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Angie, die eigentlich Angelika heißt, bewirbt sich als Sekretärin. Aus Jux und Spaß auch als Sekretärin auf ein Inserat das mit Sex zu tun hat. Das Bewerbungsgespräch verlief katastrophal! Und das andere auf Sex aufgebaute Bewerbungsgespräch verlief total anders… Bernd, der beide Inserate aufgegeben hatte, entpuppte sich zuerst als geiler Schnösel und bei dem Sex Inserat als total netter Mann. Dann stellt es sich noch heraus, dass sie vieles gemeinsam haben. Und was hat seine Mutter damit zu tun? Und seine Ex ist auch total komisch und neugierig. Sie hat ein Restaurant und ein Hotel in dem zu zwangsläufig übernachten müssen … Und die Gemeinsamkeiten hören nicht auf …
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Seitenzahl: 98
Veröffentlichungsjahr: 2022
Ein Engel Namens
Angie
(Angelika)
Das Vorstellungsgespräch!
Angie:
Mit Ärger und Wut im Bauch ging ich in das Kaffee, wo ich gleich meinen nächsten Termin hatte. Ich wollte mir meinen Ärger mit einem Glas Bier runterspülen. Ließ es dann doch sein. Wer weiß wie es ankommt.
So bestellte ich mir nur ein Glas Cola. Die rote Rose, das Erkennungszeichen, legte ich auf den Tisch, gut sichtbar hin und wartete auf mein Getränk. Und dachte noch an mein unmögliches Vorstellungsgespräch.
Das Inserat hörte sich gut an. Die Stelle war zwar etwas weiter weg als meine jetzige, wurde aber besser bezahlt. Ich war ja frei und konnte mir hier eine Wohnung suchen. Ich hatte mir den heutigen Tag frei genommen. Damit ich keinen Stress hatte. Da ich auch noch auf einer anderen Seite ein anderes interessantes Inserat fand, mit einem zweideutigem Angebot, was natürlich noch besser bezahlt würde. Warum nicht auch mal was anderes machen als nur den normalen Alltagsjob? Und wenn der Chef vielleicht noch attraktiv war? Mal sehen. Hoffentlich verlief dieses Gespräch besser als das vorherige.
***
Zurück zum Vorstellungsgespräch:
Der Chef war ein arroganter Schnösel. Schätzungsweise in meinem Alter. Er gab sich ganz von oben herab. Von Anfang an. Sah mich auch ganz genau von oben bis unten an. Ich hatte mich Gott sei Dank für einen Hosenanzug entschieden, und nicht für das Kostüm, wo der Rock über dem Knie endete. Das hätte ihm sicher gefallen.
‚So ein geiler Bock!‘, dachte ich mir.
Beanstandete an diesem und jenem herum und fragte mich dann auch noch in arroganter weise, was ich davon halten würde, wenn der Chef mal die Hand auf den Po legen würde oder schon mal tiefer in den Ausschnitt sieht? Ok, wenn es jetzt dieser Termin wäre, würde ich sagen, dass ich dann den Chef aufgeilen würde und wenn dadurch Überstunden anfallen die gut bezahlt werden, kein Problem, aber hier musste ich demonstrative ablehnen.
„Ich würde dem Chef höflichst darum bitten, das nicht wieder zu machen ansonsten müsste ich ihn wegen Sexueller Belästigung anzeigen.“
So ein arroganter Mann. Und dann lächelte er noch unverschämt. Gut dass ich dann auch bald gehen konnte. Er sah demonstrativ immer wieder auf die Uhr, als ob es ihm schon zu viel oder zu langweilig wurde. Oder hatte er noch einen Termin?
***
Ich sah jetzt auch mal auf die Uhr. Es war schon 11 Uhr vorbei und mein ‚Date‘ war noch nicht da. Die Kellnerin hatte inzwischen meine Cola gebracht und ich nahm einen großen Schluck davon. Ich dachte wieder an mein Date. Wir hatten schon einige Mails geschrieben und fanden uns ganz nett, darum wollten wir uns ganz zwanglos treffen. Fotos hatten wir uns keine geschickt. Wir wollten uns in Natura kennen lernen und darum brauchte ich diese rote Rose als Erkennungszeichen. Er meinte auch: „Fotos sind nicht aussagekräftig, das Feeling muss rüber kommen. Und das kommt nicht von einem Foto.“
Es war die letzte Rose die das Geschäft noch hatte. Zum Glück, ansonsten hätte ich mir etwas einfallen lassen müssen.
