Fort Aldamo 67 - Western - Frank Callahan - E-Book

Fort Aldamo 67 - Western E-Book

Frank Callahan

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Beschreibung

Der Schatz der Konquistadoren befindet sich in Asesinos Händen. Finnewacker fackelt nicht lange und nimmt die Verfolgung auf. Als er Asesino und dessen Begleiter stellt, wird klar, dass der mexikanische Bandolero-Jefe mit dem Gold über hundert Geiseln freikaufen wollte, die sich in Zarcos Händen befinden. Der Bandit überfiel die kleine Ortschaft Santa Marquerita und nahm alle Einwohner gefangen: Kinder, Frauen und Männer. Aus diesem Ort stammen die meisten von Asesinos Compañeros.
Zarco fordert 500.000 Dollar und Asesinos Kopf - und das ist wörtlich zu nehmen. Natürlich will Finnewacker den Geiseln helfen und verhandelt mit Zarco. Der aber besteht auf Asesinos Kopf. Nun ist guter Rat teuer. Wird es Finnewacker gelingen, den Banditen auszutricksen?

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Seitenzahl: 125

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Inhalt

Cover

Über diese Serie

Impressum

Finnewacker geht aufs Ganze

Vorschau

Titelliste Fort Aldamo

Über diese Serie

Liebe Western-Freunde!

Mit FORT ALDAMO bringt Bastei die erweiterte Neuauflage eines Klassikers von Bill Murphy und Frank Callahan, der in den Jahren 1982 bis 1987 schon einmal gedruckt wurde – allerdings in geteilter Form. Erst erschienen 1982 in der Reihe WESTERN-HIT (WH) 14 Romane, dann startete – parallel zu CAPTAIN CONCHO, wo ein um 15 Jahre jüngerer Sergeant Finnewacker mitwirkt – die eigene Serie mit 44 Heften (1984/85), deren erste vier Bände noch vor den WH-Ausgaben spielten. Anschließend folgten noch einmal fünf Romane im WH (1986/87). Und als die Abenteuer des Master Sergeant Finnewacker dann eingestellt wurden, blieben weitere fünf bereits verfasste Manuskripte unveröffentlicht.

In dieser Sammler-Ausgabe vereinen wir nun alle FORT-ALDAMO-Romane – insgesamt 68 Stück – in chronologischer Reihenfolge! Und illustrieren sie einheitlich mit den Covern des Malers Günter König, der damals etwa zwei Drittel aller Titelbilder beigesteuert hat.

Noch ein Wort zur recht derben, manchmal auch »politisch inkorrekten« Sprache in den Romanen: FORT ALDAMO ist eine Western-Militärserie, die in einem Gefangenenfort weitab der Zivilisation spielt. Die Ausdrucksweise der Soldaten ist dementsprechend zotig und sollte nicht auf die Goldwaage gelegt werden; im Gegenteil macht sie einen Teil des Flairs aus, das FORT ALDAMO auszeichnet. Jeder Leser, der seine Zeit beim Bund absolviert hat, wird uns da zustimmen.

Genießen Sie also die Abenteuer des Haudegens Finnewacker und seiner »Mannschaft«. Wir wünschen viel Lesespaß!

Die ALDAMO-Redaktion

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige eBook-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2018 by Bastei Lübbe AG, Köln

Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: Günther König / Hertha König

Datenkonvertierung eBook: Blickpunkt Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH, Satzstudio Potsdam

ISBN 978-3-7325-6470-5

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Finnewacker geht aufs Ganze

(2. Teil)

von Frank Callahan

Der Schatz der Konquistadoren befindet sich in Asesinos Händen. Finnewacker fackelt nicht lange und nimmt die Verfolgung auf. Als er Asesino und dessen Begleiter stellt, wird klar, dass der mexikanische Bandolero-Jefe mit dem Gold über hundert Geiseln freikaufen wollte, die sich in Zarcos Händen befinden. Der Bandit überfiel die kleine Ortschaft Santa Marquerita und nahm alle Einwohner gefangen: Kinder, Frauen und Männer. Aus diesem Ort stammen die meisten von Asesinos Compañeros.

