Einen prophetischen Lebensstil entwickeln - Luc Niebergall - E-Book

Einen prophetischen Lebensstil entwickeln E-Book

Luc Niebergall

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Beschreibung

Als Söhne und Töchter Gottes haben wir die übernatürliche Fähigkeit erhalten, seine Stimme zu hören. Zu verstehen, wie er zu uns spricht, ist ein wesentlicher Faktor, um den Herrn als Freund zu kennen. Der prophetische Dienst ist nicht wenigen Auserwählten vorbehalten, sondern für alle da. Gott erweitert unsere Fähigkeit zu verstehen, wie er mit uns spricht: durch sein (leises) Reden, durch Visionen, Träume und viele andere Wege. Gott weckt unsere geistlichen Ohren, sodass wir sein Sprachrohr für diejenigen sein können, denen er eine Begegnung mit seiner Liebe schenken möchte. In diesem Buch werden unter anderem folgende Themen behandelt: die Grundlagen des prophetischen Dienstes, die verschiedenen Arten, wie Gott spricht, wie man ein prophetisches Wort weitergibt und welche Fallstricke es dabei gibt.

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Seitenzahl: 132

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Luc Niebergall

Einen prophetischenLebensstil entwickeln

Werde zum Sprachrohr Gottes für die Welt!

GloryWorld-Medien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Auflage 2020

Copyright © 2016 by Luc Niebergall. Originaltitel: „Cultivating a Prophetic Lifestyle“.

© der deutschen Ausgabe 2020 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de

Alle Rechte vorbehalten

Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 1985, entnommen. Weitere Bibelübersetzung: Die Zürcher Bibel, Ausgabe 2007 (ZÜR).

Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.

Übersetzung: Elisabeth MühlbergerLektorat/Satz: Manfred MayerUmschlaggestaltung: Jens Neuhaus, www.7dinge.deUmschlagmotiv: pixabay

ISBN (epub): 978-3-95578-458-4

ISBN (Druck): 978-3-95578-358-7

 

 

Inhalt

1 Prophetie im Neuen Testament

2 Prophetie entmystifizieren

3 Die Sprache des Geistes

4 Die drei Aspekte von Prophetie

5 Prophetische Worte prüfen

6 Die vier Offenbarungsgaben

7 Typische Fallstricke des prophetischen Dienstes

8 Freundschaft mit Gott

9 Schlussfolgerung

 

 

 

Widmung

Ich widme dieses Buch meiner Freundin Colette,die als erste die Berufung auf meinem Leben erkannte.

Colette, ich danke dir,dass du so vielen eine Inspiration bist,eine Mutter des Glaubens und ein Vorbildeiner wahren Freundin Gottes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Entschluss, eine persönliche Kultur des Prophetischen zu entwickeln, entscheiden wir uns auch, das Wesen und den Sinn Christi anzuziehen.

Die Welt versucht Stein für Stein unsere wahre Identität zu verbarrikadieren, um die Wärme unserer inneren Schönheit hinter kalten und hartherzigen Mauern zu verbergen.

Wirklich prophetische Menschen freuen sich an dem Potenzial der anderen, auch wenn, das natürliche Auge blind dafür ist.

Sie blicken hinter die riesigen Bollwerke der Fehler und des Versagens, wo unentdeckte Schätze schlummern.

Prophetie sieht durch die Mauern hindurch und ruft verschüttete Bestimmungen hervor.

 

 

Kapitel 1: Prophetie im Neuen Testament

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich das erste Mal für jemanden ein treffendes prophetisches Wort vom Herrn erhielt.

Ich saß in einem Restaurant und nippte an einer Tasse Kaffee, als meine Aufmerksamkeit plötzlich auf einen Mann gelenkt wurde, der ein paar Tische weiter von mir saß und in sein Tagebuch schrieb. Als ich meinen Blick auf ihn richtete, sah ich vor meinem geistigen Auge das Bild eines kleinen Kindes, das durch eine Wiese lief und versuchte, einen Schmetterling zu fangen. Doch so sehr es sich auch anstrengte, war der Schmetterling immer ein wenig außer Reichweite. Dann hörte ich folgende Worte, die mir fast unmerklich durch den Kopf gingen: „Ich bin gerade dabei, Türen für diesen Mann zu öffnen, für die er gebetet hat, dass sie aufgehen, und Türen zu schließen, für die er gebetet hat, dass sie sich schließen.“

Sobald ich genug Mut aufgebracht hatte, den Mann anzusprechen und ihm meine Eindrücke mitzuteilen, ging ich zu ihm hin und stellte mich vor.

