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Du weißt, was zu tun ist. Aber Du tust es nicht? Hast Du wieder einen Podcast gehört, aber nichts verändert? Wolltest Du gestern anfangen und hast's wieder verschoben? Fragst Du Dich, wie lange Du Dich noch selbst belügen willst? Du bist nicht überfordert. Du bist nicht zu dumm. Du bist bequem. In der Illusion, dass Du noch Zeit hast. Aber die Wahrheit ist: Du hast kein Umsetzungsproblem. Du hast ein Entscheidungsproblem. Und davor läufst Du weg. Dieses Buch reißt Dir die Ausreden vom Leib und legt schonungslos offen, was Du nicht hören willst: Es liegt an Dir. Nicht an fehlendem Wissen. Nicht an äußeren Umständen. An Deiner Angst. Deinem Zögern. Deiner feigen Hoffnung, dass irgendwas von allein besser wird. "Einfach machen" ist kein weiterer Selbstoptimierungsratgeber. Es ist eine Konfrontation. Mit Deiner Bequemlichkeit. Deinen Ausflüchten. Deinem Ego. Daniel Fellhauer redet nicht um den heißen Brei. Er zeigt Dir, warum Du trotz all Deines Wissens nicht vorankommst und wie Du Dir endlich selbst in die Augen schaust. Ohne Bullshit. Ohne Tschakka-Sprüche. Sondern mit einer Klarheit, die Dich trifft. Und verändert. Denn der einzige Unterschied zwischen denen, die reden, und denen, die liefern, ist: Sie machen einfach. Trotz Angst. Trotz Zweifel. Trotz Unlust. Dieses Buch ist der Startpunkt. Nicht für mehr Wissen. Sondern für Deinen Durchbruch. Du wirst … - erkennen, wie Du Dich Tag für Tag selbst sabotierst und wie Du es beendest. - aufhören, auf Motivation zu warten, und stattdessen ein System installieren, das für Dich funktioniert. - Disziplin trainieren, auch wenn's unbequem wird. - Deine Ziele so strukturieren, dass Du gar nicht mehr ausweichen kannst. - Dich neu sehen: nicht als Träumer. Sondern als jemand, der liefert. Kein Coaching. Kein Gelaber. Kein Bock mehr auf"vielleicht"? Dann lies dieses Buch. Und beweis Dir selbst, dass Du es kannst. Glasklar statt nett Du brauchst keine Umarmung. Du brauchst eine ehrliche Abrechnung mit Dir selbst. System statt Stimmung Lerne, wie Du in Bewegung kommst, auch ohne den perfekten Moment. Veränderung statt Verständnis Nicht mehr analysieren. Nicht mehr "erstmal nachdenken". Sondern machen. Jetzt. Bestell "Einfach machen", wenn Du bereit bist, die Ausreden zu beenden und endlich zu liefern. Je länger Du wartest, desto tiefer vergräbst Du Dich. Dieses Buch holt Dich da raus, wenn Du bereit bist, ehrlich hinzuschauen.
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Seitenzahl: 319
Veröffentlichungsjahr: 2026
Haftungsausschluss:
Die Ratschläge im Buch sind sorgfältig erwogen und geprüft. Alle Angaben in diesem Buch erfolgen ohne jegliche Gewährleistung oder Garantie seitens des Autors und des Verlags. Die Umsetzung erfolgt ausdrücklich auf eigenes Risiko. Eine Haftung des Autors bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und/oder unvollständiger Informationen verursacht wurden, ist ausgeschlossen. Verlag und Autor übernehmen keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte und ebenso nicht für Druckfehler. Es kann keine juristische Verantwortung und keine Haftung in irgendeiner Form für fehlerhafte Angaben und daraus entstehende Folgen vom Verlag bzw. Autor übernommen werden.
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Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
1. Auflage 2026
© 2026 by Remote Verlag, ein Imprint der Remote Life LLC,
Fort Lauderdale, Fl., USA
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.
Redaktion: Malin Merkle
Lektorat und Korrektorat: Antje Nevermann, Markus Czeslik, Luise Hartung
Umschlaggestaltung: Verena Klöpper
Satz und Layout: Verena Klöpper
ISBN Print: 979-8-89474-103-1
ISBN E-Book: 979-8-89474-106-2
ISBN Hardcover: 979-8-89474-107-9
www.remote-verlag.de
DANIEL FELLHAUER
Die radikale Wahrheit über Erfolg, die Dir niemand sagt
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EINLEITUNG
Schluss mit Ausreden – jetzt wird geliefert!
TEIL 1: AUFSTEHEN, KRÖNCHEN RICHTEN!
Warum ein Buch von jemandem wie mir?
Wenn Du kein Spritgeld hast, aber das Herz voller Träume …
Hilfe anzunehmen, ist kein Zeichen von Schwäche
Du musst immer nur einmal üfter aufstehen, als Du hinfällst
Niemand hält Dich auf – die wahren Fesseln schmiedest Du Dir selbst
Ich war eine ganze Weile bei der Bundeswehr. Hab da auch was mitgenommen.
Nichts ändert sich, außer wir ändern uns
Man muss sich immer nach oben orientieren
Wenn Du etwas erreichen willst, dann schau, mit wem Du Dich umgibst
Sei derjenige, der immer abliefert
Strebe nach Anerkennung
Sei immer die dümmste Person im Raum
Faulheit macht Dich produktiv
Lebe immer über Deine Verhältnisse
Die PS auf die Straße bringen
TEIL 2: RUMHEULEN IST KEINE OPTION
Wenn das alles ist, macht mich das nicht kaputt
Niemanden brauchen und von niemandem aufhalten lassen
Von null auf 200 – jeden Tag
Nimm den Hammer in die Hand
Gehirn abschalten und einfach machen
Don’t fuck the Fucker
Rückschläge sind da, um Anlauf zu nehmen
Rumheulen hilft halt nichts
TEIL 3: LIEBE, WAS DU TUST, UND TUE DAS, WAS DICH ERFÜLLT
Du kannst nicht gegen den Wind pinkeln und Dich dann wundern, dass Du nass wirst
Probleme ansehen und lüsen
Wenn der Hammer immer in der Schublade liegt
Lass die daily Fuck-ups hinter Dir
Ich bin nicht die erste Option, sondern der letzte Ausweg
TEIL 4: PLANST DU NOCH ODER MACHST DU SCHON?
