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Eine Villa in Heikendorf an der Kieler Förde ist das ausgemachte Objekt eines Privatdetektivs, der heimlich Fotos aufnimmt, die ein Paar hinter den Fenstern des Hauses in leidenschaftlicher Umarmung zeigen. Mit diesen Fotos wird die Bewohnerin der Villa, die Ehefrau des Chefs einer Rüstungsfirma für den U-Boot-Bau, erpresst. Ihr junger Liebhaber, ein Mitarbeiter in der Rüstungsfirma ihres Mannes, wird bald am Ufer der Kieler Förde tot aufgefunden – offensichtlich erschlagen. Der immer etwas grantelnde Hauptkommissar Brandt von der Kieler Kripo, reich an Dienstjahren, aber dennoch kein Teamarbeiter, sieht sich bei seinen Ermittlungen von einer Mauer des Schweigens, von Misstrauen und Widerständen umgeben, selbst das BKA und erst recht der militärische Geheimdienst zeigen sich nicht kooperativ, werfen ihm Knüppel zwischen die Beine. Doch mit seiner sturen Hartnäckigkeit und auch Respektlosigkeit den Vorgesetzten gegenüber, setzt er sich darüber hinweg. Da passiert ein weiterer Mord – der Privatdetektiv ist umgebracht worden.
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Seitenzahl: 125
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Karl-Heinz Biermann
Fördegeheimnisse
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Fördegeheimnisse
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Impressum neobooks
Nicht weit entfernt vom U-Boot-Ehrenmal am Ufer der Förde bei Kiel-Heikendorf näherte sich ein dunkelblauer Ford, bis ein Verbotsschild die Weiterfahrt verhinderte. Der Wagen bog ab und fuhr auf den Parkplatz eines Strandcafés. Sein Fahrer stieg aus, langte zurück in das Innere des Autos und seine Hand kam mit einer Fotokamera wieder hervor. Der Mann spannte sich den Trageriemen der Kamera so über die Schulter, dass sie ihm nach hinten hängend nicht im Gehen behinderte; dann schickte er sich an, den Weg zu Fuß zurückzu-legen, den er mit dem Auto nicht befahren durfte.
Er sah nach der linken Seite zum Wasser, er hatte wenige Meter Strand zwischen sich und dorthin, aber er war nicht gekommen, um die schöne Aussicht auf die Förde zu fotografieren, er wollte im Restlicht des Tages etwas anderes im Bild festhalten.
Etwa dreihundert Meter ging der Mann auf dem Uferweg, ohne dass ihm jemand begegnet war, dann trennte ihn ein Waldstück vom Wasser der Förde. Nicht mal einer von den reichen Pinkeln, die hier in der Nähe ihre Villen besaßen, führte seinen Hund aus, dachte er.
Prüfend spähte der Mann in die Umgebung, dann verließ er den Weg, schlich seitwärts in das Unterholz. Er schien sich auszukennen, schon mehrere Male war er hierhergekommen, noch vor einigen Wochen im Sommer – aber nicht angelockt durch das schöne Wetter, das nun ins Grau des Herbstes übergegangen war. Jetzt fielen bereits die ersten Blätter von den Bäumen, und um diese Jahreszeit wurde es schon früher dunkel. Daher hatte er seiner Kamera ein lichtstarkes Teleobjektiv aufgesetzt.
Immer wieder gingen seine Blicke in alle Richtungen, dabei trat er über Laub und Strauchwerk, dichtgewachsene Büsche und hohe Bäume säumten seinen Weg. Zielstrebig schritt der Mann weiter, bis er an ein umzäuntes Grundstück kam, die rückwärtige Seite eines großen Anwesens.
