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Die Mäeutik geht auf eine als 'Hebammenkunst' umschriebene und von Sokrates entwickelte Methode zurück, durch geschicktes Fragen die im Partner schlummernden, ihm aber nicht bewussten richtigen Antworten und Einsichten auf die Welt zu bringen. Einer Schatzgräberin gleich sucht die niederländische Demenz-Expertin Cora van der Kooij, den in Pflegenden schlummernden Erfahrungsschatz zu heben und ihre Potenziale und Professionalität für die erlebensorientierte Pflege alter und chronisch kranker Menschen zu nutzen. Sie beschreibt, wie Pflegende Menschen mäeutisch und erlebensorientiert pflegen können, indem sie sich in die zu versorgende Person hineinversetzen und sich mit ihr verbinden. Gleichzeitig zeigt sie, wie Pflegende bewusst und reflektiert mit professionellen Beziehungen umgehen können. Sie beschreibt drei Kernbegriffe einer professionellen Einstellung Pflegender: Kontakt, Kreativität und Kommunikation. Kontakt als eine gefühlsmäßige Wechselwirkung zwischen Bewohnern und Pflegenden mit beiderseitig positiven Folgen. Kreativität als eine Kombination aus Freiheit und Findigkeit. Kommunikation als einen Prozess der Bewusstwerdung von Pflegenden und Betreuungsteams. – Cora van der Kooij beschreibt Pflegende, die anteilnehmend mit dem Schicksal der Bewohner umgehen, weil sie wissen, wie verletzbar und abhängig alte und chronisch kranke Menschen sind. Sie zeigt, wie Pflegende administrativ und organisatorisch unterstützt werden müssen, um ein mäeutisch-erlebensorientiertes Pflege- und Betreuungsmodell zu verwirklichen. Die zweite Auflage wird ergänzt um einen neuen Erfahrungsbericht zur Implementierung des mäeutischen Pflegemodells sowie einen ausführlichen und informativen Anhang zum Thema 'Demenz'.
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Seitenzahl: 387
Veröffentlichungsjahr: 2012
Cora van der Kooij
«Ein Lächeln im Vorübergehen»
Erlebensorientierte Altenpflege mit Hilfe der Mäeutik
Aus dem Niederländischen von Antje von GlanMit einem Geleitwort von Christine Sowinski, KDA
2., ergänzte und durchgesehene Auflage
Verlag Hans Huber
van der Kooij
Verlag Hans Huber
«Ein Lächeln im Vorübergehen»
Programmbereich Pflege
Beirat Wissenschaft:Angelika Abt-Zegelin, DortmundSilvia Käppeli, ZürichDoris Schaeffer, Bielefeld
Beirat Ausbildung und Praxis:Jürgen Osterbrink, NürnbergChristine Sowinski, KölnFranz Wagner, Berlin
Dr. Cora van der Kooij. Pflegefachfrau, Expertin für die Versorgung von Menschen mit Demenz und Langzeitpflege. Historikerin, Autorin, Leiterin und Verantwortliche für Konzeption und Entwicklung des IMOZ-Institutes (Instituut voor Zingevende Zorg).
www.IMOZ.de
www.IMOZ.nl
www.coravanderkooij.nl
Lektorat: Jürgen Georg, Ute-Maria Schick
Bearbeitung: Britta March
Herstellung: Peter E. Wüthrich
Titelillustration: pinx. Design-Büro, Wiesbaden
Umschlag: Atelier Mühlberg, Basel
Druckvorstufe: Claudia Wild, Stuttgart
Druck und buchbinderische Verarbeitung: Hubert & Co.,
Göttingen Printed in Germany
Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über
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Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtes ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Kopien und Vervielfältigungen zu Lehr- und Unterrichtszwecken, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen oder Warenbezeichnungen in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen-Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.
Die Praxisbeispiele stammen aus Kursen oder trainings on the job von IMOZ-Dozenten, partizipierenden Beobachtungen und Abschlussarbeiten, die im Rahmen von Wettbewerben (Preis für die beste Abschlussarbeit) in den Jahren 1988 bis 2003 bei der Tijdschrift voor Verzorgenden (Zeitschrift für Pflegende) eingingen.
Anregungen und Zuschriften bitte an:
Verlag Hans Huber
Hogrefe AG
Lektorat Pflege: z. Hd. Jürgen Georg
Länggass-Strasse 76
CH-3000 Bern 9
Tel: 0041 (0)31 300 4500
Fax: 0041 (0)31 300 4593
Das vorliegende Buch ist eine Übersetzung aus dem Niederländischen. Der Originaltitel lautet «Een Glimlach in het Voorbijgaan» von Cora van der Kooij. © 2004 Cora van der Kooij.
