Führen macht glücklich - Lothar Mayrhofer - E-Book

Führen macht glücklich E-Book

Lothar Mayrhofer

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Beschreibung

Die Welt braucht exzellente Führungskräfte. Führungskräfte, die verantwortungsvoll ihren Weg gehen und andere auf ihrem Weg begleiten. Zu ihrem eigenen Wohl und zum Wohl der ihnen anvertrauten Menschen und Aufgaben. Lothar Mayrhofer, selbst viele Jahre lang im Spitzenmanagement tätig, zeigt, wie man als Führungskraft glücklich wird und andere glücklich macht. Wir alle wollen glücklich sein. In jedem von uns lebt ein Führender und ein Geführter. Wie wir die Führungsverantwortung für unser Leben und das anderer Menschen wahrnehmen, entscheidet über unser Glücklichsein. Exzellente Führung bringt das Beste im Menschen zum Vorschein – im Führenden ebenso wie im Geführten. Die Herausforderung: Nur Menschen, die sich selbst führen können, erfüllen die Voraussetzung, auch andere führen zu können. Sich selbst führen zu können gibt Ihnen die Kraft, aus Ihrem Inneren heraus authentisch anderen Vorbild und Leitstrahl zu sein und damit die große Herausforderung, Verantwortung für andere Menschen zu tragen, überhaupt erst annehmen zu können. Aus dem Inhalt: Wer bist du? Wer führt und wird geführt? – Du bist wertvoll. Finde deine Werte und lebe sie – Veränderung muss aus den Werten wachsen – Du bist einer unter vielen und doch einzigartig – Dein Führungsstil: Das bist du. Stehe dazu! – Lass dich nicht korrumpieren, denn damit beginnt dein Abstieg – Nur wer sich selbst vertraut, kann anderen vertrauen – Irren ist menschlich: Du darfst Fehler machen. Vergib dir und lerne – Dein Leben ist endlich. Nütze die Zeit – Lerne zu lieben, verbinde dich und kooperiere

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Seitenzahl: 234

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Für die wichtigsten Menschen in meinem Leben: meine Frau Angelika und meine Kinder Alexander, Stephanie und Maximilian

Vorwort

Eine Einladung an alle potenziellen Mitunternehmer

Ich freue mich, dass dich dieses Buch gefunden hat. Es geht um Lebensführung. Wie wir unsere individuelle Führungsverantwortung wahrnehmen wollen. Jeder Mitunternehmer auf seinem Platz. Es geht aber auch um übertragene und überlassene Führungsverantwortung – wenn wir andere führen sollen oder glauben, andere führen zu können. Ich lade dich ein, nimm dir die Zeit, mit mir gemeinsam Denk-und Handlungsstrukturen zu überlegen, die uns glücklich machen können oder uns noch glücklicher machen, als wir schon sind.

Glücklich sein ist, wenn was du denkst, sagst und was du tust in Harmonie ist.

(Mahatma Gandhi)

Inhalt

Vorwort

Wer bist du? Wer führt und wird geführt?

Deine Führungsverantwortung

Du bist wertvoll. Finde deine Werte und lebe sie

Veränderung muss aus den Werten wachsen

Du bist einer unter vielen und doch einzigartig

Dein Führungsstil: Das bist du. Stehe dazu!

Lass dich nicht korrumpieren, denn damit beginnt dein Abstieg

Nur wer sich selbst vertraut, kann anderen vertrauen

Bewusste Dankbarkeit öffnet die Sinne für die Schönheiten des Lebens

Die Macht des Gebens: Wer bedingungslos gibt, beschenkt sich selbst

Man braucht wenig, um zufrieden und glücklich zu sein

Irren ist menschlich: Du darfst Fehler machen. Vergib dir und lerne

Dein Leben ist endlich. Nütze die Zeit

Übergib die Führung an dein Herz. Das Herz ist der Leader, der Verstand sein Mitarbeiter

Beherrsche dein Denken. Zähme deinen Verstand. Werde frei und unabhängig. Verändere dich

Dein Schlüssel zu neuem Denken und Handeln: Achtsamkeit und Demut

Finde Kraftorte für dich und für andere und werde selbst zu einem Kraftort

Lerne zu lieben, verbinde dich und kooperiere

Schlusswort

Danksagung

Literatur

Über den Autor

Wer bist du? Wer führt und wird geführt?

Sag dir immer: Ich kann, wenn noch so einsam, an allen Orten glücklich sein; denn glücklich ist, sich selbst ein glücklich Los bereitet, dies ist: gute Vorstellungen, gutes Streben, gute Handlungen.

