Die Welt wird sich ändern - Chris Cenatti - E-Book

Die Welt wird sich ändern E-Book

Chris Cenatti

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Beschreibung

Die Schreckensmeldungen der letzten Monate lassen uns aufhorchen. Es ist ein neuer furchtbarer Virus unterwegs, der uns alle bedroht. Diesmal geht es nicht nur um eine örtlich begrenzte Katastrophe. Diesmal geht es um eine Bedrohung weltweit. Obwohl wir schon seit langem wissen, dass die Menschheit vor entscheidenden Veränderungen steht, lebten wir so weiter, als würde uns das gar nichts angehen. Haben wir zu lange ignoriert, dass wir als Menschen von der Natur und von einem funktionierenden Ökosystem abhängig sind? Unser soziales Zusammenleben und unser Wohlstand setzt eine intakte Umwelt voraus. Warum tun wir nichts dafür, dass unser Planet bewohnbar bleibt? Wir müssen nun schnell handeln und sorgsamer mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen umgehen, sonst ist unser Überleben gefährdet. Alle materiellen und kulturellen Errungenschaften, die in den westlichen Gesellschaften heute als selbstverständlich erscheinen, sind in Gefahr. Wir leben in übervölkerten Großstädten, wir reisen um die ganze Welt. Schutzmaßnahmen kommen im Fall einer Pandemie viel zu spät. Auch der Klimawandel fordert schon jetzt erste Opfer. Die Menschen müssen neue Wege des Zusammenlebens finden und sich den Problemen unserer Zeit stellen.

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Seitenzahl: 264

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Chris Cenatti

Die Welt wird sich ändern

2030 wird nichts mehr sein, wie es war

© 2021 Chris Cenatti

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback:

978-3-347-19296-6

Hardcover:

978-3-347-19297-3

e-Book:

978-3-347-19298-0

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Die von mir eventuell verwendeten Markennamen und Warenzeichen sind gesetzlich geschützt und Eigentum des jeweiligen Rechtinhabers. Sie dienen lediglich der Beschreibung und Identifikation des Produktes und sollen keine Verletzung von Schutzrechten darstellen

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Märchen von der schönen neuen Welt

3. Es ist ein Irrtum

4. Wenn Nichtstun tödlich ist

5. Die Zeit wird knapp

6. Weniger ist mehr

7. Sozialistische Ideen in der Krise

8. Wir sind geboren, um frei zu sein

9. Selbstvermarktung – Der gläserne Bürger

10. Wenn der Wahnsinn am Steuer steht

11. Frieden schaffen ohne Waffen

12. Schneller, höher, weiter

13. Die Erde platzt aus allen Nähten

14. The wind of change

15. Neue Energieformen für unsere Zukunft

16. Die Elektromobilität und neue Konzepte

17. Die Zeit drängt. Es ist noch nicht zu spät

18. Ändern wir die Welt, jeden Tag ein Stück

19. So geht es nicht weiter – was muss geschehen?

20 Die Hoffnung stirbt zuletzt

21. Der freie Markt reguliert gar nichts

22. Die Glücksritter, die uns ins Verderben stürzen

23. Die Seuchen dieser Welt nehmen zu

24. Free youself and free the world!

25. Himmel oder Hölle – Du hast die Wahl!

26. Die totale Überwachung oder die Freiheit

27. Wie stellen wir die Weichen neu?

Nachwort

Literaturhinweise

Einleitung

Die Schreckensmeldungen der letzten Monate lassen uns aufhorchen. Es ist ein neuer furchtbarer Virus unterwegs, der uns alle bedroht. Diesmal geht es nicht nur um eine örtlich begrenzte Katastrophe. Diesmal geht es um eine Bedrohung weltweit. Obwohl wir schon seit langem wissen, dass die Menschheit vor entscheidenden Veränderungen steht, lebten wir so weiter, als würde uns das gar nichts angehen. Die Menschen gingen täglich zu ihrer Arbeit, freuten sich auf ihren Urlaub, auf uneingeschränktes Reisen und auf ein geselliges Leben im Freundes- und Familienkreis. Wie schnell können so selbstverständliche Dinge plötzlich der Vergangenheit angehören. Haben wir zu lange ignoriert, dass wir als Menschen von der Natur und von einem funktionierenden Ökosystem abhängig sind? Unser soziales Zusammenleben und unser ganzer Wohlstand setzt eine intakte Umwelt voraus.

Wie ein zerstörerischer Parasit ist der Mensch über die Erde mit all ihren Reichtümern hergefallen. Nun wehrt sich der Planet gegen die Invasion. Tückerweise scheinen mikroskopisch kleine Viren mehr dazu geeignet, die Menschheit auszurotten, als es bisher alle Kriege und Naturkatastrophen in der Lage waren. Warum tun wir nichts dafür, dass unser Planet bewohnbar bleibt? Musste uns erst ein Virus die Augen öffnen, wie gefährlich unser Verhalten ist? Wir müssen nun schnell handeln und sorgsamer mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen umgehen, sonst ist unser Überleben gefährdet. Alle materiellen und kulturellen Errungenschaften, die in den westlichen Gesellschaften heute als selbstverständlich erscheinen, sind in Gefahr. Wir leben in übervölkerten Großstädten, wir reisen um die ganze Welt. Schutzmaßnahmen kommen im Fall einer Pandemie viel zu spät. Hat der Corona-Virus und seine starke Ausbreitung nicht auch etwas mit unserem Lebensstil zu tun?

