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Der Band bietet neue Erkenntnisse über den Umgang von Frauen mit der Bibel in literarischen, mystischen wie auch doktrinalen Texten und gibt Einblick in die Rezeption biblischer Themen in der Kunst und in der Musik. Dabei lässt sich einerseits ein Traditionsstrang von der Gregorianischen Reform (1046-1122) bis zum Hexenhammer (1498) verfolgen, der die Bibel zur Legitimation der Unterordnung der Frauen und ihres Ausschlusses aus der Sphäre der Macht benutzt. Andererseits entfaltet sich in dieser Epoche auch Gegenteiliges: Von Eloise (gest. 1164) bis zu Christine de Pizan (gest. 1430) begegnet man gelehrten Frauen, die sich ihrer weiblichen Identität bewusst sind, diese in ihren eigenen Schriften thematisieren und die mit den biblischen Texten, Figuren und Themen bestens vertraut sind.
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Seitenzahl: 919
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Der Band bietet neue Erkenntnisse über den Umgang von Frauen mit der Bibel in literarischen, mystischen wie auch doktrinalen Texten und gibt Einblick in die Rezeption biblischer Themen in der Kunst und in der Musik. Dabei lässt sich einerseits ein Traditionsstrang von der Gregorianischen Reform (1046-1122) bis zum Hexenhammer (1498) verfolgen, der die Bibel zur Legitimation der Unterordnung der Frauen und ihres Ausschlusses aus der Sphäre der Macht benutzt. Andererseits entfaltet sich in dieser Epoche auch Gegenteiliges: Von Eloise (gest. 1164) bis zu Christine de Pizan (gest. 1430) begegnet man gelehrten Frauen, die sich ihrer weiblichen Identität bewusst sind, diese in ihren eigenen Schriften thematisieren und die mit den biblischen Texten, Figuren und Themen bestens vertraut sind.
Prof. Dr. Adriana Valerio, Universität Neapel. Prof. em. Dr. Kari Elisabeth Børresen, Universität Oslo.
Die Bibel und die Frauen
Eine exegetisch-kulturgeschichtliche Enzyklopädie
Herausgegeben von Irmtraud Fischer, Christiana de Groot, Mercedes Navarro Puerto, Adriana Valerio
Mittelalter
Band 6.2
Adriana Valerio Kari Elisabeth Børresen (Hrsg.)
Frauen und Bibel im Mittelalter
Rezeption und Interpretation
Deutsche Ausgabe herausgegeben von Irmtraud Fischer unter Mitarbeit von Johannes Schiller
Verlag W. Kohlhammer
Meinem Bruder Francesco, der mit seiner Leidenschaft für Geschichte und Kultur immer auf kritische Reflexion drängt, in Dankbarkeit gewidmet. Adriana Valerio
Die Herausgabe des Werkes wird unterstützt durch
Alle Rechte vorbehalten © 2013 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Reproduktionsvorlage: Antonia Schmidinger, Graz Umschlag: Gestaltungskonzept Peter Horlacher Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany
Print: 978-3-17-022546-6
E-Book-Formate
pdf:
978-3-17-026435-9
epub:
978-3-17-027130-2
mobi:
978-3-17-027131-9
EINLEITUNG
Adriana Valerio Die Bibel im Zentrum Die renovatio ecclesiae und die Subjektwerdung von Frauen (12.–15. Jh.)
