Du hast Potenzial - Carlo Didillon - E-Book

Du hast Potenzial E-Book

Carlo Didillon

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Beschreibung

Du hast Potenzial - Da ankommen, wo DU hinmöchtest! Ja, dieses Buch ist für Dich geschrieben, wenn Du wissen möchtest, welches Potenzial Du wirklich in Dir trägst und wie Du es entfalten kannst. Deine Potenziale sind der Schlüssel zu einem erfüllten, glücklichen und erfolgreichen Leben. Es lohnt sich also, auf Entdeckungsreise zu gehen! Du wirst neue Seiten an Dir entdecken und Deine wahren Potenziale erkennen. Du wirst Deine eigene Welt aus einer völlig neuen Perspektive betrachten und das führt dazu, dass Du Deine wertvollen Seiten mehr nutzen kannst. Du wirst herausfinden, was Du liebst und besser kannst als der Rest der Welt. Und zu guter Letzt wirst Du Dir neue Lebensziele stecken, die Dich nachhaltig erfolgreicher und glücklicher machen. Die Kunst der positiven Selbstreflexion für ein erfolgreiches und glückliches Leben.

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Seitenzahl: 157

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Vorwort - Wie ich mein Leben neu gestalte

Dieses Buch schreibe ich für alle Menschen, die wissen wollen, was für ein Potenzial sie in sich tragen und wie sie dieses Potenzial entfalten.

Hattest Du schon einmal das Gefühl, dass Du zu etwas Größerem geboren wurdest? Dass mehr in Dir steckt, als Du derzeit zeigen kannst? Dass Deine derzeitige Situation noch nicht Deinem Ideal entspricht? Dann geht es Dir wie mir. Ich habe lange nach meinem inneren Diamanten gesucht und bin fündig geworden. Heute bin ich in der Lage, Dir zu zeigen, wie Du Dein Potenzial entdeckst und entfalten kannst. Du wirst überrascht sein, was alles in Dir steckt.

Das Bild, das wir über uns selbst haben, ist oft zu unscharf und durch unser Umfeld von Selbstzweifeln geprägt. Wir erkennen die vielen Facetten und Möglichkeiten unserer Persönlichkeit nicht oder nehmen sie nicht bewusst wahr. Vergleichbar mit jemanden, der die Treppe benützt, weil er nicht weiß, dass es auch einen Aufzug gibt.

„Erkenne Dich selbst“

So stand es schon vor tausend Jahren eingemeißelt am Apollo-Tempel zu Delphi. Es ist der Schlüssel zu Deinen Möglichkeiten und zu Deinem Potenzial. Doch sich bewusst zu machen, wie man sein Potenzial erschließt und für sich nutzt, ist eine Herausforderung. Zu oft sind wir fremdbestimmt und abhängig. Unser Diamant kann so nicht strahlen. Dir dabei zu helfen, die eigenen Möglichkeiten und Potenziale zu erkennen und bewusster wahrzunehmen, ist die Zielsetzung meines Buches.

Wer sich selbst einmal gefunden hat, sieht die Welt mit anderen Augen. Es eröffnet sich ein neues Bewusstsein für die Facetten der eigenen Möglichkeiten.

Schon heute wünsche ich Dir viel Freude, neue Erkenntnisse und spannende Einblicke in Dich selbst!

INHALT

Mein Mindset - Wie ich mein Leben selbstbestimmt lebe!

Was bedeutet Mindset und wie funktioniert es?

Das eigene Mindset selbstbestimmt steuern

Teil 1 - Wie funktioniere ich?

Das Gehirn – Faszination pur! Ist es unser Autopilot?

Das Gehirn

Ein bisschen graue Theorie über die grauen Zellen

Wie ist eine Nervenzelle aufgebaut?

Das Gehirn – wie funktioniert es?

Sind wir das Gehirn?

Was kann das Gehirn leisten?

Wie inspirieren wir unser Gehirn?

Wie erkenne ich mein Mindset?

Meine Autoprogramme

Wer oder was hat uns programmiert?

Teil 2 - Wer bin ich?

Was sind Glaubenssätze?

Bereit sein für Veränderungen: Erkennen, akzeptieren, loslassen

Subpersonalities: Wir sind nie einer alleine!

Die Darsteller auf unserer Lebensbühne

Wie gehen wir mit sehr dominanten Subpersonalities um?

