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Der Name „Edvard Munch“ ruft bei den meisten Menschen eine bestimmte visuelle Assoziation hervor: Ein schädelhaftes Gesicht, angstverzerrt, einen stummen, durchdringenden Schrei des Grauens ausstoßend, während im Hintergrund eine feurige, blutrote Sonne untergeht. Der Schrei hat sich im letzten Jahrhundert zu einem ikonischen Sinnbild für die Existenzangst des modernen Menschen entwickelt. Der Schöpfer dieses Kunstwerks war, trotz des immer wiederkehrenden Wahnsinns, der Exzesse, selbstzerstörerischer Beziehungen und einer lebenslang unerfüllten Sehnsucht, ein sanftmütiger und introvertierter Mensch, der immer darauf bedacht war, sich selbst zu reflektieren. Mehr als für viele andere Künstler, war für Munch das Malen ein therapeutischer Prozess, eine Übertragung des Zustands seiner Seele auf Leinwand und Papier. Umso tröstlicher muss es gewesen sein, dass er die internationale Anerkennung seiner Kunst noch miterleben konnte: von der für Furore sorgenden Secessions-Ausstellung in Berlin bis hin zur allgemeinen Wertschätzung des Expressionismus – dessen Künstler er entscheidend mitgeprägt hatte. Dennoch waren auch seine letzten Lebensjahre nicht frei von Kummer: Er musste miterleben wie seine Kunst als „entartet“ gebrandmarkt und seine Heimat von den Streitkräften des dritten Reichs besetzt wurde. Dieses Ebook präsentiert Munchs aufwühlende Lebensgeschichte und eine kompakte Auswahl an Kunstwerken, die mehr sind als nur die Darstellung einer künstlerischen Entwicklung; Sie sind ein Blick in die Seele und den Geist eines genialen und vielfältigen Künstlers.
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Seitenzahl: 56
Veröffentlichungsjahr: 2023
Elizabeth Ingles
Autorin: Elisabeth Ingles
Übersetzung: Dr. Martin Goch
Redaktion der deutschen Ausgabe: Klaus H. Carl
© 2023, Parkstone Press International, New York, USA
© 2023, Confidential Concepts, worldwide, USA
© Image-Barwww.image-bar.com
© 2023, Estate Munch / Artists Rights Society, New York, USA / BONO, Oslo, Norway
Alle Rechte vorbehalten.
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ISBN: 978-1-78160-579-0
Inhalt
BIOGRAFIE
ANMERKUNGEN
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
A
Abend auf der Karl Johan-Straße, 1892
Alma Mater, 1911-1916
Alte Aker Kirche (Gamle Aker kirke), 1881
Am Morgen (Ein Dienstmädchen), 1884
Am Totenbett (Fieber), um 1915
Am Totenbett, 1895
Androgynes Selbstbildnis, 1927
Angst, 1894
Anziehung II, 1896
Arbeiter auf dem Heimweg, 1915
Arbeiter im Schnee (Die Schneeschaufler), um 1913
Asche, 1894
Auf dem Operationstisch, 1902-1903
Auge in Auge, 1894
B
Badende Jungen, 1904-1905
Badende Männer, 1907
Begegnung im Weltall, 1899
C
Christen Sandberg, 1909
Christian Gierloff, 1910
D
Dagny Juel Przybyszewska, 1893
Das Erbe I, 1897-1899
Das Geheimnis einer Sommernacht, 1892
Das kranke Kind, 1896
Der Arbeiter und das Kind, 1908
Der ertrunkene Junge. Warnemünde, 1908
Der Frühling, 1889
Der gelbe Stamm, 1912
Der Künstler und sein Modell I, 1919-1921
Der Kuss, 1892
Der Kuss, 1897
Der Mörder, 1910
Der Schrei, 1893
Der Schrei, 1895
Der Schriftsteller August Strindberg, 1892
Der Sturm, 1893
Der Tag danach, 1894-1895
Der Tanz des Lebens, 1899-1900
Der Vampir, 1895
Die Brosche: Eva Mudocci, 1903
Die Frau in drei Stadien (Sphinx), um 1894
Die Hände, 1895
Die Insel, 1900-1901
Die Mörderin, 1906
Die Seine in St. Cloud, 1890
Die Sonne, 1911-1916
Die Stimme / Sommernacht, 1896
Die Sünde (Akt mit rotem Haar und grünen Augen), 1902
Die tote Mutter und das Kind, 1897-1899
Die Vier Lebensalter, 1902
Die vier Söhne des Dr. Max Linde, 1903
E
Edvard Munch. Fotografie, um 1902.
