Verlag: epubli Kategorie: Sachliteratur, Reportagen, Biografien Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2018

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E-Book-Beschreibung Ein besseres Leben - Marius Schuster

Marius Schuster flüchtete mit 14 Jahren auf abenteuerlichen Wegen aus seiner Heimat. 2017/2018 entschied er sich, von seinem Leben zu erzählen. Sein Motto ist: "Lebe im Hier und Jetzt; Ein besseres Leben entdeckt man nur in seinem eigenen HerzenMarius Schuster flüchtete mit 14 Jahren auf abenteuerlichen Wegen aus seiner Heimat. 2017/2018 entschied er sich, von seinem Leben zu erzählen. Sein Motto ist: "Lebe im Hier und Jetzt; Ein besseres Leben entdeckt man nur in seinem eigenen Herzen

Meinungen über das E-Book Ein besseres Leben - Marius Schuster

E-Book-Leseprobe Ein besseres Leben - Marius Schuster

Inhalt

Vorwort

Vorschau auf Band 2:

Autor

Impressum

Vorwort

Carpe Diem, liebe Leserinnen und Leser. Ich möchte mich an erster Stelle bedanken bei allen, die mir geholfen haben, das Buch zu schreiben und bei allen, die mich unterstützt haben. Danke, danke, danke!

Mein Name ist Marius Vascan, ich bin 1979 in Rumänien, und zwar in Medias, einer kleinen Stadt in der Provinz Hermannstadt (Sibiu) geboren. Mit 14 Jahren habe ich mich entschlossen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und habe mich auf die Suche nach Liebe und nach einem besseren Leben gemacht; die Suche war sehr emotional, traurig und anstrengend. Ich musste sogar mein Leben aufs Spiel setzen, nur um das normale humane Leben zu haben, aber ich bin mir bewusst, dass ich nicht der Einzige bin, der nach Liebe strebt. Es gibt viel schlimmere Fälle, dort wo Krieg herrscht und die Leute nichts zu essen und zu trinken haben; ich frage mich nur: Warum das alles? Oh ja, um zu überleben. Das ganze Leben ist ein Überlebenskampf, und zum Schluss mitnehmen können wir nichts außer einem schwarzen Anzug, und es bleibt nur Asche von uns übrig. Ist es das wert, sich so negativ zu benehmen? Ist es das wert, Kriege zu führen? Ist das das wert, sich gegenseitig zu hassen und sich gegenseitig zu vernichten? Ich denke und bin mir ganz sicher, dass es das NICHT wert ist. Wir werden alle als Engel geboren und wir streben alle nach Liebe und Geborgenheit. Wir Menschen sind das, was wir tun und nicht das, was wir sagen. Zusammen sind wir stark.

Ich habe dieses Buch geschrieben, ohne mir irgendwelche Mittel einzuschmeißen oder Alkohol zu trinken oder sonst was – ich habe dieses Buch geschrieben immer nur dann, wenn es mir danach war. Die Emotionen kann man nicht kaufen, genauso wie das Herz des Menschen. Perfekt bin ich auch nicht, und ein besseres Leben habe ich nicht gefunden. Ein besseres Leben findet man nicht, ein besseres Leben entdeckt man im eigenen Herzen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit dem Buch, und machen Sie das Beste aus ihrem Leben, ohne anderen Wesen Schmerzen oder Leid zuzufügen. Peace!

Der 14-jährige Babu sitzt auf einer Bank am Rande des Parks mit der Aussicht auf den Basketballplatz und schaut zu, wie Jugendliche Basketball und Fußball auf dem Sportgelände spielen, und am Straßenrand sitzt einer, der bettelt, und nebenan eine Frau, die geröstete Sonnenblumenkerne in Tüten verkauft. Babu steht auf und holt sich eine Tüte. Und während er geht, isst er die Sonnenblumenkerne …

Nach dem Tod von Nicolae Ceausescu und dem Sturz des gesamten Regimes in Rumänien beantragten sehr viele Rumäniendeutsche ein Visum, um nach Deutschland zu kommen. Was auch sehr viele einheimische rumänische Bewohner wollten, und sie versuchten, sich illegal über die Grenze zu schleichen. Es herrschte Chaos an der Grenze und im ganzen Land.