Bislang gibt es weder Medikamente noch eine Impfung gegen den Virus. Nur die Isolation großer Bevölkerungsgruppen und Reiseverbote können ihn zumindest eindämmen. Wenn wir die Pandemie ohne große Verluste an Menschenleben und ohne dem Verlust unseres Wohlstandes und unserer Arbeitsplätze besiegen wollen, dann müssen wir umdenken. Es gibt so vieles, was wir ändern müssen, und zwar schnell. Die Zeiten mit dem Corona-Virus sollen uns aufschrecken und wachrütteln. Wir leben in einer Welt des Wandels. Entweder gehen wir weiter so kopflos mit der Natur und den Mitmenschen um. Dann wird das Auftauchen dieses Virus sicher nicht die letzte Katastrophe sein, die auf uns zukommt. Oder wir ändern unsere Lebensgewohnheiten nachhaltig und schützen uns und unsere Umwelt vor weiteren Schäden. Das ständige Streben nach Mehr, die endlose Gier und das Ziel der Gewinnmaximierung um jeden Preis müssen ein Ende nehmen.

Das Ansteigen der Temperaturen in der Atmosphäre und den Weltmeeren, der Treibhauseffekt und eine jährlich ansteigende Zahl von Naturkatastrophen bedrohen unsere Umwelt schon lange. Wie reagiert der Mensch auf diese erschreckenden Vorboten einer lebensbedrohenden Veränderung? Obwohl auch diese Themen täglich in den Nachrichten erscheinen und diskutiert werden, bewegt sich in der Politik und in der Wirtschaft sehr wenig und wenn nur im Schneckentempo. Halbherzige Benzinpreiserhöhungen, der Umstieg auf Elektroautos, alternative Energieformen und zaghafte Veränderungen in der Agrar- und Fortwirtschaft sollen nun das Klima retten. Dies sind einzelne Maßnahmen und sicher ist es besser als nichts zu tun. Es ist aber ein globales, umfassendes Konzept nötig, um die drohenden Umweltkatastrophen noch abwenden zu können.

Es ist bedenklich, dass Politiker mancher Länder auch heute noch den Klimawandel aufgrund menschlicher Einflüsse leugnen. Statt alles Geld in die Entwicklung neuer Technologien zu stecken, werden neue Kriege angezettelt und Waffen hergestellt. Statt an der Rettung des Planeten arbeitet der Mensch an seiner eigenen Vernichtung. Dieses Handeln ist völlig grotesk und unverzeihlich den nächsten Generationen gegenüber. Nach wie vor werden Regenwälder großflächig abgeholzt. Plastikmüll und Altöl verschmutzen die Weltmeere. Waren werden durch die ganze Welt verschifft, bevor sie zum Verbraucher kommen. Durch Massentierhaltung und Viehtransporte werden Lebewesen gequält. So ein achtloses Verhalten schadet nicht zuletzt dem Menschen selbst, der das Fleisch der gequälten und mit Medikamenten vollgestopften Tiere isst. Das Grundwasser wird durch Gülle, Düngemittel und Phosphate verschmutzt. Dadurch wird das Wasser vielerorts ungenießbar. Zu viel Verkehr und Kraftwerke produzieren zu viel Kohlendioxyd. Die Atmosphäre erwärmt sich stetig. Das Ansteigen der Temperaturen ist jetzt schon nicht mehr umkehrbar und zeigt erschreckende Auswirkungen weltweit.

Der Mensch zerstört den Planet Erde zunehmend. Pflanzenarten und Tierarten verschwinden einfach. Manche von den bedrohten Tierarten sind für uns überlebenswichtig, wie der Kampf um die Bienen zeigt. Durch die Zerstörung ökologischer Rückzugsgebiete kommen auf die Menschen enorme Probleme zu, wenn nicht sofort eingeschritten wird.

Doch es tut sich etwas. Vor allem die jungen Menschen nehmen nicht mehr alles hin. Sie folgen nicht mehr meinungslos den Politikern und den Führungskräften der Wirtschaft, die zu endlosem Konsum aufrufen. Die jungen Menschen gehen auf die Straße und viele ältere schließen sich an. Sie protestieren und wollen sich nicht mehr länger mit leeren Versprechungen abspeisen lassen. Es entsteht eine weltweite Bewegung, die täglich stärker wird. Sie wird die alten politischen Strukturen auflösen und die Mächtigen in der Wirtschaft zu einem ökologischen Handeln zwingen. Die Menschen haben erkannt, dass sie sich und unsere Natur gegen die Ignoranz der Mächtigen und Reichen schützen müssen. Der globale Kapitalismus kann so nicht mehr weiter gehen. Es ist an der Zeit neue Werte für eine ökologische Ökonomie zu finden.

Es geht um alles. Es geht um das Überleben auf dem Planeten Erde. Diese neue Bewegung lässt sich nicht aufhalten und sie wird die Gesellschaft grundlegend verändern. Es ist eine friedliche Revolution und es weht ein Wind der Hoffnung in unserer bedrohten Welt. Es tut sich etwas an der Basis und viele werden Teil der Bewegung.

„There is no planet B!”