(Marc Aurel)

Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wer bin ich? Was ist meine Bestimmung, Berufung und Aufgabe? Das sind Fragen, die dich dein ganzes Leben begleiten werden auf der Suche nach dem Sinn und Zweck deines Lebens. Wenn du nicht nur dahinleben und überleben, sondern einen deinen Talenten und Fähigkeiten entsprechenden Beitrag leisten willst. Dich dem Leben stellen, die geschenkte Lebensenergie nutzen und die Führung – die Verantwortung für dein Leben – übernehmen willst. Dich selbst zu führen lernst, um schließlich eigenverantwortlich deinem Leben einen Sinn zu geben – ein wertvolles, erfülltes, sinnvolles Leben zu gestalten. Für dich und für andere.

„Das wichtigste Führungswerkzeug ist dein Selbst“, schreibt Otto Scharmer. „Jeder Mensch ist das Selbst oder die Person, die er oder sie auf Grund eines Lebensweges, der in der Vergangenheit stattfand, geworden ist. Das gilt auch auf kollektiver Ebene für Gruppen und Organisationen. Das zweite Selbst ist die Person oder die Gemeinschaft, die wir in der Zukunft werden können. Dieses Selbst oder diese Person ist unsere höchste Zukunftsmöglichkeit.“ (Scharmer, 65)

Die Lebensuhr tickt. Erfahrungen, Erlebnisse, Aktionen und Reaktionen, die uns prägen, die uns gestärkt oder geschwächt haben, reihen sich aneinander. Hinterlassen Spuren in uns. Manchmal sind sie aber auch zu oberflächlich, um eine Spur zu hinterlassen. Sie sind vorbeigeeilt, haben uns für kurze Zeit beschäftigt, wie so vieles, das durch unsere Verstandeswelt stürmt, ohne wirklich bewusst wahrgenommen zu werden. Ohne unser Herz zu beschäftigen und dieses in Leben spendende Wallung zu bringen.

Mit jedem weiteren Jahr tritt auch die Endlichkeit des Lebens näher. Sie macht keine Angst, wenn sie als Teil des Lebens gesehen wird und man für sich mit Überzeugung sagen kann, ein gutes, wertvolles, sinnvolles Leben geführt zu haben. Den Tod als Teil und Konsequenz des Lebens annehmen zu können, in Gleichmut und Dankbarkeit, macht stark. Ob Geburt, Leben oder Tod – alles wird schön, lebenswert, erlebenswert, wenn wir es annehmen und wieder loslassen können.

Jede Zeit, die wir in unserem Leben geschenkt bekommen, ist eine Chance, sich der Schönheiten des Lebens tagtäglich bewusst zu sein. Das Leben dankbar anzunehmen, so wie es ist. Das Leben lieben zu lernen. Sich selbst treu zu bleiben. Talenten und Fähigkeiten Raum zu schaffen und zu geben, mit Begeisterung und Leidenschaft, um zu lernen, zu wachsen und auch zu verändern, was notwendig ist. Immer mit der Absicht und dem Willen, gut zu handeln. Aber auch zufrieden und still zu werden. Einfach nur zu sein, ohne etwas zu machen, uns einzulassen – und schon ist es da, dieses geführte Schöne, das aus der Liebe Gottes erwächst und aus dieser Liebe, aus dem Einswerden, immer wieder neu entsteht.

Wir haben alle den gleichen Wunsch. Wir wollen glücklich sein und jede Art von Leiden vermeiden. Wir wollen lieben und geliebt werden. Wenn wir das verstehen und akzeptieren, werden wir auch uns selbst und anderen leichter vergeben und verzeihen können. Die größten Hindernisse in der Begegnung mit anderen und mit uns selbst.

Aus diesen Zeitfenstern treten wir heraus – die reich Beschenkten – in die Wirklichkeit des Lebens. Die kontinuierliche Prüfung unserer Bewusstheit und Dankbarkeit, unserer Achtsamkeit in Bezug auf die Geschenke sowie die Art und Wirkungsweise unserer Lebensführung. Schon wie wir aufstehen, welche Gedanken uns in den ersten Momenten des neuen Tages beschäftigen, ob wir uns auf diese einlassen – zum Beispiel auf die negativen Gedanken, die uns schon in den ersten Momenten dieses Tages hinunterziehen, oder ob wir den neuen Tag mit einem Lächeln begrüßen und uns noch im Bett liegend mit einem Gebet, einem Dankeschön dafür, gesund zu sein, auf diesen neuen Tag einstimmen –, entscheidet über unseren weiteren Tagesverlauf. Über unser Glücklichsein.

Aus unseren Gedanken werden Worte, aus den Worten werden Taten, aus unseren Taten formen wir unseren Charakter. Wir gehen immer wieder von Neuem auf die Entscheidung zu, für uns selbst und für andere einen Nährboden für Liebe, Freude, Frieden, Heilung – Glücklichsein und Zufriedenheit – oder durch Angst, Neid, Gier, Missgunst und Hass einen Nährboden für Aggression und Gewalt zu schaffen. Jeder von uns ist mit der Qualität und Intensität der Auseinandersetzung mit der Führung seines Lebens der Ausgangspunkt – die Quelle – für Glücklichsein und die Vermeidung von Leid.

