Verlag: Lukeman Literary Management Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2018

Ein Klagelied für die Prinzessin (Ein Thron für Schwestern —Buch Vier) E-Book

Morgan Rice  

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E-Book-Beschreibung Ein Klagelied für die Prinzessin (Ein Thron für Schwestern —Buch Vier) - Morgan Rice

“Morgan Rices Vorstellungskraft ist grenzenlos. In einer weiteren Reihe, die genauso unterhaltsam wie die vorherige scheint, erzählt uns EIN THRON FÜ SCHWESTERN die Geschichte von zwei Schwestern (Sophia und Kate), Waisen die darum kämpfen in der grausamen und anstregenden Welt des Waisenhauses zu überleben. Ein sofortiger Erfolg. Ich kann es kaum erwarten den zweiten und dritten Band zu lesen!“ --Books and Movie Reviews (Roberto Mattos) Von #1 Bestseller Morgan Rice stammt eine unvergessliche neue Fantasyreihe. In EIN KLAGELIED FÜR DIE PRINZESSIN (Ein Thron für Schwestern – Buch vier), kämpft Sophia 17 um ihr Leben und versucht sich von einer Wunde die ihr von Lady D’Angelica zugefügt wurde zu erholen. Werden die neuen Kräfte ihrer Schwester Kate ausreichend sein, um sie zurück ins Leben zu holen? Das Schiff segelt mit den Schwestern zum entfernten und exotischen Land ihres Onkels, ihre letzte Hoffnung und die letzte bekannte Verbindung zu ihren Eltern. Dennoch ist die Reise heimtückisch und selbst wenn sie ihn finden, wissen die Schwestern nicht, ob ihr Empfang warm oder feindlich sein würde. Kate verpflichtet sich der Hexe und findet sich selbst in einer immer verzweifelteren Situation – bis sie einen Hexenmeister findet, der vielleicht das Geheimnis ihrer Freiheit bereithält. Sebastian kehrt zum Hof zurück, todunglücklich und verzweifelt ohne zu wissen, ob Sophia noch am Leben ist. Als seine Mutter ihn zwingt Lady D’Angelica zu heiraten, weiß er das es Zeit ist alles zu riskieren. EIN KLAGELIED FÜR DIE PRINZESSIN (Ein Thron für Schwestern – Buch Vier) ist das vierte Buch einer überwältigenden neuen Fantasiereihe, voll von Liebe, gebrochenem Herzen, Tragödie, Abenteuer, Magie, Schwertern, Hexen, Drachen, Schicksal und nervenaufreibende Spannung. Ein fesselndes Buch, gefüllt mit Charakteren die Sie faszinieren werden und eine Welt, die Sie niemals vergessen werden. Buch #5 in der Reihe wird bald veröffentlicht werden. “[EIN THRON FÜR SCHWESTERN ist ein] starker Auftakt zu einer Reihe die eine Kombination aus lebhaften Protagonisten und herausfordernden Umständen hervorbringen wird, um nicht nur junge Erwachsene, sondern auch erwachsene Fantasy-Fans, die epische Geschichten von mächtigen Freundschaften und Gegnern suchen, gründlich zu fesseln.“ --Midwest Book Review (Diane Donovan)

Meinungen über das E-Book Ein Klagelied für die Prinzessin (Ein Thron für Schwestern —Buch Vier) - Morgan Rice

E-Book-Leseprobe Ein Klagelied für die Prinzessin (Ein Thron für Schwestern —Buch Vier) - Morgan Rice

EIN KLAGELIED FÜR PRINZEN

Morgan Rice

Morgan Rice ist #1 Bestseller und der Bestseller Author von USA Today der epischen Fantasy-Reihe DER RING DER ZAUBEREI, die aus siebzehn Büchern besteht; von der #1 Bestseller Reihe DER WEG DER VAMPIRE, die aus zwölf Büchern besteht; der #1 Bestseller Reihe DIE TRILOGIE DES ÜBERLEBENS, ein postapokalyptischer Thriller, der aus drei Büchern besteht, die epische Fantasie Reihe VON KÖNIGEN UND ZAUBERERN, die aus sechs Büchern besteht; der epischen Fantasie Reihe FÜR RUHM UND KRONE, die aus 8 Büchern besteht; und die neue epische Fantasie Reihe EIN TRHON FÜR SCHWESTERN. Morgans Bücher sind in Audio und Druckausgabe und in 25 Sprachen übersetzt erhältlich.

Morgan hört gerne von Ihnen, schauen Sie also gerne einmal bei www.morganricebooks.comvorbei und melden Sie sich für die Mailingliste an. Erhalten Sie ein kostenloses Buch, kostenlose Werbegeschenke, laden Sie sich eine kostenlose App herunter, erhalten Sie die neusten exklusiven Nachrichten, verbinden Sie sich bei Facebook und Twitter und bleiben Sie in Kontakt!

Entscheiden Sie sich für Morgan Rice

“Wenn Sie glauben, dass es keinen Grund gibt, nach dem Ende der SORCERER’s SERIEN weiterzuleben, dann liegen sie falsch. In AUFSTIEG DES DRACHEN bietet Morgan Rice etwas, was eine weitere brilliante Reihe zu werden verspricht, sie zieht uns in eine Fantasie voll von Trolls und Drachen, mit Mut, Ehre, Werten, Magie und Glauben an das Schicksal. Morgan hat es wieder einmal geschafft eine starke Reihe an Charakteren zu erstellen, die uns auf jeder Seite begeistern … Empfohlen für die dauerhafte Bücherei von allen Lesern, die gut geschriebene Fantasy lieben.”

--Bücher und Filme Bewertung

Roberto Mattos

 “Eine aktionsgeladene Fantasy die sicher die Fans von Morgen Rices vorherigen Novellen erfreuen wird, zusammen mit den Fans von Büchern wie THE INHERITANCE CYCLE von Christopher Paolini … Fans von junger Erwachsener Fiktion werden dieses neueste Werk von Rice verehren und noch mehr haben wollen.”