2., ergänzte und durchgesehene Auflage 2012
© 2007/2012 der deutschsprachigen Ausgabe. Verlag Hans Huber, Hogrefe AG, Bern
(EPUB-ISBN 978-3-456-75135-1)
ISBN 978-3-456-85135-8
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort
Vorworte zur ersten und zweiten Auflage
Erläuterung
Eine Übersicht über die Kapitel
1. Pflegetalent als gesellschaftlicher Wert
1.1 Auf der Suche nach dem Schatz
1.2 Thema und Reichweite
1.3 Betreuung und Sinngebung
1.4 Eine «natürliche» Begabung?
1.5 Der Wert von Zuwendung
1.6 Zusammenfassung
Praxisbeispiel – Ein alter Schmutzfink??
2. Das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell
2.1 Die Quelle des inneren Wissens
2.2 Neuer Zweig auf altem Stamm
2.3 Erlebensorientierte Pflege im mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodell
2.4 Menschenbild
2.5 Der Aufbau des Modells
2.6 Zusammenfassung
Praxisbeispiel – Bedürfnisse und Betreuung
3. Der mäeutische Pflegeprozess
3.1 Eine Methodik für Pflegende
3.2 Kopfzerbrechen über die Pflegeplanung
3.3 Betreuung nach dem mäeutischen Modell
3.4 Die dynamisierende Wirkung von Kommunikation
3.5 Die mäeutischen Instrumente
3.6 Zusammenfassung
Fallbeispiel und Charakteristik
4. Was es heißt, eine Pflegende zu sein
4.1 Von der Bettversorgung bis zur erlebensorientierten Pflege
4.2 Werte in der Pflege
4.3 Persönliche Eigenschaften
4.4 Intuition als integrierte Erfahrung
4.5 Die Wechselwirkung zwischen dem Berufs- und dem Privatleben
4.6 Zusammenfassung
Praxisbeispiel – Wechselwirkung zwischen Berufs- und Privatleben
5. Spannungsfelder und Strategien
5.1 Entfremdung oder Erfüllung am Arbeitsplatz
5.2 Pflege als Schattenarbeit
5.3 Spannungsfelder während des Betreuens
5.3.1 Nähe oder Distanz
5.3.2 Kreativität und Flexibilität oder Regeln und Routine
5.3.3 Kompetenz oder Ohnmacht und Allmacht
5.3.4 Wachsen oder Stagnieren
5.4 Strategien der Mitarbeiter
5.4.1 Ausweichstrategien
5.4.2 Emotionsregulierende Strategien
5.5 Pflege als sinngebende Arbeit
5.6 Zusammenfassung
Praxisbeispiel – Sagen Sie doch was Liebes zu mir
Praxisbeispiel – Eine ganz besondere Bewohnerin
6. Abstimmen und Kontakt aufbauen
6.1 Die Einzigartigkeit der Pflegenden
6.2 Suchend reagieren
6.3 Appell oder Prothese (Substitution)
6.4 Mitgehen in der Erlebenswelt
6.5 Gegensteuern und Autorität
6.6 Zusammenfassung
Praxisbeispiel – Der Herr kann das selbst
7. Umgangsfähigkeiten
7.1 Funktioneller oder zwischenmenschlicher Kontakt
7.2 Einladend zuhören
7.3 Einüben und Fallstricke
7.4 Nonverbaler Kontakt
7.5 Haupt, Herz und Hände
7.6 Zusammenfassung
Praxisbeispiel – Mit dem Einsatz aller Mittel
8. Der Manager als Schatzgräber
8.1 Hilfestellung zur Einführung
8.2 Implementierungseffektivität
8.3 Implementieren, wie geht das?
8.4 Zusammenarbeit zwischen Diensten
8.5 Erfahrungen bei der Einführung
8.5.1 Faktoren, die Erfolg begünstigen
8.5.2 Faktoren, die Misslingen fördern
8.5.3 Kosten und Konsolidierung
8.6 Zusammenfassung
Praxisbeispiel – Implementierung des mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodells in Freiburg Andrea Jandt
Zusammenfassung und Schlusswort
Anlagen
Anlage 1 Pflege- und Betreuungsübersicht
Anlage 2 Erläuterung der Charakteristik
Glossar
Literaturverzeichnis
Deutschsprachige Literatur, Adressen und Links zum Thema «Demenz»
Sachwortverzeichnis
Geleitwort
Im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in Köln kennen wir Cora van der Kooij seit ungefähr 15 Jahren. Unsere erste Begegnung mit ihr fand während eines internationalen Treffens zur Förderung der Validation nach Naomi Feil statt. Seitdem inspirieren uns die Arbeiten von Cora van der Kooij sehr.
