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FÜLL DEINE SPEISEKAMMER MIT HAUSGEMACHTEN VORRÄTEN! Wie kann man Lebensmittel schnell und einfach haltbar machen? Hier helfen die traditionellen Einmachmethoden, die schon Oma kannte. Dieses Kochbuch inspiriert mit klassischen und modernen Rezeptideen zum Einlegen und Einkochen: egal ob Konfitüren, herzhafte Pestos, eingelegtes Gemüse und Obst, Kräuter in Öl oder Essig oder Soßen. Die 80 vielfältigen und leckeren Rezepte für Schraub- oder Einweckgläser eignen sich perfekt für die Vorratshaltung für Singles, Familien oder für Geschenke aus der Küche. Ob Einsteiger oder Experte, in diesem Rezeptbuch ist für jeden Geschmack und jedes Level das Richtige dabei. Der ideale Begleiter für einen nachhaltigen Lebensstil und um das ganze Jahr über frisches Gemüse, Obst und Kräuter zu genießen.
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Seitenzahl: 89
Veröffentlichungsjahr: 2022
Katy Buchholz
EASYEINMACHEN
Katy Buchholz
EASYEINMACHEN
Hausgemachte Köstlichkeiten aus der Speisekammer
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen
Wichtiger Hinweis
Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wurde auf eine genderspezifische Schreibweise sowie eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind somit geschlechtsneutral zu verstehen.
Originalausgabe
1. Auflage 2022
© 2022 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Türkenstraße 89
80799 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Ulrike Reinen
Umschlaggestaltung: Isabella Dorsch
Umschlagabbildung: Stephanie Just
Satz: inpunkt[w]o, Haiger (www.inpunktwo.de)
eBook: ePUBoo.com
ISBN Print 978-3-7423-2162-6
ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-1935-4
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-1936-1
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de
Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de
VORWORT
EINKOCHEN UND EINMACHEN – WAS BRAUCHE ICH DAFÜR?
KRÄUTERMISCHUNGEN UND KRÄUTERSALZE
WO KANN MAN FRISCHE KRÄUTER KAUFEN?
FRISCHE KRÄUTER SELBST ANBAUEN
KRÄUTER TROCKNEN UND LAGERN
Brotkräuter
Chili-Orangen-Salz
Fischkräuter
Salatkräuter
Gewürzsalz nach Kräuterhexenart
Kräuterbuttergewürz
Würzmischung für Tofu
Kräutersalz alla Italien
Tomaten-Gewürz-Salz
KRÄUTERÖL UND -ESSIG
KONSERVIEREN VON KRÄUTERN IN ÖL
DIE BEKANNTESTEN ÖLSORTEN – GESCHMACK UND ANWENDUNG
KONSERVIEREN VON KRÄUTERN IN ESSIG
DIE BEKANNTESTEN ESSIGSORTEN – GESCHMACK UND ANWENDUNG
Feinwürziges Paprikaöl
Gepfeffertes Kräuteröl
Kräuteröl für Tofu
Kräuteröl für Tomatenspeisen
Salatkräuteröl
Scharfes Orangenöl
Basilikumessig
Trauben-Estragon-Essig
Zitrusöl
Estragon-Zitronen-Pfeffer-Essig
Frisch-würziger Kräuteressig
Fruchtiger Himbeeressig
Rosenessig
Weintraubenessig
EINGELEGTES GEMÜSE UND HERZHAFTES
Chilischoten in Weißweinessig
Gemüse in Salz
Eingelegter Tofu
Falsche Kapern
Honiggurken
Ingwer in Honig
Knackige Gurkensticks
Knoblauch in Öl
Knoblauch in Würzessig eingelegt
