Digitalisierung im Verein - Gabriele Wach - E-Book

Digitalisierung im Verein E-Book

Gabriele Wach

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Beschreibung

Die Digitalisierung stellt auch Vereine vor große Herausforderungen. Sie müssen sorgfältig abwägen, welche digitalen Anwendungen sowohl umsetzbar als auch sinnvoll sind und wie diese den Verein langfristig stärken können. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung grundlegende Arbeitsabläufe, die Kommunikation sowie die Beziehungen zu Mitgliedern und Mitarbeitenden. Das Buch von Gabriele Wach, Prof. Ronald Wadsack und Dr. Jörg Naumann vermittelt grundlegendes Wissen zur Digitalisierung und richtet sich speziell an die Bedürfnisse von Vereinen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vereins-Website, da eine starke digitale Präsenz für viele Vereine heutzutage unverzichtbar ist. Auch der Bereich Social Media wird ausführlich behandelt. Neben praktischen Handlungsanleitungen und Checklisten für verschiedene Bereiche der Digitalisierung bietet das Buch hilfreiche Hinweise zu Anlaufstellen rund um das Thema.  Inhalte: - Der Verein und seine grundlegenden Digitalisierungsmöglichkeiten - Digitale Lösungen für Vereinsmitglieder, Mitarbeitende und Vereinsführung - Digitalisierung als Aufgabe der Vereinsführung - Die Vereins-Website: Vorbereitung und Umsetzung - Die Betreuung von Social-Media-Aktivitäten im Verein - Risikobereiche der Digitalisierung für den Verein