Die gute Botschaft: Eine positive Grundhaltung, Glücklichsein, ist erlernbar. „Meiner Meinung nach haben Sie es selbst in der Hand, ob Sie in eine Abwärts- oder in eine Aufwärtsspirale gelangen. Wie sehr wir uns gegen diese Erkenntnis auch sträuben, wir Menschen sind keine statischen Wesen. Entweder befinden wir uns auf positivem oder auf negativem Kurs. Entweder wachsen wir, werden bessere Menschen, werden kreativer und widerstandsfähiger, oder verfestigen unsere schlechten Gewohnheiten, bleiben stehen und entwickeln uns nicht mehr weiter. Ihr positiver Quotient macht dabei den entscheidenden Unterschied. Er stellt die Weichen für Ihre Lebenskurve und bestimmt, ob Sie in Ihrer Entwicklung stehenbleiben oder ein erfülltes Leben führen, ob Sie gedeihen oder verwelken.“ (Fredrickson, 25)

Du bist Körper, Geist und Seele. Ein Energiefeld, reine Energie, die sich für uns, weil sie eine niedrige Schwingungsfrequenz hat, als sichtbarer physischer Körper manifestiert, der je nach Glaubensrichtung – wissenschaftlich oder esoterisch – auch noch von einem für den normalen Menschen nicht sichtbaren, feinstofflichen Energiekörper, der Aura, umgeben ist, der größer als der physische Körper sein kann. Ein Energiefeld, das uns mit anderen Energiefeldern verbindet und sich kombiniert. Ein Körper, der aus Billionen von Zellen besteht und der einem ständigen Wandel unterworfen ist. Schließlich sterben von den Billionen von Zellen, aus denen dein physischer Körper besteht, in jeder Sekunde Millionen von Zellen und werden durch neue ersetzt. Langfristig gesehen sterben jedoch mehr Zellen, als neue geboren werden. Du alterst und stirbst. Je nach Weltanschauung und Religion bist du eine Identität, die einmal oder immer wieder geboren wird und stirbt.

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Sie sind wie alles in diesem Universum miteinander verbunden und wechselseitig voneinander abhängig. Dein Geist – Verstand – ist mächtig und ein Verführer. Er ist das wirkungsvolle Instrument deines Egos. Das, was du denkst, bist du! Zum Beispiel wissen wir heute, dass nur eine Minute negativen Denkens unser Immunsystem sechs Stunden schwächt. Achtsamkeit ist das äußerst wirkungsvolle Instrument, das das wilde Pferd Verstand zähmen kann.

Deine Seele – dein Herz – sollte deine Führungskraft sein. Was die alten Meister schon immer wussten, was heute aber auch durch die Wissenschaft bestätigt wird: Das Herz ist weit wirkmächtiger als angenommen. Dein Herz ist sowohl Körperorgan als auch Dreh- und Angelpunkt der Intuition. Der zentrale Taktgeber, der andere Rhythmen im Körper beeinflusst. Dein Herz führt dich, wenn du ihm die Führung überlässt. Aktiviere deine Herzenergie, wenn du glaubst, in Bedrängnis zu sein, oder wenn du dich mit anderen Menschen verbinden willst. Wenn du heilen willst, dich und andere.

Als Kind eines Mannes und einer Frau geboren sind deine Eltern die ersten für dich relevanten Führungskräfte. Ihr Vorbild, ihre Wertvorstellungen und Glaubenssätze, ihre Fürsorge und Liebe, ihre Forderungen und Erwartungen, ihre Förderung und vieles mehr prägen dich vor allem in den frühesten Kindesjahren maßgeblich. In dieser Begegnung mit deinen primären Bezugspersonen wird das Fundament für dein Lebensgebäude geschaffen. Dein Lebensrucksack mit leichtem oder schwerem Gepäck schon teilweise gefüllt. Werden für deinen zukünftigen „Lebens-Führungsstil“ und deine Grundstimmung und Grundhaltung gegenüber dem Leben die ersten Saatkörner gesetzt. Vor allem die frühesten Kindheitserfahrungen prägen und bestimmen, wie psychisch belastbar wir als Erwachsene sind. Dazu die Kleinkindforscherin Heidi Keller: „Wer als Säugling permanent einen Mangel an Geborgenheit, Wärme und körperlichem Wohlbehagen kompensieren muss, entwickelt in späteren Lebensjahren überdurchschnittlich häufig ernsthafte Störungen wie Depressionen, Angst oder Suchterkrankungen“ (vgl. GEOthema, 50 f.). Weitere Bausteine für dein Lebensgebäude kommen dazu über die Begegnung mit anderen, die deinen Lebensweg kreuzen und dich lange genug begleiten, um bei dir Spuren zu hinterlassen, die das Bild, die Vorstellung von dir und der Welt um dich herum festigen oder zumindest teilweise verändern. Schließlich zu deinen eigenen Überzeugungen und Glaubenssätzen reifen. Hier liegt auch die lebenslange Herausforderung, flexibel und anpassungsfähig gelassen zu bleiben, sich der Vielfalt der Lebensgebäude bewusst zu sein und diese Vielfalt zu akzeptieren – oder zu erstarren, ängstlich und stur an dem festzuhalten, was einmal selbst als richtig erkannt wurde oder überliefert wurde. Veränderungsresistent. Auf Sicherheit bedacht. Sich selbst und anderen nicht vergeben zu können. Nicht zugeben zu können, sich geirrt zu haben. Dabei gibt es keine Sicherheit.