Welchem Charaktertyp entspreche ich?

Grün, Rot oder Blau? Welche Charaktertypen stecken dahinter?

Keine Angst mehr vor Konflikten!

Meine Emotionen – wie gehe ich mit Höhen und Tiefen um?

Unsere Emotionen sind dual

Unser Wertesystem

Welche inneren Werte hast Du?

Der Purpose: Unsere innere Antriebskraft!

Warum ist es so wichtig, den eigenen Purpose zu kennen?

Wie gehe ich mit meinen Schwächen um?

Warum kennen wir unsere Schattenseiten so gut?

Wie begegnen wir unseren Kritikern?

Teil 3 - Was will ich wirklich?

Welche Ziele passen zu mir?

Der innere Kompass gibt uns unsere Ziele vor

Welches Ziel begeistert Dich?

Teil 4 - Wie schaffe ich die Umsetzung?

Der kleine Unterschied – oder die Philosophie der kleinen Schritte

Teil 5 - Wie entfalte ich mein Potenzial?

Wie entfalte ich mein Potenzial?

Dein Leitbild

Online Video und Workbook

Overview Tabelle

Bonus KatriXion Strategie

Mein Mindset - wie ich mein Leben selbstbestimmt lebe!

Was bedeutet Mindset und wie funktioniert es?

Der Begriff „Mindset“ kommt aus dem Englischen und kann mit Einstellung, Lebenshaltung, Weltanschauung oder Denkweise übersetzt werden. Unter Mindset versteht man die innere Haltung eines Menschen als Ganzes.

Deine innere Haltung ist entscheidend für Dein Lebensglück

Du wirst nicht mit einem bestimmten Mindset geboren, es resultiert aus Gelerntem und prägenden Erfahrungen. Positive Erfahrungen, die Dich stärken und negative, die Dein Selbstwertgefühl mindern oder gar zerstören, gehören in Deinen Mix an Lebenserfahrungen und Lebensereignissen dazu. Es kommt jedoch darauf an, wie Du selbst damit umgehst - und wie andere Menschen in Deinem Umfeld Dich beeinflussen oder sogar am Lebensglück gehindert haben oder weiterhin hindern. Fühlst Du Dich oft ausgebremst?

Deine innere Einstellung beeinflusst Dein Denken, Handeln und Fühlen – und damit Dein gesamtes Leben. Ein positives Mindset stärkt Dein Selbstvertrauen und Deine Resilienz, also wie Du mit Krisensituationen und Stress fertig wirst und verarbeitest.

Es ist immens wichtig, wie achtsam Du mit Deinem Mindset umgehst und wie viel Verantwortung Du für Dich selbst übernimmst. Es hat gleichermaßen Auswirkungen auf Deine seelische und körperliche Gesundheit. Hierbei ist es für Dich wichtig zu wissen, welche Fäden in Deinem Kopf zusammenlaufen und wie Du es erreichst, die Strukturen für Dich passend zu machen, um die Bremsen zu lösen.

Da ankommen, wo DU hinwillst!

Wenn Du Dein Mindset auf Autopiloten stellst, dann kann das zwar bequem sein, aber Du kommst nicht da an, wo Du wirklich hinwillst, vorausgesetzt, Du hast ein definiertes Ziel. Das ist wie ein supergut ausgebildeter Pilot, der die Kontrolle für das Flugzeug abgegeben hat, damit es automatisch gesteuert wird und fliegt. Die Richtung zu ändern, geht unterwegs dann natürlich auch nicht mehr.

Es ist tatsächlich so, dass in jedem Gehirn viele Programme verankert sind, die diesen Automatismus bewirken. Darunter gibt es gute und weniger gute bis hin zu destruktiven Programmen, die uns die Fähigkeit rauben, unser Leben selbstbestimmt, frei und glücklich zu verbringen. Da kommt die rote Karte oder der hochgehobene Zeigefinger des Lehrers, der Eltern oder des Chefs, der uns daran hindert, das zu tun, was uns Freude macht und uns begeistert.

Das eigene Mindset selbstbestimmt steuern

Ist es nicht eine überwältigende Idee, die rote Karte in der Luft zu zerreißen oder den Zeigefinger einfach zu missachten? Lerne, ihn selbstbewusst zu übersehen und Dein eigenes Mindset darauf auszurichten, wieder Freude am Leben zu haben und ein besseres Leben zu führen. Schritt für Schritt wirst Du Dich selbst bewusster wahrnehmen, damit Du die eigene Mindset-Transformation erlernst und vor allem erlebst! Du sollst wie ein Pilot das Fliegen lernen und zu Höhenflügen ansetzen, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren – die Werkzeuge hierzu trägst Du bereits in Dir!

Piloten tragen viel Verantwortung und sind auch auf Krisensituationen vorbereitet. Das erfordert Umsicht, Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen und Empathie. Um einen Pilotenschein zu erwerben, braucht man theoretische und praktische Kenntnisse, wobei wir die Theorie als Fundament für die Praxis nutzen. Aber keine Sorge, die Theorie halten wir so kurz es geht.

Teil 1 - Wie funktioniere ich?

Das Gehirn – Faszination pur! Ist es unser Autopilot?

Kennst Du das auch von Dir? Oft hatte ich in meinem Leben das Gefühl, dass ich ferngesteuert bin. Unbewusst machte ich Sachen, die ich eigentlich nicht machen wollte.

Das Gehirn

Als eines der komplexesten organischen Strukturen haben sich Mediziner und Wissenschaftler weltweit damit beschäftigt. Wie schön, dass auch Du ins Thema einsteigst, um Dich selbst besser kennenzulernen und manche Dinge aus Deiner Vergangenheit klarer zu sehen. Vor allem aber, um Dein eigenes Leben aktiv zu gestalten und Deine Zukunft in die Hand zu nehmen. Es sind nur wenige theoretischen Grundlagen nötig, um zu verstehen, wie Du tickst und wie Du den Taktstock für Dein Leben selbst in die Hand nehmen kannst. Während der Aufbau des menschlichen Gehirns bereits sehr gut erforscht ist, fehlen an vielen Stellen noch die Einblicke in die tieferen Funktionsweisen, so dass die Forscher immer wieder neue Erkenntnisse dazu erlangen, vor allem wenn es um Neuroplastizität geht.

Unter Neuroplastizität versteht man die wunderbare und erstaunliche Eigenschaft von Nervenzellen, Synapsen und ganzen Hirnregionen, sich in jedem Alter zu verändern und zu wachsen. Das passiert nutzungsabhängig: Das Gehirn passt sich ständig an, um Prozesse zu optimieren. Es ist also so intelligent, sich selbst durch Selbstorganisation, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit viel Arbeit zu sparen.

Während man früher der Ansicht war, dass Veränderungen im Hirn nur bis zu einem bestimmten jungen Erwachsenenalter von etwa bis zu 35 Jahren möglich sind, hat die Neurowissenschaft diese Aussage auf den Kopf gestellt. Auch wenn die Geschwindigkeit der Neurogenese (die Neubildung von Nervenzellen) mit zunehmendem Lebensalter etwas abnimmt, so können sich Nervenzellen neu bilden und neue synaptische Verbindungen entstehen.Ist das nicht die frohe Botschaft schlechthin?

Ein bisschen graue Theorie über die grauen Zellen

Das Gehirn wiegt – abhängig von Körpergröße und Geschlecht – bei Erwachsenen etwa 1250 bis 1400 Gramm und beträgt am Gesamtgewicht des Menschen etwa 2 Prozent. Zwischen dem Gewicht des Gehirns eines gesunden Menschen und seiner Intelligenz besteht übrigens kein Zusammenhang – und nur zum Vergleich: Der prozentuale Anteil des Gehirns bei einem Pottwal ist ca. 0,005 Prozent, bei einer Spitzmaus ca. 4 Prozent des Gesamtgewichts.

Der Ausdruck „graue Zellen“ hat seinen Ursprung im Großhirn, das etwa 80 Prozent des Hirnvolumens ausmacht und in dem sich Milliarden Nervenzellen tummeln. Die sogenannte „Substantia grisea“ ist im lebenden Organismus blassrosa, allerdings verfärbt sich die Masse nach dem Eintreten des Todes in Grau.