Eifersucht, 1895
Frau mit rotem Hut am Fjord (Blaue Harmonien - Der rote Hut), 1891
Fruchtbarkeit II, 1902
Frühlingslandschaft mit rotem Haus, 1935
Frühlingstag auf der Karl Johan-Straße, 1890
G
Geschichte, 1911-1916
Golgotha, 1900
I
Ibsen im Grand Café, 1898
J
Junges Mädchen, einen Ofen entfachend, 1883
K
Karen Bjølstad in einem Schaukelstuhl, 1883
Kniender Frauenakt (Anna), 1920
L
Liebende Frau (Madonna), 1895-1902
Loslösung II aus „Der Spiegel“, 1896
Loslösung, 1896
M
Mädchen auf dem Pier, um 1901
Mädchen und drei Männerköpfe, 1895-1898
Madonna, 1894
Männerkopf in Frauenhaar, 1896
Marats Tod I, 1907
Mein Bruder, Anatomie studierend, 1883
Melancholie (Laura), 1899
Melancholie, 1891
Melancholie, 1892
Metabolismus, 1899
Modell neben einem Korbsessel, 1919-1921
Mondschein, 1893
N
Nacht in St. Cloud, 1890
Nietzsche I, 1906
P
Pferd im Galopp, 1910-1912
Porträt des Malers Karl Jensen-Hjell, 1885
Porträt des Schriftstellers Hans Jaeger, 1889
Porträt Dr. Daniel Jacobson, 1909
Porträt von Inger, Schwester des Künstlers, 1892
Pubertät, 1894-1895
Rose und Amélie, 1893
R
Roter Wilder Wein, 1898-1900
Roulette-Tisch, 1903
Rue de Rivoli, 1891
S
Schlafender Akt, 1912-1913
Selbstbildnis als liegender Akt, 1933-1934
Selbstbildnis am Fenster, um 1940
Selbstbildnis in Bergen, 1916
Selbstbildnis in der Hölle, 1903
Selbstbildnis in Dr. Jacobsons Klinik, 1909
Selbstbildnis mit einer Flasche Wein (Weimar), 1906
Selbstbildnis mit Leier, 1896-1897
Selbstbildnis mit Pinseln, 1904
Selbstbildnis mit Zigarette, 1895
Selbstbildnis nach der Spanischen Grippe, 1919
Selbstbildnis während der Augeninfektion I, 1930
Selbstbildnis zwischen Uhr und Bett, 1940-1943
Selbstbildnis, 1881-1882
Selbstbildnis, 1886
Selbstbildnis. Der Nachtwanderer, 1923-1924
Skizze eines posierenden Modells, 1893
S
Sommernacht / Inger am Strand, 1889
Sommernachtstraum (Die Stimme), 1893
Stanisław Przybyszewski (mit Skelettarm), 1895
Sternennacht, 1893
Strand bei Mondschein, 1892
T
Tête-à-tête, 1885
Tod imKrankenzimmer, um 1893
Tod und Frühling, 1893
V
Verzweiflung, 1892
W
Walter Rathenau, 1907
Weiblicher Halbakt. Das Biest, 1902
Weinender Akt, 1913
Winter in Kragerö, 1912
Z
Zum Walde I, 1897
Zwei Menschen. Die Einsamen, 1899
1863:
12. Dezember: Geburt in Løten, Norwegen, als zweites Kind von Laura (geborene Bjølstad) und Christian Munch. Sein Vater ist Arzt. Es sollen drei weitere Kinder folgen: Andreas, Laura und Inger.
1864:
Die Familie zieht nach Kristiania (Oslo).
1868:
Die Mutter stirbt im Alter von 30 Jahren an Tuberkulose.
1877:
Die ältere Schwester Sophie stirbt sechzehnjährig an Tuberkulose.
1879:
Munch besucht die Technische Hochschule in Kristiania, um Ingenieurwissenschaften zu studieren. Malt im Mai seine ersten Skizzen.
1880:
Nimmt ernsthaft die Malerei auf. Studiert bei Hans Olaf Heyerdahl und Christian Krohg.
1881:
Studiert an der Königlichen Zeichenschule bei Julius Middelthun.
1884:
Thaulow kauft Am Morgen (Ein Dienstmädchen), Munchs erster richtiger Verkauf. Thaulow gibt ihm Geld, damit er Antwerpen besuchen und in Paris studieren kann. Munch verschiebt den Besuch krankheitsbedingt um ein Jahr. Beginn einer Affäre mit Emilie Thaulow.
1885:
Erster Parisaufenthalt. Kehrt als „der erste und einzige Impressionist Norwegens“ (Krohg) zurück
1886:
Mitglied der avantgardistischen „Kristiania-Bohème“.
1889:
Erste Einzelausstellung. Erhält ein staatliches Stipendium und kehrt im Oktober nach Paris zurück. Studiert bei Léon Bonnat. Interessiert sich für van Gogh und Gauguin, die Neoimpressionisten und die Symbolisten. Beginnt mit der Zusammenstellung der Reihe Fries des Lebens. Verlebt den Sommer am Meer in Åsgårdstrand. Sieht zum letzten Mal seinen Vater, der im November stirbt.
1890:
Kehrt über Antwerpen nach Norwegen zurück. Teilnahme an der Herbstausstellung. Geht mit einer Verlängerung seines Stipendiums wieder nach Frankreich, wird krank.
1891:
Hält sich in Nizza auf, um wieder gesund zu werden. Kehrt im Mai nach Kristiania zurück.
1892:
Kehrt für den Winter nach Nizza zurück. Stellt in Kristiania aus. Erhält die Einladung, mit dem Verein Berliner Künstler auszustellen. Seine Abteilung wird von den Organisatoren als „skandalös“ abgestempelt und geschlossen. Lebt während der nächsten 16 Jahre immer wieder in Deutschland.
1893:
Kehrt mit neuer Kraft nach Norwegen zurück, wo er u.a. an Der Schrei arbeitet. Stellt mit der Berliner Secession aus.
1894:
Beginnt mit der Arbeit an Stichen. Sein neuer schwarz-weißer Stil ist schärfer und präziser als sein Malstil.
1895:
Rückkehr nach Norwegen.
1896:
Zurück in Paris; lernt die Künstlergruppe Nabis kennen; zeigt seine Fries des Lebens-Bilder im Salon des Indépendants. Entwirft das Bühnenbild für Ibsens Peer Gynt. Die Revue Blanche publiziert Lithografie von Der Schrei. Sein Bruder Andreas stirbt.
1898:
Begegnet Tulla Larsen.
1899:
Begibt sich in ein Sanatorium in Norwegen. Die Nationalgalerie kauft zwei seiner Bilder.
1902:
Stellt neben Hodler und Kandinsky in der Galerie der Berliner Secession 22 Bilder aus, darunter die Reihe Fries des Lebens. Katastrophales Ende der Beziehung mit Tulla Larsen.
1903:
