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Erkenntnis über Wirklichkeit und Wahrheit! Was wissen wir darüber? Die Begriffe Wirklichkeit und Wahrheit haben für die meisten von uns sicher die Bedeutung von "Realität", das heißt, dass diese Begriffe gleich gesetzt werden mit der materiellen Welt, die uns umgibt. Die Autorin sucht Erkenntnis, und sie sieht die Begriffe ganz anders: Abgeleitet von der Definition der von der Quantenphysik ableitbaren Potentialität handelt es sich um das was wirkt, was also unser menschliches Leben grundlegend beeinflusst: individuell und manchmal sehr rätselhaft!
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Seitenzahl: 38
Veröffentlichungsjahr: 2019
Ich danke Paul Imhof, der mich, trotz meiner Bedenken, mit UschI Kessel zusammengebracht hat. Ohne sie und ihren immer währenden Optimismus, hätte ich es nie geschafft, diesen Beitrag zu verfassen.
Licht
Mein Weg der Erkenntnis
Sitzen im Licht
Glaube und Realität
Die Frage nach Gott
Aufgegebene Ziele
Yoga und Kontemplation
Philosophische und Quantenphysikalische Ansätze
Auch ein Weg der Erkenntnis
Wissenschaftliche Aussagen: Philosophie und Physik
Dualität
Ein kleines Fenster zur Physik
Nichtlokalität
Verschränkung
Christozentrische Aufstellung
Worte an Paul Imhof
Freiheit
Die Liebe
Literaturverzeichnis
Frühling auf dem Balkon. Es ist Mai in meiner kalten Heimat. Ich sitze auf dem Balkon – Sonne – Licht - Wärme – Energie – Meditation.
Licht, das du so eine riesige Rolle spielst.
Licht in der Physik; Welle
und
Korpuskel, sie sind nicht zwei, sie sind Licht.
Licht in der Religion: Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht.
1
Licht in der Biologie; Ursache allen Wachstums
Licht in der Meditation: Träger aller Informationen?
Licht der Wirklichkeit
Licht der Erkenntnis
1 (Die Bibel) 1. Buch Mose, 1,3
Im Nachhinein stelle ich fest, dass es eine Zeit des Anfangs gegeben hat. Für mich eine Zeit der Katastrophe: Burnout. Raus aus dem Hamsterrad des Lebens. Langeweile als philosophisches Ereignis. Sitzen im Licht. Lange Weile - war dieses philosophische Ereignis die Zeit, die ich auf dem Balkon verbracht habe? Wo ich das Nichts gespürt habe. Wo sich kein Ereignis, kein „Irgendetwas-tun-müssen“, mir in den Weg gestellt hat. Nur die Leere – ohne Zeit! Zeit vergeht, auch ohne dass ich etwas Sinnvolles tue. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Zeitordnung, doch jetzt geht nur noch Tag um Tag. Tage an denen ich nichts tue oder manchmal wieder mache, was ich will. Nicht bestimmt von äußeren Zwängen. Doch besser geht es mir, wenn ich tue, was gemacht werden muss. Oft fehlt mit der Zugang zu dem, was ich will: ...ABER WAS WILL ICH?! Ich kann es einfach nicht konkret beschreiben, das, was ich will.
Heidegger kennt den Begriff Langeweile. Mit seinem Begriff komme ich zwar nicht zurecht, stimme ihm aber zu, wenn er es „Initiationsereignis der Metaphysik“ nennt. Es geht um alles und gleichzeitig um das Nichts. Das Sein als Ganzes, in der Welt, im Kosmos und um die personale Existenz. Ich fühle mich im Nichts, im gleißenden Licht der Sonnenstrahlen und doch anwesend in meiner Welt. Ich erkenne, dass ich noch etwas Anderes bin, in einem anderen Licht. Und irgendwann fange ich neu an.
„Es“ hat mich gefunden.
Das, was passiert, ist keine geleitete oder geordnete Meditation. „Es“ passiert einfach so. Wollen ist sinnlos.
Ein Beispiel aus dem Alltag, sehr viel später passiert, macht deutlich, was gemeint ist.
Eines Tages kam ich ins Gespräch mit einem Skispringer der Nationalmannschaft. Wir sprachen über das Wollen und das, was er will. Unzweifelhaft ist, dass ein Skispringer große Weiten springen will. Und doch erklärte er mir, dass man gleichzeitig dieses Wollen ausschalten müsse. Er konnte mir nicht erklären, wie das passieren kann. Und dann sagte er etwas für mich ganz Entscheidendes: „Bei meinem ersten Sprung über 200m oder auch allgemein bei weiten Sprüngen habe ich immer das Gefühl: „ES“ springt mich. Ein irres Gefühl.“ Jetzt, ein Jahr später, gehört er zu den fünf besten Springern der Welt. Alle deutschen Skispringer haben gut trainiert. Individuell und trainingsmethodisch exzellent aufgebaut. Begleitet von einem wissenschaftlichen Team. Gefragt danach, warum er in diesem Jahr konstant unter die besten Zehn springt, kam seine ehrliche Antwort: „Ich weiß es nicht!“. „Es“ ist in starkem Maße eine Erfahrung oder auch eine Erkenntnis, die mit Worten bzw. rational nicht zu erklären ist. Etwas das eintritt.
Genauso wenig wie dieser Skispringer kann ich diesen Zugang zu dem was ich will nicht näher benennen. Aber auch ich würde sagen: „Es“ findet mich. Was auch immer das „ES“ ist. Eine ungewöhnliche Formulierung, aber aus meiner Erfahrung kann ich weitergeben:
Mit Einsatz von „Wollen“ schaffe ich es nicht.
Erkenntnisse habe ich immer nur dann, wenn ich das Gefühl habe „leer“ zu sein. Diese Leere stellt sich von selbst ein.
Die Erkenntnisse kommen „blitzartig“.
Ich kann es im gewissen Maße üben, aber nicht willentlich herbeiführen.
Es funktioniert nur, weil es mehr gibt als nur mich.
Je öfter ich diese Erfahrung mache, umso leichter kann ich mich in diese Situation versetzen.
Willentlich und über den Verstand sind ebenfalls keine Optionen
