbsterkennung «Wer bin ich?» und bei der Selbstbestimmung «Was will ich?» geholfen, aber bei der wichtigsten und schwierigsten Frage, nämlich «Wie verwirkliche ich mich und wie gelange ich zu innerer Freiheit?», hat es immer wieder gehapert.

Mir wurde klar, dass wir alle die Tendenz haben, unsere spirituelle Entwicklung, je nach momentaner Befindlichkeit, nur partiell anzugehen. Wenn es uns physisch schlecht geht, dann befassen wir uns vielleicht mit Quantenheilung oder Chakra-Visualisierung, wenn wir dauergestresst sind, suchen wir Hilfe in Achtsamkeitskursen, vielleicht üben wir uns in Atem- und Affirmationstechniken oder wir machen Yoga, rezitieren Mantras oder besuchen Meditations-Workshops usw. Wir lesen unzählige Bücher zu unzähligen spirituellen Themen, die aber meistens nur einen Teilbereich auf unserem Weg zur Selbstentfaltung behandeln. Unsere inhaltlichen Ressourcen der Spiritualität sind meistens ein Patchwork von verschiedenen Themen.

Ich will diese Patchwork-Spiritualität überhaupt nicht schlechtreden. Es gibt wunderbare Bücher, Kurse und Workshops zu so vielen spezifischen spirituellen Themen, die je nach unserer momentanen Bedürfnislage durchaus angebracht und hilfreich sind. Es ist jedoch wichtig, dass wir vor lauter «Patchwork-Spiritualität» nicht den Überblick verlieren und die Entfaltung unseres Selbst integral und vor allem strategisch klar und stringent angehen.

Der Wertewandel «From Wellness to Selfness»

Der zweite Grund zum Schreiben dieses Buches hat mit dem Wertewandel «From Wellness to Selfness» zu tun, so wie ihn der bekannte deutsche Trendforscher Matthias Horx bereits vor Jahren vorausgesagt hat. Dieser Wertewandel ist unaufhaltbar, wird aber oft fehlinterpretiert, weil die Begriffe «Wellness» und «Selfness» miteinander vermischt werden. Mir liegt die Klärung dieser beiden Begriffe sehr am Herzen. Das richtige Verständnis dieser Begriffe ist essenziell auf unserem Weg zu Authentizität und Selbstentfaltung.

In unserer hedonistisch geprägten Leistungs- und Karrieregesellschaft, in der Welt unseres Kleinen Ichs, hat Wellness permanent Hochkonjunktur. Wellness-Oasen und neue Wellness-Angebote schießen wie Pilze aus dem Boden. Trotzdem beklagen unsere Firmen immer mehr gestresste und erschöpfte Mitarbeitende, und die Arztpraxen sind voll von psychisch kranken, vom Burnout gefährdeten und erschöpfungsdepressiven Menschen.

Es reicht in unserer Welt im rasanten Umbruch eben schon lange nicht mehr, sich kurzfristig zu entspannen und «bewellnessen» zu lassen. Wellness zielt primär auf unser körperliches Wohlbefinden ab und bringt uns kein nachhaltiges geistiges Wohlbefinden. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass wir mit Wellness auch zu Selfness, zu Authentizität und zu Selbstentfaltung gelangen. Wellness ist wunderbar geeignet für ein kurzfristiges Abschalten und eine kleine Erholung vom Alltagsstress. Auch ich entspanne mich gern ein paar Tage in einem Wellness-Hotel und lasse mich am Abend kulinarisch verwöhnen. Nichtsdestotrotz geht es bei Wellness immer in erster Linie um das körperliche Wohlbefinden und nur ganz am Rande um Selfness und Selbstentfaltung und um das für alle Menschen essenzielle ganzheitliche Wohlbefinden.

Wellness ist reine Seelenkosmetik und bringt dich, im Gegensatz zu Selfness, nicht weiter bei der Entfaltung deines Wahren Ichs, bei der Kunst, du selbst zu sein.

