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Mit GoodNotes erstellst und verwaltest du deine Notizen schnell und einfach auf dem iPad oder dem iPhone. Egal ob in der Schule, im Studium, beruflich oder privat: Die vielfältigen Funktionen der umfangreichen App ermöglichen es dir, verschiedenste Inhalte wie Notizen, Fotos, gescannte Dokumente, PDF-Dateien und Sketchnotes miteinander zu kombinieren und das Potenzial deines digitalen Notizbuchs voll auszuschöpfen.
Die Autorin führt dich Schritt für Schritt durch die Menüs und alle wichtigen Funktionen von GoodNotes: vom Erstellen eines Notizbuchs über den Import verschiedener Dateiformate bis hin zur Datensicherung. Du lernst, wie du eigene Vorlagen und Sticker erstellst, Dokumente einscannst, die Handschrifterkennung nutzt und GoodNotes ganz nach deinen Bedürfnissen einrichtest und anpasst.
Darüber hinaus gibt dir die Autorin einen praktischen Leitfaden für die klare Strukturierung deiner Notizen an die Hand und zeigt dir, wie du dich mit GoodNotes selbst organisierst und online mit anderen zusammenarbeitest.
Ein farbiges Kapitel rund um die kreative Gestaltung deiner Notizen mit Schmuckschrift, Farben, Sketchnotes und mehr sowie eine Vielzahl von Beispielen als Inspiration für den Einsatz von GoodNotes im Alltag runden dieses Praxisbuch ab.
Zahlreiche Tipps und Best Practices helfen dir, GoodNotes effektiv zu nutzen und optimal in deine Arbeitsabläufe einzubinden. So bist du bestens darauf vorbereitet, deine Notizen von der »Papierwelt« auf die »digitale Welt« umzustellen.
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Seitenzahl: 247
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Andrea Rawanschad
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN 978-3-7475-0466-6 1. Auflage 2022
www.mitp.de E-Mail: [email protected] Telefon: +49 7953 / 7189 - 079 Telefax: +49 7953 / 7189 - 082
© 2022 mitp Verlags GmbH & Co. KG
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Lektorat: Janina Bahlmann Sprachkorrektorat: Christine Hoffmeister Covergestaltung: Christian Kalkert, www.kalkert.de Coverbild: © TatyanaYagudina / stock.adobe.comelectronic publication: III-satz, Flensburg, www.drei-satz.de
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Zwar bin ich Expertin für GoodNotes, aber Anfängerin im Buchschreiben. Dank der so großartigen Begleitung und Unterstützung meiner Lektorin hat aber auch dieser Teil geklappt. Liebe Frau Bahlmann, Sie haben mich nicht nur zu dem Thema gefunden (denn frei heraus, ohne Sie wäre das Buch in dieser Form ja gar nicht entstanden) und mir Ihr Vertrauen geschenkt, sondern auch die für mich perfekte Mischung aus Freiraum und Präsenz mit Rat und Tat und guten Tipps. Dankeschön.
Auch danken möchte ich meiner Freundin und (Autoren-)Kollegin Heidrun Künzel für ihre liebevolle und regelmäßige Unterstützung. Liebe Heidrun, allein für die Menge an unnötigen Füllwörtern, die du wertschätzend und zugleich rigoros aus dem Text gestrichen hast, bin nicht nur ich dir dankbar, sondern sicher auch alle Leserinnen und Leser.
Liebe bikablo- und Kommunikationslotsen-Family, von und mit euch habe ich bereits so vieles lernen dürfen, wie schön, dass wir verbunden sind. Viele Impulse aus unserer gemeinsamen Arbeit haben mich zu diesem Buch ermutigt und befähigt, mein herzliches Dankeschön.
»I am blessed« heißt es auf Englisch so schön und genauso fühle ich mich, weil ich mit vielen wunderbaren Menschen im Familien-/Freundes-/Kollegenkreis Zeit verbringen, mich austauschen und immer weiterwachsen darf. Namentlich alle einzeln im Danke zu nennen, sprengt den Rahmen, wird aber auf anderem Wege erfolgen – fühlt euch vorgewarnt. Ihr habt mich immer wieder bestärkt und getragen bei diesem Buch. Best cheerleading ever, Danke.
