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Viele Frauen wünschen sich mehr Kraft – für den Körper, den Alltag, das eigene Lebensgefühl. Doch Muskelaufbau wirkt oft wie eine Welt voller Halbwahrheiten, Leistungsdruck und Männerlogik. Dieses Buch zeigt, dass es auch anders geht: weiblich, verständlich und auf Augenhöhe. Warum Doc Diessners Muskel-Code für dich optimal ist: - Wissenschaftlich fundiert: Dr. med. Meike Diessner ist Sport- und Ernährungsmedizinerin und weiß, wie es gelingen kann, den eigenen Lebensstil endlich zu ändern - Stärke neu gedacht: Muskelaufbau speziell für Frauen, die sich ein Trainingskonzept wünschen, das zu ihrem Alltag und ihren Bedürfnissen passt - Schritt für Schritt zum Erfolg: 5 Schlüsselstrategien für Bewegung, Regeneration, Mindset, Ernährung und gezielte Muskel-Booster - Genuss, der stärkt: über 60 proteinreiche Rezepte, die einfach zuzubereiten sind und dich mit ausreichend Eiweiß versorgen - Wertvolles Hintergrundwissen: was bei Muskelkater wirklich hilft und was das Training mit deinem Zyklus zu tun hat Ein Buch, das Frauen Mut macht, ihre Stärke neu zu entdecken – jenseits von Diäten, Dogmen und Druck.
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Seitenzahl: 139
Veröffentlichungsjahr: 2026
In diesem Register finden Sie alle Rezepte alphabetisch aufgelistet, jedoch ohne feste Seitenzahlen, da sich diese je nach Schriftgröße und Anzeigeeinstellungen Ihres E-Readers ändern können. Um ein bestimmtes Rezept schnell zu finden, nutzen Sie einfach die Suchfunktion Ihres Geräts. Geben Sie den Namen des Rezepts ein, und Sie gelangen direkt zur entsprechenden Stelle im Buch.
A
Apfel:
Green-Dream-Smoothie to go
Topinambur-Rösti mit Sauerkrautsalat
Asia-Suppe mit Hähnchen
Avocado:
Avocado-Ei-Schnitte mit Radieschen
Gemüsesticks mit Edamame-Guacamole
Green-Dream-Smoothie to go
Grüner Kartoffelsalat mit Kräutern
Herzhafter Hirse-Porridge
Pinke Smoothie-Bowl
Schnelle Salat-Bowl mit Thunfisch
Schneller Tex-Mex-Eintopf
B
Blumenkohl-Bratreis mit Spiegelei
Bohnen:
Chili sin carne mit Linsenwrap
Feuriger Bohnensalat mit Gurke
Hackbällchen mit Rucola-Bohnen
Italienischer Gemüseeintopf
Schnelle Salat-Bowl mit Thunfisch
Schneller Tex-Mex-Eintopf
Thai-Currysuppe mit Hähnchenspieß
Brokkoli:
Asia-Suppe mit Hähnchen
Hähnchen-Kartoffel-Curry
Hähnchenschnitzel mit Brokkoli-Taboulé
Ricotta-Auflauf mit Brokkoli
Röstgemüse mit Whipped Feta
Bunte Hähnchenspieße mit Tsatsiki
Buntes Gemüse vom Blech mit Halloumi
C
Carrot Cake Protein Balls
Cheesecake-Muffins mit Beeren
Chia-Joghurt mit Himbeeren
Chili sin carne mit Linsenwrap
E
Eier:
Avocado-Ei-Schnitte mit Radieschen
Blumenkohl-Bratreis mit Spiegelei
Cheesecake-Muffins mit Beeren
Gemüse-Rührei mit Kresse
Grüner Kartoffelsalat mit Kräutern
Hähnchenschnitzel mit Brokkoli-Taboulé
Herzhafter Hirse-Porridge
Kichererbsen-Shakshuka mit Feta
Nussige Protein-Riegel