Auch unser Streben danach, alles kontrollieren zu können, hilft uns nicht, mehr Sicherheit zu schaffen. Wir haben keine Kontrolle über das, was passiert. Wir können aber den Prozess verstehen lernen und dann uns achtsam unter Kontrolle bringen. Wir übernehmen damit Verantwortung für uns selbst und finden Ansatzpunkte dafür, mit uns selbst und anderen anders umzugehen. Mitgefühl zu entwickeln. Zuwendung, Interesse und Zuneigung zu zeigen. Nähe zuzulassen. Verletzungen zu vermeiden. „Könnten wir jedoch lernen, von Liebe und Güte geprägtes Wohlwollen und Mitgefühl füreinander zu entwickeln – durch die spontane Einsicht, dass alles, was wir zu unserem eigenen Nutzen tun, auch anderen von Nutzen sein muss, und umgekehrt –, dann bräuchten wir keine Gesetze und Armeen, Polizeikräfte, Gewehre oder Bomben mehr. Mit anderen Worten, wenn wir ein aufgeschlossenes, großmütiges und mitfühlendes Herz entwickeln, ist das die beste Form von Sicherheit, die wir uns selber bieten können.“ (Rinpoche, 275)

Wir alle tragen die Verantwortung dafür, was bei uns selbst passiert. Wie wir die Führungsverantwortung für unser Leben wahrnehmen. Der ständige Wandel schafft für jeden von uns laufend eine neue Ausgangsposition. Schließlich können wir auch jederzeit von der Lebensbühne abberufen werden.

In ihrem Verhältnis zum Wandel unterscheiden sich Führungskräfte substanziell: in Bewahrer und Unternehmer. Dem Wandel zu begegnen bedingt, ihn als Teil des Lebens anzunehmen und alles loslassen zu können, das dich daran hindert, im Wandelzu bestehen. Dabei Risiken einzugehen und auch auf die „höhere Führung“ zu vertrauen.

Je mehr wir an unseren materiellen und immateriellen Überzeugungen, Glaubenssätzen, Erfahrungen, Status – „Besitztümern“ – anhaften, umso unwahrscheinlicher wird, dass wir rechtzeitig auf den fahrenden Zug aufspringen. Unser größter Feind ist dabei die Angst. Angst zu versagen. Angst zu verlieren. Dabei sollten wir uns immer bewusst sein, dass wir schließlich – bei unserem Tod – alles verlieren werden. Auch unser Leben. „Die persönliche Erfahrung hat mich gelehrt, dass es möglich ist, jegliches Gefühl von persönlicher Begrenztheit zu überwinden. (…) dass die Gefühlevon Begrenztheit, von Sorgen und Angst einfach nur neuronales Geschwätz sind. Sie sind im Kern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten kann man sich abgewöhnen.“ (Rinpoche, 81)

Was bleibt, ist die Spur, die wir durch die Führung eines wertvollen, sinnvollen, erfüllten Lebens hinterlassen haben, indem wir unsere Bestimmung, Berufung und Aufgabe zum Wohle von uns selbst und möglichst vielen anderen Menschen erfüllt haben. Wie viel Liebe und Licht und damit Hoffnung wir in die Welt gebracht haben.

Deine Führungsverantwortung

The world of the 90s and beyond will not belong to „managers“ or those who can make the numbers dance. The world will belong to passionate, driven leaders – people who not only have enormous amounts of energy but who can energize those whom they lead.

(Jack Welch)

Die Champagnerkorken knallen. Management und Mitarbeiter sind versammelt. Sie alle sind gekommen, die neue Führungskraft zu beglückwünschen. Sich mitzufreuen!? Erwartungen und Hoffnungen stehen im Raum. Der Glückliche ist auf der ersten oder einer weiteren Stufe der Karriereleiter angekommen. Mehr Status, mehr Einkommen, mehr Verantwortung. Mehr Macht.

