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Jeder Mensch nimmt die Welt auf zwei grundverschiedene Weisen wahr: mit verstandesmäßigem Denken und intuitivem Fühlen. Aus diesem Zusammenspiel, das wohl eine der größten Herausforderungen in unserem Leben darstellt, entsteht die Logik des Herzens. Wird die Verstandesebene überbetont, fehlen Lebensfreude und Begeisterung; wenn man sich nur auf das Gefühl verlässt, ist man struktur- und orientierungslos. Sind Denken und Fühlen in Harmonie, dann treffen wir gute Entscheidungen, brauchen keine Angst vor Fehlern haben und können sinnerfüllt und in heiterer Gelassenheit leben. Verantwortlich dafür, dass Verstand und Gefühl im Einklang sind, ist das Vertrauen. Egal, wie oft ein Mensch z. B. durch das familiäre und soziale Umfeld Enttäuschungen erlebt hat - ganz tief in ihm schlummert ein Vertrauen, welches nur er selbst kennt. Auch im Erwachsenenalter lässt es sich - obwohl verschüttet - bereitwillig wecken. Diesem Ansinnen, das von Viktor E. Frankl, dem Begründer der Logotherapie und der Existenzanalyse, inspiriert ist, hat sich die Autorin verschrieben. In diesem Buch zeigt sie humorvoll anhand verschiedener Alltagssituationen, durch innere Dialoge und in vielen Zeichnungen, was in unserem Körper geschieht, wenn Verstand und Gefühl miteinander im "Clinch" liegen. Sie beschreibt, welchen "Taktgebern" wir heute ausgesetzt sind, die verhindern, dass sich die Stimme des Herzens Gehör verschafft: das technische Denken, das vor allem das Funktionale betont und nicht viel für das Persönliche des Menschen übrig hat; die mediale Panikmache mit ihren Negativmeldungen, der Hang zum Perfektionismus. Und sie bietet jede Menge "Seelennahrung" und "Verstandesfutter" an, um der Logik des Herzens auf die Spur zu kommen.
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Seitenzahl: 121
Veröffentlichungsjahr: 2013
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INGE PATSCH
Die Logik
des Herzens
Vertrauen in
das Leben gewinnen
Tyrolia-Verlag • Innsbruck-Wien
Mitglied der Verlagsgruppe „engagement“
Bibliografische Information Der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
2011© Verlagsanstalt Tyrolia, InnsbruckUmschlaggestaltung: stadthaus 38, InnsbruckZeichnungen: Julia StubenböckLayout und digitale Gestaltung: Tyrolia-Verlag, InnsbruckDruck und Bindung: FINIDR, TschechienISBN 978-3-7022-3144-6 (gedrucktes Buch)ISBN 978-3-7022-3230-6 (E-Book)E-Mail: [email protected]: www.tyrolia-verlag.at
Inhalt
Wofür brauchen wir eine Logik des Herzens?
Harmonie zwischen Denken und Fühlen
Wir fühlen die Atmosphäre eines Menschen
Wenn die Seele den Körper berührt
Wenn das Unbehagen rudert
Die Wenn-dann-Strategie
Vom Netz der Gewohnheit ins Reich der Geborgenheit
Die Kunst der Unterscheidung
Mut zur Unvollkommenheit
Unterscheiden stärkt die Logik des Herzens
Äußere Taktgeber, die den inneren Rhythmus stören
Der äußere Taktgeber, der den inneren Rhythmus stärkt
Das eigene Maß
Die mächtigen Bilder in unserer Seele
Vertrauen, ein guter und tiefer Grund
Das schlummernde Potential wecken
Innere Haltungen beleben
Das Reich der Zuversicht
Vertrauen beginnt im Jetzt
Die Nabelschnurtaktik
Das Geheimnis des „Wofür“
Einlassen statt Seinlassen
Zumuten statt aushalten
Du bringst mich auf die Palme; wie komm ich wieder runter?
Wenn Sorgen dich quälen
Plädoyer für das Echte
Sprungbrett in die Freiheit: Begeisterung
Das Leben fragt uns im Jetzt
Nachwort
Anmerkungen
Literatur
Wofür brauchen wir eine Logik des Herzens?
Ich spüre, wie mein Herz beständig Hoffnung in jeden Teil meines Körpers pumpt, mein Blut wärmt und meine Stimmung hebt.Nelson Mandela
Wir brauchen die lebendige Kraft der Hoffnung für das Auf und Ab in unserem Leben. Die Logik des Herzens vereint Verstand und Gefühl und schenkt jedem Menschen das Potential seiner eigenen Lebenskraft. Bereits 1946 schrieb Viktor E. Frankl, der Begründer der dritten Wiener Richtung der Psychotherapie, der Existenzanalyse und Logotherapie: „Auf jeden Einzelnen und auf jeden Tag kommt es an, wenn die Nöte unserer Zeit überwunden werden sollen. Und dazu brauchen wir nicht so sehr neue Programme, sondern – eine neue Menschlichkeit!“ (Viktor E. Frankl, Gesammelte Werke, Bd. 2). Die Logik des Herzens soll in unser Leben beständig Hoffnung pumpen und eine neue Menschlichkeit statt neuer Programme soll unsere Erde erfüllen. Dazu brauchen wir ein gutes Miteinander zwischen dem Verstehen des Denkbaren und dem Fühlen des Undenkbaren.
