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Genommen und gegeben. Was als Opfer gelten sollte, wird dich jetzt finden. Die Hölle nahm sich ihrer Seele an und schenkte ihr ein neues Leben. Nun sollten sich ihre Peiniger hüten, denn sie folgt ihren Instinkten. Sie will nur eins, Rache!
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Seitenzahl: 90
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Ein normales High-School Mädchen, die täglich mit allem zurechtkam, mit Freunden ausging, um ihr Leben auszuleben und so gestaltete sich der neue Umzug nicht als schwierig. Sie war sich sicher, dass sie auch dort gut zurecht kommen würde. Sie liebte die Stille, nur an diesem Abend hörte sie Geräusche, die sie vorher nicht vernommen hatte. Sie schaute aus dem Fenster hinaus und in der Ferne sah es so aus, als würden einige ein Lagerfeuer auf dem Feld veranstalten. Mit zugekniffenen Augen versuchte sie genaueres zu erkennen und achtete nicht auf die Straße, wo sich welche befanden.
„Da oben ist jemand!“
Hörte sie plötzlich und wich erschrocken zurück. Das Fenster stand noch offen, sie konnte hören, wie sich zwei unterhielten.
„Sollte die Wohnung nicht unbewohnt sein?“
„Eigentlich ja, aber wir finden schon heraus, wer da jetzt wohnt. Komm, wir müssen anwesend sein.“
„Wie willst du denn feststellen, wer da jetzt wohnt, weißt du noch, wem die Wohnung vorher gehört hatte?“
„Oh ja, du weißt doch was Gastfreundlich bedeutet. Einladen und am Lagerfeuer Platz nehmen lassen.“
Da fingen beide gemein zu lachen an. Sie schloss schnell das Fenster und ging sofort wieder davon weg. Eine Gänsehaut überfuhr ihren ganzen Körper und sie sprach ihre Gedanken laut aus.
„Das war gruselig.“
Nachdem sie tief Luft geholt hatte, ließ sie sich ein Bad ein, denn sie kam sich durchgefroren vor; als hätte sie ein eisiger Wind durchzogen. Mit Gedanken stieg sie in die Wanne, das war seltsam, aber sie könnte sich auch irren. Wahrscheinlich waren es Jugendliche oder fast Erwachsene, die sich einen Spaß erlaubten.
In der Wanne liegend genoss sie die Wärme und schloss die Augen.
Ein plötzliches lautes Knacken ließ sie aufschrecken und langsam stieg sie heraus und schlüpfte schnell in ihre Sachen.
Jemand war in ihrer Wohnung. Ein Einbruch hatte sie bereits miterlebt und sie wusste, dass sie sich absolut still verhalten musste.
Versteckt im Bad lauschte sie den Geräuschen und hörte Stimmen.
„Meinst du, die ist raus gegangen?“
„Dann läuft die den anderen beim Heimkommen in die Arme. Die kommt hier nicht raus und nicht mehr rein, wenn sie draußen ist.“
Sie war gefangen in ihrer eigenen Wohnung.
„Wir durchsuchen jetzt die Wohnung, falls du hier bist. Komm aus deinem Versteck.
Wenn wir dich finden, wird es umso schlimmer.“
Rief einer lauter durch die Wohnung. Das Bad hatte kein Fenster, so konnte sie nur versuchen, durch die Tür zu entkommen.
Sie riss die Badezimmertür auf und rannte zur Haustür. Doch als sie die Stufen betreten wollte, kamen ihr weitere entgegen und ihr blieb nichts anderes übrig, als zurück zu weichen. Diese Männer kamen ihr immer näher und die verdammte Wand im Flur versperrte ihr den weiteren Rückzug. Sie war ihnen ausgeliefert und sie wusste, dass jegliches Schreien zwecklos gewesen wäre, es hätte alles nur schlimmer werden lassen, denn was jetzt passieren sollte, war grausam genug. Ihre Gesichter brannten sich in ihr Gedächtnis ein.
Sie packten sie und schliffen sie mit sich die Stufen hinunter und zerrten sie mit zum Feld, was sie aus ihrem Fenster gesehen hatte.
Festgeschnallt auf einem dünnen Brett sah sie nur noch, wie die Flammen um sie herum aufstiegen und begannen sich durch das Holz zu fressen. Bevor sie aufschrie, blickte sie in die Gesichter ihrer Peiniger.
