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Heinrich Raab ist als Lyriker angesehen und bekannt geworden. Nachdem er erstmalig kurze Proben seiner Prosa präsentiert hat, legt er mit seinen Fabeln und Märchen einen neuen Meilenstein seiner glänzenden Karriere. Was nicht fehlen darf? Die Epigramme, die dem Werk seinen Charme verleihen.
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Seitenzahl: 131
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Seinem ersten Leser gewidmet
Dir, Corxos, dieses Buch zu widmen
War mir eines Freundes Pflicht.
Hier werkeln keine Algorithmen,
Hier gibt es diese DruKos nicht.
Wir zwei sind gänzlich ohnegleichen;
Wir hören unsre Stillste Stund’
Und müssen stumm wir dann entweichen,
Bleibt doch ein Lächeln unsrem Mund.
Die frohe Weihnacht dir zu wünschen,
Dieses ja obliegt nun mir,
Dass du, mit Perlen und mit Pünschen,
Nicht gehest deines Weges irr.
Ein neues Jahr kommt angeflogen,
Lass es doch stets dein Bestes sein.
Bei uns wird niemals frech gelogen,
Das fiel uns Freunden gar nicht ein.
Ich wünsche dir viel Glück hienieden,
Dir und deiner lieben Braut.
Euch sei des Reichtums viel beschieden,
Sagt ihr nur eure Wünsche laut.
Mit dir Jahrhunderte zu fassen,
Zu steigen in die höchste Höh’!
Es schwappt der Schaum aus unsren Tassen,
Zu überwinden jedes Weh.
Dein Witz, dein Wille, Leben meistern,
Dein Lachen, deine ganze Art.
Du bist der edelste von all den Geistern,
Bist ja unser Corxos Quack.
Erymanthische Epigramme
Fabeln
Drei Märchen alter Muhmen
Mit Gabba Gandalf im Gespräch
Nachwort
Auch nicht ins Grab der Lorelei
Verirrt sich mehr mein schwankes Steuer;
Die Zeit verliebter Abenteuer,
Für mich ist sie schon längst vorbei!
Nein, mitten nur im Volksgewühl,
Beim Ausblick auf die großen Städte,
Beim Klang der Telegraphendrähte
Ergießt ins Wort sich mein Gefühl.
(Holz)
Ein Mann im Kleid kam hin zum Mond,
Allwo der Mann im Mond gewohnt.
Er fragte ihn: »Wie kann das sein?
Warum ist alle Welt gemein?« –
»Das kommt daher, mein liebes Kind,
Weil Schwänze nicht sehr weiblich sind«
Robert Habeck, du mein Held,
Mein Retter immerfort.
Bald ist durch Inflation mein Geld
So viel wert wie dein Wort.
Freiheit heißt ja wohl ab jetzt,
Dass man töten darf zuletzt.
Sie schimpfen auf die weiße R**se
Und gehen an die Decke gleich,
Misst man sie mit dem gleichen Maße.
Im Schädel sind sie butterweich.
Sie überschreiten jede Grenze
Und sind dabei am lamentier’n.
N**** haben große Schwänze
Und dazu ein kleines Hirn.
Alles weiß Professor Weh,
Nur nicht: fallacia naturae.
Schrecklich soll die Handlung sein,
Schrecklich ihre Schlingen.
Wer schrecklich schreibt, dem wird allein
Kein gutes Buch gelingen.
Der Freier ist ein Paradox,
Das man niemals versteht;
Weil es ihm nur um das Frei’n,
Nicht ums Befreien geht.
Die Hennen sie rennen
Und fliehen verschreckt:
Der Hahn ist im Neste,
Man hat ihn entdeckt!
Drum fliehet, ihr Schreiber,
Denn bleibt ihr noch hier,
Müsset ihr leider
Euch beugen vor mir.
Wenn M***l mit dem Messer meucheln
Wird Sören wieder Mitleid heucheln.
Wenn Michel auf den M***l haut
Wird gleich ein Tribunal gebaut.