Nervös sagte ich zu ihm: „Es hört sich vielleicht seltsam an, aber ich bin Christ und ich glaube, dass Gott heute noch spricht. Ich habe den Eindruck, dass Gott mir eine Botschaft für Sie gegeben hat. Darf ich sie Ihnen mitteilen?“

Der Mann nickte zustimmend und deutete mir an, ich solle fortfahren.

Ich sagte: „Mir kam es so vor, als habe Gott gesagt, Sie hätten seit Ihrer Kindheit das Gefühl, der Schönheit hinterherzujagen, doch sei sie einfach immer ein wenig außer Reichweite gewesen. Ich glaube jedoch, dass Gott Ihnen sagen möchte, dass er gerade Türen in Ihrem Leben öffnet, für die Sie gebetet haben, dass sie aufgehen, und Türen schließt, für die Sie gebetet haben, dass sie sich schließen.“

Schockiert und verwirrt starrte der Mann mich an. Er schob sein Tagebuch über den Tisch und sagte mir, ich solle lesen, was er gerade geschrieben habe, kurz bevor ich zu ihm gekommen war. In seinem Tagebuch stand:

„Lieber Gott, seit ich ein kleines Kind war, habe ich mich gefühlt, als wäre ich auf der Jagd nach Schönheit, und doch war sie immer gerade so außer Reichweite. Öffne die Türen, für die ich seit Jahren gebetet habe, dass sie aufgehen, und schließe die Türen, für die ich gebetet habe, dass sie sich schließen.“

Einer meiner größten Herzenswünsche ist die Wiederherstellung des prophetischen Dienstes in der Gemeinde. Ich sehne mich danach, dass Gottes Kinder dem liebenden Wort des Vaters in ihrem Leben begegnen. Ich glaube, dass ein echtes Segenswort des Vaters die Waisen zu Söhnen und Töchtern machen kann. Damit die Welt jedoch den Segen des Vaters empfangen kann, muss die Gemeinde ihren übernatürlichen Zugang zu den Empfindungen seines Herzens besser verstehen. Und anschließend müssen wir uns ausrüsten lassen, zu seinem Sprachrohr für die Welt zu werden.

Mein Hauptanliegen mit diesem Buch ist es, dir Klarheit darüber zu geben, wie Gott spricht, damit du dem Herrn in einer freundschaftlichen Beziehung begegnen kannst, indem du seine Stimme hörst. Außerdem sollst du ausgerüstet werden, sein Wort dort weiterzugeben, wohin du berufen bist. Die Offenbarung unserer Identität in Christus muss uns zu der Erkenntnis bringen, dass wir die Brücke für übernatürliche Begegnungen der Menschen mit der Liebe sind. Über Liebe sollte man nicht nur reden, sondern sie ist eine Person, der man begegnen muss.

Viele in der Gemeinde glauben fälschlicherweise, dass wir uns nur zurücklehnen und darauf warten müssen, dass Gott etwas tut, wenn wir eine Geistwirkung erleben wollen. In 1. Korinther 14,1 lesen wir jedoch: „Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt!“ Wenn man das Wort „eifern“ in 1. Korinther 14,1 aus dem Griechischen übersetzt, bedeutet es wörtlich „begehren nach“. Dieser Vers könnte also folgendermaßen heißen: „Strebt nach Liebe und begehrt nach den geistlichen Gaben,besonders aber, dass ihr weissagt!“

Was der Apostel Paulus den Korinthern schrieb, war jedoch keine Empfehlung, sondern es war ein apostolisches Gebot und besagte, wenn die Korinther ein anhaltendes Wirken des Heiligen Geistes sehen wollten, müssten sie sich um den prophetischen Dienst bemühen und ihn begehren. Dieser Vers entlarvt die falsche Lehre, die besagt, dass wir „den Geber suchen müssen und nicht die Gaben“. Sicherlich müssen wir in erster Linie den Geber suchen. Damit wir jedoch in seiner Kraft wirken und seine Werkzeuge der Freiheit sein können, müssen wir auch nach den Gaben des Geistes trachten, insbesondere der Gabe der Prophetie.