Matthias Horx hat den Begriff Selfness als mittlerweile geläufige Bezeichnung für einen Trend und ein kollektives Bedürfnis kreiert. Selfness bedeutet Selbstentfaltung, ganzheitliches Wohlbefinden, es bedeutet, dass du dich vom reinen Kopf- und Verstandesdenken des Kleinen Ego-Ichs loslöst, dich von gesellschaftlichen Konditionierungen befreist, dich vom Diktat anderer Menschen befreist, vermehrt auf deinen Bauch hörst und dich dem intuitiven Bewusstsein zuwendest, Harmonie zwischen Privat- und Berufsleben erlangst, das Wahre Ich entdeckst und endlich du selbst bist.

Der Wertewandel «From Wellness to Selfness» ist im Prinzip nichts anderes als die Metamorphose unseres Kleinen-Ego-Ichs zu unserem weisen Wahren Ich. Dieser Selbstentfaltungsprozess erfordert eine konditionierungsfreie und ganzheitliche Sicht auf unsere aktuelle Lebenssituation und umfasst vier Hauptthemen, die im Zentrum dieses Buches stehen:

•Selbstbetrachtung: Wo stehe ich in der Welt im Umbruch?

•Selbsterkennung: Wer bin ich?

•Selbstbestimmung: Was will ich?

•Selbstverwirklichung: Wie gelange ich zu innerer Freiheit?

Achtsamkeit in der sich so rasant verändernden Welt

Der dritte Grund zum Schreiben dieses Buches liegt mir besonders am Herzen und hat mit unserer Verantwortung im Rahmen des rasanten gesellschaftlichen Umbruchs zu tun. Wir leben in einer Welt, die uns zu maximaler moralisch-ethischer Achtsamkeit auffordert. Was mit dem Smartphone und den sozialen Medien begann, gipfelt nun in der Künstlichen Intelligenz und der Vision des Metaversums. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Es geht nur noch darum, ob wir die Digitalisierung als Chance nutzen können oder ob uns die vielschichtigen Risiken in unserem realen Menschsein völlig ins Abseits drängen.

Achtsamkeit ist unser Überlebensmodus im Zeitalter des größten gesellschaftlichen Umbruchs seit Jahrhunderten. Mit diesem Buch möchte ich alle Menschen für Achtsamkeit sensibilisieren. Achtsamkeit im Alltagsleben, Achtsamkeit für unsere so arg strapazierte Erde und sehr viel Achtsamkeit im Umgang mit der Künstlichen Intelligenz ganz speziell. Es ist dringend nötig, dass sich alle Menschen profunde Gedanken über unsere Gesellschaft und unsere Welt im Umbruch machen.

Wie sieht die Welt aus, in der ich lebe? Wie verändert sie sich, wie entwickelt sie sich? Wo stehe ich in dieser Welt? Im Kapitel «Selbstbetrachtung» gehe ich auf all diese Fragen im Detail ein und zeige die wichtigsten Einflussfaktoren und Megatrends auf, die unsere Gesellschaft und unsere Welt im Umbruch so drastisch prägen. Die objektive Selbstbetrachtung steht ganz am Anfang auf unserem Weg des spirituellen Erwachens.

Die Blockaden der Ängste, Zweifel und Unsicherheiten

Der vierte Grund zum Schreiben dieses Buches hat mit meinem fortwährenden spirituellen Dazulernen zu tun. Das mag eigenartig tönen, ist aber ernst gemeint. Mein persönlicher Weg der Selbstentfaltung ist ein immerwährender Lernpfad, auf dem ich stets neue, wunderbare, aber auch schwierige Erfahrungen mache. Auf meinem Weg der Selbstentfaltung hat es, vermutlich genauso wie auf eurem Weg auch, immer noch viele Kurven, auch Haarnadelkurven, die mich oft brüsk abbremsen und manchmal zur Verzweiflung bringen. Oft schaffe ich es, im reinen Bewusstsein, im Feld des reinen Potenzials zu sein, da, wo das Nichtmanifeste manifestiert wird und der Flow der Energien mir das bringt, was ich mir wünsche und was für mich am besten ist.

Aber dann gibt es immer wieder Momente, in denen ich, wie vermutlich die meisten von uns, im Spinnennetz der Ängste, Zweifel und Gehirnblockaden richtiggehend gefangen bin. Auf das Spinnennetz unserer Ängste gehe ich später im Buch noch vertieft ein. Summa summarum war und ist der Prozess der Selbstentfaltung für mich ein ständiges Auf und Ab. Auf dem Weg zur ultimativen Selbstverwirklichung und zu innerer Freiheit befinde ich mich immer noch im Stadium des permanenten Lernens.

Die Überzeugung meiner Familie und vieler Freunde

Der fünfte und vermutlich ausschlaggebende Grund zum Schreiben dieses Buches hat mit der Überzeugungs- und Motivationskraft meiner Familie und vieler Freunde zu tun. Ich wollte dieses Buch nie schreiben. Ich habe mir stets gesagt, dass ein spirituell Lernender wie ich dazu nicht prädestiniert ist, dass man dazu die komplette innere Freiheit erreicht haben muss.

Aber meine Familie und meine Freunde haben mir immer wieder zugeredet: «Tu es, schreibe dieses Buch, du kannst wunderbar mündlich und schriftlich kommunizieren, du kannst etwas auf den Punkt bringen und du hast etwas zu sagen, das gerade dank deiner vielfältigen Erfahrungen auf deinem Weg der Selbstentfaltung von praktischem Nutzen für viele spirituell Suchende und Erwachende ist.» Und so ist nach langem Zögern dieses Buch entstanden.

Fünf Hauptziele habe ich für das Schreiben dieses Buches formuliert:

1Ich will ein strategisch klar gegliedertes, leicht verständliches Buch schreiben, das den Prozess der Selbstentfaltung ganzheitlich und nicht nur partiell betrachtet.

2Ich will ein Buch schreiben, das die Leserin und den Leser zur ehrlichen Analyse der aktuellen Lebenssituation anregt.

3Ich will ein Buch schreiben, das aufzeigt, wie limitiert das rationale Kopf-Denken ist – ein Buch, das uns lehrt, vermehrt auf den Bauch zu hören und uns für das Bewusstsein und unser brachliegendes Potenzial zu öffnen.

4Ich will ein Buch schreiben, das den Anspruch hat, ein Reiseführer auf dem Weg der Selbstentfaltung zu sein.

5Ich will ein Buch schreiben, das uns für Achtsamkeit in unserer sich so rasant verändernden Welt sensibilisiert.

Ich wünsche mir von Herzen, dass dieses Buch, so wie ich es mir beim Schreiben vorgenommen habe, ein hilfreicher Leitfaden für alle Menschen ist, die sich vorgenommen haben, sich vermehrt der Selbstentfaltung und der anspruchsvollen Kunst zu widmen, sie selbst zu sein. Genauso wie ich.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Ihr werdet feststellen, dass viele Passagen in meinem Buch redundant sind. Das ist Absicht. Ich habe festgestellt, dass viele Weisheiten, wenn man sie nur einmal hört, links ins Ohr hinein- und dann rechts sofort wieder hinausgehen. Irgendwie erinnert man sich zwar an diese Weisheiten, aber sie haben sich nicht wirklich in unserem Bewusstsein eingeprägt. Unser Bewusstsein reagiert jedoch auf Redundanz. Ganz nach dem Motto «Steter Tropfen höhlt den Stein» spreche ich deshalb öfters in repetitiver Form über essenzielle spirituelle Regeln und Weisheiten, die sich in unserem Bewusstsein verankern müssen.