Plakat der Freitagsbewegung der Schüler*innen weltweit

Das Märchen von der schönen neuen Welt

Wenn man klein ist, erzählen einem die Erwachsenen Geschichten, Märchen, die der Fantasie entspringen. Hier kämpfen edle Ritter mit Drachen um schöne Burgfräuleins, immer verfolgt von schlechtgelaunten Vätern, von missgünstigen Stiefmüttern oder anderen Schreckgespenstern. Am Ende siegt immer das Gute und Edle. Das Böse wird vernichtet und muss weichen.

Mit diesen Geschichten gehen wir als junge Menschen hinaus in die Welt und glauben, dass auch im richtigen Leben das Gute über das Böse siegt. Es dauert eine Weile, bis wir feststellen, dass das keineswegs immer so ist. Ganz im Gegenteil: Im wahren Leben siegen meist die Rücksichtslosen und die Schurken. Die Guten scheinen ihnen nichts entgegensetzen zu können. Und dann kommt irgendwann die Entscheidung wie bei dem jungen Skywalker in der bekannten Filmproduktion „Star Wars“, ob man sich auf die gute oder auf die böse Seite der Macht begibt. Manche sträuben sich auch dagegen, sich endgültig festzulegen. Sie sind zeitlebens immer in einem Zwiespalt für welche Seite sie sich entscheiden sollen.

Und so erschafft der Mensch seine eigene Wirklichkeit. Die kann gut sein und voll mit Menschlichkeit und Liebe, sie kann aber auch abgrundtief böse und gemein sein. Viele Menschen wirken kalt und rücksichtslos. So kommt es, dass auch heute noch die guten gegen die schlechten Mächte kämpfen. In der realen Welt finden wir die edlen Prinzessinnen und Prinzen aus unserem Märchenbuch nicht mehr. Im echten Leben wird den Kindern und Jugendlichen vorgegaukelt, wenn sie nur immer schön dem Konsumgott dienen, dann werden sie begehrt und erfolgreich sein. Die Liebe und Anerkennung erkauft man sich durch den Besitz von Markenklamotten und dem neuesten Mobiltelefon. Auf den sozialen Netzwerken findet man viele Freunde und kann rund um die Uhr mit jedem weltweit chatten. Aber trotz vieler Chats und tausender digitaler Freunde bleibt der Mensch einsam. Er braucht die Nähe anderer Menschen, die er um sich hat, die ihn lieben und verstehen.

Angeschlossen an die digitalen Netzwerke, in denen schon Kinder und Jugendliche alle privaten Dinge für jedermann preisgeben, bemerken viele bald wie einsam sie sind. Gefangen in einem Körper, der trotz aller Hungerkuren nicht dazu taugt zu „Germany´ s Next Top Model“ aufzusteigen und ohne jede exhibitionistische Showqualitäten, die für „Deutschland sucht den Superstar“ ausreichen könnten. Der Alltag bleibt glanzlos und hart, mit wenig Freizeit und hohem Stresspotential bereits im jungen Alter. Schon sehr früh wird aussortiert. Die Noten und vor allem auch die Herkunft entscheiden darüber, wer eine höhere Schullaufbahn einschlagen kann und wer erfolgreich und wohlhabend sein wird. Wer keine Eintrittskarte zu einem besseren Leben hat, bleibt draußen.

Fernsehsender zeigen den Jugendlichen, wie man als Immobilienmakler oder Autohändler cool und möglichst ohne Anstrengung viel Geld verdient. Andere wieder verdienen viel Geld als Influencer mit tausenden Followern, für die sie gezielt Werbebotschaften platzieren. Den Erfolg erkennt man an den Statussymbolen: „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht“. Andere Werte, wie Freundschaft, Familie oder Hilfsbereitschaft und Charakter zählen nicht in dieser Welt der Statussymbole. Viele junge Menschen flüchten sich so in eine Traumwelt, die sich aber leider nur für die wenigsten von ihnen öffnet.

Es gibt dann später bei den Erwachsenen die Gewinner und Verlierer. Wenn man es geschafft hat, kostet man seinen Erfolg aus. Die Verlierer sind ja selbst schuld, wenn sie zu wenig Ehrgeiz zeigen. Inzwischen öffnet sich eine breite Schere zwischen Arm und Reich. 1 Die arbeitende Bevölkerung verdient nicht genug, um auch am Luxus teilzuhaben. Gerade in den ärmeren Ländern kämpfen viele täglich ums Überleben. Andere schwelgen im Luxus. Anstatt uns human vorwärts zu bewegen, gelten wieder die alten Gesetze eines Steinzeitkapitalismus: „Nimm Dir was Du brauchst! Achte nicht auf andere! Wer nichts hat ist selbst schuld!“ Sozialhilfe, Rentenanpassung, soziale Projekte? „Nein danke!“

Betrachtet man unsere Erde weltweit, ist die schöne neue Welt nur für ganz wenige eine Traumwelt aus Konsum und Selbstverwirklichung. Viele Menschen in den armen Ländern leben heute noch wie moderne Sklaven aus einem anderen Jahrhundert. Für einen Hungerlohn müssen sie ihr ganzes Leben, oft schon von Kindesbeinen an, für den Wohlstand der anderen schuften. Gezielt wird diesen Menschen die Möglichkeit, sich zu bilden verwehrt. Sie könnten ja auf die Idee kommen aus ihrem Sklavendasein auszubrechen. Sieht man die Verteilung des Reichtums auf nur wenige und die große, bittere Armut von so vielen, fühlt man sich um hunderte von Jahren zurückversetzt. Schon im alten Ägypten und Rom, später im Mittelalter bis hin zu den Zeiten der Industrialisierung gab es auf unseren Planeten nur wenige reiche Menschen. Die Mehrheit der Menschen war arm und wurde ausgebeutet und unterdrückt.