Power-Pancakes mit Zitronenquark
Quinoa-Salat mit Omelettschnecken
Räucherlachs-Kresse-Omelett
Ricotta-Auflauf mit Brokkoli
Spargel-Tortilla mit Rucolasalat
Spinat-Pfannkuchen „Caprese“
Spinatquiche mit Lauch
Tomatensuppe mit Ricottabällchen
Topinambur-Rösti mit Sauerkrautsalat
F
Feta:
Feta-Quark mit Tomaten
Hackbällchen mit Rucola-Bohnen
Kichererbsen-Shakshuka mit Feta
Orientalischer Buchweizensalat
Röstgemüse mit Whipped Feta
Feuriger Bohnensalat mit Gurke
Fischpfanne mit Champignons und Linsen
Frischkäse:
Avocado-Ei-Schnitte mit Radieschen
Cheesecake-Muffins mit Beeren
Hüttenkäse-Schiffchen
Mango-Bowl mit Kokoschips
Nudeln mit Grünkohlpesto und Ziegenkäse
Quinoa-Risotto mit Rosenkohl und Lachs
Räucherlachs-Kresse-Omelett
G
Gemüse-Hack-Suppe mit Kürbiskernen
Gemüse-Rührei mit Kresse
Gemüsesticks mit Edamame-Guacamole
Green-Dream-Smoothie to go
Griechischer Zoodles-Salat mit Halloumi
Grüner Kartoffelsalat mit Kräutern
Gurke:
Bunte Hähnchenspieße mit Tsatsiki
Feuriger Bohnensalat mit Gurke
Gurken-Kanapees mit Quarkcreme
Hüttenkäse-Schiffchen
Lachs-Gemüse-Röllchen
Linsensalat mit Knusper-Fisch
Rainbow-Salad-Bowl mit Hähnchen
Räucherlachs-Kresse-Omelett
H
Haferflocken:
Overnight-Oats mit Banane
Power-Pancakes mit Zitronenquark
Protein-Porridge mit Erdbeeren
Spinatquiche mit Lauch
Hähnchenbrust:
Asia-Suppe mit Hähnchen
Bunte Hähnchenspieße mit Tsatsiki
Hähnchen-Kartoffel-Curry
Hähnchenschnitzel mit Brokkoli-Taboulé
Hummus-Hähnchen mit Ofen-Aubergine
Rainbow-Salad-Bowl mit Hähnchen
Thai-Currysuppe mit Hähnchenspieß
Halloumi:
Buntes Gemüse vom Blech mit Halloumi
Griechischer Zoodles-Salat mit Halloumi
Halloumi-Bruschetta
Heidelbeeren:
Cheesecake-Muffins mit Beeren
Overnight-Oats mit Banane
Protein-Power-Shake
Herzhafter Hirse-Porridge
Hüttenkäse-Schiffchen
I/J
Italienischer Gemüseeintopf
Italienischer Nudelsalat mit Mozzarella
Joghurt:
Bunte Hähnchenspieße mit Tsatsiki
Buntes Gemüse vom Blech mit Halloumi
Chia-Joghurt mit Himbeeren
Grüner Kartoffelsalat mit Kräutern
Hummus-Hähnchen mit Ofen-Aubergine
Mango-Bowl mit Kokoschips
Pinke Smoothie-Bowl
Protein-Porridge mit Erdbeeren
Röstgemüse mit Whipped Feta
Topinambur-Rösti mit Sauerkrautsalat
K
Kartoffeln:
Buntes Gemüse vom Blech mit Halloumi
Grüner Kartoffelsalat mit Kräutern
Hähnchen-Kartoffel-Curry
Kichererbsen-Shakshuka mit Feta
Kohlsteaks mit Gemüsestampf
L
Lachs: Lachs-Gemüse-Päckchen aus dem Ofen
Lachs-Gemüse-Röllchen
Lachs-Spieße auf Asia-Gemüse-Reis
Quinoa-Risotto mit Rosenkohl und Lachs
Räucherlachs-Kresse-Omelett
Sesam-Lachs mit Asia-Chinakohlsalat
Lauch:
Fischpfanne mit Champignons und Linsen
Gemüse-Hack-Suppe mit Kürbiskernen
Quinoa-Risotto mit Rosenkohl und Lachs
Spinatquiche mit Lauch
Linsen:
Chili sin carne mit Linsenwrap
Fischpfanne mit Champignons und Linsen
Linsensalat mit Knusper-Fisch
M
Mango:
Mango-Bowl mit Kokoschips
Quinoa-Salat mit Omelettschnecken