--The Wanderer, Ein Literatur Journal (in Bezug auf Rise of the Dragons)

“Eine inspirierte Fantasie, die die Elemente von Mystery und Intrigien in seine Hauptgeschichte bringt. A Quest of Heroes geht vor allem um Mut und darüber einen Sinn im Leben zu erkennen, der zu Wachstum, Reife und Exzellenz führt … Für diejenigen die gehaltreiche Fantasie Abenteuer suchen, die Protagonisten, Mittel und Aktionen bieten ein kräftiges Set an Zusammentreffen, die sich gut auf Thors Evolution von einem verträumten Kind in einen jungen Erwachsenen konzentriert, mit unmöglichen Überlebenschancen …Nur der Anfang von dem, was verspricht eine epische, junge Erwachsenereihe zu werden.”

--Midwest Book Review (D. Donovan, E-Book Bewerter)

“THE SORCERERS RING hat alle Zutaten für einen sofortigen Erfolg: Handlung, Gegenanschläge, Mystery, tapfere Ritter und blühende Beziehungen reichlich versehen mit gebrochenen Herzen, Enttäuschung und Betrug. Das unterhält Sie für Stunden und befriedigt alle Altersstufen. Empfohlen für die Bücherei von allen Fantasy Lesern.”

--Bücher und Film Bewertungen, Robert Mattos

 “In diesem aktionsgeladenen ersten Buch in der epischen Fantasie Sorcerers Ring Reihe (im Moment 14 Bücher), stellt Rice seinen Lesern die 14-jährige Thorgrin “Thor” Mc Leod vor, dessen Traum es ist, die Silver Legion, der Elite Ritter beizutreten, die dem König dienen … Rice’s Schrifstil ist solide und die Voraussetzung faszinierend.”

Bücher von Morgan Rice

DER WEG DES STAHLS

EHRE WEM EHRE GEBÜHRT (Buch 1)

EIN THRON FÜR SCHWESTERN

EIN THRON FÜR SCHWESTERN (Buch #1)

EIN GERICHT FÜR DIEBE (Buch #2)

EIN LIED FÜR WAISEN(Buch #3)

EIN KLAGELIED FÜR DIE PRINZESSIN (Buch #4)

EIN JUWEL FÜR KÖNIGE (Buch #5)

FÜR RUHM UND KRONE

SLAVIN, KRIEGERIN, KÖNIGIN (Buch 1)

SCHURKIN, GEFANGENE, PRINZESSIN (Buch 2)

RITTER, THRONFOLGER, PRINZ (Buch 3)

REBELL, SCHACHFIGUR, KÖNIG (Buch 4)

SOLDAT, BRUDER, ZAUBERER (Buch 5)

HELD, VERRÄTER, TOCHTER (Buch 6)

HERRSCHER, RIVALE, VERBANNTE (Buch 7)

SIEGER, BESIEGTER, SOHN (Buch 8)

VON KÖNIGEN UND ZAUBERERN

DER AUFSTAND DER DRACHEN (Buch 1)

DER AUFSTAND DER TAPFEREN (Buch 2)

DAS GEWICHT DER EHRE (Buch 3)

DIE SCHMIEDE DES MUTS (Buch 4)

EIN REICH DER SCHATTEN (Buch 5)

DIE NACHT DER VERWEGENEN (Buch 6)

DER RING DER ZAUBEREI

QUESTE DER HELDEN (Buch 1)

MARSCH DER KÖNIGE (Buch 2)

FESTMAHL DER DRACHEN (Buch 3)

KAMPF DER EHRE (Buch 4)

SCHWUR DES RUHMS (Buch 5)

ANGRIFF DER TAPFERKEIT (Buch 6)

RITUS DER SCHWERTER (Buch 7)

GEWÄHR DER WAFFEN (Buch 8)

HIMMEL DER ZAUBER (Buch 9)

MEER DER SCHILDE (Buch 10)

REGENTSCHAFT DES STAHLS (Buch 11)

LAND DES FEUERS (Buch 12)

DIE HERRSCHAFT DER KÖNIGINNEN (Buch 13)

DER EID DER BRÜDER (Buch 14)

DER TRAUM DER STERBLICHEN (Buch 15)

DAS TOURNIER DER RITTER (Buch 16)

DAS GESCHENK DER SCHLACHT (Buch 17)

DIE TRILOGIE DES ÜBERLEBENS

ARENA EINS: DIE SKLAVENTREIBER (Buch 1)

ARENA ZWEI (Buch 2)

ARENA DREI (Buch 3)

GEFALLENE VAMPIRE

VOR DEM MORGENGRAUEN (Buch 1)

DER WEG DER VAMPIRE

GEWANDELT (Buch 1)

VERGÖTTERT (Buch 2)

VERRATEN (Buch 3)

BESTIMMT (Buch 4)

BEGEHRT (Buch 5)

VERMÄHLT (Buch 6)

GELOBT (Buch 7)

GEFUNDEN (Buch 8)

ERWECKT (Buch 9)

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Copyright © 2017 durch Morgan Rice. Alle Rechte vorbehalten. Außer wie im US-amerikanischen Urheberrechtsgesetz von 1976 erlaubt, darf kein Teil dieser Veröffentlichung in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln reproduziert, verteilt oder übertragen werden oder in einer Datenbank oder einem Abfragesystem ohne die vorherige Genehmigung des Autors gespeichert werden. Dieses eBook ist nur für Ihren persönlichen Genuss lizenziert. Dieses eBook darf nicht weiterverkauft oder an andere Personen weitergegeben werden. Wenn Sie dieses Buch für eine andere Person freigeben möchten, erwerben Sie bitte für jeden Empfänger eine zusätzliche Kopie. Wenn Sie dieses Buch lesen und es nicht gekauft haben oder es nicht für Ihre Verwendung erworben wurde, geben Sie es bitte zurück und kaufen Sie Ihre eigene Kopie. Danke, dass Sie die harte Arbeit dieses Autors respektieren. Dieses Buch ist reine Fiktion. Namen, Charaktere, Geschäfte, Organisationen, Orte, Ereignisse und Ereignisse sind entweder das Produkt der Fantasie des Autors oder werden fiktiv verwendet. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen lebenden oder toten Personen ist völlig zufällig.