Vereinfacht lässt sich das Gehirn in folgende vier Bereiche aufgliedern:

•Kleinhirn

•Zwischenhirn mit Hypophyse und Thalamus

•Großhirn mit Hirnrinde

•Hirnstamm mit Mittelhirn und Nachhirn

Medizinische Fachbegriffe oder genaue Funktionsabläufe des Gehirns sind hier nicht relevant. Das Gehirn arbeitet ähnlich wie ein Computer. Die einzelnen Hirnbereiche übernehmen dabei unterschiedliche Funktionen. So werden z. B. Sinneseindrücke und Informationen des Körpers verarbeitet und zurückgeschickt. Alle lebenswichtigen Prozesse wie Atmung, Herzschlag, Stoffwechsel, Reflexe, Hormonhaushalt etc. werden vom Gehirn aus gesteuert. Dabei sind alle Hirnbereiche nicht nur untereinander verbunden, sondern sie sind ausnahmslos mit jeder Körperregion, mit jedem Körperteil, mit jedem Organ – vom Scheitel bis zur Sohle - vernetzt.

Und: Das Gehirn leistet weit mehr als eine Maschine: Mit dem Gehirn fühlt und denkt ein Mensch. Hier finden sich die Wurzeln der menschlichen Intelligenz und der Emotionen – und folglich auch aller bewussten und unbewussten Handlungsweisen. Unglaublich, was in unserem Kopf alles automatisch passiert.

Warum gibt es Genies?

Das Gehirn hat bei jedem gesunden Menschen die gleiche Bau- und Funktionsweise. Warum nur gibt es Menschen, die vermeintlich ein Superhirn besitzen, mit dem sie die Welt in ihren Bann ziehen? Denken wir nur an Genies wie Leonardo da Vinci, Albert Einstein oder den Schachweltmeister Garri Kimowitsch Kasparow. Alle auf ihre Weise einzigartig und genial.

Warum also?

Auf diese Frage werden wir noch vertieft eingehen. Aber vorab sei gewiss: Die Antwort darauf ist viel einfacher, als Du denkst. Ich würde es so formulieren: Genies wie Einstein, Kasparow oder da Vinci holen aus ihrem Gehirn das Optimale heraus, weil sie genau das tun, was sie am meisten interessiert und fasziniert, was sie begeistert, worauf sie ihr Denken ausrichten, was sie lieben zu tun - und genau deshalb können sie dies am allerbesten und sind auf ihrem Gebiet weltspitze.

Ich glaube nicht, dass Leonardo da Vinci so gut Schach gespielt hat wie Kasparow – und der Schachweltmeister hätte die Mona Lisa sicher auch nicht so gut hingekriegt, dass sie Jahrhunderte die Menschen mit ihrem tiefgründigen Lächeln fasziniert.

Mache Dir bewusst:

Auch Du kannst Deinen Fokus bewusst steuern und bist damit auf Deine eigene Weise einmalig! Du bist ein Wunderwerk der Natur und kannst die Vorgänge im Gehirn beeinflussen. Was Du daraus machst, liegt ganz alleine an Dir – und damit hast Du Dein eigenes Glück in Deiner Hand, um selbstbestimmt Deinen einzigartigen Weg zu gehen.

Wie ist eine Nervenzelle aufgebaut?

Nervenzellen, auch Neuronen genannt, sind im Gehirn die wichtigsten und häufigsten vorkommenden Zellen. Man schätzt sie auf ca. 200 Milliarden. Eine Milliarde ist die Zahl mit den 9 Nullen. Wir sind echt reich! Stell Dir vor, diese Summe liegt auf Deinem Bankkonto – und Du weißt nichts damit anzufangen! Welch schrecklicher Gedanke!

Um eine Idee davon zu bekommen, wie wir unseren Reichtum an Neuronen besser für unser Leben nutzen können, ist es gut zu wissen, wie diese aufgebaut sind und arbeiten.

Jede einzelne Nervenzelle besteht aus

•einem Zellkörper mit einem Zellkern

•Nervenzellfortsätzen und

•einem Achsenzylinder mit Endplatten

Eine menschliche Nervenzelle misst ca. 5 bis 100 Mikrometer – und ist damit winzig. Ein Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter. Ein einziger Nervenzellenfortsatz kann jedoch bis zu einem Meter lang sein – und eine einzige Nervenzelle kann bis zu 10.000 Fortsätze haben. Das ist ein Dschungel an Nervenzellenfortsätzen, der undurchdringbar erscheint. Wenn sich benachbarte Zellen über Endplatten berühren, bilden sich Synapsen, die Neuronen miteinander verbinden. Außerdem stellen sie die Verbindungen zu weiter entfernten Körperteilen her. In sehr alten Filmen sieht man manchmal, wie eine hübsche junge Frau in einer Telefonzentrale Stecker in einen Schaltkasten steckt, um eine Leitung zu verbinden.

