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Wir leben in einer Zeit der digitalen Kommunikation. Durch SMS, Emails, Messenger Nachrichten und das Posten und Verfolgen von Status-Updates auf Social Networks können wir zwar mit vielen Menschen kommunizieren, was dabei jedoch zu kurz kommt, ist eine intensive, ausführliche persönliche Diskussion über wichtige Lebensthemen mit unterschiedlichen Menschen in einer ruhigen Atmosphäre: also das Reflektieren in einer Gruppe. Was der Autor mit diesem Büchlein anregen möchte, kann man sich vorstellen wie eine Runde von Menschen, die abends um ein Lagerfeuer sitzt, in einer ruhigen Stimmung fernab der Hektik des Alltags, und über die großen, wesentlichen Themen des Lebens spricht: Er nennt solche Diskussionsgruppen ´Reflexionsgruppen´ und zählt die zehn wichtigsten Lebensthemen auf, ergänzt durch einen Fragenkatalog zu jedem Thema, der spannende Impulse für den Gruppenabend gibt.
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Seitenzahl: 26
Veröffentlichungsjahr: 2019
Vorwort
Wie man eine Reflexionsgruppe gründet
Wurzeln
Gefühle
Stabilität
Gemeinschaft
Erfolg
Liebe
Resilienz
Verantwortung
Wagnis
Sinn
Wir leben in einer Zeit der digitalen Kommunikation. Durch SMS, Emails, Messenger Nachrichten und das Posten und Verfolgen von Status-Updates auf Social Networks können wir mit vielen Menschen kommunizieren.
Was dabei jedoch zu kurz kommt, ist eine intensive, ausführliche Diskussion über wichtige Lebensthemen mit unterschiedlichen Menschen in einer ruhigen Atmosphäre, also das Reflektieren in einer Gruppe.
Denn die digitale Kommunikation ist in vieler Hinsicht verkürzt: das Schreiben von Nachrichten beschränkt sich meist auf wenige Worte, Gefühle werden durch Emojis gezeigt – die Mimik und die Gestik eines Menschen, der mit mir an einem Tisch sitzen würde, fällt weg. Und es ist oft eine hektische Kommunikation: irgendwann zwischen zwei Terminen, in einer unruhigen Umgebung schreibt man noch schnell eine Antwort, klickt auf ein „Like“, verschickt ein Smiley oder ein Herz.
Was ich mit diesem Büchlein anregen möchte, kann man sich vorstellen wie eine Runde von Menschen, die abends um ein Lagerfeuer sitzt, in einer ruhigen Stimmung fernab der Hektik des Alltags, und über die großen, wesentlichen Themen des Lebens spricht: Was ist Liebe für mich? Was ist Erfolg? Was ist mein Sinn im Leben? Ich nenne solche Zusammenkünfte Reflexionsgruppen – und es muss natürlich kein Lagerfeuer sein, solche Diskussionsrunden können an unterschiedlichen Orten stattfinden (Ein Mini-Lagerfeuer in Form einer Kerze könnte allerdings beruhigend wirken ...).
Ich sehe in der Smartphone-Ära die Gefahr, dass Menschen sich bei der Beantwortung dieser wichtigen Lebensfragen zunehmend an Meinungen im Internet orientieren, nicht an der Meinung von Menschen im eigenen Umfeld. Was dabei zu kurz kommt, ist das Feedback von anderen Personen – die Meinung von anderen, die Erfahrungen von anderen, die vielleicht das Gleiche oder etwas ganz anderes bereits ausprobiert haben. Das Aufgreifen eines Gedankens in der Diskussion und das Weiterführen, Weiterentwickeln desselben. Die vielleicht daraus entstehende wechselseitige Unterstützung von Ideen, Projekten, Lebensplänen. Das Kennenlernen ganz anderer Gedanken und Lebenserfahrungen, vielleicht sogar von Menschen die in einem anderen Land oder einer anderen Kultur gelebt haben.
Wir leben außerdem im Zeitalter der „multioptionalen Gesellschaft“, in der wir unter sehr vielen Lebensstilen wählen können. Das kann man vergleichen mit einem Regal im Supermarkt, in dem man vor dreißig Jahren nur drei Sorten Joghurt gefunden hat – mittlerweile sind es wohl mindestens zwanzig. Ähnlich groß sind heute die Varianten von Lebensplänen: und sie werden uns laufend im Internet präsentiert: Etwa Bilder von Menschen, die großen Erfolg haben oder haben wollen stehen neben Bildern von Menschen, die bescheiden und besinnlich, oft ökologisch leben wollen. Daneben finden sich Bilder von völlig unterschiedlich gekleideten Menschen die unterschiedliche Beziehungen leben oder zu leben versuchen - das kann ganz schön verwirrend sein!
Vor einer so großen Auswahl zu stehen, was Lebensentwürfe und Lebensstile betrifft, kann auch belastend sein: „Welchen Weg soll ich gehen?“ ist eine Frage, die sich vor allem junge Menschen stellen, die sich aber auch mitten im Leben in einer Umbruchssituation stellen kann.