INHALTE

KAPITEL EINS

KAPITEL ZWEI

KAPITEL DREI

KAPITEL VIER

KAPITEL FÜNF

KAPITEL SECHS

KAPITEL SIEBEN

KAPITEL ACHT

KAPITEL ZEHN

KAPITEL ZEHN

KAPITEL ELF

KAPITEL ZWÖLF

KAPITEL DREIZEHN

KAPITEL VIERZEHN

KAPITEL FÜNFZEHN

KAPITEL SECHZEHN

KAPITEL SIEBZEHN

KAPITEL ACHTZEHN

KAPITEL NEUNZEHN

KAPITEL ZWANZIG

KAPITEL EINUNDZWANZIG

KAPITEL ZWEIUNDZWANZIG

KAPITEL DREIUNDZWANZIG

KAPITEL VIERUNDZWANZIG

KAPITEL FÜNFUNDZWANZIG

KAPITEL SECHSUNDZWANZIG

KAPITEL SIEBENUNDZWANZIG

KAPITEL ACHTUNDZWANZIG

KAPITEL DREISSIG

KAPITEL EINS

Kate rannte zum Hafen, von dem Finnael ihr erzählt hatte, sie bewegte sich schneller als jemand anderes sich je hätte bewegen können, und betete die ganze Zeit, dass sie rechtzeitig kommen würde. Das Bild ihrer Schwester wie sie so farblos und tot dalag, jagte sie, drückte sie nach vorne mit all der Geschwindigkeit, die ihre Macht ihr geben konnte. Sophia konnte nicht tot sein.

Sie konnte nicht.

Kate konnte die königlichen Soldaten unten im Dorf sehen, die sich jetzt um ihren Anführer sammelten. Zu einer anderen Zeit hätte Kate angehalten und sie bekämpft, einfach für den Schaden, den die Witwe ihrem Leben zugefügt hatte. Jetzt war jedoch keine Zeit dafür. Sie rannte zu den Booten und versuchte das zu finden, auf dem Sophia sich in ihrer Vision befunden hatte.

Sie sah es vor sich, ein Zweimaster mit einem Seepferdchen als Bug. Sie rannte darauf zu, hüpfte so nah wie es ging an die Reling und landete sanft auf dem Deck des Schiffs. Sie konnte sehen, wie die Matrosen sie anstarrten, einige griffen nach ihren Waffen. Wenn sie ihrer Schwester irgendeinen Schaden zugefügt hatten, würde sie zumindest einen von ihnen töten.

„Wo ist meine Schwester?“, fragte sie herausfordernd und die Wörter waren deutlich zu vernehmen.

Vielleicht erkannten sie die Ähnlichkeit, auch wenn Kate kleiner und muskulöser als Sophia und ihr Haar wie das eines Jungen kurz geschnitten war. Sie zeigten stumm auf die Kabine am Heck.

Als sie nach vorne stürmte, sah Kate einen großen, schütter werdenden, bärtigen Mann, der sich zurück auf seine Füße kämpfte.

“Was ist hier los?”, fragte sie. „Schnell, ich glaube, meine Schwester ist in Gefahr.“

„Ihre Schwester ist Sophia?“, fragte der Mann. Er sah immer noch verwirrt aus, von dem was ihn niedergestreckt hatte. „Da war ein Mann… er hat mich geschlagen. Ihre Schwester ist in der Kabine.“

Kate zögerte nicht. Sie ging zur Kabine und trat die Tür auf, so hart, dass sie aufsplitterte. Innen ….

Sie sah eine Waldkatze in einer Ecke sitzen, groß und mit grauem Fell, die sanft knurrte. Sie sah Sebastian, der mit einem Schwert in seiner Hand dort kniete, nass vor Blut bis fast zu den Handgelenken. Er heulte mit Tränen, aber das bedeutete nichts. Ein Mann konnte vor Reue weinen oder vor Schuld, genauso einfach wie alles andere.

Auf dem Boden neben ihm, sah Kate Sophia, die dort lag, ihr Fleisch so grau wie alles, was Kate in ihrer Vision gesehen hatte. Blut floss auf den Boden neben ihr und sie hatte eine Wunde in ihrer Brust, die nur von einer Waffe stammen konnte.

„Sie ist tot, Kate“, sagte Sebastian und sah zu ihr herüber. „Sie ist tot.“

„Du bist tot“, bellte Kate. Sie hatte Sebastian schon einmal gesagt, dass sie es ihm nicht vergeben würde, wenn er Sophia wehtäte. Das jedoch ging über alles hinaus, was er je vorher getan hatte. Er hatte versucht ihre Schwester zu ermorden. Wut durchfuhr Kate und sie stürmte nach vorne.

Sie schlug Sebastian und stieß ihn von ihrer Schwester weg. Er rollte sich hoch, das Messer noch in seiner Hand.

„Kate, ich will dir nicht wehtun.“

„So wie du meiner Schwester wehgetan hast?“

Kate schlug ihm in den Magen und griff dann nach seinem Arm, drehte ihn, bis das Messer auf den Boden fiel. Er schaffte es sich freizukämpfen, ehe sie ihm die Glieder brechen konnte, aber Kate war noch nicht fertig.

„Kate, ich habe das nicht getan, Ich –“

 “Lügner!” Sie rannte nach vorne, griff ihn und schubste ihn zurück durch die Tür mit so viel Geschwindigkeit, wie die Stärke des Brunnens ihr gegeben hatte. Sie trat hinaus in das Sonnenlicht mit ihm, dann schaffte sie es Sebastians Beine zu greifen und hob ihn hoch. Sie warf ihn über die Seite des Schiffes, um ihn in Richtung der Docks zu stürzen. Er landete mit dem Kopf zuerst und sank in Bewusstlosigkeit.

Kate wollte ihm nachspringen. Sie wollte ihn töten. Es gab aber keine Zeit. Sie musste zurück zu Sophia.

“Wenn er aufwacht”, sagte Kate zu dem Kapitän. “Töten Sie ihn.”

“Das würde ich tun”, sagte der Mann, “aber ich muss das Schiff fahren.”

Kate sah, wie er auf die königlichen Soldaten zeigte, die vom Schiff gingen, und sich mit grimmiger Entschlossenheit in ihre Richtung bewegten.