Das Recht des Stärkeren gilt immer noch. Wenige reiche Staaten beuten die ärmeren Länder heute noch wie zu den Zeiten des Kolonialismus aus. Glück hat, wer wohlhabend geboren wird. Die anderen haben nun mal Pech. Da kann man nichts machen, sonst würde man seinen eigenen Wohlstand gefährden. Das versuchen die Mächtigen uns Unentschlossenen als unabänderliche Wahrheit darzustellen. Den Armen macht man vor, sie könnten den amerikanischen Traum leben: „Vom Tellerwäscher zum Millionär.“ Viele der Armen glauben allerdings schon lange nicht mehr an dieses Märchen.

Wie lange können wir reichen Länder uns die Überzahl an armen Menschen noch mit bewachten Grenzen und Soldaten vom Leibe halten? Wie lange geben sich die verarmten Massen zufrieden mit dem Wenigen, das sie vom Kuchen abbekommen? Wie lange geben wir uns selbst noch zufrieden mit diesen unmenschlichen Zuständen, die wir tolerieren sollen, um unseren kleinen Wohlstand mit Eigenheim, Auto und Mobiltelefon nicht zu gefährden? Wer nimmt uns die Angst für Menschlichkeit und unsere Ideale zu kämpfen? Wann werden wir zum kühnen Ritter, wann werden wir zur holden Prinzessin, die nicht nur vor dem Spiegel steht und sich schön macht? Die schöne neue Welt, die uns die Reichen und Mächtigen hinterlassen haben, ist voll mit Ungerechtigkeit, Hunger und Leid.

Es gibt viel zu tun. An oberster Stelle steht die Abwehr der Gefahren, die sich durch den jahrzehntelangen Raubbau an unserem Planeten Erde ergeben haben. Genauso rücksichtslos, wie sich die alte Machtriege gegenüber den Erdbewohnern verhält, genauso rücksichtlos beutet sie unseren Planeten Erde aus. Doch dieser von Abholzung und Schmutz schwer angegriffene Planet wehrt sich nun. Sturm, Erdbeben, eine globale Erderwärmung, das Ozonloch und das Schmelzen des Eises an den Polen sind furchtbare Vorboten einer anstehenden Katastrophe, wenn nicht sehr bald etwas geschieht. Die Menschen müssen umdenken, sonst werden sie dieses Jahrhundert nicht überleben. Noch wird uns vorgemacht, dass die reichen Länder sich abschirmen können vor solchen Katastrophen und vor den armen und hungrigen Menschen aus anderen Ländern. Das wird uns aber nicht auf Dauer gelingen. Eine schöne neue Welt sieht anders aus. Sie darf nicht mehr nur Wenigen ein Leben im Luxus garantieren. Es muss eine solidarische Gemeinschaft aller Menschen entstehen, bei der der Einzelne auch mal verzichtet zum Wohle aller. Die Vernunft muss siegen über die Gier und den Unverstand.

Schaffen es die Menschen nicht, die alten Denkweisen und Machtmuster zu überwinden und hören sie nicht damit auf, das meiste Geld in Waffen zur gegenseitigen Vernichtung und in die Ausbeutung von Ressourcen zu stecken, werden weitere Katastrophen folgen. Noch werden Luxusträume für wenige Auserwählte aufgebaut anstatt Geld in die Entwicklung von neuen Technologien und in eine nachhaltige Produktion zu investieren.

Es wird Zeit für einen Umdenkprozess. Wenn wir die Medien verfolgen, sehen wir, dass eine weltweite Bewegung entsteht. Überall machen sich junge und auch ältere Menschen auf den Weg, die den Irrsinn von Kriegen und massiver Umweltzerstörung satt haben. Es sind Menschen, die an die Zukunft unseres Planeten glauben, die ihn schützen wollen vor skrupelloser egozentrischer Ausbeutung. Es sind Menschen, die andere Werte haben, als immer nur das Beste auf Kosten anderer für sich herauszuschlagen. Die neue Bewegung schließt sich zusammen, um gegen den gemeinsamen Feind, der Unmenschlichkeit und Ignoranz, die sich in unserer Gesellschaft ausgebreitet haben, vorzugehen. Neue Werte werden die alten ersetzen. Nichts bleibt, wie es war.

1 https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/2018-01-22-82-prozent-weltweiten-vermoe-genswachstums-geht-reichste-prozent

Es ist ein Irrtum

Es ist ein Irrtum, darauf zu warten, dass andere etwas tun, Es ist auch ein Irrtum daran zu glauben, dass Politiker, Wirtschaftsbosse, Finanzjongleure oder andere Mächtige dafür sorgen, dass sich etwas ändert, und zwar schnell genug um unseren Planeten noch zu retten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Mächtigen werden sich nicht selbst abschaffen. Das System, das schon immer auf die Gewinnmaximierung einzelner hingearbeitet hat, verhält sich nicht plötzlich ökologischer oder sozialer, nur weil wir vor einer globalen Umweltkatastrophe stehen.