Logik und Herz? Passen Logik und Herz zusammen? Kann das Herz logisch sein? Gibt es überhaupt eine Logik des Herzens? Gibt es neben der exakten Art des Denkens, bei der sich Gedanken in einer logischen Folge – wie in der Mathematik – aneinanderreihen, noch etwas? Ja, wir alle können immer wieder Geheimnisse des Lebens aufspüren, die uns ohne Erklärungen und ohne Beweise zufallen. In der berechen- und beweisbaren, mess- und vergleichbaren Verstandeswelt wird das Geheimnis Leben, die seelische und die spirituelle Dimension unseres Daseins unterschätzt. Planbare und funktionierende Systeme schreiben meist nur auf Werbeplakate, dass im Mittelpunkt der Mensch steht. Im geschäftigen Alltag geht die Würde des Menschen und sein lebendiges Potential viel zu schnell verloren, da Nützlichkeit und Gewinnstreben im Zentrum des rationalen Denkens stehen. Es gibt auch Szenarien, in denen intuitive Lebendigkeit mit oberflächlicher Sentimentalität verwechselt wird. In der Logik des Herzens wohnt der scharfsinnige Verstand ebenso wie das weitsichtige Gefühl.
Die Gefahr ist groß, dass uns die Einseitigkeit der äußeren Taktgeber und der ungetrübte Technikoptimismus verwirrt und wir dadurch unsere leiseren Lebensspuren verlieren. Die Logik des Herzens wird von den Wissensriesen mit Zwergengemüt mit einer schnellen und oberflächlichen Zustimmung leise lächelnd abgefertigt: „Natürlich wissen wir längst, dass das Wesentliche für die Augen unsichtbar ist. Selbstverständlich ist uns bewusst, dass das Herz Gründe hat, die der Verstand nicht kennt.“ Die Autobahnen des Wettbewerbs, die Erfolgskurven von Macht, Geld und persönlichem Vorteil haben viele Menschen in die Sackgassen von Stress, Einsamkeit, Burn-out und Depression geführt. Wir dürfen uns nicht von den sogenannten Gewinnern unserer Gesellschaft in die Irre führen lassen. Diese scheinen stolz zu sein auf den Verlust ihres Mitgefühls und haben keine Scheu sich zu freuen, wenn andere ausgenützt und unterdrückt werden.
Betrachten wir unsere Gesellschaft und unsere Erde aus der Perspektive kommender Generationen, dann ist es wesentlich, dass wir die Wege, die wir derzeit verfolgen, möglichst schnell verlassen. Die Logik des Herzens folgt mutig den Lebensspuren von Freiheit und Verantwortung, von Begeisterung und Lebensfreude. Die Freundlichkeit des Herzens ist für unsere Wahrnehmung unentbehrlich. Unfreundlichkeit im Herzen verhindert Hoffnung. Die Logik des Herzens kennt die Hoffnung, ermutigt zur Begeisterung, zum Mitfreuen und Mitfühlen sowie zum Widersprechen aus Verantwortung.
Das Cover dieses Buches können wir mit verschiedenen Sichtweisen betrachten. „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“, schrieb Rainer Maria Rilke. Die wachsenden Ringe können Herzen einengen oder zur Weite des Herzens beitragen. Überhaupt werden Sie in diesem Buch verschiedene Sichtweisen für ein gelingendes Leben kennenlernen. Wir können die Ringe als Rahmenbedingungen definieren, die wir einhalten müssen. Da gibt es Ringe des Wissens, der perfekten Planung und Ringe unserer eigenen Vorstellungen, mit denen wir uns manchmal das Leben beschweren. Doch diese Ringe schenken uns auch Orientierung und Struktur, die wir in vielen Lebenssituationen gut brauchen können.
Die andere Sichtweise wäre, die Ringe als Wellen zu betrachten, die vom Herzen kommen. Das wären dann Wellen der Begeisterung, der Herzlichkeit, der Lebensfreude, der Fröhlichkeit, der Hoffnung und der Dankbarkeit. Die Logik des Herzens vereint Lebensfreude und den strukturierenden Rahmen, in dem wir in einem gelungenen Miteinander leben können.
Harmonie zwischen Denken und Fühlen
Wir haben uns mit einem einseitigen, materialistischen Denkansatz abgefunden, der sich nicht dadurch auszeichnet, dass er möglichst viel einschließt, sondern dass er alles ausschließt, was sich materiell nicht messen lässt.The Prince of Wales
Der Begriff Harmonie kommt ursprünglich aus der Musik und bedeutet „Fügung“ und „wohltönender Zusammenklang“. Harmonie empfinden wir, wenn unsere innere und äußere Welt im Einklang ist.
Viktor E. Frankl beschenkte uns mit der Erkenntnis, dass das Wesentliche eines gelingenden Lebens das Bewusstmachen von Unbewusstem ist. Dazu ist unsere freundliche Wahrnehmung erforderlich, die mehr im Blick hat als die Oberflächlichkeit des äußerlich Sichtbaren und frei ist von der Unerträglichkeit des Verdachts, den allgemeinen Ansprüchen nicht zu genügen. Unser Körper ist äußerlich sichtbar; wenn wir uns körperlich verletzen, spüren wir Schmerz. Unser Seelenleben ist äußerlich nicht sichtbar; trotzdem bestreiten nur wenige Menschen, dass der Mensch eine Seele hat. Seelische Verletzungen nehmen wir anders wahr als körperliche. Die Seele ist das Barometer für unsere Stimmungen. Körperliches nehmen wir äußerlich wahr, während Seelisches einer inneren Wahrnehmung bedarf.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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