Ein Glückstag? Ein Glück, das anhalten wird? Wurde die richtige Wahl getroffen? Ist er gut vorbereitet auf diesen nächsten Schritt? Kann er auf die Unterstützung aller Stakeholder hoffen? Kann er den hohen Erwartungen, den Hoffnungen, die allseits in ihn gesetzt werden, dauerhaft gerecht werden?

Wird er selbst in seiner neuen Verantwortung glücklich sein und mit demTurbo seines eigenen Glücklichseins und Wohlbefindens auch andere glücklich machen können? Aktiv für sein eigenes Wachstum und das der ihm Anvertrauten sorgen? Erfüllt er die zentrale Voraussetzung, andere führen zu können – kann er sich selbst führen und damit aus seiner eigenen „Kraft“, aus seiner inneren Stärke heraus Vorbild und Leitstrahl für andere sein?

„Nur wenige Menschen sehen ein, dass sie letztendlich nur eine einzige Person führen können und auch müssen. Diese Person sind sie selbst.“ (Peter F. Drucker) Den Anspruch zu erheben, sich selbst führen zu können, bedingt, das eigene Denken, Fühlen und Handeln bewusst steuern und kontrollieren zu können, um sich selbst und andere nicht zu verletzen und sich selbst und die anderen vorurteilsfrei zu entdecken. Sich und andere durch die eigene positive Grundstimmung und Grundhaltung zu besseren Menschen und Führungskräften zu machen. In schwierigen Lebenssituationen Haltung zu zeigen und zu bewahren. „Sich um sich selbst zu kümmern bedeutet als Erstes zu lernen, wie man anhält und nach innen schaut.“ (Thich Nhat Hanh)

Es gibt keinen Weg zum Glück, Glücklichsein ist der Weg, so Buddha. Dieser Weg nimmt seinen Ausgang in dir und in der Wahrnehmung der Führungsverantwortung für dich selbst. Der Führungsverantwortung für dein Leben. Der Entscheidung, was für ein Leben du führen willst. Wie du deiner Bestimmung, Aufgabe und Berufung nachkommen willst. Welchen Werten du dich verschreibst. Was für dich wert-voll ist. „Jeder Führende ist wie jeder Mensch der, für den er sich in sich entscheidet. Er folgt seinem eigenen Licht.“ (Hinterhuber, Leadership, 50)

Werde eine Führungskraft! Lerne dich zunächst selbst zu führen und dann hilf anderen, sich selbst führen zu lernen. So werden wir idealerweise schließlich eine Gemeinschaft von Führungskräften, die sich selbst führen können. Führer und Geführte zugleich. Kein „Die da oben und die da unten“. Sondern Menschen auf Augenhöhe, die die Verantwortung für die Führung ihres Lebens und für ein größeres Ganzes übernommen haben. Die sich ihrer Talente und Fähigkeiten bewusst sind oder werden, die sich selbst annehmen und zu lieben gelernt haben. Die so sein wollen und können, wie sie sind. Die sich erlauben, sie selbst sein zu dürfen, und dazu stehen. Die ihren Platz im Leben beanspruchen und ausfüllen. Die nicht motiviert werden müssen, sondern eigenmotiviert ihren Weg gehen. Für die jedes Engagement eine Selbstverpflichtung ist. Die begeistert die Entdeckungsreise antreten, ihrer Bestimmung, Berufung und Aufgabe in diesem Leben nachzukommen. Die daran glauben, dass sie zu etwas berufen sind. Die die Entscheidung darüber, wie sie ihr Leben führen wollen und werden, nie an einen Dritten abgeben würden. Die ihren Nächsten lieben wie sich selbst.

Höre nie auf, führen zu wollen – ein Leben, das deinen Werten entspricht, das für dich wert-voll ist –, denn das ist, als ob du aufhören würdest zu leben. Trage dein Licht in die Welt und trage dazu bei, dass mehr Licht in die Welt kommt. Steh zu deinem Schatten, lebe ihn und erkenne, dass auch deine dunklen Seiten zu dir gehören, so wie auch dein Licht. So kommst du Tag für Tag der Wahrheit näher, wer du bist und wer du sein könntest. Wenn dein Licht schließlich immer mehr, dein Schatten kleiner, aber dein Strahlen größer wird. „Die Menschen sehnen sich nach Gerechtigkeit, Fülle und Wohlbefinden. Ein paar wünschen sich Utopia, individuelle Freiheit und kollektive Harmonie. Utopia wurde immer erträumt, schien aber bislang unerreichbar. Wir sind alle dazu erzogen, an Grenzen zu glauben, die den Wohlstand aller Menschen verbieten. Aber wenn wir wissen, wie wir die ‚wunderbaren Schleier der Natur durchdringen‘, wie Giordano Bruno schrieb, können wir erkennen, dass es in Wirklichkeit keine Begrenzungen gibt. Wir haben bisher lediglich ignoriert, was die universalen Kräfte, die in jedemKörper wirken, für den Menschen bedeuten.“ (Conforto, 15) Die Entwicklung des „Unternehmens Welt“ hängt schließlich bei aller Bescheidenheit in Bezug auf unser Wissen über diese Welt und unsere begrenzte Gestaltungsmacht auch davon ab, wie wir unsere individuelle Führungsverantwortung für diese Welt – jeder an seinem Platz – wahrnehmen. Wie wir in unserem Denken, Fühlen und Handeln bewusst zu dieser Entwicklung beitragen wollen. Jeder Einzelne von uns mit seinen Talenten und Fähigkeiten zum Wohl und Wehe eines größeren Ganzen. Mit seinem ganzen Mut, seiner Begeisterung für dieses Projekt.