Für Mai war es schon ziemlich heiß. Ich zog meine Jacke aus, darunter hatte ich nur ein Top an, und legte sie auf den Sessel neben mir. Leider fiel mir bei dieser Aktion die Rose runter. Ich wollte sie gerade aufheben, als ein Mann sie mir schon überreichte, mit den Worten: „Wer wird denn die Rose wegschmeißen, darf ich meine dazulegen, damit sie nicht so einsam ist?“
***
Bernd:
Ich dachte ich spinne. Die Frau mit der ich vorhin noch das Bewerbungsgespräch hatte, saß hier mit einer Roten Rose auf dem Tisch. Die einzige die eine Rose hatte. Sie gefiel mir auf Anhieb, aber irgendwie stach mich der Hafer und ich provozierte sie. Sie behielt die Haltung und lief nicht weinend oder wütend raus wie die anderen. Ich glaube wütend war sie schon, doch sie zeigte es nicht. Das wäre eine gute Sekretärin, dachte ich mir. Mal sehen wie sie hier darauf reagiert. Ich bestellte bei der vorbeilaufenden Kellnerin einen Kaffee und ging auf sie zu. Sie zog sich gerade die Jacke aus und ihr fiel die Rose vom Tisch.
Angie:
Bei diesen Worten lief ein Schauer über meinen Rücken und ich hätte die Jacke sofort wieder anziehen können. Diese Stimme kannte ich doch. Sie erinnerte mich an mein Vorstellungsgespräch und dann sah ich auch schon in die arroganten Augen dieses Kerls. Was machte der hier und wieso hatte der eine rote Rose? Ich war so überrascht, dass ich kein Wort heraus brachte.
„Hallo ich bin Bernd, bzw. weißer Tiger. Und du musst dann weiße Taube sein. Denn sonst hat keine eine rote Rose auf dem Tisch liegen.“
Ich war immer noch so überrascht und verwirrt, dass ich kein Wort raus brachte und ihn nur anstarrte. Die Kellnerin brachte ihm auch schon den Kaffee. Jetzt war ich noch mehr überrascht. Er stellte sich alles zu recht und fing an den Kaffee umzurühren. Ich sah ihn nur an. Er blieb ganz ruhig. Kein Wort, dass wir uns vorhin schon begegnet sind.
„Was hat dich bewogen auf dieses Inserat zu antworten?“, fragte er ganz ruhig.
Kein Wort von vorhin. Keine Andeutung, dass wir uns kennen. Als wäre er jetzt ein anderer. Auch sah er jetzt gar nicht so arrogant aus. Zuerst wollte ich ihn schon fragen, was denn das soll und was er sich anmaßte. Aber war das der gleiche Mann? Er sah zwar so aus und die Stimme war die gleiche, aber es könnte ja sein Zwillingsbruder sein, der von dem anderen Gespräch nichts weiß? Ich spielte mit. Im Prinzip war ich jetzt auch eine andere Person.
‚Weiße Taube!‘
„Ich suche einen anderen Job, weil es mir in meiner jetzigen Firma nicht gefällt. Und es auch bald Umstrukturierungen gibt, sprich Entlassungen, will ich dem zuvorkommen und suche etwas anderes“, das betonte ich ein wenig mehr.
„Und man muss ja nicht immer das normale suchen, man kann ja mal was anderes versuchen. Somit habe ich es mal ausprobiert und sitze jetzt hier und warte auf deine Fragen. Aber zuerst habe ich noch eine Frage, wenn ich sie stellen darf?“
Ich sah ihn an und wartete ab. Er wurde doch ein wenig unruhig und sagte: „Ja Bitte“
„Wieso hast du dort diese Anzeige aufgegeben?“
Ich wollte noch sagen ‚….und ein normales Inserat.‘, aber das unterlies ich.
Mal sehen was passierte. Ich tat jetzt auch so, als würde ich ihn nicht kennen, als wäre er jetzt eine andere Person. Inzwischen war mir ja wieder sein Name eingefallen. Bernhard Wagner. Er sah mich kurz an, nahm einen Schluck Kaffee, stellte ihn ganz langsam hin, so als müsse er Zeit gewinnen.
„Weil ich sehen wollte, wer und wie viele sich auf das Inserat melden. Um deiner Frage vorzugreifen, es waren einige die sich meldeten, aber nur wenige interessante Frauen.“
Ja ich war neugierig wie viele sich gemeldet hatten.
„Einige habe ich gleich abgesagt, andere habe ich mal angeschrieben, aber es blieben dann nur drei zur engeren Auswahl übrig. Mit den beiden anderen habe ich mich schon getroffen. Der ersten habe ich schon abgesagt. Die wollte mich doch gleich verführen und abzocken. Weil sie meinte, wir könnten gleich in ihr Hotel gehen und sie könnte mir dort ihre Qualifikationen zeigen, aber sie war erstens nicht mein Typ und zweitens hatte sie vergessen in der Mail etwas zu erwähnen.“
Er machte eine Pause und sah mich an. Ich sah ihn auch ruhig an und wartete ab. Als ich nichts sagte und nur abwartete sprach er weiter.