Wir schätzen auch die praktische Umsetzung der Validation nach Feil, insbesondere so, wie wir es bei Annemie Schmidt vom Autorisierten Zentrum für Validation nach Naomi Feil in Bad Dürkheim kennen gelernt haben. Womit wir immer Probleme hatten, war, dass in manchen Texten zur Validation schwere Demenz als Stadium des Vegetierens bezeichnet wurde. Deshalb war uns das Stufenschema, inspiriert durch die Arbeit der Gruppe um Cora van der Kooij, wesentlich sympathischer. In diesem Schema wird entsprechend dem Stadium der Demenz gesprochen von dem
1. bedrohten Ich
2. verirrten Ich
3. verborgenen Ich
4. versunkenen Ich.
In die gleiche Richtung geht das Modell von Tom Kitwood. Auch bei schwerer Demenz spricht man vom «Personsein». Menschen mit Demenz verlieren nicht ihre Persönlichkeit, sondern diese Persönlichkeit verbirgt sich oder versinkt. Dies ist für das KDA ein wichtiges ethisches Postulat. Wir wissen nicht, was in einem Menschen mit Demenz vorgeht. Tom Kitwood und sein deutscher Wegbereiter Christian Müller-Hergl sprechen davon, dass es möglich ist bei der Krankheit Demenz die Persönlichkeit des Menschen mit Demenz «zum Klingen zu bringen».
Dieses Konzept hat uns bei der Erstellung eines Handbuchs «Leben mit Demenz» im Rahmen eines Projektes des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sehr geholfen. Es ging dabei darum, dem pflegerischen Nihilismus, der sich in der Annahme ausdrückt, dass man bei Menschen mit Demenz in der Pflege sowieso nichts mehr machen kann, etwas Positives entgegenzusetzen. In diesem Handbuch finden sich viele Praxisbeispiele, wie man besser mit Menschen mit Demenz umgeht. Um diese Vielfalt der Projekte und pflegerischen Ansätze zu ordnen, suchten wir nach Bildern und hier half uns das Bild der versunkenen Persönlichkeit.
Inspiriert durch Cora van der Kooij und den ehemaligen Leiter der Abteilung Sozialwirtschaft im KDA, Dr. Willi Rückert, wurde der Begriff «Türöffnungskonzept – Türen öffnen zu der versunkenen Welt von Menschen mit Demenz» geprägt. Man benötigt viele Schlüssel, um in die versunkene Welt des Menschen mit Demenz hineinzugelangen. Je mehr Schlüssel man hat, desto besser. Dies unterstützte uns sehr bei unserer KDA-Kampagne «Leben mit Demenz». Pflegende konnten sich das Bild unmittelbar vorstellen und der pflegerische Nihilismus des «das hat doch alles keinen Sinn bei Menschen mit Demenz» ging nach unseren Einschätzungen zurück.
Dass Cora van der Kooij in ihren Vorträgen und Schulungen immer wieder betonte, dass ein Teil der erlebensorientierten Pflege die Akzeptanz des Verlustes ist, war sehr hilfreich für unsere Arbeit. Während meiner pflegerischen Praxis, die teilweise in die «Hochzeit der aktivierenden Pflege» fiel, war dieses Akzeptieren des Verlustes weitgehend unbekannt. Eine Kollegin in einem Seminar brachte diese Phase auf den Punkt: «Das mit der aktivierenden Pflege war bei uns sehr schlimm. Bei uns mussten die sozusagen im Stehen sterben.» Wir wurden in Form von innerbetrieblichen und externen Schulungen regelrecht darauf trainiert, den Menschen mit Demenz das Positive nahe zu bringen und scheiterten damit oftmals. Sie wollten lieber über das sprechen, was sie betrauerten, was ihnen nahe ging. Wir standen damals, Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre unter einem sehr großen Druck, der scheinbaren Depressivität der Menschen mit Demenz etwas entgegensetzen zu müssen.
Sehr oft haben wir das ausprobiert, was Cora van der Kooij im vorliegenden Buch zur erlebensorientierten Altenpflege mit Hilfe der Mäeutik beschreibt. Wir haben kreativ eigene Ideen entwickelt, sind offen mit Betroffenen in Kontakt getreten und haben in einer Art und Weise mit den Menschen mit Demenz kommuniziert, die zu der damals vorherrschenden Meinung im Widerspruch standen. Zum Beispiel stellten wir fest, dass – wenn wir den Gefühlen nachgaben – also in das allgemeine Wehklagen ein Stück weit mit einstimmten, es den Menschen oftmals besser ging. Wenn ältere Menschen sagten, sie wären so traurig und es wäre alles so schlimm u.a und man antwortete dann, es ist aber auch traurig, ich finde es auch schlimm, meine Mutter zu verlieren, dann entstand ein Kontakt und über diesen Kontakt und das empathische Erleben fand man Möglichkeiten aus der Düsterkeit wieder herauszukommen.
