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Das Taj Mahal, auch als "Palast der Liebe" bekannt, gilt als das Wahrzeichen der Kunst Indiens, ist aber bei Weitem nicht das einzige Kunstwerk des Mogulreiches. Gekennzeichnet von Eleganz, Pracht sowie persischen und europäischen Einflüssen, reicht die Kunst Indiens von Architektur über Malerei bis zur dekorativen Kunst.
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Seitenzahl: 66
Veröffentlichungsjahr: 2023
Vincent Arthur Smith
© 2023, Parkstone Press International, New York, USA
© 2023, Confidential Concepts, worldwide, USA
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ISBN: 978-1-78310-912-8
Inhalt
Biografie
Indien und seine Kunst
Mogulische Malerei
Abbildungsverzeichnis
A
Akbar auf der Jagd
Aurangzeb bei der Belagerung von Satara
Azam Shah
B
Bahadur Shah I (?) auf einem Elefanten
Bajazet vor dem Kaiser Timur
Baz Bahadur und Rupmati
Besuch des Sufis einer Schule
Bhairavi regini
Blumen mit zwei Farben, blau und rot
C
Chang vazir (Harfe vazier)
Cheik Abu Said Abil-Khair
D
Dame auf einem Bett im Freien, von Musikern begleitet
Damen auf einer Terrasse am Ufer des Wassers
Dara Shikoh (?)
Das Taj Mahal
Das Treffen von Rama und Lakshmana
Davalpa auf einem Mann Illustration von ‘Aja ‘ib al-makhlukat oder Wunder der Schöpfung von Qazvini
Der Prophet Idris (Enoch), um 1600-1620, Akbar-Dynastie
Die Ankunft von Nanda und seiner Familie in Vrindavan
Die Herausforderung Mihrdoukht, Seite aus einem Manuskript des Hamzanama
Die Reise von Zulaikha (Detail)
Diwan-i-Khas (Die private Audienzhalle)
Drei rote Tulpen
Durbar (Audienz) des Shah Jahan in Lahore, um Aurangzeb zu empfangen (Detail)
Durchgangsbögen in der Moschee Jama Masjid
Durga auf einer Chimäre
E
Ein Fest an der Nawab des Oudh Palasts
Ein indischer Prinz
Ein Mogulprinz
Ein Paar von Imperialtauben
Ein Prinz und sein Gefolge jagen Wasservögel
Ein signierter und datierter Miniaturkoran mit Emailkästchen, das als Amulett verwendet wurde
Eine Frau beim Besuch einer Yogini und ihrer Begleiter in der Nacht
Elefant
Elefanten, geführt von einem Div (Dämon)
Elefanten-Karawane
Episode der Fabel ‘Der falsche Asket’
Episode der Fabel ‘Der Luchs und der Löwe’
Europäische Dame
Europäische Hofszene
F
Frauen auf dem Land unter einem Mangobaum
G
Gelehrte in einem Garten, von Dienern und Musikern umgeben, 1605-1610, Allahabad
Großmogul Jahangir empfängt Mitglieder des Hofes
Guru Arjan Dev auf einem Pferd
H
Hahnenkampf
Herr im Wintermantel mit seiner Frau
Herr Pathan zu Pferd, mit einem Speer bewaffnet
Hulagu Khan zerstört die Festung bei Alamut
Humayun und seine Brüder in einer Landschaft
Humayun-Mausoleum
I
Ibrahim Adham, Sultan des Balkh, bedient von fünf houris
Indische Prinzessin, von ihren Dienerinnen und Musikern umgeben
Indischer Würdenträger, vielleicht Raja Suraj Singh
Itimad-ud-Daulah-Mausoleum
J
Junger Herr in seinem zenana
Junger Prinz auf der Jagd
K
Kaiser Humayun
Kaiser Shah Jahan hält eine Iris
Kaiserlicher Ferman des Kaisers Aurangzeb
Kakubha ragini
Kampf von zwei Elefanten
Khosrow sieht Shirin beim Bad
Koran
L
Lila und weiße Blume
M
Madava wird vor Kamakandala ohnmächtig (Rückseite)
Madava wird vor Kamakandala ohnmächtig (Vorderseite)
Mädchen mit Papagei
Megha Raga
Mohammed durch den Erzengel Gabriel geweckt
Mord in einer Landschaft
Muhammad Khan Bangash
Mullah Du Piyaza
Musiker und Gefolge auf einer Terrasse
Muslimische Frauen im Gebet
Muzaffar Khan schlägt einen Aufstand in Hajipur nieder
N
Niccolò Manucci
Nonnen und Musiker
O
Ohnmächtige Madhava
P
Paar auf einer Terrasse am Abend
Par Sital Singh, Indischer Prinz, Wasserpfeife rauchend
Perser auf der Jagd
Persischer Adliger und Musiker
Persischer Falkner
Pferd
Porträt des Kishn Das Tunwar
Porträt einer mogulischen Dame
Prinz auf einer Terrasse mit sechs Frauen
Prinz bei einer Mahlzeit
Prinz im Palast
Prinz Khusrau auf der Jagd
Prinz Muazzam Shah Alam auf der Jagd
Prinzessin bei ihrer Toilette
Prinzessin Padmavati
Prinzessin wird von ihren Dienern zum Ehebett geführt
Q
Qimash 9 (Kissen)
R
Rabia in der Begleitung eines Yoginis
Ram Singh von Amber
Reiter Kathi
S
Safed 9 (Monde)
Seite eines kalligraphischen Albums in Nastaliq-Schrift
Shah Jahan auf der Jagd
Shah Madar von Jüngern umgeben
Shah Nimat ullah Wali
Shamser 4 (Säbel)
Sheesh Mahal (Spiegelsaal): das Deckengewölbe im Winterpalast des Fort Amber ist überzogen mit minutiösen Einlegearbeiten aus Spiegeln (Detail)
Sheikh Saadi und Khwaja Hafiz
Shuja Quli Khan auf einer Terrasse in Begleitung einer Dame
Süchtige konsumieren Bhang
Szene aus dem Nachtleben in einem königlichen zenana
Ü
Überquerung des Ganges durch Akbar
V
Veranstaltungen während der Herrschaft der Abbasiden-Kalif al Mutasim
Versammlung von sechs muslimischen Ärzten
Verzierte Fassade des Akbar-Mausoleums (Detail)
Verzierte Fassade des Itmad-ud-Daula-Mausoleums
W
Weber
Y
Yogi an einem Flussufer
Yusuf auf dem Weg zu Zulaikha
Yusuf kommt bei Zulaikha an
Z
Zal fleht den Wundervogel Simurgh an, seinen Sohn Rustam zu retten
Zwei Portugiesen während des Gesprächs
Zwei Reisende in einer Landschaft
Zwei Schmetterlinge auf Gras, Par Fathullah (?)