Mozzarella:
Feuriger Bohnensalat mit Gurke
Italienischer Nudelsalat mit Mozzarella
Spinat-Pfannkuchen „Caprese“
N/O
Nudeln:
Asia-Suppe mit Hähnchen
Italienischer Nudelsalat mit Mozzarella
Nudeln mit Grünkohlpesto und Ziegenkäse
Nussige Protein-Riegel
Orientalischer Buchweizensalat
Overnight-Oats mit Banane
P
Pinke Smoothie-Bowl
Power-Pancakes mit Zitronenquark
Protein-Porridge mit Erdbeeren
Protein-Power-Shake
Q
Quark:
Cheesecake-Muffins mit Beeren
Feta-Quark mit Tomaten
Gurken-Kanapees mit Quarkcreme
Hackbällchen mit Rucola-Bohnen
Herzhafter Hirse-Porridge
Kohlsteaks mit Gemüsestampf
Lachs-Gemüse-Röllchen
Overnight-Oats mit Banane
Power-Pancakes mit Zitronenquark
Ricotta-Auflauf mit Brokkoli
Saaten-Cracker mit Ajvar-Quark
Schoko-Zimt-Creme
Quinoa:
Quinoa-Risotto mit Rosenkohl und Lachs
Quinoa-Saaten-Brot
Quinoa-Salat mit Omelettschnecken
R
Rainbow-Salad-Bowl mit Hähnchen
Räucherlachs-Kresse-Omelett
Ricotta:
Ricotta-Auflauf mit Brokkoli
Tomatensuppe mit Ricottabällchen
Röstgemüse mit Whipped Feta
S
Saaten-Cracker mit Ajvar-Quark
Schnelle Salat-Bowl mit Thunfisch
Schneller Tex-Mex-Eintopf
Schoko-Zimt-Creme
Sellerie:
Asia-Suppe mit Hähnchen
Gemüse-Hack-Suppe mit Kürbiskernen
Gemüsesticks mit Edamame-Guacamole
Italienischer Gemüseeintopf
Kohlsteaks mit Gemüsestampf
Tomatensuppe mit Ricottabällchen
Sesam-Lachs mit Asia-Chinakohlsalat
Spargel-Tortilla mit Rucolasalat
Spinat:
Green-Dream-Smoothie to go
Herzhafter Hirse-Porridge
Spinat-Pfannkuchen „Caprese“
Spinatquiche mit Lauch
Steak mit Pilzen und Röst-Kohlrabi
T/V
Thai-Currysuppe mit Hähnchenspieß
Tomatensuppe mit Ricottabällchen
Topinambur-Rösti mit Sauerkrautsalat
Vanille-Zimt-Mandeln
Z
Zucchini:
Buntes Gemüse vom Blech mit Halloumi
Feta-Quark mit Tomaten
Gemüse-Rührei mit Kresse
Griechischer Zoodles-Salat mit Halloumi
Italienischer Gemüseeintopf
Italienischer Nudelsalat mit Mozzarella
Hinweis
Die Ratschläge in diesem Buch wurden mit größter Sorgfalt von Autoren und Verlag erarbeitet und geprüft. Eine Garantie kann jedoch nicht übernommen werden. Ebenso ist eine Haftung der Autoren bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ausgeschlossen. Erkrankungen mit ernstem Hintergrund gehören in ärztliche Behandlung! Bei bereits bestehenden Beschwerden kann das Buch daher keinen fachärztlichen Rat ersetzen.
Doc Diessners Muskelsprechstunde: Klartext aus der Praxis
Stark statt schmal: Warum Kraft die neue Leichtigkeit ist
Was Muskeln alt aussehen lässt – und wie du dagegenhältst
Zyklus-Fitness: Training im Takt der Hormone
Dein Trainings-Guide durch den Zyklus
Muskeln und Nerven – ein starkes Team
Mach den Muskel-Check: Wie stark bist du wirklich?
Die 5 Schlüsselstrategien für Muskeln in Topform
Strategie Nr. 1: Bewegung &Training
Die besten Übungen für zwischendurch
Von null auf stark – wie du (wieder) ins Training einsteigst
Muskel-Gadgets: Was taugen sie wirklich?