Es gibt viel unnötigen Mystizismus und eine Menge Missverständnisse, was Prophetie anbetrifft. Dies ist sehr bedauerlich, aber logisch. Es leuchtet ein, dass der Feind versucht, eine der wertvollsten geistlichen Gaben von Gott zu verfälschen. Er will das prophetische Wort des Herrn zu etwas machen, wovor man sich fürchten muss; doch Gott sorgt dafür, dass dieser wunderbare Dienst wieder seinen rechtmäßigen Platz einnimmt. Vor dem prophetischen Dienst sollte man sich nur dann hüten, wenn man ein falsches Verständnis davon hat, wer der Vater wirklich ist. Würden wir verstehen, wie sehr der Vater uns liebt und annimmt, hätten wir keine Mühe, Gottes prophetische Worte anzunehmen.

Vor diesem Hintergrund werde ich mich zunächst mit einem der größten Missverständnisse im Zusammenhang mit dem prophetischen Dienst befassen. Das ist notwendig ist, damit ich meine Lehre auf einer soliden Grundlage aufbauen kann. Auch wenn ich an dieser Stelle eher theologisch vorgehe, ist es wichtig, dass du den Kern dessen, worüber ich schreibe, erfasst.

In den 80er-Jahren erlebte die weltweite Kirche eine rasche Erkenntniszunahme, wie wir durch das Werk am Kreuz die Stimme des Herrn hören können. Da wir unter dem Neuen Bund leben, haben wir das Neue Testament unter die Lupe genommen und nach einem prophetischen Vorbild gesucht, um zu wissen, wie wir prophezeien sollten. Schnell hat die aufkommende prophetische Gemeinschaft entdeckt, dass es in der Bibel nicht viele neutestamentliche Propheten gibt, die man studieren konnte. Tatsächlich gibt es außer Jesus wenige, die als Propheten bezeichnet werden, eigentlich nur Agabus (Apg 21,10), Judas und Silas (Apg 15,32), und auch von ihnen lesen wir nicht viel. Ich glaube, dass auch der Apostel Johannes ein Prophet war, wenn man bedenkt, dass er das Buch der Offenbarung verfasst hat; in der Bibel wird er jedoch nicht als solcher bezeichnet. Da wir im Neuen Testament nach dem Kreuz und der Auferstehung keine Verkörperung eines richtigen Propheten fanden, haben wir leider die Unterweisung von Paulus bezüglich dieses besonderen Dienstes in 1. Korinther 14 ignoriert. Es gab eine Gruppe hungriger Menschen, die lernen wollten, Gottes Stimme zu hören und sein Wort zu sprechen. Da es im Neuen Testament nicht viele Propheten gab, auf die man Bezug nehmen konnte, schaute der Leib Christi dorthin, wo es eine große Vielfalt von Propheten gab, und zwar ins Alte Testament.

Die Gemeinde benutzte dann die Propheten des Alten Testaments als Vorbild dafür, wie man prophezeien sollte. Dadurch haben wir uns als Menschen im Neuen Bund die Sichtweise des Alten Bundes angeeignet und begonnen, nach alttestamentlichen Prinzipien zu prophezeien. Eine der Hauptaufgaben eines Propheten im Alten Testament bestand darin, auf die Sünde des Volkes hinzuweisen, da die Sünde ein Hindernis zwischen dem Menschen und Gott darstellte. Ihr Dienst war hauptsächlich darauf ausgerichtet, Korrektur bzw. Zurechtweisung zu bringen, in der Hoffnung, dass das Volk Buße tun und die Sünde in ihrem Leben beseitigen würde, um eine Versöhnung zwischen dem Volk und Gott zu ermöglichen. Kehrte das Volk nicht um, war es oftmals die Aufgabe eines Propheten, die Konsequenzen seiner Sturheit durch Verurteilung und Gericht zu verkünden. Da dies ein charakteristisches Zeichen alttestamentlicher Prophetie war, begannen viele in den 80er Jahren, den Aspekt der Verurteilung und des Gerichts in ihren Prophetien zu betonen.