Was jetzt geschah, war etwas des Unmöglichem. Als sie ihre Augen öffnete, wusste sie, sie war tot. Alles um ihr herum war dunkel, sie spürte nur etwas Weiches unter ihren Füßen, was sich zu bewegen schien und sie senkte ihren Blick nach unten. Doch erkennen konnte sie nichts. Da öffnete sich vor ihr ein Tor, zwei riesige Türen, verziert mit blutigen Totenköpfen.
Dieser Spalt warf etwas Licht in ihre Richtung und sie sah, auf was sie stand. Es waren Eingeweide getränkt in ihrem eigenem Blut, die noch zu leben schienen.
Eine laute und sehr dunkle Stimme sprach.
„Tritt ein, Schöpfung der letzten Art.“
Doch als sie durch das Tor eintreten wollte, breitete sich eine Feuerwand vor ihr aus.
„Es signalisiert, wie du gestorben bist. Tritt hindurch. Es wird dein Element sein, was dein neues Herz am Schlagen hält. Wenn du Fragen hast, dann frage jetzt.“
„Was bedeutet Schöpfung der letzten Art? Bitte erklärt es mir. Warum bin ich hier und was ist das hier?“
„Was das hier ist, weißt du genau. Dies hier ist alles das Gegenteil von dem, was dich sonst erwartet hätte. Das Warum du hier bist, lässt sich mit der Schöpfung der letzten Art, mit dir, erklären. Du bist die Einzige deiner Art und du wirst auch die Letzte sein.
Du erhältst die Chance, deine Peiniger zur Strecke zu bringen. Neu geschaffen, ein Werkzeug des Teufels und du kannst sie dein Leid spüren lassen. Töte, wie du es willst, aber ich erhalte die Seelen. Deine Seele verwahre ich solange, sie ist zu rein, und um zu töten, Rache zu üben, solltest du kein Mitleid empfinden.“
„Ich werde die Schöpfung sein, die sich an meinen Peinigern rächen wird?“
„Ja, eine wundervolle Schönheit, eine Schöpfung, die einzigartig sein wird. Von außen eine bezaubernde Schönheit und von innen, dass absolute Grauen gefüllt mit dem Zorn der Hölle. Schließe jetzt deine Augen, wenn du deine Peiniger quälend sterben lassen willst. Wenn nicht, gehe wieder durch die Feuerwand. Sobald du hinaus gehst, bist du tot und wirst nicht mehr erwachen. Die Entscheidung liegt bei dir.“
„Meine Peiniger sollen qualvoll zu spüren bekommen, was ich erlitten habe.“
„Dann schließe deine Augen, du wirst in deiner Wohnung erwachen. Genieße dein neues Leben und teste, was du von nun an kannst. Wenn du dein wahres Aussehen sehen willst, was deine Peiniger zu Gesicht bekommen, bevor sie sterben, dann schaue in einen Spiegel und rufe deinen neuen Namen.“
„Wie werde ich heißen?“
Sobald du wach wirst, wirst du ihn wissen und falls du mich brauchst, öffne ein Portal. Aber wie gesagt, sobald du gleich die Augen öffnest, weißt du alles.“
Es wurde alles dunkel, sie spürte nur noch die Hitze des Feuers in ihrem dämonischem Herzen. Ein kurzer Schmerz und ihr Hass wurde geweckt. In ihrem Unterbewusstsein sah sie die Gesichter und das Feuer wurde geschürt. Sie spürte die vollkommende neue Gestalt in ihrem Innerem und auch ihren neuen Namen. Als Dämon lachte sie bereits und wartete auf den Moment ihre Augen zu öffnen, um sich auf die Suche zu begeben, ihre Peiniger zu töten.
Als neu geboren, öffnete sie die Augen. In ihnen entfachte sich das lodernde Feuer und gefüllt mit dem Hass der Hölle richtete sie sich auf. Sie spürte nichts, alles war ihr egal. Ihr Verlangen bestand nur darin, diese Männer zu finden und zu töten.
Jegliche guten Gefühle waren unterdrückt und sie ging zum Fenster und sah den Scheiterhaufen. Das Feuer in ihrem Innerem stieß empor und sie richtete ihren grausamen Blick erst auf die Haustür, dann doch wieder zum Feld. Sie sprang aus dem Fenster und kam im Stand auf der Straße auf. Und rannte los zur Feuerstelle.
Einige Meter vor dem Haufen blieb sie erst stehen und ging langsam darauf zu. Sie sah sich selbst auf dem Brett festgeschnallt verbrennen. Ein grauenerregender Schrei schallte durch die Nacht.