Man redet Probleme klein, verweist auf ferne Ziele der Umweltpolitik, die viel zu spät greifen. Hauptsache man beschwichtigt die Bevölkerung und gibt vor, etwas zu tun. Leider wird das viel zu wenig und viel zu spät der Fall sein. „Sollen die, die nach uns kommen, unsere Umweltsünden aus der Welt schaffen!“ Dann ist man selbst schon lange im wohlverdienten Ruhestand oder auch nicht mehr da. Die Politiker retten sich mit leeren Versprechungen von einer Wahlperiode zur nächsten. Erst mal Abwarten und wieder eine neue Studie in Auftrag geben, obwohl man doch schon weiß, dass es kurz vor zwölf ist.

Ein System kann nur von außen, nicht von innen geändert werden. Das System der Macht kann nur durchbrochen werden, wenn es den Menschen gelingt, sich zu solidarisieren und sich den Auswüchsen der Macht entgegen zu stellen. Die neuen Ideen zur Rettung unseres Planeten werden nicht von den mächtigen Wirtschaftsbossen und nicht von den Politikern kommen. Sie kommen von uns selbst, wenn wir uns auflehnen gegen ignorante Machthaber.

Die Rettung des Planeten liegt an uns, die wir momentan noch ein Spielball der Mächtigen sind. Gefordert ist vor allem die junge Generation, die vor einem Scherbenhaufen stehen wird, wenn nicht bald radikale Änderungen kommen. Man vertröstet uns in den Demokratien auf die nächsten Wahlen und macht uns vor, die gewählten Politiker würden dann unsere Interessen vertreten. Leider vergessen die Politiker viel zu oft ihre Versprechen, wenn sie an der Macht sind. Dann dienen sie vor allem den Interessen ihrer Partei oder werden von Lobbyisten der Wirtschaft oder anderen machtvollen Verbänden instrumentalisiert. Schließlich wollen sie ihrer eigenen Karriere nicht schaden.

Man will uns glauben machen, dass es ohne die mächtigen Interessensverbände aus der Wirtschaft nicht geht, dass die Verfilzung von Politik und Macht nötig sei, um politische Ziele umsetzen zu können. Und so dreht sich die Spirale weiter. Die Reichen und Mächtigen gewinnen immer mehr an Einfluss, die Armen und Schwachen werden stimmlos und verlieren. Sie haben keine Lobby. Man entscheidet über ihre Köpfe hinweg. Die meisten Umweltstudien werden von den Wirtschaftskonzernen selbst in Auftrag gegeben oder von der Politik. Da wundert es einem nicht, wenn nichtgewollte Ergebnisse einfach nicht veröffentlicht werden, weil sie nicht in die Konzernpolitik oder ins politische Programm passen.

In den demokratischen Staaten gibt es Oppositionsparteien oder die freie Presse, die die Menschen kritisch informieren sollten. Leider erscheint einem so manches Statement der Opposition kleinlaut und bei manchen Artikeln der Presse, weiß man nicht, ob hier kritisch recherchiert wurde. Werden die Pressetexte der Regierung und der Unternehmen auch kritisch hinterfragt, bevor man sie druckt? Der Berufsstand der Journalisten wird von manchen Bürgern als „Lügenpresse“ tituliert. Das ist eine scharfe Kritik, aber man sollte es dennoch ernst nehmen und hinterfragen.

Oft erscheint es dem Bürger als würden unliebsame Meinungen gar nicht mehr veröffentlicht. In manchen Ländern werden ganze Fernsehsender oder Medienkanäle von Parteien und Politikern beeinflusst oder aufgekauft. Die freie Presse ist mancherorts gar nicht mehr so frei. Beiträge von Journalisten, die allzu kritische Fragen stellen oder Missstände aufdecken werden oft gar nicht mehr gesendet oder gedruckt. In den Talkshows kommen immer wieder die gleichen Meinungsmacher zu Wort, handverlesen und teilweise ohne Gegenstimme. Die Informationsmöglichkeit der Bürger wird so schon vorab eingeschränkt und während man bei anderen Ländern die Möglichkeit der freien Meinunsäußerung, das Recht auf Demonstrationen und Volksentscheide einfordert, versucht man im eigenen Land alle kritischen Stimmen mundtot zu machen. Das ist eine Doppelmoral. Entweder gilt das Grundrecht der freien Meinungsäußerung für Journalisten und Bürger oder es zählt nicht mehr. Dann verlieren wir ein wichtiges Grundrecht unseres Rechtstaates. Dies hat nichts mit dem Verbot von Hassreden und dem Aufruf von Gewalt zu tun. Hier geht es um das Recht der freien Meinungsäußerung. Wir müssen uns nicht wundern, wenn die Spezies der kritischen Journalisten langsam ausstirbt, in einem Land, wo kritische Beiträge nicht mehr veröffentlicht werden.

In den Betrieben sollten die Gewerkschaften die arbeitende Bevölkerung vertreten. Dazu gibt es in größeren Unternehmen einen Betriebsrat und einen Aufsichtsrat, der zum Teil von der Belegschaft gewählt wird. Aber die Vertreter der Arbeitnehmer, die eigentlich eine Gegenkraft zu den Arbeitgebern darstellen sollten, ändern oft ihre Meinung, wenn sie erst mal selbst zum Machtapparat gehören. Zu oft geraten junge Idealisten in die Fänge der Realpolitik. Sie werden „umgepolt“ und dem System einverleibt und so mancher Gewerkschaftler oder Sozialdemokrat findet sich später gut bezahlt im Aufsichtsrat oder als Berater eines Unternehmens wieder.