„Tun Sie, was Sie tun können“, sagte Kate. „Ich muss meiner Schwester helfen.“

Sie rannte zurück in die Kabine. Sophia sah immer noch viel zu leblos aus, immer noch zu viel Blut. Kate konnte ihre Brust sich weder heben noch senken sehen. Nur das schwache Flackern an Gedanken sagte Kate, dass noch Leben darin war. Kate kniete sich neben ihr, versuchte sich zu sammeln, versuchte sich zu erinnern, was Finnael der Hexenmeister ihr beigebracht hatte. Er hatte eine Pflanze wieder zum üppigen grünen Leben erweckt, aber Sophia war keine Pflanze, sie war Kates Schwester.

Kate griff nach der Stelle in ihr, wo sie die Energie um die Dinge sehen konnte, wo sie einen sanften goldenen Schimmer sehen konnte, der schon fast nicht mehr da war und um Sophia schwebte. Sie konnte die Energie jetzt fühlen und Kate konnte sich erinnern, wie es sich angefühlt hatte, die Energie aus einer Pflanze zu ziehen, aber Energie wegzunehmen war nicht das, was sie hier tun musste.

Sie suchte nach anderen Energiequellen, suchte die Macht, die sie brauchte, um das zu tun. Sie sank hinein, versuchte alle Energiequellen zu finden, die es gab. Dann konnte Kate es spüren; konnte es trotz der Grenze des Zimmers spüren, jenseits der engen Grenzen, die ihr eigenes Fleisch bestimmten.

Sie fühlte es, die sofortige Verbindung war so riesig, so überwältigend, dass Kate nicht glaubte, dass sie daran festhalten konnte. Es war zu viel, aber es bedeutete Sophia zu retten. Kate musste einen Weg finden, das zu tun. Sie griff nach der Macht um sie herum…

… und fand sich selbst das ganze Königreich fühlend, jedes Leben, jeden Hinweis auf Macht. Kate konnte die Pflanzen und die Tiere spüren, die Menschen und die Dinge, die ältere, noch merkwürdige Macht darstellten. Kate konnte es spüren und sie wusste, welche Energie das war: es war Leben, es war Magie. 

Sie nahm die Macht so vorsichtig, wie sie konnte, in Fragmenten von Hunderten von Orten. Kate fühlte ein Stück von braunem Gras in den Wahlbezirken, ein paar Blätter fielen von den Bäumen in den Abhängen von Monthys. Sie nahm nur das geringste Bisschen von jedem Ort, sie wollte nicht mehr Schaden als nötig anrichten.

Dennoch fühlte es sich an, als wenn sie versuchte die Flut aufzuhalten. Kate schrie vor Bemühung alles darin einzuschließen, aber sie hielt es. Sie musste.

Kate drückte es in Sophia, versuchte alles zu regulieren, versuchte es zu erzwingen, was sie wollte. Mit der Pflanze war es einfach nur ein Fall von hinzugefügter Energie, aber würde es hier helfen? Kate hoffte es, denn sie war sich nicht sicher, ob sie genug über heilende Wunden wusste, um irgendwas anderes zu tun. Sie gab Sophia Energie, die sie von der Welt geliehen hatte, die dünne goldene Linie ihres Lebens und versuchte diese irgendwie weiter auszubauen.

Langsam, so langsam das es schon fast unmerklich passierte, sah Kate, wie die Wunde sich schloss. Sie machte weiter, bis das Fleisch fast perfekt war, aber es gab immer noch mehr zu tun. Es war nicht ausreichend einen perfekt aussehenden Körper zu haben. Sie drückte weitere Energie in ihre Schwester und hoffte nur, dass es ausreichend sein würde.

Endlich sah sie Sophias Brust sich wieder heben und senken. Ihre Schwester atmete selbstständig und zum ersten Mal hatte sie das Gefühl, dass sie nicht sterben würde. Erleichterung überkam sie bei dem Gedanken. Sophia wachte dennoch nicht auf, ihre Augen waren immer noch geschlossen, egal wie viel Energie Kate benutzte. Kate war sich nicht sicher, ob sie die Kraft noch länger anhalten konnte. Sie ließ sie los und fiel zurück aufs Deck vor lauter Erschöpfung, als wenn sie gerade ein Dutzend Meilen gerannt wäre.

Erst dann hörte sie die Rufe eines Kampfes hinter der Kabine. Kate zwang sich auf die Beine und das war nicht einfach. Selbst wenn die Energie Sophia wiederzubeleben nicht von ihr gekommen war, sie zu übertragen hatte seine Auswirkungen. Kate schaffte es sich hinzustellen, zog ihr Schwert und schaffte es zur Tür.

Dahinter kämpften sich Soldaten in königlichen Uniformen ihren Weg auf das Schiff, während Matrosen darum kämpften, sie zurückzudrängen. Sie sah, wie der Kapitän nach vorne drängte und einen Mann mit einem langen Messer niederstach, während andere Matrosen einen Mann mit einer Hippe zurück an die Reling schubsten. Sie sah auch einen Matrosen, der von dem Schwert eines anderen Soldaten getötet wurde und ein weiterer, der zurückfiel, als Pistolenschüsse fielen.

Kate stolperte nach vorne, schaffte es mit einem Stoß nach vorne, der einen Soldaten an der Achsel traf, aber sie schaffte es kaum einen Schlag abzuwehren, der von dem Ende einer Muskete kam. Sie stolperte und der Mann stand über ihr, drehte die Waffe um, um abzudrücken.

Dann hörte Kate ein Brüllen und die Waldkatze sprang an ihr vorbei und warf den Mann um, ihre Zähne zerrissen seine Kehle. Das Biest knurrte und sprang einen weiteren Mann an und jetzt zögerten die Soldaten und zogen sich zurück.

Kate konnte nur knien und zusehen, weil sie zu erschöpft war, um mehr zu tun. Als sie einen der Soldaten mit einer Pistole auf die Katze zielen sah, zog sie ein Schwert und warf es hinüber. Die Waffe fiel herunter und er fiel vom Boot.

Kate sah die Katze über die Seite und auf das Hafengelände springen und eine Sekunde später, hörte sie einen Schrei, als die Katze wieder zuschlug.

“Schafft das Boot aufs Meer!” schrie sie. “Wir werden sterben, wenn wir hierbleiben!”