Ein schöner, sonniger Tag beginnt und die Sonne strahlt über dem Blumenhügel, und Babu, ein 14-jähriger Junge, läuft durch die Blumen und lacht vor Freude. Babu wuchs in einer sehr problematischen und chaotischen Familie auf, da der Vater immer zum Alkohol griff und sehr aggressiv wurde, so dass er alle schlug. Babu hatte noch zwei Brüder, einen kleinen und einen großen, und noch eine große Schwester. Eines Tages konnte Babu die Schläge und den Zorn seines Vaters nicht mehr ertragen und nahm sich vor, von zu Hause abzuhauen. Babu war ein begeisterter Fußballspieler und konnte sich sehr schwer von seinem Fußball trennen. Er nahm ihn überall mit hin. Er hatte den Ball immer dabei, denn er packte ihn in ein durchsichtiges Netz mit einer Halteschnur und kickte ihn dabei unterm Gehen. Der Junge spielte überall auf den Straßen, auf Beton oder Steinen oder zwischen den Autos, egal wo, und auch barfuß war es für ihn kein Problem.

An einem sonnigen Tag, als Babu von der Schule kam und sich vor dem Häuserblock befand, zog er seinen Schulranzen aus und schmiss ihn auf die Sitzbank, und dabei rief ihm der Vater vom Balkon aus zu: »Du Vollidiot, die Bank habe ich neu gestrichen!« Babu lief erschrocken hin, nahm den Schulranzen und legte ihn auf den Boden. Auf die Betonstraße vor der Haustüre, wo auf der linken Seite viele Autos geparkt hatten; dort spielten Kinder Fußball. Babu lief hin und spielte mit. Nach kurzer Zeit sagten die beiden Mitspieler zu Babu: »Vorsicht!«, aber Babu konnte nichts mehr sagen und spürte einen vollen Blumentopf auf seinem Rücken, dann fiel er mit dem Gesicht zuerst auf den Boden. Und der Vater schrie sehr laut: »Spinnst du, du Vollidiot, du spielst mit den neuen Schuhen Fußball!!! Komm sofort hoch«! Babu stand auf, packte weinend seinen Schulranzen und ging hinauf. Als er an die Türe kam, gab ihm der Vater gleich eine kräftige Ohrfeige, zog ihn in die Wohnung hinein und machte die Tür zu. Der Vater zerrte Babu an der Hand ins Bad, nahm die Haarschneidemaschine und verpasste ihm eine Glatze. Babu weinte und weinte und der Vater sagte: »So, jetzt kannst du immer zu Hause bleiben, und die Schuhe halten auch länger«. Als die Mutter von der Arbeit heimkam und Babu weinen hörte, ging sie ins Zimmer, um nach ihm zu sehen, und als sie sah, dass er wie ein Häufchen Elend dasaß, nahm sie ihn in den Arm und sagte: »Warum weinst du, mein Sohn? Wer hat dir die Haare so geschnitten?« Babu sagte: »Papa«, und die Mutter wurde sehr sauer und ging in die Küche, wo der Vater am Tisch sein Glas Raki trank und sagte: »Warum hast du denn dem Jungen die Haare abgeschnitten? Bist du nicht mehr normal? Was soll das?« Dann hörte Babu aus seinem Zimmer, wie der Vater schimpfte: »Du Schlampe, was willst du«, und einen lauten Knall. Der Vater hatte sie geschlagen und auf den Boden geworfen. Als sein Sohn das hörte, stand er von seinem Bett auf, ging in die Küche, sagte: »Lass meine Mutter in Ruhe«, und ging dazwischen. Der Vater schubste Babu zu Boden und sagte: »Ihr seid nichts«, hockte sich wieder hin und trank seinen Raki. Die Mutter stand vom Boden auf, half auch Babu auf und verließ den Raum.

Der Vater schlug die Kinder und deren Mutter, seine eigene Frau, mit der Faust. Es war zu dieser Zeit sehr bedrückend. Wenn der Vater nach Hause kam, versteckten sich die Kinder unter dem Bett oder dem Tisch vor Angst.