Kürbis mit Zitronenthymian und Walnüssen
Kürbis in Essig eingelegt
Rotkohl in raffiniertem Gewürzsud
Sauerkraut
Spargel einmal anders
Tomaten in Öl
Würzeier nach DDR-Art
Zucchini in Öl
Zwiebeln in Kräuteressig
Ziegenkäse in Kräuteröl
EINGELEGTES OBST
Birne im Gewürzsud
Walnüsse in Honig
Gepfefferte Apfelringe
Salzzitronen
Rum-Pfirsiche
Zimtpflaumen
Süß-sauer eingelegte Kirschen
PASTEN UND PESTO
Aivar
Nusspaste
Köstliche Zwiebelpaste
Estragon-Pesto
Kürbiskern-Chili-Pesto
Milde Currywürzpaste
Olivenpaste
Sauerampfer-Zitronenthymian-Pesto
Salbei-Pesto
Zucchini-Paprika-Paste
KETCHUP UND SOSSEN
Kürbis-Ketchup
Letscho nach DDR-Art
Tomaten-Ketchup
Zucchini-Ketchup
CHUTNEY
Aprikosen-Chutney
Feuriges Apfel-Chutney
Chutney mit Blutorangen
Ingwer-Chutney
Möhren-Petersilienwurzel-Chutney
Rote-Bete-Chutney
MARMELADE, KONFITÜRE, MUS UND GELEE
Erdbeerkonfitüre mit frischer Minze
Pflaumenmus
Marillenkonfitüre
Orangen-Sharonfrucht-Marmelade
Stachelbeer-Holunderblüten-Konfitüre
Orangengelee mit Zitronenthymian
Johannisbeer-Kirsch-Gelee
Zitronenmarmelade
Traubengelee
ÜBER DIE AUTORIN
Angefangen hatte alles vor gut zehn Jahren. Im Wartezimmer meines Hausarztes entdeckte ich in einer Frauenzeitschrift einen Artikel. Mit wenigen Sätzen wurde beschrieben, was alles mit und aus Kräutern gezaubert werden kann. Ich war begeistert. Noch am selben Tage kaufte ich mir mein erstes Kräuterbuch. Nachdem ich mich etwas in die Kunst der Hexenküche eingelesen hatte, folgte die Praxis. Ich durchstöberte die Küchenschränke nach vorhandenen Zutaten, mischte alles laut Rezeptanweisung zusammen und freute mich über das Ergebnis.
Mit jedem neuen Buch wuchs der Bestand an herkömmlichen und unbekannten Kräutern in unserem Garten. Schließlich fing ich an, verschiedene Köstlichkeiten nach eigenen Rezepten herzustellen. Ganz zur Freude von Familie, Freunden und Bekannten. Statt der obligatorischen Blumen, die ich bisher zu einer Einladung mitbrachte, bekamen sie jetzt meine neuste Kreation überreicht.
Ich beschränkte mich nicht mehr nur auf Kräuter. Mit den ersten Einmachrezepten, im Hinterkopf, fing ich an, Obst und Gemüse anzubauen.
Natürlich blieb mein Hobby auch in der Nachbarschaft nicht lange verborgen. An einem schönen Sommertag, ich war gerade dabei ein paar Kräuter zu ernten, bemerkte ich, wie sich das Nachbarkind am Zaun herumdrückte. Nach einer Weile begann es, mich auszufragen. »Du sollst doch nicht immer die Leute belästigen.« mahnte die Mutter, die unserem Gespräch beim Fensterputzen lauschte. »Das ist in Ordnung. Sie ist nur neugierig.« beruhigte ich sie und freute mich über das kindliche Interesse. Anschließend erklärte ich dem Mädchen altersgerecht, was ich tat.
Während die Kleine mir aufmerksam zuhörte, sah ich an ihrem Gesichtsausdruck, dass sie über irgendetwas nachdachte. Plötzlich platzte es aus ihr heraus: »Mama, ist Katy eine Kräuterhexe?« Binnen Sekunden wechselte die Gesichtsfarbe der Mutter: Erst wurde sie blass und dann puterrot.
