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Gartenwissen kompakt erklärt: Durchstarten mit dem Hochbeet und den besten Tipps und Tricks von den Stadtgärtnern
Wer schnell und einfach wissen will, wie das eigene Hochbeet ertragreich bewirtschaftetwerden kann, wird mit den Anleitungen und Beetideen der Stadtgärtner bestens versorgt. Auf64 Seiten werdengeballtes Hochbeet-WissensowieGartenpraxisversammelt. Von Bau und Anlage des Hochbeets bis hin zu Aussaat und Pflegewird alles anschaulich erklärt. Genießer können sich fünf Beete zu Themen wie "Naschbeet", "Salatglück" oder "Grillmeister" anlegen, die das ganze Jahr frische Produkte liefern.
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Seitenzahl: 83
Veröffentlichungsjahr: 2025
Hochbeet
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Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.
EIN E-BOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER
1. Auflage 2025
© 2025 Edition Michael Fischer GmbH, Donnersbergstr. 7, 86859 Igling
Covergestaltung und Layout: Zoe Mitterhuber, Sabine Mayr
Redaktion und Lektorat: Corrina Scherr, Ulrike Hanninger
Satz: Lena Albert, Svenja Kuhn
Herstellung: Hannah Wagenhäuser
Text: Lotta Repenning, die Stadtgärtner
Lektorat: Stefanie Syren, Freising
Fotos: Robert Schlossnickel, Hamburg (www.robertschlossnickel.de), mit Ausnahme der folgenden: © S. Birkelbach/Shutterstock (Cover), © Serge Cornu/Shutterstock (S. 4), Sandra Jägers (S. 20 und 21), © Martina Unbehauen/Shutterstock (S. 26), © Patrick Daxenbichler/Shutterstock (S. 27)
Illustrationen/Shutterstock: Obst- und Gemüse: © Epine, © Komarova Svetlana, © Marharyta Kovalenko, © MicroOne, © Nikiteev_Konstantin, © Quilli, © shooart, © Svesla Tasla, © Victoria Sergeeva, © Yevheniia Lytvynovych, Designelemente: © Abstractor, © Charunee Yodbun, © Nikitina Karina, © Polina Valentina, © Ton Photographer 4289 (Hintergrund S. 3, S. 19, S. 31), © Uniyok (S. 3, S. 19, S. 31)
ISBN: 978-3-7459-2905-8
www.emf-verlag.de
Vorwort
Gartenwissen
Sieben Vorteile eines Hochbeets
Hochbeet Crashkurs
Die perfekte Planung
Das kleine Garten-Wiki
GartenPraxis
DIY Palettenrahmenbeet
Die Pflanzzeit beginnt
Pflanzenpflege
Nach der Saison ist vor der Saison
Ran ans Beet
BeetPläne
Salatglück
Naschbeet
Kleiner Italiener
Fuddern wie bei Muddern
Es gibt so viele gute Gründe zum Gärtnern. Die frische Luft zum Beispiel oder die reiche Ernte. Genau zu wissen, wo das Gemüse herkommt, und die Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, sind ebenfalls gute Argumente, um jetzt gärtnerisch aktiv zu werden. Vor allem ist eines ganz sicher: Gärtnern ist gut für die Seele!
Wenn du bisher Ausreden vorgeschoben hast wie „Ein Garten macht zu viel Arbeit”, „Ich habe aber nur so wenig Platz” oder „Ich habe leider keine Ahnung vom Gärtnern”, dann gibt es jetzt, da du dieses Buch in den Händen hältst, keine Entschuldigung mehr. Denn das Hochbeet präsentiert sich als die ultimative Lösung! Klar, einen Garten oder eine Fläche zum Aufstellen der Hochbeete braucht man schon. Aber dann erweist sich ein Hochbeet als äußerst empfehlenswert. Der Clou ist nämlich: Mit einem Hochbeet erzielst du auf kleinstem Raum den höchstmöglichen Ertrag. Nette Nebeneffekte: Die Arbeit ist vergleichsweise überschaubar, die Arbeitshöhe äußerst bequem und dank der vorbereiteten Beetideen ist die Bepflanzung ein Kinderspiel! Denn der Plan für die richtige Pflanzenauswahl wurde bereits für dich gemacht. In diesem Buch werden vier Hochbeete vorgestellt, die du direkt umsetzen kannst.