Ein Wunsch ist immer ein Ziel ohne Plan
Erschaffe einen Plan und erreiche ihn
Wenn Du den Plan hast, erledigt sich der Rest von allein
Kein Sprit im Tank? Trotzdem fahren
Ziele anpassen, wenn die Sonne woanders scheint
TEIL 5: JETZT MACH’S HALT EINFACH!
Kein Pardon für Ausreden
Ein bisschen Grüßenwahn hat noch keinem geschadet
Grüßenwahn kennt kein Limit
Nie ankommen – Dir dürfen die Ziele nie ausgehen
Schäm Dich nicht für Dein Bedürfnis nach Anerkennung
Schäm Dich nicht für Erfolg
Es ist okay, erfolgsgeil zu sein
Wertschätzung bekommen für das, was Du tust
TEIL 6: FEHLER SIND FEEDBACK
Günn Dir Fehlschläge: Sie sind Dein Trainingslager
Nichts ist so schlecht, dass es nicht für etwas gut ist
Unkaputtbar: Die Kunst, sich nicht kleinkriegen zu lassen
Du findest immer eine neue Lüsung
TEIL 7: CHARISMA SCHLÄGT KONTO
Emotionale Intelligenz aufbauen
Zeig Dein Strahlen
Blamiere Dich einmal täglich und Du wirst erfolgreich
Wenn ich das geschafft habe, schaffst Du das erst recht!
TEIL 8: WENN DU DENKST, ES GEHT NICHT MEHR, GEHT NOCH GANZ VIEL!
Aufgeben ist keine Option
Haters are my Motivators
Früher keine Miete bezahlt? Irgendwann baust Du Häuser
Du bist nicht der Beifahrer in Deinem Leben
Ich lebe – also wirke ich
Nie den Willen verlieren, Spaß an etwas Neuem zu finden
TEIL 9: BEREUEN KANNST DU SPÄTER
Deine Zeit ist jetzt – warte nicht auf den perfekten Moment
Hab Mut zur Lücke – Perfektion ist Dein Feind
Deine Selbstzweifel sind nur Lärm
Große Träume, kleine Schritte
Bau Netzwerke, die Dich tragen
Bleib Dir treu, auch wenn’s unbequem ist
Risiken sind Deine Eintrittskarte
Erlaube Dir, den Porsche zu kaufen
Entspannter Grüßenwahn
Lerne loszulassen, um voranzugehen
Jetzt mach’s halt einfach – bereuen kannst Du immer noch später!
Bau für morgen, nicht nur für heute
ÜBER DEN AUTOR
ENDNOTENVERZEICHNIS
Der Autor spricht mit seiner Ansprache jedes Geschlecht sowie Diverse Personen an.
Das generische Maskulinum wurde ausschließlich für eine bessere Lesbarkeit des Sprachflusses gewählt.
Ich glaube nicht an Wunder. Vielmehr glaube ich an klare Entscheidungen, an harte Arbeit und daran, immer einmal öfter aufzustehen, als man gefallen ist. Vor allem aber glaube ich daran, dass harte Zeiten nun mal dazugehören. Erfolg ist nicht leicht, er fliegt Dir nicht zu. Wenn Du erst zehn Fachbücher wälzen und drei Seminare besuchen musst, bevor Du den – verzeih mir die Ausdrucksweise – Arsch hochkriegst, läuft da irgendetwas gewaltig schief. Und wenn Du immer nur nach Ausreden suchst und Dein Lieblingssatz mit »Ja, aber …« beginnt oder Du mir stundenlang erklären willst, warum etwas nicht funktioniert – dann spar Dir den Atem. Dann willst Du es nicht wirklich. Punkt. Dann leg jetzt dieses Buch zur Seite und spar Dir die Zeit.
Aber wer bin ich überhaupt, von Erfolg und dem Weg dorthin zu schreiben? Und warum sollte sich jemand für meine Lebensweisheiten interessieren? Mein Name ist Daniel Fellhauer und schon in der Schule wurde ich als Kind früh abgestempelt. Diagnose: Lese-Rechtschreibschwäche. Die meisten hätten da wohl gesagt: »Okay, Bücher sind dann wohl nichts für mich.« Aber ich habe mich durchgekämpft, viel geflucht und mit Ach und Krach die Hauptschule beendet. Jahre später habe ich mir einen Namen als Pionier im Photovoltaik-Markt gemacht, mit FEBESOL ein erfolgreiches Unternehmen gegründet und Millionen gemacht. Nun sitze ich hier und diktiere diese Zeilen. Warum? Weil ich Dir zeigen will, dass Deine vermeintlichen Schwächen Dich nicht definieren müssen; dass Du trotz allem oder gerade deshalb Dein eigenes Ding machen kannst. Wenn ich als Legastheniker ein Buch »schreiben« kann, dann kannst Du genauso schaffen, was Du Dir erträumst.
Ich bin kein Coach und auch kein Guru – jemand, der Dir das Blaue vom Himmel verspricht, aber selbst nichts vorzuwei
sen hat. Dafür bin ich ehrlich. Ich weiß, wie es sich anfühlt, mit Toastbrot und billigster Salami den Tag überstehen zu müssen, weil das Konto einfach nicht mehr hergegeben hat. Ich bin der Typ, der sich nicht einmal den Sprit leisten konnte, um zur Arbeit zu fahren, und mehr als einmal dachte, mein Leben würde jeden Moment auseinanderbrechen. Gleichzeitig war ich fest davon überzeugt: Wenn ich das nur überstehe, dann ist alles möglich. Ich habe nie darauf gewartet, dass mir ein anderer die Tür öffnet. Stattdessen habe ich mir Hammer und Akkuschrauber geschnappt und den Durchbruch mit Blut, Schweiß und Tränen ganz allein geschafft. Wenn Du also von jemandem lernen möchtest, der nicht nur quatscht, sondern Dir zeigen kann, wie Du den Hammer hältst, dann bist Du hier genau richtig.
Gleich zu Beginn möchte ich deshalb mit einem verbreiteten Trugschluss aufräumen: Ist es leicht, erfolgreich zu sein? Und kann es jeder schaffen? Klar, in der Theorie absolut. Du fährst einfach nur eine Tausendstelsekunde schneller als Max Verstappen und schon bist Du reich und berühmt. Ist das leicht? Es klingt leicht. Ist es einfach? Nein, ist es nicht. Das ist die eine Sache, bei der sich ausnahmslos alle, die aus eigener Kraft erfolgreich geworden sind, einig sind: Erfolg verlangt Dir alles ab und noch mehr.
Kurz gesagt: Leere Versprechungen gibt es hier nicht. Genauso wenig die typischen Motivationssprüche, wie wir sie aus Poesiealben und von Facebook-Beiträgen kennen. Ich werde Dir nicht sagen, dass Du mit diesem Buch über Nacht zum Millionär wirst, nur weil Du Dir das vielleicht wünschst. Bullshit. Klar, Du kannst alles schaffen, aber eben nur, wenn Du bereit bist, auch alles dafür zu geben. Und ich meine alles: zu rennen, bis die Lunge brennt und Du schweißnass bist; zu fallen, echte Rückschläge zu erleben und doch wieder aufzustehen; zu kämpfen, zu verlieren und trotzdem durchzuhalten, bis Du schließlich Deine Ziele übertrumpfst und sich all die harte Arbeit auszahlt – und auch dann weiter durchzuziehen. Denn echter Erfolg kommt nicht vom Rumsitzen oder klugen Sprüchen. Für echten Erfolg braucht es Macher.
Dieses Buch ist für alle, die wissen: Ich will mehr, ich kann mehr und ich bin längst nicht dort angekommen, wo ich eigentlich hinwill; für alle, die sich mit dem Mittelmaß nicht zufriedengeben und die den Satz »Weil man das halt so macht« nie wieder hören wollen; für alle, die es leid sind, am Spielfeldrand zu stehen und zuzusehen, statt selbst ins Spiel einzugreifen und den Ball ins Tor zu bringen.
Dieses Buch ist kein schnöder Ratgeber, der maximal in der Theorie funktioniert. Vielmehr ist es ein Begleiter. Die ungeschminkte Wahrheit – meine Wahrheit. Ich erzähle Dir, wie ich Fünf-Cent-Stücke zusammengekratzt und Jahre später ein Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 45 Millionen Euro aufgebaut habe, bevor ich es dann erfolgreich verkaufte. Ich erzähle Dir, was ich auf dem Weg gelernt habe und wie ich dabei immer wieder auf die Schnauze gefallen, dann aber auch direkt wieder aufgestanden bin, manchmal mit leerem Konto, manchmal mit dem Gefühl, die ganze Welt gegen mich zu haben, aber immer mit der Gewissheit: Aufgeben ist keine Option. Denn niemand kommt, um Dich zu retten, das musst Du schon selbst übernehmen.
So viel vorweg: Genau diese Erkenntnis ist das Beste, was Dir passieren kann. Wenn Du es selbst machst, gehört es Dir. Voll und ganz. Wenn Du von niemandem abhängig bist, kann Dich auch niemand aufhalten. Und das, mein Freund, ist ein verdammt geiles Gefühl.
Du willst nicht nur lesen, sondern TUN?
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und endlich in die Umsetzung kommst – ohne Bullshit, ohne kompliziertes Blabla.
Hier bekommst Du die Strategien, die Dich wirklich ins Handeln bringen – direkt aus der Praxis, so wie Du es in diesem Buch kennenlernen wirst.
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Bist Du schon mal ganz unten gewesen? Ich meine so richtig am Tiefpunkt – nicht einfach einen schlechten Tag, sondern eine Zeit, in der das Konto leerer ist als der Kopf nach einer durchzechten Nacht und die Miete längst überfällig. In Phasen wie diesen hat plötzlich jeder eine Meinung und einen »wertvollen« Ratschlag parat: Deine Eltern, die Nachbarn, der Typ an der Supermarktkasse, der selbst kaum über die Runden kommt. Plötzlich werden sie alle zu wahren Experten für Dein Leben. Aber wenn es darum geht, Dir die Hand zu reichen und Dich aus dem Dreck zu ziehen, wird es plötzlich ganz still.
Dieser erste Teil meines Buches ist nichts für Schönwetter-Kapitäne, die sich erst mal nur mit einem Zeh hinauswagen. Es geht direkt ans Eingemachte: Was passiert, wenn die Komfortzone längst gesprengt wurde und Du mit dem Rücken zur Wand stehst; wenn Du kapierst: Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist schon fünf nach! Es muss etwas passieren – und zwar jetzt oder nie. Der Tank ist leer, das Boot hat längst abgelegt.
Es geht darum, aufzustehen, den Staub abzuklopfen, das Krönchen zu richten und weiterzumachen. Einen Fuß vor den anderen zu setzen, selbst an Tagen, an denen Du denkst, Du könntest keinen verdammten Meter mehr gehen. Denn genau das ist der Moment, in dem die meisten aufgeben. Aber nicht Du. Es geht darum, wie Du Dich Schritt für Schritt zurück ins Spiel kämpfst, ohne Mitleid oder Opferrolle.
Die Welt kann unfair sein, komm damit klar und lass niemals zu, dass sie Dich bricht! Hier zählst nur Du, Dein unbändiger Wille, knallharte Entscheidungen und die Überzeugung, dass Aufgeben keine Option ist. So werden Gewinner gemacht.