1. DIE BIBEL UND DIE FRAUEN: REZEPTIONEN UND INSTRUMENTALISIERUNGEN
Andrea Taschl-Erber Apostolin und Sünderin: Mittelalterliche Rezeptionen Marias von Magdala
Gary Macy Frauen in Bibelkommentaren des 12. und 13. Jahrhunderts
María Isabel Toro Pascua Die Bibel und die Frauen in der moralisch-didaktischen Literatur Spaniens
Gemma Avenoza Christinnen und Jüdinnen lesen die Bibel in den spanischen Königreichen
Marina BenedettiIuravit ad Sancta Dei Evangelia, tactis corporaliter Scripturis Bibel, Häretikerinnen und Inquisitoren
Dinora Corsi Frauen, Bibel und Dämonologie im 15. Jahrhundert
2. DIE FRAUEN UND DIE BIBEL: TEXTE UND KONTEXTE
2.1 STUDIUM UND KREATIVE INTERPRETATION
Constant J. Mews und Carmel Posa Heloisas Engagement für die Bibel: Ein kontinuierlicher Prozess
Magda Motté Bibel und Poesie Bibelepik einer Frau (Ava) – Bibelepik über eine Frau (Judit)
Kari Elisabeth Børresen Weibliche Metaphern von der Heiligen Schrift zu Julian von Norwichs Offenbarungen
Rosa Maria Parrinello Theodora Palaiologina und andere Gelehrte, Kopistinnen und Exegetinnen in Byzanz
2.2 MYSTIK UND PROPHETIE
Valeria Ferrari Schiefer und Elisabeth Gössmann Biblische Interpretationen im Werk der Hildegard von Bingen (1098–1179)
Martina Kreidler-Kos „Wie eine zweite Rahel, behalte stets deinen Anfang im Auge“ Klara von Assisi und die Bibel
Hildegund Keul Sprachfähig werden in unerhörten Gottesfragen Die Bibel als innovatives Zentrum der Theologie bei Mechthild von Magdeburg und Gertrud von Helfta
Kari Elisabeth Børresen Die Heilige Schrift in Birgittas Offenbarungen1
Rita Librandi Stil und Übersetzung der Bibelzitate in den Briefen der Katharina von Siena
Maria Laura Giordano „Der Wolf und das Lamm wohnen zusammen“ (Jes 11,6) Die Niederlage der Konversionsutopie im Werk von Teresa de Cartagena (1449–1478)
3. REPRÄSENTATIONEN IN DEN KÜNSTEN
Paola Vitolo Frauenbild und Erzählstrategien im Hortus Deliciarum der Herrad von Hohenburg
Claudia Poggi und Marina Santini Die Bibel im Hortus Deliciarum der Herrad von Hohenburg
Linda Maria Koldau Frauen, Bibel und Musik im Mittelalter
María Leticia Sánchez Hernández Die Bibel und die Frauen: Ikonographie einer Beziehung im Spätmittelalter
Bibliographie
Stellenregister
AutorInnen
Das Verhältnis von Frauen des Hoch- und Spätmittelalters zur Bibel ist aufgrund des schwierigen Zugangs zu damals nur in Handschriften vorhandenen Bibelausgaben, der Dominanz der Vulgata und der patristischen Auslegungstraditionen sowie der rigiden kirchlichen Kontrolle der christlichen Lehre mit unserer heutigen Bibelverwendung nicht zu vergleichen. Die beiden Herausgeberinnen, Adriana Valerio und Kari Børresen, haben einen spannenden Band gestaltet, der den vielfältigen und sehr divergenten Spuren der Bibelinterpretation von Frauen quer durch Europa nachgeht.