Erwachsenen ist oft die Spontanität ihrer Sprösslinge peinlich – so wie in diesem Fall. Ich ärgerte mich aber nicht über die Worte der Kleinen. Im Gegenteil. Als Kräuterhexe betitelt zu werden kommt einer Krönung gleich – allerdings nur in der heutigen Zeit. Im Mittelalter wäre es früher oder später mein Todesurteil gewesen.
Als ich ihr mit einem Kopfnicken zu verstehen gab, dass mich diese Frage nicht verärgert hatte, sagte sie: »Ja. Katy ist eine Kräuterhexe.« Je mehr ich mich mit dem Thema des Haltbarmachens von Lebensmitteln beschäftigte, desto größer wurde der Wunsch, auch anderen meine Kreationen vorzustellen. Und eines Tages hatte ich eine Eingebung: Ich ordnete meine Lieblingsrezepte und schrieb sie auf. So entstand dieses Buch, das Sie nun in den Händen halten.
Seit ein paar Jahren beobachte ich einen wundervollen Trend: Immer mehr Menschen denken um. Obst, Gemüse und Kräuter werden angebaut, um sie dann nach alter Tradition haltbar zu machen.
Hier stelle ich Ihnen die Grundausstattung vor, die ich für meine Rezepte benötige.
Gläser und Flaschen
Küchenwaage
Brett und Messer
verschiedene Trichter
Messbecher
Topf und Topflappen
Ofen oder Dampfgarer
Etiketten und Stift
Einkochen bedeutet das Haltbarmachen von Lebensmitteln. Dafür sind Temperaturen um die 100 °C nötig. Bei dieser Form der Konservierung, auch Pasteurisieren genannt, geht es darum, Lebensmittel für eine längere Zeit vor dem Verderben zu schützen.
Eine gute Vorbereitung ist wichtig, um auch ein gutes Endergebnis zu erzielen. Achten Sie zum Beispiel darauf, dass Deckel und Gläser rostfrei sind und keine Beschädigungen aufweisen. Reinigen Sie vor dem Gebrauch alle Teile sorgfältig mit heißem Wasser und stellen Sie sie anschließend umgestülpt (nicht abgetrocknet) auf ein sauberes Geschirrtuch.
Legen Sie bei den Zutaten Ihr Augenmerk stets darauf, dass sie frisch und ohne schadhafte Stellen sind.
Achtung! Lagern Sie das Einmachgut dunkel, kühl und trocken.
Kontrollieren Sie die Gläser regelmäßig.
Der Inhalt ist zwar mehrere Jahre haltbar, verliert aber teilweise an Aroma und Farbe. Am besten schmecken die Produkte, wenn alles bis zur nächsten Ernte aufgebraucht ist.
Für das Einkochen von Gemüse bevorzuge ich die klassischen Weckgläser mit Gummiring. Selbstverständlich funktionieren die Rezepte in diesem Buch ebenfalls mit Schraubgläsern. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass im Ofen immer eine Schale mit Wasser steht. Sie können aber auch im Einkochautomaten, Einkochtopf oder Dampfgarer einwecken. Bitte beachten Sie die Bedienungsanleitung der einzelnen Geräte.
Achtung! Schraubgläser, die mehrfach im Gebrauch sind, dürfen nur eine bestimmte Zeit verwendet werden. Sobald der Deckel den geringsten Schaden aufweist, bitte aussortieren und stattdessen ein neues Glas nehmen.
Ich verwende gern Weck-Saftflaschen. Sie haben eine weite Öffnung und einen Deckel aus Glas, der mit einer Klammer auf einem Gummiring befestigt wird. Für Kräuteröl und Kräuteressig bevorzuge ich Bügelverschlussflaschen. Beide Arten von Flaschen sind nicht nur dekorativ, sondern auch in verschiedenen Größen erhältlich.