Zarco fordert 500.000 Dollar und Asesinos Kopf – und das ist wörtlich zu nehmen. Natürlich will Finnewacker den Geiseln helfen und verhandelt mit Zarco. Der aber besteht auf Asesinos Kopf. Nun ist guter Rat teuer …

»Niemand ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen!«, brummte Master Sergeant Finnewacker gereizt und blickte den fünf Strafsoldaten hinterher, die in Richtung Fort Aldamo marschierten.

Die Festung war wenigstens vierzig Meilen entfernt. Und da die vor einigen Tagen entlassenen Strafsoldaten zu Fuß waren, stand ihnen ein langer Marsch durch die Wüste bevor.

Sergeant Fitzgerald, Finnewackers Stellvertreter, nickte ernst.

»Diesen fünf Querköpfen hast du’s aber mächtig gegeben. Ich bin nur gespannt, ob sie auch wirklich zum Fort marschieren. Vielleicht juckt es die Burschen auch, irgendwann die Kurve zu kratzen.«

Master Sergeant Finnewacker, der kommissarische Commander von Fort Aldamo und Spieß der Strafkompanie der US Army, lächelte bissig.

»Das sollen sie nur wagen. Ich schnappe mir die Armleuchter irgendwann. Doch jetzt gilt es den Schatz der Konquistadoren zurückzuholen. Das ist unsere vordringliche Aufgabe.«

Finnewacker dachte an die Ereignisse, die sich in den letzten Tagen in Fort Aldamo und dann später hier draußen in der Wüste ereignet hatten.

Der Strafsoldat Ben Corner hatte durch Zufall einen Geheimgang in Fort Aldamo entdeckt. Er führte vom Pferdestall aus in ein unterirdisches Gewölbe. Und dort fand Master Sergeant Finnewacker mit viel Glück eine alte Schatztruhe, die bis obenan mit Goldmünzen gefüllt war.

Natürlich war die Aufregung groß.

Finnewacker ließ den Schatz wieder einmauern und auch den Geheimgang schließen. Er hatte aber keine Ahnung, dass Ben Corner noch einen zweiten Geheimgang entdeckt hatte, der vom Gewölbe nach außerhalb des Forts führte.

Lind Ben Corner und vier weitere Sträflinge wurden drei Tage später entlassen, da ihre Strafzeit abgelaufen war. Sie erhielten Marschbefehle nach Camp Lowell, dem Sitz des Regiments, um von dort ihren Kompanien zugeteilt zu werden.

Ben Corners Plan stand schnell fest!

Das Gold ließ ihn seine ganzen guten Vorsätze vergessen. Er überredete seine vier Kameraden dazu, das Gold zu stehlen. Es bereitete ihnen keine großen Schwierigkeiten, durch den Geheimgang, der hundert Yards vor Fort Aldamo begann, einzudringen und den Goldschatz zu stehlen.

Master Sergeant Finnewacker bemerkte den Verlust erst einen Tag später, als er das Gold nach Yuma City bringen wollte, um es dort auf einer Bank zu deponieren. Er und Sergeant Fitzgerald nahmen die Verfolgung auf!

Doch Ben Corner, Ray Miller, Joe Ramsey, Tuck Humpfrey und Ken Mitchel hatten riesiges Pech.

Sie fielen einer Horde von mexikanischen Bandoleros in die Hände.

Ihr Anführer war kein anderer als Asesino, einer der gefürchtetsten Banditen-Jefes Mexikos.

Er ließ die fünf ehemaligen Strafsoldaten zwar am Leben, nahm ihnen aber das Gold, die Waffen und auch die Pferde ab.

Finnewacker und der kleinwüchsige und krausköpfige Fitzgerald trafen zwei Stunden später auf den geschlagenen Haufen.

Die fünf Männer gaben alles zu. Finnewacker stellte die Strafsoldaten unter Arrest und gab ihnen den Befehl, nach Fort Aldamo zurückzukehren.

Und nun musste er und der kleine Krauskopf alles daransetzen, um Asesino und seiner rauen Meute den Goldschatz wieder abzujagen.

Das war keine leichte Aufgabe.

Asesino war ein mit allen Wassern gewaschener Höllenhund, der den Goldschatz niemals freiwillig rausrücken würde.

Zwischen Master Sergeant Finnewacker und Asesino bestand so eine Art Hassliebe.

