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Die meisten Menschen führen nicht das Leben, das sie eigentlich wollen. Der Grund: Sie müssen arbeiten und Geld verdienen. Und das reicht oft gerade so. Und wer es dennoch schafft, etwas zurückzulegen, macht auch keine großen Sprünge. Kurzum, weder sparen, noch schuften ebnet den Weg zur finanziellen Freiheit. Paul Misar weiß dies besser als jeder sonst, und zeigt, dass es heute andere Möglichkeiten gibt, reich zu werden: als Unternehmer. Er hat es in vielen Seminaren vorgemacht und erklärt in seinem Buch, wie es jeder mithilfe eines einfachen Systems schaffen kann, schnell die erste Million zu verdienen – und das in nur 36 Monaten! Dazu beteiligt man sich an Firmen, die man mitgründet, saniert, ausbaut und wieder verkauft. Dies alles funktioniert ohne großes Startkapital oder spezielle Ausbildung. Heute kann man das Netz für sich arbeiten lassen – das Internet macht Entrepreneurship für alle möglich.
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Seitenzahl: 332
Veröffentlichungsjahr: 2015
Mein Name ist Misar … Paul Misar. Ich bin in einer der schönsten Städte der Welt geboren, der alten Kaiserstadt Wien.
Ich bin Unternehmer, Entrepreneur, Selfmademillionär, Motivationsredner, Coach von Sportlern, Stars und solchen, die es noch werden wollen und werde von der Presse »Lifedesigner« genannt. Einer, der Menschen hilft, das Beste aus ihrem Leben zu machen: durch Coaching und permanente Verbesserung ihrer selbst.
Und zudem bin ich einer der treuesten Fans der James-Bond-Filme – lange bevor ich in Fachartikeln als »der James Bond der Trainerszene« betitelt wurde. Dieser Leidenschaft werden Sie noch öfter begegnen, wenn Sie dieser Lektüre bis zum Ende die Treue halten.
Vielleicht sind wir uns auf einem Kongress begegnet; ich werde im deutschsprachigen Raum sehr gerne als Redner und Keynotespeaker gebucht. 2013 hat mich die Zeitschrift »Wissen und Karriere« sogar als Speaker of the Year ausgezeichnet. Von allen Auszeichnungen und Preisen, die ich in meiner langjährigen Karriere erhalten habe, war das die vielleicht schönste Anerkennung. Und ich bin sehr dankbar dafür.
Oder waren Sie schon mal auf einem meiner Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung? Die veranstalte ich zusammen mit der »BEST of BEST«-Akademie, die ich gegründet habe. Was ich mit ihrer Gründung erreichen wollte? Ich wollte etwas ins Leben rufen, das größer ist als ich selbst. Etwas, das mich irgendwann überlebt. Etwas, das Menschen hilft, all die wichtigen Dinge des Lebens zu lernen, die man in herkömmlichen Schulen nicht lernt. Mehr dazu später.
Gut möglich, dass wir uns sogar über ein Einzelcoaching kennengelernt haben. Schließlich widme ich mich inzwischen einer Lebensaufgabe, die sich in zwei Worten zusammenfassen lässt: Menschen helfen (und das am liebsten von Mensch zu Mensch).
Zugegeben, Menschen helfen, das wollen viele. Aber können sie es tatsächlich?
Ob ich es kann, das entscheiden Sie – am Ende dieses Buches. Es geht darum, dass Sie diese Erfahrung selbst machen. Es wäre der falsche Ansatz, Sie das still glauben zu lassen, nur, weil ich es Ihnen sage. So anmaßend bin ich nicht. Aber es wäre schön, wenn Sie mir ein bisschen Vertrauensvorschuss schenken. Schließlich haben ja schon viele Kunden und Freunde meiner Akademie bestätigt, dass sich ihr Leben durch meine Seminare und Coachings gravierend zum Positiven verändert hat: Ich danke Euch allen für die vielen positiven Testimonials.
Also, liebe Leserin, lieber Leser: Gehen Sie den Weg des Vertrauens mit mir gemeinsam? Ist das okay für Sie? Aber selbst wenn Sie jetzt noch kritisch eingestellt sind – bitte glauben Sie mir eines:
Ich weiß, wie man Geld macht. Auch wenn ich viele Jahre gebraucht habe, um zu verstehen, wie man dieses Geld anschließend behält und weiter vermehrt. Aber auch dazu erzähle ich Ihnen in diesem für sie geschriebenen Buch an anderer Stelle mehr.
Aber mal Butter bei die Fische, wie man in Norddeutschland sagt: Warum darf ich eigentlich behaupten zu wissen, wie man Geld produzieren und sich Geldmaschinen bauen kann? Weil ich schon mit Mitte 20 mein erstes Unternehmen gegründet habe. Danach habe ich zahlreiche andere ins Leben gerufen, zugekauft oder saniert. Die allermeisten davon haben sich unter meinem Einfluss von »sicheren Todeskandidaten« zu kraftstrotzenden Marktführern gemausert. Und das in Branchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Chemiehandel, Wasseraufbereitung, Deluxe-Wintergärten, Lebensmittelrohstoffe, Immobilien und Bauträger, Sportsponsoring (Formel 1), Oberflächenbeschichtung, Brandschutz und noch etliche mehr.
Warum ich Ihnen diese Liste auszugsweise aufzähle? Keineswegs, weil ich damit angeben will. Wichtigtuerei würde Sie nicht weiterbringen und mich auch nicht. Ich bezwecke mit dieser Aufzählung etwas anderes: Sie sollen den Beweis dafür vor Augen haben, dass ich weiß, wovon ich rede. Ich spreche nicht wie ein Blinder von den Farben.