Man kann sich vorstellen, wie viele Menschen durch diese Art von Dienst verletzt wurden. Es war die Zeit, in der geistliche Leiter in Gemeindeversammlungen häufig durch Prophetie öffentlich Sünde aufdeckten, was ich in keiner Weise gutheiße oder dulde. Ich glaube nicht, dass es Gott jemals darum ging, seine Kinder zu demütigen. Da so viele Menschen in den 80er-Jahren durch den prophetischen Dienst verletzt wurden, distanzierten sich viele völlig davon. Seit jener Zeit befinden sich viele in der Gemeinde immer noch im Heilungsprozess von dem, was aufgrund falscher Vorstellungen von Prophetie geschehen ist. Gegenwärtig versuchen bewährte Propheten und Prophetinnen die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, indem sie klare Rahmenbedingungen für das Prophetische schaffen, damit die Ausübung dieses Dienstes wieder unbedenklich wird.

Ich glaube, dass die Anweisung von Paulus in 1. Korinther 14,3 (ZÜR) eine ausgezeichnete Vorlage für die neutestamentliche Prophetie ist. Sie lautet: „Wer dagegen prophetisch redet, spricht zu Menschen: Er erbaut, ermutigt1, tröstet.“

Wo die alttestamentliche Prophetie Gericht und Verurteilung brachte, bringt die neutestamentliche „Erbauung“, „Ermutigung“ und „Trost“. Wir müssen verstehen, dass sich der Charakter der Prophetie verändert hat, weil der Bund, unter dem wir leben, ein anderer ist.

Betrachten wir einmal den tiefgreifenden Wandel, den der Dienst des Propheten Elia durchmachte, als sich der Bund änderte. In Maleachi 3,23-24 steht: „Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage.“

Die Gemeinde muss das begreifen. Im Alten Testament bestand der Dienst Elias darin, die falschen Propheten zu vernichten und Feuer vom Himmel herabzurufen, um Menschen zu verzehren (vgl. 1 Kön 18 und 2 Kön 1). Im Neuen Testament besteht sein prophetischer Dienst jedoch in der Versöhnung von Familien. Wir sehen also, dass sich der Ausdruck des prophetischen Dienstes von Elia völlig veränderte, weil sich der Bund, unter dem die Menschen lebten, verändert hatte.

Vereinfacht gesprochen bedeutet Prophetie in neutestamentlicher Zeit: aus dem Herzen Gottes zu sprechen und zu verkünden, was er selbst bereits spricht. Die Prophetie offenbart unsere wahre Identität im Reich Gottes. Sie setzt Berufung und Bestimmung frei. Unsere Aufgabe als neutestamentliche prophetische Menschen besteht darin, über die Fehler und das Versagen der Menschen hinwegzublicken und den Schatz ihres wahren Wesens zu entdecken. Unsere Aufgabe ist es, Jesus in den Menschen zu sehen und ihnen die Herrlichkeit zuzusprechen, für die Gott sie geschaffen hat.

Die Heilige Schrift lehrt uns immer wieder, dass wir das verstärken, worauf wir schauen. Erinnerst du dich an Petrus, als er mit Jesus auf dem Wasser ging (vgl. Mt 14,25-33)? Solange Petrus sich auf Jesus konzentrierte, konnte er auf dem Wasser gehen, aber sobald er auf seine Umstände sah, bekamen diese Macht über ihn. Wenn wir Menschen durch prophetische Worte ständig auf ihre Fehler aufmerksam machen, dann geben wir den Fehlern nur mehr Macht. Wenn wir sie anderseits darauf hinweisen, wer Jesus in ihnen ist, verstärken wir das Wirken Christi in ihnen.