Der Romantikus:
Ich will die Welt verschönen
Und möcht’ sie rosan seh’n.
Der Philosoph:
Ich steige hoch die Höhen,
Das Tiefste zu erspäh’n.
Der Wissenschaftler:
Ich schreib’ zwar manchmal staubig,
Doch auch die Wahrheit hin.
Der Gemeinderat:
Ich stemple und beglaubig’;
Ist meines Lebens Sinn.
Der Moralist:
Man schreibt doch wohl vor allem,
Zu bessern diese Welt?
Der Journalist:
Ich schreibe, zu gefallen,
Zu kriegen bares Geld.
Von Heidegger zu Hitler ist nur ein
schmaler Pfad
Und wer ihn steigt, fällt tief und hart.
Das Rainerle wird immer dicker;
Mohamed war K*nderfi**er.
(nach Mart. 6.36)
Lang die Nase, das Gemächt
Baumelt dir zu Füßen.
So ausgestattet kannst du echt
An deinem eignen Käse riechen.
Der Professor, der nichts weiß
Und spricht von allen Dingen,
Wird gemimt vom Dichter Gleim,
Der dran ging, den Wein zu singen.
»Nein, vom Wein, Gleim, weißt du nichts –
Werd’ mir nicht zum Buhle!«
»Und du, Professor, weißt auch nichts
Und sprichst doch aus der Schule.
Lasse mir nur meinen Trank,
Dann will ich dich loben:
Stehst ja selbst nach drei Glas Schnaps
Auf dem Katheder droben!«
Sind die Nornen auch dafür,
Wird Hochzeit eine Hoch-Zeit dir.
Der Geizhals hat die Börs’ verlorn,
Ich bring’ sie trotzdem ihm zurück.
Am Tor werd’ ich verflucht, beschwor’n.
Das macht, dass er, zu meinem Glück,
Obwohl er seinen Beutel misst,
Mich anzuhör’n zu geizig ist.
Freche Femen wollen stehlen,
Was aus Fiallars Felsen klingt:
Warum können sie nicht sehen,
Dass wir Humanisten sind?
Ein Wort, das ist kein Zauberspruch,
Die Augen zu verblenden;
Ein Wort kommt nur ins Wörterbuch,
Wenn’s alle auch verwenden.
Studien sind nicht wohl gemacht,
Alles rein zu lesen.
Was man sich auch zusammen dacht’:
Erfunden ist’s gewesen.
Wer alle Belege vom Schreibtisch schafft?
Das ist die historische Sprachwissenschaft.
Steffens Ohr beleidigt deine Nüstern?
Nun denn, Hans Stunk –
Hör auf, ihm zuzuflüstern!
Nichts kann der Mensch ergründen,
Nicht Läuse noch den Kamm;
Nichts Wahres uns verkünden,
Nur eines macht mich bang:
Aus was für welchen Gründen
Gab ich dieses an?
Klar steht es wie ein Berg vor Augen
Klar, was das Herz so tief ergreift.
Durchwirkt von ungebroch’nem Glauben
Sind die Gedanken ausgereift.
Wie wird es mir, will ich sie pflücken;
Es zeigen der, die ich so lieb’?
Umsonst ist alles Niederbücken:
Kein Gutes mehr mir übrig blieb.
Ist einer eurer Kunden krank,
Rennt ihr an den Gifteschrank.
Und war es auch zu viel gewesen:
Der Beutel wird schon so genesen.
... ist noch im Regal,
Ich hol mir einen Teller.
Ach nein, ach nein, ach, welche Qual!
Der Oheim war schon schneller.
Tout notre mal vient de ne pouvoir être seuls.
(La Bruyère)
Alerta, Alerta!
Auf der Straße plärrt er.
Antifaschista!
In die Hose pisst er.
Was Jean Paul alles schrieb
Befinde ich für gut;
Nur, dass er sich dran hielt,
Scheint mir wenig klug.
Der Hegel ist ein Dorn
Dir in deinen Augen,
Hat preußisch sich verschwor’n,
Mit jenem Mörderreigen!