Die Matrosen eilten davon und Kate zwang sich wieder aufzustehen und versuchte die Lücke zu füllen. Einige kämpften und sie waren wie Verteidiger an einer Brüstung, die die kauernden Feinde zurückstießen. Die Waldkatze schnappte und knurrte, sprang diejenigen an, die versuchten an Bord zu kommen, kratzte mit ihren Krallen und vergrub sich mit ihren nadelscharfen Zähnen. Kate wusste nicht, wann ihre Schwester so einen Freund aufgetrieben hatte, aber es war auf jeden Fall treu – und tödlich.

Wenn sie noch ihre ganze Kraft hätte, hätte sie die Soldaten vielleicht selbst übernommen, hätte sich unter ihnen bewegt und sie getötet. Im Moment konnte sie kaum die Energie aufbringen, sie niederzustechen. Die Matrosen drückten sich an Kate vorbei, als wenn sie versuchten, sie vor den Kämpfen zu beschützen. Kate wollte einfach nur, dass sie sich darauf konzentrierten, das Schiff aus dem Hafen zu bekommen.

Langsam begann das Schiff sich zu bewegen. Die Matrosen nutzen Paddel und lange Stangen, um es vorwärts zu bekommen und Kate fühlte die Bewegung an Deck unter ihren Bemühungen. Ein Soldat sprang auf das Schiff und fiel zwischen das Boot und die Hafenanlage.

Unten sah Kate die Waldkatze immer noch knurren und töten, eingeklemmt von den Soldaten. Kate nahm an, ihre Schwester würde nicht wollen, dass ihr Freund hier zurückgelassen wurde und auf jeden Fall hatte die Waldkatze sie gerettet. Sie konnte sie nicht einfach zurücklassen.

“Du musst an Bord kommen”, schrie sie und erkannte dann die Dummheit, dass sie erwartete, dass die Waldkatze das verstand. Stattdessen nahm sie die restliche Kraft, die ihr noch blieb, und hüllte es in das Bild des Bootes, das aus dem Hafen fuhr und in den Drang an Bord zu kommen und warf es auf die Kreatur. 

Es drehte seinen Kopf und schnüffelte einmal in die Luft und sprang dann auf das Boot. Kate sah, wie sich die Muskeln spannten und wie es sprang. Seine Krallen bohrten sich in das Holz des Schiffes, als es sich auf die Seite zog und dann setzte es sich auf die Reling und drückte seinen Kopf gegen Kates Hand und schnurrte.

Kate stolperte, fühlte die Festigkeit des Mastes an ihrem Rücken. Sie rutschte fast bis zum Deck hinunter und saß dort, weil sie nicht mehr die Kraft hatte zu stehen. Aber das machte nichts mehr. Sie waren bereits ein ganzes Stück weg vom Hafen und nur ein paar verstreute Schüsse zeigten noch die Anwesenheit ihrer Angreifer da unten.

Sie hatten es geschafft. Sie waren sicher und Sophia war am Leben.

KAPITEL ZWEI

Sebastian wachte mit Schmerzen auf. Kompletter Schmerz. Er schien ihn zu umgeben, pochte durch ihn durch und absorbierte jeden Teil seines Wesens. Er konnte den pulsierenden Schmerz in seinem Schädel fühlen, auf den er gefallen war, aber da war noch ein anderer sich wiederholender Schmerz, an seinen Rippen, als wenn jemand ihn wach treten würde.

Er schaute hoch und sah Rupert auf ihn schauen von dem einzigen Winkel aus, in dem sein Bruder nicht wie das goldene Ideal eines Prinzen aussah. Sein Ausdruck passte auf jeden Fall nicht zu dem Ideal, er sah aus, als hätte er freudig seine Kehle durchgeschnitten, wenn er jemand anders gewesen wäre. Sebastian stöhnte vor Schmerz, er fühlte sich, als wenn seine Rippen unter dem Schlag gebrochen worden waren.

“Wach auf, du nutzloser Idiot!”, keifte Rupert. Sebastian konnte die Wut und den Frust dort hören.

“Ich bin wach”, sagte Sebastian. Sogar er konnte hören, dass die Wörter alles andere als klar waren. Mehr Schmerz durchfuhr ihn, zusammen mit einer Art nebliger Verwirrung, die sich anfühlte, als wenn ihm jemand mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen hätte. Nein nicht mit einem Hammer; mit der ganzen Welt. “Was ist passiert?”

“Du wurdest von einem Mädchen vom Boot geworfen, das ist passiert”, antwortete Rupert.

Sebastian fühlte die Schroffheit des Griffs seines Bruders, als dieser ihn wieder auf die Füße stellte. Als Rupert ihn losließ, schwankte Sebastian und fiel beinahe erneut, aber schaffte es, sich rechtzeitig zu fangen. Keiner der Soldaten um ihn herum half ihm, aber sie waren ja auch Ruperts Männer und wahrscheinlich hatten sie wenig Liebe für Sebastian übrig, nach seiner Flucht vor ihnen.

“Jetzt sag du mir, was passiert ist”, forderte Rupert. “Ich habe dieses Dorf von vorne nach hinten durchsucht und am Ende sagten sie mir, dass das das Boot war, das deine Liebste genommen hat. “Er ließ es wie ein Fluch hören. “Das du heruntergeworfen wurdest, von einem Mädchen dass aussah wie sie –“

“Ihre Schwester Kate”, sagte Sebastian und erinnerte sich daran, mit welcher Geschwindigkeit Kate ihn aus der Kabine geholt hatte, die Wut die sie auf ihn hatte. Sie hatte ihn töten wollen. Sie hatte gedacht, dass er …

Dann erinnerte er sich und das Bild war ausreichend ihn anhalten zu lassen, er stand da in blanker Unempfänglichkeit, sogar als Rupert entschied, dass es gut wäre, ihn zu schlagen. Der Schmerz davon fühlte sich wie eine weitere Last an, die zu dem Berg dazu kam. Sogar die Prellungen die Kate ihm zugefügt hatte, fühlten sich wie nichts an, im Vergleich zu der Trauer, die sich öffnete und ihn in dem Moment überkam.

“Ich habe gefragt, was ist mit dem Mädchen passiert, die versucht hat dich zur Hochzeit zu tricksen?”, fragte Rupert fordernd. “War sie da? Ist sie mit dem Rest entkommen?”

