Eine Theorie des selektiven Bezugs - Kai Pege - E-Book

Eine Theorie des selektiven Bezugs E-Book

Kai Pege

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Beschreibung

Die von Kai Pege vorgelegte Theorie beschäftigt sich mit sprachlichen Bezügen. Das Wort ‚selektiv‘ wird in diesem Kontext genutzt, weil die Herangehensweise deskriptiv ist, nicht normativ, weil berücksichtigt wird, dass Bezüge auf Wirklichkeiten einzuschätzen sind, nicht einfach gegeben sind. Selektiv vorzugehen, ist ohnehin Forschungspraxis, nicht einmal an der Bildung eines verbindlichen Ideals hat er ein bekundetes Interesse. Gleichwohl entwickelt er im Kontext seiner Analysen ein sprachliches Verfahren, das in besonderer Weise nach Angemessenheit fragt, nach der Angemessenheit von sprachlichen Bedeutungen und möglichen Bezügen. Kai Pege spricht von einem ‚analytisch differentiellen‘ Vorgehen, das sogar sprachliche Synonomie verwirft, zu Gunsten von sprachlichen Unterschieden, und zwar zur Erlangung von Bezugsrelevanz und möglichen Bezügen. Ein nicht geringes Gewicht hat in dem Essay die Auseinandersetzung mit relevanten Positionen von Tarski, Quine, Davidson, Kripke, Putnam.

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Seitenzahl: 107

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Eine Theorie des selektiven Bezugs

Kai Pege

AutorenVerlag Matern

Die von Kai Pege vorgelegte Theorie beschäftigt sich mit sprachlichen Bezügen. Das Wort ‚selektiv‘ wird in diesem Kontext genutzt, weil die Herangehensweise deskriptiv ist, nicht normativ, weil berücksichtigt wird, dass Bezüge auf Wirklichkeiten einzuschätzen sind, nicht einfach gegeben sind. Selektiv vorzugehen, ist ohnehin Forschungspraxis, nicht einmal an der Bildung eines verbindlichen Ideals hat der Autor ein bekundetes Interesse.

Gleichwohl entwickelt Kai Pege im Kontext seiner Analysen ein sprachliches Verfahren, das in besonderer Weise nach Angemessenheit fragt, nach der Angemessenheit von sprachlichen Bedeutungen und möglichen Bezügen. Er spricht von einem ‚analytisch differentiellen‘ Vorgehen, das sogar sprachliche Synonomie verwirft, zu Gunsten von sprachlichen Unterschieden, und zwar zur Erlangung von Bezugsrelevanz und möglichen Bezügen. Ein nicht geringes Gewicht hat in dem Essay die Auseinandersetzung mit relevanten Positionen von Tarski, Quine, Davidson, Kripke, Putnam.

1. EBook-Auflage 2015, Version 1.1 Copyright © 2015 AutorenVerlag Matern Cover-Design: Joshua, unter Verwendung von Textures aus dem Portal: freetextures.org Zeichensätze: linuxlibertine.org www.softmaker.de (Cover) ISBN 978-3-929899-85-6 (ePub) ISBN 978-3-929899-86-3 (Kindle) ISBN 978-3-929899-87-0 (PDF) Alle Rechte vorbehalten

Einleitung

Der Text dieses Buches beschäftigt sich mit nur einem Thema: mit sprachlichen Bezügen. Der Kontext ist ein sprachphilosophischer, der primär analytisch ausgerichtet ist, gleichwohl entfalte ich eine umfangreiche Kritik, sowohl an analytischen Erörterungen als auch an umgangssprachlichem Verhalten. Es sind nur zwei Kapitel zu finden: Zunächst wird eine Abgrenzung der Sprache von Zeichen, Symbolen und Namen vorgenommen, denen es an einer Bezugsrelevanz fehlt, um mir überhaupt einen Zugang auf Sprache zu ermöglichen. Im zweiten, umfangreicheren Kapitel, steht eine unüberbrückbare Differenz von Sprachlichem und Nicht-Sprachlichem im Zentrum, die fraglich werden lassen kann, was denn Bezüge seien.

Analytische Erörterungen führten häufig zu Stellvertreterfunktionen von Zeichen innerhalb naturwissenschaftlicher Modelle. Was dies mit Sprache zu tun hat, diese Frage wurde leider unterschlagen. Modelle lassen sich durchaus mit der Wirklichkeit vergleichen, doch liegt dabei kein Bezug vor, sondern möglicherweise eine eineindeutige Abbildung, deren Relevanz freilich davon abhängig ist, was berücksichtigt wurde. Und eine Stellvertreterfunktion von Zeichen würde eine Austauschbarkeit bzw. Ersetzbarkeit voraussetzen, die nicht möglich ist. Kein Zeichen könnte die relevante Wirklichkeit ersetzen. Es bliebe nicht mehr als eine unangemessene Metapher, naturwissenschaftliche Prosa, die staunen lassen könnte.

Wenn Sprache eine analytische Relevanz erhalten soll, der vor Jahrzehnten beanspruchte „linguistic turn“ weist zumindest darauf hin, ist es erforderlich, sich auch mit Sprache zu beschäftigen. W.v.O. Quine hatte das Problem erkannt, hielt aber weiterhin an einer naturwissenschaftlichen Orientierung fest, auch wenn er sich nicht vereinnahmen lassen wollte. Ich gehe mit diesem Aufsatz einen Schritt weiter, stelle die Frage nach Sprache und Bezügen neu.

Mein Ausgang für die eigene Entwicklung bildet ein Über-etwas-sprechen, so vage dies in Einzelfällen auch geraten mag. Um Bezüge ermöglichen zu können, wird ein analytisch differentielles Verfahren (keine Methode) eingeschlagen, das dazu dient, aus den vielen Möglichkeiten des Über-etwas hervorgehen zu lassen, um was es gehen könnte bzw. geht. Ein möglicher Bezug ergibt sich, wenn durch einschränkende Maßnahmen etwas übrigbleibt.

Ein sprachliches Zutreffen, das bereits Aristoteles anführte, ist in diesem Zusammenhang viel relevanter als Modelle, beruht jedoch auf einem separaten Verhalten, einer gegebenen Einschätzung. Zu Beurteilendes kann nicht mehr als Bezugsrelevanz und einen möglichen Bezug haben.

Kai Pege, im April 2015

(1.1) Zeichen, Symbole und Worte

Zu voreilig wird ein allgemeiner Ansatz betrieben, zeichen-, symbol- als auch sprachtheoretisch, als ließen sich Vorkommnisse von Zeichen (de Saussure, Peirce), Symbolen (Goodman) und von Worten einer Sprache alle in gleicher Weise erfassen und behandeln. Es mag sein, dass man sich ernsthaft darum bemüht, all die fraglichen Fälle zu berücksichtigen, doch finden sich gerade deshalb erstaunliche Kuriositäten, die in das jeweilige Konzept nicht passen. Deshalb vollziehe ich zu Beginn eine Differenzierung zwischen Zeichen (bzw. Symbolen) und Worten, um mich im weiteren Verlauf der theoretischen Studie auf Worte und Sprache zu konzentieren.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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