Und der Bandolero-Jefe bezeichnete den Commander von Fort Aldamo stets als sein großes Freind.

Die beiden waren schon öfters hart aufeinandergeprallt, hatten aber auch oft zusammengehalten, wenn Not am Mann war.

Doch dieses Mal hatte es sich der Commander vorgenommen, Asesino hart und entschieden in die Schranken zu weisen. Er wollte den Goldschatz der spanischen Eroberer zurückholen.

Finnewacker war natürlich auch klar, dass es dann erneut Schwierigkeiten geben würde.

Zuerst musste er einmal die rechtliche Frage klären, wem der Schatz gehörte. Nach Finnewackers Meinung der amerikanischen Regierung, der auch Fort Aldamo gehörte.

Seine zehn Sergeanten waren da anderer Meinung. Sie wollten das Gold unter sich teilen.

Finnewacker war damit nicht einverstanden gewesen. Inzwischen hatten sich die Gemüter beruhigt. Außerdem musste der Goldschatz erst wieder herbeigeschafft werden, um dann zu entscheiden, was geschehen sollte.

***

»Hier sind die fünf Hechte von den Mexicanos überfallen worden«, sagte Master Sergeant Finnewacker und deutete auf eine Stelle zwischen Kakteen, Dornenbüschen und Krüppelkiefern.

Sergeant Fitzgerald nickte nur.

Silbernes Mondlicht legte einen milchigen Hauch über das öde und unfruchtbare Gelände. Irgendwo heulten hungrige Wölfe. Der Schrei eines jagenden Nachtfalken durchschnitt die nächtliche Stille.

»Die Fährte der zehn Bandoleros führt in Richtung mexikanische Grenze«, fuhr Finnewacker fort. »Ich glaube nicht, dass wir die Hombres noch vorher einholen können.«

Fitzgerald verzog das Gesicht.

»Das bedeutet mit anderen Worten, dass wir wieder einmal in voller Montur über die Grenze wechseln. Hoffentlich erwischen uns die Rurales oder die mexikanischen Soldados nicht. Auch Colonel Brooke in Camp Lowell hat langsam die Nase voll, dich immer wieder rauszupauken.«

Der Commander von Fort Aldamo winkte ab.

»Ach was, Kleiner. Das sehe ich nicht so eng. Was sein muss, muss eben sein. Und wir würden einen noch schlechteren Eindruck hinterlassen, wenn wir nur in unserer Unterwäsche über die Grenze reiten würden.«

Finnewacker grinste schlaff.

Er dachte daran, dass ihm dieser Hundesohn von Asesino erst vor einigen Wochen einen Streich gespielt hatte. Der Bandolero hatte einigen neuen Strafsoldaten zur Flucht verholfen.

Finnewacker war es aber gelungen, Asesino mächtig auszutricksen und die Strafsoldaten wieder einzufangen.

»Vorwärts, Kleiner. Wir folgen den Fährten. Vielleicht holen wir die Hombres doch noch vor der Grenze ein.«

Sergeant Fitzgerald zuckte mit den Schultern.

»Und du glaubst im Ernst, dass Asesino seinem großes Freind Finnewacker den Goldschatz freiwillig gibt? Ich bin davon nicht überzeugt. Das Gold hat einen Wert von mehr als 100.000 Dollar. Das ist eine ganze Menge Geld und bestimmt Grund genug, um großes Freindschaft zu vergessen.«

Finnewacker grinste. Es war aber schon mehr das Zähnezeigen eines gereizten Tigers, der einem Lobo an die Kehle fahren wollte.

»Dieses Mal bringe ich Asesino die heilige Mannesfurcht bei, denn ich habe es satt mir andauernd von ihm auf der Nase tanzen zu lassen. Und wenn er den gelben Dreck nicht freiwillig rausrückt, dann hole ich ihn mir mit Gewalt zurück. Darauf kannst du dich verlassen!«

»Wir werden’s versuchen. Dir ist doch klar, dass Asesino manchmal mehr als hundert Compañeros um sich geschart hat?«

»Da sagst du mir nichts Neues«, erwiderte der alte Kämpe. »Viel Feind – viel Ehr! Daran haben wir uns eigentlich in den letzten Wochen und Monaten schon gewöhnt. Meistens kommt’s immer knüppeldick.«