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Seitenzahl: 209

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

InhaltsverzeichnisHinweis zum UrheberrechtImpressumZum Einstieg1 Digitaler Verein – ein kurzer Blick in die Zukunft1.1 Die Begleiter:innen zum Thema »Digitalisierung im Verein«1.2 Ein Gast gibt Einblicke in die Digitalisierung seines ­Vereins2 Digitalisierung – ein großes Feld kompakt erklärt2.1 Facetten der Digitalisierung2.1.1 Ein erster Überblick2.1.2 Internet der Dinge (Internet of Things)2.1.3 Big Data2.1.4 Cloud Computing2.1.5 Vernetzung2.1.6 Roboterisierung2.1.7 Virtual-/Augmented Reality2.1.8 Blockchain2.1.9 Transhumanismus2.1.10 Künstliche Intelligenz (KI)2.2 Grundelemente einer erfolgreichen Digitalisierung2.2.1 Prozessorganisation2.2.2 Algorithmus2.2.3 WLAN3 Künstliche Intelligenz (KI) zwischen ­Werbebegriff, Nutzen und Risiken3.1 KI – was ist das eigentlich?3.2 KI in der Anwendung3.2.1 KI im Verein – Einsatzmöglichkeiten3.2.2 Vereinsentwicklung und KI3.2.3 KI und freiwilliges Engagement/Ehrenamt3.2.4 KI und Umwelt4 Digitalisierung im Verein – ein Wegweiser4.1 Der Verein und seine grundlegenden Digitalisierungsmöglichkeiten4.1.1 Vereinsressourcen als Orientierungspunkt4.1.2 Einige Hinweise zum rechtlichen Rahmen4.2 Die Ermittlung des Vereinsbedarfs4.2.1 Ausgangspunkt: Zukunftsperspektive des Vereins4.2.2 Standards für die Vereinsarbeit4.2.3 App-Auswahl4.2.4 Ermittlung des Vereinsbedarfs4.3 Digitalisierungskompetenz im Verein5 Digitale Lösungen für Vereinsmitglieder5.1 Vereinsangebote für Mitglieder5.2 Mitgliederservice5.3 Unterstützungsleistungen5.4 Information über Vereinsaktivitäten5.5 Transparenz und Mitbestimmung6 Digitale Lösungen für Mitarbeitende6.1 Verwaltung der Tätigkeiten (Stundenerfassung, ­Fahrtkosten)6.2 Arbeitsorganisation6.3 Ausstattung für die Vereinstätigkeit6.4 Qualifizierung (Aus- und Fortbildung)6.5 Vernetzung/Kommunikation7 Digitale Lösungen für die Vereinsführung/-verwaltung7.1 Mitglieder (Leistungsempfänger:innen, Kund:innen)7.2 Mitarbeiter:innen in verschiedenen Bindungsformen7.3 Finanzen als Lebensgrundlage des Vereins7.4 Infrastruktur/Materialien für die Vereinsarbeit7.5 Netzwerkkapitel als persönliche Verflechtung mit relevanten Partnern des Vereins7.6 Legitimationskapital als Ausdruck der Vereinsleistungen7.7 Weitere digitale Werkzeuge für die Vereinsführung7.8 Online-Besprechungen7.8.1 Anlässe für Online-Treffen im Verein7.8.2 Voraussetzungen seitens des Vereins7.8.3 Voraussetzungen seitens der Teilnehmenden7.8.4 Spielregeln für Online-Treffen8 Digitalisierung als Aufgabe der ­Vereinsführung8.1 Der Verein als soziale Einrichtung8.2 Mitarbeitende und Veränderungen durch Digitalisierung8.3 Digitalisierung als Vereinsprojekt8.4 Das A und O für gute Digitalisierung: Prozessorganisation8.4.1 Grundlagen der Prozessorganisation8.4.2 Prozesse im Verein8.4.3 Vorgehen: Prozessorganisation8.5 Mitarbeiterführung und Digitalisierung8.6 Ansatzpunkte zur Finanzierung von Digitalisierungsmaßnahmen im Verein8.6.1 Projektkosten für die Konzeptentwicklung für den Verein8.6.2 Investitionskosten für die Anschaffung von Hardware und Co.8.6.3 Betriebskosten für die folgenden Einsatzzeiten8.7 Kompetenzfelder IT im Verein9 Die Vereins-Website – Vorbereitung9.1 Bedeutung der Vereins-Website9.2 Das Konzept einer Vereins-Website9.2.1 Mission und Vision definieren9.2.2 Werte vermitteln und Ziele erreichen9.2.3 Wer besucht die Website?9.2.4 Website auf Zielgruppen ausrichten9.2.5 Personas9.2.6 Nutzerreise9.2.7 Mitbewerber und Alleinstellungsmerkmal9.3 Themen und Inhalte entwickeln9.3.1 Das Interesse hinter der Internetsuche9.3.2 Vorstellung des Vereins9.3.3 Ergänzender Inhalt (Content)9.3.4 Inhalte strukturieren, benennen und sinnvoll verknüpfen9.4 Gutes Webdesign ist notwendig9.4.1 Die wichtigsten Designprinzipien9.4.2 Die wichtigsten Designelemente9.5 Auf Barrierefreiheit achten!9.5.1 Grundlagen zur Barrierefreiheit9.5.2 Behinderungen können jeden treffen9.5.3 Die Web Content Accessibility Guidelines9.6 Zwischenbilanz10 Die Vereins-Website – Umsetzung10.1 Wie die Website umgesetzt werden kann10.1.1 Ausgangspunkt: Die richtige Domain für einen Verein10.1.2 Möglichkeiten, die Website selbst aufzusetzen10.1.3 Eine Agentur beauftragen10.2 Optimieren der Website für Suchmaschinen10.2.1 Grundlagen10.2.2 OnPage-SEO10.2.3 OffPage-SEO10.2.4 Technische Suchmaschinenoptimierung10.2.5 Lokale Suchmaschinenoptimierung10.2.6 Der Verein auf anderen Plattformen10.3 Texte als Erfolgsfaktor10.3.1 In die Besucher:innen hineinversetzen10.3.2 Einfache und Leichte Sprache10.3.3 Storytelling erzeugt Emotionen11 Social Media im Dienste des Vereins11.1 Was sind Social Media?11.2 Die gängigsten Social-Media-Plattformen11.3 Umgang mit Social Media im Verein11.4 Beispiel: Aufgaben für einen Facebook-Auftritt11.5 Kosten für einen Social-Media-Einsatz im Verein11.6 Zeitplanung für die Betreuung von Social-Media-­Aktivitäten im Verein12 Risikobereiche der Digitalisierung für den Verein12.1 Digitalisierung birgt immer Risiken – auch für Vereine12.2 Kleiner Exkurs: Risikomanagement12.3 Umgang mit einzelnen Risikobereichen12.3.1 Rechtliche Vorgaben12.3.2 Digitale Technik (Hardware)12.3.3 Apps (Software) für den Vereinsbetrieb12.3.4 Angriffe von außen13 Ein Blick in die digitale Zukunft13.1 Das Beitragswesen im Laufe der Zeit13.2 Smart City13.3 Roboterisierung13.4 Metaversum13.5 Quantencomputing14 GlossarQuellenStichwortverzeichnis

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ISBN 978-3-648-19025-8

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Gabriele Wach/Ronald Wadsack/Jörg Naumann

Digitalisierung im Verein

1. Auflage, Dezember 2025

© 2025 Haufe-Lexware GmbH & Co. KG

Munzinger Str. 9, 79111 Freiburg

www.haufe.de | [email protected]

Bildnachweis (Cover): © ipuwadol, iStock

Produktmanagement: Annette Ziegler

Lektorat: Maria Ronniger, Text + Design Jutta Cram

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Vervielfältigung, des auszugsweisen Nachdrucks, der Übersetzung und der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, vorbehalten. Der Verlag behält sich auch eine Nutzung des Werks für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG vor. Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

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Zum Einstieg

Die Digitalisierung stellt auch für Vereine eine große Herausforderung dar. Sie gehört zu den Themen, die Arbeitsweisen und vielleicht auch Vereinsangebote in großem Ausmaß verändern können. In der Corona-Zeit ganz groß herausgekommen sind z. B. Videobesprechungen, die mittlerweile zu einem viel genutzten Standard für Zusammenarbeit geworden sind.