Babu sagte zu seiner Mutter: »Ich werde weit weit weggehen eines Tages. Ich halte das nicht mehr aus, und das macht mich traurig, dass ich jetzt schon weiß, dass ich fortgehen muss.« Seine Mama schaute ihn an, sagte: »Mein Sohn!« und umarmte ihn ganz fest.

In der Stadt Medias in Rumänien wuchs Babu auf, und in dieser Stadt gab es eine große Anzahl von Kriminellen und Zigeunern. 45 Prozent der Bevölkerung waren Zigeuner – Diebe und Kriminelle. Mit vierzehn beschloss Babu zum ersten Mal, von zu Hause abzuhauen, und das tat er auch spät am Abend, während die ganze Familie schlief; Babu kletterte hinunter vom Balkon im ersten Stock über das durchgehende Gasleitungsrohr an der Außenfassade. Dann ging er alleine in die Stadt und hockte sich auf eine Bank mitten im Stadtpark. Die Grünanlagen waren voll mit roten Rosen und beleuchtet; es war so schön, und Babu saß einfach da bis zum Morgen, hing seinen Gedanken nach, schaute einfach ins Leere und genoss die Ruhe.

Gegen 5 Uhr früh, als er genug Ruhe getankt hatte, machte er sich auf den Heimweg. Als er zu Hause ankam, kletterte er leise hoch auf die Gasleitung bis zum 1. Stock und stieg über den Balkon ein, ohne dass jemand ihn bemerkte. Es war sehr gefährlich, auf den Balkon hochzuklettern, denn unten war ein Betonboden. Massive Holzsitzbänke und ein Zaun aus Eisen mit Spitzen obendrauf. Das war dem Jungen aber egal.

Und so haute er immer abends von zu Hause ab, ohne dass die Eltern es merkten, und lernte sehr viele Leute kennen, die ihn überallhin mitnahmen in Bars, Cafés und Diskotheken. Diese Leute waren alle Zigeuner, Kleinkriminelle, Diebe und Betrüger. Es war für Babu ein sehr schlechter Umgang, aber die Leute liebten Babu, weil er mutig war und viel Energie hatte und sich vor nichts fürchtete. Babu lernte dann zu klauen und zu betrügen und fing an zu rauchen. Er ging dann auch immer seltener in der Schule, oder er ging zwar in die Klasse, meldete sich als anwesend, machte jedoch mitten im Unterricht das Fenster auf, und während der Lehrer mit dem Rücken zur Klasse stand und an die Tafel schrieb, schmiss Babu seinen Schulranzen aus dem Fenster und sprang dann auch hinterher. Anschließend ging er in die Stadt und traf sich mit seinen Diebesfreunden.

Eines Tages machte Babus Lehrerin einen Hausbesuch bei Babu, um mit den Eltern zu reden.

Als die Lehrerin an die Tür klopfte und der Vater sie hereinließ, schlich sich Babu unauffällig und leise hinaus, weil er schon wusste, was danach auf ihn zukommen würde. Als er sich davongestohlen hatte, ging er alleine auf den Hügel mit den Blumen, lief mitten hinein und lachte und strahlte voll Freude und Glück, weil diese schöne Umgebung ihn alles Negative vergessen ließ.

Als Babu wieder nach Hause zurückkam und zur Tür hineinging, sah er den Vater am Küchentisch mit seinem Glas Raki und auf dem Tisch einen langen, breiten Ledergürtel.

Babu wurde damit grün und blau geschlagen; ohne Rücksicht prügelte sein Vater auf ihn ein. Der Junge schrie vor Schmerz, aber er vergoss keine einzige Träne – Er war abgehärtet und hatte schon gewusst, womit er rechnen musste. Aber er wusste auch, dass er eines Tages sein Leben selbst in die Hand nehmen musste und ganz groß rauskommen würde. All die Schläge waren nutzlos, denn Babu konnte nicht von all den Dingen abgehalten werden, die er tun wollte. Fußball spielte er auch nicht mehr und hing nur noch mit zwielichtigen Leuten herum, die alle 30 bis 40 Jahre alt waren. Babu war der Kleinste, aber er wurde mit viel Respekt behandelt von den Großen, weil er ein schlaues, flinkes und unkompliziertes Kind war.