Viele sind nun froh, dass es dieses neue Standardwerk zum mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodell gibt. Es ergänzt vorhandene Ansätze. Man sollte also nicht, das, was in Einrichtung mühsam entwickelt wurde, über Bord werfen, sondern sich von Cora van der Kooijs Ausführungen inspirieren lassen und in das vorhandene Konzept integrieren und kreativ nutzen. Gleichzeitig können mit diesem Ansatz nicht nur die Potentiale in Klienten, sondern auch die eigenen professionellen Möglichkeiten und Erfahrungen der Pflegenden entwickelt werden. Die Aufforderung Cora van der Kooijs, die eigenen professionellen Potentiale einem Schatzgräber gleich zu entdecken und zu fördern unterstützen wir nur allzu gerne.
«Gleichzeitig können mit diesem Ansatz nicht nur die Potentiale in Bewohnern, sondern auch die eigenen professionellen Möglichkeiten und Erfahrungen der Pflegenden entwickelt werden.»
Für uns gehören die theoretischen Ansätze Monika Krohwinkels, an deren Modell der «Fördernden Prozesspflege» wir unsere Handbücher zur ambulanten und stationären Pflege ausgerichtet haben, Tom Kitwoods zum person-zentrierten Ansatz und Cora van der Kooijs «Mäeutik» zusammen. Sie helfen das alltägliche Tun in der Pflege zu strukturieren und inspirieren uns, alte und neue Wege zu gehen. Es gibt nichts Praktischeres als gute Konzepte und Modelle, so eine Weisheit aus der Wissenschaftstheorie.
Christine Sowinski
Kuratorium Deutsche Altershilfe
im August 2006
Literatur
Besselmann, Klaus; Sowinski, Christine; Rückert, Willi (1998): Qualitätshandbuch Wohnen im Heim – Wege zu einem selbstbestimmten und selbständigen Leben. Ein Handbuch zur internen Qualitätsentwicklung in den AEDL-Bereichen. Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln
Besselmann, Klaus; Fillibeck, Heiko; Sowinski, Christine (2003): Qualitätshandbuch Häusliche Pflege in Balance – Wege zu einer familienorientierten Pflege. Ein Handbuch für beruflich Pflegende, pflegende Angehörige und Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf. Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln
Maciejewski, Britta; Sowinski, Christine; Besselmann, Klaus; Rückert, Willi (2001): Qualitätshandbuch – Leben mit Demenz. Zugänge finden und erhalten in der Pflege, Förderung und Begleitung von Menschen mit Demenz und psychischen Veränderungen. Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln
Kitwood, Tom (2005): Demenz – Der person-zentrierte Ansatz im Umgang mit verwirrten Menschen. Huber, Bern
Krohwinkel, Monika (2006): Rehabilitierende Prozesspflege am Beispiel von Apoplexiekranken – Fördernde Prozesspflege als System – Entstehung, Entwicklung und Anwendung. Huber, Bern
Vorwort
Seit Jahren sammele ich Geschichten aus der Praxis, Beispiele aus Abschlussarbeiten und alles, was ich in ein Buch über die Arbeit von Pflegenden einfließen lassen könnte. Was mir vorschwebte war ein sehr praxisnahes Buch, das angenehm zu lesen, jedoch auch theoretisch fundiert sein sollte. Ein Buch, das aufzeigt, mit welchen Fragen Pflegende ständig konfrontiert werden und wie sie damit umgehen. Fragen wie: «Kann dieser Bewohner dies oder jenes nicht doch besser selbst probieren?», «Wie bringe ich diese Bewohnerin einfach mal dazu, dass sie lächelt?», «Wie das wohl ist: so abhängig zu sein?» Und das immer und immer wieder, mit einer Engelsgeduld. Denn Pflegende haben ein Herz für die Menschen, die sie betreuen. Dennoch scheint es, als würde ihnen von der Gesellschaft nur wenig Vertrauen entgegengebracht. Sie müssen so oft Entscheidungen treffen, die ihren eigenen Gefühlen widersprechen. Nicht selten müssen sie alleine all die Betten machen, Zimmer oder Häuser versorgen – und das stets aufs Neue. Und auch wenn es ein wunderbarer Beruf ist: In solchen Situationen fühlt man sich zuweilen sehr allein gelassen. In diesem Buch plädiere ich für eine andere Berufsauffassung. Pflegende müssen Zeit haben, miteinander über die Pflege, Betreuung und Begleitung von Bewohnern und Klienten zu sprechen und Eindrücke, Erfahrungen und Gefühle auszutauschen. Pflegekraft zu sein bedeutet selbst zu beurteilen, was jemand braucht und die Entscheidung hinterher den Kollegen gegenüber begründen zu können. Dazu ist eine gemeinschaftliche Basis unerlässlich.