Strategie Nr. 2: Stretch & relax
Strategie Nr. 3: Mindset & Motivation
Strategie Nr. 4: Supplements
Strategie Nr. 5: Superfoods & Ess-Routine
Meine Top-Proteinlieferanten
Eiweiß – der Baustein deiner Stärke
So schmeckt Stärke – Rezepte, die Muskeln lieben
Morgens
Mittags
Abends
Süßes & Snacks
Rezeptregister
Impressum
Innenklappe vorne: Meine Top 10 Muskel-Hacks für starke Frauen
Innenklappe hinten: Dein Wochenplan für mehr Kraft
Hinweis zur Barrierefreiheit Dieses eBook wurde barrierefrei gestaltet, um Leserinnen und Lesern mit Seh- oder Lesebeeinträchtigung den Zugang zu erleichtern. Symbole und strukturgebende Elemente sind für Screenreader optimiert, bedeutungstragende Bilder mit Alternativtexten versehen. Visuelle Nutzererlebnisse bleiben davon unberührt.
Muskeln sind mein Herzensthema – und zwar nicht nur, weil der Herzmuskel lebensnotwendig ist. Auch die Muskeln unseres Bewegungsapparates haben enorme Auswirkungen auf uns, körperlich und mental. Sie bewegen und entlasten die Gelenke, bringen den Stoffwechsel in Schwung, stärken das Nervensystem und unterstützen unser hormonelles Gleichgewicht. Für Frauen sind Muskeln ein besonderer Gamechanger. Nicht wegen Hängeärmchen-Alarm mit voranschreitendem Alter, sondern weil sie uns Stabilität und Kraft geben, vor allem ab der Perimenopause.
Mit Muskeln habe ich mich nicht nur im Studium und in meiner Facharztausbildung intensiv beschäftigt. Ich habe auch erlebt, was passiert, wenn sie fehlen. Als junges Mädchen wurde ich wegen einer starken S-Verformung (Skoliose) meiner Wirbelsäule operiert, zuvor trug ich jahrelang ein Plastikkorsett. Heute ist mir klar: Hätte man damals meine Muskulatur aufgebaut, wäre diese Tortur vermeidbar gewesen. Aus dieser Überzeugung heraus habe ich als Sport- und Ernährungsmedizinerin die Praxis für Integrative Orthopädie in Bochum gegründet – mit dem Ziel, Operationen an Gelenken und der Wirbelsäule möglichst zu vermeiden. Nicht durch Abwarten, sondern mit Bewegung, der richtigen Ernährung, zielgerichtetem Training und einem ganzheitlichen Blick auf unseren Körper. Ich weiß aus meiner persönlichen Erfahrung und der als Ärztin, wie viel punktgenaue Kräftigung bewirken kann. In diesem Buch zeige ich dir, wie du deine Muskeln stärkst. Und mit ihnen dich selbst. Legen wir direkt los – mit ein paar typischen Fragen, die mir Frauen in meiner Praxis stellen. Vielleicht ist auch für dich schon die eine oder andere Antwort dabei.
Warum habe ich Rücken-schmerzen, obwohl ich regelmäßig im Fitnessstudio trainiere?
Weil du wahrscheinlich vor allem die großen, oberflächlichen Muskeln trainierst – also die, die man sieht und anfasst. Das ist im klassischen Gerätezirkel der Fall. Vernachlässigt werden dabei meist die kleinen Muskeln entlang der Wirbelsäule. Sie sind entscheidend für eine stabile Körperhaltung. Ich sehe oft Bodybuilder in meiner Sprechstunde, mit einer von „außen“ betrachtet perfekt ausgebildeten Muskulatur. Doch gerade sie haben oft Rückenschmerzen, weil sie ihre tiefen Haltemuskeln vernachlässigen. Stärken kannst du diese mit Übungen für Beckenboden und Bauch. In der Praxis verschreiben wir dafür manuelle Therapie, da lernt man genau, wie’s geht.
Wie kann ich einem Muskelschwund ab der Perimenopause vorbeugen?