Mit einiger Verspätung zur italienischen und spanischen Ausgabe erscheint nun die deutsche. Dies hat einerseits seine Gründe in meinem knappen Zeitbudget während der vierjährigen Rektoratsverpflichtung, andererseits der sehr arbeitsintensiven Kooperation mit der Herausgeberin Kari Børresen bei der immensen Arbeit, die die Translation eines wissenschaftlichen Bandes in eine andere Sprache bedeutet, die ja mehr einer Transferierung als einer Übersetzung gleich kommt. Ein solches Großprojekt lässt deutlich werden, dass es in den unterschiedlichen Sprachbereichen divergierende Zugänge zum Publizieren gibt. Die deutsche Ausgabe versucht nicht nur, (kritische) Textausgaben, so sie in Deutsch überhaupt vorhanden sind, sowie deutsche Übersetzungen von Publikationen zu verwenden und auf Zitate dieser Ausgaben zu verweisen, sondern auch im Deutschen eingebürgerte Genderstandards einzutragen. So kann etwa in deutschsprachigen wissenschaftlichen Publikationen nicht mehr von „der Frau“ gesprochen werden, da Frauen in unterschiedlichsten Kontexten leben und es daher „die“ Frau an sich nicht gibt. Wo in den Originalsprachen der Singular verwendet wurde, wurde er für die reflektierenden Teile des Textes in den Plural umgewandelt, in den auf die Quellen verweisenden Teilen wurde die Schreibweise „die Frau“ belassen. Englische Zitate blieben dort stehen, wo es keine deutsche wissenschaftliche Ausgabe zu den entsprechenden Texten gibt. Anderssprachige Zitate wurden ins Deutsche übersetzt, allerdings häufig auch als indirekte Zitate paraphrasierend formuliert, auch um den Eindruck zu vermeiden, dass sich etwa in einer spanischen Publikation ein deutscher Text finden könnte. Mein Dank gilt vor allem Prof. Dr. Anneliese Felber, die viele in der italienischen und spanischen Ausgabe unübersetzt gebliebene lateinische Zitate ins Deutsche übertragen hat.
An der Entstehung der deutschen Version dieses Bandes waren viele MitarbeiterInnen beteiligt: Allen voran danke ich Ass.-Prof. Dr. Johannes Schiller, der die von mir revidierten Übersetzungen bearbeitet und bis ins Detail alle Angaben kontrolliert hat. Ihm ist zu verdanken, dass viele Fehler noch gefunden werden konnten. Dr. Andrea Taschl-Erber danke ich für vorbereitende Arbeiten und das abschließende Korrekturlesen, Mag. Josef Mayr, Daniela Feichtinger und Maria Traunmüller gebührt Dank für das Suchen deutschsprachiger Ausgaben und die Kontrolle von Zitaten, Antonia Schmidinger für das Erstellen der Druckvorlage. Last not least danke ich Mag. Patrick Marko, der als ruhender Pol am Institut viel an Koordinationsarbeit geleistet hat.
Graz, im Juni 2013
Irmtraud Fischer
Der hier präsentierte Band eröffnet im internationalen Projekt Die Bibel und die Frauen den historischen Sektor, der wichtig und delikat zugleich ist, weil er durch unbekanntes, teils unveröffentlichtes Material fasziniert – sowohl in der Exegese als auch in der Geschlechtergeschichte. Die abendländische Kultur wurde von der Bibel geprägt. Ihre Interpretation und ihre Rezeption haben mithilfe philosophischer und theologischer Traktate die Sichtweise der weiblichen und männlichen Natur sowie der Geschlechterrollen in Predigt, Gesetzessammlungen, Literatur und Kunst bestimmt.
Das Mittelalter, insbesondere das 12. und das 13. Jahrhundert, stellt ein fundamentales Verbindungsstück nicht nur für die Konstruktion der Geschlechteridentität, sondern auch – und vor allem – für die starke und bedeutende Präsenz der Schriften von Frauen dar, von neuen Kreisen, die die Bibel auslegen. Der hier vorgestellte Band entstand in Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern aus vielen Teilen der Welt, deren Forschungen und Reflexionen zu Themen biblischer Rezeption präsentiert werden. Das Neue besteht im Versuch, die überkommenen Interpretationsweisen, die die Tradition anbot, mit den neu aufkommenden Fragen, die die Frauen stellten, zusammen zu führen.
Das ganze mittelalterliche Europa bietet das Szenario für diese Untersuchungen: vom byzantinischen Orient nach Spanien, von Holland nach Italien, von Norwegen in deutsche Landen, alle sind beteiligt an der Schaffung von Voraussetzungen für die Herausbildung des „christlichen Abendlandes“ am schwierigen Weg der Individualisierung, der speziellen Charakteristik und der Identität.
Für die Unterstützung des Forschungskolloquiums zu diesem Band, das vom 4. bis 6. Dezember 2009 in Neapel stattfand, danken wir der Universität Federico II Napoli, der Universität Graz und der Fondazione Valerio per la Storia delle Donne.