Allein im deutschsprachigen Raum tummeln sich mehr als 50 000 Trainer, Coaches und selbst ernannte Experten. Ich bin nachweislich keiner von denen, die entweder noch nie eine Firma ihr Eigen genannt oder einen vielleicht doch vorhandenen eigenen »Laden« gegen die Wand gefahren haben. Im Gegenteil: Die Erfolgsstrategien, die ich Ihnen auf den folgenden Seiten darlege, haben nachweislich über Dekaden 1a funktioniert – wieder und wieder und wieder. Mein Erfolg ist mitnichten pures Glück! Aber am besten vergewissern Sie sich selbst, indem Sie die Rezepte, die ich Ihnen anhand geben werde, selber ausprobieren.
Gut, Sie können mit mir über das Glück des Tüchtigen diskutieren. Aber später bitte – jetzt geht es um Fakten. Glück ist meiner Meinung nach ein System, das Resultat randscharf definierter Erfolgsfaktoren, die ich Ihnen in diesem Buch detailliert erläutern werde.
Wobei ich eins ganz klarstelle: Auch bei mir lief in den letzten beiden Jahrzehnten nicht alles nach Wunsch, beileibe nicht. Nur zu gut kenne ich das, was man landläufig als Rückschläge und Niederlagen bezeichnet. Warum ich für diese dunklen Stunden dennoch dankbar bin – dazu später mehr. Tiefschläge aber, ebenso wie das Immer-wieder-Aufstehen, gehören zum Leben, zur täglichen Praxis aller Erfolgreichen.
Und genau zu diesem Zweck habe ich dieses Buch zu Papier gebracht: als praxisorientierten, authentischen Leitfaden für Menschen der Praxis von einem gestandenen Praktiker, einem von Ihnen, der es von ganz unten nach oben geschafft hat – nicht, weil er so schlau ist oder als Erfolgstalent geboren wurde, sondern weil er gute Lehrer, Coaches und Mentoren hatte. Und weil Menschen bereit waren, die Erfolgsrezepte an ihn weiterzugeben. Von einem, der »gesaugt hat wie ein Schwamm«, wenn er mit erfolgreichen Leadern zusammen war. Von einem, der von dem Wunsch beseelt war und ist, ganz nach oben zu kommen. Von einem, der bereit war, den Preis zu bezahlen, um dann diese Erfolgsprinzipien mit Millionen von Menschen zu teilen.
So, wie Sie ein Kochbuch Schritt für Schritt von den Zutaten über die Küchenutensilien hin zum Wunschgericht führt, so führt Sie die »Lizenz zum Reichwerden« ebenso »narrensicher« zu Ihrer finanziellen Unabhängigkeit. Einzige Voraussetzung: Sie müssen sich genau, wirklich haargenau ans Rezept halten – also exakt das tun, was ich Ihnen in den folgenden Kapiteln ans Herz lege – aber trotzdem dabei Ihre Individualität nie vergessen. Und noch etwas – richtiger Reichtum hat nicht nur mit Geld zu tun, aber auch diesen Punkt werden wir noch behandeln. Oder wie der deutsche Philosoph Lichtenberg mal gesagt hat: »Es ist nicht so gut mit Geld, wie es schlecht ist ohne Geld.«
Ja, ich kenne auch das Gefühl, ohnmächtig zu Boden gegangen zu sein. Ich habe zudem nicht vergessen, wie es ist, sich tagtäglich abzurackern, ohne wirklich voranzukommen – wie der berühmte Hamster im Rad. Übrigens, wissen Sie, was das Schlimmste an dem verdammten Hamsterrad ist? Von innen sieht es aus wie eine Karriereleiter!
Auch diese Metapher vom Hamsterrad werde ich aus gutem Grund noch gehörig strapazieren. Deshalb bitte ich Sie, sich jetzt so ein armes Tierchen vorzustellen. Sehen Sie, wie es »im Rad dreht« und sich seine kleine Seele verzweifelt aus dem Pelz hechelt? Haben Sie dieses Trauerbild vor Augen?
Gut. Dann stellen Sie sich nun vor, dass Sie dieses Laufrad durch eine kleine Handbewegung aus der Aufhängung nehmen und frei auf den Fußboden setzen. Was passiert? Der Hamster strampelt wahrscheinlich immer noch wie ein Verrückter – aber jetzt, oh Wunder, kommt er tatsächlich vorwärts.
Ja, wie toll ist das denn?!
Plötzlich wird aus einer stupiden, unnützen Schufterei eine buchstäblich zielführende Aktivität. Rasch wird der kleine Ziernager merken, dass er anschließend sogar mit weitaus weniger Kraftaufwand als bisher viel, viel weiter kommt, als seine Träume von Freiheit vorher jemals gereicht haben.
Merken Sie was? Stimmt, die Tragik des Hamsterdaseins liegt gar nicht in der ständigen irrsinnigen Rennerei. Nein, das wirklich Fatale und Fesselnde ist die Radaufhängung: Ihre Höhe über dem Boden entscheidet über ewigen Stillstand oder Fortkommen, über Gefangenschaft oder Freiheit.
Was ist Ihre persönliche Radaufhängung? Wie hoch hängt sie? Sie werden die Antwort kennen, wenn Sie mein Buch gelesen haben. Vor allem werden Sie dann wissen, wie Sie Ihr Hamsterrad aus eigener Kraft auf den Boden bekommen.
Denn auch auf die Gefahr hin, Sie zu enttäuschen: Ohne Einsatz werden Sie es auch bei meiner Arbeitsweise nicht schaffen vorwärtszukommen. Aber meine Methoden geben Ihrem Fleiß endlich einen Sinn: jene ersehnte Bodenhaftung, die Sie Ihren Zielen tatsächlich näherbringt. Sie erhalten in diesem Buch endlich die Erdung für Ihre Ziele. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Aufhängung zu lösen. Aber um das zu schaffen, müssen Sie zunächst die Lösung kennen, die Methode also, die die Halterung Ihres Rädchens löst. Und ich verspreche Ihnen: Genau das werde ich Ihnen auf den nächsten 300 Seiten zeigen.