Die Welt ist sehr gut darin, die Menschen zu entmenschlichen und ihre wahre Größe und Würde zu verschleiern. Die Geschichte zeigt uns eine klare Erfolgsbilanz in der konsequenten Taktik der Entmenschlichung. Der Holocaust entstand durch die Entmenschlichung des jüdischen Volkes. Millionen von Juden wurden getötet, weil die Nationalsozialisten einer Lüge glaubten, welche die Bedeutung und Größe Israels verborgen hielt. Abtreibung hat die Welt davon abgeschnitten, die Bedeutung des menschlichen Lebens zu erkennen. Die Lüge der Klassen- und Rassentrennung brachte eine Diskriminierung mit sich, die zu Rassismus und Sklaverei führte. Immer noch werden die Menschen tagtäglich mit Entmenschlichung konfrontiert, da Lügen unsere wahre Größe und Bedeutung zu verbergen drohen.

Die neutestamentliche Prophetie blickt hinter das, was die Welt über uns denkt, und ruft das hervor, was Gott über uns ausgesprochen hat. In der neutestamentlichen Prophetie geht es nicht darum, die negativen Seiten der Menschen hervorzuheben, sondern darum, das zu verkünden, was ihr Vater bereits über sie verkündet hat.

In Hesekiel 37 (ZÜR) ging es Hesekiel nicht darum, den trockenen Knochen zu sagen, dass sie trockene Knochen seien. Er sprach: „Seht, ich lasse Geist in euch kommen, und ihr werdet leben. Und ich gebe euch Sehnen und lasse Fleisch wachsen an euch, und ich überziehe euch mit Haut und lege Geist in euch, und ihr werdet leben, und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin.“ Hesekiel sprach in ihr Potenzial hinein, und aus den trockenen Knochen wurde eine große Armee. Prophetie bedeutet, aus dem Herzen des Vaters zu einer Person zu sprechen. Wenn wir aus dem Herzen des Vaters sprechen, dann müssen wir verstehen, dass er seine Kinder durch das Blut des Lammes sieht.

Im Alter von zwanzig Jahren erlebte ich in einem Gottesdienst Gottes mächtiges Wirken. Ich hörte der Lehre eines Gastredners mit einem weltweiten prophetischen Dienst zu. Während der Lehre sprach der Heilige Geist zu mir und sagte: „Ich habe gerade zu diesem Redner gesprochen, er solle über dich prophezeien. Er wird dir Folgendes sagen: Du warst mit Wenigem treu, deshalb wird Gott dir viel geben. Heute beginnt dein Dienst, denn du bist als Wegweiser für diese Generation berufen.“

Nachdem der Herr zu mir gesprochen hatte, saß ich auf meinem Platz und fragte mich, ob das, was ich gehört hatte, vom Herrn sei oder nicht. Es vergingen nicht einmal zwei Minuten, als der Redner mitten im Satz innehielt und auf mich zeigte. Er sprach zu mir: „Steh auf.“ Als ich aufstand, sagte er: „Du warst mit Wenigem treu, deshalb wird Gott dir viel geben. Heute beginnt dein Dienst, denn du bist als Wegweiser für diese Generation berufen.“

Als ich nach dem Gottesdienst nach Hause gehen wollte, sprach der Heilige Geist zu mir und sagte, ich solle in ein bestimmtes Café in der Stadt gehen. Als ich dort ankam, sah ich einen alten Freund von mir, der mit seinem Freund Kaffee trank. Während wir miteinander redeten, begann er mir zu erzählen, dass er und sein Freund gerade gemeinsam eine Hausgemeinde gründeten. Wir unterhielten uns über Gottes Wirken und tauschten Heilungszeugnisse aus. Am Ende des Gesprächs luden sie mich ein, in ihrer Gemeinde zu sprechen. Es war das erste Angebot, das ich je erhalten hatte, in einer Gemeinde zu sprechen, und dies noch in derselben Stunde, in der ich ein prophetisches Wort erhalten hatte, dass mein Dienst an jenem Tag beginnen würde.