Liebes GoodNotes-Team, wir kennen uns (noch) nicht persönlich und mir ist es gleichwohl ein Anliegen, euch zu danken! Eure App macht mein und das Leben vieler anderer leichter. Chapeau und Danke für eure kreative und wertige Arbeit.
Und last but not least: Lieber Mark, du bist einfach »the best hubbie of the world – officially«. Ich danke dir von Herzen für deine liebevolle Unterstützung zu jeder (Tages- und Nacht-)Zeit. Es ist mir immer wieder ein Geschenk, wie du mir den Raum hältst, den Rücken stärkst und alles möglich machst. Tausend Dank.
Ein fröhliches Hallo, darf ich mich kurz vorstellen: Andrea, Unternehmerin, 48 Jahre alt. Mein Alltag ist nicht langweilig. Und deiner wahrscheinlich auch nicht.
Ich bezeichne mich gerne als Enthusiastin für digitale Notizen mit GoodNotes und organisiere meinen gesamten beruflichen und privaten Alltag mit der App. Inzwischen biete ich auch Online-Kurse dazu an.
Noch vor einigen Jahren hätte ich dir erzählt, dass ich ohne meinen Papierkalender nicht durch den Alltag komme. Es war ein wunderschöner schlichter Moleskine-Kalender, den ich immer mit großer Freude in die Hand genommen habe, um darin alles einzutragen, was mir wichtig ist – beruflich und privat.
Eines Tags war dieser Kalender verschwunden – alle Kundentermine, private Verabredungen, Notizen, Gedanken, Ideen, Erinnerungen mit einem Mal weg. Ich war in Panik – alles (ALLES!) war in diesem Kalender, teils mit über einem Jahr Vorlauf. Keine Chance, dass ich das aus dem Kopf wieder hätte rekonstruieren können.
Die gute Nachricht: Ich bin damals auf die Füße gefallen, denn bereits nach kurzer Zeit hatte ich meinen Kalender wieder. Trotzdem war das der Tag, an dem ich mich erstmals ernsthaft nach digitalen Alternativen umsah.
Ja, es gibt Outlook und Co. mit vielen großartigen Funktionen. Ich kann mir aber über getippten Text Sachen nicht gut merken, vielmehr verorte ich Informationen und Ideen über »Skribbeln« mit dem Stift. Meine Tagespläne und andere Notizen machte ich daher immer handschriftlich – gerne auf Zetteln, die ich dann in allen möglichen Taschen und auf Tischen verteilte.
Mein Ausweg aus dem Dilemma war, dass ich irgendwann verstand, dass es Apps für digitale Notizen und Notizbücher gibt und ich mit diesen mein iPad und den Stift wie Papier nutzen kann und so das Beste aus allen Welten verbinde: die digitale Effizienz sowie das haptische und kreative Arbeiten mit dem Stift.
So entdeckte ich GoodNotes, groovte mich ein und bin heute begeisterter denn je. Ich nutze die App jeden Tag und organisiere mich damit höchst effizient: situationselastisch, vergnüglich und flott, so wie es für mich stimmig ist.
Jetzt weißt du, wie ich zu GoodNotes kam. Und dich interessiert es offensichtlich auch, sonst hättest du ja nicht zu diesem Buch gegriffen. Vielleicht ist dir die App (oder das Buch) empfohlen worden, vielleicht hast du GoodNotes zufällig entdeckt, vielleicht hast du die App im Umfeld Schule/Uni kennengelernt oder du nutzt sie selbst schon eine Weile. Vielleicht ist dir GoodNotes auch als Arbeitsmittel vorgegeben worden und du musst dich jetzt mit dem Thema beschäftigen. Und vielleicht gibt es auch einen ganz anderen Anlass dafür, dass du das Buch in den Händen hältst. So oder so: schön, dass du dich dem Thema widmen willst!