Vor diesem Hintergrund erschließt sich der Sinn des Bonmots eines meiner wichtigsten Mentoren, dem ich im Leben sehr viel verdanke: T. Harv Eker. Denken Sie an Hamsterrad und Radaufhängung, wenn Sie seinen Rat zu diesem Rad hören: »Wenn DU sowieso schon hart arbeiten musst, dann kannst DU damit ebenso gut auch reich werden!« – ein Satz, den er mir gesagt hat, den ich nie wieder vergessen werde – und den Sie auch nicht vergessen sollten. Ich gebe diesen Satz unverfälscht an Sie weiter.
Na, ist das ein Angebot? Dann lassen Sie uns gleich loslegen. Im nächsten Kapitel widmen wir uns gewissermaßen den Grundzutaten: Sie erfahren, welche Voraussetzungen Sie brauchen, wenn Sie die ersehnte finanzielle Freiheitsluft wirklich schnuppern wollen. Und vor allem, warum Sie es auf dem Weg zur ersten Million unnötig schwer haben, wenn Sie sich nicht zunächst von einer weitverbreiteten Fessel lösen.
Zuvor aber noch zu etwas, das mir wichtig ist:
Ich bin kein Guru, der etwas verspricht, was er nicht halten kann. Vor allem nicht angesichts der Möglichkeit, dass Sie das Buch zwar lesen – es aber anschließend im Bücherschrank verstauben lassen. Dann wird wahrscheinlich keiner der genannten Erfolgsfaktoren für Sie funktionieren. Auch nicht dann, wenn Sie einzelne Punkte umsetzen, andere aber nicht. Ein Tresor mit einer neunstelligen Nummernkombination lässt sich ja auch nicht öffnen, wenn Sie sieben Ziffern richtig eingeben. Sie bekommen ihn selbst dann nicht auf, wenn Sie neun Ziffern kennen, diese jedoch in der falschen Reihenfolge eingeben.
Also vergessen Sie bitte nie einen sehr wichtigen Punkt, die wichtigste Botschaft dieses Buches: Sie und nur Sie sind der Designer Ihres Lebens, und die Umsetzung liegt ausschließlich und nur bei Ihnen!
Kein Buchautor, kein Trainer, kein Coach kann Ihre Probleme lösen, wenn nicht Sie es tun. Jeder Coach und Mentor, aber auch jeder Buchautor kann bestenfalls ein Sparringspartner sein, der Sie ein Stück auf dem Weg weiterbringt, wenn Sie es zulassen. Dieses Buch kann Ihnen nur aus meiner Sicht des Lebens heraus Ideen, Impulse und die Motivation geben, wie es funktionieren könnte.
Und noch eines – dieses Buch ist für psychisch gesunde Menschen geschrieben worden. Ich bin weder ein Psychiater noch ein Erfolgsguru, der all Ihre Probleme löst. Auch wenn so mancher das gerne hätte.
Ich beanspruche für mich nicht die Fähigkeit, Sie aus einer Burn-out-Phase holen zu können. Andere schwere Lebensprobleme wie Depressionen lösen kann ich ebenfalls nicht, auch wenn es bei dem einen oder anderen funktioniert hat. Aber eines muss klar sein: Dafür gibt es Spezialisten! Und last, but not least – der beste Heiler sind Sie selbst, wenn Sie Ihr Leben wieder bewusst in die Hand nehmen und sich selbst im Einklang mit Ihren Lebensmotiven Ziele setzen. Bei diesem Prozess kann ich gesunden Menschen gerne jederzeit helfen. Also, damit eines klar ist – ich kann Ihre Probleme nicht zu meinen machen. Ich kann keine Garantien übernehmen. Schließlich kenne ich Ihre individuelle Lebenssituation nicht.
Sie allein entscheiden jede Minute Ihres Lebens über Erfolg oder Misserfolg. Dieses Buch enthält ausschließlich meine Erfahrungen, und ich hoffe, dass Sie viele für sich nutzen können.
Jetzt – da auch dieser Punkt geklärt ist – wünsche ich Ihnen in diesem Sinne viel Erfolg! Haben Sie Spaß beim Lesen! Mögen Ihre kreativen Ideen sprudeln, wie Sie meine Erfolgserfahrungen für sich persönlich nutzen können! Erleben Sie Erfüllung und Freude dabei zu erfahren, der oder die Beste zu werden, der oder die Sie werden können!
Ihr Paul Misar
Raten Sie mal, welche Frage mir meine Coaching-Kunden am häufigsten stellen. Sie hat mich auch dazu veranlasst, dieses Buch zu verfassen.
Ich sage es Ihnen: »Ist das wirklich alles so einfach, wie es aussieht?«
Die schlechte Nachricht: Nein, ist es nicht. Wenn Sie in allerspätestens 36 Monaten Euro-Millionär sein wollen, müssen Sie dieses Vorhaben genau planen. Sie müssen investieren:
•Fleiß•Konsequenz•AusdauerUnd Sie werden möglicherweise noch an Ihrem Selbstbewusstsein arbeiten müssen. Andernfalls wird es nicht funktionieren.
Nicht umsonst sagt man ja, der liebe Gott habe vor den Erfolg den Schweiß gesetzt. Glauben Sie daher nicht jenen Blendern, die Ihnen weismachen wollen, dass es auf dem Weg nach ganz oben einen Expresslift gebe. Nein, den gibt es nicht. Sie müssen schon die Treppe nehmen. Und zwar Stufe für Stufe.
