Fünf Freunde essen glutenfrei - Bruno Vincent - E-Book

Fünf Freunde essen glutenfrei E-Book

Bruno Vincent

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Beschreibung

»Wir essen keinen Weizen, keine Milchprodukte, keinen Zucker«, erklärte George. »Ach, das freut mich so«, sagte Tante Fanny. »Soll ich euch ein paar schöne Erdnussbutter-Brote zum Mitnehmen schmieren?« Als Dick Anne ein hippes Kochbuch zum Geburtstag schenkt, ahnt er nicht, was er damit ins Rollen bringt. Anne erkennt, dass die ganze Gruppe sich mit ihrer westlichen Ernährungsweise selbst vergiftet. Ab sofort herrscht ihrer Gesundheit zuliebe ein neues Regiment. Doch nicht nur Zoodles, Powerballs und der wunderbare entzündungshemmende Grünkohl beherrschen fortan ihren Alltag, auch ein Knurren im Bauch, Apathie und schlechte Laune schleichen sich ein. Werden es Julian, George, Dick, Anne und Timmy schaffen, an ihrer neuen Ernährungsweise festzuhalten, ohne sich dabei gegenseitig an die Gurgel zu gehen? Ein weiteres spannendes Abenteuer für die fünf hungrigen Freunde.

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Seitenzahl: 91

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen

[email protected]

2. Auflage 2019

© 2018 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Die englische Originalausgabe erschien 2016 bei Hodder & Stoughton Limited unter dem Titel Five Go Gluten Free. © 2016 by Hodder & Stoughton Limited. All rights reserved.

Enid Blyton ® The Famous Five ® Text copyright 2016 © Hodder & Stoughton Limited

Illustrationen © Copyright 2016 Hodder & Stoughton Limited

Enid Blyton, Enid Blyton’s Unterschrift und Fünf Freunde sind eingetragene Warenzeichen von Hodder & Stoughton Limited

Text der englischen Originalausgabe von Bruno Vincent

Illustrationen der englischen Originalausgabe von Eileen A. Soper

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Übersetzung: Katja Theiß

Redaktion: Annett Stütze

Umschlaggestaltung: Laura Osswald, in Anlehnung an das Originalcover

Umschlagabbildung: Ruth Palmer

E-Book-Konvertierung: Carsten Klein, Torgau

ISBN Print 978-3-7423-0642-5

ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-0192-2

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-0193-9

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.rivaverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Inhalt

KAPITEL 1: Ein herrliches Geburtstagspicknick

KAPITEL 2: Ein guter Vorsatz

KAPITEL 3: Ein Ernährungswissenschaftler voller Überraschungen

KAPITEL 4: Das neue Regiment

KAPITEL 5: Vorausplanen

KAPITEL 6: Die erste Woche

KAPITEL 7: Zeit für Veränderungen

KAPITEL 8: Der Weg ist das Ziel

KAPITEL 9: Eine Überraschung wartet auf Kirrin Island

KAPITEL 10: »Frei von allem« in Kirrin Cottage

KAPITEL 11: Die Fünf entdecken Dorset wieder

KAPITEL 12: Ein Ausflug ins Abenteuer

KAPITEL 13: Die Ereignisse spitzen sich zu

KAPITEL 14: Die Rückfahrt wird unterbrochen

KAPITEL 15: Willkommene Ehrengäste

KAPITEL 16: Flott geht’s auf die Heimreise

KAPITEL 1  Ein herrliches Geburtstagspicknick

Es war ein wunderschöner Frühsommertag, und Julian, George und Dick hatten zum Nachfeiern von Annes Geburtstag ein Picknick im Park geplant. Timmy tollte in ihrer Nähe herum und versuchte laut bellend Schmetterlinge zu fangen. Er amüsierte sich riesig.

»Ihr seid alle so wunderbar«, sagte Anne gerade. Sie saß umgeben von Geschenkpapier auf der Picknickdecke und drückte das ausgepackte Kochbuch fest an sich. »Dick, du bist der allerbeste«, rief sie entzückt.

»Ach was, keine Ursache, liebste Anne«, erwiderte Dick strahlend. »Du weißt doch: Eigentlich ist kein Geschenk gut genug für dich!«

George wunderte sich im Stillen darüber, dass Dick dieser überaus süßen Zuneigungsbekundungen immer noch nicht müde wurde. Da es aber noch genügend Cremetörtchen gab, behielt sie ihre Gedanken fröhlich für sich.

»Natürlich ist kein Geschenk gut genug für dich.« Julian lächelte selbstzufrieden und fügte dann triumphierend hinzu: »Bis auf dieses hier!«

Er überreichte ihr einen Umschlag, den Anne ohne zu zögern aufriss. Sie las die Karte, die ihr entgegenfiel.

»Jules!!!«, quiekste sie. »Da fällt mir wirklich nichts mehr ein! Ein Wochenende im Wellness-Hotel! Für mich und einen Gast meiner Wahl!«

»Du solltest unbedingt eine deiner Freundinnen mitnehmen«, sagte Julian.