“Sie ist tot!”, keifte Sebastian ohne nachzudenken. “Ist es das, was du hören willst, Rupert? Sophia ist tot!”

Es fühlte sich an, als wenn er erneut auf sie herunterschaute, ihre Blässe und die Leblosigkeit auf dem Kabinenboden sah, das Blut, das sich um sie herum gesammelt hatte, die Wunde in ihrer Brust die ihr ein Dolch zugefügt hatte, so schmal und scharf, dass es auch eine Nadel hätte sein können. Er konnte sich daran erinnern, wie still Sophia gewesen war, kein Anzeichen einer Bewegung, die ihr Atmen anzeigte, kein Lufthauch an seinem Ohr, als er es überprüft hatte.

Er hatte sogar den Dolch herausgezogen, in der dummen, instinktiven Hoffnung, dass das die Dinge besser machen würde, obwohl er wusste, dass die Wunden nicht so einfach ungeschehen gemacht werden konnten. Alles was es gebracht hatte, war, dass die Blutlache größer geworden war, seine Hände bedeckte und es Kate überzeugt hatte, dass er ihre Schwester getötet hatte. Es war ein Wunder, wenn man es so sah, dass sie ihn nur von Bord geworfen hatte, und ihn nicht in Stücke geschnitten hatte.

“Immerhin hast du das richtige getan und sie getötet”, sagte Rupert. “Es könnte sogar Mutter dabei helfen, dir für dein Weglaufen zu verzeihen. Du darfst nicht vergessen, dass du nur der Lückenbusser Bruder bist, Sebastian. Der mit den Aufgaben. Du kannst es dir nicht leisten, Mutter so aufzuregen.”

Sebastian fühlte Ekel in dem Moment. Ekel, dass sein Bruder überhaupt dachte, dass er Sophia jemals wehtun würde. Ekel, dass er die Welt überhaupt so sah. Ekel, dass er sogar noch mit jemandem verwandt war, der die Welt nur als sein Spielplatz sah, wo jeder andere auf einem niedrigeren Level war, und die Rolle spielen mussten, die ihm zugedacht war.

“Ich habe Sophia nicht getötet”, sagte Sebastian. “Wie kannst du glauben, dass ich jemals so etwas tun könnte?”

Rupert schaute ihn mit offensichtlicher Überraschung an, ehe sich sein Ausdruck in Enttäuschung änderte.

“Und ich dachte, dass du endlich Rückgrat hast”, sagte er. “Das du endlich entschieden hast, der pflichterfüllte Prinz zu sein, der du vorgibst zu sein und diese Hure endlich loswirst. Ich hätte wissen müssen, dass du völlig nutzlos bist.”

Sebastian warf sich auf seinen Bruder. Er krachte in Rupert und beide fielen auf die Holzbretter am Hafen. Sebastian gewann die Oberhand und griff nach seinem Bruder und schlug ihn.

“Rede nicht so über Sophia! Reicht es dir nicht, dass sie weg ist?”

Rupert widersetzte sich und wandte sich unter ihm, kam für einen Moment hoch und schlug ihn. Das taumelnde Momentum des Kampfes ging weiter und Sebastian fühlte die Kante des Hafens für einen Moment an seinem Rücken ehe er und Rupert ins Wasser fielen.

Das Wasser schloss sich über ihnen, während sie kämpften, ihre Hände umschlangen den Hals des anderen fast instinktiv. Sebastian war das egal. Er hatte nichts mehr, wofür er leben konnte, nicht wenn Sophia nicht mehr da war. Vielleicht würde er so kalt und tot wie sie enden, aber es gab eine Chance, dass sie wieder vereint wären, in dem was auch immer nach dem Tod wartete. Er konnte fühlen, wie Rupert ihn trat, aber Sebastian bemerkte den kleinen zusätzlichen Schmerz kaum.

Plötzlich spürte er Hände, die nach ihm griffen und ihn aus dem Wasser zogen. Er hätte wissen müssen, dass Ruperts Männer eingreifen würden, um ihren Prinzen zu retten. Sie zogen Sebastian und Rupert an ihren Armen und ihrer Kleidung aus dem Wasser und aufs trockene Ufer und hielten sie hoch, während das kalte Wasser durch sie hindurchfuhr.

“Lasst mich los”, forderte Rupert. “Haltet ihn fest.”

Sebastian fühlte, wie sich die Hände unter seinen Armen verfestigten und ihn an Ort und Stelle festhielten. Sein Bruder schlug ihn erneut hart in den Magen, sodass Sebastian vorne hinüber gefallen wäre, wenn die Soldaten ihn nicht festgehalten hätten. Er sah den Moment, als sein Bruder ein Messer zog, dieses war kurvig und kantenscharf: ein Jägermesser, ein Enthäutungsmesser.

Er fühlte die Schärfe an der Kante, als Rupert es in sein Gesicht drückte.

“Glaubst du, du kannst mich angreifen? Ich bin durch das ganze Königreich geritten, wegen dir. Mir ist kalt, ich bin nass und meine Kleidung ist ruiniert. Vielleicht sollte dein Gesicht auch ruiniert werden.”

Sebastian fühlte, wie sich unter dem Druck der Kante eine Blutperle bildete. Zu seiner Überraschung trat einer der Soldaten nach vorne.

“Ihre Hoheit”, sagte er und die Verteidigung in seinem Ton war offensichtlich. “Ich nehme an, die Witwe würde nicht wollen, dass wir zulassen, dass einer ihrer Söhne verletzt wird.”

Sebastian fühlte Rupert gefährlich still werden und für einen Moment dachte er, dass er es trotzdem tun würde. Stattdessen zog er das Messer weg und seine Wut glitt zurück hinter die Maske der Höflichkeit, die sie normalerweise verschleierte.

“Ja, Sie haben recht Soldat. Ich möchte nicht, dass Mutter wütend darüber wird, dass ich … mir einen Fehltritt geleistet habe.”

Es war so ein freundlicher Begriff, den er nutze, wenn man bedachte, dass er eben erst Sebastians Gesicht in Stücke schneiden wollte. Die Tatsache, dass er sich so schnell verändern konnte, bestätigte fast alles, was Sebastian über ihn gehört hatte. Er hatte immer versucht die Geschichten zu ignorieren, aber jetzt war es, als wenn er den echten Rupert hier gesehen hatte und eher, als er den Gärtner am verlassen Haus gequält hatte.