„Sie wog über 100 kg schätzungsweise und wollte mich nach Strich und Faden ausnehmen. Sie schrieb nur ‚etwas mehr mollig‘ Wäre ja auch nichts einzuwenden gewesen. Ich bedankte mich sehr und sagte, dass leider nichts daraus wird und verschwand.
Mit der anderen traf ich mich gestern und die war das Gegenteil. Zwar schlank, stand aber auf BDSM, nein nicht sie schlagen sondern sie wollte Domina spielen und mich total unterwerfen. Das versuchte sie zweimal während des Gesprächs, dann war sie auch Geschichte. Was ich mir erwartet habe, frag mich nicht. Ich habe es auch nur ausprobiert, so wie du anscheinend. Und jetzt war ich auf die dritte noch neugierig. Die sieht derzeit vielversprechend aus, aber das sehen wir zum Schluss. Und was für Interessen hast du? Oder was hast du dir vorgestellt, was sein wird oder sein könnte?“
Jetzt warf er mir den Ball wieder zu. Zuerst betrachtete ich ihn genauer und ließ mir noch etwas Zeit. Er sollte etwas schmoren. Bei der Kellnerin die gerade vorbei ging bestellte ich mir rasch noch eine Cola. Ich brauchte etwas um meine Nerven zu beruhigen. Also wenn er vorhin bei dem Vorstellungsgespräch auch so gewesen wäre, wäre es sicher anders verlaufen.
„Ich habe mir gar nichts vorgestellt.“
Er zog seine Augenbraue etwas hoch und fing wieder an spöttisch zu grinsen. Wieder wie vorhin.
„Naja vorgestellt schon, aber nicht so intensiv. Ja das ich mit dem Chef zusammen arbeite, vielleicht mal ein Quicke drinnen ist oder ein paar gut bezahlte Überstunden. Oder Auslandsaufenthalte. So in der Art wie man es sich eben vorstellt, wenn der Chef mit der Sekretärin eine Affäre hat. Das wäre eben meine Vorstellung, kein Ausnehmen, keine Schläge, keine Erniedrigung. Eben ein zusammenarbeiten mit etwas Spaß und Sex.“
Die Kellnerin brachte mir mein Cola und fragte ihn: „Herr Wagner wollen sie auch noch etwas zum Trinken?“
Da fiel mir ein, dass er geschrieben hatte, dass wir uns in seinem Lieblings Café treffen. Darum hatte er sofort seinen Kaffee bekommen und die Kellnerin kannte ihn mit Namen.
„Ja gerne, eine Cola auch bitte.“
Die Kellnerin ging sofort und brachte es bald. Wir blieben nach diesem Gespräch nur ruhig sitzen und jeder hing seinen Gedanken nach. Als die Kellnerin die Cola hingestellt hatte, nahm er es und sagte: „Prost, … weiße Taube?“, und sah mich an.
Ich hatte mich noch nicht vorgestellt in der Verwirrung. Anscheinend hat er ihn sich vom Vorstellungsgespräch nicht gemerkt. Aber ich hatte ihn auch nie in einem Mail geschrieben wie er. Wir nannten uns nur Weiße Taube und Weißer Tiger.
„Angie. Alle sagen Angie zu mir statt Angelika.“
Ich nahm auch mein Glas und wir stießen an.
„Prost Angie. Auf dass wir nie mehr so einen Blödsinn machen.“
Ich musste lachen und das Eis war gebrochen. Wir erzählten uns dann noch was wir in dem Portal in der kurzen Zeit, schon erlebt hatten. Die Zeit verging wie im Fluge. Er sah auf seine Uhr und meinte dann: „Angie, ich lade dich jetzt zum Essen ein. Ich hoffe, du musst noch nicht nach Hause. Und du traust dich mit einem solchen Typen wie mir alleine wohin?“
Ich bedankte mich und nahm es an. Mich zog es nicht nach Hause, weil auch keiner dort auf mich wartete. Denn ich wurde immer neugieriger, denn er gefiel mir immer besser, je länger ich mit ihm zusammen saß. Er war total anders als vorhin. Was hatte ihn da bewogen so missgelaunt und gemein zu sein? Er sagte mir noch wo ich mein Auto parken konnte ohne Gebühren zu zahlen und von dort wollte er mich dann abholen. Ich fand es dann auch leicht, parkte stieg aus und wartete auf ihn. Ich sah immer zu der Einfahrt und wartete auf eine Nobelkarosse. Es kamen einige rein, nur keine Nobelkarosse. Ich dachte schon, dass er es vergessen hatte oder er aufgehalten wurde. Da hielt auf einmal ein weißes Auto an. Und raus sah, ER! Aber das war keine Nobelkarosse!
***
Bernd:
