Für jeden Stress eine Lösung - Nicole Teschner - E-Book

Für jeden Stress eine Lösung E-Book

Nicole Teschner

0,0
9,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Das Buch gegen Stress jeglicher Art:Stress senken, Work-Life-Balance verbessern, störende Muster auflösen, Burnout oder Panikattacken in den Griff bekommen: Sind Sie auch immer gestresst, weil das Leben oft schneller als Sie selbst ist? Kommen Sie häufig in eine Überforderung und kennen so etwas wie eine gesunde Work-Life-Balance nicht? Haben Sie große Schwierigkeiten, im Stress Lösungen und wieder mehr Entspannung und Ruhe zu finden? Oder leiden Sie sogar schon an Ängsten, Burnout,Depression oder Panikattacken, weil der alltägliche Stress Sie einfach kaputt macht? Dann ist damit jetzt Schluss! Lassen Sie sich überraschen, wie sehr Ihnen dieser Ratgeber helfen kann: Wenn Stress Ihr permanenter Begleiter ist und Sie wegen häufiger Überforderung oft keine Idee mehr haben, wie Sie ihn wieder loswerden können, hilft Ihnen dieses Buch: Kurz und knapp finden Sie hier professionelle Stressbewältigungsstrategien, die Sie direkt anwenden können und die Ihnen in Belastungsmomenten leicht umsetzbar helfen, Stress und Überforderung wieder loszuwerden. Die praktischen und präzisen Methoden liefern Ihnen Lösungen, um körperlich und geistig wieder zurechtzukommen, zu regenerieren, sich zu verändern und wieder mehr Ruhe, Entspannung und Erholung zu finden. Zusätzlich helfen langfristig angelegte Strategien und Coachings, sich erfolgreich weiterzuentwickeln. Als Erste-Hilfe-Koffer gegen Stress ist dieses Buch Ihre persönliche Allzweckwaffe gegen Stress jeglicher Art und hilft Ihnen genau dann weiter, wenn Sie selbst nicht mehr weiterwissen. Was Sie in diesem Motivationsbuch lernen: Wie Sie besser mit Stress umgehen können Wie Sie Stress vermeiden können Wie Sie Neinsagen lernen Wie Sie mehr Achtsamkeit beim Fühlen finden Wie Sie Konflikte in sich aufspüren Wie Sie Ihre Persönlichkeit stärken können Wie Sie Ihr Mindset und schlechte Gewohnheiten ändern Wie Sie besser mit Misserfolgen zurechtzukommen Wie Sie Ihre Krisenkompetenz deutlich verbessern Wie Sie Ihr Selbstbewusstsein stärken Wie Sie einen Burnout, eine Depression oder Panikattacken mildern können. Beginnen Sie noch heute mit „Für jeden Stress eine Lösung" Ihre Persönlichkeitsentwicklung und entdecken Sie mit diesem Ratgeber in Selbsthilfe eine völlig neue Art zu leben: mit neuer Gelassenheit, neuer Energie und hoffnungsvoller Zukunft. Dieser Ratgeber wird Ihnen durch Ihren Stress helfen, egal von woher er kommt!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2022

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Nicole Teschner

 

 

 

Peace of Mind I:

 

 

Für jeden

Stress

eine Lösung

 

 

Das Notfallbuch bei

Überforderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag

MindQuieting

 

 

Über dieses Buch

 

Wenn Stress Ihr permanenter Begleiter ist und Sie wegen häufiger Überforderung oft keine Idee mehr haben, wie Sie ihn wieder loswerden können, hilft Ihnen dieses Buch: Kurz und knapp finden Sie hier professionelle Stressbewältigungsstrategien, die Sie direkt anwenden können und die Ihnen in Belastungsmomenten leicht umsetzbar helfen, Stress und Überforderung wieder loszuwerden. Die praktischen und präzisen Methoden liefern Ihnen Lösungen, um körperlich und geistig wieder zurechtzukommen, zu regenerieren, sich zu verändern und wieder mehr Ruhe, Entspannung und Erholung zu finden. Zusätzlich helfen langfristig angelegte Strategien und Coachings, sich erfolgreich weiterzuentwickeln.

Als Erste-Hilfe-Koffer gegen Stress ist dieses Buch Ihre persönliche Allzweckwaffe gegen Stress jeglicher Art und hilft Ihnen genau dann weiter, wenn Sie selbst nicht mehr weiterwissen.

 

Über die Autorin

 

Nicole Teschner ist Diplom-Biologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, systemischer Coach, Team- und Konfliktcoach, NLP-Coach, NLP-Master, Supervisorin und Resilienztrainerin. In eigener Praxis supervidiert, coacht und therapiert sie Menschen mit Stress- und konfliktbedingten Schwierigkeiten und Störungen, wie z.B. Burnout, Depressionen, Panikstörungen, Zwängen und Traumata. Durch ihr Know-how als Biologin und heilpraktische Psychotherapeutin und mit breitem Wissen und viel Erfahrung entwickelt sie neue Konzepte, Ansätze und Strategien, um hochbelasteten Menschen präzise Linderung zu verschaffen und ihnen zu besserer Lebensbewältigung und mehr Lebensqualität zu verhelfen. Als Autorin veröffentlicht sie Ratgeberliteratur, Blogartikel und Coachings. Sie lebt und praktiziert im Oldenburger Münsterland in Niedersachen, Deutschland.

 

 

Die Anwendung und Nutzung dieses Buches erfolgt auf eigene Gefahr hin und ohne jegliche Verpflichtung der Autorin oder des Verlages zur Haftung für Schäden an den eigenen oder anderen Personen oder Sach- oder Vermögensgegenständen, bei Anwendung, falscher Anwendung, Nicht-Gelingen oder auch bei Nicht-Anwendung der Methoden und Strategien. Ebenso wird auch keine Haftung bei unerwünschten Entwicklungen nach dem Lesen, Nicht-Lesen oder der Verwendung des Buches und der hier veröffentlichten Methoden übernommen. Zusätzlich stellt dieses Buch kein Heilversprechen dar. Bei großer Belastung und Problemen ist unbedingt der Rat von Ärzten und Therapeuten einzuholen.

 

 

Urheberrechtlich geschütztes Material

Impressum

Texte: © 2022 N. TeschnerUmschlag: © 2022 pro_book21

MindQuieting-Verlag

Oyther Str. 2349377 Vechta [email protected]

1. Auflage 2022 (i)

ISBN 978-3-949331916

Alle Rechte vorbehalten.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

 

 

Weitere Bücher sowie Trainings zu den Themen Perfektionismus, Burnout, Selbstwert Panikattacken u. a. von Nicole Teschner unter

www.nicole-teschner.de

 

 

Index

A

Abhängigkeiten, die nicht zu ändern sind

Abhängigkeiten von anderen

Abwälzen von Aufgaben auf Sie

akute Krisen [1][2]

Akutstress

Angst

Angst vor Ablehnung

Angst vor Fehlern

Angstabbau

Ängste [1][2]

Anspannung [1][2][3][4]

Antriebslosigkeit [1][2][3]

Antriebsschwäche

Antriebsschwierigkeiten

Ärger mit Mitmenschen und Kollegen

Aufschieberitis[1][2]

ausgelaugt fühlen [1][2]

Ausgenutzt- / Benutzt-Werden [1][2]

Ausgenutzt-/ Benutzt-Werden

B

begonnene Fehler

bei Ausbeutung

bei grenzüberschreitendem Verhalten anderer

bei hoher Belastung

bei länger andauernden Übergangsphasen

bei Tendenz zu gewohnheitsmäßiger Aufschieberitis

bei Unbesonnenheit

bei Ungerechtigkeiten

bei Verlust des Überblicks

bei zu hoher Bugwelle

bei zu starkem Tunnelblick

Belastung

Beziehungsprobleme

Burnout [1][2][3][4][5][6][7]

C

Chaos

D

Depressionen

depressive Phase

depressive Stimmung

depressive Stimmungslagen [1][2][3]

depressive Verstimmung

Drangsalierungen

E

Ehemüdigkeit

Einsamkeit

emotionale Unausgeglichenheit

empfundene Schwächen

Entscheidungen treffen müssen

Entscheidungsschwäche [1][2]

Enttäuschungen [1][2][3][4]

erscheinende Ausweglosigkeit

erschobeneWork-Life-Balance

Erschöpfung [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20][21][22][23]

F

Feststecken im Problem

Feststecken in einem Zustand des Nicht-vorwärts-Kommens

Frustration [1][2]

G

Gefühl der Abhängigkeit

Gefühl der fehlenden Kontrolle

Gefühl der Haltlosigkeit

Gefühl von innerer Leere

Gefühlschaos [1][2][3]

Grenzüberschreitungen [1][2]

Grübelei

H

hartnäckige Muster

Hektik [1][2][3][4][5][6][7][8][9]

Hoffnungslosigkeit [1][2]

hohe Anspannung

hohe Emotionalität

hohe Gefühlslast

hohe innere Emotionalität

Hypnotische Trance für effektiveres Lernen der Buchinhalte

I

immer wiederkehrende Probleme

innere Anspannung [1][2][3][4][5]

innere Unruhe [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18]

innerer Druck [1][2][3][4][5][6][7]

innerer „Überdruck“

inneres Taubheitsgefühl

J

Jasagen

K

Kommunikationsschwierigkeiten [1][2][3]

Komplexanforderung

Komplexanforderungen

Konzentrationsschwäche

Konzentrationsstörungen

körperliche Anspannung

körperliche Symptome

Krisen [1][2][3][4][5][6][7][8][9]

L

Labilität

Lebensveränderungen

Leichtgläubigkeit

Leistungstiefs [1][2][3]

Lösungssuche

Lustlosigkeit [1][2][3][4]

M

mangelnde Wertschätzung auf der Arbeit

mangelndes Selbstvertrauen

‘miese Laune‘

Motivationsschwierigkeiten

N

Naivität

Neigung zu falschen Freunden

Nervosität

Nicht-Abschalten-Können

nicht-eingehaltene Abmachungen und Agreements[1][2]

nicht-erfüllte Wünsche

P

Perfektionismus

Performanceprobleme[1][2][3]

Probleme

Prokrastination

Prokrastinieren [1][2][3][4][5][6]

Psychohygiene

psychosomatische Beschwerden [1][2][3][4]

R

Reizüberflutung

renitentes Verhalten des Partners oder von Familienmitgliedern

Respektlosigkeiten [1][2][3]

roblemen beim Einschätzen anderer Menschen

S

Schlafstörungen [1][2][3]

Schnelllebigkeitsgefühl

schwierige Lebensphase

Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung

Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen

Selbstliebe finden

Selbstwertgefühlprobleme

Selbstwertprobleme

Selbstzweifel

Sinnsuche

starke Gefühle [1][2]

stetes Jasagen[1][2][3]

Stimmungslabilität

Stimmungstiefs [1][2][3][4][5]

Stress [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11]

Stress im Job

Stressabbau [1][2]

Stressbewältigung [1][2]

Stressbewältigung allgemein

Suche nach Sinn

Suche nach Sinn des Lebens

T

Traumatisierung

Traumatisierungen

Tunnelblick [1][2]

U

Überempfindlichkeit

Überforderung [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20][21][22]

Überforderung durch die täglich wiederkehrenden Aufgaben

Überlastung [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19]

um Stress und Stressquellen bewusster zu erkennen

Unausgeglichenheit [1][2]

unerwartete Ereignisse, die Vorrang bekommen müssen

unerwünschtes Verhalten

Ungerechtigkeiten

Unglücklichsein[1][2][3][4][5]

unklare Beschwerden [1][2]

Unsicherheit

Unsicherheiten

unverarbeitete Gefühle

unvorhergesehene Entwicklungen

Unwohlsein

V

Veränderungsprozesse

Verbitterung

Vergesslichkeit [1][2]

Verlorenes Zeitgefühl

Verluste

Verlusten

Versagensangst [1][2]

voller emotionaler Keller

W

Widerstände gegen das, was ist

wiederkehrende unerwünschte Entwicklungen

Wut und erlebte Ungerechtigkeit

Z

Zeitdruck [1][2][3]

Zeitmangel

Zeitmangel bis zu einer Deadline

Ziellosigkeit

zu hohe Anspannung

zu hohe Bugwelle [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13]

zu hohe Bugwelle an Aufgaben

zu hoher Aufgabenberg [1][2]

Zukunftsängste [1][2][3]

zum Bewältigen von (großen Lebens-)Veränderungen

zur Beruhigung in stressigen Zeiten

zur Enttäuschungsprophylaxe

zur Persönlichkeitsentwicklung [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13]

zur Schaffung von Kontrolle bei gefühlter Nicht-Kontrolle

zur Stabilisierung

zur Vorsicht und Vorbereitung auf Schwierigkeiten

„Kröten“, die geschluckt werden müssen

„Überdruck“ [1][2][3]