Ich weiß noch genau, wie ich dastand – Supermarkt. Kühlregal. Der Magen knurrte lauter als ein schlecht geölter Betonmischer. Und in meiner Tasche? 1,10 Euro in 20- und 10-Cent-Stücken. Das war’s. Kein Notgroschen unter dem Kopfkissen, kein reicher Onkel, der zu Hilfe eilte. Auf dem Konto? Gähnende Leere. Im Tank? Nur noch heiße Luft. Im Kühlschrank? Eine traurige, angebrochene Flasche Ketchup, die nach kaltem Rauch roch – wahrscheinlich von der letzten Party, die ich mir eh nicht hätte leisten können. Kurzum: eine absolut beschissene Ausgangssituation. Ich rechnete es dreimal durch und kam mir dabei vor wie ein Insolvenzverwalter: Toastbrot, 65 Cent. Cervelat-Salami, 45 Cent. Macht exakt 1,10 Euro. Jackpot. Wenigstens waren Abendessen und Frühstück damit irgendwie »abgedeckt«. Ohne Butter, ohne Möglichkeit auf eine ausgewogene Ernährung.
Zum Rewe war ich schon zu Fuß gelaufen. Kilometerweit. Nicht aus Fitnessgründen, sondern weil für Sprit einfach kein Geld da war. Die Miete war überfällig, der Strom würde auch bald abgestellt werden, aber hey, Hauptsache, ich hatte diesen Toast. Ich wünschte, ich hätte damals sagen können, dass ich Intervallfasten betrieb oder eine andere Modediät verfolgte – aber im Grunde ging es nur darum, zu überleben. Ich hatte nichts. Nada. Und genau hier, an meinem ganz persönlichen Tiefpunkt, an dem die meisten wohl allen anderen und der ganzen Welt die Schuld an der eigenen Situation gegeben und aufgegeben hätten, genau da fängt meine Erfolgsgeschichte an. Hier liegt der Grund, warum ich dieses Buch schreibe.
Wenn Du mal ganz unten warst, dann weißt Du genau, dass keiner mit Konfetti an der Ziellinie steht und Dir zuruft: »Du schaffst das, Champion!« Im Gegenteil. Da bekommt man von allen Seiten nur zu hören: »Hab ich Dir ja gleich gesagt« oder »Das war klar«. Oder mein persönlicher Favorit, meist von Leuten, die selbst nie was gerissen haben: »Hättest Du halt was Ordentliches gelernt.« Nützliche Connections? Fehlanzeige. Ein Mentor? Ein Wort, das ich nur aus Filmen kannte. Erfolgsratgeber auf dem Nachttisch? Ich hatte ja nicht einmal einen Nachttisch! Was ich hatte, war diese nagende Stimme im Kopf, die immer lauter wurde: »Hör endlich auf zu heulen, reiß Dich zusammen und mach einen Plan!«
Zugegeben, dieser erste »Plan« war alles andere als brillant. Damals verfolgte ich eher das Motto: überleben, ohne komplett durchzudrehen. Aber irgendwo da, zwischen trockenem Toastbrot und purem Trotz, hat sich in meinem Kopf ein Schalter umgelegt. Ich habe aufgehört, mich selbst zu bemitleiden wie ein geprügelter Hund, und stattdessen angefangen, mir die wirklich wichtigen Fragen zu stellen: Was zum Teufel will ich eigentlich? Und wie setze ich das um, auch wenn gerade alles so beschissen aussieht?
Ich habe begriffen, was mich jahrelang runtergezogen hat wie ein nasser Sack. Es war nicht der leere Kühlschrank. Es waren nicht die Mahnungen, die sich stapelten. Es war auch nicht das Toastbrot, das nach Tag drei doch eher schmeckt, als würdest Du auf Pappe kauen. Es war dieser eine Satz, der sich tief in mein Hirn gebrannt und mein ganzes bisheriges Leben bestimmt hatte: »Das ist nichts für Dich.«
Diesen Satz habe ich so oft gehört, dass ich ihn fast selbst geglaubt hätte. Egal ob es um eine Bewerbung um einen Job ging, den ich unbedingt wollte, um eine verrückte Idee, die in meinem Kopf herumspukte, oder einfach nur den Wunsch, mal etwas anderes zu machen als den Einheitsbrei, den alle löffeln – die Antwort war immer dieselbe, wie ein verdammtes Echo: »Da brauchst Du Dich gar nicht erst zu bewerben. Kannst Du eh nicht. Ist nichts für Dich.« Zack. Boom. Klappe zu, Affe tot. Träume aussortiert und weggeworfen wie abgelaufene Joghurts im Supermarktregal – ungesehen, unprobiert.
Ich habe trotzdem mein Ding gemacht, allerdings nicht, weil ich plötzlich Eier aus Stahl hatte oder zum Superhelden mutiert bin, sondern weil ich ab einem bestimmten Punkt in meinem Leben einfach zu stur war, um mich weiter von anderen kleinreden und bevormunden zu lassen. Meine Vision von dem, was ich wollte, wurde lauter als das Gesabbel der Zweifler.
Das einzige Problem war jetzt: Wo zum Teufel fange ich an? Ich hatte niemanden, den ich um Rat hätte fragen können, und kein Vorbild, das mir gezeigt hätte, wie man katzenartig immer wieder auf den Füßen landet. Kein Mentor sagte mir: »Junge, komm her, ich zeig Dir, wie der Hase läuft.« Ich kannte keinen einzigen Selbstständigen, der mir hätte zeigen können, wie man mit Geld umgeht, ohne es gleich wieder für irgendeinen Scheiß auszugeben; wie man etwas aufbaut, das Hand und Fuß hat; und wie man aufhört, sich ständig selbst im Weg zu stehen und die eigenen Chancen zu sabotieren.
Aber ich hatte eine Vision, eine, die sich in meinem Kopf festgebissen hatte wie ein Pitbull, der nicht mehr loslässt: Ich werde meinen Lebenswunsch nicht meinen aktuellen Aussichten anpassen. Ganz im Gegenteil: Ich hole mir, was ich will – und auf dem Weg finde ich schon heraus, wie ich es möglich mache.