Kennest nur kein Wort,
Das er jemals geschrieben,
Hast dich an deinem Ort
Mit Nietzsche rumgetrieben.
So merkt man andren an
Den Splitter im Gesicht,
Den Pflock im Auge dann
Bemerkt ihr niemals nicht.
Bis Bismarck seinen Biss verliert,
Bleibt Lothringen noch unberührt.
Hat Bismarck einen hohlen Zahn,
Greift er zuerst im Elsass an.
So schmückt euch denn in allen Farben –
Nur blau sollt’ man sie doch nicht tragen.
Ist die Ehe auch ein Krieg,
Versöhnung blüht dem Krieger.
Wenngleich der Fall hier anders liegt:
Den Sold sieht man nicht wieder.
Leugner leugnen das Klima nicht,
Habeck lügt, wann immer er spricht.
Fruchtig, süß und zart
Lobst du dir den Wein.
Ruhig, Freund, ich hatte nichts daheim:
Und holt’ ihn aus dem Supermarkt.
Es gibt wohl manchen Katholik,
Der Maria mehr als Jesus liebt.
Habt Furcht, ihr lieben Menschenkinder,
Vor allen, die nur Zweifel treibt
Und die spitzen ihre Münder,
Wenn einer Zweifelszweifel streut.
Ein Felsen wächst dem Philophasten;
Der Treibsand ruhet auf Granit.
Man kann nur in die Irre tasten,
Wenn es auch was zu fassen gibt.
Und ist das Make-Up noch so breit:
Versteckt wird nicht der Mann im Kleid.
Der größte Geck im Unterholz
Protzt und putzet sich auch stolz.
Vorm Spiegel steht er Tag um Tag
Und zählt bei sich die Läusgen ab.
Nur leider, ach, die Eitelkeit,
Treibt, wenn sie es treibt, zu weit:
Für die Banan’ wurd’ er zu fein,
Drum ging das arme Äfflein ein.
Wenigstens, das sei gesagt,
Ging er im feinen Putze ab.
Ein Dichter dichtet sich,
Da es ihm gang ans Sterben,
Selbst die Grabinschrift.
Wie traurig war’n die Erben!
»Ach, hätt’ er nur gelebt,
Wie froh wär’ er gewesen,
Zu sehn, was er erstrebt:
Gedruckt wird man gelesen«
»Und, ach, was wären wir
Um wie viel noch erleichtert,
Wenn itzt sein Brevier
Wär’ nicht in Stein gemeißelt!« –
Das sind der Ehren viel,
Dem letzten Will’ willfahren.
Was so mancher will,
Woll’n andre nicht gewahren.
Wann immer ihr’s nur könnt:
Ein Sprüchlein, ein Gedicht
Am Anfang hingeschrieben!
So gebt ihr dem Gewicht,
Was anders würd’ nichts wiegen.
Wer die Freiheit schätzt
Ist ein Ketzer jetzt.
Wer gegen andre hetzt,
Ist für das Grundgesetz.
Mag sie auch dem Amtmann schreiben
Oder wohl gar ans Gericht –
Wenn ich seh’ die Finger gleiten,
Weiß ich, es ist doch für mich.
Im Fall eines Falles:
Anti-alles.
Die Tugend muss allein
Und vor sich selbst besteh’n.
Bloß, was Tugend sollte sein,
Kann man nur am Beispiel sehn.
Was für ein Prophetenbart
Dies Mädchen auf der Stirne hat!
Zwei Säulen sprießen hier empor –
Und neidisch wird selbst Dumbledore.
Lump:
Wer auch die größten Kämpfe,
Die schlimmsten Schlachten focht –
’S sind verlorne Krämpfe:
Mit Wasser wird gekocht!
Plump:
Ja, wie, verlorne Krämpfe?
Und Dante ist wie ich?
Auch ich brau’ manche Dämpfe:
Drum Lumpchen, lobe mich!
Die größten aller Dichter
Sind klein wie du und ich.
Der Unterschied, ihr Richter,
Ist: Wir dichten nicht.