Dieses Buch soll nicht etwa eine populäre Version meiner Doktorarbeit Gewoon Lief Zijn? (Einfach lieb sein?) darstellen. In meiner Doktorarbeit geht es um die Betreuung Demenzkranker und um integrierte erlebensorientierte Pflege, wie diese sich aus der Validation, dem Snoezelen und anderen Ansätzen entwickelt hat. In Gewoon Lief Zijn? wurde eine theoretische Grundlage für die Einführung erlebensorientierter Pflege geschaffen1. Das vorliegende Buch jedoch beschreibt die erlebensorientierte Pflege in der Praxis mit Beispielen aus allen Bereichen der Betreuung alter Menschen und chronisch Kranker. Hier wird aufgezeigt, wie man mithilfe der mäeutischen Methodik Pflegende ermutigen kann, von ihrer eigenen, ganz einzigartigen Erfahrenswelt zu berichten.
Außerdem habe ich als Untertitel bewusst Erlebensorientiere Altenpflege mithilfe der Mäeutik gewählt. Es geht also um Pflege, die mit den Intentionen der Pflegenden übereinstimmt. Der Titel Ein Lächeln im Vorübergehen stammt aus einem Interview mit einer Pflegekraft, die sagte: «Es geht um die kleinen Dinge, die Freude bringen können. Einem Bewohner, der die ganze Zeit passiv in einer Ecke sitzt, ein Küsschen geben. Ein Lächeln im Vorübergehen.»2 Betreuung nach dem mäeutischen Modell bedeutet auch, dass die Menschen, die von Versorgung abhängig sind, mehr Lust auf den Tag und auf das Leben haben, wenn sie wissen, dass sie es mit kompetenten und freundlichen Pflegenden zu tun haben.
Dies ist in Kürze also, worum es in diesem Buch geht. Nun wird beim Lesen zweifellos so mancher meinen, dass ich die Dinge allzu positiv darstelle und bei sich denken: «Es gibt aber auch Pflegende, die alles andere als nett sind, sondern die einen anschnauzen, Macht ausüben und ihre Arbeit hinschludern!» Diese Leser möchte ich am liebsten bitten: «Begleiten Sie einmal die Pflegenden bei ihrer Arbeit, so wie wir das tun. Informieren Sie sich, fragen Sie sie, warum sie das tun, was sie tun. Achten Sie mal darauf, wie schwierig ihre Arbeit ist. Und denken Sie einmal mit uns darüber nach, wie wir die schöne und intelligente Seite des Pflegeberufs stärker herausarbeiten können.» Wenn ich hier also zu idealtypischen Beschreibungen neige, dann sei dem so.
Bei der deutschen Übersetzung haben wir uns möglichst genau an den Originaltext gehalten. Die Sprache der Praxisbeispiele wurde weitestgehend in der ursprünglichen Form belassen. Dadurch tauchen einige Pflegejargon-Begriffe im Text auf, die sensiblen Lesern politisch nicht korrekt erscheinen mögen. Ich habe an dieser Stelle der Authentizität einen höheren Stellenwert eingeräumt als der Political Correctness. Dem deutschsprachigen Leser wird möglicherweise manches etwas fremd erscheinen, vor allem, wo es den organisatorischen Kontext des Pflegebereichs betrifft. Allerdings findet in der Altenpflege in den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz hinsichtlich der Arbeitsumstände und Zielsetzungen eine stetige Annäherung statt, während man inhaltlich mit den gleichen Aufgaben konfrontiert wird. Zweimal wurde der Text tatsächlich verändert. So habe ich im Abschnitt über Konzeptentwicklung (Kap. 2.2) die Verwendung des Begriffes ‹Konzept› angepasst, da er in Deutschland eine etwas andere Konnotation hat als in den Niederlanden. Des Weiteren habe ich anstelle des Abschnitts über die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachrichtungen (Kap. 8.4 in der niederländischen Ausgabe) eine Darlegung eingefügt, die besser auf die deutschen Gegebenheiten zugeschnitten ist. Diesem Abschnitt liegen meine eigenen Erfahrungen zugrunde, die ich bei Schulungs- und Implementierungsprojekten in Deutschland und Österreich gemacht habe. Die erste Version des übersetzten Textes habe ich daraufhin zwei niederländischen IMOZ-Dozentinnen vorgelegt, die seit dreißig Jahren in Deutschland bzw. Luxemburg leben und arbeiten: Jeanette Lösing und Marjon Hulzebos. Auch auf die Übersetzung wurde also große Sorgfalt verwendet. An dieser Stelle möchte ich auch Antje von Glan danken, der es gelungen ist, den ursprünglichen ‹Ton› dieses Buches auch in der Übersetzung durchklingen zu lassen. Über viele Begriffe haben wir gemeinsam gebrütet, bis wir die optimale deutsche Formulierung gefunden haben. Christine Sowinski vom KDA möchte ich danken für das Geleitwort zur deutschen Ausgabe und die Empfehlung an den Verlag Hans Huber dieses Buch zu übersetzen. Dem Verlag Hans Huber, insbesondere Jürgen Georg, Thomas Moser und Britta March danke ich für die Redaktion der deutschen Übersetzung.