Ausgerechnet in dieser beschissenen Zeit, in der ich dachte, mein Leben wäre ein einziger Scherbenhaufen, lernte ich in einer kleinen Dorfdisco meine heutige Frau kennen. Ich war sofort hin und weg, aber meine finanzielle Lage war nach wie vor schlecht. So kam es, dass ich unser drittes Date absagen musste – ich hätte ihr schlichtweg nichts bieten können, nicht einmal einen Kaffee. Dann klingelte mein Telefon, sie war dran, stinksauer: »Wenn Du keinen Bock auf mich hast, dann sag es doch einfach, anstatt mit irgendwelchen dummen Ausreden um die Ecke zu kommen!« Da erzählte ich ihr alles. Klartext: Ich war pleite und hätte nicht einmal zu ihr laufen können, weil die 20 Kilometer bis zu ihr einfach zu weit gewesen wären. Ihre Reaktion? 20 Minuten später stand sie vor meiner Haustür, lud mich ohne ein Wort ins Auto, fuhr mit mir in ein Restaurant und zahlte für uns beide. Kein Kommentar. Kein Vorwurf.
Das mag für andere nach einer Kleinigkeit klingen, aber ich verspreche Dir, wenn Du ganz unten bist, Dich fühlst wie der letzte Versager, und dann ist da jemand, der trotzdem zu Dir hält, ohne Wenn und Aber – dann ist das mehr wert als jede Motivationsrede. Ich saß in diesem Auto, starrte aus dem Fenster und dachte nur: »Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für mich.« Dieser kleine Funke, den sie mir da geschenkt hat, war für mich in dem Moment alles.
Aber warum schreibe ich das nun alles in diesem Buch? Ganz sicher nicht, um Applaus zu ernten oder mich auf LinkedIn bejubeln zu lassen und schon gar nicht, um Dir irgendeinen Mist zu verkaufen. Ich schreibe es, weil ich genau so ein Buch damals, in meiner schlimmsten Zeit, selbst so dringend gebraucht hätte. Keines von diesen »10 Regeln für sofortigen Erfolg«-Büchern, wo Dir ein schmieriger Typ aus seinem schicken Co-Working-Space erzählen will, wie Du morgens um fünf aufstehst, eiskalt duschst und dann im Handumdrehen die Weltherrschaft übernimmst. Ein ehrliches Buch von einem Autor, der weiß, wie sich ein leerer Kühlschrank anfühlt, und trotzdem irgendwie funktionieren musste, weil die Welt sich nun einmal nicht um persönliche Probleme schert.
Natürlich, ich riss mir den Arsch auf und schaffte es auch ohne so ein Buch, aber machte dabei Fehler, die vermeidbar gewesen wären und aus denen Du jetzt hoffentlich lernen kannst. Denn dieses Buch ist kein Motivationsposter mit einem dämlichen Sonnenaufgang, sondern ein ehrlicher, manchmal harter Tritt in den Arsch. Genau das braucht es manchmal. Keinen überbezahlten Coach mit Headset-Mikrofon, sondern jemanden, der Dir knallhart sagt: Du brauchst von niemandem eine Erlaubnis, um loszulegen. Du brauchst nur den Mut, den ersten Schritt zu machen. Und vielleicht auch jemanden, der einfach mal sagt: »Ey, Du bist nicht allein mit Deinem Karren im Dreck. Ich war auch mal da.«
Ich bin nicht perfekt – war ich nie und werde ich nie sein. Ich log, um durchzukommen, fluchte, dass sich die Balken bogen, zweifelte, bis mir schlecht wurde, und habe trotzdem nie aufgegeben. Vielleicht, weil ich zu blöd war, um zu kapieren, wann man aufhören sollte. Vielleicht auch, weil ich es einfach so unfassbar satthatte, dass mir dauernd irgendein Besserwisser erzählte, was ich angeblich nicht kann.
Wenn Du jetzt vor diesem Buch sitzt, vielleicht mit ähnlichen Gedanken, und Dich fragst: »Wofür soll ich überhaupt noch kämpfen?« – dann sag ich Dir: genau dafür! Für diesen ersten Schritt!
Denn wenn sich die Welt von Dir abwendet, ist das der Moment, in dem Du Dir selbst den allergrößten Gefallen tun kannst: Fang an. Kein Anfang muss perfekt sein. Vergiss die Stützräder! Aber Du musst bereit dafür sein, Dich zu bewegen und etwas zu riskieren. Sei bereit, für Deinen Traum zu kämpfen, und dafür, Fehler zu machen!
Dein Tiefpunkt ist kein Endpunkt, sondern der Startschuss für alles, was kommt.
Was wäre anders, wenn Du heute entscheidest, Deine eigene Geschichte zu schreiben – trotz aller Zweifel?
Wann hast Du zuletzt gedacht: »Das ist nichts für mich« – und wer hat Dir das eigentlich eingeredet?
Gibt es einen Traum, den Du immer wieder beiseitegeschoben hast, weil Du dachtest, Du bist nicht »gut genug«?
Für alle, die mich nicht näher kennen, kurz ein paar Worte zu meinem beruflichen Werdegang, der alles andere als geradlinig verlaufen ist – aber hey, vielleicht kennst Du das ja auch: Nach meinem Hauptschulabschluss machte ich eine Lehre zum Zimmermann. Eine solide Arbeit mit der Aussicht auf einen Meister, den sich wohl vor allem meine Eltern für mich gewünscht hätten. Mein Traum damals? Ein halbes Jahr als Skilehrer in den Bergen arbeiten – heute würde man das wohl als »Work and Travel« oder als Sabbatjahr bezeichnen. Damals zeigte man mir nur den Vogel. »Um Gottes Willen, Junge, such Dir einen anständigen Job – Du brauchst etwas Sicheres!«, war die gängige Meinung. Also habe ich mir diesen Traum ausreden lassen. Eine Entscheidung, die ich bis heute bereue, weil so eine Chance nie wiederkommt. Ich wählte daraufhin den sichersten Beruf, der mir einfiel, und verpflichtete mich für acht Jahre bei der Bundeswehr. Hier habe ich viel über Disziplin gelernt, über Grenzen – vor allem die eigenen – und über Kameradschaft, die so tief geht, dass Du sie in der normalen Welt kaum noch findest. Aber trotzdem war da immer dieser innere Motor, dieses Gefühl: Da muss doch noch mehr drin sein!