»Da muss ich dir zustimmen, mein Alter. Irgendwie scheinst du Gefahr und Abenteuer richtig anzuziehen. Na gut, dann wollen wir mal weiterreiten. Hoffentlich legt uns Asesino keinen Hinterhalt.«

»Warten wir’s ab. Auf jeden Fall nehmen wir das alles nicht auf die leichte Schulter!«

Die beiden Soldaten aus Fort Aldamo fanden schnell die Fährten der zehn mexikanischen Bandoleros und nahmen die Verfolgung auf. Der Vorsprung der Banditen betrug nach Finnewackers Schätzung ungefähr zwei Stunden.

Das war natürlich eine ganze Menge.

Der Commander von Fort Aldamo tätschelte den schlanken Hals seines rassigen Pferdes. Black Devil, so hatte er den Mustang getauft.

Den Rapphengst hatte er vor einigen Wochen von Großer Bär, einem befreundeten Apachenhäuptling, geschenkt bekommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten waren der alte Haudegen und der Rappe gute Freunde geworden.

Finnewacker war aber nach wie vor der einzige Reiter, den der Schwarze Teufel auf seinem Rücken duldete. Jeden anderen katapultierte Black Devil himmelwärts.

Und meistens schaute er dann ziemlich dumm aus der Wäsche und begann dann erst einmal seine Knochen zu sortieren.

Das war auch Asesino passiert, als er Black Devil stehlen wollte.

Stunden vergingen.

Nach wie vor war von den Bandoleros nichts zu sehen. Die beiden Blauröcke näherten sich immer mehr der mexikanischen Grenze. Und wie es aussah, mussten sie wieder einmal in voller Uniform in das Land der Nachkommen Montezumas reiten.

***

Erste Lichtspeere, die in das Grau des Himmels stachen, kündeten einen neuen Tag an. Es dauerte nicht lange, dann ging das Feuerrad der Sonne hinter den Bergen der Sierra del Tule auf.

Goldener Sonnenschein fiel über die Wüste. Kein Wölkchen zeigte sich am Himmel. Ein neuer, heißer Tag erwachte zum Leben.

Master Sergeant Finnewacker zügelte Black Devil, rückte sein Käppi zurecht und legte dann beide Hände auf das Sattelhorn.

»Wenn mich nicht alles täuscht, liegt die Grenze bereits hinter uns«, sagte er zu Sergeant Fitzgerald. »Wir müssen mächtig aufpassen, um keiner Grenzpatrouille in die Hände zu reiten.«

»Zum Glück hast du ja deinen Feldstecher dabei. Außerdem ist in dem flachen Gelände jede Staubwolke schon meilenweit zu sehen. Gefährlicher wird es, wenn wir die ersten Ausläufer der Berge erreichen.«

»Die Fährten der Bandoleros führen in die Sierra del Tule«, antwortete Finnewacker nickend. »Asesinos Camp liegt dort irgendwo in den Bergen. Er hat einmal davon gesprochen. Es muss eine richtige kleine Stadt sein. Uns bleibt wohl keine andere Wahl, als dorthin zu reiten.«

»Hoffentlich schnappen wir die Hombres noch vor dem Camp«, murmelte der kleine krausköpfige Sergeant. »Es dürfte fast unmöglich sein, das Gold aus der Town rauszuholen.«

Finnewacker antwortete nicht.

Er zuckte plötzlich zusammen.

»Volle Deckung!«, brüllte er dann.

Auch Sergeant Fitzgerald reagierte blitzschnell.

Er und Finnewacker warfen sich aus den Sätteln und landeten auf allen Vieren auf dem harten Wüstenboden. Sie rollten sich zur Seite und gelangten hinter einige Felsbrocken, die ihnen Schutz boten.

Die beiden Pferde trabten weiter und blieben hinter einem Dickicht stehen. Das alles geschah innerhalb von Sekundenbruchteilen.

Schüsse peitschten, heißes Blei sirrte heran und schlug gegen die Felsbrocken oder furchte den Wüstenboden. Dumpf rollte der Explosionsdonner. Feuerlanzen zuckten von einem flachen Hügel auf.

Es mussten zwei oder drei Strolche sein, die von dort schossen und die Blauröcke töten wollten.