Oslo/Neapel, September 2011
Kari Elisabeth Børresen und Adriana Valerio
Adriana Valerio
Università degli Studi „Federico II“, Neapel
Eines hat Gott geredet, ein Zweifaches habe ich gehört.
(Psalm 62,12)
Die Bibel als das Buch der Kultur und Mentalität des Mittelalters war in allen Aspekten des sozialen und spirituellen Lebens präsent. Durch Liturgie, Predigten, Frömmigkeitsübungen, geistliche Gespräche, Andachtstexte, sakrale Spiele, Skulpturen, Gemälde, Miniaturen und Musik konnten Christen, Männer wie Frauen, gebildet oder ungebildet, Kleriker, Ordensleute oder Laien, an diesem immensen gemeinsamen Erbe der Heiligen Schrift teilhaben.
In der Tiefe der Seele eines jeden Gläubigen hallte die Heilige Schrift wider: Anspielungen auf die Bibelstellen, Anklänge an biblische Motive, Metaphern, Themen und Figuren bildeten die tragende Struktur der Gedankenwelt, der Vorstellung und der Sprache. Die Bibel war der Raum, in dem jeder Mensch den Sinn seines eigenen Lebens finden konnte, was auch der allegorischen Methode zu verdanken war, denn sie öffnete den Weg zu einer aktualisierenden Schriftauslegung, die sowohl auf das geistliche als auch auf das konkrete alltägliche Leben angewendet werden konnte.
Daher ist es schwierig, in einer von der Heiligen Schrift durchdrungenen Kultur spezifische Perspektiven aufzuzeigen, auch weil nicht alle Bücher, die Teil dieser Kultur waren, gleich stark verbreitet, gelesen und bekannt waren oder im Leben der Gläubigen den gleichen Wert aufwiesen. Nur einige wenige Bibelstellen, Zitate, Episoden oder Personen, gefiltert durch eine theologische Interpretation, die sich im Laufe der vorhergehenden Jahrhunderte herauskristallisiert und durch die Kirchenväter Autorität erhalten hatte, animierten den Geist und die Seele der Menschen. Noch schwieriger ist das Unterfangen, einen Schlüssel zum besseren Verständnis der Beziehung zwischen den heiligen Schriften und der weiblichen Lebenswelt und des Einflusses der Texte auf die Konstruktion von Geschlechteridentitäten sowie auf die Definition von Männer- und Frauenrollen in Gesellschaft und Kirche zu finden.
Zudem ist der hier untersuchte Zeitraum vom 12.–15. Jh. voll von kulturellen Entwicklungen und Neuerungen, die Impulse zu neuen Fragen nach Gott, der Welt und den Menschen hervorgebracht haben. Überraschenderweise setzt sich gerade in dieser Epoche das Schrifttum von Frauen und damit ihre Subjektwerdung durch. Im Schreiben drücken sie ihre Sorge in der Suche nach Wahrheit aus, durch das Hören oder Lesen der Bibel finden sie neue Wege, sich selbst zu verstehen, die Geschehnisse ihrer Zeit zu interpretieren und ihre eigene Erfahrung mit dem Transzendenten in Worte zu fassen.1
Wenn wir uns in einer so vielgestaltigen Problematik zurechtfinden wollen, müssen wir deswegen einen Weg finden, die Zeit in sinnvolle Abschnitte einzuteilen, durch die Kontinuitäten und Neuerungen besser erkennbar werden. Dies wird uns dabei helfen, einerseits die treibenden Kräfte zu verstehen, die die religiösen Institutionen in Gang setzten, und andererseits die Gründe für die Veränderungen aufzuzeigen, die auch dank der aktiven Mitwirkung von Frauen an diesen, von der Heiligen Schrift inspirierten, kulturellen und reformatorischen Bewegungen vorangetrieben wurden.