“Ich will, dass Mutter ihren Ärger ganz für dich aufhebt, kleiner Bruder”, sagte Rupert. Er schlug Sebastian dieses Mal nicht, sondern schlug nur eine Hand auf seine Schulter in brüderlicher Manier, die zweifellos nur gespielt war. “Einfach so wegzurennen, mit ihren Soldaten zu kämpfen. Einen von ihn zu töten.”

Fast zu schnell, um einzugreifen, drehte Rupert sich um und stieß den Soldaten der Einspruch erhoben hatte durch die Kehle. Der Mann fiel, umklammerte die Wunde, sein Ausdruck des Schocks glich fast denen um sie herum.

“Lasst uns eins klarstellen”, sagte Rupert in einem gefährlichen Ton. “Ich bin der Kronprinz und wir sind noch weit entfernt von der Adligen Versammlung und mit seinen Regeln und seinen Versuchen, seine Besseren einzudämmen. Hier werde ich nicht infrage gestellt. Ist das verstanden worden?”

Wenn es jemand anderes gewesen wäre, wäre derjenige schnell von den anderen Soldaten getötet worden. Stattdessen murmelten die Männer im Chor Zustimmungen, jeder schien zu wissen, dass wenn er einen Prinzen von Geblüt töten würde, er derjenige wäre, der verantwortlich für das Wiederaufkommen der Bürgerkriege wäre.

“Keine Sorge”, sagte Rupert und wischte sein Messer ab. “Ich habe nur Witze über dein Gesicht gemacht. Ich werde nicht einmal verraten, dass du diesen Mann getötet hast. Er ist gestorben, als er beim Schiff gekämpft hat. Jetzt dank mir!”

“Danke”, sagte Sebastian in flachem Ton, aber nur weil er annahm, dass es der beste Weg war, weitere Gewalttätigkeiten zu vermeiden.

“Außerdem glaube ich, wird Mutter einem Märchen über deine Nutzlosigkeit mehr glauben, als eine von deinen Morden”, sagte Rupert. “Der Sohn, der weggelaufen ist, kam nicht rechzeitig, hat seine Liebste verloren und wurde von einem Mädchen geschlagen.”

Sebastian hätte sich wieder auf ihn geworfen, aber die Soldaten hielten ihn immer noch fest, als wenn sie genau das erwarten würden. Vielleicht machten sie es auf eine Art auch zu seinem eigenen Schutz.

“Ja”, sagte Rupert, “du machst viel besser eine tragische Figur als eine des Hasses. Du siehst im Moment zu sehr nach Trauer aus.”

Sebastian wusste, dass sein Bruder niemals die Wahrheit verstehen würde. Er würde nie den reinen Schmerz verstehen, der sich durch sein Herz wandte, noch schlimmer als jeder Schmerz von seinen Prellungen. Er würde niemals die Trauer verstehen, die man spürte, wenn man jemanden Geliebten verlor, denn Sebastian war sich jetzt sicher, dass Rupert niemand anderen liebte außer sich selbst.

Sebastian hatte Sophia geliebt und erst jetzt, wo sie weg war, begann er zu verstehen, wie sehr, einfach indem er sah, wie viel dieser Welt in dem Moment seitdem er sie so leblos und still gesehen hatte, weggebrochen war. Sie war wunderschön sogar in ihrem Tod. Er fühlte sich wie ein wankendes Ding aus einer der alten Geschichten, leer bis auf die Schale aus Fleisch, die seine Trauer umgab.

Der einzige Grund, warum er nicht weinte war, weil er sich zu hohl dafür fühlte. Naja das und weil er seinem Bruder nicht die Zufriedenheit geben wollte, ihn in Schmerz zu sehen. Im Moment hätte er es sogar begrüßt, wenn Rupert ihn getötet hätte, denn zumindest hätte das ein Ende des unendlichen Schmerzes der begann sich in ihm auszubreiten bedeutet.

“Es ist Zeit nach Hause zu kommen”, sagte Rupert. „Du kannst dort bleiben, während ich alles unserer Mutter erzähle. Sie hat mich geschickt, um dich zurückzuholen und das werde ich tun. Ich werde dich auf dem Pferd festbinden, wenn ich muss.“

„Das musst du nicht“, sagte Sebastian. „Ich werde gehen.“

Er sagte es ruhig, aber dennoch war es genug, um ein triumphierendes Lächeln auf das Gesicht seines Bruders zu zaubern. Rupert dachte, dass er gewonnen hatte. In Wahrheit jedoch war es Sebastian einfach egal. Es machte nichts mehr. Er wartete darauf, dass einer der Soldaten ihm ein Pferd brachte, stieg auf und trieb es mit wunden Gliedern vorwärts.

Er würde nach Ashton gehen und er würde was auch immer für ein Prinz sein, den seine Familie haben wollte. Nichts davon würde einen Unterschied machen.

KAPITEL DREI

Cora war mehr als dankbar, als der Boden wieder gleichmäßig wurde. Es schien, als wenn sie und Emeline ewig gelaufen wären, obwohl ihre Freundin sich nichts von der Belastung anmerken ließ.

„Wie kannst du einfach nur so gehen, als wenn du nicht müde bist?“, fragte Cora, als Emeline weiter vorwärtsdrängte. „Ist das so eine Art Magie?“

Emeline schaute zurück. „Das ist keine Magie, es ist einfach nur … Ich habe fast mein ganzes Leben auf Ashtons Straßen verbracht. Wenn du zeigst, dass du schwach bist, dann finden Menschen immer einen Weg, dich auszunutzen.“

Cora versuchte sich das vorzustellen, irgendwo zu leben, wo es die Change von Gewalt gab, sobald irgendjemand Schwäche zeigte. Sie erkannte, dass sie sich das nicht vorstellen musste.