Aber nun die zwei guten Nachrichten:
1.Es war noch nie so leicht wie in unserer Zeit, Millionär zu werden.2.Dieses Buch funktioniert wie ein Kochbuch.Wie steht es um Ihre Kochkünste? Selbst dann, wenn Sie über Spaghetti und Rührei noch nicht hinausgekommen sind – was hält Sie davon ab, sich dennoch ein Kochbuch zuzulegen? Etwa das eines Meisterkochs wie Jamie Oliver. Und mit diesem Wissen können Sie dann kaum noch etwas falsch machen. Sie müssen nur noch die Zutaten kaufen, diese einfach in der richtigen Reihenfolge mischen, die Kochzeiten genau einhalten und voilà! – fertig ist das Traumgericht!
So in etwa funktioniert es auch mit dieser Reichtumsmethode. Klingt unwahrscheinlich? Dann bedenken Sie bitte eins: Was ist leichter? Als Koch persönlich bei null anzufangen und ein Gericht nach dem anderen buchstäblich »für die Tonne« versuchsweise zusammenzubrutzeln? Oder sich genau an das Rezept eines Meisterkochs zu halten, der zuvor Hunderte Optimierungen in diese Kochanweisung eingebracht hat? Richtig: die zweite Alternative. Die ist um ein Vielfaches bequemer.
Aber es kommt noch besser: Für Ihr Reichtumsrezept benötigen Sie wirklich nur wenige Zutaten. Die wichtigsten verrate ich Ihnen sogar schon: Positionierung und Branding. Das sagt Ihnen nichts? Nun, in diesem Buch werden wir darauf noch detailliert zu sprechen kommen.
Eine schlechte Nachricht müssen Sie allerdings vorab noch verdauen:
Wenn Sie im Moment angestellt sind und Millionär werden wollen, dann müssen Sie sich gleich zehnmal (!) so sehr engagieren, als wenn Sie es als Künstler, Sportstar oder Inhaber einer eigenen Firma versuchen.
Sie wollen dennoch unbedingt »abhängig beschäftigt« bleiben? Allein dieser Begriff ist entlarvend. Sogar dann rate ich Ihnen dazu, parallel Ihre eigene Firma aufzubauen! Das habe ich auch so gemacht, als ich noch Angestellter war. So können Sie wenigstens die enorme Steuerlast senken, die normalerweise jeden Angestellten unbarmherzig zu Boden drückt.
Überlegen Sie doch mal: Als Angestellter zahlen Sie von jedem Euro, den Sie verdienen, ungefähr 50 Cent direkte Steuer und Sozialversicherungsabgaben. Darunter fallen die Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen-, Renten- und Pensionsversicherung. Als Angestellter können Sie sich überhaupt nicht dagegen wehren, dass Ihnen diese Summen gleich vom Bruttolohn abgeknöpft werden. Mit viel Glück landen 40 Cent wirklich auf Ihrem Girokonto. Was machen Sie damit?
Beim Einkauf Ihrer Lebensmittel oder Ihres Benzins reißt die Mehrwertsteuer noch einmal ein ordentliches Loch in Ihren Geldbeutel. Jetzt müssen Sie sich schon mit 30 Cent begnügen. Dann schlägt zum Beispiel die Mineralölsteuer zu. Und wenn Sie sich eine Flasche Sekt gönnen, müssen Sie noch mal Luxussteuer berappen. Die vielen Steuern nagen Sie ab wie ein Schwarm gieriger Piranhas. Von dem kümmerlichen Rest bestreiten Sie dann Ihre Miete, Ihre Kleidung und alles andere, was Sie zum Lebensunterhalt benötigen. Was bleibt Ihnen dann noch?
Ein bis fünf Cent. Hurra!
Die können Sie dann aufs Sparkonto packen. Vielleicht finden Sie noch eine Bank, die Ihnen Ihre Einlage mit 0,125 Prozent verzinst, tatsächlich dürfte es weniger sein. Die reale Inflation indessen rangiert in dreifacher Höhe. Folge: Ihr Erspartes wird von Jahr zu Jahr weniger wert. Und wenn Sie den Jahreskalender an der Wand nur ein paarmal gewechselt haben, ist durch negativen Zins und Zinseszinseffekt aus Ihrem ehemaligen Sparguthaben sogar ein Kredit geworden. Das ist der Weg in die sichere, lebenslange Pleite.
Ist das nicht erbärmlich?
Wenn Sie jetzt der Mut der Verzweiflung umtreibt, können Sie Glücksspiel betreiben oder ja Aktien kaufen … oder beides gleichzeitig in einem!
»Kann ich nicht mit Glücksspiel auch Millionär werden?«, fragte mich kürzlich ein Seminarteilnehmer. »Ja«, antwortete ich. »Wenn Sie heute Milliardär sind, dann geht das!« Aber nun wieder im Ernst: Wie ist das mit den Aktien?
Sind Anteilsscheine ein gutes Rezept, um richtig Geld zu machen? – Für diejenigen, die in den Achtzigern und Neunzigern des vergangenen Jahrhunderts auf diese Option gesetzt haben, waren Wertpapiere noch eine sichere Bank. Dabei konnte man wenig falsch machen: Es war ja die Phase der Hausse, der Aktienkurse im Steigflug. Kurz nach dem Jahrtausendwechsel konnte man auch noch sporadisch Geld machen, wenn man nicht gerade die Nerven verloren hat, als die Terroranschläge vom 11. September 2001 die ohnedies bereits unruhigen Börsen gänzlich durcheinanderbrachten. Heute gleicht die Börse eher einem Lotteriespiel.
Ich habe Freunde im Investmentbanking, die meine Abneigung gegen Börsenspekulationen bestätigen. Daher habe ich bereits vor Jahren meine Aktien und Wertpapiere weitgehend verkauft. Zuvor hatte ich mit diesen sogenannten »Wert«-Papieren mehrmals in Folge sogar sechsstellige Verluste gemacht.
Fazit: Aktien sind heute ein sagenhaft gutes Mittel, um ein kleines Vermögen zu machen. Sofern man zuvor ein richtig großes besessen hat.
Also, vergessen Sie bitte als Erstes das, was in den Erfolgsbüchern der Neunzigerjahre empfohlen wurde. Sogar jene Ausgaben, die Anfang des neuen Jahrtausends erschienen sind, gelten heute bereits als antik. Sie und ich, wir leben in einer völlig neuen Ära. Und wenn Sie dieses nagelneue Spiel nach uralten Regeln spielen, werden Sie gewaltig auf die Nase fallen und das Spiel verlieren. Logisch, oder?
Seien Sie jetzt bitte ganz ehrlich zu sich selbst:
•Haben Sie wirklich das Zeug zum umjubelten Film- oder Gesangsstar? Nein?•Und mit dem Auto sind Sie auch nicht unbedingt schneller unterwegs als Sebastian Vettel, Lewis Hamilton oder Nico Rosberg?Tja, dann, so fürchte ich, haben Sie nur eine einzige Chance, binnen 36 Monaten Euro-Millionär zu werden und finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen …
Diese Chance ist Ihre eigene Firma! Machen Sie sich um das Wie im Moment keine Gedanken. Die Sache mit den eigenen Firmen werde ich Ihnen hier Schritt für Schritt nahelegen. Gewissermaßen wie eine Betriebsanleitung zur ersten Million.
Oder, um in dem Bild vom Kochbuch zu bleiben: Sie backen sich mit meiner Hilfe Ihre finanzielle Freiheit und Ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit. Sofern Sie die Disziplin aufbringen, sich haargenau an Zutatenliste, Kochzeiten und Backtemperaturen zu halten.
Das Buch, das Sie gerade in den Händen halten, ist eine Millionärsschule für die neue Ära, in der wir leben. Bitte, vergessen Sie zunächst alles, was man Ihnen vor zehn oder 20 Jahren erzählt hat. Und ignorieren Sie die vielen Gurus, die Ihnen heute immer noch dasselbe unterjubeln wollen. Diese alten Rezepte funktionieren einfach nicht mehr! Daher an dieser Stelle eine ernstgemeinte Bitte. Glauben Sie nicht Menschen, die Ihnen in der Theorie etwas verkaufen, dass sie selbst nie geschafft haben. Nehmen Sie bitte ab jetzt in Ihrem Leben nur mehr Rat von Menschen an, die bereits dort stehen, wo Sie gerne stehen möchten.
Wo wir gerade vom »nicht funktionieren« sprechen …
Ich selbst habe am Beginn meiner Selbstständigkeit kaum einen möglichen Fehler ausgelassen. Rückblickend bin ich sogar stolz auf diese Missgriffe von damals. Schließlich haben sie mich dahin gebracht, wo ich heute stehe. Trotzdem muss man nicht alle Fehler unbedingt selbst machen. Sie Glückspilz können sich diese Fehler ersparen!
Stellen Sie sich vor: Ich habe sogar mal so gravierend danebengegriffen, dass ich meine finanzielle Unabhängigkeit buchstäblich zwar schon in Reichweite hatte – sie aber dann dennoch in den Sand setzte. Denn in diesem wichtigen Stadium machte ich extrem dumme Fehler. Ich war blauäugig unterwegs, obwohl ich ja nachweislich mandelbraune Augen habe. Ich vertraute den falschen Menschen – und so holte ich mir dann tatsächlich im übertragenen Sinne ein blaues Auge. Dadurch habe ich Unmengen Geld verloren – auf der Zielgeraden.
In dieser Phase stand ich vor der Wahl: Ich konnte mein trauriges Los beklagen und versuchen, mit deutlich weniger Geld auszukommen. Oder ich konnte einen Weg finden, um ein Vielfaches dessen zu verdienen, was ich verloren hatte. Ich hätte also meinen sechsstelligen Verlust kompensieren und jährlich mehrere 100 000 Euro zusätzlich in die Kasse bekommen müssen, um schon bald wieder finanziell unabhängig zu sein.
Wahnsinn, oder? Und genau deshalb habe ich mich für diese Variante entschieden! Diese Entscheidung veränderte mein Leben. Und sie wird auch Ihr Leben verändern.
Treffen Sie Ihre Entscheidung – jetzt: »In 36 Monaten bin ich Euro-Millionär!«
Nicht durch Lottospielen.
Nicht durch Heiratsschwindel.
Nicht durch verdeckte Ablebensbeschleunigung an Ihrer Erbtante.
Nein, viel besser: durch den lukrativen Verkauf Ihrer Firma, die wir auf den kommenden Seiten gemeinsam planen.
Sie besitzen bereits eine Firma? Aber die entspricht nicht unbedingt Ihrer Lebensmission oder Ihrem Lebenstraum? Dann werden Sie diese Firma kurzfristig verkaufstauglich machen. Auch dann wird der üppige Zahltag Ihr Leben komplett umkrempeln.
Oder Sie haben noch keine eigene Firma – nur ein paar vage Geschäftsideen? Dann werden Sie in diesem Buch trotzdem erfahren, wie Sie kurzfristig Unternehmer werden und in 1000 Tagen Zahltag machen können – also in knapp drei Jahren.
Mit keiner anderen Methode werden Sie in derselben kurzen Zeit annähernd so viel Geld verdienen – jedenfalls nicht ohne Strumpfmaske und vorgehaltener Pistole! Spaß beiseite. Ich weiß, wovon ich rede. Denn bevor ich genau diese unfehlbare Methode erfolgreich angewendet habe, habe ich so ziemlich alle anderen Alternativen ausprobiert – ohne die Strumpfmaske, wohlgemerkt. Aber alle getesteten Methoden blieben ohne Erfolg. Bis ich begonnen habe, unzählige Selfmademillionäre zu studieren.