„O du, ruhende Seele! Kehre zurück zu deinem Herrn, zufrieden und mit Wohlgefallen. So schließ’ dich dem Kreise Meiner Diener an und tritt ein in Mein Paradies.“
1564-1569. 68 x 52 cm. Madame Maria Sarre-Humann Sammlung, Ascona. (Schweiz)
1525
Zahiruddin Babur bricht zur Eroberung Indiens auf. Später wird er der erste Mogulkaiser. Er stirbt 1532.
1546
Nasiruddin Humayan, sein Sohn und zweiter Kaiser des Mogulreiches, wird von dem Afghanen Sher Shah entmachtet und bleibt bis zu seinem endgültigen Sieg 1555 ein besitzloser Flüchtling.
1550
Die beiden Künstler Mir Sayyid Ali und Khwaja Abd as-Samad kommen an den Hof in Kabul. Die Geschichte der mogulischen Malerei beginnt mit Mir Sayyid Ali, der beauftragt wird, die Illustrierung des Hamzanama, auch Dastan-e-Amir Hamza, (Epos von Hamza) in zwölf Bänden zu je hundert Blatt zu beaufsichtigen.
1556
Jalaluddin Akbar besteigt den Thron des Mogulreiches. Er verleiht Ustad Mansur, einem mogulischen Maler und Hofkünstler, den Adelstitel. Ein weiterer Künstler, Govardhan, ist einer der Illustratoren des Baburnama (Buch des Babur). Akbar stirbt.
1569
Der Bau der Stadt Fatehpur Sikri läutet eine neue Ära indischer Herrschaft ein. Architekten, Maurer und Bildhauer sind involviert. Maler gestalten die Wände der öffentlichen Hallen und Privatwohnungen.
1570
1570. Roter Sandstein. Delhi
Beim Thema Indienforschung muss man wegen der hier zu behandelnden enormen Materialvielfalt eine deutliche Zurückhaltung üben. Angesichts dieser Komplexität habe ich mich auf eher subjektive Ergebnisse gestützt, die auf meinen persönlichen Erfahrungen und Interpretationen beruhen und daher mehr oder weniger unwissenschaftlich sind.
Spricht man von Indien, einem Land, das mit seiner enormen Größe dem Betrachter mehr Schönheit bietet als viele andere Länder der Welt, so ist ein beschreibender Tonfall durchaus gerechtfertigt. Der Subkontinent Indien ist ein ungemein vielfältiges Land und kann daher weder ethnologisch noch geographisch und erst recht nicht kulturell als Einheit betrachtet werden. Dies führt zu der Vermutung, dass das Indien vieler Schriftsteller eher ihrer Vorstellung als der eigentlichen Realität entspricht. Die durch den Wunsch nach Farbe und Bewegung geweckte Anziehungskraft des Bildhaften ist bei den heutigen, über beschränkte Horizonte und eine von ökonomischer Notwendigkeit begrenzte Lebenserfahrung lächelnden Generationen weit verbreitet.
Dort in Indien lässt sich überall Zauber finden, dort scheinen die Forderungen nach Notwendigkeiten leichter erfüllt zu werden, dort verläuft das Leben im Rhythmus des tropischen Wechsels der Jahreszeiten, dort wird das Brot direkt aus dem reichen Schoß der Erde geerntet. Farben bereichern den Tag und springen ins Auge, etwa das plötzliche Erstrahlen einer Frucht oder einer Blume im Sonnenschein oder auch die kaleidoskopische Menge in engen Straßen. Eine tropische Stadt zu betreten ist so, wie im Traum in das Leben eines toten Jahrhunderts einzutreten.
Diese Bewegung existiert nicht ohne Parallelen, und das Bildhafte und die Interpretation spielen in ihrer Darstellung eine bedeutende Rolle; es lässt sich tatsächlich etwas Präraffaelitisches in ihr finden. Der heutige Materialismus wird von der indischen Spiritualität kontrolliert. Kunst und Handwerk stehen überall in Blüte und im Mittelpunkt der sozialen Ordnung des Dorfes. Indien wird aus der Asche Indiens erstehen. An dieser Stelle kann daher behauptet werden, dass es keinen besseren als den jetzigen Zeitpunkt gibt, um einen Überblick über die Kunst Indiens zu geben, damit sowohl die Wertschätzung als auch der verlorene Austausch zwischen Orient und Okzident besser eingeschätzt werden können.