In den letzten Jahren wurde ich häufig gefragt, wann mein deutsches Buch erscheinen würde. Endlich ist es so weit. Ich wünsche Ihnen allen viel Freude beim Lesen und freue mich auf Ihre Kommentare sowie auf schöne Beispiele und Geschichten.
Juni 2006 Cora van der Kooij
Vorwort zur zweiten deutschen Auflage
Die Leser haben «Ein Lächeln…» so geschätzt, dass sich eine zweite Auflage lohnt. Dadurch fühle ich mich in meinen Auffassungen und in meiner Arbeit positiv bestätigt. Was mich treibt, ist die Ansicht, dass der Pflegeberuf und die Erfahrungswelt von Pflegenden einer beachtlichen beruflichen und emotionalen Komplexität bedürfen.
In dieser zweiten Auflage hat sich neben einem ergänzenden Beitrag von Andrea Jandt wenig verändert. Es gibt jedoch inzwischen ein zweites deutschsprachiges Buch: «Das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell. Darstellung und Dokumentation» (van der Kooij, 2010). Seit Erscheinen dieses zweiten Buches sagen mir die Mäeutik-Dozentinnen wiederholt: «Eigentlich sollte man zuerst das zweite Buch lesen und danach das erste». In «Ein Lächeln…» ist die Erlebenswelt von Mitarbeitern ausführlicher beschrieben, basierend auf der Forschungsarbeit von Christine Sowinksi über Spannungsfelder und Strategien von Pflegekräften. Auch das empathische, suchende Reagieren und dementsprechendes Handeln ist in «Ein Lächeln…» systematisch dargestellt. Das heißt also, dass die Bücher einander ergänzen.
Allmählich gelingt es, dass das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell sich einen eigenen Platz erwirbt, neben anderen anerkannten Pflegemodellen. Dieses Modell ist in der Praxis entstanden, also nicht mit Rückendeckung einer Universität oder Fachhochschule. Es entwickelte sich durch regelmäßige Wechselwirkung von Forschung und Pflegewissenschaft. Es ist ein «frei entstandenes» Modell, das neben theoretischer Vertiefung sehr viele Beiträge von Mitdenkern aus der Pflegepraxis enthält.
Einem wissenschaftlichen und pflegephilosophischen Austausch gehen wir nicht aus dem Weg, ganz im Gegenteil. Was uns aber am meisten freut, sind die positiven Berichte aus Einrichtungen, die nach diesem Modell pflegen und betreuen, sowie die positiven Rückmeldungen von Heimaufsichten und anderen Begutachtern.
Wir, meine Dozentinnen und ich, wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und hoffentlich erneute Inspiration für die täglichen Aufgaben.
Dr. Cora van der Kooij
Literatur
Cora van der Kooij (2010). Das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell. – Darstellung und Dokumentation. Bern: Huber.
1 Cora van der Kooij (2003). Gewoon Lief Zijn? [Einfach nett sein?] Das mäeutische Pflegemodell und die Einführung der integrierten erlebensorientierten Pflege in psychogeriatrischen Wohnbereichen. Doktorarbeit, Vrije Universiteit Amsterdam. Kann nur über IMOZ bestellt werden. 2002 als Handelsausgabe unter dem Titel Gewoon Lief Zijn? Het maieutisch zorgconcept en het verzorgen van mensen met dementie [Einfach nett sein? Das mäeutische Pflegemodell und die Versorgung von Demenzkranken], Utrecht: Lemma.
2 Nominiert als Pflegekraft des Jahres 2003. Tijdschrift voor Verzorgenden (Zeitschrift für Pflegende) Dezember 2003, S. 13.