Die gute Nachricht vorneweg: GoodNotes ist grundsätzlich einfach zu bedienen. Manchmal bemerkt man das aber erst hinterher. Denn ja, es gibt einige Funktionen und »Hacks«, die es kennenzulernen gilt, aber es ist alles nur mit Wasser gekocht.
Ich wünsche dir viel Vergnügen bei deiner GoodNotes-Story und bin für dich mit gespannt, wie du deine Notizen strukturieren wirst, und für welche Kontexte dir GoodNotes hilfreich sein wird.
Dieses Buch bietet dir eine entspannte Abkürzung zum umfassenden Kennenlernen der App und erspart dir die Zeit, die es kosten würde, alles selbst zu erkunden. Auf diese Weise lernst du systematisch und klar strukturiert die App kennen und nutzen. Auch werde ich dir Gestaltungs- und Organisationstipps sowie Best Practices zeigen, die dir helfen, das Beste aus GoodNotes für dich herauszuholen. Denn eine App ist ja immer erst mal nur eine App und wird erst dann zum Mehrwert, wenn sie dir dient und du sie gut für deinen Alltag nutzen kannst. Dabei geht es zu keinem Zeitpunkt darum, alles genauso wie ich zu machen, sondern die vielfältigen Möglichkeiten von GoodNotes kennenzulernen und dann für dich individuell und stimmig umzusetzen.
Idealerweise gelingt es dir daher, das Buch offen, gespannt und neugierig zu lesen und dabei genau die Impulse zu finden, die für dich passend sind. Mein Anspruch ist, dir GoodNotes möglichst verständlich und anschaulich zu erklären.
Was dich erwartet? Zunächst geht es darum, dass du alle Funktionen der App und deren Anwendungsmöglichkeiten kennenlernst. Weiterhin erhältst du praktische Hinweise zur effizienten Dokumentenverwaltung. Ich habe auch ein paar Tipps und Tricks für gute Gestaltung von Notizen und Notizbüchern mit aufgenommen. Und schließlich findest du noch viele Anwendungsbeispiele zur Inspiration sowie ein paar Vorlagen für deinen Alltag.
Abb. 1:
Die häufigste mir gestellte Frage ist, ob man für GoodNotes denn wirklich ein iPad braucht. Die Antwort ist »Ja«. Für Android- oder Windows-Tablets sind alternative Apps wie Noteshelf oder Nebo verfügbar. Aber nicht GoodNotes.
Du hast schon ein iPad (Pro) mitsamt Pencil und bist startklar? Dann ist es für dich zielführend, direkt zu Abschnitt 1.4 dieses Kapitels zu springen.
Du überlegst noch, welches iPad für dich und dein Anliegen, mit GoodNotes zu arbeiten, sinnvoll ist? Dann sind die folgenden Hinweise hilfreich für dich.
Vom praktischen Setting her ist es einfach: Du kannst das iPad mit GoodNotes und dem Pencil nutzen wie Papier mit einem Stift. GoodNotes macht dein iPad zu digitalem Papier, auf das du mit dem Pencil schreibst.
Damit wird deutlich, warum es das iPad braucht, denn mangels Stift funktionieren iPhone, macBook (Pro) oder iMac nicht in gleicher Weise. Die App GoodNotes läuft zwar auch auf diesen Geräten, allerdings nicht mit denselben Einsatzmöglichkeiten.
Die zweithäufigste mir gestellte Frage ist, welches iPad und welchen Pencil es denn braucht, um mit GoodNotes gut zu arbeiten.
Es gibt inzwischen so viele verschiedene iPad-Modelle und -Generationen, die mit dem Stift funktionieren, dass man fast schwindelig wird. Eine Übersicht von Apple zum Vergleichen der Modelle findet sich unter https://www.apple.com/de/ipad/compare/.
Die gute Nachricht ist: Für die Nutzung von GoodNotes funktionieren alle aktuell erhältlichen iPads, iPads Air sowie die iPads Pro, sofern sie mit dem Apple Pencil kompatibel sind.