Dem gegenüber steht unser herkömmliches Verständnis von Führung – reduziert auf: Wir werden von Führungskräften geführt. Menschen, die die „Kraft“ haben, sich die Kraft einfach zugestehen oder diese Kraft übertragen bekommen haben, uns zu führen.

Klar ist, wenn wir den Führungsanspruch für unser Leben teilweise oder ganz an andere abgeben, delegieren wir Verantwortung für unser Leben an andere. Geben eigene Gestaltungsmacht über unser Leben ab. Wir erlauben damit anderen, Macht über uns zu gewinnen. Wir laufen Gefahr, zu Befehlsempfängern, zu Abhängigen zu werden. Zu unbeteiligt daneben Stehenden. Als ob wir nicht betroffen wären. Als ob es nicht auch um unsere Welt, ihr von uns beeinflusstes Schicksal gehen würde und um nachfolgende Generationen, die in ihrem Glücklichsein von der Qualität unserer individuellen Führungsleistung auch betroffen sein werden.

Führungsverantwortung für andere dürfen wir jedenfalls nur dann übernehmen, uns dieser höchst verantwortungsvollen Aufgabe nur dann stellen, wenn wir uns selbst führen können. Am Anfang steht demnach die Fähigkeit zur Selbstführung. Ihre Kunst ist die Voraussetzung dafür, andere führen zu können. Das Geschenk, andere Menschen führen zu dürfen, begreifen und erfahren wir darüber hinaus erst dann in seiner „Mächtigkeit“, wenn wir uns vertrauensvoll auf unsere höhere Führung einlassen können.

Mit dem Einlassen auf diese Führung, mit der Hingabe an diese „höhere“ Führung, wächst in uns die Bescheidenheit und Demut, die wir tagtäglich als Führungskraft brauchen, um das uns neurobiologisch immanente Grundbedürfnis nach „Menschlichkeit“ in uns und durch unser Wirken auf unsere Umwelt wahrzunehmen und durch unser Wirken mehr und mehr Platz greifen zu lassen. „Wir sind – aus neurobiologischer Sicht – auf soziale Resonanz und Kooperation angelegte Wesen. Kern aller menschlichen Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben.“ (Bauer, 23)

Wer die Voraussetzungen nicht mitbringt, den Kern menschlicher Motivation zu heben, diesem keine Priorität gibt, kann für andere keine Führungskraft sein. Erfüllt nicht die Voraussetzung, andere zu einer Mehrleistung zu motivieren. Beizutragen, dass andere über sich hinauswachsen und zu Mitunternehmern werden. Ihre Talente und Fähigkeiten hingeben. Dass Gemeinschaftsgefühl–Wir-Gefühl – entsteht und Synergien gehoben werden. Führungskräfte ohne ein fühlendes Wahrnehmen und gelebtes Verständnis für den Kern menschlicher Motivation können kein Vorbild sein, das eine Führungskraft in jeder Hinsicht zu sein hat. Kein Übermensch, sondern ein Vorbild an Menschlichkeit. Kein positionsspezifisch Mächtiger, sondern ein machtvoller Initiator von Initiativen für mehr Menschlichkeit, ein sinnvolles Tun und Leben.

Jesus sagte: „Ihr wisst, dass jene, die als Herrscher der Völker gelten, den Herren spielen über sie, und dass ihre Großen sie ihre Macht spüren lassen. Nicht so soll es sein unter euch; sondern wer ein Großer sein will unter euch, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei der Knecht aller. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösepreis für viele.“ (Mk 10,42-45) Sei dir stets bewusst, dass der geringste Machtzuwachs dich verändert. Macht, verstanden als positionsspezifische Macht, als designierte Macht, nicht verstanden als die Macht, die Initiative zu ergreifen, wird leicht zum Verführer. Sei achtsam, dass du nicht der Droge Macht verfällst und dich immer mehr von dir selbst entfernst. „Strebe nur danach, allein in dem etwas zu bedeuten, was in deiner Macht steht, worin du der Tüchtigste sein darfst.“ (Epiktet)

Du bist wertvoll. Finde deine Werte und lebe sie

Ich habe mich von nichts mehr überzeugt, als dass ich meinen Lebensweg nicht nach den Meinungen anderer bestimmen darf.