»Vielleicht hätte George ja Lust?«, schlug Dick vor und beobachtete George dabei aufmerksam.

»Hm«, grunzte George. »Wenn sie dort auch Bier ausschenken, könnte ich an der Bar sitzen und Rugby gucken.«

Anne lachte, legte die Karte hin und umarmte Julian herzlich. »Mir würde es natürlich nie in den Sinn kommen, George mit solch einem Vorschlag zu beleidigen«, sagte sie und strich ihr Kleid glatt, während sie sich aufsetzte. »Ich nehme lieber meine Bekannte vom Bikram-Yoga mit.«

»Und zu guter Letzt …«, machte George sich bemerkbar und überreichte ihr eine Schachtel mit einer großen Schleife.

Als Anne daraufhin noch höher als zuvor quietschte, zuckten die anderen drei zusammen. Zwanzig Meter von ihnen entfernt drehte Timmy sich zu ihnen um. Anne machte sich über das Geschenkpapier her wie ein hungriger Löwe über eine wohlgenährte Antilope. Dann setzte sie sich wieder auf und starrte etwas verloren auf die Schachtel. Sie wusste nicht so recht, was sie vom Inhalt halten sollte.

Julian hatte dagegen keinerlei Hemmungen und fragte ganz trocken: »Warum schenkst du ihr eine Mangel?«

Anne, die keinerlei Streit ertrug (und schon gar nicht an ihrer Geburtstagsfeier!), wollte schon protestieren, dass eine Mangel ein sehr gut durchdachtes Geschenk wäre. Doch bevor sie überhaupt den Mund aufmachen konnte, warf Dick ein:

»Das ist doch keine Mangel, Julian«, strahlte er. »Das ist eine Nudelmaschine!«

»Oh, George«, fiepte Anne.

»Mann, oh Mann, jetzt lest schon, was auf der Packung steht!«, warf George ungeduldig ein. »Es ist nichts davon. Man erkennt doch eindeutig, dass das ein Spiralschneider ist.«

»Ein Spiralschneider!« Anne entfuhr ein spitzer Freudenschrei.

Ein leises Raunen ging durch die kleine Gruppe auf der Picknickdecke, als sie endlich begriffen. Dem folgte ein kurzes Schweigen.

»Was ist ein Spiralschneider?«, fragte Anne. »Liebe George«, hängte sie schnell noch an.

»Lies die Beschreibung«, betonte George noch einmal.

Anne tat wie ihr geheißen, und ihre Begeisterung wuchs. Dann erinnerte sie sich an ihre guten Manieren, und sie umarmte George rasch herzlich. Die nächste Stunde verbrachte sie nicht nur damit, die Gebrauchsanleitung zu lesen, sondern auch das Kochbuch von Dick. Immer wenn sie auf exotisch klingende Zutaten wie Chia-Samen oder Goji-Beeren stieß, gurrte sie vor sich hin und versuchte, die anderen für ihre Lektüre zu begeistern.

Bald war es an der Zeit, alles einzupacken und nach Hause zu gehen. Aber selbstverständlich nicht, bevor Anne allen noch einen dicken Kuss als Dankeschön »für das schönste Geburtstagspicknick aller Zeiten« verpasst hatte.

KAPITEL 2 Ein guter Vorsatz

Anne freute sich so sehr über ihre Geschenke, dass sie das Kochbuch noch auf dem Weg nach Hause weiterlas, und auch den Spiralschneider setzte sie sofort für die Zubereitung des Abendessens ein.

Eigentlich war Anne ja fürs Kochen für die ganze Gruppe zuständig. Doch anlässlich ihrer Geburtstagsfeier hatten ihre Brüder und ihre Cousine darauf bestanden, das Picknick vorzubereiten. George hatte ein Bananenbrot gebacken, Dick Kekse und Julian hatte sich an einer Obsttorte versucht. Da sie so wenig Übung in der Küche hatten, war das Ergebnis ein signifikanter Qualitätsverlust gegenüber den Picknicks, die sie sonst veranstalteten. Das meiste hatten sie nur probiert, aber nicht gegessen – und jetzt hatten sie allesamt einen Mordshunger. Und da Annes Geburtstag eigentlich auch schon vor zwei Tagen, am Donnerstag, gewesen war, hatte niemand ein schlechtes Gewissen, dass Anne das Abendessen übernahm.

Doch als sie sich dann am Tisch einfanden, waren sie etwas überrascht, was sich auf ihren Tellern präsentierte: eine sehr blasse, weiche, spaghettiartige Substanz. Sie trauten sich nicht sofort, etwas zu sagen, sondern warteten erst einmal ab. Anne schaufelte ihnen geröstetes Gemüse auf den Teller und schenkte jedem eine merkwürdig trübe Flüssigkeit ins Glas. Dann setzte sie sich an ihren Platz.

»Sieht interessant aus«, murmelte Dick leise.

»Sieht … sehr interessant aus, das muss ich schon sagen!«, meinte Julian.

»Was zum Teufel ist das?«, fragte George beunruhigt.