Bezüglich dieser Jahrhunderte halte ich es für sinnvoll, zwei Spuren zu legen, anhand derer die Geschichte der Frauen und der Einfluss, den die Bibel auf die Definition ihrer Rollen hatte, dargestellt werden. Die erste Zeitleiste beginnt mit der Gregorianischen Reform (1046–1122) und endet mit der Veröffentlichung des Inquisitionshandbuchs Malleus Maleficarum (1486). Im Rahmen einer von Männern bestimmten Denkweise zeigt diese Linie, wie die Heilige Schrift zur Legitimierung der Unterordnung der Frauen und ihres Ausschlusses von Machtpositionen benutzt wurde. Sie endet mit der Verfolgung der weiblichen Hexen, die – wie man in der Kultur jener Zeit zu sagen pflegte – wie alle Frauen per natura zum Bösen hin tendierten.
Die zweite Linie führt von der Äbtissin Heloisa (†1164) bis zur Schriftstellerin Christine de Pizan (†1430) und verfolgt, im Gegensatz zur ersten, die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte der von Frauen verfassten Literatur, die auf ein steigendes Bewusstsein ihrer Identität und Würde schließen lässt und die im Umgang mit der Heiligen Schrift Nahrung und Fundament findet.
Diese zeitliche Aufteilung neigt wie jede Schematisierung natürlich dazu, sehr komplexe und widersprüchliche historische Phasen zu vereinfachen und sie, oft durch konstruierte Gegensätze, eng zu definieren. Tatsächlich haben die Männer der Kirche die Frauen nicht immer mit negativen Bildern dargestellt, sondern haben oft im Gegenteil eine echte Menschenwürde gerade aus den Texten der Heiligen Schrift begründet. Einige Theologen von Abaelard (†1142) bis Savonarola (†1498) haben Frauen Aufmerksamkeit geschenkt und sie – sowohl bezüglich ihrer Bibelkenntnisse als auch ihres Einsatzes für eine weitreichende Reform der Kirche – für reife Subjekte gehalten. Aber auch auf dieser zweiten hier vorgeschlagenen Linie trifft man nicht nur selbstbewusste und innovative Frauen an; viele – die Mehrheit – erscheinen als passive Empfängerinnen einer dominanten männerzentrierten Kultur.
Schließlich sollten wir nicht vergessen, dass sich im Spätmittelalter düstere Weltbilder mit Freudenhymnen mischten, dogmatische und intolerante Positionen sich mit der Suche nach der Wahrheit und der Bereitschaft zum Dialog verflochten, die Ablehnung der Sexualität nicht die Verherrlichung der weiblichen Schönheit in den Schatten stellte, die spirituelle Liebe mit den Freuden der körperlichen Liebe zusammenlebte, die Unterwerfung unter die Autorität den Dissens nicht eliminierte und dass trotz Traditionstreue auch die Fähigkeit zur Innovation bestehen blieb … – so könnte man noch vieles aufzählen.2
Mit dem Vorschlag einer differenzierten Periodisierung soll vielmehr die Möglichkeit gegeben werden, diesen historischen Zeitraum aus einer Genderperspektive heraus zu betrachten. Dabei ist es notwendig, die religiösen Erfahrungen von Männern und Frauen in ihren vielfältigen Verflechtungen auf vielen Ebenen der sozialen, kulturellen und politischen Strukturen so weit wie möglich zusammenzubringen und quasi wie in einem Spiel mit Spiegeln gegenseitig zu beleuchten.
Man bedenke auch, dass zwischen theoretischer Darstellung (anthropologische Sichtweise, symbolische Vorstellungswelt, Modelle etc.) und praktischer Lebensführung der Frauen nicht immer Übereinstimmung besteht. Die realen Lebensbedingungen der Frauen waren das ganze Mittelalter über sehr unterschiedlich, je nach ihrer ethnischen und sozialen Zugehörigkeit, dem städtischen oder ländlichen Kontext und dem spezifischen historischen Zeitpunkt. Ferner ist zu untersuchen, wie weit das stark dualistisch und asymmetrisch geprägte Konzept der Anthropologie, die rechtliche oder kirchliche Ordnung von spezifischen Interpretationen der Heiligen Schrift beeinflusst waren. Solche Studien möchten wir beginnen und voranbringen.
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