Erläuterung
Dies ist ein Buch über den Beruf der Altenpflegerin und über die Frage, wie dieser Beruf in das eigene Leben, die eigene Persönlichkeit hineingreift. Ich selbst bin keine Altenpflegerin, sondern Krankenschwester. In der Zeit, in der ich die entsprechende Ausbildung erhielt – in den 1960er Jahren – war der Altenpflegeberuf (für die Pflege von chronisch Kranken und alten Menschen) in den Niederlanden neu. Wir wussten kaum, was Altenpflegerinnen und -pfleger taten und erst recht nicht, wie sie ausgebildet wurden. Doch ich sagte immer von mir selbst: «Eigentlich bin ich keine Kranken-, sondern eine Altenpflegerin. «Ich habe mich gern um alte Menschen gekümmert, habe mit ihnen gescherzt, und ich hatte auch keine Probleme damit, jeden Tag zum Teil furchtbare Wunden sorgfältig zu reinigen und zu verbinden. Mir gefiel diese Arbeit. Während ich mit einer solchen Wunde beschäftigt war, schenkte ich dem Patienten zugleich auch die nötige Zuwendung. So entstand eine Art Vertrautheit: Es ging um viel mehr als nur um das Verbinden der Wunde.
Jahre später arbeitete ich wieder in einem Krankenhaus und machte dieselben Erfahrungen. Besonders lebhaft erinnere ich mich an die Patienten, die ich – so wie ich das empfand – in ihrer Angst vor dem, was kommen würde, wirklich begleiten konnte. Im darauf folgenden Jahr wurde ich Praxisbegleiterin in einem Pflegeheim. Dort berührte mich die Arbeit der Altenpflegerinnen und die Art, wie sie sich selbst sahen: «Wir sind doch nur…»
Ich fühlte mich machtlos, war nicht ausreichend in der Lage, ihnen die andere Seite zu zeigen. Zugleich war deutlich, wie wenig diese sehr hospitalisierte Umgebung den Bewohnern gerecht wurde. Wie konnte ich meinen Auszubildenden und am liebsten auch allen Diplomierten verdeutlichen, dass sie viel mehr konnten, als sie taten. Dass viel mehr Kontakt möglich war, viel mehr Ruhe und Kreativität? Dass sie viel mehr auf die Persönlichkeit der Menschen, die sie versorgten, eingehen konnten? Die Arbeit in einem Pflegeheim war alles andere als einfach. Pflegende mussten hilflose, verkrümmte, verwirrte und oft todkranke Menschen waschen, mussten sie ankleiden, sie zur Toilette führen. Auch erkannte ich, wie schwer die Aufgabe der Wohnbereichsleitung war: all die Bewohner, Pflegenden, Auszubildenden, Mitarbeiter, die eine exakt auf sie abgestimmte Beachtung brauchten. Die fortwährende Notwendigkeit, psychologische, begleitende Aufgaben und organisatorische Verantwortung zu kombinieren – das war alles andere als leicht. Und ich dachte: Das muss die Welt einfach wissen! Ich will, dass die Gesellschaft diese Arbeit angemessen zu schätzen weiß.
Und so setzte ich mich ab 1981 dafür ein, dass das Talent zum Pflegen in ein angemesseneres Licht gerückt wird. Es handelt sich dabei um ein Talent, das diejenigen, denen es zu Eigen ist, selbst nicht wirklich achten. Da ist nichts in ihrer Haltung, das fordert: Schaut mich an, wie gut ich doch pflege! Diese Bescheidenheit ist natürlich äußerst sympathisch, jedoch nicht gerade effektiv. Der Beruf kann sich nicht weiterentwickeln, wenn Pflegende sich selbst nicht des ganz Eigenen und Spezifischen ihres Erfahrungsbereichs bewusst sind. In den letzten Jahren jedoch sind die Pflegenden selbstbewusster geworden.
Auch wird hier das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell erläutert – die Frucht langer Jahre des Arbeitens, des Sammelns von Erfahrungen, des Nachdenkens und Diskutierens. Es integriert erlebensorientierte Pflege, das heißt integrierte Anwendung von Herangehensweisen und Methoden, einen bedürfnisorientierten Pflegeprozess, Bezugspflege und das Qualitätskonzept der «lernenden Organisation». Das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell ist nicht aus einem Bedürfnis heraus entstanden, einen Anspruch auf eine Domäne zu erheben oder positive inhaltliche Entwicklungen zu monopolisieren. Vielmehr entstand es aus dem Ringen mit Fragen wie: «Was tue ich eigentlich, wenn ich jemanden betreue, was passiert, wenn ich Kontakt aufnehme… mit dem anderen, mit mir selbst?», «Wie kann ich wissen, ob ich das Bestmögliche tue?», «Inwiefern darf ich ich selbst sein, wenn ich jemanden betreue?», «Wie viel Freiraum habe ich, um das zu tun, was ich für notwendig halte?». Das sind Fragen, die sich Pflegende nur allzu oft stellen.