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Index

Einführung

1. Vorwort

2. Wichtiger Hinweis

3. Einleitung

4. Stress erkennen

4.1 Offizielle Stresssymptomliste

4.2 Ihre Stresssymptome

4.3 Wie Sie mit diesem Buch arbeiten können

5. Stress bewältigen

5.1 Erste-Hilfe Maßnahmen

5.1.1 Hypnotisieren – die Weichen stellen

5.1.2 Realisieren – nie war es wichtiger

5.1.3 Ventilieren – atme!

5.1.4 Reflektieren – was ist denn da?

5.1.5 Abreagieren – Spannungen abbauen

5.1.6 Distanzieren – raus aus dem Tunnel

5.2 Lösungen durch Veränderung des Verhaltens

5.2.1 Blockieren – sage Nein!

5.2.2 Armieren – Kampf den „Knöpfchen-Drückern“

5.2.3 Negieren – 6 x Nein

5.2.4 Kalibrieren – runter vom Gas

5.2.5 Kompensieren – suche den Ausgleich

5.2.6 Annullieren – manchmal hilft nur streichen

5.2.7 Linearisieren – Step by Step

5.2.8 Dynamisieren – Schwung in die Sache bringen

5.2.9 Agieren – tue was!

5.2.10 Intensivieren – lieber richtig als nur halb

5.2.11 Amüsieren – und wieder auftanken

5.2.12 Prokrastinieren - Aufschieben zur Stressbewältigung

5.2.13 Routinieren – Gewohnheit macht den Menschen

5.2.14 Ritualisieren – feierliche Markierungen

5.2.15 Fokussieren – nur eines zur Zeit

5.2.16 Disziplinieren – sich in Griff haben

5.2.17 Kopieren – die Macht der Vervielfältigung

5.2.18 Alternieren – etwas Abwechslung bitte

5.2.19 Kombinieren – Synergien erzeugen

5.2.20 Intervenieren - schreiten Sie ein

5.2.21 Penetrieren – hartnäckig gewinnt

5.2.22 Korrigieren I - Begonnene Fehler korrigieren

5.2.23 Korrigieren II – Fehlverhalten korrigieren

5.2.24 Aussortieren - Ballast abwerfen

5.2.25 Persiflieren / Karikieren – Humor distanziert

5.2.26 Explodieren – manchmal muss es einfach raus

5.3 Lösungen durch Veränderung des Denkens

5.3.1 Relativieren – anderer Blick, anderes Gefühl

5.3.2 Implodieren – den inneren Brand bekämpfen

5.3.3 Alarmieren – manchmal hilft auch Stress

5.3.4 Priorisieren – das Wichtigste zuerst

5.3.5 Dividieren - Dimensionieren - Portionieren - Dosieren

5.3.6 Motivieren I - Blockaden überwinden

5.3.7 Motivieren II – Ziele erreichen

5.3.8 Konkretisieren – werden Sie genauer

5.3.9 Fixieren – entscheide Dich

5.3.10 Fixieren II – der innere Beratertisch

5.3.11 Eliminieren I – weg mit den stressenden Gedanken

5.3.12 Eliminieren II – die inneren Antreiber in Griff kriegen

5.3.13 Eliminieren III - Gedankliche Ungenauigkeiten entfernen

5.3.14 Chronifizieren – ziehen Sie es in die Länge

5.3.15 Korrigieren III – korrektes Denken

5.3.16 Verifizieren – die Wahrheit finden

5.3.17 Revidieren I – das „muss!“ muss weg

5.3.18 Revidieren II – die kleinen Gehilfen des Stresses

5.3.19 Fantasieren – Vorstellung ist alles

5.3.20 Negativ-Antizipieren – sich auf das Schlimmste vorbereiten

5.3.21 Positivieren – sage niemals „nicht“

5.3.22 Imaginieren – träumen von besseren Zeiten

5.3.23 Supervidieren – manchmal muss der Fachmann ran

5.3.24 Kreieren – Stressbewältigung durch Imaginationen

5.4 Den Körper wieder fit bekommen

5.4.1 Hydrieren

5.4.2 Dezimieren – Lärm und Blaulicht

5.4.3 Trainieren – ohne Sport geht es leider nicht

5.4.4 Regenerieren – Pausen benötigt der Mensch

5.4.5 Temperieren – wie man sich bettet …

5.4.6 Spazieren – Shinrin Yoku

5.4.7 Balancieren I – Signalstoffe balancieren

5.4.8 Balancieren II - Balancieren des Nervensystems

5.4.9 Balancieren III - Körperliches Balancieren

5.4.10 Konsumieren - und zwar das Richtige

5.4.11 Supplementieren I - Vitamine

5.4.12 Supplementieren II - Mineralstoffe

5.4.13 Supplementieren III – Spurenelemente

5.4.14 Supplementieren IV - Hormone

5.5 Lösungen auf Gefühlsebene

5.5.1 Reagieren – fühle!

5.5.2 Balancieren IV – Balancieren von Gefühlen

5.5.3 Balancieren V – Lebensgefühl und Zeit

5.5.4 Dechiffrieren – knacken Sie Ihren Gefühlscode

5.5.5 Perzipieren / Identifizieren / Interpretieren / Soulagieren – Kathartischer Abbau von Gefühlen

5.5.6 Kanalisieren – den Abfluss finden

5.5.7 Verbalisieren – gut benannt ist halb verbannt

5.5.8 Regulieren I – Stimmungsmanagement

5.5.9 Regulieren II – Affekt- und Impulsmanagement

5.5.10 Regulieren III - Zustandsmanagement

5.6 Lösungen durch Umfeldveränderungen

5.6.1 Oxytozieren – Verbundenheit stärkt

5.6.2 Aktivieren / Mobilisieren / Initiieren – Helping Hands

5.6.3 Ausstaffieren – „High Class“ Stressbewältigung

5.6.4 Immunisieren – gegen Kritik und Komplimente

5.6.5 Dramatisieren & Boykottieren – streiken erlaubt

5.6.6 Solidarisieren – Verbündete suchen

5.7 Gemischte und ganzheitliche Lösungen

5.7.1 Harmonisieren – zurück in den Einklang

5.7.2 Akzeptieren – die Kröte schlucken

5.7.3 Meditieren – finde die innere Mitte

5.7.4 Therapieren – manchmal muss es sein

5.7.5 Assoziieren – Ideen braucht der Mensch

5.7.6 Abtrainieren – Kampf der Selbstsabotage

5.7.7 Arrangieren / Koexistieren – Waffenstillstand

5.7.8 Respektieren – Selbstliebe ist der Schlüssel

5.7.9 Jonglieren – locker oder stets hart am Limit?

5.7.10 Auskurieren – heilen Sie Verletzungen vollständig

5.7.11 Fokussieren II – holen Sie sich Ihr Zeitgefühl zurück

5.7.11 Sensibilisieren - Nichts ist selbstverständlich! Niemals!

5.7.12 Philosophieren – der Glaube kann Stress-Berge versetzen

5.7.13 Bilanzieren – der ungeschminkte Blick auf das, was ist

5.7.14 Evolvieren – das Leben ist eine Lektion in Lernen

6. Schlusswort

7. Literatur

 

 

 

 

 

 

 

Halte Frieden in deiner Seele,

so werden Himmel und Erde

mit dir in Frieden sein.

 

Isaak von Ninive

1. Vorwort

Stress gehört für uns inzwischen zum Leben dazu wie Essen, Trinken, Atmen und Schlafen. Tagtäglich erlebe ich Menschen, die durch Stress und stressende Ereignisse wie gelähmt sind. Diesen fehlt in solchen Momenten die nötige Lösungskreativität, um wieder Überblick und Kontrolle über ihre Situation zu bekommen. Bislang hatte ich keine Allzweckwaffe, die ich diesen (und auch anderen stressgeplagten Menschen) an die Hand geben konnte, wenn ich gerade nicht als Lotse für sie da war. Diese Allzweckwaffe, die gestressten Menschen im dicksten Stress ihre Ohnmacht überwinden lässt, wieder Kontrolle über die Situation verschafft und auch längerfristig zu mehr Ruhe und Gelassenheit verhilft, habe ich nun geschaffen - Sie halten sie jetzt in Ihren Händen!

Als Notfallbuch hilft Ihnen „Für jeden Stress eine Lösung“ aus akutem Stress und einem Stagnations- oder Ohnmachtszustand wieder herauszukommen. Als Präventions- und Bewältigungsbuch dienen viele der Methoden aber auch der intensiven Veränderung, um Sie langfristig immer mehr zu beruhigen und zu entlasten.

Um diese Ziele zu erreichen, hält dieses Buch für Sie auf den Punkt gebrachte Stressbewältigungsstrategien bereit. Einige davon werden Sie eventuell schon kennen, da sie gängig sind. Damit Sie jedoch für alle Probleme eine Lösung finden, gehören diese der Vollständigkeit halber hier mit hinein. Andere dagegen werden Sie hier erst kennenlernen, da es von mir entwickelte Ansätze sind.

Doch Vorsicht: Ich habe dieses Buch (und den Folgeband) geschrieben, um Ihnen wirksam beim Entstressen zu helfen. Dieses Buch ist nicht dafür gedacht, statt der sowieso schon gelieferten 150 % Leistung noch 20 % drauflegen zu können (an dieser Stelle ein freundliches „Hallo“ an all die lieben Burnout-Kandidaten da draußen!). Sondern es ist für die Bewältigung des ganz normalen „Alltagswahnsinns“ gedacht. Diesen sollen Sie in den Griff bekommen können und sich nicht noch leistungsfähiger machen. Falls Sie es dennoch dafür gebrauchen, werden Sie früher oder später (meist sehr unsanft) daran erinnert werden, dass Sie körperliche Grenzen haben, die es einzuhalten und zu respektieren gilt. Also nutzen Sie es weise!

Ich habe auch bewusst darauf verzichtet, die physiologische und psychologische Stressentstehung in epischer Breite zu beschreiben. Dieses finden Sie woanders ausführlich und ich lasse es hier weg. Falls Sie dennoch mehr über das Thema Stress und seine Entstehung wissen wollen, lesen Sie bitte im Internet nach.

Ein wichtiges Merkmal meiner praktischen Arbeit ist eine sehr bildhafte Sprache. Immer wenn sich Bilder und gängige Symbole für eine Erklärung eignen, benutze ich diese auch. Ich mache sehr gute Erfahrungen damit und stelle immer wieder fest, dass gerade diese Bilder und Metaphern bestens haften bleiben. Aus diesem Grunde verwende ich auch hier eine sehr bildhafte und flüssige Sprache, um das von mir Beabsichtigte leicht verständlich und merkfähig für alle Altersschichten und jeden Leserkreis zu transportieren.

   Ich hoffe, dass ich an allen Stellen eine für alle akzeptable Ansprache, ohne zu gendern gefunden habe. Denn ich lade ausdrücklich alle Menschen ein, aus diesem Buch Nutzen zu ziehen!

   Nun wünsche ich Ihnen eine gute Entwicklung und allzeit entspannte Momente. Und falls nicht: Schlagen Sie hier nach, was Ihnen weiterhelfen könnte! Dafür überreiche ich Ihnen ein überaus wertvolles Buch, mit dem ich für Sie und Ihre Gesundheit kurz- und langfristig sehr viel Gutes tun kann!

 

 

Herzlichst Ihre

 

Nicole Teschner

 

 

2. Wichtiger Hinweis

 

Dieses Buch kann und soll keine nötige Therapie ersetzen und ich gebe hier auch kein Heilversprechen.

Wenn Sie merken, dass Unruhe Ihr Dauerbegleiter ist, dass Sie permanent unter Druck stehen, erhebliche Schlafprobleme und / oder sonstige (massive) körperliche Beschwerden haben, wenn Sie störende oder außergewöhnliche Symptome bei sich wahrnehmen, wenn Sie stress- und symptombedingt sogar Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung haben und großen Leidensdruck verspüren, gehören Sie in die Hände von Ärzten und Therapeuten. Sie sollten sich dort unbedingt vorstellen und über Ihre Schwierigkeiten sprechen!

Das gilt insbesondere, wenn sich Ihnen Wünsche oder Vorstellungen über Tod, Sterben oder darüber, sich selbst oder anderen etwas anzutun, aufdrängen: besonders dann müssen (!) Sie bei einem fachlich versierten Arzt vorstellig werden und sich dort auch helfen lassen! Gehen Sie bitte notfalls in eine psychiatrische Klinik und sprechen Sie offen über Ihre Suizidgedanken oder Suizidabsichten oder darüber, dass Sie Angst haben, sich selbst oder andere zu gefährden! Ich verlasse mich darauf, dass Sie das tun werden!

Außerdem setze ich voraus, dass Sie bei allem, was Sie infolge des Lesens hier tun, im Rahmen der Gesetze bleiben und moralische, soziale, humanistische und gesellschaftliche Grenzen beachten und einhalten.

Bedenken Sie bitte stets die Folgen Ihres Tuns im Vorfeld und vermeiden Sie Impulsreaktionen - auch wenn Ihnen danach sein sollte! Seien und handeln Sie weise und schlafen Sie lieber eine Nacht darüber, bevor Sie sich durch eine unüberlegte Tat eine höchst unangenehme Folge einhandeln.

Sie werden sich beim Lesen des Buches sicherlich auch hin und wieder in Ihrem Verhalten wiedererkennen. Manchmal werden Sie dadurch vielleicht entdecken, dass noch Entwicklung möglich und manchmal auch nötig ist. Leider sind solche Entdeckungen nicht immer schmerzfrei. Das bedeutet, dass Sie sich getroffen fühlen könnten, weil ich Ihnen einen wunden Punkt spiegele. Verzeihen Sie mir bitte!

Dennoch ist dies wichtig und ein Gewinn: Ich habe dieses Buch geschrieben, um Ihnen intensive Impulse zur Weiterentwicklung zu geben. Aus meinen Therapiesitzungen weiß ich, dass es manchmal sehr schmerzt, wenn der Schleier der Verdrängung fällt und Menschen erkennen, was in Wahrheit da ist. Bei manchen erfolgt dann nur ein tiefes Luftholen, bei anderen fließen Tränen und bei wieder anderen tauchen manchmal Empörung und Verärgerung auf, weil der aufkommende Schmerz der Wahrheit gerade unerträglich ist.

Mein Ziel ist es immer, tiefe Erkenntnisse und positive Veränderung möglichst schonend, aber zügig zu bewirken. Dennoch entstehen dabei manchmal Geburtsschmerzen, die nötig sind, um ein neues Wachsen, Verändern und Werden einzuleiten. Diese möchte ich zwar immer nehmen, kann es aber leider nicht immer. Denn manchmal ist genau dieser Geburtsschmerz der Motor und die Kraft, die Ihre Veränderung erst möglich macht!

Wenn Sie also beim Lesen an einen Punkt kommen, an dem Sie fluchen möchten, weil ich meinen Schreibfinger exakt in Ihre Wunde gelegt habe und Ihnen zeige, dass ein neues Ich geboren werden möchte, dann nehmen Sie sich ein bisschen Zeit, um mir zu verzeihen: Denn ist es nicht genau das, was Sie gesucht haben? Hinweise und knackige Impulse für eine Veränderung zum Positiven? Ja? Prima! Dann reiche ich Ihnen jetzt gerne symbolisch vorab eine Packung Taschentücher und einen Boxsack, welche Ihnen in solchen Momenten zur Verfügung stehen mögen!

 

3. Einleitung

 

Wir alle haben Stress – manchmal mehr, manchmal weniger.

Für Psyche und Körper ist es Gift, wenn wir Stress und damit keine Kontrolle haben. Und dieses Gefühl von Stress bzw. „außer Kontrolle sein“ tritt immer dann auf, wenn uns eine Strategie fehlt, um den aktuellen Stress zu bewältigen und damit wieder Kontrolle zu bekommen.

Im Stress können wir „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“. Wahrnehmen, Sehen, Denken und Fühlen sind dermaßen stark eingeschränkt, dass uns Lösungen, die wir sonst in Ruhe finden würden, einfach nicht einfallen. Und genau dieses Problem löst dieses Buch: Wenn Sie nicht mehr weiterwissen und das Gefühl haben, Sie finden momentan einfach keine Lösung oder sind aktuell „mit Ihrem Latein am Ende“, dann genau sollen Sie dieses Buch als Feuerlöscher befragen und sich Strategien raussuchen, die Ihnen jetzt weiterhelfen können, damit Sie aus der Ohnmacht wieder herauskommen, Ihren Stress bewältigen können und bald wieder ruhiger werden.

Aber auch für den längerfristigen Stressabbau sollen sie dieses Buch nutzen: Sie können mit ihm bewusst neue Strategien erleben und erlernen und diese dann in Ihr Leben integrieren.

Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass nicht jede der hier aufgeführten Strategie in jedem Kontext und in jeder Situation gleich hilfreich ist: Manchmal sind einige Strategien im Privatleben nützlicher, manchmal eher im beruflichen. Manche Strategien, wie z. B. das Abreagieren, sind universal gültig, können aber auch in einer speziellen Situation höchst spezifisch ausfallen. Beispielsweise können Sie im Job sicher nicht Holz hacken (was Ihnen vielleicht zu Hause effektiv hilft), aber wie wäre es denn stattdessen mit dem Tacker und gaaanz viel Papier oder mit einem Gummihammer und einem Stück Stein? Es lohnt sich also immer, dieses Buch erneut zu befragen und zu überlegen!

Jede Strategie, die ich einführe, beginnt zunächst mit einer kurzen Erklärung, was damit gemeint ist. Manchmal sind mehrere Erklärungen oder Auslegungen der Strategie möglich. In dem Fall gibt es für jede Auslegung eine eigene Erklärung. Sehr oft gebe ich Ihnen Beispiele, damit Sie eine genauere Vorstellung bekommen, was ich mit dieser Strategie meine. Diese Beispiele gilt es für Ihre spezielle Situation zu erweitern und anzupassen. Und dies dürfen und sollen Sie auch ganz speziell tun, damit es Ihnen bestmöglich hilft.

Für jede Strategie habe ich Merksätze in Zitatform aufgeführt, damit der Inhalt für Sie noch einprägsamer wird. Manche Strategien sind kurzfristig hilfreicher, manche wirken erst langfristig bzw. müssen erst gelernt oder in die Wege geleitet werden.

Am Anfang jedes Kapitels habe ich außerdem Anwendungsgebiete notiert, um Ihnen eine schnelle Orientierung zu geben, wobei diese Strategie Ihnen jetzt helfen könnte. Um diese zu finden, können Sie ebenso im Index am Anfang des Buches nachschlagen.

Wenn Sie dann alle Strategien irgendwann beherrschen, dürfen Sie sich mit Fug und Recht Stressbewältigungsprofi nennen – und das wünsche ich Ihnen sehr!

 

 

4. Stress erkennen

Um mit diesem Buch arbeiten zu können, müssen wir damit beginnen, uns auf die Suche nach Ihrem Stress und Stresssignalen zu machen. Die Symptome und die Symptomstärke werden sich - je nach Stärke des Stresses, der auf Sie einwirkt - wahrscheinlich unterscheiden. Um Ihnen dabei zu helfen, finden Sie gleich Stresssymptome, anhand derer Sie sehr genau überprüfen können, welches Ihr Symptommuster ist. Und dieses sollen Sie dann im Anschluss hier festhalten:

4.1 Offizielle Stresssymptomliste

 

Ja, es gibt Sie: Die offizielle Stresssymptomliste, aufgestellt vom American Institute of Stress. Da Sie ab heute konsequent Stress in Ihnen aufspüren sollen, um dieses Buch anwenden zu können, wenn es nötig ist, habe ich Ihnen diese Liste niedergeschrieben. Denn allein in der gesamten Bandbreite zu lesen, was alles auf persönlichen Stress hinweisen könnte, ist höchst beeindruckend:

 

Häufige Kopfschmerzen, Kiefer aufeinanderpressen oder Kiefergelenkschmerzen

Zähneknirschen

Stammeln oder Stottern

Tremor oder Zittern von Lippen oder Händen

Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen

Benommenheit, Schwäche, Schwindel

Ohrgeräusche (Klingeln, Summen, Knallgeräusche)

Häufiges Erröten, Schwitzen

Kalte oder schwitzende Hände oder Füße

Trockener Mund, Schluckprobleme

Häufige Erkältungen, Infektionen, Herpesbläschen

Ausschläge, Juckreiz, Nesselsucht, Gänsehaut

Unerklärliche oder häufige Allergie-Ausbrüche

Herzschmerzen, Magenschmerzen, Übelkeit oder Brechreiz

Häufiges Aufstoßen, Blähungen

Verstopfung, Durchfall, Kontrollverlust

Atembeschwerden, häufiges Seufzen

Plötzliche Panikattacken

Brustschmerzen, Herzstolpern, hoher Puls

Häufiges Wasserlassen

Eingeschränkte Libido oder Sexualität

Übermäßige Angst, Sorgen, Schuld, Nervosität

Erhöhte Wut, Frustration, Feindseligkeit

Depression, Stimmungsschwankungen

Gesteigerter oder verringerter Appetit

Schlaflosigkeit, Albträume, aufwühlende Träume

Konzentrationsschwierigkeiten, Gedankenrasen

Schwierigkeiten, Neues zu lernen

Vergesslichkeit, Unorganisiertheit, Verwirrtheit

Entscheidungsschwierigkeiten/-schwäche

Überforderungs- oder Überwältigungsgefühle

Häufiges Weinen oder Selbstmordgedanken

Einsamkeitsgefühle, Gefühle der Wertlosigkeit

Ungepflegte Erscheinung, Unpünktlichkeit

Nervöse Angewohnheiten, Zappelei, Fußtrappeln

Erhöhte Frustration, Irritierbarkeit

Überreaktionen auf belanglose Belästigungen

Erhöhte Anzahl kleinerer Unfälle

Zwanghaftes Verhalten

Herabgesetzte Leistungsfähigkeit

Ausreden oder Entschuldigungen, um Arbeitseinbußen zu verdecken

Hastiges oder nuscheliges Sprechen

Übertriebene Abwehrhaltung oder Misstrauen

Kommunikationsprobleme, Probleme sich mitzuteilen

Sozialer Rückzug und Isolation

Abgeschlagenheit, Schwäche, Müdigkeit

Häufiger Gebrauch/Missbrauch von rezeptfreien Arzneimitteln

Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust ohne Diät

(Verstärkter) Konsum von Nikotin, Alkohol oder Drogen

Spiel- oder Kaufsucht

 

 

4.2 Ihre Stresssymptome

 

Überlegen Sie nun, welche Symptome Sie an sich selbst erkennen, wenn Sie leichten, mittleren oder starken Stress haben und tragen Sie diese hier ein!

Wenn Sie diese noch nicht bewusst wahrgenommen haben, orientieren Sie sich an der offiziellen Stresssymptomliste und beobachten Sie sich die nächste Zeit. Auf der nächsten Seite können Sie diese festhalten:

 

Symptome bei leichtem Stress:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Symptome bei mittlerem Stress:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Symptome bei starkem Stress:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese zu bemerken und festzuhalten ist umso wichtiger, je weniger gut Sie Ihre eigenen Grenzen wahrnehmen können.

 

Bitte lassen Sie Ihre Symptome einmal von Ihrem Hausarzt untersuchen, um eine körperliche Ursache auszuschließen!

 

 

4.3 Wie Sie mit diesem Buch arbeiten können

 

Sie können dieses Buch sowohl Seite für Seite durcharbeiten oder aber im Moment des größten Stresses gezielt für die Lösungssuche nutzen. Dafür finden Sie am Kapitelanfang jeweils Anwendungsvorschläge für die jeweilige Strategie.

Stress lässt sich nämlich oft auf mehreren Wegen lösen: So können Sie z. B. Ihr Verhalten oder auch Ihr Denken ändern, um Stress zu senken. Ober aber Sie verarbeiten begleitende Gefühle oder ändern Ihre Einstellung. Oder Sie holen sich Hilfe, verändern das Umfeld oder die Fähigkeiten oder, oder, oder …

Bei Akutstress sollten Sie daher erst überlegen, wie sich Ihr Stress wahrscheinlich am ehesten senken lässt. Springen Sie dann ins jeweilige Kapitel:

 

Müssen Sie etwas anderes angehen, um den Stress loszuwerden, sollten Sie im Kapitel „Lösungen durch Veränderung des Verhaltens“ stöbern.

Wenn es helfen könnte, anders über etwas zu denken oder generell das Denken zu ändern, dann wandern Sie zum Kapitel „Lösungen durch Veränderung des Denkens“.

Wenn das Durcharbeiten von Gefühlen helfen könnte, um wieder gelassener zu werden, sollten Sie bei „Lösungen auf Gefühlsebene“ nachschlagen usw.

 

Zusätzlich gibt es noch die Kapitel „Erste-Hilfe Maßnahmen“,

„Den Körper wieder fit machen“, „Lösungen durch Umfeldveränderungen“ und „Gemischte oder ganzheitliche Lösungen“.

Oder aber Sie starten vom Index am Anfang es Buches aus und suchen nach Ihrem Problem – das geht auch.

 

Bereit? Dann geht es jetzt los!

5. Stress bewältigen

5.1 Erste-Hilfe Maßnahmen

 

5.1.1 Hypnotisieren – die Weichen stellen

 

Hypnotische Trance für effektiveres Lernen der Buchinhalte1

 

Bei der Hypnose werden sprachliche Phrasen verwendet, um einen Menschen in einen Trance-ähnlichen, tiefen Entspannungszustand zu versetzen. In diesem Zustand der tiefen Trance werden Anweisungen platziert, welche durch die Umgehung des bewussten Verstandes direkt im Unbewussten verankert werden können. Dadurch steigt die Ausführungswahrscheinlichkeit der platzieren Anweisungen deutlich an. Inzwischen wird Hypnose in vielen Bereichen verwendet, so z. B. zur Raucherentwöhnung und zur Gewichtsabnahme.

Um Menschen in eine hypnotische Trance zu führen, werden spezielle Sprachmuster verwendet. Diese lassen sich auch in Textform nutzen, um heilsame Suggestionen zu platzieren.

Damit Sie aus diesem Buch den größtmöglichen Nutzen ziehen, möchte ich hier zu Anfang - Ihre Zustimmung vorausgesetzt - ebenso Suggestionen nutzen, um Ihr Unbewusstes auf einen maximalen Lernerfolg einzustimmen.

Und während Sie jetzt sicher schon ganz neugierig sind, welche wichtigen Strategien es hier für Sie tief zu verinnerlichen gibt, um mehr Ruhe und Gelassenheit zu finden, sollten Sie sich nun ca. 10 min völlig abschirmen, um den folgenden Text in Ruhe lesen zu können. Setzen oder legen Sie sich dazu still hin und lesen Sie den Text langsam für sich durch2:

 

„Während Sie nun beginnen, dieses Buch intensiv Kapitel für Kapitel zu lesen, müssen Sie jetzt noch gar nicht bemerken, wie sehr Sie mit jeder Seite immer mehr Lösungen für Ihre Probleme, Sorgen und Schwierigkeiten finden werden. Erleben Sie einfach, wie Sie sich auf das Gelesene mehr und mehr einlassen können und dabei immer ruhiger entspannt und entspannt ganz ruhig werden jetzt. Lassen Sie sich überraschen, wie viele neue Strategien Sie bald kennen werden, die sich tiefer und tiefer in Ihrem Inneren verankern werden, sodass Sie Stress und Probleme in Zukunft mühelos schnell und dabei schnell ganz mühelos bewältigen werden. Und unterdessen frage ich mich, wie positiv Sie bald über Ihre Fortschritte berichten können und wie viel gelassene Ruhe oder aber ruhige Gelassenheit Sie mit jeder Seite dieses Buches erhalten haben und Ihrem Leben damit eine völlig neue wunderbare Wendung geben werden - jetzt!“

 

Lassen Sie den Text wirken und kommen Sie anschließend ganz langsam wieder in das Hier und Jetzt zurück!

 

 

 

 

5.1.2 Realisieren – nie war es wichtiger

um Stress und Stressquellen bewusster zu erkennen

Unser modernes Zeitalter bringt viele neue Stress-auslösende Faktoren mit sich. Dass so viele Menschen immer gestresster werden, wundert nicht, denn:

 

Wir leben im Zeitalter der Prozessor-Steigerung, des Controllings und des Qualitätsmanagements: In Betrieben haben wir fast keine Vornamen mehr, sondern nur noch Nachnamen und Personalnummern. Dahinter Kennziffern, die unsere Effektivität - pardon: unsere „Belastbarkeit“ – beschreiben (- wobei „Belastbarkeit“ schon „belasten“ voraussetzt, denn sonst könnte man es nicht messen). Die Frage ist nur: Wo und was ist die Referenz? Das Guinnessbuch der Rekorde?

 

„Ineffektiv“ beginnt dabei gleich unter 100 %. Dass wir zu 90 % effektiv sind, wird übersehen. Denn keine 100 % - oder besser noch darüber - heißt „Latte gerissen“. Das Schlimme ist, dass wir diese Anforderung, die ehemals nur von außen an uns gestellt wurde, inzwischen zu einem Teil von uns gemacht haben. Dadurch haben wir nun unseren eigenen inneren Controller, der uns in Ruhephasen ganz ohne fremde Hilfe anschreit: „Du bist ineffektiv!“.

 

Jeder noch so kleine Arbeitsschritt ist inzwischen durch nachhaltiges Controlling hart getaktet, jeder Ablauf ist durch übertriebenes Qualitätsmanagement genormt und stets genau gleich durchzuführen. Wehe dem, der diese Zeit- und Arbeitsvorgaben nicht schafft!

 

Hilflos glauben wir daher, uns wie Computer weiter steigern zu können: Wir versuchen die „Prozessorleistung“ durch noch mehr Input zu steigern - heißt, länger und mehr zu arbeiten. Wenn der „Prozessor überhitzt“, gibt es externe Kühlung, – heißt dem schwächelnden Gehirn werden Medikamente zugeführt und weitere Aufputschmittel tun ihr übriges. Sofern die Leistung immer noch nicht reicht, wird die Arbeit durch das Wunder der Technik zusätzlich entgrenzt und wir kommunizieren nach Feierabend auch noch per Messenger. Ist dann alles innerlich überhitzt, ist das auch kein Problem: Wir packen öfters mal ein Glas Rotwein und Nahrungsergänzung obendrauf und schon wird es „cooler“. Und falls die Laufzeit und die Performance immer noch nicht reichen, verschieben wir einfach den Feierabend noch weiter nach hinten, streichen die Freizeit komplett und stürzen uns fröhlich zusätzlich ins multiple Multitasking. Denn Adrenalin und Cortisol machen vorübergehend (!) ja auch so leistungsfähig3 …

 

So befinden sich die meisten Mitarbeiter im konstanten Dauer-Angriffsmodus - sehr treffend als Hamsterrad bezeichnet. Um zu gefallen, segeln Sie hart an der Grenze des gerade noch Machbaren vorbei, bis das Burnout mit Depression irgendwann zur Zwangsentspannung zwingt – Gekündigt-Werden wegen fehlender Belastbarkeit inklusive …

 

Darüber hinaus leben wir im Zeitalter der multiplen Rollen: Die Frau soll perfekte Mutter, voll engagierte Mitarbeiterin oder besser noch Führungskraft, Hausfrau, karrierefähig und die perfekte Partnerin und Liebhaberin mit den Modelmaßen 90-55-80 sein. 100-100-130 ist nicht gefragt - und wird auch gleich hinterfragt! Der Mann soll als Pendant Führungspersönlichkeit, liebevoller und fürsorglicher Vater und Partner, mitputzender Hausmann, draufgängerischer Liebhaber, Charmeur und auch noch stark und weich sein. D. h., jeder müsste mindestens fünf Klone von sich besitzen, um den Anforderungen und Erwartungen annähernd gerecht werden zu können.

 

Wir leben auch im Zeitalter der Haltlosigkeit: Wir haben keinen stabilen Glauben mehr und wenn der eine nicht passt, dann nehmen wir halt einfach den nächsten oder haben eben gar keinen mehr. Außerdem sollen alle Bedürfnisse befriedigt und ausgelebt werden. Wieso Prinzipien oder Einschränkungen haben, wo doch alles möglich ist? Alles muss probiert und gelebt werden, sonst gehört man nicht zu den Gewinnern, sondern den Verlierern. Gleichzeitig werden wir immer mehr zur Singlegesellschaft. Ohne stützende Großfamilie im Rücken und ohne echte liebevolle Körperkontakte und mit zu vielen Ultra-Kurzzeit-Begegnungen verkümmern wir seelisch immer mehr.

 

Wir leben in einer Zeit, wo Dankbarkeit für das eigene Da-Sein und So-Sein gar nicht mehr gefühlt wird und ohnehin alles wie selbstverständlich erscheint.

 

Wir leben in dem Zeitalter, wo Menschen seltener Existenzängste im Sinne von „die nächste Woche habe ich nichts mehr zu essen“ haben. Doch trotzdem spüren wir allerlei Existenzängste, weil uns der Vergleich, was außerdem „gehen könnte“ ständig im Nacken sitzt und dieser gefühlte Mangel uns massiv bedroht.

 

Wir leben in einer Zeit des Reiz-Overkills, wo absolute Stille körperlich wehtut. Wir versuchen, uns diesen Zustand zu ersparen, indem wir uns gleich wieder ablenken und mit dem Handy beschäftigen.

 

Wir leben im Zeitalter der Unkontrollierbarkeit und Unsicherheit: Was heute gilt, gilt morgen vielleicht schon nicht mehr. Das Kartenhaus, das heute noch steht, ist morgen vielleicht schon zusammengefallen. Wie sollen wir uns schützen? Und wie können wir sichergehen, dass das, was wir heute tun, morgen auch noch das Richtige ist?

 

Wir leben im Zeitalter, wo wir vor lauter Geschwindigkeit und To do’s und mithalten wollen vergessen zu atmen, ausgewogen zu essen und ausreichend Wasser zu trinken.

 

Und wir leben im Zeitalter der „correctness“: Wir müssen die richtige Wortwahl finden, bevor wir etwas aussprechen. Emotionales Gebaren für Spannungsabbau ist dabei ein absolutes No Go. Und es gibt das „ich-ok – Du-ok“ - Gebot: Sicher sehr wichtig, artet aber in viel sachlicher Ausdiskutiererei aus. Gelingt es nicht, vollkommen sachlich zu bleiben, fühlen wir uns schlecht. Wenn emotional, dann bitte nur sprachlich neutral auf den Punkt gebracht! Dies haben wir schon so sehr verinnerlicht, dass die dahinterliegenden Gefühle und Emotionen gar versachlicht und neutral erlebt oder als schädlich verdrängt werden, sodass wir sie nicht einmal mehr wahrnehmen können.

 

Wir leben in einer Zeit der Emotionsüberfrachtung, weil uns die Medien von außen mit allerlei Gefühlen und Gefahren konfrontieren. Und unsere Spiegelneurone4bilden diese in uns ab, ob wir wollen oder nicht. Gleichzeitig müssen aber die auftretenden Emotionen wieder verdrängt werden, weil Emotionalität als „schlecht“ einzustufen ist (siehe correctness). D. h., wir haben eine permanente Kraftinvestition, um auftretende Gefühle in Schach zu halten, werden aber dennoch permanent damit konfrontiert, obwohl wir eigentlich gar nichts mehr fühlen wollen.

 

Wir leben in einer Zeit des Pessimismus, weil Medien das “Böse” (Schlechte) ausschlachten. “Gutes” steht nur klein gedruckt auf Seite 5 oder wird mangels Einschaltquoten nicht gesendet. Wir lassen uns bewusst mit den somit hervorgerufenen Ängsten und Befürchtungen vom eigenen Stress und Unwohlsein ablenken und strapazieren damit wieder unsere Spiegelneurone. Zugegeben: Realismus ist wichtig und zum Eigenschutz sehr sinnvoll. Aber müssen wir uns jede statistisch gesehen eher geringe Bedrohung in der vollen Bandbreite reinziehen?

 

Wir leben in einer Zeit des öffentlichen Castings und Assessment, wo großartige Talente wegen Kleinigkeiten von einem nur minimal großartigeren Talent übertroffen werden und damit als Verlierer stigmatisiert und gechasst werden.

 

Wir leben in einer Zeit des Fressen-oder-Gefressen-Werdens, oder anders gesagt: Zwischen arm (schlecht?) und reich (glücklich?). „Viel Geld zu haben“ hat den größten Stellenwert erhalten und nur das wird als „das größte Glück“ verkauft.

 

Wir leben im Zeitalter der Guinness-Rekorde und des Multi-Tasking und dadurch verschobener Messlatten.

 

Wir leben in einer Umwelt, wo eigentlich vieles schon kaputt ist und wir spüren längst unbewusst, dass das bedrohlich werden könnte. Doch lähmt das alltägliche Pensum so sehr, sodass wir es nicht schaffen, endlich aufzustehen und aufzuschreien, geschweige denn etwas zu verändern.

 

Wir leben in einer Zeit der virtuellen Fast Food-Kontakte in Social Networks, mit überbordender Informationsüberladung, verzerrter Selbstdarstellungen der anderen und ihrer Lob-Hudelei auf Alltägliches.

 

Wir leben in einem Zeitalter der Hektik, wo allen Tätigkeiten QM5-Zeitfenster zugeordnet werden. Fehler werden sofort offensichtlich und meist auch öffentlich gemacht.

 

Wir leben im Zeitalter des Kunstlichts und der künstlichen Belüftungen. Keim-verseuchte Belüftungsanlagen und Blaulicht stehen noch nicht mal auf der gedanklichen Gesundheitsrisikenliste …

 

Wir leben im Zeitalter der Gewinnmaximierung – quasi das MiniMax-Zeitalter: Am besten nichts investieren, aber so viel wie es geht herausholen. In Unternehmen herrscht inzwischen leider oft nur noch die Devise: „Die Kuh soll nur gemolken, aber bloß nicht gefüttert werden!“.

 

Leistungen werden dadurch nur noch in Kennziffern dargestellt und „gerankt“6. Darüber hinaus „ranken“ wir uns inzwischen z. B. über die Zahl der Instagram-Follower selbst.

 

Wir leben immer noch in einer Zeit, wo„nicht-getadelt Lob genug“ sein soll.

 

Wir leben in einem Zeitalter des Fortschritts und können heute mit 40 mit den technischen Neuerungen und Möglichkeiten kaum noch Schritt halten - obwohl wir alles geben, um das zu bewerkstelligen. Wie fühlt sich das für uns demnächst als 60-Jährige erst an?