So, und jetzt lehnen Sie sich zurück. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihre finanzielle Unabhängigkeit bereits erreicht. In dieser Sekunde. Wie viel positiver würde das Ihr Leben machen? Und zwar auf einen Schlag? Hand aufs Herz!
Es fällt Ihnen schwer, sich diese wunderbare Vision vor Augen zu führen? Dann werden wir noch an Ihren Glaubenssätzen arbeiten müssen. Sie werden sich von negativen Glaubenssätzen lösen müssen – von Ihrer Hamsterrad-Aufhängung!
Einer dieser Glaubenssätze bei 90 Prozent aller Menschen in Mitteleuropa kreist um die wirtschaftliche Sicherheit, die dem Angestelltendasein gemeinhin beigemessen wird. Auf den folgenden Seiten enthülle ich, warum diese Sicherheit nicht mehr ist als ein Trugbild.
Ganz einfach: dasselbe wie ein Hamster – rotieren, um zu leben.
Zurück zum vermeintlichen König der Tiere: Wenn die Sonne aufgeht in Afrika, dann ist für diesen Löwen eines klar: Er muss heute schneller laufen als die langsamste Gazelle. Und wenn dieselbe Sonne über dieser Gazelle steht, dämmert auch ihr: Sie muss heute schneller laufen als der schnellste Löwe. Beide müssen rennen, rennen, rennen, um am Leben zu bleiben. Deswegen besteht zwischen Löwe und Gazelle kein wirklich gravierender Unterschied. Von wegen König!
Liebe Leserin, lieber Leser: Vielleicht haben Sie diese Geschichte ja schon mal gehört. Sie gehört zum Speaker-Repertoire vieler Motivationstrainer und Speaker aus aller Welt und hat daher, wie ich immer zu sagen pflege, auch schon einen Dreitagebart.
Die dritte Alternative: Angenommen, Sie sind weder Löwe noch Gazelle. Angenommen, Sie sind ein Elefant! Natürlich muss selbst so ein Dickhäuter täglich dafür sorgen, dass er überlebt. Aber er muss sich dafür beileibe nicht so abrackern. Wenn er Hunger verspürt, streckt er einfach den Rüssel aus und schiebt sich ein paar Zweige frisches Grün ins Maul. Ganz gemütlich und ohne Sorgen. Er tut sich also wesentlich leichter als der vermeintliche König der Tiere.
Sie werden im Laufe dieses Buches noch öfter merken, worauf ich mit diesem Bild hinauswill. Aber schon jetzt sage ich Ihnen eines auf den Kopf zu: Als Angestellter sind Sie entweder Gazelle oder Löwe. Aber Sie sind niemals Elefant. Sie sind unweigerlich im Hamsterrad gefangen – und gezwungen, ständig zu laufen. Ohne dabei jemals wirklich vom Fleck zu kommen.
Wenn wir schon von Tieren reden: Wenn Sie sich nicht vom Angestelltendasein verabschieden, werden Sie zum VW Käfer. Im negativen Sinne. Sie wissen schon: »Er läuft und läuft und läuft …«1 Wie lange wollen Sie diese Tortur durchhalten? Wann wird Ihnen bei diesem ständigen Auf-der-Stelle-Treten endgültig die Luft ausgehen?
Solange Sie angestellt sind, mögen Sie Ihre ganz persönliche Berufsevolution durchlaufen. Sozusagen von der Gazelle zum Löwen. Man lässt Sie vielleicht aus dem ersten Hamsterrad raus, um Sie in ein größeres zu verfrachten. In dem können Sie dann weiter unentwegt rotieren – als Gruppenleiter, als Filialleiter, als Abteilungsleiter. Aber je größer die Hamsterräder werden, desto schneller müssen Sie rennen, um diese Räder auf jenem Tempo zu halten, das von Ihnen erwartet wird.
Das Tragische daran: Von innen sieht so ein Hamsterrad aus wie eine Karriereleiter.
Ich weiß, wovon ich spreche. Schließlich habe ich das alles selbst durchgemacht, als ich noch Angestellter war, und dann auch in der ersten Phase meiner Selbstständigkeit.
Also, kaum zum Löwen aufgestiegen, drehen Sie im Hamsterrad aufs Neue voll durch. Tag für Tag. Von einem Wochenende zum nächsten. Dazwischen kommen Sie an mindestens 60 Wochenstunden aus dem Rotieren nicht mehr raus.
Und Sie? Sie sind am Anfang sogar noch stolz! Schließlich sind Sie jetzt ein Löwe! Sie sind entsprechend wichtig. Die Gazelle unter Ihnen beneidet Sie. Ja, sie hat sogar Angst vor Ihnen. Ein tolles Gefühl, oder? Und außerdem: Sie werden doch gebraucht!
Also strampeln Sie sich ab. Freiwillig. Unterbrochen höchstens mal für ein paar hastige Urlaubstage. Aber abschalten können Sie sogar dann nicht wirklich. Denn als braver Angestellter sind Sie sogar in Ihrer Freizeit noch für Ihre Vorgesetzten jederzeit erreichbar.
Und eines Tages erkennen Sie die grausame Wahrheit: Sie kommen nicht mehr raus aus diesem verdammten Hamsterrad!
Und das, wo es Ihnen ohnehin von Jahr zu Jahr schwerer fällt, mit Ihrem Hamsterrad mitzuhalten. Längst sind Sie über das Stadium hinaus, als Sie allein es waren, der das Hamsterrad in Bewegung gehalten hat. Nein, inzwischen dreht sich dieses Rad von selbst – und es legt dabei einen Affenzahn vor. Schließlich ist »Ihr« Rad Teil einer größeren Maschinerie, in der alle Elemente ineinandergreifen. Deshalb dreht es sich unter Ihren Füßen schneller und schneller und schneller. Wie auf dem Laufband im Fitnessstudio, wenn Sie den Knopf mit einer Geschwindigkeit erwischt haben, die viel zu hoch ist.
