Eine zerstörte Kindheit - Helmut Gottschalk - E-Book

Eine zerstörte Kindheit E-Book

Helmut Gottschalk

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Beschreibung

Eine zerstörte Kindheit! von Helmut Gottschalk. Leid, Eldend, und Hoffnung. Kriegsalltag in der Reichshauptstadt Berlin. Erinnerungen eines 8jährigen an Krieg und Frieden. Verdrängt aber nicht vergessen. Einmarsch russischer Soldaten und Kriegsende. Keine Antwort auf die Frage: Warum? Flucht mit Mutter und Bruder bis nach Bayern! Endlich keine Angst mehr haben müssen.

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Seitenzahl: 21

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Impressum

Eine zerstörte Kindheit - Erinnerungen eines 8jährigen an Krieg und Frieden

Helmut Gottschalk

published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de

Copyright: © 2012 Helmut Gottschalk

ISBN 978-3-8442-3595-1

Eine zerstörte Kindheit!

- Erinnerungen eines 8jährigen an Krieg und Frieden -

Berlin (Reichshauptstadt) im Jahre 1944.

Der Wohnort unserer Familie war ein beschaulicher Ort in Berlin-Britz.

Die Eltern hatten ein Einfamilienhaus am Stadtrand und eigentlich lebte es sich schön und ruhig, wenn nicht der Krieg wäre.

Mutter hatte zwei Söhne (Horst 11 Jahre und Helmut 8 Jahre alt).

Vater war, wie viele Väter, an der „Ostfront“.

Die Schule und der Bunker waren ca. einen Kilometer vom Haus entfernt und unsere fast tägliche Anlaufstelle.

Die Alliierten hatten die Lufthoheit und griffen mit unzähligen Bomben die Hauptstadt an und so war der Fliegeralarm unser ständiger Begleiter!

Bei Tag und bei Nacht heulten plötzlich die Sirenen und man musste sich mit den wichtigsten Papieren in einer Aktentasche zum Bunker begeben.

Ein geordneter Schulbesuch war in dieser Zeit nicht mehr möglich, denn er wurde durch die Sirenen ständig unterbrochen!

Trotz allem habe ich noch gute Erinnerungen an meine Lehrer, die uns mit großer Strenge, aber mit Wohlwollen, das wichtigste fürs Leben beibringen wollten.

Hierbei wurde auch mal der Rohrstock eingesetzt, was uns nichts geschadet hatte -wenn’s auch mal etwas weh tat!

Eines Tages kam Vater nochmals für wenige Tage auf „Fronturlaub“.

Die Freude war riesig und wir hingen ständig an seiner Hand.

Er wusste bereits, dass der Krieg für Deutschland verloren war, was aus Gesprächen mit Mutter zu erkennen war.

Nach außen durfte Vater sich nicht so äußern, da die Gestapo (Geheime Staatspolizei) allgegenwärtig war und die Todesstrafe drohte.

Die wenigen Tage waren zu schnell vorbei und der Vater musste wieder an die Front, die nun nicht mehr so weit entfernt war.

Wir waren wieder alleine und versuchten uns mit Gemüse aus dem Garten, Ähren und durch Kartoffeln sammeln auf anliegenden Feldern, zu ernähren, denn die „Lebensmittelmarken“ wurden immer weniger.

Auch der kleine Tante-Emma-Laden hatte kaum noch Ware zu bieten.

Es war Nacht und die Sirenen ertönten mit nervigen Klang als unüberhörbarer Heulton!

Mutter riss die Schlafzimmertür auf und jagte uns aus den Betten.

Schnell, schnell Jungs, es geht wieder los!

Eilig wurde sich angezogen, ein kleiner Koffer und die Aktentasche, die wichtige Unterlagen enthielt, gegriffen.

Auf dem Weg zum Bunker hörte man bereits die Flakgeschütze vom Ortsrand auf die anfliegenden Bomber schießen.

Unwillkürlich beschleunigten wir die Schritte, denn die Angst von Bombensplitter oder Bordkanonen getroffen zu werden, war unser Begleiter!