Eifel-Gold - Jacques Berndorf - E-Book
  • Herausgeber: GRAFIT
  • Kategorie: Krimi
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2011
Beschreibung

Der 2. Band der Eifel-Serie Ausgerechnet in der verschlafenen Eifel passiert der größte Geldraub in der Geschichte der Republik. 18,6 Millionen sind weg - und mögliche Täter gibt's genug: RAF, Mafia, Kurden, Russen, Neonazis? Eine harte Nuss für Siggi Baumeister, der auch noch das Verschwinden seiner Katze Krümel aufklären muss.

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Seitenzahl:365

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Sammlungen



Jacques Berndorf

Eifel-Gold

Originalausgabe © 1993 by GRAFIT Verlag GmbH

E-Book © 2014 by GRAFIT Verlag GmbH,

Chemnitzer Str. 31, D-44139 Dortmund

korrigiert nach den neuen Regeln deutscher Rechtschreibung

Internet: http://www.grafit.de

E-Mail: info@grafit.de

Alle Rechte vorbehalten.

Umschlagillustration: Peter Bucker

eISBN 978-3-89425-823-8

Jacques Berndorf – Pseudonym des Journalisten Michael Preute – wurde 1936 in Duisburg geboren und lebt heute in der Eifel. Er war viele Jahre als Journalist tätig, arbeitete unter anderem für den stern und den Spiegel, bis er sich ganz dem Krimischreiben widmete.

Seine Siggi-Baumeister-Geschichten haben Kultstatus, im Grafit Verlag sind erschienen: Eifel-Blues, Eifel-Gold, Eifel-Filz, Eifel-Schnee, Eifel-Feuer, Eifel-Rallye, Eifel-Jagd, Eifel-Sturm, Eifel-Müll, Eifel-Wasser, Eifel-Liebe, Eifel-Träume und Eifel-Kreuz.

»O du mein schönes Heimatland,

wo man das Sauerkraut erfand.

Wir preisen Dich und singen laut:

Frieden – Freiheit – Sauerkraut!«

Für Petra und Arno Sommer,

für die Crew von Roland Crump in Stroheich

ERSTES KAPITEL

Es war Samstagmorgen, der Sommer war heiß. Alle wichtigen Geschäfte vor dem Wochenende hatte ich erledigt: Brot gekauft, Margarine, Kaffee, zwei tellergroße Schnitzel, ein Glas Essiggurken, zwei Tafeln bittere Schokolade, eine Tüte Kekse. Ich lag im Garten unter der Birke und unterhielt mich mit meiner Katze Krümel, die dicht am Stamm auf dem Rücken lag und müde nach einer Fliege haschte, die ihr auf der Nase tanzen wollte. »Wir werden heute mit dem Wagen zum Steinbruch fahren und dort auf den Uhu warten. Er hat zwei Meter zwanzig Spannweite, und er braucht eine Zehntelsekunde, um dich fertigzumachen.«

Krümel drehte sich auf den Bauch, starrte gelangweilt in eine winzige Glockenblume, wandte sich ab und stellte sich mühsam auf die Beine wie eine Rentnerin am Ende ihrer Tage.

»Du könntest wenigstens Begeisterung zeigen. Oder so etwas wie Dankbarkeit, dass ich dich durchfüttere. Sie säen nicht, sie ernten nicht; ich finde dich mies.«

Sie schlich um die Ecke und war verschwunden, wahrscheinlich wartete irgendwo einer ihrer räudigen Lover auf sie. Ich stopfte mir die Ulivo von Morena und paffte in den heißen Himmel.

Ich musste eingedöst sein, denn ich wurde wach, weil Krümel dicht neben meinem Ohr einen zärtlichen Heulton vom Stapel ließ.

»Es ist Wochenende, ich habe frei!«, schnauzte ich.

Sie tänzelte ein paar Schritte ins tiefere Gras hinein, fuhrwerkte dort wild brummend herum, schüttelte irgendetwas sehr Blutiges wütend hin und her, kam dann erneut angelaufen und maunzte laut um Hilfe.

»Friss deine Maus gefälligst selbst«, erklärte ich. »Dauernd schleppst du die Leichen an, und ich soll sie auch noch mit dir teilen.«

Sie bewegte sich mit starren Katzenaugen rückwärts auf die Beute zu, sprang dann elegant auf sie drauf und legte mit hocherhobenem Maul eines meiner beiden Schnitzel dicht neben meinen Kopf.

»Bist du verrückt?«, schrie ich empört. Empörung machte keinen Sinn, weil wir eine Absprache haben: Ich teile mit ihr meine Käsebrote. Also war es vollkommen logisch, dass sie mein Schnitzel mit mir teilte.

»Mach dich vom Acker. Ich kann betrügerische Katzen nicht leiden!« Ich döste wieder ein.

Als sie mich dann zum zweiten Mal wach miaute, schon wieder eng neben meinem unschuldigen Ohr, hatte sie das zweite Schnitzel im Maul.

Das gab mir zu denken: Warum hatte ich die Schnitzel auf den Eisschrank gelegt, anstatt sie ordentlich in der Kälte zu deponieren?

Das Klingeln des Telefons riss mich aus meinen Gedanken. Lange überlegte ich, ob ich mich bewegen sollte. Schließlich stand ich doch auf, trottete ins Haus und nahm den Hörer ab: »Sie sprechen mit dem automatischen Siggi Baumeister. Ich bin zurzeit in Hollywood, nähere Auskunft erteilt Philip Marlowe. Wenn Sie allerdings …«

»Jetzt hör schon mit dem Scheiß auf«, schimpfte jemand außer Atem. »Nimm deinen Fotoapparat und fahr mit Vollgas nach Wiesbaum. Von Wiesbaum aus nach Flesten rüber. Mitten auf der Waldstrecke, dicht an der Straße hat irgendwer zwei Männer an zwei Bäume gebunden, Sack überm Kopf …«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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