Eine kurze Geschichte der Gleichheit - Thomas Piketty - E-Book

Eine kurze Geschichte der Gleichheit E-Book

Thomas Piketty

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Beschreibung

Links, frech und gegen die Macht der Milliardäre: Thomas Piketty als Graphic Novel

Mit seinen Bestsellern "Das Kapital im 21. Jahrhundert" und "Kapital und Ideologie" hat Thomas Piketty eine internationale Debatte über die Ursachen sozialer Ungleichheit in Gang gebracht. Anschließend hat er für alle, die keine Zeit für die Lektüre der beiden dicken Wälzer hatten, "Eine Kurze Geschichte der Gleichheit" nachgelegt. Nun haben der Zeichner Sébastien Vassant und der Texter Stephen Desberg daraus eine Graphic Novel gemacht - eine Weltgeschichte der sozialen Konflikte, kapitalismuskritisch und post-kolonial, rasant und im Klartext, geschrieben für eine junge Generation, die keine Lust hat, sich von autoritären alten Männern und sinistren Tech-Kapitalisten die Zukunft stehlen zu lassen.

In "Eine kurze Geschichte der Gleichheit" sieht und benennt Thomas Piketty den Fortschritt in der Geschichte, und er zeigt uns auch, mit welchen Mitteln er erzielt wurde. Aber zugleich verwandelt er die historischen Einsichten in einen Aufruf an uns alle, den Kampf für mehr Gerechtigkeit energisch fortzusetzen, auf stabileren Fundamenten und mit einem besseren Verständnis für die ökonomischen und politischen Machtstrukturen der Gegenwart. Denn auf dem langen Weg zu einer gerechteren Welt stellt sich für jede Generation die Frage, ob sie ein neues Kapitel der Gleichheit aufschlägt - oder eines der Ungleichheit.