Im Alltag begegnen wir der Digitalisierung heute an vielen Stellen: Bahntickets und Bahncard per Smartphone-App sind verbreitet, wir scannen QR-Codes, um Zugang zu unterschiedlichen Informationen und Angeboten zu erhalten. In Unternehmen kommen noch zahlreiche weitere Anwendungen zum Einsatz. Roboter oder künstliche Intelligenz (KI) sind derzeit (September 2025) zwei sehr präsente Schlagworte, die noch viel weiter weisen. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht über eine neue Wunderlösung berichtet wird. Darin liegt eine zusätzliche Herausforderung für die Vereinsführung. Im Rahmen der Möglichkeiten des Vereins muss gut abgewogen werden, welche digitalen Anwendungen sinnvoll und machbar sind und den Verein auf längere Sicht voranbringen.

Digitalisierung wirkt aber auch noch weiter – sie verändert Arbeitsabläufe, sie verändert die Kommunikation und die Beziehungen zu Mitgliedern und Mitarbeitenden. Das kann als Erleichterung, aber auch als Belastung oder Entfremdung erlebt werden. Hinzu kommen neue Aufgaben, wenn z. B. durch eine Öffnung des Vereins in den Bereich der Social Media auch Kommentierungen durch externe Personen möglich werden oder weitere Maßnahmen zum Schutz der Vereinsdaten zu ergreifen sind.

Eine gesellschaftliche Entwicklung darf auch nicht unbeachtet bleiben: die Entstehung von »Smart Cities«, auch in Deutschland – bei Weitem kein Thema, das auf Großstädte beschränkt ist. Ende 2024 wurde über Etteln, ein Dorf in der Nähe von Paderborn mit 1.750 Einwohnern, berichtet, das in einem weltweiten Wettbewerb den ersten Platz als Smart City belegt hat (Etteln aktiv e. V. 2024). Energie und Verkehr sind bei Smart Cities häufig die ersten Themen, aber auch Abfall, Kommunikation, Verwaltung und Stadtplanung bieten Ansatzpunkte. Einige Städte in Deutschland sind bereits auf dem Weg dorthin. Davon bleiben auch die örtlichen Vereine als Bestandteil der örtlichen Gesellschaft nicht unberührt.

Wir haben folgende Themen vorbereitet:

Kapitel 1

Digitaler Verein – ein kurzer Blick in die Zukunft

Kapitel 2

Digitalisierung – ein großes Feld kompakt erklärt

Kapitel 3

Künstliche Intelligenz (KI) zwischen Werbebegriff, Nutzen und Risiken

Es kann hilfreich sein, erkennbare Ansätze im Bereich Digitalisierung mit der Vereinsarbeit in Verbindung zu bringen, um sich gedanklich auf die möglichen Veränderungen einzustellen.

Bei genauerer Betrachtung bieten die Ansatzpunkte der Digitalisierung sehr viele Möglichkeiten, die auch in Vereinen zum Zuge kommen können. Wichtig ist jedoch, ein wenig in den Raum der Möglichkeiten zu schauen, um die Zukunftsperspektiven besser einschätzen zu können.

Vielfach wird heute der Einsatz von KI propagiert, dies kann auch in den Verein hineinreichen. Ein Grundverständnis und eine Grundorientierung sind in diesem stark in Bewegung befindlichen Feld wichtig.

Kapitel 4

Digitalisierung im Verein – ein Wegweiser

Kapitel 5

Digitale Lösungen für Vereinsmitglieder

Kapitel 6

Digitale Lösungen für Mitarbeitende

In einem ersten Anlauf werden ausgehend von einem grundlegenden Konzept für die Betrachtung eines Vereins erste Überlegungen zu Ansätzen für eine Digitalisierung angestellt. Verschiedene vereinstypische Anwendungsfelder werden genauer betrachtet.

Vor allem mit Blick auf die Mitglieder im Verein lassen sich einige Digitalisierungsbereiche für Vereine finden, für die eine Nutzung zu bedenken ist.

Ein wichtiges Argument für die Digitalisierung im Verein ist die Entlastung der Mitarbeiter:innen.

Kapitel 7

Digitale Lösungen für die Vereinsführung/-verwaltung

Kapitel 8

Digitalisierung als Aufgabe der Vereinsführung

Kapitel 9

Die Vereins-Website – Vorbereitung

Vereinsverwaltungsprogramme waren für viele Vereine der Einstieg in die Digitalisierung. Aber auch hier gibt es weitergehende Möglichkeiten.

Digitalisierung ist kein rein technischer Vorgang. Sie wirkt sich auf die Vereinsorganisation aus, auf Arbeitsfelder und Prozesse. Zudem muss die Umsetzung größerer Veränderungen umsichtig vorbereitet werden.