Und Sie treten und treten und treten, um nicht zu straucheln! Und irgendwann haben Sie es dann wirklich geschafft: Bravo – Sie landen im Luxus-Hamsterrad!
Sie wissen schon: großes, schickes Einzelbüro. Dazu zwei Vorzimmersekretärinnen, die parallel die Termine für Sie ausmachen. Die laufen dann in ihren eigenen Hamsterrädern links und rechts mit. Aber von diesem Tage an dauert es nicht mehr lange, bis Sie als Hamster reglos im Rad liegen. Herzinfarkt!
Und? Ist man jetzt gnädig? Rädert man Sie nicht länger? Wo denken Sie hin!
Trotz all der Plackerei haben Sie ein bisschen Bauchspeck angesetzt. Und körperlich richtig bewegt haben Sie sich auch nicht. Aber so eine Kur wirkt ja wahre Wunder. Als Ober-Hamster dürfen Sie nun einige Monate lang runterschalten – um ein, zwei Gänge vielleicht. Aber anschließend, bitte schön, geht es gleich wieder mit Vollgas weiter. »Wir wünschen Dir alles Gute und baldige Besserung – Deine Kollegen und Dein Boss oder Oberboss« – damit du bald wieder für uns laufen kannst!« Letztgenanntes steht aber im Kleingedruckten mit unsichtbarer Tinte – und zum Glück kannst du es in diesem Moment nicht lesen.
Willkommen in der mörderischen Leistungsgesellschaft, die wir alle mit erschaffen haben. Pink Floyd würde sagen: »Welcome to the Machine!«
Wenn Sie gerade noch als »junge Gazelle« zum Sprung ins Erwerbsleben ansetzen und sich diesen Horror nicht vorstellen können: Glauben Sie mir einfach. Ich war auch mal so wie Sie. Bereits mit Mitte 20 war ich so etwas wie ein Junglöwe mit eigenem Büro und zwei Vorzimmerdamen. Und ich war damals allen Ernstes der festen Überzeugung: »Schneller, weiter, höher im Hamsterrad – das ist der richtige Weg!«
Ich könnte Ihnen heute diese Zeilen wahrscheinlich nicht mehr schreiben, hätte ich mir den letzten Gang inklusive Herzkasper dann nicht doch noch erspart. Weil ich rechtzeitig aus dem Hamsterrad ausgestiegen bin, relativ kurzfristig und radikal, wie ich zugebe. Ich habe schon früh erkannt, was die allermeisten leider niemals raffen.
Herzinfarkt und Depressionen sind Folgen permanenter beruflicher Unzufriedenheit. Und dieses mentale Unkraut gedeiht am besten auf dem größten Mist von allen – dem Angestelltenverhältnis!
Ja, es mag noch andere Schnellstraßen zu Herzinfarkt und Niedergeschlagenheit geben. Aber das klassische Angestelltenverhältnis ist gewissermaßen der am besten ausgebaute »Highway to Hell«. Warum?
Weil Sie als Angestellter Lebenszeit gegen Geld tauschen. Buchstäblich bis zum »rien ne va plus« oder »Nichts geht mehr«. Sie kennen das vom Kasino, wenn die Kugel viel zu schnell rollt und nicht mehr aufzuhalten ist.
Tag für Tag ständig Druck von Ihren Vorgesetzten!
Tag für Tag Stress mit Eigentümern, Aktionären, Aufsichtsräten – dann nämlich, wenn Sie es bis in den Vorstand geschafft haben.
Tag für Tag die Radfahr-Haltung einnehmen, also nach oben buckeln und nach unten treten – denn so gehört sich das als braver Angestellter, der mit dem Strom schwimmt. Natürlich erhöht das weder Ihr Selbstbewusstsein noch Ihr Wohlbefinden.
Das wäre die ultimative Möglichkeit, »sich selbst zu killen«. Was aber könnten Sie sonst noch unternehmen, um rasch und zielstrebig ein Burn-out zu erleben – wenn Sie das wollen?
Sie könnten sich beispielsweise als Firmen-Prellbock verdingen. Sprich: Sie stellen sich einfach zwischen Ihre Mitarbeiter und die Geschäftsführung. Auch diese Funktion kenne ich aus eigener leidvoller Erfahrung: Ich stand damals am Beginn meiner Karriere als Vertriebs- und später als Marketingleiter in einem internationalen Großkonzern gerne zwischen den Fronten meiner loyalen Mitarbeiter und einer Geschäftsleitung mit weltfremden Ansichten.
Soll ich Ihnen was verraten? Auch dieser Platz zwischen den Stühlen war alles andere als bequem. Glückshormone? Befriedigung? Von wegen! Dauerfrust war angesagt.
Keinen brauchbaren. Das ist die Quintessenz, die ich Ihnen ehrlichen Herzens weitergebe. Sie basiert beileibe nicht nur auf meiner eigenen Vita. Die Lebenswege all der vielen Menschen, denen ich helfen wollte und konnte, sprechen exakt dieselbe Sprache:
Bloß raus aus dem Hamsterrad. So schnell wie möglich!
Ich weiß natürlich, dass Ihnen der Schritt in die Selbstständigkeit umso schwerer fällt, je länger Sie bereits abhängig beschäftigt sind oder waren. Denn selbst dann, wenn Ihnen der Frust über Ihr trauriges Los schon bis in die Haarspitzen reicht – Sie mögen sich vielleicht dennoch an die »Sicherheit« klammern, an das geregelte Einkommen, das so ein Angestelltenverhältnis verspricht. Oder Sie sagen sich: Ist nicht so ein Selbstständiger auch diversen Risiken ausgesetzt? Zum Beispiel dem Risiko, falsche Entscheidungen zu treffen und Fehler zu machen?