Sie ist dabei völlig konzentriert, schließlich übernimmt sie die verantwortungsvolle Aufgabe, zwei Menschen zusammenzubringen, die Botschaften austauschen. So ähnlich stelle ich mir das mit den Synapsen auch vor, dadurch kann etwas weitergegeben werden. Allerdings ist die Menge an Synapsen-Verbindungen nicht so überschaubar wie in den alten Schaltkästen für Fernsprechleitungen, aber genau dies macht die Faszination aus.

Das Gehirn – wie funktioniert es?

Unser Gehirn ist wie das www: Wo Wunder wohnen! Es fungiert wie ein dichtes Netz an Informationen, die wie Datenautobahnen miteinander in Verbindung stehen und ihre eigenen Verkehrsregeln haben.

Allgemein lässt sich über unser komplexes Gehirn sagen: Es ist für alles zuständig, was im Körper passiert. Alle Bereiche des Gehirns stehen miteinander in Verbindung und kommunizieren untereinander, indem sich die Gehirnzellen durch chemische Botenstoffe, den sogenannten Neurotransmittern, über die Synapsen verständigen.

Es arbeitet permanent – auch während wir schlafen. Das gesunde Gehirn verarbeitet Sinneseindrücke, hier bilden sich Emotionen, es koordiniert alle Körperfunktionen und schafft es darüber hinaus, diese aufrecht zu erhalten. Milliarden von Neuronen tauschen sich hierfür durch Reize ständig miteinander aus, was über elektrische Impulse und Botenstoffe geschieht.

Das Gehirn muss permanent mit Sauerstoff und Blutzucker (Glukose) versorgt werden, denn es ist sehr stoffwechselaktiv. Rund ein Viertel des gesamten Energiebedarfs eines Menschen wird vom Gehirn verbraucht. Anhand begleitender Stoffwechselvorgänge können Wissenschaftler die Hirntätigkeit mit medizinischen Hightech-Verfahren untersuchen und sichtbar machen. In der Arztpraxis können z. B. mit einem EEG (Elektroenzephalogramm) Gehirnströme gemessen werden.

Machen wir uns bewusst:

Gefühle mögen uns wie Gefühle erscheinen: Freude, Trauer, Ehrfurcht, Geborgenheit, Wut, Hass, Leid, Angst, Lust, Glück, Furcht, Schockstarre, Dankbarkeit, Eifersucht, Zufriedenheit, Verzweiflung, Selbstvertrauen, Panik, Begeisterung, Verantwortungsgefühl, Behaglichkeit, Leichtigkeit, Schmetterlinge im Bauch…

Genaugenommen sind Gefühle nicht isoliert zu betrachten, sondern sie sind ein Chemiecocktail aus Botenstoffen, der in unserem Gehirn gemixt wird und über die Nerven- und Datenautobahn vom Scheitel bis zur Sohle alles erreicht.

Die Zutatenliste für diesen Cocktail ist bei jedem Menschen sehr individuell. Neben den identifizierbaren Botenstoffen sind Sinneseindrücke und Erinnerungen, die als Erfahrungen irgendwo in einer Hirnwindung abgelegt sind und das eigene Denken und Handeln prägen, auf wundersame Weise mit in den Cocktail hineingemixt.

Warum nur trinken wir manchmal einen Cocktail, der uns überhaupt nicht schmeckt?

Sind wir das Gehirn?

Atmen, fühlen, riechen, sehen, hören, denken, erinnern, schmecken, Krankheitserreger abwehren, verdauen, schwitzen, gestresst und blockiert sein, sich bewegen und bewegt sein, neugierig oder verliebt sein… alles macht unser Gehirn im Zusammenspiel mit unseren Organen und unserem Körper wie von allein. Dabei werden die Daten – wie in einer riesigen Bibliothek oder auf einer Festplatte – gespeichert. Trotzdem sind wir nicht das Gehirn – wir haben eines und können es für uns nutzen, selbst wenn es oft auf Autopilot steht.

Auch, wenn das Gesamtgehirn superkomplex ist und wir oft den Eindruck haben, dass alles vollautomatisch abläuft und wir nicht viel dazu beitragen: Wir sind nicht das Gehirn und wir sind weder Gefangene unseres eigenen Gehirns noch irgendwelche Opfer. Wir sind sehr machtvoll: Wir können es uns für unsere Zwecke nutzen, wenn wir wissen, wie wir es zur Höchstleistung anspornen, indem wir es inspirieren und wenn wir wissen, wo sich der „Aus-Knopf“ für den Autopiloten behindet. Wir müssen es wollen und uns dafür begeistern, die eigene Komfortzone zu verlassen.

Bei Kindern ist das ganz normal: Sie lernen spielerisch, sind manchmal komplett im Spiel und in sich versunken. Dabei wachsen und entwickeln sie sich geistig. Warum erlauben wir uns das als Erwachsene nicht? Versagt hier unser Verstand oder wurden uns diese hilfreichen und natürlichen Verhaltensweisen abtrainiert?

Was kann das Gehirn leisten?

Faszinierendes!

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Das menschliche Gehirn ist einfach faszinierend. Es gibt heute noch keinen Supercomputer, der an die Fähigkeiten eines menschlichen Gehirns heranreicht.

Seine wichtigsten Eigenschaften sind seine Lernfähigkeit und seine Flexibilität - und dies ein Leben lang, wie die Wissenschaft vor nicht zu langer Zeit erst feststellte. Früher haben die Forscher behauptet, dass es ab ca. der Mitte des dritten Lebensjahrzehnts kein Wachstum mehr gäbe. Pustekuchen!

Genaugenommen untermauert jeder Einzelne über 35 Jahre diese neue Aussage, sonst hätte niemand die vielfältigen Herausforderungen, die jedem im Laufe des Lebens begegnen, auch nur annähernd gemeistert. Komisch, dass die Wissenschaftler so weltfremd sind und dies nicht früher bemerkten?

Manche Neurobiologen vergleichen das Gehirn mit einem Muskel: Wird ein Muskel trainiert, bleibt er in Übung, kann wachsen, behält seine Kraft, Spannung und Vitalität. So auch das Gehirn. Wird es gefordert, erweitert es sich permanent selbst, baut sich um und passt sich den neuen Gegebenheiten an. Weil das Gehirn seine Prozesse optimiert, fällt vieles immer leichter, wie Du im Laufe der Zeit selbst erkennen wirst, wenn Du die Inhalte der Übungen und des neuen Wissens umsetzt.

Der Bodybuilder bleibt im Training und „bildet“ seine Muskeln aus, verstärkt sie – und Du forderst Dein Gehirn, um die nächste Stufe in Deinem Leben zu zünden. Wenn manche Menschen – ob Frau oder Mann – von den Problemzonen ihres Körpers sprechen, meinen sie „Bauch, Beine, Po“. Vielleicht sieht das der Bodybuilder auf diese Weise. Genaugenommen gibt es nur eine einzige Problemzone, die bewegt und trainiert werden muss, nämlich das GEHIRN, damit es leistungsfähig bleibt.

Zugegeben: Manchmal ist es mit der Chipstüte in der Hand auf der Couch vor dem Fernseher wirklich gemütlich. Beine hoch, abschalten, den Frust bei der Arbeit oder im Privatleben vergessen. Dies ist nur ein bildhaftes Beispiel, jeder hat seine persönliche Komfortzone, in die er sich zurückzieht.

Aber willst Du wirklich auf diese Weise den Rest Deines Lebens verbringen? Mit der Fernbedienung in Reichweite schaltest Du zwar die Programme weiter, aber genaugenommen bist Du damit selbst ferngesteuert. Die Macht der Gewohnheit bestimmt Deinen Tag. Dein Leben zieht an Dir vorbei und manchmal, wenn Du aus Deiner Lethargie erwachst, fragst Du Dich: War das schon alles?

Machen wir uns bewusst:

Das gesunde Gehirn ist ein Leben lang lernbereit und wachstumsfähig. Es ist flexibel, Deine Neuronen sind startklar, sie scharren sozusagen schon mit den Hufen, weil sie sich weiterentwickeln und die Welt sehen und erobern wollen. Das ist die zentrale Aussage, die alles in Deinem Leben verändern kann! Nun kommt es aber darauf an, die kleinen grauen Zellen mit dem richtigen Futter zu versorgen, damit sie zur Höchstform auflaufen können.

Wie inspirieren wir unser Gehirn?