Wenn sich wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen Teile bestimmter Pflanzenarten als würzende oder geschmacksgebende Zutaten verwenden lassen, bezeichnet man diese als Gewürze. Mit einer Mischung aus verschiedenen Gewürzen können Sie viele Gerichte verfeinern. Solche Mischungen bestehen ausschließlich aus Gewürzen. Die Bezeichnung richtet sich nach der Art, zum Beispiel Kräuter der Provence, oder nach der Verwendung, wie bei einem Kräuterbuttergewürz.
Wer keinen Garten besitzt, dem empfehle ich, neben Wochenmärkten und Gärtnereien, auch umliegende Bauernhöfe für den Kauf von frischen Kräutern. Zwar sind hier die Pflanzen etwas teurer, dafür werden sie, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, im Gegensatz zu den Kräutern aus Bau- und Supermärkten, mit Liebe gehegt und gepflegt.
Bei der Bestellung im Internetfachhandel habe ich bis jetzt ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. Hier entdecke ich immer wieder das eine oder andere Kraut, welches zum Beispiel auf dem Wochenmarkt nicht erhältlich ist. Auch den Service, dass mir die Ware zur Pflanzzeit nach Hause geliefert wird, schätze ich sehr.
Wer einen Garten oder Balkon hat, für den sind die Bedingungen ideal, Kräuter selbst anzubauen. Frei nach dem Motto: Aus dem eigenen Garten schmeckt es am besten.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Garten oder Balkon zu einer Kräuteroase umzufunktionieren. Die einfachste Variante ist der Anbau von Topfkräutern. Diese können mit geringem Aufwand in herkömmlichen Blumentöpfen oder Balkonkästen aufgezogen werden. Ich zähle zu den Menschen, die eher zu wenig statt zu reichlich gießen. Daher habe ich persönlich kein Glück mit Kräutertöpfen, erfreue mich aber täglich an unserem Hochbeet.
Heimische Kräuter, die keine hohen Ansprüche an Boden und Witterung stellen, können auch eine Ergänzung im Gemüsebeet sein. Für etwas ausgefallenere Kräuter ist eine Kräuterspirale der ideale Ort. Viele Kräuter aus dem mediterranen Raum fühlen sich im Steingarten am wohlsten. Dazu genügt es, große Steine aufzuschichten und die Zwischenräume locker mit Sand und Erde zu befüllen. Für die meisten Kräuter ist dies die passende Anbaufläche.
Am besten schmecken mir die Kräuter aus dem eigenen Garten. Ich mag sie nicht missen, denn sie verfeinern zahlreiche Gerichte. Hin und wieder setze ich Kräuter auch nach alter Tradition gezielt ein, um mancherlei Beschwerden zu lindern. Allerdings sind viele Kräuter, genauso wie die meisten Obst- und Gemüsesorten, Saisonware. Damit ich dennoch nicht in den kalten Jahreszeiten auf meine Kräuter verzichten muss, konserviere ich sie auf die verschiedensten Arten.
Der Zeitpunkt, wann ich ernten kann, spielt eine große Rolle. Schließlich möchte ich, dass die Kräuter auch im getrockneten Zustand das volle Aroma behalten. Dafür ist es erforderlich, dass es mindestens 3 Tage hintereinander nicht geregnet hat. Außerdem achte ich darauf, dass die Blühphase noch nicht angefangen hat. Die Kräuter verlieren sowohl mit der Blüte als auch an regnerischen Tagen ein Großteil ihres Aromas. Es heißt, das Aroma sei am intensivsten, wenn die Kräuter an einem sonnigen Vormittag, kurz nachdem der Tau abgetrocknet ist, geerntet werden.
Kräuter können auf unterschiedliche Art getrocknet werden – in der Sonne, im Backofen, in der der Mikrowelle oder im Dörrautomaten. Ich trockne meine Kräuter am liebsten in der Küche vor dem Fenster. Dort ist es hell, trocken und ich habe sie immer im Blick. Dafür binde ich sie zu kleinen Sträußen und hänge sie dann, mittels eines Drahts, kopfüber an der Gardinenstange auf.