Aber es sind dann wenigstens Ihre eigenen Fehler, für die Sie geradestehen müssen. Sie verlieren dann nicht durch die Dummheit Ihrer Chefs Ihre Einkommensquelle. Gerade vor dieser Idiotenkeule sind Sie als Angestellter niemals gefeit. Denn letzten Endes haben Sie in einem Unternehmen, das einem anderen Menschen gehört, nichts wirklich Entscheidendes zu sagen. Fragen Sie mal die Exbelegschaft von Karstadt oder Schlecker.
Sie sind immer noch nicht überzeugt? Sie glauben immer noch, dass so was immer nur anderen und woanders passiert? Dass Ihr Job so sicher ist, als hätten Sie Ihren Erstwohnsitz in Abrahams Schoß?
Träumen Sie weiter. Niemand ist sicher vor solchen Dingen. Schon manchen hat es knapp vor der vermeintlich wohlverdienten Pension oder Rente erwischt. So um die 60.
Daher lautet mein Rat: Hören Sie auf, stupide Ihre wertvolle Zeit gegen Geld zu tauschen. Unser Wirtschaftssystem ist so angelegt, dass Sie als Angestellter dabei immer einen extrem schlechten Tausch machen.
Aber zugleich bietet Ihnen unser Wirtschaftssystem eine wunderbare Alternative: Werden Sie zum Problemlöser!
Unser heutiges Wirtschaftssystem basiert darauf, dass wir gegenseitig unsere Probleme lösen. Daher ist der Königsweg im Prinzip ganz einfach:
Suchen Sie sich ein Problem, das auf dem Markt auftaucht, und lösen Sie es! Erkennen Sie, wie Sie mit Ihren Talenten, Fähigkeiten und Möglichkeiten der Welt und Ihren Mitmenschen helfen können, ein kleines Stück besser zu werden.
»Problemlösung gegen Geld« statt »Zeitabgabe gegen Geld«: Das ist das Patentrezept für Ihre finanzielle Unabhängigkeit. Denn als guter Problemlöser werden sie exorbitant mehr Geld verdienen, als wenn Sie nur Ihre Zeit gegen ein vergleichsweise lächerliches Entgelt tauschen. Wie Sie ein guter Problemlöser werden? Auch das wird Ihnen dieses Buch verraten!
Eins vorweg – kein Problem ist so klein, dass es dem entsprechenden Problemlöser keine großen Verdienstchancen eröffnen könnte. Unsere heutige Welt ist derart komplex geworden, dass praktisch hinter jeder Ecke eine Herausforderung wartet.
Als wahrer Entrepreneur sehen Sie Chancen, wo andere Probleme sehen. Dieser Blick macht Sie zum Gewinner!
Vom Feuerwehrmann zum Multimillionär: Ein Beispiel dafür stammt aus der Zeit der Golfkriege. In dieser Ära ist ein ganz normaler Feuerwehrmann zum Multimillionär aufgestiegen. Und das, weil er sich als guter Problemlöser und Experte profilieren konnte. Die Rede ist von Paul Neal Adair.2
Paul Adair, später als »Red Adair« bekannt, kam 1915 als eines von acht Kindern in bescheidenen Verhältnissen zur Welt: Sein Vater war Schmied. Die Schule musste er schon früh verlassen, da er mit Gelegenheitsjobs zum Lebensunterhalt seiner Familie beitragen musste. Der Beruf, den er ergriff, bot auf den ersten Blick alles andere als das erkennbare Potenzial zur finanziellen Unabhängigkeit: Paul Neal Adair wurde Feuerwehrmann in Houston, Texas. Das war kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs.
Adair stand in seinem Job seinen Mann, riskierte fast täglich sein Leben in den Flammen – und musste dennoch der eiskalten Wahrheit ins Auge sehen: Als normaler Feuerwehrmann im Angestelltenverhältnis würde er bitterarm sterben. Also nahm er sich ein Herz und gründete eine Firma, die sich auf die Bekämpfung von Großbränden spezialisierte. Diese Brandherde nämlich stellten normale Feuerwehrleute vor Probleme, die sie nicht lösen konnten. Paul Neal Adair konnte das schon.
Er machte Versuche in seinem Garten mit Öl- und Gasbränden. Er setzte alles daran, von den besten Brandbekämpfungsspezialisten des Landes zu lernen, wie man solche heiklen Öl- oder Gasbrände wirkungsvoll löschen kann. 1962 war es dann so weit: Er erlangte erste größere Bekanntheit, weil er in der algerischen Sahara eine Gasquelle löschen konnte, die vorher mehr als sechs Monate gebrannt hatte. 1968 wurde sein abenteuerliches Leben sogar verfilmt – mit dem Haudegen John Wayne in der Hauptrolle. Aber der endgültige, der spektakuläre Durchbruch – der stand Adair noch bevor.
1991, am Ende des zweiten Golfkrieges, erlebte Red Adair seine persönliche Mondlandung: Er schaffte es, sage und schreibe 117 brennende Ölquellen in Kuwait zu löschen. Das machte ihn auf der ganzen Welt bekannt – und zum Multimillionär. Mehr als 2000 Brände hat Paul Neal Adair in seiner Karriere gelöscht, unter anderem auch ein Inferno auf der Ölplattform Piper Alpha in der Nordsee.
Paul Neal Adair entwickelte Spezialmethoden, um jene Feuer zu bekämpfen, an denen andere sich die Zähne ausbissen. So bekämpfte er beispielsweise die Flammenmeere an leckgeschlagenen Gasleitungen durch gezielte Sprengstoffexplosionen. Durch die Detonation wurde so viel Sauerstoff verbraucht, dass die Flammen erstickten.
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