Über Jahrzehnte hinweg hat sich eine Kultur des Wegschauens und der Resignation vor dem Status Quo herausgebildet. Demokratie bringt nicht viel, wenn politische Überzeugungen weichgespült werden. Und dann gibt es noch die Bedrohung durch die Hardliner, die die demokratische Ordnung aushöhlen wollen. Es gewinnen antidemokratische, republikanische und nationalistisch gesinnte Parteien an Einfluss, die versuchen die frustrierten Massen hinter sich zu bringen. Die neuen Brandstifter auf dem politischen Parkett predigen wieder Nationalismus und Fremdenhass. Sie denken durch die Diskriminierung anderer Kulturen und Weltanschauungen von den eigentlichen Problemen ablenken zu können. Diese Parteien gewinnen gerade in jüngster Zeit immer mehr Wähler.

Zulauf bekommen die nationalistischen Parteien vor allem von frustrierten Bürgern, die immer mehr in eine soziale Notlage geraten. In den Industrienationen kann man deutlich einen steigenden Neokapitalismus erkennen, der wenig Rücksicht auf die unteren Gesellschaftsschichten nimmt. In den Großstädten versuchen Immobilienhaie die Mieten immer weiter nach oben zu schrauben. Es ist kaum mehr möglich bezahlbare Wohnungen zu finden. Die Menschen müssen gut verdienen und oft sogar mehrere Jobs annehmen, um von ihrem Geld leben zu können. Es wird immer schwieriger eine Familie zu ernähren. Viele rutschen auch in wohlhabenden Staaten in die Armutsfalle. Aufgrund von Arbeitslosigkeit oder privaten Problemen müssen manche ihr Essen bei kostenlosen Tafeln holen, um nicht zu hungern. Die neuen nationalistischen Parteien hetzen das Volk auf, ihre Armut entstünde durch die noch ärmeren Fremden, die als Flüchtlinge ins Land kommen.2 Dabei sind es vor allem die ungleiche Einkommensverteilung und hochpreisige Mieten, die die Menschen in die Armutsfalle treiben. Aber mit Fremdenfeindlichkeit kann man besser von sich selbst als Verursacher der Armut ablenken und so wird immer neuer Fremdenhass erzeugt.

Anstatt als Opfer dieser intriganten Spiele der Mächtigen zu kapitulieren, müssen die Bürger unseres (noch) reichen Landes endlich aufwachen. Sie müssen versuchen wieder eigene Interessen zu vertreten. Demonstrationen und Volksentscheide können helfen. Nur so ist ein direktes Eingreifen in die Politik möglich. Wir dürfen nicht mehr alles nachreden, was man uns vorsagt. Jeder Einzelne sollte wieder anfangen zu denken und sich selbst seine eigene Meinung bilden. Die Schule und die wissenschaftlichen Einrichtungen sollten dazu da sein, mündige und gebildete Bürger zu formen.

Die neu entwickelten Technologien müssen dem Menschen und dem Erhalt des Planeten dienen. Warum selbst heute noch das meiste Geld in die Entwicklung von Waffen zu gegenseitiger Zerstörung gesteckt wird, anstatt die anstehenden Umweltprobleme in den Griff zu bekommen und caritative Hilfen für Alte, Kranke und sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu schaffen, ist schwer nachvollziehbar.

Wir könnten alle satt werden, wenn die menschliche Gier nicht wäre. Damit einige Superreiche und ihre Clans immer mehr aus den Märkten herauspressen, müssen Millionen von Kinder hungern. Weil die Waffenlobby ihre effektivsten Tötungsinstrumente verkaufen will, müssen Tausende von Menschen in den Kriegsgebieten sterben. Das geschieht fernab von denen, die sich in ihren Villen zurückgezogen haben, um nicht gestört zu werden. Und uns möchte man erzählen, dass diese Ärmsten der Armen unseren Wohlstand gefährden und nicht die rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen und der Umwelt durch die Reichen und Mächtigen. Dringend benötigte soziale und ökologische Veränderungen werden zwar angedacht, aber in eine Zeit verlegt in der wir sie wohl leider nicht mehr erleben werden, sofern sie dann überhaupt noch möglich und sinnvoll sind. Das Eis an den Polarkappen schmilzt schon jetzt rasant schnell, der Permafrostboden taut, die Wüstengebiete breiten sich aus, die Weltmeere sind verschmutzt und aufgeheizt.

Während Wissenschaftler vor einer rasanten Veränderung des Weltklimas und den dramatischen Folgen für die gesamte Erdbevölkerung warnen, wollen uns Politiker immer noch vormachen, dass es Jahrzehnte braucht, um umweltpolitische Änderungen durchsetzen, wie z.B. die Verringerung des CO2-Ausstosses im Verkehr, den Ausstieg aus den Kohlekraftwerken oder ein Verbot von Plastikmüll und des Abholzens der Wälder. Diese Zeit haben wir nicht mehr. Wir brauchen keine Agenda 2030 und schon gar nicht eine Agenda 2050. Wir müssen jetzt handeln.