Neue Aufgaben und ein neues Lebensziel mussten her und so habe ich durch einen Freund bei der Deutschen Vermögensberatung angefangen – eine Erfahrung, die mir geholfen hat, ein Dogma abzulegen, das mir bis dato mein ganzes Leben lang eingetrichtert worden war: bis hierhin und nicht weiter. Ich hatte keinen schicken Abschluss, sondern war Handwerker. Die Gesellschaft, meine Eltern, sie alle hatten eine klare Vision von meiner Zukunft und davon, wie mein Leben auszusehen hat, als wäre das Drehbuch längst geschrieben. Aber ich verrate Dir etwas: Diese Grenzen existieren nicht wirklich, sie sind selbst gesteckt. Und so habe ich mit Mitte 20 erstmals verstanden: Du kannst Unternehmer sein, trotz Hauptschulabschluss und trotz Lese- und Rechtschreibstörung.
Für mich brauchte es nur diesen einen Freund, der mir nicht nur zu einem Job bei der Deutschen Vermögensberatung verhalf, sondern vor allem an mich glaubte und mir ganz pragmatisch zeigte: Gewerbeanmeldung – kein Problem! Kein Geld für einen neuen Anzug – leih Dir einen, merkt doch sowieso niemand. Damit hat er mir eine neue Welt eröffnet, als wäre ich das erste Mal von der Leine gelassen worden, und dafür bin ich ihm unglaublich dankbar. Noch heute zähle ich ihn zu meinen engsten Freunden.
Aber damit fängt die Geschichte erst an. Schnell kam die Erkenntnis: Versicherungen verkaufen ist für mich einfach nichts. Parallel dazu machte ich eine schmerzhafte Trennung durch und da war ich nun: arbeitslos in einer leeren Wohnung, hatte weder Geld für Sprit noch für meine Miete. Was ich dagegen hatte, war ein Herz voller Träume, und so kamen mir bei trockenem Toast mit billiger Salami drei essenzielle Erkenntnisse für mein Leben:
Erstens: Ich kann Unternehmer sein. Zweitens: Ich kann alles schaffen, was ich will, und bin wesentlich robuster, als alle (inklusive mir selbst) immer geglaubt haben. Und drittens: Ich bin Handwerker, ich habe also eine Grundlage, auf der ich aufbauen kann!
Lange Rede, kurzer Sinn: Um finanziell wieder auf die Beine zu kommen, bat ich einen befreundeten Dachdecker um einen Job. Weil eine Anstellung nicht möglich war, machte ich mich selbstständig. Sein Vater half mir bei der Gewerbeanmeldung – wieder ein Moment, in dem ein kleiner Schubs von außen Gold wert war.
Einige Monate später – die Wirtschaftslage hatte sich 2009 stark verschlechtert – wurde mir geraten, mir eine neue Stelle zu suchen, und so kam ich zu einer Firma, die 2010 mit dem ersten großen Solar-Boom voll durchgestartet ist. Während dieser Zeit kam mir die Erkenntnis Nummer vier: Es gibt einen Markt, den ich proaktiv mitgestalten kann. Dabei geht es nicht nur um meine Zukunft, sondern um die Zukunft einer kompletten Branche – ein Gedanke, den ich seitdem nie wieder abschütteln konnte.
Aber warum erzähle ich Dir all das? Ganz einfach: Auch wenn wir oft von dem roten Faden hören, muss Dein Weg nicht aussehen wie eine frisch asphaltierte Autobahn. Er darf Kurven haben, Schlaglöcher und unerwartete Abzweigungen. Wichtig ist nur, dass Du niemals stehen bleibst und jammerst. Fahr weiter, selbst wenn Du nicht genau weißt, wohin die nächste Ausfahrt führt! Jede Erfahrung, jeder vermeintliche Umweg, jede Krise kann Dich zu neuen Erkenntnissen führen, die Dich nur stärker machen. Grenzen, die Du Dir oder die andere für Dich setzen, sind oft nur eine Illusion. Durchbrich Altbekanntes, probier Dich aus und vergiss nie: Du bist der Fahrer, niemals der Beifahrer Deines Lebens!
Wille schlägt Talent. Immer. Und wenn Du gerade denkst: »Ich weiß nicht, ob ich das wirklich kann«, dann sag ich Dir: Das musst Du auch nicht wissen. Du musst nur verdammt noch mal anfangen. Alles andere, jeden Schritt lernst Du unterwegs.
Lass Dir von niemandem einreden, was für Dich möglich ist – die wichtigsten Grenzen setzt Du Dir selbst.
Wer war für Dich schon mal der Mensch, der Dich auf einen neuen Weg gebracht oder Dir Mut gemacht hat?
Welche »Umwege« in Deinem Leben erscheinen Dir heute im Rückblick als die wertvollsten Erfahrungen?
In welchem Bereich lässt Du Dich noch zu oft auf den Beifahrersitz drängen, statt selbst das Steuer zu übernehmen?
Okay, Hand aufs Herz: Wir alle wären gern die unbesiegbaren Helden unserer eigenen Geschichte. Die Typen, die alles allein rocken, niemals Schwäche zeigen und jedes Problem souverän aus dem Weg räumen. Ich bin da nicht anders. Den Satz: »Ich brauche niemanden, ich habe noch nie jemanden gebraucht«, hab ich mir viel zu oft selbst eingeredet, besonders, wenn alles mal wieder so richtig grässlich lief. Aber wie das Leben so spielt, erteilt es Dir Lektionen auf ganz eigene Art und Weise – ob Du willst oder nicht.
Eine der wohl härtesten, aber auch wichtigsten Lektionen war für mich: Manchmal ist es nicht nur okay, um Hilfe zu bitten – es ist schlichtweg notwendig.
Ich erinnere mich da an eine konkrete Situation: Ich stand mal wieder wie der letzte Depp am Straßenrand. Karre stehen geblieben, mehrere Kilometer von einer wichtigen Baustelle entfernt. Ein wichtiger Auftrag wartete auf mich. Mein Tank? Leer bis auf den letzten Tropfen. Ausgerechnet ich, der große Macher, der Typ, der die Welt aus den Angeln heben will – gestrandet wegen ein paar Litern Sprit.