Indem du deine Alltagsbewegungen steigerst und deine Muskeln forderst. Besonders wichtig: mehr Aktivität im täglichen Leben. Treppen steigen statt Fahrstuhl, Wege zu Fuß statt mit dem Auto. Das bringt deine Muskulatur in Aktion – und genau das zählt schon vor der Lebensmitte. Dazu kommt Krafttraining. Dafür musst du nicht wie Arnold Schwarzenegger schwere Gewichte in der Muckibude stemmen. Gelenkschonend geht das auch mit dem eigenen Körpergewicht und Hilfsmitteln wie Hanteln, Widerstandsbändern oder Kettlebells. Ergänzendes Ausdauertraining wie Radfahren, Schwimmen und schnelles Gehen unterstützt die Durchblutung und steigert den Stoffwechsel deiner (Muskel-)Zellen. Vermeide längere Phasen des Stillstands und plane über den Tag verteilt kleine Bewegungseinheiten ein.
Was ist wichtiger: Kraft- oder Ausdauertraining?
Beides ist wichtig, aber Krafttraining wird oft unterschätzt. Noch immer glauben viele, dass Ausdauertraining wie Joggen oder Radfahren der beste Weg sei, um das Herz-Kreislauf-System fit zu halten. Doch neue Studien zeigen: Schon 30 Minuten Krafttraining pro Woche können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes um bis zu 36 Prozent senken. Die Harvard University hat verschiedene Untersuchungen ausgewertet, mit einem klaren Ergebnis: Krafttraining wirkt genauso präventiv wie Ausdauertraining. Es stärkt nicht nur die Muskeln, sondern verbessert auch Blutzuckerwerte, Blutdruck und Zellstoffwechsel.
Kann ich mir mit einer Kortisonspritze eine OP an Gelenken oder Rücken ersparen?
Nein! Kortison kann nur Symptome wie schmerzhafte Entzündungen oder Schwellungen lindern, nicht aber die Ursache der Erkrankung. Bei häufiger Anwendung schadet es dem Gelenkknorpel, macht ihn bröselig und die Arthrose schreitet weiter voran. Ich setze in meiner Praxis häufig auf sanfte Alternativen wie beispielsweise Eigenblut- oder Stammzelltherapien. Entscheidend ist aber eins: gezieltes Muskeltraining. Nur starke Muskeln können Gelenke und Wirbelsäule entlasten – und sind somit der beste Schutz vor Operationen.
Muskeln können viel mehr, als man ihnen ansieht. Sie formen nicht nur den Körper, sondern geben Halt, heben die Stimmung, helfen beim Atmen. Sie sorgen dafür, dass wir Nahrung schlucken und durch den Verdauungstrakt befördern können. Gesundheit bedeutet also nicht einfach nur, schlank zu sein oder einen perfekten Body-Mass-Index zu haben. Genau darum geht’s hier.
Vor einigen Jahren galt noch das Schönheitsideal: je schmaler, desto besser. Size Zero war das große Ziel – auf dem Laufsteg, in den sozialen Medien, oft auch im eigenen Spiegelbild. Doch das ändert sich glücklicherweise langsam. Immer mehr Frauen und auch die Industrie entdecken, dass Gesundheit nicht nur auf der Waage messbar ist, sondern in der Kraft, die in uns steckt. Muskeltraining und eine proteinreiche Ernährung sind heute kein Nischenthema mehr, sondern ein selbstbewusster Weg, den eigenen Körper zu feiern und sich in ihm zu Hause zu fühlen.
Viel mehr als Eitelkeit
Ein gesunder Trend: Schließlich sind Muskeln wie Bodyguards für unseren Bewegungs- und Stützapparat. Eine kräftige Muskulatur stabilisiert Gelenke, schützt vor Verletzungen und gibt Sicherheit im Alltag wie im Sport. Gleichzeitig verbessert sie Koordination, Beweglichkeit und Belastbarkeit.
Ab dem 30. Lebensjahr baut der Körper jedoch ohne Training jedes Jahr kontinuierlich Muskelmasse ab – meist unbemerkt, bis Treppen anstrengender werden oder Rückenschmerzen häufiger auftreten. In den Wechseljahren verstärkt der sinkende Östrogenspiegel diesen Prozess zusätzlich, weil er nicht nur die Knochen, sondern auch die Muskulatur schwächt. Regelmäßiges Krafttraining setzt den Impuls, den unsere Muskeln zum Wachsen brauchen. Es geht dabei nicht um Eitelkeit, sondern um Vorsorge – für mehr Stärke im Alltag und eine längere gesunde Lebensspanne.