Sie verlor keine Tränen, sie fühlte nur blanken Hass und sah nur das Gesicht, dessen sie zur Strecke bringen wollte. Sie lauschte in eine bestimmte Richtung, von dort kamen Stimmen. Stimmen, die sie niemals vergessen würde. Es waren zwei ihrer Peiniger.
Sie versteckte sich erst zwischen den Bäumen und ging dann langsam zur Feuerstelle. Unglaubwürdig starrten diese zwei Männer sie an und als sie ihre Hände ihnen entgegen streckte, gingen beide wie im Bann gefangen auf sie zu. Mit deren Tod in ihren Augen lächelte sie und umgriff spielerisch den Kragen des Mannes, welches Gesicht sie sah und öffnete ihm die oberen Knöpfe und riss ihm sein Hemd der kompletten Länge nach auf. Er sollte als erstes sterben.
Sie präsentierte sich in ihrem neuen wahrem Erscheinungsbild, dies schlimmer als der Teufel selbst erschuf er etwas derartiges, einzigartiges. Sein Meisterwerk.
Schimmernde blaurote Haut wie bei der Schlange der Verführung, durchzogen mit schwarzen Adern, die ihren ganzen Körper wie das Spinnennetz der Höllenbrut des Abgrunds umhüllten und gefüllt mit dem tiefroten Blut der Grausamkeit der Verdammten. Lange schwarze Haare, die ihr schreckenerregendes Gesicht umgaben. Ein Totengesicht mit Zähnen eines brutalen Vampirs, der nur Blut sein Eigen nannte. Ihr Peiniger blickte ins Angesicht der Verdammten, als sie die Krallen des Dämons durch seine Brust schob, nach seinem Herzen griff und es ihm herausriss.
Blutspuckend ging er vor ihr auf die Knie und sah noch sein schlagendes Herz in ihrer Kralle, bevor seine Augen sich nach innen in die Augenhöhlen drehten. Sie lachte höllisch auf und schaute ihm ein letztes Mal ins Gesicht.
„Deine Seele gehört dem Teufel. Ich bin die, die ihr verbrannt habt und jetzt hole ich euch. Von nun an heiße ich Taralia.“
Grausam lachend darüber, wie er mit weißen Augen ohne Seele zur Seite kippte, zerfiel sein Herz in ihrer Kralle zu Staub und gierig nach Blut wandte sie sich zu dem anderem im Scheiterhaufen um. Dieser Peiniger war ihr genauso ausgeliefert, wie sie, als er sie mit drei anderen am Brett festgebunden hatte. In seinen Augen sah sie die blanke Angst der Qualen, die sie ihm zufügen würde. Bewegungsunfähig sich zu wehren konnte er nur mit seinen Augen verfolgen, was sie jetzt mit ihm tat. Sie setzte eine einzelne Kralle an seiner Stirn an und zog sie an ihm hinunter, bis sie am Bauch angekommen war. Ihre blutrünstigen gierigen Zähne des Vampirs blitzten auf, ihre Gier nach Blut ließ sie ihre Tat genießen. Sie schlich sich hinter ihm und setzte ihre Kralle am Hinterkopf an und zog hinab. Sein Blut tränkte die übrig gebliebenen Holzsplitter im Scheiterhaufen.
Ihr dämonisches Gelächter unterbrach die Stille der Dunkelheit, als sie ihm die Haut lebendig vom Kopf abwärts runterriss und sah, dass er noch lebte.
„Du wirst brennen!“
Taralia berührte den Scheiterhaufen und Flamme für Flamme stieg es an ihm empor.
Mit eisigen Blick sah sie ihm zu, wie sich schier die Spitzen des Feuers in sein Fleisch fraßen, bis er in sich zusammenfiel.
Sie sah die nächsten Gesichter bereits in ihrem Unterbewusstsein, aber sie verabscheute das kommende Tageslicht und lief zurück zu ihrer Todeswohnung. Als Taralia sie betrat, sah sie wie eine unschuldige junge Frau aus, aber sie zögerte nicht und durchschritt das Portal direkt durch das Tor des Teufels.
Erstaunt kreuzte sich sein Blick mit ihren.
„Schon alle Peiniger ausgelöscht, Taralia?“
„Noch nicht, aber ich bringe Euch für den Anfang bereits zwei Seelen, an dessen Qualen ihr Euch erfreuen könnt Fürst.“
Sein gefürchtetes Grinsen wurde bei dessen Anblick des zugefügten Todes zu einem grausamen lauten Gelächter, dies sie noch schallend vernehmen konnte, als sie das Portal bereits wieder hinter sich verschlossen hatte.