(Sokrates)

Die gute Nachricht: Auch du hast das Führungsgen in dir. Die Entdeckungsreise beginnt mit der Suche nach deinen Werten. Entscheide dich für die, die für dich auf der Skala der „Wert-Vollsten“ ganz oben stehen. Entscheide dich, was du als wertvoll für dich ansiehst, was sinnvoll für dich ist. Mach dir bewusst, dass es ausschließlich darum geht, was für dich wertvoll ist, und nicht um das, was andere dir gesagt haben, was für dich wertvoll sein sollte. Mit dieser Entscheidung hast du schon die ersten zwei Schritte zur Führungskraft getan. Du hast entschieden und du hast dich dafür entschieden, wofür du stehst. Wer du bist.

Jeder, der entscheidet, ist eine Führungskraft. Wo immer wir agieren, auf welchen Platz auch immer uns das Leben gestellt hat, was immer wir tun, mit der bewussten Entscheidung für oder gegen etwas übernehmen wir Führungsverantwortung. Führungsverantwortung für unser Leben. Für das, wie wir es führen wollen. Für das, wofür wir stehen wollen. Für das, wofür wir eintreten werden. Für das, was wir authentisch vertreten können. Weil es in uns ist, geboren in uns, aus unserer Entscheidung. Weil es für uns wertvoll ist, sinnvoll ist, unserem Leben einen Sinn gibt.

Hier liegt der eigentliche Triggerpunkt. Die bewusste Entscheidung für das, was für dich wertvoll ist, was deinem Wesen entspricht. Wofür dein Herz brennt. Nicht, was dir dein Verstand, dein Ego als opportun, als nützlich, einzureden versucht.

Entscheide dich, wozu du dauerhaft stehen wirst und wovon du dich nicht abbringen lässt. Wo du das Gefühl hast, ganz bei dir zu sein, wenn du diesen Weg gehst. Auf diesem Fundament kannst du aufbauen. Kannst du dir Lebensziele setzen, die organisatorischen Voraussetzungen schaffen und die Maßnahmen entwickeln und durchsetzen, mit denen du die Ziele erreichen willst. Kannst du deine Fortschritte kontrollieren, messen und beurteilen. Kannst du dein eigenes Förderungs- und Entwicklungsprogramm bestimmen. Lebensgestaltung betreiben in Richtung eines sinnvollen, erfüllten Lebens. Nicht das eines Schauspielers, sondern ein Leben, in dem du du selbst sein kannst, ein Leben in dem du dich selbst führst und dein Sein und Werden aktiv eigenverantwortlich bestimmst.

Was ist für dich wichtig? Was ist für dich wert-voll? Was ist es, wofür du „geradestehst“? Wofür du dich durch nichts „verbiegen“ lassen willst? Was ist deinWertefundament, dein innerer Kompass, nach dem du dein Leben ausrichten willst? Wenn du gefunden hast, was für dich wichtig und wert-voll ist, und du dich dann konsequent in den Dienst dieses für dich Wichtigen und Wert-Vollen stellst, dann wird sich auch dein Leben als wert- und sinnvoll gestalten. Dann wirst du deine Prioritäten danach setzen.

An deinen Werten orientieren sich deine Gedanken, Gefühle, Empfindungen, deine Wahrnehmung, Verhaltens- und Handlungsmuster, schließlich tragen sie zur Formung deines Charakters, deiner Identität bei. „Werte können wir nicht lehren – Werte müssen wir leben. Und einen Sinn können wir dem Leben des anderen nicht geben – was wir ihm zu geben, mit auf den Weg zu geben vermöchten, ist vielmehr einzig und allein ein Beispiel: das Beispiel unseres ganzen Seins. Denn auf die Frage nach dem letzten Sinn menschlichen Leidens, menschlichen Lebens kann die Antwort nicht mehr eine intellektuelle, sondern nur noch eine existentielle sein: Wir antworten nicht in Worten, sondern unser ganzes Dasein ist die Antwort.“ (Frankl, 26)

Werte sind die Aufsetzpunkte für die Beantwortung der Frage, worin du Meisterschaft anstreben könntest. Wofür du deine Talente und Fähigkeiten einsetzen willst, um deinem Potenzial gemäß einen Beitrag zur Etablierung deiner Werte zu leisten. Für dich und für andere.