DIE PHASEN DES SPIRITUELLEN ERWACHENS

Die Zeit des spirituellen Säens

Die Quelle des spirituellen Erwachens sprudelt bei jeder und jedem von uns auf andere Weise. Die erste Phase des spirituellen Erwachens fand bei mir bereits im Jugendalter statt. Ich hatte schon damals das Gefühl, dass da mehr sein muss als das, was uns Religionen und Gesellschaft versprechen. Dieses Gespür hat mich schon sehr früh auf den Weg der spirituellen Suche geführt und war eigentlich der Beginn im langen und immer noch andauernden Prozess meines spirituellen Erwachens. Ihr habt vermutlich die erste Phase des spirituellen Erwachens auch bereits durchlebt, sonst würdet ihr dieses Buch mit größter Wahrscheinlichkeit gar nicht lesen.

Während der Anfangsphase meiner spirituellen Suche habe ich stundenlang das Neue Testament studiert und dann und wann auch im Koran und in buddhistischen Schriften herumgestöbert, was bei mir damals allerdings mehr Fragen als Antworten zu Tage förderte. Ich hatte wunderbare protestantische Eltern, die ihren christlichen Glauben auf eine lockere und friedvolle Art lebten und nie missionarisch waren.

Dieses tolerante und nie konditionierende Elternhaus hat mir sehr viel Liebe und Geborgenheit gegeben. Diese Liebe hat sich nie nur auf Familie und Menschen beschränkt, sie hat die Tiere, die Pflanzen und alles andere miteingeschlossen. Ganz unbewusst habe ich vielleicht schon damals begriffen, dass wir alle eins sind mit allem, was ist.

Ich hatte als Jugendlicher eine ganz spezielle Beziehung zu Jesus. Seine Geschichte und sein Wirken faszinierten mich, und er war für mich wie ein großer und weiser Bruder, der mich auf meinem Weg des spirituellen Erwachens begleitete und unterstützte. Irgendwie spürte ich immer die Anwesenheit seines erleuchteten Geistes, seine Wahrhaftigkeit und Liebe. Deshalb war auch Weihnachten für mich immer ein magisches Fest der Liebe und Geborgenheit.

Dies ist umso erstaunlicher, als ich mich schon damals von kirchlichen Dogmen und Botschaften weitgehend losgesagt hatte. Jesus war für mich nie der Gottessohn im Sinne der christlichen Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Jesus war und ist für mich eine spirituell hochentwickelte Wesenheit, die schon zu ihrer Erdenzeit erleuchtet war und ihr Licht zum Wohl von uns allen leuchten ließ und immer noch leuchten lässt.

Die Phasen des spirituellen Erwachens sind für jeden Menschen unterschiedlich. Für mich steht der Geist von Jesus stellvertretend für die erste Phase meiner Selbstentfaltung, die ich heute als Zeit des spirituellen Säens betrachte.

Die Zeit des spirituellen Wachstums

Die zweite Phase des spirituellen Erwachens ist die Zeit des spirituellen Wachstums und begann bei mir im jungen Erwachsenenalter. Ich bin überzeugt davon, dass mir der Geist von Jesus auch damals Tür und Tor geöffnet hat zu all den spirituellen Büchern, die ich auf meiner Suche nach Selbstentfaltung und innerer Freiheit richtiggehend verschlungen habe. Zu dieser Zeit war meine spirituelle Suche ziemlich unkoordiniert. Ich habe so viele Bücher zu so vielen diversen spirituellen Themen gelesen, dass ich irgendwann vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sah. Das ist es, was ich als «Patchwork-Spiritualität» bezeichne.

Ich glaube, dass es allen spirituell Erwachenden in dieser Phase ähnlich geht. Man sucht und sucht und erhält so viele verschiedene Antworten, dass am Schluss immer noch mehr Fragen und Unklarheiten zurückbleiben. All diese Fragen haben mich immens herausgefordert. Ich wollte endlich Klarheit haben. Und so habe ich versucht, aus der enormen Vielfalt dieser spirituellen Informationen eine Essenz zu gewinnen, die in Form dieses Buches hoffentlich einen nutzvollen Beitrag zur ganzheitlichen Sicht unserer Spiritualität leistet.

Die Inspiration durch spirituelle Bücher