Such dir also das Modell in der Farbe und zu dem Preis aus, das dir gefällt, und kauf dir den passenden Apple Pencil dazu.
Es braucht insbesondere kein iPad Pro für GoodNotes. Vielmehr funktioniert auch ein ganz »normales« iPad hervorragend.
Es gibt in der iPad-Welt im Wesentlichen drei Größen:
Abb. 1.1: Die drei Größen des iPads im Überblick
Es gibt verschiedene Notizbuch-Apps auf dem Markt und du fragst dich, was speziell die App GoodNotes 5 ausmacht und welche Vorteile ein digitales Notizbuch gegenüber einem Papiernotizbuch hat? Sodann, hier findest du Antworten.
GoodNotes ist eine App für digitale Notizen. So weit so gut. Doch was sind digitale Notizen?
Papiernotizen kennt jeder: Notizbuch, Kladde, College-Block, Post-its, DIN-A4-Papier, DIN-A5-Block oder ein Ausdruck. Etwas, auf dem man schreibt, zeichnet, etwas einrahmt, unterstreicht oder hervorhebt – mit Bleistift, Füller, Kugelschreiber, Filzstift, Textmarker oder was sonst an Stiften gerade greifbar ist.
Mithilfe von GoodNotes nutzt du iPad und Pencil wie Papier und Stift. Das heißt, du schreibst mit dem digitalen Stift auf der Glasfläche deines iPads so, wie du es sonst bei deinen Papiernotizen machst. Nur sind es dann eben keine Papiernotizen, sondern digitale Notizen.
Abb. 2.1: Mit GoodNotes das iPad und den Pencil wie Papier nutzen
Darüber hinaus kannst du in GoodNotes Text mit der Tastatur eingeben, also »tippen« und die klassischen Computerschriften (Fonts) nutzen. Auch per Tastatur eingegebene Notizen sind digitale Notizen.
Außerdem ist es mit GoodNotes möglich, PDFs und Bilder zu importieren und in der App weiterzubearbeiten, also beispielsweise ein PDF zu kommentieren (und dann auch wieder zu exportieren). Auch importierte Dokumente – mit oder ohne Markierungen – sind digitale Notizen.
GoodNotes ermöglicht es dir dabei nicht nur, Notizen zu erstellen und zu bearbeiten, sondern auch, diese zu organisieren. Sortiere deine Notizen und Dokumente in digitalen Notizbüchern, versieh sie mit Gliederungen, nutze (Unter-)Ordner und lege dir dadurch eine effiziente Struktur an, in der du gut alles wiederfindest.
Folglich kannst du mit den Funktionen in GoodNotes eine (papierlose) Dokumentenverwaltung anlegen und deine Mitschriften, Scribbles, Dokumente, Texte, Bilder etc. übersichtlich verwalten und managen. Kurzum, die App hilft dir, ein individuelles Dokumentenmanagement-System aufzubauen. Und da das iPad als mobiles Device konzipiert ist, kannst du auf alle deine digitalen Notizen auch unterwegs zugreifen und damit arbeiten.
Damit ist GoodNotes eine umfassend einsetzbare App im privaten und beruflichen Alltag mit dem Fokus auf digitale Notizen und das konsequent und gut.
GoodNotes ersetzt nicht die Anwendungen einer Office Suite und hat auch gar nicht den Anspruch, das zu tun. Die App enthält zwar grundlegende und gut funktionierende Textverarbeitungs- und Präsentationswerkzeuge, aber keine, die mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und Funktionen von z.B. MS Word, Google Docs, Pages bzw. MS PowerPoint, Google Slides, Keynote oder MS Excel, Google Sheet, Numbers mithalten können. So gibt es beispielsweise kein Tabellenkalkulationsprogramm oder sonstige Rechenfunktionen, ebenso wenig können Animationen verarbeitet werden. Wenn du eine Pivot-Tabelle erstellen oder einen Serienbrief anlegen möchtest, ist dir GoodNotes keine Unterstützung.