 

Wir sind eine Generation Global-Nomaden: Überall kann das Glück gefunden werden, doch wo sollen wir anfangen zu suchen? Oder sind wir dann da auch „falsch“ oder haben wir es dann da getroffen? Wo sollen wir hingehen, um das Glück zu finden, wenn wir überall hingehen könnten?

 

… Puh! In der Summe festgehalten, ein sehr düsteres Bild. Und das sind allein die äußeren Stressoren. Innere Konflikte, ungünstige Prägungen und Glaubenssätze habe ich dabei noch nicht einmal aufgeführt ... kein Wunder, dass alle immer gestresster werden!

 

Doch bei allem Mithalten-wollen-Anspruch vergessen wir eines: Das, was in der Technik funktioniert, funktioniert keineswegs beim Menschen. „Höher, schneller, weiter“ funktioniert bei ihm nicht. Denn ein Mensch hat Grenzen und Gefühle. Und diese werden sich zu diesem Verhalten und diesen ganzen Unwägbarkeiten und Irritationen früher oder später melden. Und wenn Gefühle aus Zeitmangel kein Gehör bekommen oder der Einfachheit halber von der Hauptplatine (dem Bewusstsein) verbannt werden, werden diese „Viren installieren“, irgendwann das System hacken und die Kontrolle übernehmen. Dies wird zunächst einige kleine Systeme lahmlegen (wie den Rücken, den Magen, den Darm, den Schlaf …), später jedoch auch größere und irgendwann kommt es zum Crash (Burnout) …

Wir sind keine uniformen, unbegrenzt steigerbaren Maschinen, sondern ein Super – Sondermodell! Uns gibt es nur einmal auf dieser Welt, es wird niemals jemanden mehr genau wie uns geben und es gab auch noch nie so einen. Wir sind besonders, mit Stärken und auch Schwächen, mit Ecken und Kanten.

 

Und mal ganz ehrlich: Hängen sie sich weiße, absolut makellose Leinwände auf?

Oder bevorzugen Sie Bilder, die durch bestimmte individuelle Strukturen und Farben einzigartig sind? Ja? Ich auch!

 

Wir sind das Einzige, was wir im Zweifelsfall haben und wir haben die Pflicht, auf dieses einzigartige Kunstwerk gut aufzupassen. Also fangen Sie jetzt damit an!

 

 

Merksätze:

 

Höher, schneller, weiter – dafür überfordert, depressiv, allein, kaputt.

Nicole Teschner

 

Die Menschheit seufzt, halb zermalmt unter der Last der Fortschritte, die sie gemacht hat.

Henri Bergson

 

Die Größe eines „Fortschritts“ bemisst sich sogar nach der Masse dessen, was ihm alles geopfert werden musste.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

 

 

 

 

5.1.3 Ventilieren – atme!

Allgemeines Stressmanagement, zum Stressabbau, Angstabbau

Das Erste, was reflexhaft bei Stress angewendet werden sollte, ist die Atemberuhigung, damit die Lunge gleichmäßig ruhig und tief belüftet wird. Denn bei Stress läuft die Atmung für gewöhnlich als Erstes und immer (!) aus dem Ruder und es wird viel zu hastig und flach geatmet oder sogar die Luft angehalten.

Diese „Schnell-Atmung“ als Folge von Adrenalin soll dazu dienen, den Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen, weil ja eventuell ein Angriff oder eine Flucht nötig wird. Meistens greifen wir aber nicht an und flüchten auch nicht, sodass das veränderte Atmen ins Leere läuft. Im schlimmsten Fall kommt es bei Stress und Panik sogar zur Hyperventilation, d. h. zu übermäßigem Atmen. Dadurch wird Kohlendioxid zu schnell und zu viel abgeatmet und als Folge verschiebt sich der Blut-pH-Wert im Körper. Dies bewirkt dann viele höchst markante, als sehr unangenehm empfundene Körpersymptome (z. B. eine Pfötchenstellung der Hände und einen Fischmund, Kribbeln in Körper) und auch Veränderungen in der Wahrnehmung (z. B. Schwindelgefühle). Im schlimmsten Fall kommt es sogar zu einer sogenannten Panikattacke.

 

Doch diese Stress-Atmungs-Kopplung können wir zur Stressbewältigung einsetzen:

 

In unserem Körper gibt es stets rückgekoppelte Regelkreise. Das bedeutet, dass das Gehirn Stresssignale in das System aussendet. Gleichzeitig misst es aber auch über die Art und Weise, wie der Körper agiert, wie stark der Stress im Außen ist und reagiert wiederum darauf.

Diesen Zusammenhang können wir nutzen: Durch eine konsequente Beruhigung der Atmung wird dem Gehirn zurückgemeldet, dass die Gefahr vorüber ist, und in der Folge beruhigt das Gehirn die Atmung wieder usw. Das Ergebnis ist dann schließlich die Beruhigung des Gesamtsystems und der Körper entspannt sich.

Um dies zu schaffen, sollten Sie zunächst auf eine tiefe Bauchatmung achten. Denn nur bei Entspannung wird für gewöhnlich tief in den Bauch hinein geatmet. Hilfreich ist es auch, beim Ein- und Ausatmen zu zählen, um das Atmen zu verlangsamen (z. B. beim Einatmen langsam bis 5 zählen, beim Ausatmen ebenfalls und das Ganze fünfmal wiederholen). Gerade bei beginnender Panik hat sich eine Lippenbremsen-Atmung sehr bewährt: Bei dieser wird zwischen den Lippen bewusst nur ein kleiner Spalt zum Ausatmen gelassen. So wird das Ausatmen künstlich verlängert, was allmählich zur Beruhigung führt. Dies kann auch sehr unauffällig z. B. im Arbeitskontext angewendet werden.

Eine Lippenbremsen-Atmung ist auch bei Hyperventilation eine einfache Technik, um das zu schnelle Abatmen von Kohlendioxid zu vermeiden. Auch das vorübergehende Ein- und Ausatmen in eine Butterbrottüte hilft, um die Kohlendioxid Konzentration im Körper wieder zu steigern und den Blut-pH-Wert wieder zu normalisieren. Dadurch lassen die unangenehmen Hyperventilationssymptome und Panik oft schnell wieder nach.

 

Die Atmung ist also eine sehr wichtige Stellschraube bei Stress! Nutzen Sie diese als Erstes zur Stressbewältigung!

 

 

Merksätze:

 

Bist Du gestresst, atme! Und atme umso langsamer, je gestresster Du bist!

 

Atmen soll gesund sein!

Unbekannt

 

Wer Hass und Verachtung in der Seele trägt, ist schwer belastet und kann nie frei aus sich atmen.

Berthold Auerbach

 

 

 

 

5.1.4 Reflektieren – was ist denn da?

Allgemeines Stressmanagement, Psychohygiene, Stressabbau, starke Gefühle

Um Stress loszuwerden, brauchen Sie Zeit zum Reflektieren und Fühlen. Denn viele Probleme und Stresszustände können Sie lösen, wenn Sie sich regelmäßig um das achtsame Wahrnehmen Ihres Inneren und Ihrer Gefühle kümmern. Gleich einem Motor, der regelmäßig gekühlt werden muss, lebt unsere Psyche nämlich davon, dass Emotionen und Gefühle regelmäßig gefühlt werden.

Weil die Welt um uns herum jedoch so überaus schnelllebig und medial überfrachtet ist, findet sich dafür aber immer seltener die Zeit und entstandene Gefühle müssen bis zur Verarbeitung als bedeutende Informationslieferanten chiffriert zwischengelagert werden.

---ENDE DER LESEPROBE---