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Veröffentlichungsjahr: 2026

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Links, frech und gegen die Macht der Milliardäre:
Thomas Piketty als Graphic Novel
Mit seinen Bestsellern »Das Kapital im 21. Jahrhundert« und »Kapital und Ideologie«
hat Thomas Piketty eine internationale Debatte über die Ursachen sozialer
Ungleichheit in Gang gebracht. Anschließend hat er für alle, die keine Zeit für die
Lektüre der beiden dicken Wälzer hatten, »Eine Kurze Geschichte der Gleichheit«
nachgelegt. Nun haben der Zeichner Sébastien Vassant und der Texter Stephen
Desberg daraus eine Graphic Novel gemacht – eine Weltgeschichte der sozialen
Konflikte, kapitalismuskritisch und post-kolonial, rasant und im Klartext, geschrieben
für eine junge Generation, die keine Lust hat, sich von autoritären alten Männern und
sinistren Tech-Kapitalisten die Zukunft stehlen zu lassen.
In »Eine kurze Geschichte der Gleichheit« sieht und benennt Thomas Piketty den
Fortschritt in der Geschichte, und er zeigt uns auch, mit welchen Mitteln er erzielt
wurde. Aber zugleich verwandelt er die historischen Einsichten in einen Aufruf an
uns alle, den Kampf für mehr Gerechtigkeit energisch fortzusetzen, auf stabileren
Fundamenten und mit einem besseren Verständnis für die ökonomischen und
politischen Machtstrukturen der Gegenwart. Denn auf dem langen Weg zu einer
gerechteren Welt stellt sich für jede Generation die Frage, ob sie ein neues Kapitel
der Gleichheit aufschlägt – oder eines der Ungleichheit.
SÉBAST I EN VASSANT
STEPHEN DESBERG
NACH DEM BUCH VON THOMAS PIKE T T Y
E INE KUR ZE GESCHICHTE
DER
GLEICHHE I T
Aus dem Französischen von
STEFAN LORENZER
C.H.B EC K
Ungleichheit ist vor allem eine soziale, histo-
rische und politische Konstruktion.
FÜR WEN HÄLT ER SICH? NUR WEIL ER
EINEN STREITWAGEN, FÜNFZEHN SKLAVEN
UND EINE VILLA AM MEER HAT?
3
Es gibt stets mehr als eine
Art und Weise, ein Eigentum-
oder Grenzregime, eine soziale
und politische Ordnung, ein
Steuer- oder Bildungssystem
zu organisieren.
DER PLEBS FORDERT MEHR SESTERZEN UND WILL
AUFBEGEHREN. EKELHAFT.
WENN DIE WÜSSTEN, WAS EINE ORGIE KOSTET! UND DER
GEFÜLLTE OTTER … DIE
STRAUSSENLEBER …
… UND WELCHE ARBEIT DAS
UNS SKLAVEN MACHT, WEISS
AUCH KEINER.
4
Es geht um politische Entscheidungen. Sie
hängen von den Kräfteverhältnissen zwischen
sozialen Gruppen und den jeweiligen Weltan-
schauungen ab.
ABER WARUM NICHT?
WIR MÖCHTEN
WENIGER STEUERN!
NEIN!
WEIL ICH MASSENHAFT SOLDATEN
HABE UND MEINE SOLDATEN SCHWER
BEWAFFNET SIND.
Diese Entscheidungen führen zu Strukturen
der Ungleichheit, die je nach Gesellschaft und
Epoche extrem variieren.
WIR FORDERN BESSERE ARBEITSBEDINGUNGEN.
WENIGER FRONDIENST UND MEHR GELD
IN DER TASCHE.
UND WARUM?
IHR STELLT MICH
VOR EIN DILEMMA.
WENN ICH GEZWUNGEN
BIN, EUCH ABZUSCHLACH-
TEN, FEHLEN MIR ARBEITS-
KRÄFTE FÜR DIE FELDER.
HMM … NEIN.
UND DANN MUSS ICH DAS NACHBAR-
SCHLOSS ÜBERFALLEN UND MIR SEINE
BAUERN HOLEN. ALSO HABEN EURE NACH-
BARN DORT NOCH MEHR ARBEIT.
HABT IHR EUCH MAL ÜBERLEGT,
WIE DANN DIE ARBEITSBEDINGUNGEN
EURER NACHBARN AUSSEHEN??
5
Aller Wohlstand in der Geschichte ist
Resultat kollektiver Prozesse.
ZUM ANGRIFF!
AN DIE LATERNE
MIT DEN ARISTO-
KRATEN!
WAS WISST IHR DENN VON DEN ARBEITSBEDINGUNGEN EINES ADLI-
GEN HERRN!
EIN CEMBALO-
LEHRER KOS-
TET ODER DIE
PERÜCKEN-
PFLEGE!
UND WAS
Menschliche Gesellschaften erfinden ständig Regeln und
Institutionen, um Reichtum und Macht zu verteilen.
Aber stets treffen sie dabei reversible politische Ent -
scheidungen. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert
gibt es eine langfristige Tendenz zu mehr Gleichheit.
Diese Tendenz entspringt dem Auf-
begehren gegen Ungerechtigkeiten,
das es möglich gemacht hat, Kräfte-
verhältnisse zu verändern, Institutio-
nen zu stürzen, die unter dem Schutz
der herrschenden Klassen, der Nutz-
nießer sozialer Ungleichheit stehen,
und gerechtere soziale, ökonomische
und politische Regeln einzuführen.
UNS MIT GEMÜSE ZU BEWERFEN! WIE SOLLEN
DIESE BAUERN LANDWIRTSCHAFTLICHE RESSOURCEN
VERWALTEN?! DIE WERDEN UNS ANFLEHEN, INS
SCHLOSS ZURÜCKZUKEHREN.
6
Allgemeiner gesprochen,
sind es die Bauernaufstände
von 1788—1789 und die Er-
eignisse der Französischen
Revolution, die zur Abschaf-
fung der Adelsprivilegien
führen.
ES REICHT!
WIR FORDERN
EINE DEBATTE ÜBER
DIE HÖCHSTPREISE!
WIR BRAUCHEN FESTE
WEIZENPREISE.
Und es ist der Sklavenaufstand
von Saint-Domingue von 1791,
der das Ende des atlantischen
Sklavenhandels einläutet.
GENUG!
ES REICHT!
Im 20. Jahrhundert haben
soziale und gewerkschaftliche
Mobilisierungen eine Schlüssel-
rolle bei der Schaffung neuer
Kräfteverhältnisse zwischen
Kapital und Arbeit und beim
Abbau von Ungleichheiten
gespielt.
DAS MASS IST
VOLL!
ÇA SUFFIT
Die beiden Weltkriege können ihrer-
seits als Konsequenz der sozialen
Spannungen und Widersprüche
gelten, die mit der unerträglichen
Ungleichheit einhergingen, die vor
1914 auf nationaler wie interna-
tionaler Ebene herrschte.
ENOUGH!
7
In den USA war ein Bür-
gerkrieg nötig, um 1865
der Sklaverei ein Ende zu
setzen.
Ein Jahrhundert später,
1965, führt eine starke afro-
amerikanische Mobilisierung
zur Abschaffung des Systems
der legalen »Rassen«-Dis-
kriminierung.
In Afrika spielen in den
1950ern und 1960ern die
Unabhängigkeitskriege eine
Schlüsselrolle bei der Über-
windung des europäischen
Kolonialismus.
GEBT UNS UNSER LAND
ZURÜCK!
NEIN.
ABER WARUM NICHT?
IST JA SCHON GUT! DE GAULLE HAT
ALLES AUSGEHANDELT. WIR GEHN.
(ZUMINDEST …
OFFIZIELL)
WEIL WIR EUCH SCHULEN, GESUND-
HEITSEINRICHTUNGEN UND FAHRRÄDER
GEBRACHT HABEN. WIR BRAUCHEN ZEIT,
DAMIT SICH DAS RECHNET … IN DREIS-
SIG JAHREN.
8