Was machst Du in so einer Situation? Stolz runterschlucken, Zähne zusammenbeißen und dann? Vielleicht die restliche Strecke zu Fuß gehen und hoffen, dass Du am Ziel bloß nicht aussiehst wie ein begossener Pudel?
Ich entschied anders und rief mit fast 30 Jahren meine Mutter an: »Mama, ich steh hier im Nirgendwo. Kannst Du mir vielleicht … bitte einen Kanister Sprit bringen?« Ich fühlte mich wie der größte Versager. Aber weißt Du was? Sie kam. Ohne ein Wort des Vorwurfs, ohne ein »Wie konnte das schon wieder passieren?«. Damit hat sie nicht nur meine Karre wieder flottgemacht, sondern mir auch ein Stück meiner Würde zurückgegeben. In dem Moment kapierte ich: Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Der entscheidende Punkt ist, was Du danach daraus machst. Heulst Du weiter rum oder nutzt Du die Unterstützung als Sprungbrett?
Seit vielen Jahren habe ich einen engen Freund, meinen besten Freund, ein Typ Mensch, der Dir immer ungeschminkt die Wahrheit ins Gesicht sagt und nie ein Blatt vor den Mund nimmt. Eines Tages rief er mich an und klang am Telefon, als hätte ihm jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. Seine langjährige Beziehung war am Ende, die Wohnung fast leer geräumt, weil alle Möbel ihr gehört hatten, und er stand mit nichts als einem Haufen Schulden und einem gebrochenen Herzen da. Wie reagierst Du? Ungefragt kluge Ratschläge geben? Ihm auf die Schulter klopfen und sagen: »Wird schon wieder«? Bullshit. Manchmal braucht es Taten, keine Worte.
Also fuhr ich hin, legte ihm ohne viel zu sagen ein paar Scheine auf den Tisch und ging mit ihm einen neuen Esstisch und etwas zu Essen kaufen, damit er nicht auf dem Boden essen oder hungern musste. Der Rest regelt sich dann schon. Hat er sich geschämt? Wahrscheinlich. War es ihm unangenehm? Sicher. Aber er wusste, dass meine Unterstützung von Herzen kam und ich nichts dafür erwartete, außer dass er sich wieder aufrappelt. Wenn Du einen guten Freund um echte Hilfe bittest, darf seine Reaktion nicht »Warum« sein, sondern ein unverzügliches »Wo muss ich hinkommen?«.
Und genau das ist der Punkt: Es gibt Momente im Leben, da ist der Tank einfach leer – sei es finanziell, emotional oder mental. Dann bedeutet es nicht, dass Du versagt hast, wenn Du einen anderen um Starthilfe bittest, der vielleicht gerade besser aufgestellt ist. Wichtig ist dabei nur Deine Haltung. Wenn Du immer nur jammerst und erwartest, dass andere Deine Probleme für Dich lösen, bist Du auf dem Holzweg. Wenn Du allerdings kämpfst wie ein Löwe, wenn Du alles gibst und trotzdem gegen eine Wand läufst, dann sei nicht zu stolz, eine helfende Hand anzunehmen.
Rufst Du dann einen Kumpel oder ein Familienmitglied an, weiß jeder genau: Jetzt brennt die Hütte. Dann wird man Dir gern helfen, immerhin bist Du niemand, der schnorrt. Wenn Du nach Hilfe fragst, dann ist Land unter, und wenn Du diese Hilfe bekommst, dann nutzt Du sie auch zum Besten.
Aber dieses Vertrauen ist keine Einbahnstraße. Wenn Du Hilfe erwartest, musst Du auch bereit sein, selbst einzuspringen, wenn ein Mensch in Not ist, den Du respektierst und dem Du vertraust. Sei selbst derjenige, der mit einem Kanister Sprit zu Hilfe eilt, denn wir alle stehen von Zeit zu Zeit an einem Punkt, an dem wir allein nicht weiterwissen oder -können. Dann gilt es zu entscheiden: Schlucke ich meinen Stolz runter und bitte um einen ehrlichen Schubser oder bleib ich aus falschem Ehrgefühl im Schlamm stecken? Für mich ist die Antwort klar. Nimm die Hilfe an, bedank Dich aufrichtig und nutze sie dann, um Berge zu versetzen!
Jeder steht irgendwann mal mit leerem Tank am Straßenrand, aber wer Hilfe annimmt, kann später auch selbst derjenige sein, der andere wieder auf die Beine bringt.
Wann hast Du zum letzten Mal gezögert, Hilfe zu erbitten, obwohl Du sie gebraucht hättest?
Woran merkst Du, ob Du aus Selbstständigkeit oder doch aus Stolz keine Unterstützung annimmst?
Gibt es jemanden in Deinem Leben, dem Du ohne jeglichen Eigennutz geholfen hast – und wie hat es eure Beziehung verändert?
Es gibt da einen Satz, den ich mir wohl am besten auf die Stirn tätowieren lassen sollte, so oft habe ich ihn in Gedanken aufgesagt: »Du musst einfach nur immer einmal öfter aufstehen, als Du hinfällst – Krönchen richten und weitermachen.« Klingt simpel, oder? Ist es aber nicht. Das ist die wohl härteste und gleichzeitig wichtigste Lektion, die das Leben für Dich bereithält.
Lass Dir das von jemandem gesagt sein, der oft hingefallen ist. Nicht einmal, nicht zweimal – so häufig, dass ich aufgehört habe zu zählen. Und ich bin auch nicht gestolpert, nicht ausgerutscht, sondern wortwörtlich mit dem Gesicht im Dreck gelandet, und zwar aus großer Höhe. Ich habe Projekte mit Vollgas so gegen die Wand gefahren, da denkst Du: »Das war es jetzt. Game over.« Ich habe Menschen mein Vertrauen geschenkt, die es dann mit Füßen getreten haben, was schmerzhafter war als jeder finanzielle Verlust. Es gab Momente, da habe ich morgens in den Spiegel gesehen und den Typ selbst nicht mehr erkannt, der mich voller Zweifel beäugt hat. Und trotzdem bin ich jedes Mal wieder aufgestanden; nicht, weil ich irgendein unbesiegbarer Superheld bin – ich war in diesen Momenten einfach nicht bereit aufzugeben.
