• Herausgeber: Westend
  • Kategorie: Lebensstil
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2012
Beschreibung

Fußball, Fußball über alles Ein Tag im Spätsommer 2012, ein Wohnzimmer in Düsseldorf, eine Expertenrunde, die einen ganzen Nachmittag über die drängenden Fragen der Deutschen und ihren Lieblingssport diskutiert. Verdienen Fußballspieler zu viel Geld? Regiert der Kommerz den Fußball? Oder die Medien? Außerdem erfahren Sie: Wie Harald Schmidt Talkshows besetzen würde, welche Stadionnamen Manni Breuckmann mag, warum Gregor Gysi bei Claudia Roth nur auf der Ersatzbank sitzt und Uli Hoeneß gern mit Schmidt und Roth eine Regierung bilden würde. Ein offener Schlagabtausch jenseits von Viererkette und Abseitsfalle, kritisch, immer unterhaltsam, witzig und erhellend. Die Themen: Spielergehälter - angemessen oder überzogen? +++ Rassismus auf und neben dem Spielfeld +++ Frauenfußball +++ Dürfen Profis schwul sein? +++ Die Macht des Kapitals - auch im Fußball? +++ Millionen für Übertragungsrechte - wer zahlt die Zeche? +++ Gehören Politiker in Stadien? +++ Fußballspieler - Vorbild oder Marionette? +++ Europa, die Bayern und Dortmund +++ Moloch FIFA +++ Fußballsöldner - Kohle über alles? +++ Übermensch Fußballer - bloß keine Schwäche zeigen +++ Gewalt in den Stadien usw.

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Seitenzahl: 197

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Fußballgipfel

Manni Breuckmann,

Harald Schmidt,

Uli Hoeneß und

Claudia Roth

reden über eine

Nebensache

Mehr über unsere Autoren und Bücher:

www.westendverlag.de

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese

Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über .http://dnb.d-nb.deabrufbar.

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

ISBN 978-3-86489-032-1

© Westend Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2012

Fotos im Innenteil: © Frank Reimann bzw.

Susanne Grüger-Breuckmann (Seite 14, 53, 107)

Satz: Publikations Atelier, Dreieich

Druck und Bindung: CPI – Clausen & Bosse, Leck

Printed in Germany

Inhalt

Vorwort

Alles so schwäbisch hier – Vorstellungsrunde

Erste Spielrunde: Mannschaftsaufstellung

Fußballbekloppt – von Businessseats und Bratwurstkurven

Zweite Spielrunde: Wofür steht …?

Marktwirtschaft kontra Volkskultur? Fußball und Kommerz

Im gleichen Boot? Die Rolle der Medien

Dritte Spielrunde: Schnellschuss

Taliban mit Pyros? Die neue Fangewalt

Zwischen Würger und Weichei – Profis im 21. Jahrhundert

Schweini und sein Badetuch – die innige Verbindung von Politik und Fußball

Vierte Spielrunde: Mein Spiel der Spiele

Vorwort

Liebe Fußballfreundin, lieber Fußballfreund,

haben Sie schon mal versucht, mit dem Papst, Obama und Veronica Ferres einen gemeinsamen Interviewtermin zu finden? Okay, auch ich hatte noch nie dieses Himmelfahrtskommando (Achtung: Wortwitz!), dachte mir aber: Bei Claudia Roth, Uli Hoeneß und Harald Schmidt wird es ähnlich schwer bis unmöglich. Wurde es aber nicht. Meine drei Gäste waren von der ersten Sekunde an von unserem gemeinsamen Projekt überzeugt, und der Termin war ratzfatz fixiert. Es handelte sich um den 21. August 2012, den Tag, an dem sich die angesammelte Düsseldorfer Schwüle entschloss, meine Wohnung zu kapern. Wir haben geschwitzt wie Sau, aber keiner murrte, alle haben in vorzüglicher Kondition fast sechs Stunden durchgehalten. Tiefen Dank dafür!

Der Fußballgipfel wurde erklommen von Gipfelstürmern, die allesamt Zugang zum Fußball haben, aber – und das ist der Reiz des Buches – aus vollkommen unterschiedlichen Perspektiven: Uli Hoeneß, »die Mutter aller Manager« (Karl-Heinz Rummenigge), Harald Schmidt, das intellektuelle Lästermaul, und Claudia Roth, die rastlose Kämpferin für die Umwelt und die Benachteiligten in der Welt des Fußballs. Es wurde naturgemäß kein Fachgespräch über taktische Feinheiten und Spielsysteme. Harald Schmidt entpuppte sich als Vertreter der alten Lorant-Schule: Er will Blut sehen. Und Claudia Roth gab mehrfach zu erkennen, dass ihr schöne Männerkörper im Fußballsport viel bedeuten. Als ich mich allerdings daranmachte, die Auswüchse des Kommerzes zu geißeln und für die Interessen der entrechteten Massen in den Stadionkurven zu kämpfen, stand ich oft allein gegen drei. Eine Herausforderung, der ich mich mannhaftwestfälisch stellte.

Keinerlei Probleme ergaben sich aus der landsmannschaftlichen Zuordnung der Diskutanten. Alle stammen sie aus dem Schwabenland – Roth und Hoeneß aus Ulm, Schmidt aus Neu-Ulm –, aber keiner von ihnen versuchte etwa reflexhaft, meine Treppe zu kehren. Und dann stellte sich auch noch heraus, dass die Grünen-Chefin und der Bayern-Präsident über fünf Ecken miteinander verwandt sind. Wie diese verwandtschaftliche Beziehung zusammenhängt, habe ich allerdings bis auf den heutigen Tag nicht verstanden.

So wurde es trotz unterschiedlicher Sachpositionen eine menschlich-harmonische Diskussionsrunde. Wir haben kaum ein Thema ausgelassen, sprachen über die Gründe für die Faszination des Fußballs, über das große Geld, über die smarten jungen Profis im 21. Jahrhundert, über die Fans, die Medien und über die politischen Dimensionen des Fußballspektakels. Und wir haben viel gelacht. Zwischendurch reichte mein Kumpel Peter Nikolay vom Landhaus Nikolay in Schermbeck kleine Köstlichkeiten aus der Sommerküche. Ohne meine Frau Susanne wären die logistischen Fragen rund um den Fußballgipfel und das Problem der angemessenen Getränkeversorgung ungelöst geblieben. Und die Sklavenarbeit der Übertragung des gesprochenen Wortes in lesbares flüssiges Deutsch wäre ohne die tätige Mithilfe von Markus J. Karsten und Rüdiger Grünhagen vom Westend Verlag nicht möglich gewesen.

Am Ende gab’s Pralinen mit den Konterfeis aller Diskutanten, hergestellt von Manni Oomen aus Kempen, dem besten Pralinenmacher westlich des Urals. Mit angemessenen Füllungen: Pistazie-Marzipan für Claudia Roth, sehr schön grün, Erdbeer-Chili für Harald Schmidt wegen seiner Scharfzüngigkeit und Champagner für Uli Hoeneß für die nächste Meisterfeier. Wobei mir die Bemerkung herausrutschte, dass die Pralinen ja gar keine drei Jahre halten. Diese Unbotmäßigkeit am Ende der heißen Veranstaltung wurde mir aber gnädig verziehen. Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, wünsche ich nun eine überbordende Erkenntnisvermehrung und viel Spaß bei der Lektüre dieses ungewöhnlichen Gesprächsprotokolls. Ich jedenfalls hatte erstens viel Arbeit, zweitens aber auch überdurchschnittlich viel Vergnügen.

Mit sportlichen Grüßen

Ihr Manni Breuckmann

Alles so schwäbisch hier – Vorstellungsrunde

Breuckmann: Herzlich willkommen. Dies ist der Beginn des Düsseldorfer Fußballgipfels. Wegen des Stadtteils, in dem wir uns hier versammelt haben, könnte auch von einem Ludenberger Gipfel gesprochen werden. Was ich jedoch nicht besonders prickelnd finde. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, dass diese Konferenz einmal »historisch« genannt werden wird. Eins steht schon jetzt fest: Mit Blick auf die Prominenz der Teilnehmer stehen wir ganz in der Tradition der großen G-20-Gipfel …

Roth: … weil dabei nichts rauskommt?

(Gelächter)

Schmidt: … und hoffentlich gibt’s keine vorschnellen Pressekonferenzen!

Breuckmann: Was uns von den politischen Gipfelveranstaltungen unterscheidet: Wir haben nicht schon vorab durch subalterne Kräfte ein Kommuniqué formulieren lassen. Beim Gipfel in Mexiko war es ja so, dass alle gegen Merkel standen. Keine Angst, Claudia Roth, wir werden uns heute nicht gegen Sie als die einzige Frau am Tisch zusammenrotten.

Roth: Ich bin ja auch nicht Merkel.

Breuckmann: Es fehlt auch das obligatorische Damenprogramm, das ersetzen wir durch einige Anmerkungen zum Frauenfußball und zur zunehmenden Präsenz der Frauen in den Fußballstadien. Es wird keine reine Fußballfachdiskussion werden, und wenn jemand den Eindruck hat, das wird mir jetzt zu fachspezifisch, dann sollte er sofort den Finger heben. Dieses Gespräch wird von den höchst unterschiedlichen Blickwinkeln der Diskutanten leben: Uli Hoeneß, ein Geschöpf des Fußballs, ein Kind der fünfzigjährigen Bundesliga, Spieler, Manager, Präsident, verehrt als eine Art Fußballgott …

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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