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Western von Alfred Bekker
Die Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg... Im Grenzgebiet zwischen Mexico und den Vereinigten Staaten treiben beiderseits der Grenze Guerilla-Banden herum. Die Freiheitskämpfer des Benito Juarez ebenso wie diejenigen, die das Ende der Konföderierten nicht wahrhaben und weiterkämpfen wollen - und beide Seiten sind mit gewöhnlichen Banditen durchsetzt.
Zwei Männer werden zu Town Tamern: Kane, ein gesuchter Mörder, und Macondo der Apache.
ÜBER DEN AUTOR:
NEAL CHADWICK ist das Pseudonym, unter dem der bekannte Schriftsteller Alfred Bekker seine Karriere begann und das er vor allem für Western und Krimis verwendete.
Alfred Bekker ist Autor zahlreicher Fantasy-Romane und Jugendbücher. Seine Bücher um DAS REICH DER ELBEN, die DRACHENERDE-SAGA und die GORIAN-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Im Bereich des Krimis war er Mitautor von Romanserien wie Kommissar X und Jerry Cotton. Außerdem schrieb er Kriminalromane, in denen oft skurrile Typen im Mittelpunkt stehen wie in den Titeln MÜNSTERWÖLFE, EINE KUGEL FÜR LORANT, TUCH UND TOD, DER ARMBRUSTMÖRDER und zuletzt in dem Roman DER TEUFEL AUS MÜNSTER, in dem er einen Helden aus seinen Fantasy-Romanen zum Ermittler in einer sehr realen Serie von Verbrechen macht.
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Western von Alfred Bekker
Die Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg... Im Grenzgebiet zwischen Mexico und den Vereinigten Staaten treiben beiderseits der Grenze Guerilla-Banden herum. Die Freiheitskämpfer des Benito Juarez ebenso wie diejenigen, die das Ende der Konföderierten nicht wahrhaben und weiterkämpfen wollen - und beide Seiten sind mit gewöhnlichen Banditen durchsetzt. Zwei Männer werden zu Town Tamern: Kane, ein gesuchter Mörder, und Macondo der Apache.
Ein CassiopeiaPress Buch
© by Author
© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen
www.AlfredBekker.de
Schüsse peitschten dicht neben Jeff Kane in den trockenen, aufgesprungenen Boden. Eine Fontäne aus Sand wurde empor geschleudert. Die Kugeln schlugen in den steinigen, völlig verdorrten Boden ein.
Kane griff zum Revolver.
Blitzschnell.
Er warf sich zur Seite, rollte um die eigene Achse über den Boden und riss mit einer fließenden, katzenhaften Bewegung den Revolver aus dem Holster.
Kaum einen Lidschlag brauchte er dafür.
Kane spannte den Hahn.
Hinter dem ausgetretenen Lagerfeuer hob sich eine hoch aufragende schlanke Gestalt gegen das Sonnenlicht als dunkler Schatten ab.
Blauschwarzes Haar, das von einem Stirnband zusammengehalten wurde, wehte in dem aufkommenden brandheißen Wind, der aus Südosten über die ausgedörrte, von schroffen Felsbrocken und vertrockneten Baumgruppen unterbrochene Hochebene wehte.
Um die Hüfte trug der Indianer einen Revolvergurt, an dem sich auch eine Schlaufe befand, in der ein Tomahawk steckte sowie die Kunstvoll verzierte Lederscheide eines Bowie-Messers.
Kanes Haltung entspannte sich.
Der harte, entschlossene Zug um die Mundwinkel verschwand und machte einem dünnen Lächeln Platz.
„Ach du bist es, Macondo“, atmete er auf.
Der sippenlose Apache hatte sich seit Kanes Aufbruch aus Magdalena an seiner Seite befunden. Gemeinsam hatten sie das nördliche Mexiko durchstreift und waren dabei so gut es ging jedem anderen ausgewichen.
Macondo senkte den Lauf seines Sharps Gewehrs.
„Sorry, ich habe dich nicht kommen hören.“
„Dann muss etwas mit deinen Ohren nicht stimmen, Laredo Kid.“
„Wieso?“
„Weil ich bei meiner Rückkehr zum Lager keineswegs versucht habe, besonders leise zu sein.“
Der Apache untertrieb natürlich. Kane hatte schon mitbekommen, wie vollkommen lautlos sich der Apache zu bewegen vermochte.
Zweifellos musste er in seiner Zeit bei der Army ein guter Scout gewesen sein.
So verschieden die beiden Männer auch sein mochten: Immerhin das hatten sie gemeinsam. Beide hatten sie während des Bürgerkrieges in der Armee der Union gedient, wofür der blaue und seiner Rangabzeichen beraubte Militärmantel, den Kane hinten auf seinem Sattel festzuschnallen pflegte, ein Zeugnis war.
Kane erhob sich und steckte seinen Revolver ein.
Macondo deutete unterdessen dort hin, wo sein Schuss den Boden aufgesprengt hatte.
Ein zusammen geringelter regloser Schlangenkörper lag dort.
„Ich rette dir das Leben und du versuchst mich zum Dank dafür umzubringen, Laredo Kid“, stellte der Apache trocken und mit regungslosem Gesicht fest.
„Soll nicht wieder vorkommen“, versprach Kane grinsend.
Er erhob sich und begann damit, seine Sachen zusammenzupacken und den Lagerplatz aufzuräumen.
„Ich habe Spuren gesehen“, berichtete Macondo. „Viele Pferde, viele Reiter. Die Hufe waren beschlagen und sie ritten in Kolonne.“
„Soldaten?“
„Ja.“
„Franzosen?“
„Würde ich vermuten. Die Mexikanischen Kavalleristen reiten nicht so exakt in der Kolonne.“