Was wir wissen ist beschränkt
Auf viele Totenschreine.
Wie kommt’s, dass trotzdem mancher denkt,
Es ging hierum alleine?
Dem Weib willst du den Witz nicht glauben
Und hörst sie doch schon Stund’ um Stund’?
Vielleicht wirst du es wohl erlauben,
Wenn es dir sagt ein Schnurrbartmund:
Deinen Schwachsinn dir zu glauben
Hat die Kluge jeden Grund.
Für manches fromme Schreiberlein
Gibt es allezeit,
Wie bei den lieben Nickellein,
Auswuchshaftigkeit.
Du kannst mir vieles schreiben;
Du kannst viel Neues machen.
Ich kann’s nicht unterscheiden,
Ich kann nur immer lachen.
Töne stinken, Klangesscharen!
Rülpser sind, wo Farben waren.
Viele glauben nur Dämonen,
Glauben keinen Gott dabei.
Willst du deine Stimme schonen,
Male nur den Tod herbei.
Dieser lustige Geselle
Zähmt die Leute an Gotts Stelle.
Wie alles in der Welt
Uns alle soll gereuen –
Man möchte sich doch glatt
Seiner Schwermut freuen!
Was ist, wird sein, war immer da;
Zwar, ob’s auch soll, wird mir nicht klar.
So schmerzend ist ein Sinngedicht,
Wenn Stachel bald den Stecher sticht.
Negiert man p und nimmt p an,
So lässt sich daraus schließen,
Was man auch immer schließen kann,
Lord Russell zu verdrießen.
Frau Brüll sprach freundlich zu mir hin,
Erfüllt mein armes Ohr mit grimm.
Ein nettes Wort, wird’s laut geschrien,
Verkehrt beim Hören seinen Sinn.
Eine Blume ganz alleine
Blüht im lichten Abendscheine.
Wird von Wespen umgebogen,
Wird vom Winde arg zersaust;
Die Wiesen wild wie Wellen wogen,
Wenn Asathor am Himmel braust.
Sie harren aus im engen Reigen,
Arm in Arm und Hand in Hand
Und gleichwohl Blitze sich verzweigen,
Halten sie dem Sturme stand.
Wie Blume, dagegen,
Musst wirbelnd du beben!
Das ist der Mensch, der ohn’ Gefährten,
Der keinen Freund hat in der Welt,
Der von des Schicksals rauen Gerten
Zerschunden wird, bis er zerfällt.
Klein wird, was groß
Im Festland war
In einer Insel Schoß.
Hingegen sie,
Ganz wunderbar,
Was sonsten klein,
Nun groß gebar.
So wird der Schwätzer, der die Welt
Für seinen eignen Golem hält
Zur Demut abgemahnet,
Wenn Natur sich ihm entgegenstellt.
Daneben der, der ungeahnet
An ihrem Busen niedersinkt,
Die hohe Luft der Genien trinkt.
Mit Fäusten wollt ihr gerne singen,
Das Derbe zieht euch magisch an
Und wenn Grunzer aus den Liedern klingen,
Nehmt ihr sie erst für schicklich an.
Du Narr, schau nach der Blumenwiese,
In der die Bien’ geschäftig fliegt;
Wahr ist’s, sie bestiehlet diese,
Doch führt zum Wachstum unser Dieb.
Drum habet Stachel, wie’s gefällt –
Und wisst sie auch zu nutzen.
Gedenkt nur nicht, der Afterwelt
Den Honig abzutrutzen.
Alles wird zum Phallus dir,
Der Mensch ist schließlich nur ein Tier.
Doch sag mir mal, von Schwein zu Schwein,
Wer von uns wird wohl toller sein?
Freud, der wurde Therapist,
Weil er selbst verschroben ist.
Erec sagte zu Eniten:
Warum sollten wir verliegen?
Drauf Enite zu Erec:
Bequemlich ist das Bettgedeck.
Amor schießet für die Liebe.
Manchen Mann hat er getroffen,
Dem es schien in seinem Friede,
Schien, als wär er totgeschossen.