Eines Samstags ging Babu in die Stadt zu einem bekannten Café und setzte sich auf die Terrasse. Die Cafébar hieß ›ZUM GLÜCK‹. Die Sonne strahlte und es war sehr heiß, ein wunderbarer Tag.

Babu sitzt da und genießt die Sonne, als ihn jemand von der Seite an der Schulter anfasst und sagt: »Babu! Was machst du hier? Musst du nicht in der Schule sein?« Babu schaut die Person an und antwortet: »Hallo Maria! Was machst du hier?« Babu lacht dabei und sagt: »Ich möchte ein Wasser trinken, bitte.« Sie schaut ihn sehr überrascht an und geht dann an den Tresen. Maria ist Babus Nachbarin, die im Erdgeschoss wohnt.

Gegenüber Babus Tisch saßen zwei Typen um die vierzig, die sehr elegant angezogen waren. Einer hatte am Hals eine dicke Goldkette und an den Fingern viele Goldringe. Der Typ stand auf und sagte zu seinem Freund: »Ich gehe mal auf die Toilette.« Als er an Babus Tisch vorbeiging, fixierte Babu seinen Blick und scannte ihn von Kopf bis Fuß. Die Seidenhose und die Wildlederschuhe waren toll. Als er Richtung Toilette ging, holte sein Freund, der jetzt alleine am Tisch saß, ein Bündel mit gerollten Geldscheinen hervor und fing an, sie unter dem Tisch zu zählen.

Babu beobachtete ihn die ganze Zeit und stellte fest, dass es kein rumänisches Geld war. Als der Typ wieder von der Toilette kam, schaute er im Vorbeigehen zu Babu herüber und setzte sich wieder neben seinen Freund. Dann reichte ihm der Freund das Bündel gerollte Geldscheine, schaute ihn an und sagte: »Das sind 6500 deutsche Mark.« Er sah sich dann nach rechts und links um, nahm das Bündel und steckte es in die Hosentasche. Der Typ saß genau gegenüber von Babu und somit genau in seinem Blickwinkel und hatte schon bemerkt, dass der Junge ihn die ganze Zeit fixierte. Der Typ machte seinem Freund gegenüber Andeutungen, dass Babu immer in ihre Richtung schaute. Der Junge hörte die ganze Zeit über das gesamte Gespräch mit an, und sie erzählten einiges über Deutschland. Der eine sagte, dass er in einer Woche in Deutschland 10.000 Mark und 5 kg Gold rauben könnte. Der andere Typ hörte ihm aufmerksam und konzentriert zu.

Babu war begeistert und lauschte weiter, bis er zum zweiten Mal bemerkt wurde; dann redeten die Typen gar nichts mehr. Babu war sehr schön und elegant angezogen: einen weißen Rollkragenpulli, eine feine Stoffhose und feine Schuhe und einen Mantel, den er von seinem Vater geklaut hatte und der fast bis zum Boden ging, zu lang und zu groß, sodass Babu fast die Straßen kehrte damit, aber ihm machte das nichts aus; er liebte diesen Ledermantel.

Nachdem die Typen Babu bemerkt hatten, stand er langsam auf und ging langsam und cool zu ihnen an den Tisch. Als Babu vor ihnen stand, schauten die beiden Typen ihn an und sagten nichts, aber Babu sagte mit klarer, deutlicher Stimme ganz direkt: »Wieviele Lei kostet es mich, nach Deutschland zu gehen?«[1]1 Die zwei Typen fingen auf einmal an zu lachen, machten sich lustig über Babu und meinten: »Hey, Zorro! Wir nehmen nur deutsche Mark!«, und dann fingen beide wieder laut an zu lachen. Bis einer von der Typen Babu mit dem Zeigefinger deutete, dass er weggehen sollte, und der Junge drehte sich um und ging an die Bar, bezahlte sein Getränk und ging wieder hinaus. Dabei fragte er die Kellnerin Maria, welche auch seine Nachbarin war: »Was sind das für Leute? Wer sind diese zwei Typen da draußen?« Maria antwortete: »Was möchtest du von solchen Leuten?! Du sollst die Finger von diesen Verbrechern und Kriminellen lassen.« Babu schaute sie an und bezahlte, drehte sich um und ging Richtung Ausgang. Maria schaute ihm hinterher und fing an zu lachen über seinen langen Ledermantel, der am Boden schleifte.