Die Vereins-Website als Standard für Vereine soll attraktiv sein, um Interessierte anzuziehen. Dazu bedarf es einer systematischen Entwicklung und Gestaltung.

Kapitel 10

Die Vereins-Website – Umsetzung

Kapitel 11

Social Media im Dienste des Vereins

Kapitel 12

Risikobereiche der Digitalisierung für den Verein

Für die erfolgreiche Umsetzung der Vereins-Website sind weitere Gestaltungshinweise wichtig, die v. a. auch technische Aspekte ansprechen.

Neben der Vereins-Website hat sich die Social-Media-Präsenz von Vereinen etabliert. Die gezielte Nutzung bietet die Chance, den Verein voranzubringen.

Digitalisierung kann einige Erleichterungen bringen. Aber auch abseits rechtlicher Fallstricke ist es wichtig, sich mit den Risiken auseinanderzusetzen, um den Verein möglichst gut durch dieses Feld zu lenken.

Kapitel 13

Ein Blick in die digitale Zukunft

Kapitel 14

Glossar

Die Entwicklung im Bereich der Digitalisierung ist noch nicht zu Ende. Vielmehr zeichnen sich technische Innovationen und weitergehende Anwendungsbereiche ab, die auch auf den Verein zukommen können.

Das Thema Digitalisierung bringt viele Fachbegriffe mit sich. Um die Orientierung zu erleichtern, gibt dieses Glossar kompakte Erläuterungen zu einer Auswahl von Begriffen, die auch in diesem Buch verwendet wurden.

Wir haben uns der Herausforderung gestellt, ein Buchprojekt zu einem in rasanter Entwicklung befindlichen Bereich zu erarbeiten. Viele Aspekte darin sind grundlegend für die Digitalisierung, auch wenn manche Anwendungen in nächster Zeit neu hinzukommen oder verbessert werden. Auf jeden Fall erhalten interessierte Vertreter:innen von Vereinen mit diesem Band eine wichtige Hilfestellung, um sich in dem Themenfeld Digitalisierung für ihren Verein orientieren zu können.

Ein besonderes Augenmerk haben wir auf die Vereins-Website (häufig fälschlich »Vereins-Homepage«) gerichtet. Sie ist für sehr viele Vereine eine wichtige Grundlage für die Vereinspräsenz in der digitalen Welt. Deshalb wird gerade auf dieses Instrument vertiefend eingegangen. Stichproben zeigen, dass es zwar viele Vereins-Websites gibt, diese aber zum Teil stiefmütterlich behandelt werden. Das ist schade für die betreffenden Vereine – sie vergeben Chancen. Wir sind dankbar, dass sich mit Jörg Naumann ein erfahrener Webdesigner bereit erklärt hat, diesen Themenbereich zu erarbeiten.

Ähnlich vertiefend wird das Thema »Social-Media-Auftritt« in diesem Buch behandelt. Auch hier sind mittlerweile viele Vereine aktiv.

Die vorliegende Schrift kann in unterschiedlichen Formen genutzt werden:

Sie eignet sich als Nachschlagewerk und Entscheidungshilfe, wenn es um spezielle Themen der Digitalisierung im Verein geht.

Sie kann zum »Schmökern« genutzt werden, also einen eher ungezielten Blick hinein, um Anregungen für die Digitalisierung im eigenen Verein zu gewinnen.

Und sie kann komplett durchgelesen werden, um sich grundlegend mit dem Thema Digitalisierung im Verein vertraut zu machen.

Dieses Buch ist kein

Rechtsratgeber für Fragen des Datenschutzes und anderer mit Digitalisierung verbundener juristischer Aspekte. Dennoch werden an einzelnen Stellen Hinweise zur Sensibilisierung für das Thema gegeben.

Technikratgeber für einzelne Digitalisierungskomponenten oder zu Fragen der Programmierung.

Einkaufsratgeber für einzelne Digitalisierungskomponenten. Der Markt ist viel zu groß und bewegt, sodass in einem Druckwerk keine hilfreichen Empfehlungen gegeben werden können. Allerdings werden Hinweise zu Auswahlkriterien für einzelne Digitalisierungsbereiche gegeben.

Wir wünschen allen Leser:innen viel Erfolg bei der Arbeit in ihrem Verein.

Salzgitter/Sickte/Chemnitz, September 2025

Ronald Wadsack, Gabriele Wach, Jörg Naumann

1 Digitaler Verein – ein kurzer Blick in die Zukunft

1.1 Die Begleiter:innen zum Thema »Digitalisierung im Verein«

Um die verschiedenen Blickwinkel und die Unterschiedlichkeit von Vereinen immer wieder in den Blick zu rücken, kommen zu Beginn jedes Kapitels zwei Vereinsvertreterinnen und zwei Vereinsvertreter zu Wort. Sie haben sich vor einiger Zeit bei einem Workshop kennengelernt und begleiten uns durch dieses Buch. Sie haben festgestellt, dass sie sich gerade alle mit dem Thema Digitalisierung befassen. Und dass das Thema Digitalisierung eine echte Herausforderung ist.