Das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell bietet Pflegenden und Teams einen richtungsweisenden Rahmen, um diese Fragen zu beantworten. Damit sind die Wohnbereichsleitungen und Manager aufgefordert, den Pflegenden in ihrer Einrichtung oder Organisation jeden möglichen Raum zu bieten, damit diese ihre Arbeit gemäß ihren Talenten und Kapazitäten ausführen können. Zu einem späteren Zeitpunkt werden auch Bücher mit Berichten über die praktische Einführung in verschiedenen Sektoren der langfristigen Betreuung und mit methodischen Instrumenten (im Niederländischen) erscheinen.
Dieses Buch ist also ein Beitrag zu jener breiten Bewegung von Menschen, die den Mut haben, Stellung zu beziehen, und die sich für das Herz, die emotionale Wärme und Intelligenz in der Pflege stark machen wollen.
Eine Übersicht über die Kapitel
Dieses Buch ist eine allgemeine Darlegung über die Arbeit von Pflegenden aus der Perspektive des mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodells und stellt sowohl eine theoretische als auch praktische Einleitung in das mäeutische Modell dar. Um die Wechselwirkung mit der Praxis zu illustrieren, finden Sie im Anschluss an jedes Kapitel Beispiele aus dem Arbeitsalltag. Diese Beispiele stammen aus meiner eigenen Arbeits- und Lebenserfahrung, aus Abschlussarbeiten3 und aus Berichten von IMOZ-Dozenten. Die Erlebenswelt von Bewohnern und Klienten findet in diesem Buch also reichlich Beachtung, wird jedoch immer durch die Augen der Pflegenden betrachtet. Für Pflegende ist es noch recht ungewohnt, in Begriffen wie Professionalität, Pflegeleitbilder oder Organisationsmodelle zu denken. Darum werden diese Termini am Anfang von Kapitel 2 erläutert. Anschließend werden die Konturen und wichtigsten Ausgangspunkte des mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodells beschrieben. Ein wesentliches Kennzeichen dieses Modells ist der mäeutische Pflegeprozess, der in Kapitel 3 präsentiert wird. Diese Methodik charakterisiert den Bewohner oder Klienten als den Menschen, der er ist, und fragt nach seinen Bedürfnissen, nach all den scheinbar so kleinen ‹Wehwehchen›, auf die eine Pflegekraft achtet. Die Einführung dieser Methodik bedeutet eine wirkliche Veränderung: Es bieten sich mehr Möglichkeiten, und es ist auch mehr ‹erlaubt›. Will man jedoch den Sprung wagen und auf diese Weise arbeiten, müssen Pflegende sich eine neue Art der Zusammenarbeit aneignen. Um die Notwendigkeit dieser Veränderung zu untermauern, konzentrieren sich die Kapitel 4 und 5 auf die Erfahrens- und Erlebenswelt der Pflegenden, wobei ganz besonders die gefühlsmäßigen Seiten dieses Berufs beleuchtet werden. Hier stütze ich mich zu großen Teilen auf das Werk von Christine Sowinski, die diesen Bereich auf die ihr eigene, eindringliche Weise thematisiert hat. Kapitel 6 und 7 beschreiben die praktischen Seiten des Berufs des Altenpflegers: abstimmen und Kontakt aufbauen mithilfe erlebensorientierter Fertigkeiten. Verschiedene Methoden und Herangehensweisen wurden zur integrierten erlebensorientierten Pflege umgeschmiedet und im Konzept des suchenden Reagierens ausgearbeitet. Im letzten Kapitel geht es um die Einführung des mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodells und um die Frage, welche Anforderungen dabei an die Heim- und Wohnbereichsleitungen gestellt werden. Dieses Kapitel basiert auf Erfahrungen aus den Niederlanden, Deutschland und Österreich.
Dieses Buch beschränkt sich also nicht auf Demenzbetreuung aber ist gemeint als Vorstellung des mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodelles. Es behandelt Alters- und Langzeitpflege und Betreuung als Erfahrungsgebiet von Pflegenden und wird eben deswegen in den Niederlanden von Pflegenden sehr geschätzt.
3 Dies sind Abschlussarbeiten, die ich als Mitglied der Jury für den «Scriptieprijs» (Preis für die beste Abschlussarbeit) der Tijdschrift voor Verzorgenden gelesen habe. Selbstverständlich habe ich die Abschlussarbeiten verwendet, die gewonnen haben. Doch auch in den anderen Abschlussarbeiten werden besonders schöne Beispiele genannt, die ich aufbewahrt habe, um sie irgendwann einmal in einem Buch einbringen zu können.
1 Pflegetalent als gesellschaftlicher Wert
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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