Auf dem Weg ins Zentrum stellte sich Babu vor, wie er eines Tages ein tolles Auto fährt und sehr schicke Klamotten trägt, viel Geld hat und am Hals und an den Fingern viel Goldschmuck. In seine Gedanken versunken übersah er plötzlich ein Auto, und der Fahrer, der eine Vollbremsung machen musste, machte sein Fenster auf und schrie Babu an: »Bist du noch ganz sauber? Du Träumer!« und fuhr weiter. Babu, der fast zu Boden gefallen war, war sehr erschrocken, schaute den Fahrer an und sagte: »Auf Wiedersehen«, schrie ihm aber dann auch noch hinterher: »Danke!« und ging weiter in die Stadt.

Babu hielt sich immer im Ortszentrum auf und kannte sehr viele Leute, die viel älter waren als er, und er war für sie ein junger Mann, dem man vertrauen und Aufgaben geben konnte, ohne sich Sorgen zu machen, dass sie nicht erledigt werden würden. Er hatte Umgang mit vielen Händlern und Geldwechslern in der Stadt. Sie mochten den Jungen sehr gerne, denn er war vertrauenswürdig, klug und schnell. Babu blieb bis spät am Abend in der Stadt; dann ging er heim unter die Dusche. Und ganz brav zog er seinen Pyjama an und ging ins Bett. Er wartete, bis alle schliefen, zog sich um, ging auf den Balkon, kletterte wieder hinunter vom ersten Stock und ging in die Stadt bis früh morgens um 4. Dann kehrte er wieder nach Hause zurück und legte sich ins Bett mit seinem kleineren und seinem älteren Bruder. Die große Schwester hatte ihr eigenes Zimmer und ihr eigenes Bett.

Um 7 Uhr stand Babu auf, um zur Schule zu gehen, war aber total müde und kaputt nach nur 2 Stunden Schlaf. Er zog sich an und wartete, bis alle zur Arbeit und zur Schule gingen, dann zog er sich wieder aus, legte sich hin und schlief bis mittags um 12. Als er dann aufgestanden war, zog er sich gleich an und ging runter zu Nachbarin Maria, um sie über die zwei Typen aus dem Café auszufragen. Er klopfte an die Tür. Maria machte auf und rief überrascht: »Hallo Babu! Hast du schon Schule aus?« Babu schaute sie an und sagte: »Ja, Maria, heute ist Freitag und wir haben früher aus.«

»Komm doch rein!«, sagte sie und machte gleich die Türe hinter ihm zu. Sie warf sich ihm an den Hals, küsste ihn mit Leidenschaft und Lust, warf den jungen Mann auf ein Sofa und legte sich zu ihm. Babu war natürlich sehr überrascht und etwas erschrocken und machte bereitwillig mit. Sie zog Babu und sich selber schnell aus, und dann griff sie nach seiner Hand und Babu fiel nackt auf sie.

Auf einmal kam der kleine Bruder von Maria von der Schule nach Hause und klopfte an die Tür. Maria schubste Babu schnell vom Sofa hinunter, so dass er auf den Boden fiel und sich wehtat. Sie stand auf, zog sich schnell an und sagte zu Babu: »Komm, schnell schnell, mein Bruder kommt von der Schule!«

Auch der Junge zog sich hurtig wieder an, ging in die Küche und hockte sich an den Tisch. Sie machte auf und der Bruder kam herein, sah Babu in der Küche und sagte: »Hallo Babu! Wo warst du heute? Keine Schule?« Babu schaute ihn an und sagte: »Ich habe heute Praktikum gehabt in der Stadt bei einer Bank!« und grinste. Maria kam dann auch in die Küche und Babu fragte sie neugierig: »Maria, was hast du genau gemeint wegen diesen Typen aus dem Café?«

Maria wiegte den Kopf hin und her und sagte: »Babu, diese Typen sind Verbrecher und gehen über Leichen, sie sind skrupellos, und am besten halte dich ganz fern von diesen Leuten.« Sie fuhr fort: »Die treffen sich ungefähr jede dritte Woche bei uns im Café und reden über Geschäfte und Menschenschmuggel nach Deutschland. Also bitte fernhalten von denen!«