GoodNotes ersetzt auch nicht speziell fürs Zeichnen und Visualisieren entwickelte Apps wie beispielsweise ProCreate oder professionelle Grafik-Programme wie Photoshop, InDesign, Illustrator, CorelDraw etc. Auch hier besteht gar nicht der Anspruch, das zu tun. Einen digitalen Aquarellpinsel findest du in GoodNotes nicht, genauso wenig besteht die Möglichkeit, zahlreiche Ebenen beim Zeichnen zu verwenden. GoodNotes verfügt vielmehr über die Stift- und Papierwerkzeuge, die du typischerweise auch bei dir zu Hause auf dem Schreibtisch nutzt: Kugelschreiber, Bleistift oder Füller, vielleicht auch den ein oder anderen Textmarker oder bunten Stift.
Zusammengefasst hat GoodNotes nicht den Anspruch, gut funktionierende Spezialprogramme aus den Bereichen Produktivität oder Visualisierung zu ersetzen. Vielmehr geht es im Schwerpunkt um den Bereich dazwischen, da, wo du in deinem privaten oder beruflichen Alltag die Spezialprogramme gar nicht brauchst, sondern dir ansonsten einen Zettel mit Stift zur Hand nehmen oder mal schnell was in dein Smartphone tippen würdest oder der Einfachheit halber etwas ausdruckst. Für die Inhalte, auf die du häufig und gerne auch mobil zugreifen möchtest, weil dort Informationen enthalten sind, die du regelmäßig oder immer mal wieder benötigst.
Und wieso, weshalb, warum jetzt gerade die App GoodNotes? Es gibt doch auch noch andere schicke Apps für digitale Notizen. Was ist beispielsweise mit OneNote, Notability, Nebu, Noteshelf, um nur mal einen Bruchteil der verfügbaren weiteren Möglichkeiten zu nennen? Was unterscheidet GoodNotes von diesen?
Um eines vorwegzunehmen: Alle genannten Alternativen sind gut funktionierende Alternativen und es soll nicht der falsche Eindruck entstehen, dass GoodNotes die einzige und wahre App für digitale Notizen ist.
Dann aber nochmals die Frage, warum ausgerechnet GoodNotes? Für mich ist GoodNotes die App, die am meisten wie Papier funktioniert. Der Aufbau und die Funktionen sind typischerweise eingängig und gleichen häufig der Papierwelt, sodass der Umstieg auf den digitalen Stift leicht gelingt. Dadurch ermöglicht die App es zudem, vertraute und auf Papier gut funktionierenden Abläufe digital nachzubilden. Kurzum, GoodNotes hilft dir, in der Papierwelt Bewährtes einfach in die digitale Welt zu transportieren.
Abb. 2.2: Notizbücher in der Papierwelt
Abb. 2.3: Notizbücher in GoodNotes
Bei allem digitalen Enthusiasmus liebe ich nach wie vor die Haptik von gutem Papier, das Schreiben mit einem hochwertigen weichen Füller oder das Scribbeln mit kraftvoll-farbigen Stiften. Noch heute ist der Besuch in einem Papeterie-Laden herausfordernd für mich, weil ich versucht bin, bei dem umfangreichen Angebot der wunderschönen Notizbücher schwach zu werden.
Und auch, wenn ich den Genuss einmal ausnehme (denn Hand aufs Herz, wessen Notizen sind denn immer schön und mit einem hochwertigen Füller auf ebensolchem Papier geschrieben?), ich bin es einfach jahrelang gewohnt, zu Zettel und Papier zu greifen und mir mal schnell was aufzuschreiben. Ich bin mit Heften, Kladden und Co. aufgewachsen und nur, weil es digitale Alternativen gibt, heißt das nicht, dass ich damit einfach vom Stift loskomme, dafür hat die Papierwelt für mich viel zu viele (gewohnte und geschätzte) Vorteile.