Welche Möglichkeit hätte ich auch gehabt? In Selbstmitleid versinken und warten, bis mich einer ausbuddelt? Das war für mich undenkbar. Denn eines war für mich immer klar: Liegen bleiben ist keine Option. Vielleicht liegt es an meinem Stolz, der sich weigert, klein beizugeben. Vielleicht aber auch an dieser inneren Unruhe, diesem Motor in mir, der sich einfach nicht abschalten lässt, selbst wenn alles um mich herum zusammenbricht. Zwar kann ich Niederlagen akzeptieren – immerhin bedeutet eine verlorene Schlacht nicht, dass der Krieg verloren ist –, aber ich kann und will nicht akzeptieren, dass es damit endet oder jemand anderes über mein Schicksal entscheidet. Genau deshalb, egal wie oft es auch passiert, richte ich mein Krönchen immer wieder gerade – egal wie verbeult und zerkratzt es inzwischen auch aussehen mag.
Schon klar, »Krönchen richten«, das klingt zunächst niedlich, fast ironisch. Vor allem, wenn man gerade mal wieder mit der Nase im Dreck liegt. Aber in Wahrheit ist genau das ein harter Akt der Selbstbehauptung. Es bedeutet, Deine Würde zu bewahren, auch wenn das Leben Dir gerade mit voller Wucht eine reinhaut. Es bedeutet, Dich aufzurappeln, auch wenn jeder Knochen schmerzt und Deine Seele blutet. Es bedeutet, in den Spiegel zu schauen, direkt in die müden Augen, und zu sagen: »Okay, diese Runde hast Du vielleicht verloren, aber das macht Dich noch lange nicht zum Verlierer. Nicht heute, nicht morgen, niemals.« In solchen Momenten sage ich mir selbst: »Wenn das alles ist, was das Leben mir entgegenzusetzen hat, dann macht mich das nicht kaputt.« Aber weiter hinten dazu mehr.
Dafür musst Du nicht der Stärkste sein, nicht der Klügste und Du musst auch nicht immer perfekt funktionieren, immerhin bist Du keine Schweizer Uhr. Du musst lediglich bereit sein, immer und immer wieder aufzustehen, und zwar mindestens einmal öfter, als das Leben Dich auf die Bretter schickt. Manchmal reicht genau dieses eine Mal, um alles zu verändern. Einmal mehr die Zähne zusammenbeißen. Einmal mehr den inneren Schweinehund begraben.
Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen rein gar nichts funktioniert hat. Geschäftlich lief es beschissen, privat war die Hölle los und mental war ich kurz davor, den Stecker zu ziehen. Ich stellte alles infrage – mich, meine Entscheidungen, den Sinn meiner Handlungen. Ich hatte dunkle Gedanken, so finster, dass ich heute noch froh darüber bin, dass ich sie nicht zu laut werden ließ. Aber genau da, an diesem absoluten Tiefpunkt, als ich dachte, jetzt ist ein für alle Mal Feierabend, kam ein Satz in mir hoch, fast wie ein Rettungsanker: »Einmal öfter.« Nicht zehnmal. Nicht hundertmal. Nur dieses eine entscheidende Mal mehr.
Also habe ich mich wieder aufgerafft, fing an, den Scherbenhaufen zusammenzukehren, habe aussortiert, was mich runterzieht – Menschen, Gewohnheiten, falsche Erwartungen –, und Entscheidungen getroffen, die mich tief verletzt haben, die aber notwendig waren, um wieder atmen zu können. Ich habe das Krönchen wieder aufgesetzt, auch wenn es wackelig saß, und mich gefühlt wie ein Clown, der ein Grinsen aufsetzt und versucht, Haltung zu wahren. Dann bin ich losgelaufen, zuerst vielleicht etwas ängstlich und wackelig auf den Beinen, aber zumindest war ich wieder in Bewegung.
Wenn Du Dich also gerade fragst, wie Du weitermachen sollst, wenn alles um Dich herum in Trümmern liegt, dann denk nicht zuerst über die perfekte Lösung nach. Die gibt es in so einem Moment meist eh nicht. Konzentriere Dich zuerst nur darauf, aufzustehen. Ganz simpel. Atme tief durch, auch wenn es schwerfällt, und stell Dich der Situation. Nimm Haltung an, selbst wenn Du innerlich zitterst. Es geht nicht darum, sofort wieder alles im Griff zu haben und den strahlenden Helden zu spielen. Es geht darum, nicht aufzugeben, bevor Du überhaupt die Chance hattest, ganz oben mitzuspielen. Es geht darum, Dir selbst zu beweisen, dass Du noch nicht am Ende bist.
Denn die Wahrheit ist hässlich: Jeder fällt. Jeder bekommt mal eins auf die Mütze. Das ist Teil des Spiels. Aber nicht jeder steht wieder auf. Ganz im Gegenteil: Die meisten bleiben liegen, suhlen sich in Selbstmitleid und geben anderen die Schuld für ihr Scheitern. Wenn Du aber zu denjenigen gehören willst, die es schaffen und sich nicht unterkriegen lassen, dann brauchst Du auch keinen ausgefeilten Plan B oder C. Vor allem brauchst Du Rückgrat, Eier in der Hose und die unerschütterliche Überzeugung, dass Dein Krönchen nicht im Dreck liegen bleibt. Niemals.
Es reicht, wenn Du nur ein einziges Mal öfter aufstehst, als Du fällst, um erfolgreich zu werden.
In welchen Lebensbereichen gibst Du Dich vielleicht zu schnell geschlagen, statt einmal mehr zu kämpfen?
Wie kannst Du für Dich selbst dafür sorgen, dass Du nach einem Rückschlag nicht im Selbstmitleid stecken bleibst, sondern wieder Mut fasst?
Wann bist Du in Deinem Leben schon einmal aufgestanden, obwohl Du am liebsten liegen geblieben wärst?