Aus deinen Werten leiten sich auch deine Zielsetzungen und Strategien zur unmittelbaren Bewältigung deines Lebens ab. Werte sind nicht etwas Statisches, sondern etwas Dynamisches. Sie verändern sich mit der Veränderungsdynamik der Wünsche deines Herzens und deiner Seele, mit deinen Lebensumständen, mit deinem Alter. Mit deinem Wissen und deiner Weisheit. Die Konsequenz, mit der du deine Werthaltung lebst, hinterlässt die Spur, die aufzeigt, wofür du gestanden hast. Sie ist auch ein Abdruck deines Lernprozesses. Du wächst in deinem Selbstvertrauen, in deiner Selbstachtung mit deiner Fähigkeit, die Werte umzusetzen, die du für dich als relevant und als Priorität entschieden hast. Die Werte, für die du eingestanden bist, das, was für dich wichtig und wert-voll war, wird auch einmal das sein, worüber deine Freunde an deinem Grab sprechen werden. Worauf eure Freundschaft wahrlich beruht hat. Wofür du eingestanden bist und damit auch für deine Freunde wert-voll und wichtig geworden bist.

Du verlierst dich selbst, wenn du in Bezug auf deine Werte Kompromisse schließt. Wenn du sie opportunistisch am Altar von vermeintlichen Vorteilen und Notwendigkeiten opferst. Deine Werte zu opfern, ist kein Kavaliersdelikt. Dieses Opfer ist nichts Oberflächliches, sondern verändert dich tiefgreifend. Die Werte aufzugeben bedeutet, sich aufzugeben. Nicht zu dir zu stehen, zu dem, was für dich wichtig und wert-voll ist. Wenn du in deiner Werthaltung schwankst, wirst du wie ein Blatt im Wind. Kein „Kraftort“ für Vertrauen und Verlässlichkeit und schließlich Sicherheit. Weder für dich noch insbesondere für andere.

Deine Werte sind deine wahre Stärke. Sie kommen nicht von Dritten vorgegeben, sondern kommen aus deinem Inneren. Du brauchst nur auf deine innere Stimme zu hören. Deine Werte, dafür hast du dich entschieden, und mit jedem Mal, wo du zu deinen Werten stehst, diese für dich bestätigst, sie mit deinem Löwenherz verteidigst, dich für sie begeisterst, wächst du, wirst du stärker. Wirst du Wert und Sinn deines Lebens erfahren. Bist du, wie du bist. Hast du die Grundlage für dein Glücklichsein gelegt.

Auf der Suche nach Beispielen für Werte im Internet findet man viele. Hunderte Wertbegriffe. „Überschriften“. Davon findest du nachstehend fünfzig Beispiele, die von mir ausgewählt wurden:

Achtsamkeit, Akzeptanz, Anerkennung, Aufgeschlossenheit, Authentizität, Begeisterung, Dankbarkeit, Demut, Disziplin, Ehrlichkeit, Einfachheit, Einfühlungsvermögen, Einzigartigkeit, Energie, Entschlossenheit, Erfolg, Fairness, Familie, Flow, Freiheit, Freude, Freundlichkeit, Frieden, Geben, Gelassenheit, Gerechtigkeit, Glaubwürdigkeit, Glückseligkeit, Harmonie, Heilen, Herz, Hingabe, Humor, Inspiration, Integrität, Klarheit, Liebe, Mäßigung, Mitgefühl, Mut, Optimismus, Pünktlichkeit, Respekt, Selbstvertrauen, Spiritualität, Stille, Verständnis, Vertrauen, Weisheit, Zufriedenheit.

Die Überschriften, die reinen Wertbegriffe, genügen natürlich nicht, wenn du für dich und für andere nachvollziehbare Werte identifizieren und als Leitstrahl für dich definieren willst. Dem jeweiligen Wertbegriff, den du für dich identifizierst, muss Leben eingehaucht werden. Das „Leben“ gibst du ihm, in dem du beschreibst, was der jeweilige Wert für dich bedeutet. Unmissverständlich. Dieser Wert muss dich begeistern, berühren, du musst es spüren, welche Bedeutung er für dich hat. Dass er dich weiterbringen kann. Dass er deinem inneren Bedürfnis entspricht. Dass er dich dir selbst näher bringt. Dass er dich anspornt und du zu ihm stehen kannst und wirst. Dass er das repräsentiert, was du dir für dich von ganzem Herzen wünschst. Ein Wert, auf dem du aufbauen und dich weiterentwickeln kannst.

Dabei wirst du auch Neuland betreten. Dich ganz einlassen, das eine oder andere loslassen müssen. Werte stellen Ansprüche an dich. Fordern dich. Fordern deine Konsequenz und Disziplin. Deinen Mut und deine Anpassungsfähigkeit. Mit den Werten im Gepäck begibst du dich auf einen Weg, der Haltung verlangt. Konzentration und Achtsamkeit für Abweichungen vom Weg. Kontrolle! Aber auch Gefühle der Freude und des Wohlbefindens, wenn du gut vorankommst auf deinem „Werte-Weg“.