Den einen macht der Wein zum Diebe,
Den andern hält er lange wach;
Ein dritter fühlet beide Triebe
Und steigt zur Magd ins Schlafgemach.
Ich gebe kund mit trocknem Mund,
Was mir zur Stunde aufgefallen,
Dass, wenn man trinket reinen Schnaps,
Man beginnt zu lallen.
Du glaubst nicht, dass der Mensch vom
Affen stammt
Und hast doch den Spiegel bei der Hand?
Noch niemals war man so
Abgründig tief erregt:
Man hat die Zeitung gleich
Zum Altpapier gelegt.
Wer immer strebend sich bemüht,
Den können wir erlösen.
Gut gesagt, nur dass geblüht
Ein ewig Streben allem Bösen.
So ist zur Tätigkeit verdammt,
Den man noch niemals tätig fand
Angestochen Stich für Stich
Liegst du auf dem Ärztetisch.
Bald weiß man, nimm es nicht zu krumm,
Ob blutig, roh, ob medium.
Was trägt Luisen auf dem Arm,
So keck, so süß, so frech, so zahm?
Ein Hund, sagst du, ist dieses Ding?
Ich acht’ das Gleichnis nicht gering,
Denn wie sie lacht mit falschem Mund,
So zugeschnürt und ungesund,
Gleicht sie sicher ihrem Hund.
Dein Gedicht, gabst du mir an,
Tat die Muse zu dir tragen?
Nun gut, genialer Edelmann –
Viel irrt beim Hörensagen.
Gar so schön ich Lauren fand,
Gar so schön der Mund, die Hand;
Bis ich sie ohne Schminke traf,
Ihr Bildnis in die Moldau warf.
Keiner war so busy je,
Keiner so verbissen.
Von dem Haar bis zu dem Zeh
Kann man ihn nicht missen.
Keiner war so bis ins Mark
Mit Preußen okkupiert.
Keiner bricht mir je den Stab,
Sooft er es probiert.
Als Loki sich mit Louhi paarte
Erschien der M***l auf der Karte.
Ach, wie wär’ man nicht gelehrt,
Wenn der Wunsch die Tat gewährt.
So nun aber ist es das:
Sie tun als ob und sind nicht was.
Der Dichter:
Alles vergeht, ja, das mag sein;
Alles vergeht, nur ganz allein
Mein Lied soll unvergänglich sein!
Der Leser:
Was redest du so dreist daher?
Morgen schon liest dich keiner mehr!
Der Dichter:
So viel ich schreib, bei meiner Ehr,
Zerstört die Nachwelt nimmermehr.
(Lokāḥ Samastāḥ Sukhino Bhavantu)
Friedlich sei es auf der Welt
Den Wesen allen da bestellt.
Brüder sein euch Mensch und Tier,
Brüder alles Erdgewirr.
Brüder sein euch Stroh und Stein,
Brüder alle Vögelein.
Wo nicht Waffen, wo nicht Geld
Einen festen Wert erhält.
Friedlich sei es auf der Welt
Den Wesen allen da bestellt.
Mit breiten Beinen sitzt im Zug,
Durch dessen Schritt man lenken könnte
Einen zweiten Zug im Zug,
Den nichts an seiner Durchfahrt hemmte.
Gelehrt sein, dieses heißet mir,
Mein Stift, der zittert wie ein Stier,
Jede Seite voll zu schreiben,
Über Freuden, über Leiden –
Ach, was bin ich so erpicht?
Ich schreibe nur, ich denke nicht.
Kaum ist verblüht der letzte Kranz
Vor Dachaus grausen Toren,
Geht wieder los der Teufelstanz,
Hat man sich schon verschworen.
(Ein verlorenes bienenrodisches Fragment)
Kusseln schneid’ der Bauer oft,
Kutteln er zu essen hofft.
Lump:
Adam und Eva wären Affen?
Davon sprechen nicht die Pfaffen.
Plump:
Dass sie die Taler an sich raffen,