5 Muskelzonen, die jede Frau trainieren sollte
Hier lohnt sich ein gezieltes Work-out: Diese Muskeln stützen, straffen und schützen – dort, wo der weibliche Körper gerne mal der Schwerkraft folgt.
Beine & Po
Wichtig für die Rumpfstabilität, einen festen Stand und ein sicheres Gangbild sowie gesunde Knie- und Hüftgelenke. Außerdem das beste Mittel gegen Cellulite.
Rücken
Oben und unten kräftigen! Denn nur ein starker Rücken kann entzücken. Gut trainierte tiefe Rückenstrecker (autochthone oder primäre Muskeln) schützen vor Verspannungen, Haltungsschäden und Rückenschmerzen – vor allem durch tiefenstabilisierende Übungen wie Beckenbodentraining.
Bauch
Der Gegenspieler zum Rücken: Eine starke Bauchmuskulatur stabilisiert die Wirbelsäule und entlastet den unteren Rücken.
Brustmuskulatur
Oft unterschätzt, aber entscheidend: Sie sorgt für eine aufrechte Haltung und beugt mit zunehmendem Alter Nacken- und Schulterbeschwerden vor. Eine trainierte Brustmuskulatur unterstützt Atembewegungen durch Anhe-ben der Rippen, formt die Brustpartie und kann das Dekolleté straffen.
Schultern & Arme
Erleichtern viele Alltagsbewegungen und beugen haltungsbedingten Funktionseinschränkungen und Arthrose der Schultern vor.
Gewicht regulieren ohne Diätstress
Wenn du abnehmen oder dein Gewicht langfristig stabil halten möchtest, ist Krafttraining unerlässlich. Denn je mehr Muskulatur du hast, desto höher ist dein Energieverbrauch – sogar in Ruhe. Das bedeutet: Dein Körper verbrennt selbst dann mehr Kalorien, wenn du einfach nur auf dem Sofa sitzt. Gerade wenn Joggen oder Ballsportarten aufgrund von Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden oder Übergewicht schwierig sind, ist Krafttraining ein effektiver Einstieg.
Außerdem verbessern Muskeln deine Insulinsensitivität. Mit wachsender Muskelmasse fallen die Blutzuckerspitzen flacher aus. Das heißt: Dein Körper kann Zucker aus dem Blut besser verwerten und schiebt ihn nicht in Leber und Fettzellen ab. Das schützt dich nicht nur vor Heißhunger, sondern auch langfristig vor Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Kurz gesagt: Wenn du deine Muskeln trainierst, bringst du nicht nur einen geringeren Fettanteil auf die Waage, sondern du bekommst auch mehr Kontrolle über deine Gesundheit.
Training als Stimmungs-Booster
Muskeln machen stark und stabil – auch im Kopf. Studien zeigen, dass Frauen, die regelmäßig Krafttraining betreiben, weniger psychische Beschwerden haben, sich selbstbewusster fühlen und ihren Körper besser wahrnehmen. Eine 2018 in der Fachzeitschrift „JAMA Psychiatry“ veröffentlichte Untersuchung belegt sogar: Regelmäßiges Krafttraining geht mit deutlich weniger Depressionssymptomen einher – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Trainingshäufigkeit. Außerdem erhöht Krafttraining die Aufmerksamkeitsspanne, stärkt die Stressresistenz und fördert die Ausschüttung von Glücks- und Wohlfühlhormonen wie Dopamin, Serotonin und Endorphinen. Gerade in Lebensphasen voller Veränderungen – körperlich, hormonell, emotional – kann Krafttraining so zu einer echten Stütze werden.
Unsichtbar, aber unverzichtbar
Es gibt Muskeln, die siehst du nicht im Spiegel – lässt du sie jedoch verkümmern, spürst du sie sehr deutlich. Die Rede ist von den tief liegenden „unsichtbaren Muskeln“ rund um Wirbelsäule, Becken und Bauch. Dazu gehören unter anderem die tiefen Rückenstrecker, auch autochthone Muskeln genannt. Also jene Muskelstränge entlang der Wirbelsäule, die uns stabilisieren, aufrichten und vor Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfällen oder Gelenkverschleiß schützen.