Dann ebbten die Schüsse ab, als die Halunken einsahen, dass sie so den Gringos nicht beikommen konnten.

»Ich habe etwas aufblitzen sehen«, murmelte Finnewacker. »Bestimmt wurden die Sonnenstrahlen vom Lauf eines Gewehres reflektiert.«

Sergeant Fitzgerald nickte.

»Das ist unser Glück gewesen, mein Alter, sonst hätten uns die Mistkerle noch näher herankommen lassen und erst dann das Feuer eröffnet.«

Finnewacker spähte hinter einem der Felsbrocken hervor. Sofort krachte ein Schuss. Der Commander von Fort Aldamo zog erschrocken den Kopf zurück und griff sich unwillkürlich an die Nase.

»Mein lieber Scholli«, knurrte er. »Da hat aber nicht viel gefehlt und der Sandalenhengst hätte mir die Nasenspitze abgeschossen. Der Kotzbrocken kann aber was erleben, wenn ich ihn erwische.«

Längst hatten die beiden Soldaten ihre Revolver aus den Gürteltaschen gezogen und das Feuer erwidert. Die Entfernung war aber für einen gezielten Revolverschuss zu weit.

Da konnten die Bandoleros schon ganz anders mit ihren Winchestergewehren auftrumpfen.

»Ob das Compadres von Asesino sind?«, fragte der kleine Krauskopf.

»Ist anzunehmen«, krächzte der alte Kämpe. »Asesino hat die Strolche hier zurückgelassen, um auf Verfolger zu lauern. Der Mäusefallenhändler weiß doch ganz genau, dass ich hinter ihm hersause. Schade, dass Asesino nicht dort drüben hockt, denn mit ihm könnte ich verhandeln. Asesino hätte auch nicht auf mich geschossen. Anscheinend kennen mich diese Käsekneter dort drüben nicht.«

Master Sergeant Finnewacker lächelte lässig.

»Sie werden mich aber bald kennenlernen!«

***

»Gib mir Feuerschutz, Kleiner. Ich schleiche mich an die Hombres heran. Es gibt genügend Deckungsmöglichkeiten, damit ich mich dem Hügel nähern kann. Ich schlage zuerst mal einen Halbkreis. Vielleicht kann ich den Knoblauchvertilgern sogar in den Rücken fallen!«

»Achte gut auf dich, Finnewacker«, murmelte Fitzgerald.

»Mehr als in die Hose kann’s nicht gehen«, meinte der Spieß der Strafkompanie und schlich los.

Die Bandoleros schossen nicht, denn Finnewacker nutzte jede sich nur bietende Deckungsmöglichkeit aus. Ein Apache hätte es nicht besser gekonnt, so geschickt schlich sich der erfahrene Haudegen an die beiden Gegner heran, die noch immer auf der Kuppe des flachen Hügels hockten und darauf lauerten, dass sich die Gringo-Soldados eine Blöße gaben.

Finnewacker schlug einen Halbkreis und gelangte so in den Rücken der Mexicanos, die nichts von der drohenden Gefahr bemerkten.

Sergeant Fitzgerald feuerte hin und wieder und wechselte dabei seine Position. So musste es für die Hombres aussehen, als hockten die beiden Blauröcke nach wie vor dort drüben zwischen den Felsen in der Falle. Sergeant Finnewacker lächelte hart, als er auf die beiden Mexikaner zukroch. Er zielte mit seinem Revolver auf die Gegner, die nach wie vor ahnungslos waren und mit keiner Gefahr rechneten.

Dann war es so weit!

Der Commander von Fort Aldamo richtete seinen Oberkörper in die Höhe und blieb breitbeinig stehen.

»Hier bin ich, ihr Penner!«, donnerte seine Stimme. »Und wenn ihr auch nur einen falschen Wimpernschlag riskiert, versammle ich euch zu euren Ahnen, die längst in der Hölle auf euch warten!«

Die beiden Mexicanos blieben regungslos liegen und wirkten für einige Augenblicke wie gelähmt.

Dann ließen sie die Gewehre sinken und drehten die Köpfe.

Finnewacker starrte in verwegene Gesichter, in denen Augenpaare unruhig flackerten. Jetzt tasteten die Hände der Bandoleros zu den Colts in den Holstern.