Anstatt die Gewinne aus den Waren- und Finanzmärkten in die Forschung und Wissenschaft für neue Energien und umweltfreundliche Produktion zu stecken, werden Rüstungsprojekte und ein Bau von Mauern und Zäunen zwischen armen und reichen Staaten finanziert. Mit dieser Augen-zu-Politik entwerfen wir schon jetzt ein Endzeitszenario, „Mad Max“ lässt grüßen.

Es kann keine Lösung sein, dass sich die reichen Staaten einfach eine Mauer um ihren Wohlstand bauen und aufrüsten, um die anderen nicht am Wohlstand teilhaben zu lassen. Dies wird in einer globalen Welt nicht funktionieren. Wenn Not im eigenen Land aufgrund von Hunger, Diskriminierung oder Krankheiten zu groß wird, setzen sich die Menschen in Bewegung. Es wird zu massenhaften Auswanderungen und Flüchtlingswellen kommen. Wenn wir den Menschen nicht vor Ort helfen, damit sie in ihrer Heimat überleben können, kommen sie zu uns. Jetzt schon sind laut Angaben der UN-Flüchtlingshilfe über 70 Millionen Menschen auf der Flucht und es werden täglich mehr.3

In einer Welt, in der global kommuniziert wird, erkennen die Benachteiligten, dass es wohlhabendere Länder gibt. Auch die Ärmsten der Armen wollen an dem Wohlstand teilhaben. Schon jetzt sind Flüchtlingsströme von Millionen Menschen weltweit unterwegs. Sie jagen einem Traum von einem besseren Leben hinterher und fliehen vor Hunger und Krieg. Gerne wären sie in ihrer Heimat geblieben. Niemand verlässt gerne seine vertraute Umgebung. Aber aufgrund von Kriegsverbrechen, rassistischer und religiöser Verfolgung oder mangelnder Ernährung müssen sie ihr Zuhause verlassen. Manchmal werden sie auch einfach von Schleusern mit den Versprechungen von Wohlstand und Luxus aus der Heimat gelockt. Die Schleuser wollen nur leichtes Geld die mit den Flüchtlingen verdienen. Die Flüchtlinge selbst landen oft in Notunterkünften oder sterben sogar auf der Flucht. Sind sie dann in einem der gelobten westlichen Länder angekommen, gelingt es Ihnen meist nicht die Familie nachzuholen. Sie bleiben einsam und frustriert in einem fremden Land, wo sie die Kultur und die Sprache nicht kennen und wo eigentlich kein Platz für sie ist. Viel besser wäre es, es den Menschen zu ermöglichen in ihren Ländern zu bleiben, indem man dort Kriegszustände beendet oder den Leuten hilft, eine Arbeit zu finden, um ihre Familie ernähren zu können.

Eine Politik des Abschottens ist sinnlos. Hier ist eine Politik der Menschlichkeit und der Hilfe gefragt. Gerade die reichen Staaten könnten diese Menschen unterstützen, damit sie in ihrer Heimat bleiben können. Und man muss endlich damit aufhören, Kriege anzuzetteln, bei denen es sowieso nicht um Religion oder Menschenrechte, sondern um wirtschaftlichen und politischen Einfluss geht. Kriege führen unweigerlich wieder zur Verarmung der Bevölkerung und zu neuen Flüchtlingsströmen.

Die lächerliche Entwicklungshilfe und die Spenden, die von den reichen Ländern an die armen Länder gezahlt werden, verpuffen meistens, weil sie nicht nachhaltig sind. Die armen Staaten brauchen vor allem Bildung für die Kinder und Jugendlichen und eine Chance für die Jugend später im eigenen Land eine Arbeit zu finden. Ein paar Hilfslieferungen Reis oder Mehl reichen hier nicht aus. Die Bevölkerung muss am Reichtum des Landes und an den politischen Entscheidungen beteiligt werden.

Oft sind die armen Entwicklungsländer reich an Rohstoffen oder liefern Agrarprodukte an reiche Staaten. Aufgrund korrupter Politiker und rücksichtsloser Geschäftspartner aus dem Ausland, werden die Menschen um den Reichtum ihres Landes gebracht. Die Entwicklungsländer bleiben unterentwickelt und arm, obwohl es viele Bodenschätze oder auch Landwirtschaft gibt. Würde der Reichtum im Land bleiben und richtig verteilt werden, so könnte davon die Infrastruktur und das Bildungssystem ausgebaut werden. Leider landet das Geld oft auf den Schweizer Konten von Diktatoren und ihren Familien. Hier helfen nur internationale Abkommen und eine gemeinsame länderübergreifende Strategie, wie man solche verbrecherischen Konten sperren kann und das Geld an die Länder zurückzahlt, denen es gestohlen wurde. Man könnte so viele Hilfsprojekte starten, die den armen Menschen in ihren Ländern wieder Arbeit und Nahrung bringen. Man muss nur das Geld an die Länder, denen es geraubt wurde, zurückzahlen.