Für Frauen ist eine stabile Körpermitte besonders wichtig. Wir haben ein erhöhtes Risiko für Rückenprobleme und Verspannungen – durch hormonelle Veränderungen, belastende Alltagspositionen oder nach der Geburt. Eine stabile Körpermitte unterstützt den Beckenboden, der vor allem durch Schwangerschaft und Geburt stark beansprucht wird. Regelmäßiges Core-Training fördert die Rückbildung und wirkt Inkontinenz entgegen.
Um die „unsichtbaren Muskeln“ zu aktivieren, brauchst du kein Fitnessstudio: Funktionelle Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, Bauchmuskel- sowie Beckenbodentraining wirken hier am besten. Auch Schwungstäbe – flexible Trainingsstäbe, die durch kleine Bewegungen in Vibration versetzt werden – können helfen, die tief liegende Musku-latur gezielt zu fordern.
Meine persönliche Fitnessroutine
Bei meiner Arbeit in der Praxis befinde ich mich ständig in Zwangspositionen – bei Injektionen oder Untersuchungen oft vornübergebeugt über einer Liege, mit Kopf und Halswirbelsäule in einer ziemlich unnatürlichen Haltung. An manchen Tagen merke ich das deutlich: Es zieht im Nacken und der untere Rücken war auch schon mal beweglicher. Vor einigen Jahren machte mir das nichts aus. Mein Körper glich die Fehlhaltungen aus. Seit der Perimenopause merke ich nach langen Arbeitstagen aber doch, dass ich „Rücken“ habe.
Was hilft? Training, und zwar dreimal pro Woche. Dafür gehe ich in einen Milon-Zirkel, den es in vielen Physiopraxen, Fitnessstudios oder Reha-Zentren gibt. Das ist ein computergestützter Gerätezirkel, bei dem alle großen Muskelgruppen effektiv trainiert werden. Danach mache ich mit einer Trainerin Übungen für die Core-Stabilität, stärke meinen Beckenboden und greife zum Schwungstab. An anderen Tagen stehe ich morgens eine Dreiviertelstunde früher auf und mache zu Hause Work-outs mit Elementen aus Tanz, Koordination, Kräftigung und Kondition. Ich liebe High Intensity Interval Training (HIIT)! Eine Studie der University of Turku (Finnland) zeigt: HIIT führt zu einer deutlich stärkeren Ausschüttung körpereigener Endorphine im Gehirn – und hebt dadurch nachweis-lich die Stimmung. Somit starte ich gleich positiv in den Tag. Und genau das ist meine Motivation: mehr Energie, mehr Haltung, weniger Schmerzen. Wer kann da noch Nein sagen?
Clever trainieren mit wenigen Übungen
Du willst viel in kurzer Zeit erreichen? Setze auf Grundübungen, die mehrere Muskelgruppen gleichzeitig fordern und deine Mitte stabilisieren. Meine Favoriten sind:
Kniebeugen
Klassiker für Beine, Gesäß, Bauch – trainiert insgesamt über 200 Muskeln! Ich baue sie schon morgens beim Föhnen ein. Aber, nicht bei aktivierter Arthrose geeignet. Bei Knieproblemen vorher den Arzt oder Physio fragen.
Kreuzheben
Stärkt Rücken, Po, Oberschenkel und Rumpf. Stell dich hüftbreit hin, halte eine Langhantel oder zwei volle Wasserflaschen vor den Körper. Mit geradem Rücken langsam nach vorn beugen, Po nach hinten, Blick vorn. Dann mit Kraft aus Beinen und Gesäß wieder aufrichten. Bauch anspannen. Saubere Technik ist wichtig (dazu gibt’s Tutorials auf YouTube).
Liegestütze
Trainiert Brust, Schultern, Arme und Rumpf. Zu schwer? Dann starte am besten auf den Knien oder an einer Erhöhung (z. B. Wand, Stuhl).
Planks (Unterarmstütz)
Auf Unterarme und Fußspitzen stützen, der Körper bildet eine gerade Linie. Bauch, Rücken, Schultern und Gesäß anspannen, ohne durchzuhängen oder den Po hochzustrecken. Genial für Haltung und Tiefenmuskulatur.
Curl-ups (Bauchmuskelaufrollen)