Du liebst aromatische Pasta? Oder doch lieber einen knackigen Salat? Den Winter überlebst du nicht ohne Schränke voller Einmachgläser? Oder bist du eher der Typ Naschkatze? Egal, wonach dir der Sinn steht: In diesem Buch findest du garantiert die passende Gestaltungsidee für dein Hochbeet!
Also, Gummistiefel anziehen und dann ran ans Beet! Auf dich wartet ein tolles Jahr voller Gartenfreuden und mit einer reichen Ernte!
Jeder, der schon einmal auf Knien robbend seinen Garten von Unkraut befreit hat, weiß: Gärtnern kann ganz schön auf den Rücken gehen. Nicht so das Gärtnern in einem Hochbeet! In aufrechter Haltung kannst du ganz bequem im Beet buddeln.
Ein Hochbeet kann überall aufgebaut werden! Im Garten, auf dem Kiesweg, auf der Steinterrasse oder auch auf dem Balkon. Selbst gebaute Hochbeete können passgenau gezimmert werden. Die Hochbeete in diesem Buch entsprechen mit 120 x 80 cm genau der Größe einer Europalette.
Zum Stil deines Gartens passend ausgesucht, wertet ein Hochbeet die Umgebung optisch auf. Wenn dann die ersten frischen Kräuter und Salatblätter sprießen, überzeugt das Hochbeet nicht nur durch knackiges Gemüse, sondern auch durch den dekorativen Charakter im Garten! Als Sichtschutz verdeckt es außerdem den Komposthaufen oder schützt dich vor neugierigen Nachbarn.
Durch die verschiedenen Schichten im Inneren des Beets stellt sich von ganz alleine der Prozess der Kompostierung ein, und es entsteht Wärme im Beet. Weil diese „Heizung“ den Pflanzen unabhängig von der Außentemperatur Wärme spendet, kannst du mit dem Gärtnern im Hochbeet schon im Vorfrühling beginnen und musst erst im Winter damit aufhören!
Allein durch die Höhe bietet ein Hochbeet Schutz vor Schädlingen. Ein engmaschiges Drahtgeflecht am Boden des Hochbeets hält Wühlmäuse davon ab, von unten ins Beet zu kriechen. Schnecken werden durch ein Schneckenblech um den Rand des Hochbeets abgewehrt. So bleiben die unwillkommenen Gäste garantiert fern!
Mit einem Hochbeet schaffst du die perfekte Grundlage für eine reiche Ernte. Der Boden steckt voller wichtiger Nährstoffe, Wärme kann gut gespeichert werden, und übermäßiges Regenwasser fließt problemlos nach unten hin ab.
Weil du den Prozess von Beetvorbereitung über Anbau, Pflege und Düngung bis hin zur Ernte selbst in der Hand hast, kannst du dir immer sicher sein: Dein Gemüse ist durch und durch bio. Das schmeckt man auch!
Material
Pro
Contra
Holz
auch preisgünstig erhältlich (Kiefernholz)
einfacher Auf- und Abbau
individuelle Gestaltungsmöglichkeiten mit Farbe
relativ kurze Lebenszeit von einigen Jahren
muss zum Schutz vor Feuchtigkeit regelmäßig mit Holzlasur behandelt werden
Kunststoff
gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
sehr witterungsbeständig
einfacher Transport, da leichtes Material
große Auswahl an Zubehör (z. B. Schneckenschutz)
leichte Montage, da als Baukasten oder „aus einem Guss“ erhältlich
sieht meist nicht besonders schön aus
in der Regel nicht nachhaltig bei Produktion und Entsorgung
Stein/Beton
sehr langlebig
kann dem Umfeld angepasst werden, Aufbau auch in Hanglage möglich
aufwendig im Auf- und Abbau
sollte gut geplant sein, da praktisch unverrückbar
meist teuer
benötigt ein frostsicheres, ausreichend tiefes und tragfähiges Fundament
Metall
sehr langlebig
stylisches Aussehen: Rohstahlplatten bilden schnell eine schöne rostfarbene Patina
Metallwände müssen unbedingt mit Styroporplatten/Styrodur isoliert werden, sonst besteht die Gefahr, dass die Wurzeln bei Sonneneinstrahlung verbrennen
Materialkombination
noch vorhandenes Material sinnvoll nutzen
kreative, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten
stylisches Aussehen: Mix aus Holz und Metall
man muss selbst aktiv werden
benötigt etwas Zeit und Aufwand in Planung und Aufbau
Die meisten Gemüse und Kräuter brauchen viel Licht. Deshalb solltest du für dein Hochbeet einen vollsonnigen Standort auswählen und das Beet in Nord-Süd-Ausrichtung aufstellen. So beschatten sich die Pflanzen in den Reihen nicht gegenseitig. Büsche und Bäume ringsherum, die die Sonne verdecken, solltest du auf jeden Fall vor der Gartensaison zurückschneiden.