2 https://www.sueddeutsche.de/politik/europaeische-Fluechtlingspolitik-routen-der-hoffnung-wege-der-verzweifelten

3 https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/hilfe-weltweit

Wenn Nichtstun tödlich ist

Ich sehe die Nachrichten und denke mir, was hat uns Menschen so weit entfernt von der Vernunft. Anstatt sich auf dem Planet Erde einzurichten und endlich als humane Wesen aufzutreten nach über 6000 Jahren homo sapiens, lenken moderne Neandertaler die Geschicke der Welt. In den täglichen Nachrichten in Anzug und Krawatte, liefern sie sich auf dem Börsenbankett dieselben Kriege wie ihre Kollegen in Uniform. Die Armeen und Söldner setzen in den Kriegsgebieten die Interessen der Wirtschaft und Politik mit Waffen durch. Dazwischen agieren religiöse Eiferer, die die Menschheit am liebsten ins Mittelalter zurückkatapultieren möchten. Das Ganze wird kommentiert von Journalisten, die sich oft keine eigene Meinung mehr bilden wollen und gegenseitig voneinander abschreiben oder auch kommentarlos die Pressetexte der Regierungen und Wirtschaftsunternehmen übernehmen. Der Journalist mit investigativer Begabung und Furchtlosigkeit, der gegen den Strom schwimmt und keine Angst vor dem Andersdenken hat, hat es nicht leicht in Zeiten des Mainstreams und der Like-Kultur. Es wird für ihn immer schwieriger seine eigene kritische Meinung und Darstellung der Ereignisse zu publizieren. In manchen Ländern muss die freie Presse sogar im Untergrund agieren, da alle Nachrichtensender und Medien von den politischen Machthabern zensiert und diktiert werden.

Viele Staatsmänner halten es noch nicht mal für nötig, ihre Verachtung für Menschlichkeit und Mitgefühl zu verbergen. Dabei vergisst man so schnell, dass sich diese Alpha-Gorillas nur so platzieren können, weil die anderen dazu vornehm schweigen. Wir lassen den Mächtigen weiter ihre infantilen Machtspiele treiben. Bei Satireshows und bei politischen Debatten können wir uns selbst als kritische Bürger abheben. Nur nicht aus der Deckung gehen und selbst etwas in die Hand nehmen! Das könnte zu viel Zeit und Energie in Anspruch nehmen. Die brauchen wir schon für die Yoga-Gruppe, das Selbstfindungswochenende und all die anderen kulturell hochwertigen Zerstreuungen, die wir uns schließlich sauer verdient haben.

Jetzt aber wird es bald ernst. Erste Vorboten des Klimawandels und resistente Viren lassen uns erkennen, wie machtlos wir sind, wenn sich die Erde gegen ihren schlimmsten Feind wehrt, den Menschen. Das jahrelange Ausbeuten der Umwelt, ihrer Ressourcen und das gewissenlose Zerstören unserer Erdatmosphäre zeigen Wirkung, auch wenn von Seiten vieler Politiker nach wie vor die Erderwärmung und der Klimawandel bagatellisiert oder komplett geleugnet wird. Jeder, der aufmerksam ist, erkennt, dass wir jetzt an einem Scheideweg stehen: Lassen wir den Gorillas mit dem IQ von Stubenfliegen weiterhin freie Hand? Lassen wir uns von Idioten in den Abgrund führen? Wir müssen aktiv werden und die Natur als unsere Lebensgrundlage schützen.

Lassen wir endlich intelligente und mutige Menschen ans Steuer. Wir haben auf unserem Planeten unendlich viel Wissen und eine enorme Kreativität, auch „Humankapital“ genannt. Zapfen wir diese Quellen an und geben wir ihnen eine Stimme! Es gibt kein Wegsehen mehr. Man kann auch nichts mehr schön reden. Die Kinder und Jugendlichen gehen inzwischen selbst auf die Straße, um für eine andere Umweltpolitik und für ihre Zukunft zu kämpfen. Sie trauen uns Erwachsenen nicht mehr. Sie wollen nicht mehr schweigend zusehen, wie wir ihre Zukunft zerstören. Viele Eltern und Wissenschaftler schließen sich an.

Die Zeit wird knapp

Wir können nicht mehr warten, bis sich Politiker über ein weltumfassendes Konzept zum Kampf für eine saubere Umwelt einigen. Internationale Umweltgipfel enden damit, dass sich einige große Wirtschaftsländer komplett ihrer Verantwortung entziehen und andere nur zaghaft debattieren. Während die einen geradeheraus einen Kapitalismus vertreten, der getarnt als freie Marktwirtschaft, dazu berechtigt den Planet Erde erbarmungslos auszubeuten, möchten sich die anderen unter dem Deckmantel eines ökologischen und sozialen Bewusstseins verstecken. Entscheidungen werden vertagt, Ziele werden auf eine ferne Zukunft verlegt. Aber es geschehen momentan Veränderungen in der Umwelt, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können. Schon jetzt müssten wir alle Kräfte bündeln, um einen Klimawandel, der katastrophale Folgen hat, noch entgegen zu wirken.

Momentan hält eine internationale Finanzlobby die Fäden in der Hand. Es regieren die allmächtigen Öl- und Gaskonzerne, die Lobbyisten großer Industriebranchen wie die Automobilindustrie, die Pharmaindustrie, die Chemieriesen und die Kohleproduzenten, ebenso wie die Bauindustrie und Konzerne aus der Lebensmittelbranche. Die großen Unternehmen versuchen sogar noch aus der Erderwärmung und der Verknappung der Trinkwasserreserven Profit zu schlagen. Sie kaufen gerade in den armen Ländern Grundwasserrechte, um so von den Ärmsten Geld für das zum Überleben notwendige Trinkwasser zu bekommen.4