Vielleicht kennst du es, dass du dir Dinge aufschreiben musst, um sie zu behalten oder ein Gefühl für Zusammenhänge zu bekommen. Mir hilft es beispielsweise, einen handschriftlichen Wochen- oder auch Tagesplan zu erstellen, selbst wenn ich Termine via Outlook organisiere. Erst durch das Aufschreiben ist alles passend verankert und strukturiert, sodass ich gut den Überblick habe und behalten kann. Wie oft habe ich in der Vergangenheit Texte ausgedruckt, weil ich besser mit dem Stift in der Hand kommentieren kann und das, obgleich die digitalen Überarbeiten-Funktionen wirklich grandios und viel effizienter sind. Wie häufig habe ich Seiten aus Zeitschriften aufbewahrt, weil das einfach und schnell ging. Ich finde zudem, in Handschrift kann viel Wertschätzung stecken; die handgeschriebene Notiz auf dem Schreibtisch der Kollegin oder eine Karte zum Geburtstag haben nochmals einen ganz anderen Wert als eine E-Mail oder Messenger-Nachricht.
Das mögen sicherlich teilweise persönliche Vorlieben für die Stift- und Papierwelt sein, aber gleichzeitig ist in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen, wie förderlich das Aufschreiben mit der Hand ist, um Informationen gut zu verarbeiten und auch, um sie im Langzeitgedächtnis zu verorten. Es gibt also auch Vorteile vom handschriftlichen Arbeiten mit dem Stift mit wissenschaftlichem Gütesiegel.
Wer eine gute Papier-Organisation hat, vermisst daher vielleicht gar nicht die Möglichkeiten einer digitalen Organisation. Allerdings kommt die Papierwelt häufig auch mit einem Preisschild daher: Wird nicht alles direkt wegsortiert oder ist zu wenig Platz, bilden sich rasch Stapel, teils zu privaten Themen, teils zu beruflichen – gerne durcheinander. Angefangene Notizbücher und Kladden mit noch vielen leeren Seiten, Zettel, die sich auf dem Schreibtisch sammeln, ebenso Ausdrucke und Anschreiben. Fachzeitschriften warten darauf, gelesen zu werden – vielleicht sind Seiten mit Post-its markiert, vielleicht sind es Kopien oder Ausdrucke. Vielleicht hebst du, so wie ich früher, deine To-do-Listen auf, bis auch der letzte Punkt auf der Liste (sorgfältig mit Textmarker hervorgehoben) abgearbeitet ist, auch wenn das bedeutet, dass viele Zettel gleichzeitig deine To-do-Liste bilden. Man ist immer wieder erstaunt, was da alles zusammenkommt.
Für einige mag ein solch kreatives Chaos inspirierend sein, andere strengt es an. Die aufgestapelten Zettel und Listen führen jederzeit eindrücklich vor Augen, dass es noch viel zu tun gibt, sind so ständig sichtbares Mahnmal und ermüden häufig schon beim Anblick. Zudem ist die Gefahr groß, dass ein solches Umfeld ablenkt.
Oft liegt dann auch genau der Zettel (Artikel, Ausdruck …) zu Hause, den du gerade brauchst, wenn du unterwegs bist. Mal abgesehen davon, wie viel du an Papiergewicht mit dir herumschleppst, um sicherzustellen, dass du alles mithast, was du für den Termin oder Workshop brauchst.
Und ja, auch der Zeitfresser »Suchen« muss nochmals erwähnt werden: Der Zettel, der gerade wichtig ist, ist nicht auffindbar? Erst weiter unten im Stapel? Oder doch in dem anderen Notizbuch? Kurzum, es braucht Zeit und Konzentration, die passende Information zu finden. Was ich im Leben schon an Zeit mit Suchen verbracht habe! Nicht hilfreich, und dass, obgleich ich in meiner Zettelwirtschaft noch einigermaßen sortiert war, man sah immerhin noch die Schreibtischfläche zwischen den Stapeln ...
Nutzt du nun dein iPad mit GoodNotes wie (digitales) Papier, kannst du viele Vorteile aus der Papierwelt bewahren ohne deren Nachteile. Und so das Beste aus beiden Welten verbinden:
Papierwelt: Das haptische sowie visuelle Arbeiten mit dem Stift, mit Farben und Formen und die Möglichkeit, dir Dinge weiter schnell per Hand aufzuschreiben.
Digitale Welt: Auf dem digitalen Papier kannst du zudem das Geschriebene oder Gezeichnete verschieben, skalieren, drehen, in der Farbe ändern, radieren. Oder wie mit einem Lineal gerade Linien zeichnen und geometrische Formen. Nicht zu vergessen, dass es außerdem die magische Rückgängig-Funktion gibt. Hinzu kommt die digitale Effizienz mit Suchfunktion, Ordnerstruktur, Hyperlinks sowie der Möglichkeit, alles einkommende Wichtige direkt digital abzuspeichern. Die Mobilität, dass du deine Notizen unterwegs jederzeit dabeihast und bearbeiten kannst, ohne dass deine Tasche schwerer und schwerer wird, sowie die mögliche Synchronisierung auf all deine Geräten, sodass überall die gleichen Informationen zugänglich sind.
Ersetzt das Arbeiten mit GoodNotes komplett die Papierwelt? Nein. Es bleibt nach wie vor etwas anderes, mit einem guten Füller auf Papier zu schreiben. Oder mit schönen Farben zu malen, zu basteln, zu kleben – mit oder ohne Kinder. Oder in einem Meeting am FlipChart mitzuschreiben. Auch braucht es ab und an eine Originalunterschrift bzw. das Aufbewahren in Papierform aus gesetzlichen Archivierungspflichten.
Wahrscheinlich kannst du auch direkt einige Szenarien aufzählen, wo du beim echten Papier bleiben möchtest oder musst. Und wenn du eine solch bewusste Entscheidung treffen kannst, ist das doch wunderbar. Häufig ist es bei der Entscheidung für Papier dann immer noch eine Möglichkeit, die Papiermitschrift im Nachhinein zu scannen bzw. zu fotografieren und die digitalisierte Kopie aufzubewahren. Auch hier kannst du das Beste aus beiden Welten nutzen!
GoodNotes ermöglicht es dir, alle deine Notizen und Informationen, deine Ideen, Gedanken, Merkzettel, Planungen, Zeichnungen, Quittungen, Kontoauszüge, deine gesamte bisherige Zettelwirtschaft an nur einem Ort zu managen. Du überlegst also gar nicht lange, wo es hinsoll oder wo du es finden kannst, sondern öffnest einfach GoodNotes.
Aber gibt es nicht für all das auch andere tolle Apps? Für die Einkaufsliste, die Tages-/Projektplanung, den Kalender? Die Zeitschriftenartikel, die Rechnungen? Ja klar. Und wenn du gut mit vielen Apps gleichzeitig arbeitest und den Überblick behältst, wo was ist, spricht gar nichts dagegen, diese zu nutzen – im Gegenteil. Vielleicht strengen dich die vielen verschiedenen Apps aber auch an oder du hast für einzelne Szenarien und Notizen eben noch keine gute digitale Handhabe gefunden. Dann ermöglicht es dir GoodNotes, dass du alles an einem Ort und in nur einer App gut aufgehoben weißt. Also kein langes Überlegen, wo hatte ich noch das oder das abgespeichert oder wo soll ich denn jetzt mit der Info hin, sondern einfach alle Informationen an einem Ort in GoodNotes organisieren. #AllesAnEinemOrt.
Zentraler zusätzlicher Effekt ist, dass du damit alles an einem Ort findest. Es gibt von Pablo Picasso ein wunderbares Gedicht, das wie folgt startet: »Ich suche nicht – ich finde«. Und auch, wenn Picasso seine Zeilen sicherlich nicht auf so etwas Profanes wie Notizen verstanden haben wollte, ist es typischerweise eine große Erleichterung zu wissen, dass du alles direkt findest und nicht viel Lebenszeit (und Nerven) mit Suchen verschwendest. Die klare Dokumentenstruktur und die Suchfunktion machen es möglich und das Leben leichter. #FindenStattSuchen.