Dein Hochbeet füllst du mit System und unterschiedlichen Schichten. Weil du dafür Gartenabfälle und Grünschnitt wie Zweige und Äste brauchst, füllst du das Hochbeet am besten im Frühjahr oder Herbst. Der Grundsatz lautet: Die Füllung sollte nach oben hin immer feiner werden.
Starte mit grobem Material wie Baum- und Heckenschnitt. Äste, Zweige, verblühte Sonnenblumen und Staudenstängel bilden eine gute Drainage. Sie verhindert, dass sich am Boden Wasser ansammelt und es zu Staunässe kommt. Klettere zwischendurch ruhig mal ins Beet und verdichte diese Schicht mit deinen Füßen. Dann sackt der Beetinhalt später nicht zu sehr zusammen, wenn das Material nach und nach verrottet. Diese grobe Schicht sollte rund 35 cm dick sein.
Die mittlere Schicht sollte etwa 20 bis 30 cm dick sein und aus angerottetem Kompost, Laub und Rasensoden bestehen. Der Kompost darf noch einige gröbere Stücke beinhalten. Auch Häckselgut kann hier verwertet werden. Durch die kontinuierliche Zersetzung der mittleren Schicht werden immer wieder Nährstoffe freigesetzt.
Jetzt kommt verrotteter Kompost, gemischt mit Pflanzenerde, auf dein Hochbeet. Diese Schicht sollte etwa 20 cm dick sein.
Zum Schluss füllst du dein Hochbeet bis etwa 10 cm unter den Rand mit guter Pflanzenerde.
Tipp
Du hast nicht genug Füllmaterial zur Hand? Dann frag Nachbarn, Bekannte oder den nächstgelegenen Kleingartenverein. Viele Leute sind dankbar, wenn sie den Rückschnitt und andere Grünabfälle umsonst loswerden. Den Kompost kann man bei den örtlichen Kompostieranlagen oft günstig kaufen.
In erster Linie entscheidet das Material über die Lebensdauer deines Hochbeetes. Während Stein praktisch für die Ewigkeit ist, verwittert und zersetzt sich Holz mit der Zeit. Trotzdem kannst du natürlich einiges tun, damit dein Beet länger hält.
Entferne regelmäßig Schmutz, Erde oder Moos von der Beetwand. Ein Holz-Beet solltest du am besten jedes Jahr mit umweltfreundlichem Holzschutzmittel streichen. So schützt du das Material vor Feuchtigkeit und erhöhst die Lebensdauer deutlich!
Ein Hochbeet aus Holz hält zwar nicht ewig, die ersten morschen Bretter bedeuten allerdings nicht, dass du dein ganzes Hochbeet erneuern musst. Sei kreativ! Durch kleine Reparaturen kannst du die Anschaffung eines neuen Beets hinauszögern.
Wenn sich die Gartensaison dem Ende zuneigt, solltest du die oberste Schicht mit leichtem, also noch nicht vollständig zersetztem Kompost anreichern. Dafür den Kompost ins Beet füllen und mit der oberen Schicht vermischen. Auch die Zugabe von Hornspänen eignet sich an dieser Stelle, um den Boden fürs nächste Jahr vorzubereiten. Die Düngung im Spätherbst sorgt für einen nährstoffreichen Boden im Folgejahr. Zum Schluss kannst du das Beet mit einer ausrangierten Plane abdecken und vor Verwitterungen schützen.
Tipp
Für die Erde ist Laub die perfekte Abdeckung und ein leichter Winterschutz für Pflanzen, die dort noch wachsen. Wenn du nicht genug Laub hast, kannst du einfach mit einem Müllsack oder einer Schubkarre in der Nachbarschaft oder im Park frisches Laub sammeln. Wichtig: Vorsichtshalber fragen, aber die meisten Leute sind froh, wenn ihnen ein Teil des Laubs abgenommen wird.