„In dem Palast waren es Rupert und seine Kumpane“, sagte sie, „oder die adligen Mädchen, die dachten, sie können dich ausnutzen, nur weil sie wütend auf etwas anderes sind.“

Sie sah Emeline ihren Kopf auf die Seite legen. „Ich hatte gedacht, dass es besser im Palast gewesen wäre“, sagte sie. „Zumindest musst du so keinen Banden oder Sklavenjägern ausweichen. Du musst deine Nächte nicht zusammengekauert in Kohlekellern verbringen, sodass niemand dich finden kann.“

„Weil ich bereits verpflichtet war“, wies Cora sie darauf hin. „Ich hatte nicht einmal ein Bett im Palast. Sie haben angenommen, dass ich schon irgendwo eine Ecke finden würde, wo ich schlafen kann. Das oder dass irgendein Adliger mich in seinem Bett haben wollte.“

Zu Coras Überraschung legte Emeline ihre Arme um sie, um sie zu umarmen. Wenn es eins gab, das Cora auf der Straße gelernt hatte, dann das Emeline normalerweise keine demonstrative Person war.

„Ich hab einmal ein paar Adlige in der Stadt getroffen“, sagte Emeline. „Ich dachte, dass sie schlauer und besser wären, als eine der Banden, bis ich näher gekommen bin. Dann habe ich gesehen, wie einer von denen einen Mann bewusstlos geschlagen hat. Einfach nur weil er es konnte. Sie waren genauso.

Es schien merkwürdig, sich darüber näher zukommen, wie schwer ihre Leben gewesen waren, aber Cora fühlte sich Emeline näher, als am Anfang. Es war nicht nur, dass sie beide in ihrem Leben viel durchgemacht hatten. Sie waren jetzt lange zusammen gereist und es gab immer noch die Aussicht auf viele Meilen vor ihnen.

„Stonehome wird da sein“, sagte Cora und versuchte sich selbst und auch Emeline zu überzeugen.

„Das wird es“, sagte Emeline. „Sophia hat es gesehen.“

Es fühlte sich merkwürdig an, so viel Vertrauen in Sophias Kräfte zu legen, aber die Wahrheit war, dass Cora ihr wirklich absolut vertraute. Sie würde ihr Leben den Dingen anvertrauen, die Sophia gesehen hatte und es gab niemanden, mit dem sie lieber reisen würde, als Emeline.

Sie gingen weiter, und als sie nach Westen gingen, begannen sie mehr Flüsse zu sehen in Geflechten, die sich wie Kapillaren verbanden und zu größeren Arterien wurden. Schon bald schien es mehr Wasser als Land zu geben, sodass sogar die Felder dazwischen schon halb durchflutete Dinge waren. Menschen ernteten im Matsch, und der drohte sich jeden Moment in Sumpf zu verwandeln. Der Regen schien konstant zu bleiben, und obwohl Cora und Emeline sich gelegentlich vor dem Schlimmsten schützten, gingen sie dennoch die meiste Zeit weiter.

„Schau“, sagte Emeline und zeigte auf das Flussufer. Alles, was Cora zuerst sehen konnte, war das Schilf, das daneben wuchs, hier und da von den Bewegungen von kleinen Tieren unterbrochen. Dann sah sie das Coracle, dass wie eine gepanzerte Kreatur am Ufer lag. „Oh nein“, sagte Cora und riet was Emeline vorhatte.

Emeline legte ihr eine Hand auf den Arm. „Es ist okay. Ich kenne mich mit Booten aus. Komm, du wirst das genießen.”

Sie ging voran zu dem Coracle und Cora blieb nichts anders übrig, als ihr zu folgen und still zu hoffen, dass es keine Paddel geben würde. Es gab aber Paddel und das schien alles zu sein, was Emeline brauchte. Schnell saß sie im Coracle und Cora konnte sich entweder neben sie setzen oder alleine am Ufer zurückbleiben.

Cora musste jedoch zugeben, dass es schneller ging, als zu laufen. Sie glitten den Fluss hinunter wie ein Kieselstein, der von einer riesigen Hand geworfen wurde. Es war entspannend, wie auf dem Wagen. Noch entspannender, weil sie die Hälfte der Zeit mit dem Wagen damit verbracht hatten, auszusteigen und ihn Berge hochzuschieben und aus dem Matsch zu ziehen. Emeline schien das rudern ebenfalls zu genießen, sie navigierte durch die Veränderungen im Fluss, als es von rauem zum sanften Wasser und wieder zurückging.

Cora sah den Moment, als das Wasser sich veränderte und sie sah Emelines Ausdruck sich in derselben Sekunde verändern.

“Da … da ist etwas”, sagte Emeline. „Etwas Mächtiges.“

Was haben wir hier? Fragte eine Stimme und ertönte in Coras Gedanken. Zwei frische junge Dinger. Kommt näher meine Schätze. Kommt näher.

Vorne sah Cora … naja, sie war nicht sicher, was sie sah. Zuerst schien es wie eine Frau die aus Wasser gemacht war, aber ein anschließendes Flimmern von Licht, schien wie ein Pferd. Der Drang dort hin zu gehen, war überwältigend. Es fühlte sich an, als wenn da vorne Sicherheit wäre.

Nein, es war mehr als das; es fühlte sich an, als wenn zu Hause dort auf sie wartete. Das zu Hause, das sie sich immer gewünscht hatte, mit Wärme, einer Familie, Sicherheit …

So ist gut. Kommt zu mir. Ich kann euch alles geben, was ihr wollt. Ihr werdet nie wieder alleine sein. Cora wollte das Boot weiter nach vorne drängen. Sie wollte tauchen, um bei der Kreatur zu sein, die so viel versprach. Sie stand schon halb auf, bereit das zu tun.

„Warte!“ schrie Emeline. “Es ist ein Trick Cora!”

Cora fühlte, wie sich etwas um ihre Gedanken legte, eine Wand, die zwischen ihr und den Versprechungen der Sicherheit stand. Sie konnte Emeline sich anspannen fühlen und wusste, dass es das andere Mädchen war, die das tat, sie blockierte die Macht, drückte sie mit ihren eigenen Talenten nieder.

Nein, komm zu mir, drängte das Ding, aber es war ein entferntes Echo von dem, was es vorher gewesen war.

Cora schaute es an, sie schaute jetzt wirklich darauf. Sie sah das Wasser dort wirbeln; sah die Strömungen darum, die jeden sofort ertränken würden, der so dumm war dort hindurchzufahren. Sie erinnerte sich an alte Geschichten von Flussgeistern, Kelpies, die Art von gefährlicher Magie, die die Welt gegen sich hatte.