Die vier Vereinsvertreter:innen sind:

Dilara: Geschäftsführerin in einem Sportverein (Minijob) mit mehreren Sportarten im Angebot und fünf Sparten, 1.254 Mitglieder

Konrad: Vorsitzender in einem Gesangsverein, 153 Mitglieder, verschiedene Gruppen nach Alter und Musikrichtung

Jan: Vorsitzender eines Vereins für die örtliche Kinder- und Jugendarbeit mit Schwerpunkt Integration, 73 Mitglieder und viele betreute Kinder und Jugendliche

Laura: stellvertretende Vorsitzende eines Naturschutzvereins, 285 Mitglieder

1.2 Ein Gast gibt Einblicke in die Digitalisierung seines ­Vereins

Um einen Eindruck vom Thema »Digitalisierung im Verein« zu erhalten, hatten unsere vier Akteur:innen einen Bekannten angesprochen, der die Digitalisierung in seinem Verein sehr intensiv vorantreibt. Ein kleiner Online-Vortrag gibt interessante Einblicke.

Es wird einmal …

Digitalisierung im Verein, DigitalisierungsmöglichkeitenSeit unser Verein digitalisiert wurde, haben sich das Vereinsleben und die Vereinsarbeit sehr verändert. Ich beschreibe das einmal anhand von einigen typischen Beispielen aus unserem Verein.

Die Geschäftsführerin ist nach längerer Zeit mal wieder auf dem Weg in die Geschäftsstelle. Der Raum im Dorfgemeinschaftshaus wurde beibehalten, obwohl ganz viele Aktivitäten inzwischen online passieren. Persönliche Treffen und ­Besprechungen sind bei manchen Themen nach wie vor sehr wichtig, da die Qualität der Treffen noch einmal anders ist als bei reinen Online-Terminen.

Es gibt manchmal auch noch Briefpost oder Päckchen für den Verein, da muss ab und zu nachgeschaut werden. Manchmal werfen v. a. ältere Mitglieder auch Mitteilungen in den Vereinsbriefkasten. Der Briefkasten gibt dann eine Meldung per Smartphone, dass ein Einwurf erfolgt ist. Deshalb hat sich die Geschäftsführerin auf den Weg gemacht.

Die Wartung des Computers in der Geschäftsstelle läuft weitgehend vollautomatisch, also Updates etc. Wenn Probleme auftreten, kümmert sich ein Spezialunternehmen meist per Fernwartung um die Lösung.

Die Umstellung auf den Online-Betrieb war recht aufwendig und hat auch einiges gekostet. Da mussten wir bei den Mitgliedern viel Überzeugungsarbeit leisten. Letztendlich hat jedoch die drastische Darstellung der mangelhaften Beteiligung von Mitgliedern an der Vereinsarbeit und die Notwendigkeit der Entlastung der vorhandenen Engagierten ein Umdenken ausgelöst. So konnte auch eine Beitragserhöhung begründet werden. In der Startphase konnten wir außerdem einige Fördermittel einwerben. Das hat uns einen guten Start ermöglicht und war ein wichtiges Signal für die Mitglieder.

Mit den digitalen Lösungen gingen auch einige Einsparungsmöglichkeiten einher, die im Vereinshaushalt erkennbar sind. Zudem waren einige unserer Ehrenamtlichen froh, sich mehr den spannenden Aufgaben für den Verein widmen zu können, anstatt Verwaltungsarbeit zu leisten.

Auf dem Rasen vor der Geschäftsstelle zieht ein Rasenmähroboter seine Bahnen. Die Tür zum Dorfgemeinschaftshaus wird per Transponder-Chip geöffnet. Damit ist auch der Weg zum Geschäftsstellenraum offen. Von uns nicht angemeldete Räume bleiben verschlossen. Die Kommune hat sich da engagiert, um das Dorfgemeinschaftshaus mit möglichst wenig Personalaufwand zu betreiben und die Nutzung für die Vereine möglichst einfach zu machen.

Dort stehen ein Computer und einige unvermeidliche Akten v. a. für das Vereinsarchiv. Der normale Vereinsbetrieb ist mittlerweile wirklich papierlos – eine Idee, die in der Wirtschaft schon Mitte der 1970er-Jahre aufkam. Manchmal dauert es halt ein wenig länger.

Die Anmeldung von neuen Mitgliedern läuft komplett automatisch, einschließlich Begrüßungsmail, Aufnahme in die Vereins-App und Klärung der Abrechnungsfragen. Anfragen an die Geschäftsstelle werden zunächst einmal von einem Chatbot, also einem Computer, aufgenommen. Manche Themen können direkt beantwortet werden. Bleiben Fragen offen, wird ein Anruftermin mit einem/einer passenden Mitarbeiter:in aus dem Verein angeboten. Als Ehrenamtliche:r will man ja nicht dauernd in Telefonbereitschaft sein. Die möglichen Anrufzeiten sind im Computer hinterlegt.