Apropos, das Leben leichter machen. Dein Alltag ist wahrscheinlich auch nicht langweilig, es gibt vieles, an das gedacht werden muss und viele Bälle in der Luft zu halten. An guten Tagen ist es bunt und voller schöner Möglichkeiten, an den anderen Tagen ist es auch mal einfach nur stressig. Dabei stellt sich dann immer wieder heraus, dass nicht alles gleichzeitig geht, sondern nur eines nach dem anderen und dass es hilft, dabei entspannt zu bleiben. Und da ist es kognitiv enorm entlastend, sich zwischendurch Dinge (digital) aufzuschreiben und den anstrengenden Gedanken »Oh, das darf ich nicht vergessen« erst gar nicht entstehen zu lassen, sondern zu wissen, dass die digitalen Notizen quasi als ausgelagertes zweites Gehirn, als Speicher dienen, wo du jederzeit nachschauen kannst und nicht den Überblick verlierst. Und auch die gute Idee, die du zwischendurch notieren möchtest, verflüchtigt sich so nicht über den Alltag, sondern kann festgehalten werden. #KopfFrei.
GoodNotes als App für digitale Notizen bietet dir attraktive Werkzeuge für das Schreiben und Zeichnen sowie zahlreiche Funktionen zur effizienten Dokumentenverwaltung. Das heißt, die App ordnet sich ein zwischen den auf Produktivität ausgerichteten Apps wie beispielsweise Todoist oder Asana und den auf Visualisierung spezialisierten Apps wie beispielsweise ProCreate oder Adobe Illustrator.
Abb. 2.4: GoodNotes zwischen Apps für Visualisierung und Produktivität
Auch wenn GoodNotes für mich persönlich und mein Nutzungsverhalten nah an die berühmte eierlegende Wollmilchsau herankommt, kann sie natürlich nicht alles und hat auch gar nicht den Anspruch, es zu tun. Du wirst also typischerweise auch zukünftig noch andere Apps nutzen.
Es gibt ein paar Apps, die ich ab und zu in diesem Buch erwähnen werde. Wenn es um die Gestaltung von Notizen geht, sind dies in Ergänzung zu GoodNotes vor allen Dingen »Fotos«, »Canva« und »Go Daddy Studio: Grafik Design«. Wenn du dich ernsthafter mit Visualisierung beschäftigst oder beschäftigen möchtest, dann funktionieren die Apps »ProCreate« oder »SketchesPro« auch gut in Kooperation mit GoodNotes. Auch importiere ich häufig Dokumente direkt aus meinen E-Mails in das passende Notizbuch in GoodNotes, ein Arbeitsablauf, den ich nicht mehr missen möchte, daher kann es für dich und deine Produktivität auch hilfreich sein, deine E-Mails auf dem iPad zugänglich zu haben. Und sicher hast du darüber hinaus Lieblings-Apps, die du parallel oder in Zusammenarbeit mit GoodNotes nutzen willst und wirst, je nach deinen Kontexten.
»Leave Paper Behind« steht am Anfang der Website von goodnotes.com. Und das stimmt, du kannst mithilfe von GoodNotes alles, was du bislang handschriftlich oder ausgedruckt erstellt, bearbeitet und abgelegt hast (oder auch unsortiert auf deinem Schreibtisch bzw. in deinen Räumen verteilt hast), zukünftig in GoodNotes digital handhaben. »Tschüss Zettelwirtschaft« ist also möglich! Denn im übertragenen Sinne bietet dir GoodNotes in digitaler Form alles, was du bei einem gut sortierten Bürobedarf-Anbieter findest:
Abb. 2.5: Die App GoodNotes als gut sortierter Bürobedarf-Anbieter
Wirklich? Wirklich. Allerdings sei der guten Ordnung halber erwähnt, dass auch in der digitalen Welt ein gut strukturiertes und für deine Bedarfe passendes System dazugehört sowie die Bereitschaft, regelmäßig Dokumente dorthin zu legen, wo der vorgesehene Platz ist, oder entsprechend Platz zu schaffen. Es gibt nämlich auch das Phänomen einer digitalen Zettelwirtschaft. Du findest daher in Kapitel 6