Auch wenn Georges Nachfrage vielleicht etwas undankbar klingen könnte, war sie in gewisser Weise doch berechtigt. Seit sie sich zusammen eine Wohnung genommen hatten, gab es einen unverrückbaren Wochenplan fürs Abendessen: Montags und donnerstags waren Spaghetti Bolognese dran, dienstags Shepherd’s Pie, mittwochs Ofenkartoffeln und freitags gab es Fischpastete. Da Anne die Mahlzeiten zubereitete, hatte sie auch den Plan erstellt. Und normalerweise hielt sie sich strikt an die Abfolge der Gerichte, weshalb sich nicht nur George über ihren Teller mit blassen Nudeln wunderte.

»Das Getränk heißt Zauberwasser«, erklärte Anne.

»Zauberwasser?«, fragte Julian trocken nach und scherzte weiter: »Sag mir nicht, dass du unsere einzige Kuh dafür eingetauscht hast?«

»Sehr witzig, Julian«, gab Anne zurück. »Das hier ist ein revitalisierender Gesundheitsdrink – mit Ingwer, Kräutern und Fruchtsäften. Und wir essen ›Zoodles‹!« Gerade als Dick etwas erwidern wollte, fügte sie rasch hinzu: »Das sind Nudeln, die aus Zucchini gemacht sind. Und die schmecken genauso gut – versprochen! Ihr merkt garantiert keinen Unterschied!«

»Das sind Zoodles. Das sind Nudeln, die aus Zucchini gemacht wurden. Schmeckt genauso – ihr werdet keinen Unterschied bemerken!«

»Also haben wir jetzt auch eine Vorspeise?«, fragte George zögernd. »Du haust aber ganz schön auf den Putz, Anne.«

Anne räusperte sich und lächelte sie dann alle der Reihe nach an. »Nein, das ist alles, was es heute gibt.«

Die drei Freunde schauten erst einander und schließlich Anne an.

»Anne?« Julian klang besorgt. »Was ist los? Geht es dir gut?«

»Das ist alles aus dem Buch, das ich von Dick bekommen habe. Es hat mir die Augen geöffnet. Unser modernes Leben und unsere Art zu essen sind nicht gut für uns. Moderne Lebensmittel machen uns krank, auf so viele verschiedene Arten. Es ist schockierend – wirklich schockierend – und ich würde es nicht mehr ertragen, Essen für uns zu kochen, das uns schadet.«

Sie machte eine Pause und ließ das Gesagte wirken. Dagegen war natürlich schwer anzukommen.

In Annes Augen leuchtete das Licht der kürzlich Bekehrten. Sie war sich ihrer neuen Überzeugung sicher und würde sich auf keinen Fall umstimmen lassen. Während die anderen in ihrem Essen herumstocherten, hielt sie einen kleinen Vortrag über Wellness, Naturheilkunde, makrobiotische Ernährung, Superfoods, Achtsamkeit, Gleichgewicht im Alltag, die Beseitigung von negativen Emotionen und die Entwicklung innerer Ehrlichkeit. Sie war richtig begeistert und hoffte die anderen damit anzustecken. Im Moment sah sie jedoch nur Zweifel in den Augen ihrer Freunde, und – noch viel schlimmer – diese schienen sich langsam, aber unaufhaltsam in Verwirrung und Angst zu wandeln.

»Also auf was genau läuft das alles hinaus, altes Haus?«, fragte Julian schließlich. Seine Stimme zitterte von der Anstrengung, fröhlich zu klingen. »Es hört sich toll an und alles – ich meine, wir stimmen dir natürlich alle zu –, aber was genau werden wir … machen müssen?«

Und so erklärte Anne es ihnen. Von jetzt an würden sie nur noch Vollwertkost essen. Keine Nahrungsmittel mehr, die voller Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker steckten. Alles Bio. Auch für Timmy – es gab keine Ausnahmen. Anne war bereits zu einer der teureren Tierhandlungen gefahren und hatte (zu einem Preis, der einem die Tränen in die Augen trieb) Bio-Trockenfutter gekauft. Dieses Futter würde sein herkömmliches, industriell hergestelltes ersetzen. Also jenes Futter, das in den letzten fünfzehn Jahren seine Hauptnahrung gewesen war.

»Das alles gehört zum Prozess des sogenannten ›Clean Eating‹«, erklärte Anne. »Heute sind wir vielleicht noch nicht krank, aber wir werden es, wenn wir weiterhin die Nahrungsmittel zu uns nehmen wie bisher. Das Fleisch, das wir essen, kommt von Tieren, die unter absolut fürchterlichen Bedingungen gehalten werden. Sie werden mit Steroiden und allen möglichen anderen scheußlichen Sachen vollgepumpt. In allen industriell hergestellten Nahrungsmitteln befinden sich Zusätze, genetische Modifikationen – und die Herstellung ist unsauber. Die Konsequenzen sind überhaupt gar nicht abzuschätzen.«

»Wir können die Konsequenzen überhaupt nicht abschätzen«, murmelte Julian leise.

»In einem Monat sind wir ›clean‹ und so schlank, dass wir das Titelblatt der Vogue zieren könnten. Ganz sicher.«