Buchhaltung und Vereinsverwaltung laufen zu einem großen Teil automatisch, ebenso die Abrechnung der Honorare. Die Kosten für Buchhaltung und Jahresabschluss sind dadurch deutlich geringer geworden.

Für den Nachmittag steht wieder die Seniorengymnastik auf dem Plan. Dieses Angebot wird bei uns jede Woche abwechselnd von einem Trainer und einem Roboter ausgeführt – ein Modell, das zunächst aus Asien bekannt wurde. Die älteren Herrschaften haben sich daran gewöhnt und mögen den kleinen Kerl mittlerweile. Er steht im Gemeinschaftsraum und aktiviert sich zur geplanten Zeit selbst.

Die Teilnehmer:innen erlangen durch Gesichtserkennung Zutritt. Zu viele Transponderchips waren nicht praktisch. Es wurde zu aufwendig, wenn sie vergessen oder verloren wurden. Probleme gibt es nur, wenn z. B. durch ein Pflaster oder einen Verband das Gesicht nicht gut erkannt wird. Da helfen sich die Teilnehmer:innen aber schon selbst und jemand öffnet die Tür.

Der Raum wird kameraüberwacht und ist an ein Notrufsystem angeschlossen, falls jemandem etwas passiert. Dann wird automatisch der Rettungsdienst alarmiert.

Pünktlich zum Ende der Übungseinheit ist der Kaffee durchgelaufen und das Teewasser ist heiß. Das geht per automatischer Zeitschaltung.

Damit haben wir den Vereinsbetrieb gut am Laufen und der notwendige Einsatz von Mitarbeiter:innen ist auf ganz wichtige Aufgaben beschränkt, wie die Durchführung der Vereinsangebote und die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Vereins.

Auch im Vereinsmarketing gibt es verschiedene Ansatzpunkte zur Unterstützung unserer Vereinsarbeit – das würde jetzt hier aber zu weit führen.

2 Digitalisierung – ein großes Feld kompakt erklärt

DigitalisierungWenige Wochen nach dem Vortrag kommen die vier Vereinsvertreter:innen in einem kurzen Videocall zusammen.

Jan: Als ich mit ein paar der Kids und Jugendlichen gesprochen habe, waren sie sofort Feuer und Flamme. »Endlich coole E-Sport-Angebote« war dann auf einmal die Idee, die sich wild ausbreitete. Das war jetzt nicht gerade der Ausgangspunkt für die Überlegungen zur Digitalisierung. Bei Eltern und Mitarbeiter:innen kamen dann eher Themen wie Sicherheit, Überwachung und Datenschutz als Stichworte auf.

Laura: Wir haben einen kurzen Überblick zu dem Vortrag in unsere Chatgruppe gestellt. Da kamen dann einige Hinweise zu Bildungsangeboten mit dem Thema Naturschutz oder Apps zur Bestimmung von Pflanzen. Und dass wir uns miteinander besser vernetzen könnten, war ein weiterer Gedanke. Im Moment geht das nur durch Privatinitiativen.

Dilara: Wir haben das erst einmal im Kreis des Vorstandes andiskutiert. Es zeigte sich, dass es ganz verschiedene Blickwinkel auf Digitalisierung gibt und unterschiedlichste Themen damit verbunden werden. Da müssen wir erst einmal einen besseren Überblick bekommen.

Konrad: Ich hatte das Thema nach einem Übungsabend mit einzelnen Mit-Musizierenden angesprochen und war erstaunt. Da konnte jemand über spezielle Software-Angebote für Musikvereine berichten, sowohl für das Musizieren als auch für Organisationsaufgaben. Dabei habe ich auch gelernt, dass Computer-Software heutzutage ja meist als »App« bezeichnet wird.

2.1 Facetten der Digitalisierung

Digitalisierung ist vielfältig und hat auch schon unser Leben zu Hause erreicht. Ein bekanntes Beispiel ist die Sprachsteuerung für verschiedene Geräte und Funktionen im privaten Bereich, die einem die Steuerung von Haushaltsgeräten oder des Smartphones ermöglicht, aber auch Informationen und andere Redebeiträge beisteuert. Das Feld der Digitalisierung ist jedoch viel weiter.

2.1.1 Ein erster Überblick

Auch wenn manche Dinge aus Sicht von Vereinen noch weit weg zu sein scheinen, dringen die verschiedenen Anwendungen zunehmend in unseren Alltag vor. Auch in den Vereinsalltag.

Achtung

Digitalisierung ist keine Science-Fiction, sondern findet in der Realität schon vielfältige ­Einsatzbereiche.

Digitalisierung im Verein, DigitalisierungsmöglichkeitenAbbildung 1 zeigt grundlegende Themen, die mit der Digitalisierung verbunden sind.

Abb. 1:

Themenbereiche der Digitalisierung

Aus diesen einzelnen Bereichen ergeben sich letztendlich die Möglichkeiten, über die ein Verein nachdenken kann. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst einmal einen groben Überblick über die grundlegenden Aspekte der Digitalisierung zu haben. Wir gehen im Uhrzeigersinn vor und beginnen mit dem »Internet der Dinge«.

2.1.2 Internet der Dinge (Internet of Things)

Internet der Dinge (IoT)Das Internet der Dinge ist die technische Vernetzung von Geräten/Maschinen und Menschen. Hier werden Abläufe und Aktivitäten selbstständig miteinander koordiniert. Das selbstfahrende Auto ist eines der bekanntesten Beispiele dafür – der Ablauf des Straßenverkehrs wird hier ohne menschliches Eingreifen zwischen den Fahrzeugen und in Abhängigkeit von sonstigen Aktivitäten im öffentlichen Raum geregelt. Smart-Home-Anwendungen z. B. für die Heizung oder die Sicherheit sind weitere Beispiele. Ebenso der Kühlschrank, der automatisch Bestellungen auslöst, wenn Vorräte zur Neige gehen, oder »Wearables«, also am Körper getragene Accessoires, bei denen Sensoren oder andere technische Komponenten eingearbeitet sind.

Praxisbeispiel

Zu den Wearables zählen auch Smartwatches und Fitnesstracker. Die smarten Uhren sind ziemlich verbreitet. Sie sind in der Lage, eine Vielzahl von Körperfunktionen aufzunehmen und für eine Auswertung bereitzustellen. Im Sport kann dies auch für eine gezielte Trainingssteuerung genutzt werden.

Auch abseits des Sports werden sie als sinnvoll erachtet – z. B. zur Kontrolle des gesundheitlichen Befindens.

2.1.3 Big Data

Big DataBig Data meint das umfassende Sammeln von Daten, wozu verschiedenste technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen können, um u. a. menschliche Handlungsweisen zu erkennen. Die Auswertung von Social-Media-Daten ist nur eine Form, der Einsatz von Sensoren oder die Gesichtserkennung als Quellen von Daten sind andere. Die zielorientierte Auswertung riesiger Datenmengen bringt den eigentlichen Nutzen – sie ermöglicht die Verbesserung von Leistungsangeboten und erlaubt eine gezieltere Ansprache von Zielgruppen.

Die heutigen technischen Möglichkeiten der Datenerfassung, -verarbeitung und -speicherung nach Menge und Geschwindigkeit schaffen die Grundlagen für Big Data. Sie bergen aber auch die Gefahr, Datenfriedhöfe zu erschaffen, wenn Daten gesammelt, aber nicht ausgewertet und genutzt werden.

Achtung

Das Sammeln von Daten muss zulässig und nützlich sein!

Praxisbeispiel

Im Sportbereich ist v. a. im Spitzenbereich die Erfassung großer Datenmengen zu den einzelnen Athlet:innen mittlerweile normal. Diese werden gezielt für die Steuerung von Belastung und Training ausgewertet. Auch im Gesundheitswesen werden große Hoffnungen für die Patientenversorgung mit Big Data verbunden. Die elektronische Gesundheitskarte ist da u. a. ein erster Schritt. Aber auch bei der Erforschung von Konsumgewohnheiten werden große Datenmengen erfasst und ausgewertet.

2.1.4 Cloud Computing

Cloud ComputingCloud Computing ist eines der schon bekannteren Elemente der Digitalisierung. Es meint das Abspeichern von Daten nicht mehr (nur) auf dem eigenen Computer, sondern in einem externen Speichersystem eines speziellen Anbieters. So kann von verschiedenen Geräten und verschiedenen Standorten aus auf die Daten zugegriffen werden. Gerade auch für die Zusammenarbeit von mehreren Menschen ist dies ein gutes Hilfsmittel. Mittlerweile gibt es App-(Software-)Angebote, die nur noch per Cloud zur Verfügung stehen. Diese Anwendungen werden nicht mehr auf dem eigenen Computer gespeichert.

DatenschutzDatenverlustDatensicherheitCloud Computing bietet einen recht wirksamen Schutz vor Datenverlust. Wenn der Vereinscomputer kaputt geht und auf die Daten nicht mehr zurückgegriffen werden kann, sind sie in der Cloud weiterhin verfügbar. Ein häufiges Diskussionsthema in diesem Zusammenhang ist der Datenschutz – je nachdem, wo die Rechenzentren stehen, bei denen die Datenspeicherung erfolgt.

2.1.5 Vernetzung

VernetzungVernetzung bedeutet die Schaffung von Verbindungen zwischen Menschen, sei es aufgrund von persönlichen Beziehungen oder aufgrund von gemeinsamen Interessen. Bekannte Social-Media-Anwendungen wie z. B. Facebook oder Instagram sind weit verbreitet. Hinzu kommen verschiedene Messenger-Dienste wie z. B. WhatsApp oder Signal, die neben einer Kommunikation zwischen einzelnen Menschen auch die Bildung von Gruppen ermöglichen. Diese Variante wird auch in Vereinen zur Verbesserung der Kommunikation in Vereinsgruppen eingesetzt.

Praxisbeispiel

In vielen Vereinen wird für die Organisation der einzelnen Gruppen auf bekannte Messenger-Dienste zurückgegriffen. Manche Vereine haben auch ein eigenes umfangreiches Digital­angebot in Form eines Vereinsportals, in dem eine Möglichkeit zur Vernetzung enthalten ist.

2.1.6 Roboterisierung

»RoboterisierungRoboterisierung« meint die mit der Digitalisierung verbundenen Einsätze von aktiven Maschinen. Viele Haushalte verfügen mittlerweile z. B. über einen Staubsaugroboter oder einen Roboter zum Rasenmähen. Neben Produktionsrobotern in der Industrie schreitet auch die Entwicklung von Robotern voran, die einen Service im direkten Umgang mit Menschen leisten sollen. In Japan gibt es zum Beispiel kleine Roboter, die Menschen in einer Senioreneinrichtung zur Gymnastik anleiten (Krüger 2025).

Praxisbeispiel

Spätestens wenn sich niemand mehr findet, der bereit ist, den Rasen auf dem Vereinsgelände regelmäßig zu mähen, ist der Mähroboter eine mögliche Option.

In Japan gibt es eine Hotelkette (group.hennnahotel.com), bei der z. B. die Rezeption durch Roboter in sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen, von der Stewardess bis zum Dinosaurier, besetzt ist.

2.1.7 Virtual-/Augmented Reality

Virtual Reality (VR)Virtual Reality (VR)Augmented Reality (AR) ist vor allem im Bereich elektronischer Spiele vertreten. Mittels einer VR-Brille und eines Headsets können komplette Landschaften oder Szenen vor den Augen erscheinen, in die Teilnehmer:innen eintauchen und in denen sie mit entsprechenden Steuergeräten Aktivitäten auslösen können.

Augmented Reality (AR) ist eine weitere Stufe, in der z. B. durch eine entsprechende Datenbrille das real Sichtbare z. B. mit Informationen aus Datenbanken verknüpft wird.

Praxisbeispiel

Im Jahr 2016 kam das Smartphone-Spiel Pokémon Go heraus. Darin können Spieler:innen ihre heimische Umgebung als Spieloberfläche durch das Smartphone sehen und digital erscheinende Spielfiguren (Pokémons) einfangen und sammeln.

AR-Einsätze finden sich auch in Industrie und Handwerk, etwa bei Reparaturen als Handbuchersatz, sowie im Gesundheitswesen.

2.1.8 Blockchain

Die BlockchainBlockchain ist eine Technologie im Internet, die Transaktionen durch eine spezifische Kopplung von Datenblöcken absichert. Sie ist die Grundlage für Kryptowährungen wie z. B. Bitcoin. Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen z. B. für Verwaltungsaktivitäten oder Vertragsabschlüsse.

Praxisbeispiel

Bei der Beitragszahlung im Verein sind Kryptowährungen noch nicht angekommen, große Nonprofit-Organisationen beschäftigen sich aber schon mit der Annahme von Spenden in Bitcoin und Co.

2.1.9 Transhumanismus

Letztlich bedeutet TranshumanismusTranshumanismus in Zusammenhang mit Digitalisierung die Aufhebung der Grenze zwischen menschlichem Körper und Technik. Bekannt ist z. B. der Einsatz von kleinen Implantaten, die in die Hand oder den Unterarm eingesetzt werden und zur Identifikation von Zugangs- oder Nutzungsberechtigungen dienen.

Noch weiter geht die Gehirn-Computer-Kopplung über einen entsprechenden Chip, der auf verschiedene Weise genutzt werden kann: zur Linderung oder Beseitigung von Barrieren im Gehirn oder zum Datentransfer von Gehirnaktivitäten auf einen Computer. So gibt es z. B. Versuche, dass Menschen mit einer Querschnittslähmung über ein Gehirnimplantat in grundlegenden Formen über Computer bestimmte Aktionen auslösen können. Über entsprechende Forschungen wird immer wieder berichtet (Wolf & Ballwieser 2024).

2.1.10 Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenzkünstliche Intelligenz (KI) beruht auf den Bemühungen, menschliches Denken und Handeln in Computern nachzubilden. Die entsprechend technisch entwickelten Lösungen sollen in Entscheidungen münden, welche z. B. die Steuerung von Technologie auslösen oder Problemlösungen erzeugen.

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